Posts by Dinah

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    1) Sollte es nicht auch einen Hinweis geben, warum und wann die 2. Marke ausgegeben wurde?

    2) Mir scheint die Aufstellung der Einheiten lückenhaft (genannt ist nur die 1. Einheit, die letzte Einheit und die Einheit bei der er 1943 verwundet wurde).

    3) Auch dass es keine weiteren Hinweise zu den Lazarettaufenthalten nach seiner Verwundung gibt finde ich seltsam. (Als ich vor vielen Jahren nach meinem Urogrossvater geforscht habe, waren die Zu- und Abgänge zu den einzelnen Lazaretten sehr detailliert aufgelistet)

    Hallo!


    zu 1) und 2) : Frage beim Bundesarchiv PA nach einer "erweiterten Auskunft" (alle Meldungen aus den Erkennungsmarkenverzeichnissen)


    zu 3): Bitte auch darum, dass man die Unterlagen des ehemaligen Krankenbuchlagers überprüft.


    Ob diesbezügliche Angaben vorliegen, weiß man nicht, aber einen Versuch ist es auf alle Fälle wert.


    Gruß

    Dinah

    Hallo!


    Offenbar neigt man hier zu Schätzungen, was die konkrete Aktenlage betrifft. ;)

    Die genauen Zahlen sind im Internet recherchierbar, deshalb stelle ich hier nur einen Scan ein, der verdeutlicht, welche Datenbanken es bereits gibt und welche Daten sie offensichtlich enthalten. Diese Aufstellung habe ich dem Arbeitsbericht der damaligen WASt (aus den Jahren 2011 bis 2013) entnommen, den es damals gegen einen geringen Kostenbeitrag zu erwerben gab.


    So, wie es aussieht, wird mit diesen Datenbanken schon gearbeitet.


    Nun noch einmal meine Fragen: Wo fängt digitalisieren an? ( "Fotos" fände ich gut. Ein erneutes Auswerten aller Akten ist überflüssig - soweit meine Meinung) und ... Soll man tatsächlich auch in 20 oder 60 Jahren noch per Hand in den Unterlagen suchen? Natürlich dauert "digitalisieren" sehr lange, aber wer nicht anfängt, wird nie fertig.


    Gruß von Dinah


    P.S: Personenkartei ZK (- Scan der Karteikarte hier im Forum)

    Hallo!

    Ja, Viktor, der Umfang und die Struktur der Akten ist mir durchaus bekannt. Auch hier wieder die Frage: Muss denn wirklich sooo akribisch jede einzelne Meldung erfasst werden? Man muss doch nicht jede Meldung einzeln einscannen. (wie immer sich "Meldung" definiert. ;))


    Ein Beispiel: Wenn für einen Soldaten - wie hier schon öfter im Forum gesehen - eine Karteikarte existiert, die (wie ebenfalls hier zu sehen) eine laufende Nummer besitzt (die bestimmt irgendeinen Sinn hat), dann braucht man doch von dieser Karteikarte nicht jede einzelne Lazarettmeldung oder Verwundetenmeldung noch einmal auszuwerten und in eine extra Datenbank zu übertragen. Du musst "nur" die Karteikarte scannen und schon ist die Karte digitalisiert. Damit wäre der Karteikartenscan - wie offensichtlich beim VDK auch - mit wenigen Klicks erreichbar.


    Digitalisat: fertig. Und das jetzt "nur" ca. 20 Millionen Mal und die Personenkartei ist in digitaler Form vorhanden. Theoretisch machbar. "Deine" Fehlerquellen 2 und 3 hätten keine große Chance. Mehr als ein paar Nummern für den Dateinamen müsste man dann ja nicht eingeben.

    Fehlerquelle 1 ist generell nicht relevant, da die Daten feststehen, egal ob sie damals falsch oder richtig eingetragen worden sind. An den Fehlern der zeitgenössischen Mitarbeiter kann heute nichts mehr verändert werden.


    Klar, es bleibt das fehlende Personal. Aber das sollte nicht unser Thema sein. Mir geht es eher ums Technische und um die Benutzungsmöglichkeiten.


    Gruß

    Dinah

    Hallo, Viktor!


    Mit stellt sich die Frage, warum Du der Meinung bist, dass man die Unterlagen nicht digitalisieren kann.


    Wobei man vielleicht erst mal den Begriff "digitalisieren" näher bestimmen muss. Ich bin mir nicht sicher, was allgemein als "digitalisieren" definiert wird.


    Für mich bedeutet digitalisieren, dass man Informationen per PC abrufen kann. Egal, in welchem Dateiformat.


    Wenn ich bespielsweise von all meinen CD-Hüllen Fotos mache und diese Fotos als jpeg-Bild in meinem PC speichere, ist das dann schon digitalisieren? Ich hab ein Foto. Digital. Ich bin quasi schnell fertig mit dem Digitalieren meiner CDs. Egal, ob meine Musik aus China kommt und in Chinesisch ist, englische Sprache oder deutsche Sprache beinhaltet. Provenienz: egal. Schriftzeichen: egal. Ich kann mir im PC die Fotos angucken, ohne meinen CD-Schrank zu durchsuchen. Natürlich mache ich mir eine kleine Extraliste, damit ich weiß, wo ich was finde. Und dann weiß ich, dass mein Beatles-CDs auf den Bildern Nummer 34 bis 39 sind. Dann rufe ich die Bilder auf und sehe die Trackliste. Sozusagen eine Fundstellenliste, in der ich gucken kann, wo genau meine Beatles-CD-Fotos sind. Und einen Extra-Ordner, wo die Bilder drin sind. Digital.


    Oder fängt digitalisieren erst an, wenn ich alle meine CDs mit Interpreten, Namen des Albums und jeweiliger Titelliste in eine Excel-Tabelle schreibe? Und dann direkt nach einem Lied suchen kann? Auch digital, aber sehr aufwändig in der Erfassung. Und ein Foto muss ich trotzdem machen, weil ich ja auch sehen will, wie das Cover aussieht.



    Ich war auch der Meinung, dass so viele Unterlagen benutzbar zu digitalisieren nicht möglich ist. Inzwischen bin ich mir nicht mehr sicher, ob dies nicht doch eine Alternative für zukünftige Benutzung sein könnte. Wenn man denn den Begriff "digitalieren" nicht zu eng fasst.


    Zitat: "Alles muss in jedem einzelnen Fall per Hand erledigt werden." ---Momentan vielleicht schon - Aber gilt das auch noch in zehn oder 15 Jahren? Wie bereitet man sich denn auf die Zukunft vor?


    Das hat jetzt nicht wirklich was mit den aktuellen Laufzeiten zu tun, aber passt ja doch irgendwie zum Thema.


    Gruß

    Dinah

    Hallo, Markus!


    Du schreibst:


    Nur Aufgrund der Erkennungsmarkenverzeichnislisten und den Karteikarten der zentralen Personenkartei konnte mal ihn ausfindig machen.


    .... Das ist halt Alles, was die mir geschrieben haben.

    Du hast hier offenbar die Meldungen aus den Erkennungsmarkenverzeichnislisten (was für ein langes Wort) eingestellt. Du hast auch geschrieben, dass es noch Karteikarten (wirklich Mehrzahl!?) aus der zentralen Personenkartei gibt. Für einen Luftwaffenangehörigen gleich mehrere Karteikarten halte ich persönlich für .... relativ unmöglich. Hat man Dir die Kopien/Scans geschickt oder Dir die Karten abgeschrieben? Was steht denn da so drauf? Darüber schreibst Du hier leider nichts. Bei mehreren Karten müsste es haufenweise Meldungen aus der Zeit während des Krieges geben.



    Dass der Truppenteil von der britischen Entlassungsstelle "verkorkst" ist, ist ziemlich normal, da dies in der Regel eigene Angaben des Heimkehrers sind und man nur das aufgeschrieben hat, was der Mann selber gesagt hat. Die Aufgabe des Bundesarchivs ist es meiner Meinung nach nicht, die Richtigkeit zu bewerten und eventuelle Fehler zu berichtigen. Man stellt die vorhandenen Informationen zur Verfügung.



    Gruß von Dinah

    Hallo!


    Vielen Dank für die Antwort.


    Ich hab die Heeresmitteilung als Scan an meinen Beitrag gehangen. Wie ich es mir dachte .. wenn die Nummern für die Soldaten bis 999 nicht ausreichten, dann haben die Soldaten Nummern ab 5.000 bekommen.


    Diese widerspricht irgendwie Peters Aussage


    In den Fällen, bei denen mehr als 1.000 Kombattanten bei der Markenausgabe zu berücksichtigen waren, fingen die Nummern der Gefolgschaftsmitglieder (der Nichtkombattanten) sogar erst ab 5.000 an.


    ... ist aber auch nicht von Wichtigkeit. Mir ging es ja primär um ein eventuelles späteres Aussetzen dieser Anordnung.


    Bisher habe ich erfahren, dass es vermutlich keine spätere Rücknahme dieser Anordnung gab und es aus rein pragmatischen Gründen passiert ist, dass ein Soldat eine persönliche Nummer (z. B. -1388- oder -3790-) erhalten hat, die ursprünglich für ein Gefolgschaftsmitglied reserviert war. Praktische Gründe gewinnen gegen Anordnung. Find ich gut. :-)


    Liebe Grüße von Dinah

    Hallo!


    Danke für Eure Antworten.


    Ja, Thilo, ich rede wahrscheinlich von Arbeitern und Angestellten. Zumindest steht das so in der Heeresmitteilung.


    Diese Allg. Heeresmitteilung habe ich leider gerade nicht vor mir, aber im Buch "Deutsche Dienststelle (WASt) 1939-1945" (im freien Handel käuflich zu erwerben) findet sich ein Hinweis auf die von mir erwähnte Mitteilung - siehe beiliegenden Scan.


    Den in diesem Scan erwähnten Satz

    Reichten für die Soldaten dieser Dienststelle die Nummern 1 bis 999 nicht mehr aus, so wurden an die Gefolgschaftsmitglieder Marken mit Nummern 5000 ausgegeben

    habe ich anders in Erinnerung, es kann aber auch sein, dass ich mich irre. Peter sagt ja hier das Gleiche: Gefolge ab Nummer 500, später ab 5000. Ich dachte, dass - wenn die Nummern für die Soldaten von 1 bis 999 nicht ausreichen würden, die SOLDATEN die Marken mit den Nummern ab 5000 erhalten würden... nur so würde der Satz ja auch Sinn ergeben?! Und wurde ja auch so praktiziert.


    Hat vielleicht jemand die entsprechende AHM vorzuliegen? Ich komme an meine Kopie momentan nicht heran.


    Peter, den Hoidal habe ich gerade nicht zur Hand. Kennt er die Antwort auf meine Eingangsfrage, ob diese Bestimmung je zurückgenommen worden ist? Mir würde "normales Heer" schon reichen, alles andere wird sonst noch zu ausschweifend.


    Liebe Grüße von Dinah

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    Hallo, allerseits!


    Soweit ich die Allgemeine Heeresmitteilung Nr. 1076 aus dem Jahr 1940 (ich glaube, am 21.10.40) verstehe, sollten Erkennungsmarken mit den (persönlichen) Nummern 1000 bis 4999 für Gefolgschaftsmitglieder reserviert werden. Die Soldaten der betreffenden Einheiten sollten die Markennummern 1 bis 999 und dann wieder ab 5.000 erhalten.


    Ich glaube, dass diese Regelung nicht so streng umgesetzt wurde, denn man sieht recht häufig, dass Soldaten die eigentlich für die Gefolgschaftsmitglieder reservierten Nummern hatten.


    Wurde diese "Anordnung" vielleicht später wieder zurückgenommen? Oder betrifft dies nur bestimmte Einheiten oder Waffengattungen? Wenn dem so ist, wo ist dies nachzulesen? Ich bin hier überfragt, da ich nicht weiß, wo ich suchen soll.


    Vielen Dank im Voraus,

    Gruß

    Dinah

    Hallo!

    Jetzt frage ich mich, ob es sich lohnt, die Anfrage - mit Verweis auf die bereits erhaltenen Daten - noch einmal zu stellen und speziell nach den Daten aus den Krankenakten zu fragen. Ausserdem überlege ich, ob ich meine erste Anfrage vielleicht zu unkonkret gestellt habe und damit nicht alle Informationen erhalten konnte?


    Hat jemand weiterführende Informationen oder vielleicht schon Erfahrung mit den Daten der Krankenbuchakten?

    Zu Teil 1:

    a) Ja, eine erneute Anfrage könnte sich lohnen.

    b) Keine Ahnung. (siehe hierzu auch erster Satz aus dem Beitrag von Wattwurm.)


    Zu Teil 2:

    Ja, die WASt hat Informationen: https://www.dd-wast.de/de/unterlagen/krankenbuchlager.html


    Zur Aussage "Scheinbar gibt es ja jetzt organisatorische Veränderungen (Übergang zum Bundesarchiv)..." kann man hier etwas lesen: https://www.dd-wast.de/de/startseite.html ... also nicht nur "scheinbar", sondern tatsächlich.


    Lieber Thomas, das, was dieses Thema so "leidig" macht, sind in den Raum geworfene Halbwahrheiten. Dass die KBL-Akten beispielsweise digitalisiert sind oder noch "nach und nach" eintrudeln, davon steht auf der WASt-Internetseite nix. Die WASt selber ist da in ihren Aussagen recht eindeutig.


    Die eigentliche Frage an Jörg lautet: Wenn Du mal telefonischen Kontakt mit der WASt gehabt hast, wieso fragst Du nicht einfach da nach - wenn Du die schon mal an der Strippe hattest? Du hast Dir unwichtigen Kram angehört, dass (Zitat:) "man geht für die Übergangszeit auch von noch längeren Bearbeitungszeiten aus." ... und stellst Deine für Deinen Fall betreffenden Fragen nicht gleich dort? Bis auf die Frage nach den Erfahrungen der Antragsteller mit den Krankenbuchakten wären alle Deine Fragen dort gut platziert gewesen.


    Liebe Grüße und schöne Weihnachten wünscht

    Dinah

    Hallo, dd4fs!


    Also, wenn ich im Erbe meines Vaters eine Erkennungsmarke finden würde, würde ich zuerst mal denken, dass diese Marke meinem Vater gehört hat. Was lässt Dich denn vermuten, dass dies nicht die Marke Deines Vaters ist?


    Ich frage mich auch: Was mache ich mit Informationen über einen (vielleicht fremden) Soldaten, dessen Erkennungsmarke ich zufällig besitze?


    Gruß

    Dinah


    P. S: ... Gibt es dafür nicht Forumsregeln? Wieso wird auf so etwas überhaupt geantwortet?

    Hallo, Thomas!


    Was ich kürzlich geschrieben habe, war: zwischen Enkelkind und Kind besteht zeitlich kein Unterschied in der Bearbeitungsdauer.


    Ich bin mir sicher, dass es diverse WASt-Mitarbeiter gibt, die bei bestimmten Zielgruppen (Geschwister oder Ehefrauen der Soldaten) sehr wohl dafür sorgen, dass es spürbar schneller geht. Im Ausnahmefall ist so eine Vorgehensweise zum Wohle einer (im "sterbenahen Alter" befindlichen) Schwester sicherlich vom WASt-Bearbeiter erwünscht und durchführbar, aber nicht zwingend erforderlich. Soll heißen: Eine Anweisung, nach der Menschen dieser Zielgruppen bevorzugt behandelt werden müssen, gibt es meiner Kenntnis nach nicht.
    Drei Monate ist im Ausnahmefall eine schaffbare Zeit, aber wie das so ist ... dafür warten die anderen Antragsteller dann wohl ein wenig länger. Und wie ich persönlich finde, die anderen warten dann zu Recht.

    Guckst Du übrigens hier: Suche nach Erwin Peickert
    Schon vor sechs Jahren war meine Aussage "Geschwister meist schneller bearbeitet". Genauso wird es offensichtlich heute noch gehandhabt. Manchmal. Vielleicht auch oft. Aber wahrscheinlich nicht immer.


    Gruß


    Dinah


    Link blau eingefärbt, Diana

    Hallo, Gernot!


    Wenn man auf der Wast-Webseite beispielsweise den Punkt "Verwundungen/Erkrankungen" anklickt, dann öffnet sich eine weitere Zeile ... dort steht "mehr zu Kriegsopferversorgung" ... wenn man dann da raufklickt, wird man mehr oder weniger darauf hingewiesen, dass man unter diesem Punkt Bescheinigungen zur Vorlage bei einer Behörde zur Durchsetzung eines Rechtsanspruchs beantragen kann. Du willst ja keine Bescheinigung, die Du irgendwo vorlegen musst, um Deine "Ansprüche" geltend zu machen. ;)


    Ähnlich verhält es sich bei dem Punkt mit der Kriegsgefangenschaft. Ein Soldat, der eigene Ansprüche geltend machen kann, weiß, wann er wo in welche Gefangenschaft gekommen ist und hat keine Schwierigkeiten, dies auszufüllen. Da Du aber auch dies nicht auswählen wirst, musst Du da nichts reinschreiben.


    Du klickst ausschließlich "Dienst- und Beschäftigungzeiten" an. Wenn man sich dort durchklickt, sieht man folgendes: "Erstellung militärischer Werdegänge (Dienstzeitnachweise mit detaillierten Angaben) für den 2. Weltkrieg, beginnend von der Einberufung über die Bekanntgabe der Erkennungsmarke, der Heimatanschrift, der Truppenteile, Angaben über Lazarettaufenthalte, Beförderungen sowie die Bestimmung der Einsatzräume und Erläuterungen zu den Frontverläufen bis hin zu den Angaben über Vermisst-/Todesmeldungen oder die Zeit der Kriegsgefangenschaft "... womit alle Deine Wünsche auf einen Schlag berücksichtigt wären. Diesen Punkt anklicken reicht also.


    Zur zweiten Frage: Ja, es gibt mitunter auch Unterlagen über Frauen, also frag ruhig an!


    Viel Glück!


    Dinah

    Hallo, Alex!


    Datenbankkuscheln …. Tja, eine schöne Idee, aber ich sehe die Durchführung momentan nicht.


    Ein Beispiel:
    Wenn Du ein Suchkriterium einrichtest, das Erkennungsmarke heißt, dann bedenke, dass es viele mögliche Schreibweisen gibt …
    St. Komp. Gren. Ers. Btl. 12
    St. Kp. Gren. Ers. Btl. 12
    St. Kp. G. E. B. 12
    Stm. Kp. Gren. E. B. 12 …. usw


    Das machste dann für tausende von Einheiten, die nicht immer so simpel heißen und mitunter Lese-Schwierigkeiten beinhalten. Wer gibt das denn alles ein und entscheidet, wie die Marke wirklich heißt und was man bei der Suche nachher eingeben soll? Bei so einer einfachen Einheit ist das vielleicht machbar und einheitlich zu gestalten, aber bei anderen Einheiten könnte sich das schwieriger gestalten. Aus den EM-Listen schreibste schnell mal was ab (da steht ja meistens der richtige Truppenteil), aber aus vielen anderen Unterlagen ist die Marke oft nicht ganz so eindeutig zu ersehen oder gar falsch. Woher weiß man,wenn man die Krankenbücher abtippt, ob die Marke dort falsch oder richtig ist? Dazu brauchste Vergleichsmöglichkeiten. Bei jedem einzelnen Datensatz? Ich weiß ja nicht....


    Das ist nicht mal schnell „die Heimvideothek im PC eingeben“. Das sind Milliarden von Daten, die man lesen, verstehen, verwerten, in mühevoller Kleinarbeit überprüfen und schlussendlich nutzbar eingeben muss. Jedes einzelne Wort und Nummer erhält sozusagen ein eigenes Datenfeld. Anders geht’s ja nicht. Mikroverfilmen reicht m. E. nicht. Das muss händisch geschehen. Datensatz für Datensatz - immer in der Hoffnung, dass das, was man gerade eingibt, korrekt ist und mit den anderen Unterlagen übereinstimmt.


    Meine Meinung? Aber gerne! …. Bei dem zu erwartenden Aufwand kannste es dann einfach mal vergessen, dass jemals ein Antragsteller eine Auskunft erhält. Dann setzt sich „die WASt“ hin und gibt jahrelang Daten ein. Und selbst, wenn Du nur die Hälfte der Mitarbeiter für diese Arbeit einsetzt …. sind denn zweieinhalb Jahre Wartezeit für einen militärischen Werdegang nicht genug? Willst Du als 70jähriger Sohn hören: "Wir erfassen kurz mal alles, melden Sie sich im Jahr XY noch mal, wenn wir fertig damit sind." ? Nee, willste nicht. ;)


    „Daten digital“ ist sicher eine gute Idee, aber nicht um jeden Preis.


    Wenn jemand 1941 im Lazarett verstorben ist, gehe ich einfach mal davon aus, dass die Angehörigen benachrichtigt worden sind. Zumindest dürfte der Sterbefall beurkundet worden sein und somit das Schicksal geklärt.


    Wie sich das mit dem ersten Weltkrieg verhält, kann ich nicht sagen. Dafür fragt man seinen persönlichen Lieblingsklugscheißer :saint: (Sorry, das war ein Insider-“Witz“)


    Gruß von Dinah

    Mit den Krankenbüchern könnten aus meiner Sicht auch eine Vielzahl von Vermisstenschicksalen geklärt werden, da in den meisten Fällen auch die EM-Beschriftung dokumentiert ist. Hilfreich dann in den Fällen wo EM-Verzeichnisse vernichtet sind.


    Hi, Alex!


    Jetzt bin ich aber neugierig. Wie klärt man anhand der Krankenbücher Schicksale?


    Sieht der "Normalfall" nicht vor, dass jemand eine Marke mit Gebeinen findet, die Marke dann an die WASt geht und man dort anhand der Erkennungsmarkenlisten den Träger ermittelt? Wenn wir uns jetzt also Dein Szenario vorstellen (dass das notwendige EM-Verzeichnis nicht da ist), dann guckt man in die Krankenbücher und klärt dann ... was? Das primäre Suchkriterium in den KBL-Unterlagen (sowohl bei den Einzelunterlagen als auch bei den Krankenbüchern) ist das Geburtsdatum des Soldaten. Das kenne ich ja nicht, wenn ich nur die Marke habe. Wie komme ich also in den nicht wenigen Büchern an den Träger einer gezielten (neu aufgefundenen) EM?


    Gruß
    Dinah

    Habe auch einen Antrag per internet an die WASt geschickt vor etwa drei Monate. Sollte ich eine Bestattigung von WASt erwarten dass mein Antrag angekommen ist? Ich weiss das die Suche ein Jahr oder auch länger dauern kann, aber wollte sicher sein das mein Antrag auch angekommen ist und bearbeitet wird.
    Wohe in Amerika und habe den Antrag auch von hier gestellt.


    Grüße an alle Migleider
    Rainer


    Hallo!


    Hast Du das online-Formular auf englisch oder deutsch ausgefüllt? Anders gefragt: Hast Du die deutsche Variante oder die englische benutzt? In welcher Sprache Du selbst geschrieben hast, ist egal. Ausschlaggebend ist, welche Sprache Du zu Beginn eingestellt hast.


    - bei deutscher Sprache (deutsches Formular) wird die Eingangsbestätigung automatisch per Mail verschickt. Wenn Du hier keine EIngangsbestätigung erhalten hast, ist Dein Antrag wahrscheinlich nicht eingegangen. Oder Du hast Dich bei Deiner Email-Adresse vertippt. Kann ja auch mal sein.


    - bei englischer Sprache (englisches Formular) gibt es noch keine automatische Eingangsbestätigung. In dem Fall würde ich vorsichtshalber noch mal eine Email/einen Brief schreiben, dass Du keine Eingangsbestätigung erhalten hast und fragen, ob denn Dein Antrag eingegangen ist. Ein Anruf wird bei der Zeitverschiebung vermutlich nicht praktikabel sein.



    Zu den Bearbeitungszeiten: Momentan liegen diese für einen militärischen Werdegang größtenteils tatsächlich bei fast zwei Jahren.
    Ausnahmen bestätigen - wie überall - die Regel. Gründe für frühere Auskunfterteilung können u. a. sein:
    - negative Auskünfte
    - es sind weniger Ermittlungen erforderlich
    - es wurde in dem Fall schon mal eine Auskunft erteilt und man muss die alte Auskunft "nur" noch abschreiben
    - dringende Angelegenheiten
    - Verbleibsanfragen
    - Staatsangehörigkeiten
    - Rentenbescheinigungen
    - Versorgungsansprüche
    - etc.


    Quote

    Die Tage von Sohn Kriegskind in Frankreich Auskunft WASt gesehen: Bearbeitungszeit 3 Wochen(in Worten "drei"). und gleicher Sachbearbeiter wie bei mir.


    Der Umfang der Ermittlungen bestimmt die Bearbeitungsdauer, nicht der einzelne Bearbeiter. Der Bearbeiter, der die Auskunft letztendlich unterschreibt, hat in der Regel keinen Einfluss auf die Bearbeitungszeiten. Wenn die Ermittlungen fertig sind, schickt er die Auskunft raus - ob nach drei Wochen oder 18 Monaten.


    Gruß Dinah

    Hallo!


    Es gibt quasi zwei “Arten” von Krankenunterlagen.


    Die Einzelunterlagen.
    Hier handelt es sich um Unterlagen, die einen einzelnen Soldaten betreffen.Personenbezogene Unterlagen. Diese Unterlagen liegen schon länger bei der WASt.


    Quote

    In den Jahren 2009/2010 hat die Deutsche Dienststelle (WASt) ca. 130.000 JURIS-Mappen mit etwa 10.000.000 personenbezogenen Einzelunterlagen der Jahrgänge 1900 bis 1928 aus dem Bestand des Krankenbuchlagers Berlin übernommen.


    Quelle:
    https://www.dd-wast.de/de/unterlagen/grundlagen.html


    Diese Einzeunterlagen sind abrufbar und können geprüft werden.




    Dann gibt es noch die Sammelunterlagen (Krankenbücher oder ähnliches, in denen viele viele Soldaten in einer "Akte" erfast sind). Dieses Material steht derzeit noch nicht zum Prüfen zur Verfügung.




    Wenn also eine Wast Mitarbeiterin schreibt: “ich werde die unterlagen des ehemaligen krankenbuch Lagers Berlin prüfen”, dann meint sie eindeutig die Einzelunterlagen. Diese kann sie prüfen. Die Unterlagen sind ja schon länger da.


    Wobei ich mir nicht vorstellen kann, dass ein Wast-Mitarbeiter die Worte “Krankenbuchlager” oder “Unterlagen” nicht korrekt schreiben kann...!? Ist das tatsächlich ein Original-Zitat? .. egal...



    Wenn ein Wast-Mitarbeiter sagt: “immer noch kein Zeitpunkt bekannt ist, wann die Unterlagen des Krankenbuchlagers in unsere Dienststelle überführt werden”, dann meint er zweifelsfrei die
    Sammelunterlagen. Dazu findet sich auch etwas auf der Webseite des LaGeSo.


    Akten geliefert bekommen ist ja schön und gut. Zum ordentlichen und sachgemäßen “Überführen” von Unterlagen
    - von dem hier die Rede war - gehört meines Erachtens noch einiges mehr als nur das Papier in den Raum zu werfen.


    Fazit: Die eine Antwort schließt die andere nicht aus. Jede für sich ist korrekt.


    Wenn also jemand fragt “Können Sie bitte die Unterlagen prüfen, die Sie vom Krankenbuchlager haben?”, dann kann er die eine oder die andere Antwort erhalten. Und beide Antworten sind wahr.


    Mein Tip: Abwarten und zu einem späteren Zeitpunkt noch mal probieren.


    Gruß
    Dinah

    Hallo!


    Geht es um diesen Großvater hier: Wer kennt Wilhelm Böhne, Eisbergen ?


    Die Wast sagt nicht, dass Dein Opa am Tag seines Todes noch befördert worden ist! Er war am 04.06.1944 Unteroffizier. Punkt. Mehr steht da nicht. Das Beförderungsdatum ist der Wast doch gar nicht bekannt? Steht doch ausdrücklich da? Oder gibt es ein späteres Schreiben der Wast, in dem das Beförderungsdatum eindeutig als solches dokumentiert ist? Ich hab nur die Auskunft in dem oben erwähnten Thread gefunden.


    Alle Spekulationen bringen nix, wenn das Ausgangsmaterial schon zu Beginn falsch interpretiert wird und niemand sich die Mühe macht, mal nachzufragen oder selber zu suchen. ;-)


    Die Antwort auf die Ausgangsfragen


    Quote

    Wer kann mir da weiterhelfen?
    Steckt da vielleicht mehr dahinter?


    lauten also:
    1. ich.
    2. nein, denn es fand an dem Tag keine Beförderung statt.


    :-)


    Gruß Dinah


    Link blau eingefärbt, Diana

    Hallo, Marco!


    Zu dem von Dir genannten 3. Absatz sagt die WASt-Webseite u. a. Folgendes:


    Quote

    Der dritte Absatz ist der am häufigsten falsch
    interpretierte. Es handelt sich hier nicht um eine Fristenregelung wie
    vielfach angenommen
    . Die dort genannten Jahresangaben dienen lediglich
    als der übermittelnden Stelle als Hilfsmittel bei einer Entscheidung
    nach § 6 Abs. 1 Ziffer 2 c
    WASt-VO.


    Quelle: https://www.dd-wast.de/de/date…gene-daten/an-dritte.html - guck vielleicht selber mal, da steht noch mehr ...


    Ich bin kein Jurist, aber das wird schon stimmen. Ein Mitglied dieses Forums hat mich schon vor mehreren Jahren darauf hingewiesen, wie auffällig es ist, dass in der Verordnung gleich die "Erklärung/Anweisung" für den Bearbeiter dabeistehen würde - nämlich der 3. Absatz. Dieser User wusste auch ohne die Erklärung (die ich hier oben gepostet habe), dass dies keine Fristenregelung darstellt. Der hat das da so rausgelesen!
    Ich wurde nicht ausgebildet, Gesetzestexte - oder wie in diesem Fall den Text einer Verordnung - "richtig" zu lesen, aber dieser User jedenfalls hat mir damals genau das gesagt, was sich jetzt Jahre später auch auf der Webseite der WASt wiederfindet. Ich zweifele nicht daran: das ist keine Frist, sondern nur ein "interner" Arbeitshinweis.


    Gruß


    Dinah