Posts by stefan_reuter

    Hallo zusammen,


    zur Westwall-Doku des SWR vom 21.07.2019 (Hinweis von Cristiane in Post #808) noch folgende Ergänzungen:


    Wie Det schon richtig angemerkt hat, ist die Doku neu, wobei die Dreharbeiten dazu aber schon im August 2017 stattgefunden haben. Die weitestgehend fehlerfreie Doku finde ich gut gemacht und sehenswert.


    Der gebürtige Niederländer, der die Studentengruppe führt und die Anlagen erläutert, Patrice Wijnands, ist ein absoluter Fachmann auf seinem Gebiet und hat sein Hobby quasi zum Beruf gemacht. Bei der Anlage im Film, die er in Dillingen/Saar besucht, handelt es sich übrigens um -> Bunker WH 20, den mein Kollege Johannes Dräger (ebenfalls Mit-Autor von -> "Der Westwall im Raum Dillingen von 1936 bis heute") als Museumsbunker betreut. Wer einmal in der Nähe ist, sollte einen Besuch der Anlage einplanen.


    Gruß, Stefan


    <edit> blöden Schreibfehler laaaange nachträglich doch noch raus genommen <edit>

    Hallo Chris,


    herzlichen Dank für die Aufklärung ... da bin ich - ehrlich gesagt - platt! In alle den Jahren, in denen ich mich mit dem Thema befasse, ist mir weder in Dokumenten noch in zeitgenössischen Abkürzungsverzeichnissen die Abkürzung R.O.A. bzw. ROA unter die Augen gekommen ... nur R.O.B. bzw. ROB! Die Bezeichnung Reserve-Offizieranwärter habe ich allerdings schon mehrfach gesehen.


    Dann nehm' ich meinen Einwand von oben (#34) natürlich zurück und bitte um Entschuldigung.


    Dann wäre es nett, wenn die Abkürzung R.O.A./ROA auch noch ins -> Abkürzungsverzeichnis hier im Forum mit übernehmen würde. Dafür vorab besten Dank.


    Gruß, Stefan

    Moin Thilo,


    besten Dank für den Hinweis.


    Außer den o. g. beiden von Hindenburgs werden allerdings keine weiteren in den Verlustlisten (VL) aufgeführt. Das hat aber grundsätzlich nichts zu bedeuten, da die Listen alles andere als vollständig sind.


    Erfahrungsgemäß finden sich in den VL nicht aufgeführte Männer in den Auflistungen in den Regimentsgeschichten - aber auch dort leider nicht immer 😒


    Gruß, Stefan

    N'Abend zusammen.


    Der Vollständigkeit halber die Quelle hierzu: der Eintrag findet sich auf S. 6 der Verlustliste der Königlich Preußischen Armee und der Grossherzoglich Badischen Division Nr. 52 (Gesamtseite 412).


    Von Hindenburg wird in der Verlustliste als Angehöriger der 3. Kompanie des Garde-Schützen-Bataillons geführt.


    Gruß, Stefan

    Files

    • PvH_VL52.JPG

      (20.25 kB, downloaded 14 times, last: )

    Hallo Kordula,


    nein, stört überhaupt nicht - ganz im Gegenteil ;)


    Ich bin auch schon über solche Geschichten aus dem Krieg 1870/71 gestolpert, bei denen man nicht weiß, ob sie wahr sind oder nicht. Nachprüfen lässt sich da meistens kaum was, da entsprechende zeitgenössische Unterlagen nicht (mehr) vorliegen.


    Gruß, Stefan

    Hallo Wolfgang,


    wie Eumex in Post #2 oben schon anhand der Gliederung einer MG-Kompanie gezeigt hat, muss Dein Vater ja nicht zwangsläufig als MG-Schütze vorgesehen gewesen sein; vielleicht war er - berufsnah - beim Verpflegungstross eingesetzt? ;)


    Gruß, Stefan

    Hallo Wolfgang,


    ich teile das Schicksal von Thomas (Brillenträger seit meinem 12. Lebensjahr, da sehr kurzsichtig) und war während meiner Bw-Dienstzeit ebenfalls zeitweise als MG-Schütze in meiner Gruppe eingeteilt ...


    Ob da aber tatsächlich Überlegungen dahinter standen, wage ich zu bezweifeln, denn nach der Grundausbildung hatte man einen gelernten Kfz-Mechaniker aus unserem Haufen auch in die Küche versetzt und ein gelernter Koch landete in einer ABC-Abwehr-Kompanie! :rolleyes:


    Dank der Intervention unseres Spieß' ist das dann nach einigem Hin und Her letztlich passend gemacht worden.


    Vergleichbare Unfähigkeiten seitens der Wehrverwaltung gab es sicher auch bei der Wehrmacht, wobei das dann aber innerhalb der Einheit irgendwie angepasst wurde.


    Gruß, Stefan

    Hallo Michael,


    die von Dir oben genannten Definitionen für den Begriff bridgehead geben nur zwei, aber nicht wirklich passende Definitionen wieder - es geht hier nicht um den engeren

    Bereich um eine Brücke herum.


    Die dritte bei https://en.m.wiktionary.org/wiki/bridgehead genannte passt:


    (military) An area of ground on the enemy's side of a river or other obstacle, especially one that needs to be taken and defended in order to secure an advance.


    Wie groß so ein Brückenkopf ausdehnungsmäßig letztlich ist, hängt von der militärischen Situation ab.


    Gruß, Stefan



    Hallo Manuel,


    zum militärischen Werdegang Deines Großvaters, insbesondere dem für Dich nicht nachvollziehbaren Wechsel von der Ost- an die Westfront kann ich leider keine Informationen beisteuern.


    Nochmal zur Kriegsgefangenschaft: wenn bei der DD/WASt keine Unterlagen vorhanden sind, bliebe noch die Nachfrage beim ICRC in Genf, da die Gefangenenmeldungen über Genf an die WASt liefen. Inwieweit man dort aber mittlerweile wieder Auskünfte erteilt, kann ich nicht sagen, da ich dort schon seit längerer Zeit keine Anfrage mehr am Laufen hatte. Versuch macht ja bekanntlich kluch ;)


    Hier geht's zum -> Archiv des ICRC mit Kontaktdaten


    <edit> Ich habe mich gerade auf der ICRC-Seite mal bis zur konkreten Anfrage durchgeklickt ... sieht mau aus, denn bis zum 23.09.2019 werden keine Anfragen wie Deine mehr entgegengenommen, da die Bearbeitungskapazitäten ausgeschöpft sind. D. h. das Kontaktformular für entsprechende Anfragen wird erst um diesen Zeitpunkt herum wieder freigeschaltet -> KLICK <edit>


    Gruß, Stefan

    Hallo Nachforscher (ein Vorname wär' nicht schlecht ;) ),


    zunächst mal herzlich willkommen hier im Forum.


    Ich kann Dir nur zu Deiner Frage nach eventuellen Kriegsgefangenenunterlagen in den USA antworten: diese Unterlagen wurden bereits in den 1960ern an die Bundesrepublik Deutschland abgegeben und befinden sich im Bestand der ehem. Deutschen Dienststelle (WASt), heute Teil des Bundesarchivs. Bei Anfragen in den USA oder auch in GB wird daher regelmäßig an die ehem. DD/WASt. verwiesen.


    Gruß, Stefan

    N'Abend jostdieter,


    zu Deiner Frage


    Quote

    Kannst Du mir einen Hinweis geben, wo diese Erkenntnisse zu finden sind?


    kann ich - wie so oft - einfach mal Tante Google empfehlen. Als Suchbegriff "bombenkrieg german village" nehmen ... ;)


    Gruß, Stefan

    N'Abend Jürgen,


    in den USA gibt es keine Unterlagen mehr - die wurden in den 1960ern der Bundesrepublik übergeben, d. h. die Kriegsgefangenenakten lagern mittlerweile im Bestand der Deutschen Dienststelle/WASt, die zwischenzeitlich ins Bundesarchiv engegliedert wurde. Insofern bleibt Dir deshalb nur die Anfrage dort (s. a. Post #3 von Dieter) ...


    Zum Beitrag von Dieter (#14): Ob das wirklich so beabsichtigt war, die Gefangenen nicht zu registrieren, um ihnen Angst einzuflößen, kann ich nicht beurteilen, da ich hierzu keine belastbaren Informationen habe - ich kann mir aber sehr gut vorstellen, dass man, nachdem man bemerkt hatte, dass die Gefangenen eine solche Angst entwickeln, diese Angst als positiven Nebeneffekt billligend in Kauf genommen hat, um sie zu unter Druck zu setzen. Die eigentliche Ursache für die Nicht-Registrierung dürfte tatsächlich Zeitdruck gewesen sein.


    Gruß, Stefan

    N'Abend JR,


    leider nein :(


    Die amerikan. ISN lässt ohnehin nur einen Rückschluss auf den ungefähren (!) Ort der Registrierung/Gefangennahme und das Land zu, in dessen Diensten der Gefangene stand - sofern die Registrierung zeitnah nach der Gefangennahme erfolgte. Dann lässt sich zumindest auch der Kriegsschauplatz ersehen, auf dem der Gefangene eingebracht/registriert wurde, z. B. 81 = Kriegsschauplatz Mittelmeerraum (MTO) oder 31 = Kriegsschauplatz Europa (ETO).

    Dieser Zahl folgt bei deutschen Gefangenen ein G für Germany.


    Die eigentliche Nummer, die dieser Kennzeichnung folgte, lässt m. W. überhaupt keine Rückschlüsse zu.


    Gruß, Stefan


    <edit> Hervorhebungen <edit>

    Hallo Jürgen,


    leider hab' ich in meinen Unterlagen keine weiter führenden Informationen zu Camp Tracy - da muss ich Dich an Tante Google verweisen, die ja einige Seiten anbietet ;)


    Zu Deiner Frage mit der Registrierung: grundsätzlich wurden die Gefangenen zeitnah nach der Gefangennahme registriert und erhielten eine entsprechende ISN (Internee Serial Number). Das war natürlich mit einem gewissen zeitlichen Aufwand verbunden. Standen größere Operationen für die betreffenden US-Truppen bevor oder wurden kurzfristig und unerwartet Schiffe frei, mit denen die Gefangenen in die USA verschifft werden konnten, wurden sie wohl nur namentlich erfasst und erst nach Ankunft in den USA von dem Service Command (vergleichbar dem deutschen Wehrbereichskommando) registriert, in dessen Bereich sich das aufnehmende Lager befand.


    Ob eine Registrierung bereits auf dem Kriegsschauplatz der Gefangennahme oder erst später in den USA erfolgte, lässt sich anhand der unterschiedlichen ISN auch heute noch feststellen.


    Die Nicht-Registrierung unmittelbar nach der Gefangennahme verbunden mit der Verschiffung in die USA löste bei den betroffenen Gefangenen übrigens oftmals große Ängste aus, da sie davon ausgingen, dass man sie nicht registrierte, um sie einfach verschwinden zu lassen oder im schlimmsten Fall sogar zu liquidieren!


    Gruß, Stefan

    Hallo Jürgen,


    ich schau morgen in meinen Unterlagen nach, was ich zum Lager finde.


    Was ich ad-hoc noch sagen kann ist, dass er erst in den USA als Kriegsgefangener registriert wurde und nicht schon am Ort seiner Gefangennahme. Das ergibt sich aus seiner Kriegsgefangenennummer 9WG-20568: seine Registrierung erfolgte beim 9th Service Command, das die folgenden US-Bundesstaaten umfasste:


    Arizona

    California

    Idaho

    Montana

    Nevada

    Oregon

    Utah

    Washington


    Da auch Kalifornien dabei ist, passt das also mit dem Lagerstandort.


    Ich melde mich morgen wieder.


    Gruß, Stefan