Posts by Deadalus

    Hallo,


    also ich habe hier den vorläufig alleroberüberletzten Flug - vielleicht nicht der Luftwaffe - aber eines Luftwaffepiloten mit einem Luftwaffenflugzeug und entsprechendem von der Luftwaffe zugeteiltem Stammkennzeichen. Na, wenn das nichts ist. Wer kann später? =)


    Fw. Heinz Saalfeld flog die Si 204 BM+JY am 29. November 1945 von Schleswig nach Hamburg-Fuhlsbüttel. Dort befand sich ein Sammelpunkt der Briten für Luftwaffenflugzeuge. Beweis anbei.


    Wenn jemand bei den Bezeichnungen "Am77" und "Am76" stutzen sollte: Das waren Teile einer ehemaligen Mistelkombination Ju 88-Fw 190, die die Alliierten erbeutet hatten. Die Mistelkombination Am77 wurden nach Farnbourough überflogen und dort später ausgestellt.


    Viele Grüße

    Peter

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    • FBSfld.jpg

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    Hallo


    Atlantis

    Gern geschehen. Man merkt halt relativ schnell, wer Fakten bringt oder "Ideologie".


    AviaB.33

    Danke für die Info. Was ist deine Quelle? Gibts da nähere Informationen? Da es eigentlich nur Verstorbene an die Seitenwand der Ju 52 geschaftt haben, müsste "unser" Habermann zum Aufnahmezeitpunkt bereits tot gewesen sein. Das Foto läßt sich zeitlich nur schwer eingrenzen, ich tippe aber auf Vorkrieg, also 1938/39. Einflug und Übergabe der Ju 52 an Heydrich frühestens 12/37 bis 1/38.

    Beispielsweise ist die Ju 52, W-Nr. 5860, D-AYHO "Peter Strasser" am 06.12.37 eingeflogen worden und Ende Januar 1938 an Marinechef Raeder gegangen. (Hier ist aber der Name kein Problem.)


    IR75

    Wie schon weiter oben erwähnt, hat der Name wohl eher nichts mit der Luftfahrt zu tun. Junkers-Hauszeitungen gab es: "Der Propeller" und die "Junkers Nachrichten". Dort wird aber nur wenig über die Lieferung von Flugzeugen an NS-Größen berichtet. Ausnahme ist die Ju 52, W-Nr. 5020, D-AZIS "Horst Wessel". Da ist in einem Propellerheft ein Foto von der Übergaben an SA-Stabschef Lutze drin.


    Viele Grüße

    Peter

    Hallo Ingo,


    besten Dank für deine Mühe. Das ist natürlich schade, dass du nichts finden konntest. Scheint eine harte Nuss zu sein.


    Flugpionier möchte ich fast ausschließen, weil die Suche, auch von Experten über den 1. Weltkrieg, nichts ergeben hat. Lufthansa-Mann ist auch fast ausgeschlossen, da die personellen Verluste der DLH von 1926-1944 komplett erhalten sind und ein Habermann nicht dabei ist.

    Ich wollts schon lange mal schreiben, aber jetzt ist eine günstige Gelegenheit: Ich schätze dein Wissen und deine Expertise hier im Forum sehr.=)


    Viele Grüße

    Peter

    Hallo,


    besten Dank für die bisherigen Gedanken. Ich dachte auch eher an das Wissen abseits des Internets. Vielleicht hat ja jemand eine Heydrich-Biographie zu Hause und kann einmal im Personenverzeichnis nachsehen, ob der Name dort auftaucht.

    Und die Schrift ist genau richtig.

    Es war zu der Zeit üblich, in Filmen keine realen Namen zu verwenden

    Ich glaube, das ist auch heute noch so üblich. =)


    Viele Grüße

    Peter

    Hallo an alle,


    ich habe hier ein Foto der Ju 52, Werk-Nr. 5862, D-AYKU (später TU+BO) "Erich Habermann". Die Maschine war von 1938 bis zu dessen Tod die Reisemaschine von Heydrich. Normalerweise erhielten die Maschinen der Lufthansa und auch die reichseigenen Ju 52 Namen von im 1. Weltkrieg gefallenen Piloten mit dem Pour le Mérite. Später kamen noch bei der Lufthansa verunglückte Piloten hinzu. Ausnahmen gab es nur wenige, wie die "Horst Wessel" des SA-Stabchefs Lutze.


    Nun bereitet mir aber die Identifizierung dieses Erich Habermann einige Schwierigkeiten. Nach meiner Recherche und der von luftfahrtgeschichtlich interessierten Kollegen war dieser Habermann weder Pilot im 1. Weltkrieg noch später Lufthansa-Pilot. Deshalb meine Frage:


    Kennt jemand den Namen Erich Habermann?

    Da es sich ja um die Maschine von Heydrich handelt, kann man den Namen vielleicht im Umfeld der SS oder Polizei suchen - und finden?


    Vielen Dank schonmal und viele Grüße

    Peter

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    • 52D-AYKU.jpg

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    Hallo Uwe,


    das wäre sicherlich ein seriöser aber auch sehr zeitaufwendiger Weg. Ich besitze ca. 300 Flugbuchkopien, aber größtenteils Erprobung sowie C- und Blindflugschulung. Ich werde aber sicherlich keine Flugbücher auf diese Art auswerten. Mein Thema ist normalerweise ein ganz anderes. Deswegen muss ich auch nichts bestätigen oder widerlegen.


    Vielleicht kann Ricardo neben dem Aufzählen von Nachnamen (Gierbig kenne ich z.B. nicht, ist vielleicht Girbig gemeint?) wenigstens mit ein paar Zahlen dienen? Ich, und wahrscheinlich die meisten anderen Foristen, haben die Bücher nicht im Regal. Wenn wir uns hier bei jedem Thema nur die nackten Autorennamen um die Ohren hauen, können wir uns jegliche Diskussion sparen.


    Viele Grüße

    Peter

    Hallo Ricardo,


    na, dann mach mal. Bin auf das Ergebnis gespannt. =)


    Ich bin auch gespannt, wie du z.B. die IV. Gruppen (Ergänzungsgruppen) der Geschwader, deren Treibstoff sicher nicht zu den Ausbildungseinheiten gerechnet wurde, die aber fast ausschließlich (einsatznahe) Ausbildung durchführten, herausrechnen willst. Aber wahrscheinlich hast du ja auch entsprechende Zahlen.=)


    Auf die Verbrauchsangaben komme ich noch zurück, wenn du deine Zahlen veröffentlicht hast.


    Viele Grüße

    Peter

    Hallo,


    wie willst du denn anhand des Treibstoffverbrauchs proportional auf den Ausbildungsbetrieb schließen? Da gibts doch viel zu viele unbekannte Variablen: Anzahl der Schüler, Jahreszeit (Flugzeiten Winter/Sommer), verwendete Flugzeuge. So wurden ab 1943 z.B. in der C-Schulung zur Treibstoffeinsparung vermehrt auf die Fw 58, Si 204, Do 17 und Ju 86 zurückgegriffen, die gegenüber der Ju 88 und He 111 wegen der verwendeten schwächeren Motoren einen viel geringen Verbrauch hatten.


    Unabhängig davon würde mich interessieren, wie du an die Verbrauchsangaben kommen willst.


    Ist mit dem "Rose" der Arno Rose gemeint? Wenn ja, dann Prost Mahlzeit. Der hat ein "Werk" über die Mistelflugzeuge verfasst, das vor Fehlern nur so strotzt.


    Viele Grüße

    Peter

    Hallo Uwe,


    besten Dank für deine Ergänzungen. Ich hatte auf dich gehofft und Weihnachtsurlauber klingt natürlich sehr plausibel.=)


    Die Ju 52, W-Nr. 3088/KJ+ML war anscheinend das Stammflugzeug von Lt. Rieffert. Ich habe ihn am 24.03.1942 mit Flügen mit der KJ+ML von Oscherleben über Fritzlar nach Werl. (Quelle: Startbuch Fritzlar)


    Viele Grüße

    Peter

    Hallo Elvis,


    habe ich es überlesen oder hast du den Namen des betreffenden Offiziers noch nicht erwähnt?

    Wenn nicht, wird es natürlich schwer. Mit dem Namen könnten hier sicher einige vielleicht noch mehr Informationen herausbekommen.


    Die Besatzung der Ju 52 sind nur die ersten drei Herren, also der FF (Flugzeugführer), der B (Beoabachter) und der BM (Bordmechaniker). Die restlichen Insassen werden wohl Verwundete gewesen sein, bis auf den wohl kurzfristig als BS (Bordschützen) eingesetzten Ofw. Kohse.


    Nur der Vollständigkeit halber: Der Lt. Amos ist nur gestrichen worden, da er von Bodenorganisation zum fliegenden Personal "umgebucht" wurde.

    Viele Grüße

    Peter

    Hallo Elvis,


    also ist der von dir gesuchte Offizier bei meinen Namensangaben nicht dabei?

    Handelt es sich demzufolge um einen anderen Vorfall bzw. eine andere Maschine?


    Die Ju 52/3088 ist aber wahrscheinlich nicht durch Jäger abgeschossen worden.


    Viele Grüße

    Peter

    Hallo Elvis,


    ich habe in den Generalquartiermeisterlisten nachgesehen. Dort sind Informationen an verschiedenen Stellen vorhanden, so bei den Einsatzverbänden und auch bei den Schulen und sonstigen Dienststellen. Dann gibt es noch verschiedene Nachträge, die man alle erst sehr aufwendig (ich habe die Verluste auf Mikrofiche) lesbar machen muss.


    Soweit meine bisherigen Informationen:

    Ju 52, Werk-Nr. 3088, KJ+ML, Ort: 58 Grad 03 Min. Nord, 22 Grad 47 Min. Ost, Ursache: vermutlich Höhe verloren, 100% Verlust


    Besatzung vom Einfl.u.Überf.Kdo.Jüterbog:

    FF Lt. Paul Rieffert

    B Uffz. Willi Kretschmer

    BM Uffz. Johann Binder

    alle vermisst

    Am 10.03.43 alle geändert von vermisst in tot, ohne Angabe von weiteren Gründen


    vom Feldluftpark 3/XI:

    BF Ofw. Egon Kohse

    Ofw. Emil Hoffmann

    Fw. Josef Jacoby

    Uffz. Emil Bösch

    alle vermisst

    Am 10.03.43 alle geändert von vermisst in tot, ohne Angabe von weiteren Gründen


    von Fl.H.Kdtr. (E) 37/IV:

    Wd.Insp. Herbert Schmidt

    Fl.Ing. Franz Resch

    Fw. Hans Seibt

    Gefr. Paul Weber

    vermisst, am 10.03.43 geändert in tot


    vom Lg.Stab Finnland:

    Insp. Ohlau

    vermisst, am 10.03.43 geändert in tot


    I./St.G. 5

    Lt. Amos

    vermisst

    (am 06.01.43 durchgestrichen, schaue ich morgen nach)


    Soweit die Infos. Ich hoffe, ich habe die alle richtig aufgedröselt. Wie gesagt, nach dem Lt. Amos schaue ich noch.

    Viele Grüße

    Peter

    Hallo Karl.


    ist schon klar, was du meinst.

    Nun ist es aber mit der Sekundärliteratur und den Erinnerungen so eine Sache. Ich ginge, wenn es mich den brennend interessieren würde, den Dingen anhand von Primärquellen auf den Grund. Man müsste anhand von Flugbüchern die Ausbildungsdauer nachvollziehen z.B. 1936, 1940 und 1943 im Vergleich und dann noch unterschieden nach meinetwegen Jägern und Bombern.


    Viele Grüße

    Peter

    Hallo,


    man müsste anhand von Flugbüchern die Ausbildungszeiten vor und während des Krieges vergleichen. Hier der link ins Flugzeugforum, wo man sehen kann, dass es 1944 teilweise noch eine gründliche Ausbildung gab - aufgrund eines konkreten Flugbuches.


    Soweit 1944 noch Bomber- und Aufklärerpiloten ausgebildet wurden, mussten diese zwangsläufig die A-, B- und C-Schulung durchlaufen und auch noch den Blindflugschein machen. Dann gings erst einmal in die Ergänzungsgruppe des Geschwaders. Das dauerte.


    Vielleicht sollte man nicht so viel "aus dem Gedächtnis" schreiben, sondern sich auf Fakten verlassen? Vielleicht sind die hohen Verluste 1944 größtenteils auf die materielle Überlegenheit des Gegners zurückzuführen?


    Zeigt doch bitte Beispiele für Piloten, die nach kurzer Ausbildung sofort an die Front geschickt wurden. Aber dann bitte dokumentarisch belegt.


    Viele Grüße

    Peter

    Hallo,


    natürlich sind Flugzeugverluste ohne Feindeinwirkung nicht gleichzusetzen mit Verluste während der Ausbildung. Zumindest sind die Schulunfälle in den Generalquartiermeisterlisten fast für den gesamten Krieg erhalten geblieben (Mitte 1940 bis Mitte 1944 und ein wenig 1945). Es gibt Leute, die haben alle diese Unfälle in ihren Datenbanken. Vielleicht kann man daraus die Gesamt-Personal- und Flugzeugverluste summieren.


    Ich würde doch aber bitten, solche "Historiker" wie diesen unsäglichen Groehler, hier nicht zu zitieren. Ich glaube, seine Reputation ist weit unter Null.


    Statistiken wurden natürlich geführt, nur sind viele Unterlagen durch den Krieg verlorengegangen.


    Das Buch von Carlsen habe ich. Da gehts um die Organisation der Schulen, garniert mit vielen Fotos. Ist eigentlich ein Fotoband.


    Das mit der stark verkürzten Schulungszeit ist aber größtenteils wohl eine Mär. Wir hatten das Thema erst kürzlich im Flugzeugforum. Ich besitze etliche Flugbücher von Leuten, die noch 1944 eine relativ umfangreiche Ausbildung durchlaufen haben. Das können natürlich auch alles Ausnahmen sein. =)


    Viele Grüße

    Peter

    Hallo,


    anbei die Tabelle aus Horst Boog: Die Deutsche Luftwaffenführung 1935-1945, Stuttgart 1982.
    Sie zeigt die Frontflugzeugverluste durch und ohne Feindeinwirkung. Die erschreckend hohen Verluste ohne Feindeinwirkung ziehen sich durch den ganzen Krieg.

    Bis zum 31.12.44 hatte die Luftwaffe an Gefechtsverlusten 22928 Tote, 16377 Verletzte und 25747 Vermisste zu beklagen. Die Zahlen ohne Feindeinwirkung: 19575 Tote, 10819 Verletzte und 605 Vermisste. (Zahlen ebenfalls bei Boog.) Leider gibt es keine Unterscheidung nach Piloten- oder Technikversagen, außer für den Februar 1944: 46,8% Pilotenfehler und Mai 1944: 53,7%. Der hohe Anteil war sicher auch auf den mangelnden Ausbildungsstand der Besatzungen 1944 zurückzuführen.


    Viele Grüße

    Peter

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    Hallo Avia,


    ich muss mal die Zahlen heraussuchen, bei Boog z.B. sind sie drinnen, aber so wie du es schreibst, ist es wahrscheinlich nicht richtig: also Verluste bei der Ausbildung höher als an der Front. Was sich in etwa die Waage hielt waren die Verluste durch Feindeinwirkung und ohne Feindeinwirkung, also Pilotenfehler und technische Mängel.


    Das genannte Verhältnis kann auch insofern nicht stimmen, als als natürlich sehr viel weniger Flugzeuge bei den Schulen als bei den Frontverbänden vorhanden waren.


    Viele Grüße

    Peter

    Hallo Heinz,


    schön, wenn ich helfen konnte.


    Zu Thilo sage ich mal nichts weiter, außer man sollte sich vielleicht nicht immer zu Themen äußern, von denen man nur peripher Ahnung hat. Schnell zusammengoogeltes "Wissen", darüber hinaus noch mal fix durch ein Übersetzungsprogramm gejagt und schon hat man die Wahrheit? Respekt! Das kann doch aber nicht der Anspruch an historische Forschung sein, oder? Googeln und dann copy&paste von links.


    Das ist mir z.B. auch hier schon mal aufgefallen. Ein vollkommen unpassender link, der überhaupt nichts mit dem Thema zu tun hat.
    Keine Ahnung, was sowas soll.


    Stichwort ist nochmals: Differentialgetriebe.


    Viele Grüße

    Peter

    Hallo,


    der User aus der Ukraine hat mir erlaubt, die Fotos vom Getriebe hier zu zeigen. Man erkennt gut den Planetenträger mit den Planetenrädern. Das Hohlrad fehlt aber noch. Das dritte Foto zeigt die Lage des Getriebes im Triebwerk.


    In der An-70 ist eine Weiterentwicklung des Getriebes drin (letztes Foto.)


    Viele Grüße

    Peter

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