Posts by cpa95

    Hallo, ein erster Ansatz:


    die OKH-Lagekarte vom Oktober 1942 zeigt die 268. ID östlich Dorogobusch, nordöstlich Spas-Demensk, beim XII. Armeekorps.


    In dem Bereich müsste also Schary liegen.

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    Original von Tobias Giebel
    1945 wurde eine Infanterie-Division nach Ulrich von Hutten benannt. Vielleicht wurde einem Politiker ja dieser Umstand bekannt und er sah sich in der "Pflicht" umgehend zu handeln.


    Hallo,


    Ulrich von Hutten ist eine jener geschichtlichen Gestalten, die vom Nationalsozialismus für Blut und Boden-Ideologie schlicht vereinnahmt wurden.


    zB:
    http://www.hans-dieter-arntz.d…gik_der_ordensburgen.html


    Diese Instrumentalisierung wurde - richtig oder nicht - in der Nachkriegszeit als "Belastung" gesehen; man könnte insoweit konstatieren, die Nutzung verbrennt die geschichtliche Gestalt. Das kann man natürlich kritisieren, auch als überzogene Reaktion ansehen.


    Spinner wie Heß&Konsorten haben diese Figur außerdem fortwährend gebraucht, ("Ich hab's gewagt"), vermutlich ohne in der Lage zu sein, dieses historisch zu verorten. Es nun mal so, dass jedweder Nationalismus von der NSDAP reflexartig in Beschlag genommen wurde.

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    Original von Tobias Giebel
    Hallo,
    zur "Festungsfront Oder-Warthe-Bogen" gibt es in folgendem Thread was:


    Hallo Tobias,


    die Frage betraf den Südosten, Steiermark/Slowenien.

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    Original von basil
    Eine Karte wäre nicht schlecht von dem Verlauf dieses Walls. Finde ich sicherlich in den genannten Büchern, oder?


    Habe ich dort noch nicht gesehen.


    Ich kenne keine Karte zum Gesamtverlauf. Es muss ab einen link zur Küste gegeben haben, das wäre sonst unsinnig.

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    Original von klextFunkaufklärung etc. keine wesentliche Gefährdung ergeben.


    Das ist mE ein Irrtum (der Wahrnehmung), ausweislich der Ic-Berichte Fremde Heere West ab dem 15./17.5.1940 und ihrer Interpretation durch OKH und Hitler.


    Hier wurde mehr gesehen, als da war. (siehe auch die Diskussion zu Hitlers Haltebefehl hier im Forum) ;)

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    Original von basil
    @ cpa95
    Hast du dazu nähere Informationen?


    Leider nein.


    Der Südostwall wird allerdings durchgängig bis Zagreb oder Untersteiermark besschrieben bzw. angesprochen. Er muss - da die Landung der Allierten an der adriatischen Küste seit Herbst 1944 befürchtet worden war, eine "Verlängerung" aufgewiesen haben, wenn hier nicht eine Lücke im Rücken entstehen sollte.


    Daher meine Vermutung, dass es sich bei dem rückwärtigem Ausbau genau darum handelte.


    Näheres vielleicht bei
    Michael Wedekind: Nationalsozialistische Besatzungs- und Annexionspolitik in Norditalien. 1943 bis 1945 Miltärgeschichtliche Studien Band 38, Publikation des Militärgeschichtlichen Forschungsamtes, München 2002


    oder Kaltenegger, Operationszone "adriatisches Küstenland" - Der Kampf um Triest, Istrien und Fiume 1944/45.

    Hallo,


    es könnte sich hierbei um die Verlängerung des "Südostwalls", der sog. Reichsschutzstellung an die adriatische Küste handeln.

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    Original von klext
    Wobei er mit der Wiederauflage eines "Schlieffenplanes" nicht direkt begeistert war.


    Eigentlich war nicht einmal "das" beabsichtigt. Im Herbst 1939 fehlte jedes Konzept bzw. Zielstellung, was eigentlich mit einem Angriff im Westen insbes. in Bezug auf Großbritannien erreicht werden sollte. Das erklärt zweierlei


    - den Widerstand des OKH und von Teilen der Generalität
    - die Hitler-Denkschrift vom 8.10.1939, die den Angriff in einer recht diffusen Art als notwendig ansieht, um eine Perspektive für die Fortführung des Krieges aus deutscher Sicht vor der Strangulierung aufzuzeigen.


    Wenn man dem überhaupt eine Konzeption beilegen will, lag sie wohl darin, den Westallierten so große Verluste zuzufügen, dass es nach einem Patt zu einem Friedensschluss unter Konservierung der polnischen Eroberungen kommen würde. Das würde immerhin eine gewisse Logik in sich tragen, zumal die Hitler-Offerte an die Westmächte vom Oktober 1939 nichts anderes beinhaltete. Es gibt mE kein Indiz dafür, dass die totale Niederlage Frankreichs erwogen/erwartet wurde.


    Zugleich würde das den Ansatz einer Erklärung bieten, wieso eine solche Flankenangst die Handlungen Hitlers Mitte Mai 1940 beherrschte. Ein schwerer - auch nur temporärer Rückschlag - würde diesen "Ausgang" der Operationen in Frankreich gefährden. Die Vermeidung eines Rückschlags (um jeden Preis) würde ich in der Hitlerschen Konzeption (in der Herangehensweise an den Westfeldzug) somit wichtiger bewerten als die zusätzliche Vernichtung von ein paar Divisionen. Das ist ein fundamentaler Unterschied zur Sichtweise der Generalität, die die Vernichtungsschlacht perspektivisch eben auch mit ein paar Kratzern durchschlagen wollte (Halder: "jede Operation hat ihre Krisis").


    Ist aber meine Interpretation.

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    Original von klext
    Das kann ich gerade nicht nachvollziehen.


    Die Bemerkung bezog sich darauf, dass Hitler Angriffsbefehle im Westen Ende 1939 bereits erteilt hatte, die sich nicht auf irgendwelche phantastischen Blitzkriegskonzepte bezogen, sondern auf das Erreichen der Kanallinie, inkl. der Besetzung eines Teiles Nordfrankreichs.


    Wenn man dem irgendwelche Planungen zur Kriegsfortsetzung beilegen will, ging es zunächst nur um das weitestmögliche Vorschieben einer Linie gegenüber dem Ruhrgebiet und (bereits ab Nov.39) der Besetzung der Beneluxländer.


    Dieses Vorgehen wurde nicht etwa durch das Fehlen einer operativen Idee für die "Vernichtungsschlacht" gestoppt, sondern durch das Wetter und diverse Mängel der Vorbereitung (Munitionskrise, Auffüllung, usw usw.)

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    Original von klext
    falkmart
    Nun hat ja eben, wie auch in diesem Thread schon mehrfach angeführt u.a. KH Frieser die Darstellung das Hitler die operativen / strategischen Gedanken Mansteins realisiert hat, nmA, sehr deutlich widerlegt. Deutlicher geht es kaum noch.


    Volle Zustimmung.


    Allerdings ist diese Widerlegung schon bei Jacobsen implizit zu finden, wenn man sich die Vorgeschichte von Fall Gelb zu Gemüte führt.


    Wer auch immer hier beim Thema "Hilter als Feldherr" bzw. "Blitzkrieg" beim Haltebefehl ansetzt, liegt damit einige Monate zu spät.

    In dieser interessanten Diskussion lese ich nur mit, möchte mich aber nicht beteiligen.


    Nur am Rande un Off Topic, damit sich da nichts militärhistorisch Unhaltbares feststetzen kann: der Schlieffen-Plan ist Bewegungskrieg par excellence und im Raum-/Zeit-Faktor dem Sicherschnitt nicht nachstehend. Frieser reduziert das etwas unsachlich auf den unterschiedlichen Drehwinkel.


    Ansonsten sollte man bei den Zitatekannonaden die Kontexualisierung nicht überspringen; aber das ist ja hier schon mehrmach angedeutet worden.


    Grüße
    cpa95

    Hallo,


    man könnte auch von 3 oder 7 Torpedos ausgehen, je nach Betrachtungsweise. ;)


    nach Busch/Röll:
    U-81 feuerte 4 Torpedos als Fächer, allerdings nicht auf Ark Royal, sondern auf die Malaya. Davon traf einer den Träger.
    U-205 schoss einen 3-er Fächer gegen die Ark Royal, von denen keiner traf.


    Neben der einsetzenden Schlagseite verlor der Träger seine Licht- und Stromversorgung(Roskill).

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    Original von terminusDieser Name taucht jedoch weiter nirgends auf - es sei denn, der Name wurde umbenannt in "Sonderkommission 20. Juli".


    Hallo,


    nach der Himmler-Bio von Longerich wurde die "Sonderkommission 20. Juli" um Amt IV des RSHA gebildet. Sie umfaßte 11 Gruppen mit vermutlich zusammen 400 Mitgliedern.


    Longerich verweist auf Hett/Tuchel, Die Reaktionen des NS-Staates auf den Umsturzversuch vom 20. Juli", in: Widerstand,Staatsstreich,Attentat, S. 627.



    Dazu (meine ich) gibt es noch zwei Materialbände "SS und 20. Juli" von Jacobsen (??). Die habe ich allerdings verlegt, jedenfalls finde ich sie nicht.

    Hallo,


    Danzig war ein Freistaat. Folglich gab es Danziger Staatsangehörigkeit, Pässe, etc. Danzig schloss so auch gesondert Verträge mit Polen ab. Die Pässe wurden von polnischen Behörden ausgestellt (polnische Sonderrechte, Einschränkung der äußeren Souveränität). Für den Status ist das Pariser Abkommen von 1920 wichtig.



    Schiffsbesuche der Kriegsmarine verliefen analog zum Ausland und wurden vorher beim Völkerbund bzw. der Stadt Danzig formell angemeldet (so z.B. auch die geplante Provokation durch Kreuzerbesuch vom Sommer 1939).


    zB:
    http://books.google.de/books?i…=onepage&q=danzig&f=false
    http://www.zaoerv.de/04_1934/4…3.pdf#search=%22danzig%22
    http://books.google.de/books?i…n%201920%20danzig&f=false


    Grüße
    cpa95

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    Original von schupo
    Das ist hier, schätz ich mal, so aufgebaut wie in den ADAP Serien.
    Gruß Peter


    Hallo Peter,


    die ADAP-Serien sind ja auch für den Zeitraum 1937-1939 angelsächsisch "geprägt" (siehe zB den Band aus Serie D: Der spanische Bürgerkrieg 1936-1939). Das bestärkt eher meine Befürchtung, dass die zeitliche Reihenfolge nicht stringent eingehalten wird.


    Ich werde mal am Wochenende etwas in der Literatur wälzen.


    Grüße
    Thomas


    P.S. Welchen Zeitraum suchst du denn?

    Hallo,


    wenn ich das richtig aus der Zitation der Bände in der Literatur weiß, dann sind die Zeiträume in dcen Bänden nicht überschneidungsfrei.


    Die Bände beinhalten auch Sammlungen von Dokumenten nach sachlicher Hinsicht. Bei google ergab sich, dass zB Band IX auch mit Fernost (im Schwerpunkt?) in Verbindung gebracht wird.


    Ein Gesamtverzeichnis habe ich nicht gefunden. ME zitiert Weber (Hitler-Stalin-Pakt) die Bände der 3rd series 1938/39 sehr ausführlich. Sollte ich dort etwas finden, stelle ich es ein.


    Grüße
    cpa95

    Indirekt ein Vorläufer:


    Abteilung (Brigade) Cojocaru wurde am 7.4.44 aus Teilen der 8. mot. Kavalleriedivision gebildet und zur unterstützung bei Husi eingesetzt.


    Bestandteile:
    12. mot. Rosiori-Regiment
    3 TACAM T-60 von der 62. Batterie des 3. mot. Artillerieregiments
    670., 760. und 750. selbständiges Infanterie-Bataillon.


    Fronteinsazt bis zum 30.6.44, danach wird es herausgezogen, um für den Neuaufbau der 8. mot. Kavalleriedivision (Gen. Teodorini) verwendet zu werden.


    (ebenda, S. 162)

    nach Axworthy: Third Axis, Fourth Ally.



    Großrumänien hieß der Verband (1. Panzerdivision) ab dem 26.4.1944 ("Romania Mare").



    Mitte August 1944 befand sich die 8. motorisierte Division in der Umstellung und Umbewaffnung zur 2. Panzerdivision (rum.). Die Panzerabteilung dieser Division trug die Bezeichnung "4. Rosiori", ausgerüstet (Soll) mit 2 Kompanien von je 28 T-4 und 6 TA. Kurz nach dem Beginn der sowjetischen Offensive am 20.8.44 wurde eine "2. gepanzerte Abteilung" aus diesem Truppenteil gebildet und nach Tecuci gesandt, Zusammensetzung:


    4. Panzerabteilung Rosiori (23 T-4 und 7 TA)
    12. motorisiertes Regiment Rosiori
    3. mot. Artillerieregiment mit 36 sowjet. 76,2mm Feldhaubitzen


    Zusammen 2492 Mann, dazu 191 LKW und 115 Motorräder, 3 SPW.