Posts by stefan_reuter

    Hallo zusammen,


    zum "OA-Stern" bei der Bw: ich hatte den "Pickel" 1982 auch noch kurzfristig am Unterarm nach U-Lehrgang und Beförderung zum FHJ. Aber meiner Erinnerung nach wurde der "Pickel" nach wenigen Monaten von einer auf die Schulterklappe aufschiebbaren silbernen Litze abgelöst.


    Gruß, Stefan

    Hallo,


    es sind im Übrigen nicht nur die zwischenzeitlich fast immer völlig korrodierten (Hand-)Granaten mit Phosphorfüllung, von denen Gefahren ausgehen.


    Im Zuge einer Suchgrabung (2000) nach einer im November 1944 abgestürzten P-47 "Thunderbolt" wurden im Sondierungsgebiet am Saarufer auch Sprengstücke amerikanischer 4.2''-Wurfgranaten gefunden, deren Füllung aus weißem Phosphor bestanden hatte. Viele der Sprengstücke begannen nach dem Abtrocknen sofort mit dem typischen Rauchen. Diese Munition wurde von den Amerikanern sowohl als Nebel- als auch als Brandmunition verwandt. Da sich in diesem Bereich im Dezember 1944 eine amerikanische Übersetzstelle befunden hatte, wurde hier zum Vernebeln der Übersetzoperation reichlich WP-Munition verschossen.


    Also selbst grundsätzlich harmlose Sprengstücke solcher Munitionsarten können bei Anhaftungen selbst geringer Mengen von Phosphor auch heute noch schwerste Schäden verursachen!


    Gruß, Stefan

    N'Abend Arnd,


    da kann ich Dir nur beipflichten. Der Film hatte mich beim ersten Sehen vollkommen in seinen Bann gezogen. Bis zu meinem 18. Geburtstag hatte ich den Streifen bereits 10x gesehen - er gehörte zum Standardrepertoire der kathol. und evang. Jugendheime und wurde dort immer wieder gezeigt. Man merkt den Schauspielern an, dass sie diese Zeit noch selbst erlebt haben und teilweise sogar in der Wehrmacht gedient hatten, wie z. B. Günter Pfitzmann, Vicco von Bülow (Loriot) oder Til Kiwe!


    Allerdings halte ich die ProSieben-Neuverfilmung von 2008 für ein Verbrechen an der Romanvorlage von Manfred Gregor und am Zuschauer! Völlig unglaubwürdige Charaktere und eine nicht erwähnenswerte schauspielerische Leistung, von den Dialogen ganz zu schweigen ,,, Massenware auf ProSieben-Niveau halt!


    Der Bernhard-Wicki-Gedächtnis-Fonds bietet auf seiner Internetseite übrigens ein 68-seitiges Begleitheft zum Original-Film (1959) mit vielen Hintergrundinformationen zum -> Download an. Absolut lesenswert!


    Gruß, Stefan

    Hallo zusammen,


    hier wieder was passend zum mutmaßlichen Einstein-Zitat: "Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher."


    Im saarländischen Perl hat ein "Sondler" anscheinend eine Phosphorhandgranate ausgegraben und mit nach Hause genommen - die Polizei hat sich dann mit entsprechendem Aufwand heute Morgen darum gekümmert -> Meldung SR-Nachrichten


    Mich fasziniert jeden Tag aufs Neue, mit welch' geringer Hirnaktivität menschliches Leben faktisch möglich ist!


    Gruß, Stefan

    Hallo und herzlich willkommen im FdW :)


    Die nachfolgend genannte Veröffentlichung zum B-Werk in Besseringen ist Dir bekannt?


    SCHOLL, Egon: Das B-Werk Besseringen – Ein bedeutende Bunkeranlage des Westwalls, in: Verein für Heimatkunde im Kreis Merzig-Wadern e.V. (Hrsg.): Jahrbuch Kreis Merzig-Wadern 2009, Selbstverlag


    Für darüber hinausgehende Fragen solltest Du Dich mit Egon Scholl vom Verein für Heimatkunde im Kreis Merzig-Wadern in Verbindung setzen. Seine Kontaktdaten findest Du auf dieser Seite des saarländischen Landesamtes für Denkmalpflege:


    https://www.saarland.de/105354.htm


    Gruß, Stefan

    Hallo Michi,


    laut China-CD waren die genannten FPn wie folgt belegt:


    14598

    (Mobilmachung-1.1.1940) Stellungs-Batterie 10-cm-Kanone 222,

    (1.2.1941-11.7.1941) Heeres-Küsten-Batterie 222,

    dann 2. Batterie Heeres-Küsten-Artillerie-Abteilung 799,

    (27.1.1942-14.7.1942) gestrichen, wurde Fp.Nr. 12069 C,

    (25.1.1943-31.7.1943) Nachschub-Stab z.b.V. 288


    24078

    (2.1.1940-27.4.1940) Nachschub-Kolonne Abteilung z.b.V. 670,

    (31.7.1942-9.2.1943) Nachschub-Stab z.b.V. 670


    29886

    (Mobilmachung-1.1.1940) 2. Kompanie Nachschub-Bataillon 552,

    (10.2.1943-23.8.1943) 3. Kompanie Nachschub-Bataillon 552


    Die für den Zeitraum 1944/45 geltende Belegung ist die jeweils letztgenannte in der obigen Auflistung (von mir fett markiert).


    Gruß, Stefan

    N'Abend Harald,


    besten Dank für's Hochladen der Unterlagen.


    Der am. PoW Preliminary Record ist leider nicht besonders aussagekräftig, da nur ein vorläufiges und sehr frühes Dokument. Interessanter wäre der am. Basic Personnel Record, der neben zwei Lichtbildern des Gefangenen auf der Rückseite auch Angaben dazu enthält, woher der Gefangene kam und wohin er verbracht wurde (Lager in den USA!). In der gleichen Tabelle sind auch eventuelle Versetzungen in andere Lager aufgeführt.


    Auf der Dir vorliegenden Kopie des am. PoW Preliminary Record ist unten ein schmaler Zettel angeheftet mit dem Vermerk "EVAC. ZI. 25 SEPT. 44" - auf diesem Zettel in der Akte eines meiner Onkel befindet sich auch noch ein handschriftliches Kürzel, dass sich mir erst Jahre später als die Bezeichnung des Geleitzugs offenbart hat, mit dem er seine Reise in die USA angetreten hatte! Weiterhin wird hier auch nur noch vermerkt, dass und wann er den Briten übergeben wurde (mit einem weiteren handschriftlichen Kürzel, das vermutlich auch die Bezeichnung des Nachkriegs-Schiffstransports angibt) - Lager werden hier keine genannt, obwohl die Tabelle hierfür vorgesehen ist, wie man auch in Deinem Fall sieht ...


    Ih weiß nicht, wie das momentan in Berlin läuft, nachdem die DD/WASt dem BA angegliedert wurde. Aber vielleicht hilft ein Anruf beim Sachbearbeiter/bei der Sachbearbeiterin mit der Bitte um Überprüfung, ob sich in den Unterlagen zu Deinem Vater nicht doch auch noch der am. Basic Personnel Record befindet - der könnte für Klarheit sorgen ...


    Gruß, Stefan

    Hallo Harald,


    mach' es doch nicht komplizierter als es ist!


    Der Vermerk "Evac. to Z. I." bedeutet schlicht und ergreifend, dass der Betreffende in die USA verschifft wurde! Wann genau und wohin in den USA ergibt sich aus den Unterlagen in der Kriegsgefangenenakte, soweit diese in Berlin (vollständig) vorliegt.


    Mit etwas Glück ist auf einem der Dokumente auch der Geleitzug genannt, mit dem er die Passage gemacht hat.


    Vielleicht stellst Du doch die Kopie der DD/WASt einfach mal hier ein - u. U. findet sich ja ein weiter führender Hinweis darin.


    Gruß, Stefan

    Hallo und herzlich willkommen hier im Forum :)


    Die Belegung der FPN war laut China-CD wie folgt:


    14434

    (Mobilmachung-1.1.1940) 3. Batterie Artillerie-Regiment 2,

    (2.1.1940-27.4.1940) gestrichen, wurde Fp.Nr. 02826 D,

    (15.9.1940-31.1.1941) Regimentsstab Infanterie-Regiment 680,

    (15.7.1942-24.1.1943) Regimentsstab u. 13. Kompanie (= B) Grenadier-Regiment 680,

    (1.8.1943-23.3.1944) 18.1.1944 Regimentsstab Grenadier-Regiment 680,

    (24.3.1944-6.11.1944) 12.8.1944 gestrichen.


    Bitte beachten: die voran gesetzten Zeitraumangaben in Klammern sind Vergabezeiträume, nicht Gültigkeitszeiträume der FPN!


    Gruß, Stefan

    Hallo zusammen,


    zur Westwall-Doku des SWR vom 21.07.2019 (Hinweis von Cristiane in Post #808) noch folgende Ergänzungen:


    Wie Det schon richtig angemerkt hat, ist die Doku neu, wobei die Dreharbeiten dazu aber schon im August 2017 stattgefunden haben. Die weitestgehend fehlerfreie Doku finde ich gut gemacht und sehenswert.


    Der gebürtige Niederländer, der die Studentengruppe führt und die Anlagen erläutert, Patrice Wijnands, ist ein absoluter Fachmann auf seinem Gebiet und hat sein Hobby quasi zum Beruf gemacht. Bei der Anlage im Film, die er in Dillingen/Saar besucht, handelt es sich übrigens um -> Bunker WH 20, den mein Kollege Johannes Dräger (ebenfalls Mit-Autor von -> "Der Westwall im Raum Dillingen von 1936 bis heute") als Museumsbunker betreut. Wer einmal in der Nähe ist, sollte einen Besuch der Anlage einplanen.


    Gruß, Stefan


    <edit> blöden Schreibfehler laaaange nachträglich doch noch raus genommen <edit>

    Hallo Chris,


    herzlichen Dank für die Aufklärung ... da bin ich - ehrlich gesagt - platt! In alle den Jahren, in denen ich mich mit dem Thema befasse, ist mir weder in Dokumenten noch in zeitgenössischen Abkürzungsverzeichnissen die Abkürzung R.O.A. bzw. ROA unter die Augen gekommen ... nur R.O.B. bzw. ROB! Die Bezeichnung Reserve-Offizieranwärter habe ich allerdings schon mehrfach gesehen.


    Dann nehm' ich meinen Einwand von oben (#34) natürlich zurück und bitte um Entschuldigung.


    Dann wäre es nett, wenn die Abkürzung R.O.A./ROA auch noch ins -> Abkürzungsverzeichnis hier im Forum mit übernehmen würde. Dafür vorab besten Dank.


    Gruß, Stefan

    Moin Thilo,


    besten Dank für den Hinweis.


    Außer den o. g. beiden von Hindenburgs werden allerdings keine weiteren in den Verlustlisten (VL) aufgeführt. Das hat aber grundsätzlich nichts zu bedeuten, da die Listen alles andere als vollständig sind.


    Erfahrungsgemäß finden sich in den VL nicht aufgeführte Männer in den Auflistungen in den Regimentsgeschichten - aber auch dort leider nicht immer 😒


    Gruß, Stefan

    N'Abend zusammen.


    Der Vollständigkeit halber die Quelle hierzu: der Eintrag findet sich auf S. 6 der Verlustliste der Königlich Preußischen Armee und der Grossherzoglich Badischen Division Nr. 52 (Gesamtseite 412).


    Von Hindenburg wird in der Verlustliste als Angehöriger der 3. Kompanie des Garde-Schützen-Bataillons geführt.


    Gruß, Stefan

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    • PvH_VL52.JPG

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    Hallo Kordula,


    nein, stört überhaupt nicht - ganz im Gegenteil ;)


    Ich bin auch schon über solche Geschichten aus dem Krieg 1870/71 gestolpert, bei denen man nicht weiß, ob sie wahr sind oder nicht. Nachprüfen lässt sich da meistens kaum was, da entsprechende zeitgenössische Unterlagen nicht (mehr) vorliegen.


    Gruß, Stefan