Posts by Steinberg100

    Hallo Robert,


    entschuldige die späte Rückmeldung.


    Leider steht im Tagebuch des Angehörigen des Artillerie-Regiements 344 nichts über die 500er oder die 18.SS.

    Trotzdem stelle ich mal die Auszüge vom 16.3. bis 19.03.1945 ein, weil ich sie im Kontext der Ereignisse sehr interessant finde.


    "16.III.45


    Den ganzen Tag starke Fliegertätigkeit und zunehmender Gefechtslärm in südlicher Richtung. Das Kitzeln im Kreuz fängt langsam wieder an. Wir wissen ja auch nicht wie es bei Krottkau aussieht von wo er nach Süden vorstößt. Die Leute schanzen. Wahrscheinlich umsonst. Der Russe ist nur noch 7km von unseren Trossen entfernt. Es greift 1 Pz.Regt. an.


    17.III.45


    Morgends gleich Hiobsbotschaft. Unsere Trosse sind überrollt. Nur die Trosse der Stabsbttr. sind heraus. Der Iwan ist schon an Oberglogau vorbei. „Adelheid, es ist so weit“ sagte unser Kdr. Tagsüber viel Fliegertätigkeit. Es wird Zeit, daß wir abrutschen, sonst sind wir dran. Schlecht ist, daß gerade der Lkw auf dem mein Gepäck liegt, gerade nach vorne gekommen ist. Wenn was passiert, ist wieder alles im Eimer.


    18.III.45


    Nachts um 1 die Botschaft, daß wir im Kessel sind. Abt. macht Stellungswechsel zwei km zurück nach Kramelau [Kromołów]. Ich bleibe als AvKO bei Rgt. Schulz in Ebersdorf [Dzikowiec]. Den Tag über muß unbedingt gehalten werden. In der Nacht geht die Absetzbewegung los, und dann boxen wir uns durch. Tagsüber wenig angenehm. Rollende Fliegerangriffe. Dauernde Angriffe. Immer weiter werden die Linien zurück gedrängt. Es geht wieder um Minuten. Endlich um 1600 Uhr Marschbefehl für 1920. 1800 geht die HKL schon am Ostrand entlang. Der Iwan kommt von zwei Seiten. Rechtszeitig purren wir ab. Ich muß nach Niederrode [Mionów oder Polnisch Müllmen] zur Abt. Ankunft dort nachts um 22 Uhr. Dann irgendwo ins Stroh gepackt und wie tot geschlafen.


    19.III.45


    Ein denkwürdiger Tag, ein Tag des Grauens und ein Tag größter Heldentaten. Trotz allem muß ich dem lieben Gott sehr dankbar sein, denn ich bin verhältnismäßig gut durchgekommen, unverwundet mit Fahrzeug und dem nötigsten Gepäck, als da ist Waschzeug etc. Sonst kann die Abteilung singen: „Oh du lieber Augustin, alles ist hin“. Zum 2. Mal in einem Jahr, aber in der Normandie haben wir nicht die Ausfälle gehabt. Als wir uns morgends abgesetzt hatten, kam der Iwan schon von der anderen Seite. Durch unsere Abt. wurde er aufgehalten. Die ersten Verluste. Nachmittags soll der Durchbruch erzwungen werden über Deutsch-Müllenen, D. Rasselwitz nach Hotzenplotz [Osoblaha], das bereits feindfrei ist. Alles überflüssige muß vernichtet werden auch alle zwei Pkw. Um 1100 geht der riesige Treck von 2 Divisionen [Anmerkung meinerseits: 344.ID und 18.SS] quer übers Feld zum Angriff vor. Von allen Seiten wird hineingeschossen. Ich muß mit dem Schwimmer vorausfahren und Weg erkunden. Unsere Abt. fährt ziemlich zuletzt. Unendlich viel Frauen und Kinder fahren mit, sie wollen dem Russen nicht in die Hand fallen. Wie wird es ihnen beim Durchbruch ergehen ? Ich komme gut vorwärts über die Felder mit meinem Wagen und überhole die bespannten Batterien. In Deutsch Mühnen letzte Verbindung mit der Abt., dann wieder voraus bis zur Inf.Spitze. Vor Rasselwitz mörderisches Feuer. Unsere Infanterie stürmt mit Hurra, dabei junge Mädchen mit Pz.Fäusten und Karabiner, höchste Tapferkeitstaten. Frauen bergen die Verwundeten, Soldaten schleppen ihre Kinder auf dem Buckel durchs Feuer. Ein paar mal stockt der Angriff, dann geht es weiter mit Hurra. Zurück kann ich nicht mehr zur Abt. Die letzten zwei km bis Rasselwitz laufe ich zu Fuß mit lasse den Schwimmer hinterherfahren. In der Dunkelheit verlieren wir uns natürlich. Meine Packtasche habe ich aber umgehängt. Ich treffe Lt. Weide und den Oberarzt. Letzteren kurz vorm Sprung über die letzte Höhe wieder verloren. Ich habe die ganze Zeit viel zu tun, die Troßleute zum Stürmen anzufeuern. Dabei bekomme ich einen durch die Feldflasche gewischt. Nun müssen wir uns an den Bahndamm heranarbeiten. Momentan sind Weide und ich allein, denn die ersten Infanteristen sind schon durch und die anderen kommen nicht nach. Vor uns sehen wir in die MG der Russen die Mündungsfeuer blitzen, dabei starker Gr.W. Beschuß. Jetzt nur nicht verwundet liegen bleiben. Plötzlich wie durch ein Wunder treffe ich Oblt. Langer, Ritterkreuzträger und Btl.Kdr. meinen alten Bekannten aus der Normandie. Nach Anruf herzliche Begrüßung, dann führt er uns durch die russischen Linien durch ins Dorf hinein. 1000 Uhr abends waren wir durchs Dorf hindurch. Jetzt noch 3km bis zur eigenen HKL und 7km bis Hotzenplotz. Auf dem Weg zur HKL noch Flankenfeuer, dann über eine gesprengte Brücke geklettert und dann haben Weide und ich uns gegenseitig gratuliert. Manchmal habe ich gedacht, wir würden nicht durchkommen, dann aber bei dem entscheidenden Sturmlauf, war ich eiskalt und konnte auch Weide mitreißen. Wieder einmal dem Verderben entkommen, wieder einmal der Kampf um Sein oder Nichtsein zu den eigenen Gunsten entschieden. Gegen 2400 totmüde Ankunft in Hotzenplotz. Quartier gesucht. Viel Durst und Hunger. Eine verlassene, bisher unentdeckte Wohnung gefunden mit zwei Betten und ein paar Äpfel, sowie ein großes Glas Pflaumen zum Essen. Die richtige Nahrung. Ich bin patschnaß …..? Letzter Gedanke, ob wohl die Abt. gut durchkommt ?"


    Die Klammervermerke [...] sind von mir, der Text ist exakt abgeschrieben und nicht korrigiert. Das Tagebuch liegt mir inhaltlich komplett vor. Die Erlaubnis zum Veröffentlichen der Familie ist vorhanden.

    Der Text wird in meiner nächsten Publikation über die 344. Infanteriedivision verwendet.


    Grüße

    Boris

    Hallo Amelie,


    mir liegt ein Tagebuch eines Angehörigen des Artillerie-Regiments 344 vor. Darin schreibt der Offizier über den Ausbruch aus dem Kessel von Rasselwitz nach Hotzenplotz.


    Über die 500er schreibt er dort nichts. Allerdings leigen mir Verleihungslisten der 344.ID vom 2.4. und 9.4.1944 vor. Dort sind Angehörige von verschiedenen 500ern und einer Kampfgruppe Fischer genannt.


    Wenn Du mir den Namen deines Angehörigen per PN schickst schaue ich nach.


    Gruß


    Boris

    Hallo 91id,


    gerne kann ich mit Informationen dienen.


    Ich habe mit Helge Nauroth zusammen ein Buch über die 91.LLD geschrieben (Die Geschichte der 91. Infanterie-Division) und darüber hinaus zahlreiche Informationen üner alle Einheiten um die 91. herum gesammelt. In meiner Namendatenbank sind über 5000 Namen unterschiedlichster Einheiten zusammengetragen. Evtl. auch über Deinen Vater.

    Unsere Großväter waren in der 9./Gren.Rgt.1058 Kp.Chef Hermann Nauroth und 9./Gren.Rgt.1057 Günther Steinberg als Spieß.

    Wenn Interesse besteht schaue ich mal nach, ob dein Vater in der Liste steht.


    Gruß

    Boris Steinberg


    P.S.: Lustig ist, dass wir beide fast gleichzeitig Geburtstag haben: 10.06.1964 !

    Hallo Sven,


    die Bezeichnung Volkssturm-Bataillon z.b.V 2/5 gehört zum Volkssturm Deggendorf.

    Aufgestellt am 23.12.1944 in der 1.Welle. Entlassen am 27.01.1945 zur Bereitschaft (keine Auflösung)


    Zusätzliche Aufstellung des Volkssturm-Bataillons 2/5.


    Quelle: http://www.geschichtsverein-de…/gv-38-seiten-115-252.pdf - ab Seite 209ff


    Gruß

    BorisEinsatzbefehl Nr.4 v. 27.01.jpgEinsatzbefehl Nr.4 v. 27.01.1945 Seite2.jpg

    Hallo in die Runde,


    anscheinend bin ich auf einer falschen Fährte gewesen.


    Das Deggendorfer Volkssturmbataillon hatte eine andere Bezeichnung.


    Volkssturm-Bataillon 2/5 Deggendorf


    Aufgestellt am 23.12.1944 in der 1. Welle.

    Zweite Welle vermutlich am 27.01.1945


    Btl.-Führer: Berufsschuldirektor Schattenfroh

    1.Kp: Lindner


    Warum auf der Karte der Gräberkartei des Bundesarchivs eine Bezeichnung 2/170 steht kann ich nicht erklären.


    Die neuen Angaben sind korrekt.


    Quelle: Einsatzbefehl Nr. 4 v. 27.01.1944 als Anhang


    Weitere Volkssturm-Bataillone sind dort verzeichnet.


    Entschuldigt die Umstände.Einsatzbefehl Nr.4 v. 27.01.jpgEinsatzbefehl Nr.4 v. 27.01.1945 Seite2.jpg



    Quelle: http://www.geschichtsverein-de…/gv-38-seiten-115-252.pdf - ab Seite 209ff


    Gruß

    Boris

    Hallo zusammen,


    ergänzende Angaben des Volkssturm-Bataillons Wehlau.


    Volkssturmmann Ewald Kurschat geb.04.12.1899 Pornau/Wehlau/Ostpr. verst. 07.03.1945 um 04:10 Uhr in Rendsburg nach Verlust des linken Unterschenkels sowie Thoraxverletzung durch Granatsplitter.


    Quelle:

    Gräberkarteikarte Bundesarchiv


    Gruß

    Boris

    Hallo Zusammen,


    Anbei die bekannten Daten eines Volkssturmbataillons.


    Bezeichnung:
    Volkssturm-Bataillon 2/10 // Volkssturm-Bataillon Haslach


    Aufstellungsort:

    Haslach / Reichsgau Bayreuth


    Aufstellungszeitpunkt:

    unbekannt


    Einheitsführer:


    Organisation:


    Einsatz:


    Verbleib:

    Sonstiges: Angaben von einer Gräberkarteikarte des Bundesarchivs. Volkssturmmann Josef Amend geb. 07.12.1900 in Reichelsheim/Kreis Wertheim, verstorben am 12.01.1945 durch Unfall in Freudenstadt.


    VDK-Daten:

    Nachname: Amend
    Vorname: Josef
    Dienstgrad: Volkssturmmann
    Geburtsdatum: 07.12.1900
    Geburtsort: Reichholzheim
    Todes-/Vermisstendatum: 12.01.1945
    Todes-/Vermisstenort: Freudenstadt 
    Josef Amend ruht auf der Kriegsgräberstätte in Freudenstadt. Endgrablage: Block Q Reihe 1 Grab 3


    Quelle:

    • Gräberkartei Bundesarchiv
    • VDK


    Gruss

    Boris


    Edit: Ergänzungen eingefügt / eingefügt (Sven30

    Bezeichnung:
    Volkssturm-Bataillon 32/587


    Aufstellungsort:

    Reichsgau Sudetenland


    Aufstellungszeitpunkt:

    unbekannt


    Einheitsführer:

    unbekannt


    Einsatz:

    möglicherweise Raum Teschen um den 25.2.1945 herum, da vorliegende Todesdaten eines Volkssturmmannes dieses Datum ausweisen.


    Besonderheiten / Vermerk:

    Daten einer Gräberkarteikarte: Volkssturmmann Gustav Olbrich geb. 22.07.1900 in Zuckmantel, Todesdatum: 25.02.1945 in Teschen an Grippe verstorben


    Verbleib:

    unbekannt


    Quelle:

    Gräberkartei Bundesarchiv


    Gruß

    Boris


    Edit: eingefügt (Sven30)

    Bezeichnung:

    Volkssturm-Bataillon Burn (leider keinen Ort gefunden der so heißt oder hieß.)


    Aufstellungsort:

    vermutlich Reichsgau Ostpreußen


    Aufstellungszeitpunkt:

    unbekannt


    Einheitsführer:

    Kompanieführer und Feldwebel Franz Kraftzet


    Einsatz:

    Vermutlich in Lötzen, Ostpreußen


    Besonderheiten / Vermerk:

    Franz Kraftzet geb. 08.08.1890 in Baranen/Ostpreußen, gefallen bzw. Ort des Todes 26.10.1944 Lötzen, Ostpreußen, Todesursache Granatsplitter beide Beine und Gasbrand.


    Verbleib:

    unbekannt


    Quelle:

    Gräberkartei Bundesarchiv


    Gruß

    Boris


    Auf Wunsch sende ich die Karteikarte per PN.


    Edit: eingefügt (Sven30)

    Hallo Uwys,


    das wußte ich nicht, da ich dachte bei einem Quellenhinweis auf das Bundesarchiv wäre dies ok.


    Sollte es ein Verstoß sein, dann bitte ich Sven 30 den Anhang zu entfernen, da ich es selbst nicht kann.


    Gruß

    Boris

    Hallo!


    Anbei die bekannten Daten eines weiteren Vst.-Btl.:


    Bezeichnung:
    Volkssturm-Bataillon 2/170


    Aufstellungsort:

    Deggendorf, Kreis Deggendorf / Reichsgau Bayreuth


    Aufstellungszeitpunkt:

    unbekannt


    Einheitsführer:

    unbekannt


    Einsatz:

    Verbleib:

    unbekannt


    Sonstiges:

    Mindestens zu 7 Kp. gegliedert, da der Angehörige in der 7.Kp. war


    Quelle:

    • Gräberkarteikarte Bundesarchiv


    Auf Ergänzungen freue ich mich!


    Grüße

    Boris


    Edit: Karteikarte herausgenommen (Sven30)

    Bezeichnung:

    Volkssturm-Bataillon Dyhernfurth-Ort


    Aufstellungsort:

    Reichsgau Niederschlesien


    Aufstellungszeitpunkt:


    Einheitsführer:


    Einsatz:

    Möglicherweise in Gloschkau, Krs. Neumarkt, da dort ein Angehöriger des Volkssturm-Bataillons 24/99 am 27.01.1945 verstorben ist.


    Besonderheiten / Vermerk:


    Verbleib:

    unbekannt


    Quelle:

    • Gräberkartei des Bundesarchiv
    • VDK (nicht registriert)
    • VBL (Band VA 742)


    Über Ergänzungen freue ich mich


    Gruß

    Boris


    Edit: eingefügt (Sven30)

    Bezeichnung:

    Volkssturm-Bataillon 24/99


    Aufstellungsort:

    Reichsgau Ost-Hannover


    Aufstellungszeitpunkt:


    Einheitsführer:

    unbekannt


    Einsatz:

    Möglicherweise in Neumünster/Holstein, da dort ein Angehöriger des Volkssturm-Bataillons 24/99 am 16.02.1945 verstorben ist.


    Besonderheiten / Vermerk:

    mindestens zu 5 Kompanien gegliedert.


    Verbleib:

    unbekannt


    Quelle:

    Karteikarte der Gräberkartei Bundesarchiv


    Über Ergänzungen freue ich mich


    Gruß

    Boris


    Edit: eingefügt (Sven30)