Posts by Deadalus

    Hallo,


    doch, es dürfen Zweifel bestehen, denn es handelt sich definitiv um eine Ju 86 E, erkennbar u.a. an dem Antennenmast auf der Kabine. Die G hatten diesen auf dem Rumpf.

    Außerdem gab es Unterschiede in der Verstrebung der Kabinenhaube. Die auf dem Foto gehört zu einer Ju 86 E.


    Viele Grüße

    Peter

    Hallo Achim,


    danke für die Liste und für deine Mühen.


    wie gesagt, auf der Uniform steht ja eindeutig "Mittelelbe" und die Schüler sind auch im Magdeburg. Ist beides auch auf anderen Fotos zu erkennen. Den Widerspruch können wir wohl nicht klären.

    Die Schule befand sich wahrscheinlich auf dem Gelände des Junkers-Motorenbau-Zweigwerks Magdeburg oder einer Liegenschaft des Werkes.


    Viele Grüße

    Peter

    Hallo,


    scheint sehr speziell zu sein. Wenn jemand etwas zum Thema weiß, nur zu.


    Trotzdem werde ich nach und nach das eine oder andere Foto einstellen verbunden mit einigen Fragen. Anbei ein gestelltes Foto einer Stube in einer der Baracken der Schule.

    Auf der Schulterklappe der Uniform ist eine "26", auf dem oberen Dreieck steht "Mitte - Mittelelbe" und auf der Raute unten wahrscheinlich "Fliegertechnische Vorschule d. Luftwaffe Magdeburg"


    Kann jemand die Uniformen zuordnen?


    Viele Grüße

    Peter

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    • FTV_Stube.jpg

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    Hallo an alle,


    habe kürzlich ein Fotoalbum eines ehemaligen Angehörigen der Fl.Techn.Schule 3 in Magdeburg erworben. In erster Linie wegen der dort als Schulungsmaterial abgestellten Ju 88.


    Nun würde mich interessieren, ob jemand nähere Informationen zu dieser Schule hat, wie z.B. wo genau stationiert, von wann bis wann existent. Auch sonst würden mich alle verfügbaren Informationen zu dieser Schule interessieren.

    Eventuell war der Besitzer des Albums um 1941/42 in Magdeburg. Aber anscheinend ist das Album erst viel später zusammengestellt worden, da es mit den Fotos und Örtlichkeiten, es sind auch Fotos bei der Wehrmacht darunter gemischt, etwas durcheinander geht.


    Dieser Themenfaden hier im FdW ist mir soweit bekannt.


    Vielen Dank und viele Grüße

    Peter

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    • Fl_T_VS_1.jpg

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    • Fl_T_VS_2.jpg

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    Hallo,


    das Foto in #1 stammt urspünglich aus dem Buch "Die Flugzeugführerausbildung der Deutschen Luftwaffe, Bd.1" von Carlsen/Meyer auf S. 403. Dort wird das Foto der FFS B 16 im Februar 1944 zugeordnet. Am Steuer sitzt Flugschüler Knoche.


    Entgegen der Bildunterschrift (Ju 88 A-5) ist aber eine Ju 88 A-4 zu sehen.


    Was mich aber stutzig macht ist, dass in der Kabine ein MG eingebaut ist. Normalerweise, also eher immer, waren die Maschinen auf den B- und C-Schulen unbewaffnet.


    Viele Grüße

    Peter

    Hallo Uwe,


    danke für deine Mühe und die zusätzlichen Informationen, die ich ans andere Forum übermitteln werde.


    Als ich die Anfrage hier gepostet habe, hatte sich im Flugzeugforum noch nichts getan. Nicht das du denkst, ich will dir unnötige Arbeit machen.


    Alles gute und viele Grüße

    Peter

    Hallo allerseits,


    im Flugzeugforum gab es eine Anfrage eines netten Kollegen zu seinem Großonkel und zu dessen Schicksal. Leider konnte ich nicht weiterhelfen. Vielleicht kann ein jemand von hier helfen. Hier die Anfrage:


    Liebe Experten,
    um „seine“ beiden Maschinen einmal im Modell zu bauen suche ich Informationen zu meinem gefallenem Großonkel dem Oberfeldwebel Hugo Gräf.
    Onkel Hugo war eingesetzt als Flugzeugführer für Ju52 und Ju88 im Stukageschwader 2.
    Er hat wohl beide Typen abwechselnd geflogen bis er am 25.61941 bei der Landung in Polen in Poddubowek zusammen mit seinem Bordfunker dem Oberfeldwebel Trimpop tödlich verunglückte.
    Nach der mir vorliegenden Benachrichtigung war er wohl bei einem Aufklärungseinsatz über der Soviet Union von feindlichen Jagdflugzeugen gejagt worden und kam deswegen mit wenig Sprit zum Platz zurück.
    Der Anflug missglückte und er musste durchstarten. Wohl wegen mangelnder Spritversorgung setzte im Steigflug ein Motor aus und er kippte über die Tragfläche ab.
    Die Standardfloskel er war sofort tot stimmt hoffentlich.
    Jetzt meine Fragen :
    1.) gibt es Unterlagen zu dem Unfall/ Verlust am 25.6.1941 aus denen die Werknummer und/oder die Registrierung der Ju88 hervorgeht (Die Geschwaderkennung T6 wird die Maschine wohl getragen haben)?
    2.) Hat jemand Bilder der vom SG2 1941 eingesetzten Ju88 und/oder Ju52
    3) Hat jemand eine Liste mit den Flugzeugnummern der SG2? Die Aufklärer und die Transporter waren wohl dem Geschwaderstab unterstellt.

    Vielen Dank schonmal und viele Grüße

    Peter

    Hallo,


    die auf dem Foto zu sehende Ju 88 ist eine D-1, zu erkennen am Ladeluftkühler des Jumo 211 J-Motors mit den Holzluftschrauben und an den nach hinten versetzten Antennen der Blindlandeanlage unter dem Rumpf, was durch den Einbau der Bildgeräte im Hinterrumpf nötig geworden ist.


    Die im vorigen Post genannte W-Nr. 591 war eine Ju 88 A-5/F, die die Bildgeräte im 2. Lastenraum hatte. Bei dieser Baureihe befanden sich die Antennen dann auch weiter vorn.


    Fazit: Die im Bild zu sehende Ju 88 ist nicht die im Juli 1941 abgestürzte, wie auch bereits von Lars angedeutet. Die D-1 erschien später als die A-5/F, so dass das Foto ab/nach Sommer 1941 aufgenommen worden sein muss.


    Viele Grüße

    Peter

    Hallo Karl,


    na ja, es gibt da nicht so viele Möglichkeiten. Die Ju 87 hatte Platz für 2 Personen, der Pilotensitz war bereits belegt, da blieb für den Ufa-Mann nur der Funker-/Bordschützensitz übrig. Möglich wäre, dass eine schwere Filmkamera installiert war, die sich beim Aufprall selbstständig gemacht hat.


    Viele Grüße

    Peter

    Hallo Karl,


    es gab wohl sehr viele Abstürze aufgrund zu späten Abfangens. Man denke nur an die Katastrophe von Neuhammer/Schlesien aufgrund von Nebel und falscher Wettermeldung.


    Die genauen Ursachen für das zu späte Abfangen kenne ich auch nicht. Meist konnte man die Besatzung nicht mehr befragen, aber es wurde wohl auch manuell gestürzt oder die Automatik versagte. Ich denke, dass sich auch oft in der Höhe verschätzt wurde.


    Hier mal ein paar Beispiele für Unfallmeldungen:

    10.05.38, Ju 87 A-1, 52+A26, II./St.G 165 Schweinfurt, Nach Sturz aus 4500 m mit Übungswurf einer 250 kg Zementbombe leitet der Pilot erst in 350 m Höhe das Abfangen ein, Aufschlag des Flugzeuges mit 30°, Flugzeug Totalschaden, 2 Tote

    31.10.38, Ju 87, nach Sturzflug beim Abfangen Bodenberührung, Flugzeug vernichtet

    24.10.39, Ju 87 B, 2./183, Kieler Bucht, 1 km vor Sachsenberg in See, beim Übungsbombenwurf zu spät abgefangen, 100% Verlust


    Hier noch ein interessanter Vorfall vom August 1940 bei Wochenschau-Filmarbeiten bei Junkers:

    Bei Versuchsflügen einer Ju 87 für die Wochenschau berührte die Maschine beim Abfangen den Boden, wobei der Flugzeugführer einen Bruch der Lendenwirbelsäule erlitt und einem Filmoperateur der Ufa beide Beine abgeschlagen wurden. Das Flugzeug selbst wurde schwer beschädigt. Inwieweit bei der Deckung des Schadens die Versicherung in Anspruch genommen werden kann, wird z.Zt. noch untersucht.


    Viele Grüße

    Peter

    Hallo Thomas,


    ja, das war die Abfangautomatik. Der ganze Vorgang, also das Einleiten des Sturzfluges, das Abfangen nach Bombenauslösung und der Übergang in den Horizontalflug waren quasi automatisiert. Das hat aber nichts mit Autopiloten zu tun.

    Das Einleiten des Sturzfluges und das Abfangen erfolgte bei der Ju 87 (und auch bei der Ju 88) über Trimmklappen/Hilfsruder am Höhenruder, dazu noch Begrenzung des Knüppelausschlages, Ausfahren der Bremsklappen usw.


    Viele Grüße

    Peter

    Hallo,


    was meinst du mit Stuka-Varianten? Die Ju 87?

    Die Ju 87 besaß keine Dreiachsensteuerung, also keinen Autopiloten. Die Ju 87 hatte nicht mal eine Kurssteuerung, also eine Regelung um die Hochachse.


    Dreiachsensteuerungen bzw. Dreirudersteuerungen gab es bei Luftwaffenflugzeugen in Serie so gut wie nicht. Man beschränkte sich bei der Luftwaffe meist auf reine Kurssteuerungen, also nur die Steuerung um eine Achse.


    Dein Foto bezieht sich - wie man lesen kann - auf einen Versuchseinbau einer Dreirudersteuerung in die Do 217. In der Großserie besaß die Do m.W. aber auch nur eine Kurssteuerung (Patin PKS 11 oder Siemens K4).


    Viele Grüße

    Peter

    Hallo,


    die Produktionszahlen sind teilweise unkorrekt. Von der Ju 52 wurden rund 4800 Stück produziert, davon 3200 von Junkers selbst und 1600 als Lizenzfertigung. An Ju 87 waren es 5700 Stück, davon 600 eigene und 5100 Lizenz.


    Bei der Interpretation Fremdarbeiter = Zwangsarbeiter wäre ich vorsichtig. In der Luftfahrtindustrie arbeiteten beispielsweise auch viele über dortige Arbeitsämter angeworbene Holländer und Belgier. Zwar "Fremd", aber nicht "Zwang".


    Gruß

    Peter

    die größte Schwachstelle der Me 262: das Strahltriebwerk.

    Hallo,


    Irrtum. Das Strahltriebwerk war die größte Stärke. Denn was wäre die 262 ohne die Strahltriebwerke (z.B. mit Kolbenmotoren) gewesen? Genau: Ein ganz normales Flugzeug. Gerade die Jumo 004 machten die 262 zu etwas besonderem. Die Zelle an sich war weder besonders revolutionär noch fortschrittlich. Da waren z.B. Junkers, Focke-Wulf und Arado mit ihren Entwürfen schon weiter.


    Viele Grüße

    Peter

    Hallo Reiner,


    was meinst du damit, dass bei dem Schaden nicht mehr bekannt wurde?

    Weißt du, was im Krieg täglich vom Himmel gefallen ist - mit den entsprechenden Millionenschäden, abgesehen von den vielen Todesopfern?

    Da war der Absturz einer Schulmaschine in der Heimat in diesen Zeiten leider nichts besonderes - sondern eher Alltag.


    Fotos der Ju 86 M-1 sind sehr selten. Ich habe ein paar, leider in nicht besonders guter Qualität. Von der 0268 habe ich leider keins.


    Anbei aber ein Foto der Ju 86 D-AIKI, später KJ+AH, Werk-Nr. 0266, auf dem Fliegerhorst Brandis um 1938. Am Hinterrumpf erkennt man zwei gelbe Streifen, die das Flugzeug als Blindflugmaschine kennzeichneten.


    Gruß

    Peter

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    • 86D-AIKI.jpg

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