Posts by Deadalus

    Hallo Max,


    ja. das war leider sehr häufig. Nicht nur Abschuss durch die eigene Flak, sondern auch durch eigene Jäger. In den Verlustmeldungen des Generalquartiermeisters finden sich viele solcher Fälle.


    Viele Grüße

    Peter

    Hallo Henry,


    danke für die Anregung.


    Auf zwei der Fotos sind auf den Rückseiten auch kurze Bemerkungen zu finden:

    Auf Foto 1 "Ankunft Hermann Göring", weshalb ich erst auf die Beteiligung Görings gekommen bin.

    Auf Foto 3 ein Leutnant mit Namen. Komisch nur, dass ich auf dem Foto beim besten Willen keinen Leutnant ausmachen kann. Kann jemand den Namen entziffern?


    Viele Grüße

    Peter


    edit: Es heißt wahrscheinlich "It. Botschafter" auf dem dritten Foto.

    Hallo,


    besten Dank an Reinhard und Karl. Sehr interessant der Tagebucheintrag. Ich denke, mein Foto zeigt nicht den Grafen. Da sehe ich zu viele Unterschiede im Gesicht. Aber vielleicht befand sich der Herr im Gefolge des Grafen beim Dreimächtepakt. Es gibt ja viele Fotos von dem Ereignis. Vielleicht ist "mein" Italiener auf einem der Fotos. Auf alle Fälle ein interessanter Ansatz.


    Viele Grüße

    Peter

    Hallo Reinhard,


    danke für die Information. Das wußte ich nicht. Kann mir aber schwer vorstellen, dass am 1. Oktober plötzlich alle Luftwaffenangehörigen auf einen Schlag das Hoheitsabzeichen dran hatten. Sowas zog sich doch sicher. Papier ist geduldig.

    Kenne Fälle bei der Luftwaffe, was z.B. das Kennzeichnen von Flugzeugen angeht, da flogen die Maschinen noch zwei Jahre nach Stichtag nach alter Vorschrift herum.


    Aber trotzdem besten Dank für den Anhaltspunkt.


    Viele Grüße

    Peter

    Hallo Reinhard,


    wieso nur bis Oktober 1940?


    Es gibt auch noch ein drittes Foto, auf dem noch ein weiterer unbekannter Herr zu sehen ist. Auf dem Originalfoto kann man erahnen, dass es sich wohl "nur" um einen Major handelt, also eine Schwinge im Kragenspiegel und geflochtene Schulterstücke ohne "Pickel". Und eventuell trägt er unten ganz rechts über dem Gürtel ein Flugzeugführerabzeichen.


    Viele Grüße

    Peter

    Hallo Ingo,


    na ja, so kleinteilig habe ich den Lebenslauf der Ju 52 leider nicht, um jede Flugbewegung abzudecken. Es handelt sich um die Ju 52/3m, W-Nr. 4066 D-ABAQ, später GC+AE "Manfred von Richthofen II". Das war von 1935 bis Ende 1941 das persönliche Reiseflugzeug von Göring. Er war mit der Maschine über die Jahre an allen möglichen und unmöglichen Orten. Davon gibt es auch verschiedentlich Fotos.


    Viele Grüße

    Peter

    Hallo,


    besten Dank erstmal für die interessanten Informationen und Anregungen. In die Richtung "faschistische Miliz" habe und hätte ich nie recherchiert. Durch den Adler auf der Mütze dachte ich immer in Richtung einer Luftwaffe.


    Graf Galeazzo Ciano: Gute Frage, eine gewisse Grundähnlichkeit ist wohl durchaus vorhanden.


    Vielen Dank nochmals und viele Grüße

    Peter


    edit:

    Noch zum alle überragende Herrn auf dem zweiten Bild: Das Emblem oben an der Mütze kommt mir recht groß vor. Ist das Wehrmacht?

    Hallo,


    ich habe hier zwei Fotos mit verschiedenen Personen. Auf dem ersten Foto ist Görings Reise-Ju 52 zu sehen. Davor steht ein Mercedes mit dem Kennzeichen IA-10012 und einem Haken im Nummernschild. Weiß jemand, ob es sich dabei um ein persönliches Fahrzeug von Göring handelt?


    Auf dem zweiten Foto sind nochmals einige der Personen zu erkennen. Bei dem älteren Luftwaffengeneral handelt es sich um Friedrich Christiansen, eigentlich Wehrmachtsbefehlshaber in den Niederlanden. Das Umfeld sieht aber eher südlich aus. Aber: Kann jemand den Herrn (ein General?) rechts neben Christiansen identifizeren bzw. welcher Armee er angehört?


    Auch sonst würde mich interessieren, ob jemand noch etwas zu den Fotos sagen kann. Göring selbst ist aber anscheinend nirgends mit drauf.


    Vielen Dank und viele Grüße

    Peter

    Hallo,


    Henke war Dipl.-Ing. und Flugkapitän der Lufthansa, und u.a. in den 20er Jahren beim Junkers-Luftverkehr. Mit Ausbruch des Krieges wurde der zum Militär eingezogen und wechselte zum KGzbV 107, dem "Auffangbecken" für alle von der Wehrmacht beschlagnahmten Flugzeuge der Lufthansa. Zum Zeitpunkt des Absturzes war er als Oberleutnant beim KGzbV 107.


    Henke war u.a. auch der persönliche Pilot von General Blomberg und Goebbels. Auf längeren Flugreisen von Goebbels saß Henke am Steuer seiner Ju 52 D-AFAM "Max von Müller".


    Abgestürzt ist Henke am 22.04.40 in Staaken mit der Fw 200, W-Nr. 3324 CB+FB. Die Maschine befand sich nach dem Einsatz in Norwegen in der DLH-Werft im Staaken zum Einbau von Kraftstoffzusatzbehältern und einer zusätzlichen Klappe zum Lastenabwurf. Henke sollte die Fw 200 in Staaken abnehmen und danach nach Hamburg zum weiteren Einsatz überführen. "Anschließend holte der Flugzeugführer nochmals zu einer weiten Platzrunde aus und flog von Osten kommend den Platz an. Er drückte dabei das Flugzeug mit einer Längsneigung von 10-15° aus einer Höhe von 300 m auf 70 m und zog es anschließend über dem Flugplatz in einer leichten Steilkurve links hoch."


    Bei dem Manöver riß die rechte Tragfläche ab, schlug gegen den Rumpf, wodurch sich das Rumpfende löste. Das Flugzeug stürzte in einer Drehbewegung ab. Alle 4 Besatzungsmitglieder kamen ums Leben. Die Geschwindigkeit des Flugzeuges betrug beim Abfangen rund 400 km/h. Das Abfangen in Verbindung mit der Querruderbetätigung (Kurve) war zuviel für den Tragflächenanschluß. "Die Schuld an dem Unfall trifft den Flugzeugführer, Er hat das Flugzeug in disziplinwidriger Weise mit hoher Geschwindigkeit bis in Bodennähe gedrückt und anschließend in einer Linkskurve hochgezogen, wobei dei zulässige Grenze der Beanspruchung überschritten wurde. Ein Verschulden dritter Personen liegt nicht vor."
    (Quelle: Unfallberichte und Auswertungen RLM und FW)


    Ich habe übrigens das Geburtsdatum 04.05.1897 bei Henke.


    Viele Grüße

    Peter

    Hallo,


    ich habe mal bei Sobolew: Deutsche Spuren in der sowjetischen Luftfahrtgeschichte (Berlin, Bonn 2000) und Gordon/Kommssarov: German Aircraft in den Soviet Union and Russia (Hinckley 2008) nachgesehen. Übereinstimmend schreiben die, das alle Prototypen und alle Unterlagen im Oktober 1946 komplett in die SU verbracht worden sind. Alles andere würde für mich auch keinen Sinn haben.


    Fraglich ist auch, ob überhaupt Flugversuche mit dem leistungsgesteigerten Argusrohr an der EF 126 jemals stattgefunden haben. Das ist eher zu bezweifeln.


    Hier noch ein interessantes Dokument vom Oktober 1945, an dem man erkennen kann, dass man in der SBZ bereits von der einen Diktatur in die nächste stolperte. Die angegebenen Hallentermine wurden übrigens nicht eingehalten. Die V1 war z.B. erst am 20.05.46 klar.


    Viele Grüße

    Peter


    EF_126_10_45.jpg

    Hallo,


    "Bundesverband privater Historiker"? Da könnten doch die meisten von uns auch Mitglied werden. 8) Der Begriff ist ja anscheinend nicht geschützt.


    Aber trotzdem danke für das Aufmerksammachen auf das Video. Interessant zu sehen, wie manche Leute aufgrund sehr wackeliger Fakten zu solchen vermeintlich hieb- und stichfesten Aussagen kommen. Das Video ist ja bereits ein Jahr alt und es hat sich anscheinend bisher nichts weiter getan in der Sache.


    Viele Grüße

    Peter

    Hallo,


    vor dem Kriegsende wurde keine EF 126 fertig, denn es war noch nicht einmal die Konstruktion abgeschlossen. Die Amerikaner haben sich nach der Besetzung des Werkes sehr genau umgesehen und sich über den Stand der Entwicklungarbeit bei Junkers gut informieren lassen. Es gibt ein Dokument vom 10. Mai 1945 über die Entwicklungsvorhaben von Junkers. Dort kann man zur EF 126 "Elli" u.a. lesen:


    IMG_20220423_0001.jpg

    IMG_20220423_0002.jpg


    Also gab es ziemlich sicher noch keinen Prototypen zu Kriegsende.


    Wie viele EF 126 unter russischer Leitung gebaut wurden, kann ich momentan nicht sagen. Aber eine Maschine ist mit Matthies am 21.05.46 zu Bruch gegangen. Heinz Schreiber saß am Steuer des Schleppflugzeuges Ju 88.


    Geplant waren, wie oben schon geschrieben, 5 V-Maschinen, wobei die V2 für Bruchversuche vorgesehen war. Ich muss mal meine Kopien, die ich aus dem Gerlach-Bestand gemacht habe, durchsehen und meine Korrenspondenz mit Herrn Schreiber. Der hat 1945/46 das Argus-Schubrohr an einer Ju 88 erprobt. Ich bin momentan nicht so in dem EF-Thema drin.


    Einen Zusammenhang zwischen Junkers und dem Jonastal sehe ich überhaupt nicht. Dann müßte man ja nach dem Krieg eine EF 126 von Dessau ins Jonastal transportiert haben. Welchen Zweck sollte dies gehabt haben? V1 wäre für mich auf alle Fälle wahrscheinlicher, wobei ich mich mit dem Jonastal noch nicht beschäftigt habe.


    Viele Grüße

    Peter

    Hallo,


    besten Dank für die Ergänzungen.


    Wieder mal eine verzwickte Sache. In dem Faden im TOCH-Forum wird ja die W-Nr. 6659 ins Spiel gebracht, allerdings mit etwas anderen Daten:

    "18/06/1940, Deurne (airfield), Ju-52/3M, WNr-6659, I./KG 3 5K+"


    Nun war die 6659 eine Ju 52/3mte der Lufthansa (D-AGBI "Max von Mulzer"), die im April 1940 an die Luftwaffe ging. Allerdings wird sie erst als im Jahre 1942 als zerstört gemeldet.


    Weitere Flugzeuge die passen könnten wären die W-Nr. 6171 (D-ARAD "Volkmar von Arnim"), die bereits im August 1939 zum Militärdienst eingezogen wurde und von der ich danach keine weiteren Lebenszeichen habe; sowie die 6790 (D-ARVU "Hans Wende"), die im April 1940 an die Luftwaffe ging und danach nicht mehr auftaucht.

    Viele Grüße

    Peter

    Hallo,


    kenne die Dame nicht, aber die Theorie mit der EF 126 ist schon recht abenteuerlich. Anhand der paar virtuellen Klumpen auf ein EF 126 zu schließen, ist ebenso sportlich. Es wird sich, wie von Ingo vermutet, wohl um eine Fi 103 handeln.


    Einen Zusammenhang zwischen Junkers in Dessau sowie dem Jonastal kann ich überhaupt nicht ausmachen. Übrigens nicht die "Sowjets" haben die EF 126 gebaut, sondern zu 100% die Junkersmannschaft in Dessau. Im Nachlass vom Junkersmann Gerlach, der sich im Deutschen Museum befindet, sind eine Menge von Unterlagen zur Nachkriegsentwicklung der EF 126 und dessen Argusrohren vorhanden.


    Viele Grüße

    Peter