Posts by Lockenheld

    Hallo Harry,


    zuerst eine Bitte:


    eine ordentliche Rechtschreibung erleichtert das Lesen und motiviert zur Not auch andere Leute zur Mitarbeit.


    Mit solchen Texten tut man sich schwer, da schalten die "alten Hasen" hier gerne gleich ab.


    Aber zur Sache:


    An Deiner Stelle empfiehlt sich die Suche im

    - Bundesarchiv Berlin, Bestand BDC (Partei-Akten)

    - Entnazifizierungs-Unterlagen, sprich, die Akten der Spruchkammer, die ihn irgendwann Ende der 40er Jahre "entnazifiziert" hat.

    Dazu braucht man den Wohnsitz zu der Zeit und dann das entsprechende, zuständige Archiv.


    In beiden Archiven enthält man grundlegend die Parteimitgliedschaften und auch militärischen Laufbahnen.


    Gruß aus München

    Marcus

    wenn er als ORR bezeichnet wird, scheint er in ziviler Funktion tätig gewesen zu sein?


    Hallo JR,


    das "alte Problem" mit Partei- und Amtsbezeichnungen. ;)


    Der SS-Obersturmbannführer ist der Dienstgrad in der SS, also einer Partei-Formation, der Oberregierungsrat die Amtsbezeichnung im Staatsdienst.


    Würde da "Oberstleutnant der Kriminalpolizei" stehen, wäre es klar, oder ?


    Grüße

    Marcus

    Hallo Corinna,


    wo hat er denn gelebt und vor allem, wo hat er nach dem Krieg gelebt?


    Rudimentäre Angaben sind in den Entnazifizierungsunterlagen enthalten, sprich, man muss wissen, wo er Ende der 40er Jahre

    gelebt hat. Dann wäre im zuständigen Archiv nach den Unterlagen zu fragen.

    Jeder, der bei Kriegsende 18 Jahre alt war, musste im Rahmen der Entnazifizierung Angaben zu seinen Tätigkeiten / Berufen / Einheiten

    während der NS-Zeit Aussagen machen.


    Gruß aus München

    Marcus

    Hallo,


    ein neues, kleines Rätsel.....


    In den Akten der Gendarmerie in der Oberkrain taucht ein Bau-Ersatz-Bataillon 1/11 auf, das im Juni 1942 sechs Gefallene hat.


    Schreiben des Gendarmerieposten Fuschine, Kreis Krainburg, Oberkrain, 24.10.1942


    An den

    Gendarmeriekreis Krainburg

    Betrifft: Dienstliche Weisungen

    Bezug: Zum Auftrag v. 20.10.42 Nr. 2536/42


    Nachweisung

    über die von Banditen ermordeten oder auf Grund zugefügter Verletzungen

    verstorbener Slowenen, Deutschen u. Volksdeutschen Personen.


    1 Bauer Michael 17.9.1900 verh.
    Hilfsarbeiter (Bausoldat Bau-Ers-Batl. 1/11 Sairach) Kaisersdorf 242
    Sairach
    19.6.42 ermordet
    2 Aujsky Leopold Josef 15.11.04 verw. Juwelenmonteur (Bausoldat wie 1) Wien XVI-I
    Sairach
    19.6.42 ermordet
    3 Schmidt Alfons 19.9.02 verh. Büroangestellter (Bausoldat wie 1) Breslau Ottostr. 10
    Sairach
    19.6.42 ermordet
    4 Nawroth Erhard 9.6.02 verh. Bäckergeh. (Bausoldat wie 1) Breslau 10 Adlerstr. 7
    Sairach
    19.6.42 ermordet
    5 Cyajka Peter 15.9.05 verh. Ausläufer (Gefr. wie 1) Karlsruhe Marinestr. 35
    Sairach
    27.6.42
    6 Stenzel Alois 40 Jahre alt verh. Hauptfeldw. (wie 1) Sairach 27.6.42 verw.
    einige Tage später in Wien verstorben
    7 Balesic Paul 30.4.06 verh. Zollhilfsassistent Hotaule Gde. Tratten (Zollstützpunkt) 27.6.42





    In den Verteilern tauchen ähnliche Einheiten auf:

    - "Landesbaubataillon Safnitz" am 22.2.1942

    - Ls.Bau.Batl. 10 am 26.7.1942

    - 23.9.1942: Schreiben des Gendarmerieposten Zwischenwässern: "Das in Zwischenwässern gelegene Bau Batl. 10 ist am 22.9.42 von hier abgerückt. Für

    unbestimmte Zeit verblieb ein aus wenigen Männern bestehendes Nachkommando zurück."


    Vielleicht hilft es jemanden weiter.


    Ich gehe davon aus, dass diese drei genannten Einheiten identisch sind.

    Grund für die Anwesenheit in der Oberkrain dürfte die Anlage von Gendarmerie-Stützpunkten und die Verminung der deutsch-italienischen Grenze gewesen sein.



    Gruß aus München

    Marcus

    Hallo Dieter,


    XXIV. AK ist laut Lexikon http://www.lexikon-der-wehrmac…ungen/Korps/XXIVKorps.htm und den dortigen Lagekarten

    schon da, wo Du suchst.

    Wo 1940 die Grenze zwischen Gefechtsbereich und dem rückwärtigen Heeresgebiet lag, kann ich natürlich nicht sagen.


    Da würde sich wohl eher eine Anfrage bei den Heeres-Einheiten im Forum lohnen, sprich ein neuer Thread unter Verweis auf hier.


    Zum Offizier kann ich leider nicht helfen, 1940 waren in Fürstenfeldbruck keine Offizierslehrgänge, da noch durch A./Fürstenfeldbruck bzw. Pol.Batl. 253

    belegt.


    Herzliche Grüße aus München

    Marcus

    Hallo Dieter,


    ich denke, wir haben hier den so genannten "Freimachungseinsatz" der Ordnungspolizei.


    Angeschnitten z.B: hier Aufstellung von Polizeiverbänden für auswärtige Verwendung 1939 bei der PV München schon einmal, waren die Hundertschaften wohl dazu da, das von der Zivilbevölkerung freigemachte Gebiet zu bewachen.


    In dem Zusammenhang wäre auf die Schrift "Freigemachtes Grenzland" von Major d.Sch. und SS-Sturmbannführer Rumler von 1942 zu verweisen.

    In dem mir vorliegenden Buch wird auf den Seiten 26 - 59 auf den Freimachungseinsatz eingegangen, auch die Gebiete Saargrenze / Zweibrücken / Pirmasens haben da eigene Abschnitte.


    Herzliche Grüße aus München

    Marcus

    Hallo zusammen,


    das ist hier die Abteilung "sollen sich andere einen Kopf machen". ;)


    In der Anlage der Verteiler eines Befehls des Befehlshabers der Ordnungspolizei Alpenland, Veldes, vom 6.3.1942, in dem

    Kennworte für die Zeit vom 15.3. - 1.4.1942 bekanntgegeben werden.


    "Zug Nebelreg. 2" - im Lexikon habe ich da KEINE passende Einheit gefunden 8o

    Vielleicht hilft es irgend jemanden weiter....


    Gruß aus München

    Marcus

    Hallo zusammen,


    hier meine Einträge zu ihm seitens der PV. München:


    Tagesbefehl KdSch München vom 22.07.1940: Abordnung eines Offiziers, Hauptmann d.Sch. GRAF VON KOTTULINSKY, bislang beim Bayerischen Ministerpräsidenten, wird zum Pol.Batl. 2 abgeordnet, Meldung beim BdO in Oslo, er hat sich beim KdSch Berlin zunächst zu melden


    Tagesbefehl KdSch München vom 06.05.1942: Verleihung KVK II. Klasse m. Schw. erhält Hauptmann d.Sch. Graf Adalbert von KOTTULINSKY, HSSPF Oslo


    Tagesbefehl KdSch München vom 04.09.1942: Beförderungen zum Major d.Sch. des Grafen v. KOTTULINSKY, BdO Oslo


    Tagesbefehl KdSch München vom 24.01.1944: Inmarschsetzung von Major d.Sch. GRAF VON KOTTULINSKY als L.-Offizier zum BdO Dänemark


    Gruß aus München

    Marcus

    Hallo ZAG,


    Adalbert Graf von Kottulinsky, Major der Schutzpolizei und SS-Sturmbannführer,

    taucht in den Unterlagen seiner Heimat-Polizeidienststelle Polizeipräsidium München

    noch am 24.1.1944 mit einer Abordnung als Luftschutz-Offizier zum BdO Dänemark auf.

    Einen Mann, der seit vier Jahren verstorben ist, werden sie nicht abordnen denke ich mal,

    das wäre aufgefallen, dass er nicht ankommt :P


    Das alte Problem mit Brüdern, die dann wohl auch in der SS waren ;(


    Herzliche Grüße aus München

    Marcus


    Hallo Dieter,


    in Bezug auf die obigen Punkte komme ich - zumindest für den BdO Alpenland - zu einem anderen Ergebnis:


    Dort bestand die grundsätzliche Gliederung Gendarmerie-Hauptmannschaft - Gendarmerie-Kreis - Gendarmerie-Abteilung - Gendarmerie-Posten immer fort, bis zum Schluss.


    Sollte dauerhafte Gendarmerie-Züge und Gendarmerie-Kompanien gebildet werden, hat man Personal verschoben, sprich einzelne Posten entweder aufgelöst und das Personal zu Gendarmerie-Zügen und -Kompanien zusammengefasst oder halt von einzelnen Posten jeweils einige Leute abgeordnet zu den Zügen (soweit das halt ging).

    Zusätzliches Personal oder Material hat der KdGend nicht bekommen, diese Gendarmerie-Züge werden dann unter Angabe des Standortes geführt, in der Oberkrain bspw. "Gendarmerie-Zug Laak" in Laak a.d.Zaier.


    Beim Rückzug aus Polen Anfang 1945 sollen die Münchner Gendarmen aus den Bereichen Litzmannstadt und Posen übrigens zu Gendarmerie-Zügen zusammengefasst worden sein, um als

    Kampfeinheit verwendet zu werden, da gibt es aber nur noch Aussagen nach dem Krieg, keine Dokumente mehr.


    Für den BdO Alpenland lässt sich das allerdings nicht mehr sagen, da dort die "normale Gliederung" noch bis zum 6.5.1945 intakt war.


    Herzliche Grüße aus München

    Marcus

    Hallo,


    wenn man im Lexikon http://www.lexikon-der-wehrmac…ndschtzBat/Gliederung.htm auf das Bataillon 922 klickt,

    gelangt man zum Text für das Lds.Schtz.Btl. 921.


    Das Landesschützen-Bataillon 922 war zumindest am 10.9.1941 in der Oberkrain im Einsatz


    Hier ein schreiben vom 17.9.1941, kennt jemand den Herrn Major, dessen Gesuch nicht stattgegeben wurde, da

    1. die Gendarmerie keine Schutzhunde hat,

    2. wenn, dann der Wehrmacht keine Hunde zur Verfügung gestellt werden können.


    Gruß aus München

    Marcus

    Hallo,


    im Gegensatz zu http://www.lexikon-der-wehrmac…PionierBat/GebPiBat95.htm und http://www.lexikon-der-wehrmac…/ArtRgtGeb/Gliederung.htm



    Schreiben des Gendarmerieposten Zwischenwässern, Kreis Krainburg, vom 29.1.1942:

    An den

    Kommandeur der Gendarmerie bei

    dem Reichsstatthalter in Kärnten

    in Klagenfurt

    Betrifft: Oberwm.d.Gend. Rupert Asen, Unfall

    Am 29.1.1942 um 8 Uhr gab ich Oberwm.d.Gend. Rupert Asen den Befehl, mit dem Fahrrad nach Medno, Gemeinde St.Veit a.d.Save zu fahren, um dem Vorkommando des Pionier Batl. 95 einen dringenden Fernspruch des Generalkommandos XVIII in Salzburg zu überbringen. Wenige Minuten nach 8 Uhr fuhr Oberwm. Asen zur Ausführung dieses Befehles dorthin ab. […]


    Schreiben des Polizei-Einsatz-Stab Südost in Veldes vom 22.2.1942

    [...]

    Verteiler:

    Geb.-Pi.-Batl. 95, St.Veit

    5./Geb.-Art.Reg. 95



    Gruß aus München

    Marcus

    Hallo,


    vom Volksbund gibt es als Daten:


    Leutnant Fritz Sakolowski, geb. 18.09.1914 Karthaus

    Todes-/Vermisstendatum: 25.08.1944

    Todes-/Vermisstenort: nördl. Husi b.Iasi

    Fritz Sakolowski ruht auf der Kriegsgräberstätte in Iasi.

    Endgrablage: Block 2 Parzelle G Reihe 25 Grab 18.


    Falls er das ist, sollte es sich um Jassy / Rumänien handeln, dann wären wir wohl beim Zusammenbruch der deutschen Front da.

    Passt das auf den Mann, der beim III./SS-Pol. 23 war? Dann müsste er ja wohl die Einheit gewechselt haben.


    Gruß aus München

    Marcus

    Hallo Andreas.


    HILLE wird laut Tagesbefehl des Kommandos der Schutzpolizei München vom 13.02.1941 von seiner Stelle als Inspekteur der Ordnungspolizei

    im Wehrkreis VII unter Beibehalt der derzeitigen Verwendung in die im Hauptkassenanschlag des Regierungspräsidenten in Königsberg - für den

    IdO im Wehrkreis I stehende Oberstenstelle versetzt.

    Wann er München verlassen hat, kann ich aus meinen Unterlagen nicht ersehen.


    KNOFE unterzeichnet seine "erstes" mir vorliegendes Dokument in Veldes am 3.10.1942, wobei ich vom September 1942 nur wenige Kopien vorrätig habe.

    Das letzte Dokument, das ich hier habe, datiert vom 9.9.1942, das hat BRENNER unterzeichnet.

    Ich behaupte aber einmal, dass man mitten in der Operation "Enzian" mit sechs - acht Bataillonen nicht dem Befehlshaber wechseln wollte und dann

    halt beide da blieben.


    Herzliche Grüße aus München

    Marcus

    Hallo Paul,


    wo lebte er vor und wo nach dem Krieg? War er nach dem Krieg weiter bei der Polizei?

    Am Wohnort Ende der 40er Jahre hängt dann der Standort der Spruchkammer, die ihn "entnazifiziert" hat, und nach deren

    Standort dann das zuständige Archiv.

    Bei jemanden aus dem badischen Gebiet müsste beispielsweise das dann das Generallandesarchiv Karlsruhe sein.

    In den Spruchkammerverfahren finden sich "Persilscheine" seiner Kameraden, Angaben zu Einheiten und Orten usw.


    Dass er die Einheit gewechselt ist ja klar, sonst wäre er nicht in Dänemark gelandet.


    Gruß aus München

    Marcus