Posts by Nemere

    Hallo,

    ein Buch mit dem genannten Titel finde ich weder in der Deutschen Nationalbibliothek, noch im Karlsruher Virtuellen Katalog, der alle größeren deutschen Bibliotheken abfragt.
    Zur 306. Inf.Div. gibt es folgendes Buch:

    Hauck, Friedrich Wilhelm

    Eine deutsche Division in Russland und Italien ; 305. Infanteriedivision 1941 - 1945

    Dorheim 1975

    Gibt es in einigen wenigen Bibliotheken:

    https://kvk.bibliothek.kit.edu…&ref=direct&client-js=yes


    Grüße
    Jörg

    Hallo,

    Mahlzeit,


    jörg um teil gebe ich dir recht jedoch auf den letzten Seiten sind die Sanitätsabteilungen aufgeführt.

    Zu diesen Sanitätsabteilungen ist noch dazu zu sagen das jede ihre eigen Friedensstärkenachweisung hatte.

    ich habe von den "Sanitäts-STAFFELN" gesprochjen, nicht von den Sanitätsabteilungen. Siehe z.B. auch oben im von Karl angeführten Beispiel aus Tessin.
    Dort ist für Allenstein (S. 4) richtigerweise aufgeführt:
    - die Sanitätsabteilung 11 als Sanitätstruppenteil der 11. Inf.Div
    - die Sanitätsstaffel Allenstein als lokale Sanitätsdiensstelle.

    Grüße
    Jörg

    Hallo,

    zur Vervollständigung aus Stahl, Heereseinteilung 1939, die Seiten des XIII. Armeekorps (Nürnberg).
    Jetzt kann jeder selbst beurteilen, mit welcher Quelle er am besten arbeiten kann.
    Bei den von Ralf im Eingangsbeitrag genannten Unterkunftsverzeichnis fehlt z.B. die Aufteilung der Sanitätsabteilungen auf die regionalen Sanitätsstaffeln oder die gesamte Wehrersatzorganisation.

    Grüße
    Jörg

    Stahl-Heereseinteilung 1939 001.jpgStahl-Heereseinteilung 1939 002.jpgStahl-Heereseinteilung 1939 003.jpgStahl-Heereseinteilung 1939 004.jpg

    Guten Morgen,

    O.U. = Ort Unbekannt

    kleine Berichtigung.
    O.U. heißt nicht "Ort unbekannt", sondern "Ortsunterkunft". Aus Geheimhaltungsgründen wurde in Briefen aber auch oft in Befehlen oder Meldungen der Aufenthaltsort nicht mit dem Ortsnamen bezeichnet, sondern als "O.U." getarnt.
    Ortsunterkunft bedeutet, die Einheit war in einem Dorf, einer Stadt usw. in festen Gebäuden untergebracht und lag nicht etwa in Zelten im Biwak im Wald.


    Grüße
    Jörg


    Hallo,
    zum Volkssturm in Hof an der Saale habe ich folgendes herausgefunden:

    Bezeichnung

    Volkssturmbataillon(e) Hof / Saale, evtl. Volkssturmbataillon 2/11 / Volkssturmbataillon z.b.V. 2/3


    Aufstellungsort:

    Hof/Saale (Bayern – Oberfranken) - Reichsgau 2 - Bayreuth


    Aufstellungszeitpunkt

    Am 12. November 1944 erfolgte die Vereidigung aller vier Aufgebote des Hofer Volkssturms in der Altstadt. Er umfaßte ca. 1100 Personen im Alter von 60 bis 65 Jahren und ca. 1400 Jugendliche zwischen 16 und 18 Jahren. Ausbildungsveranstaltungen fanden im Dezember 1944 statt, auf dem Dienstplan dafür findet sich die Bezeichnung „Btl. 1./11./7.Kp“ [1] Ich tendiere dazu, dass es sich um einen Schreibfehler handelt und das Bataillon „2/11“ gemeint war, da Hof/Saale zum Reichsgau 2 – Bayreuth gehörte.


    Besonderheiten

    Die Kreisleitung Hof der NSDAP sollte für den Einsatz im Osten Ende 1944 das Volkssturmbataillon z.b.V. 2/ 3 Hof stellen. Der Widerstand der Betriebe, die ihr Personal als unabkömmlich reklamierten, sowie die fehlende Ausrüstung und Bewaffnung verzögerten jedoch die Aufstellung. Am 23. Februar 1945 wurde auf die weitere Aufstellung des in Hof zu formierenden Volkssturmbataillons z.b.V. 2/3 verzichtet, die Gaustabsführung verfügte die „Beurlaubung bis auf weiteres.[2]


    Auf dem Papier bestanden Anfang 1945 unter Einbeziehung aller vier Aufgebote noch drei Volkssturmbataillone in Hof mit einer angeblichen Gesamtstärke von etwa 1000 Mann, davon waren nur knapp 200 verfügbar, für die weder über Soldbücher noch Uniformen oder eine andere Kennzeichnung vorhanden waren.[3]


    Einheitsführer

    Majors d.R. Zehender wurde als „Stabsführer des deutschen Volkssturms Hof“ eingesetzt.[4]

    Als Bataillonskommandeure waren der Speditionsinhaber Münch (Oberstleutnant d. Landwehr), der Direktor der Vogtländischen Baumwollspinnerei, Siegfried Schmid und Viktor Köhler, der Leiter des Arbeitsamtes, eingesetzt.[5]



    Einsatz und Verbleib:

    Einsatz des Volkssturms Hof bis zum 15. April 1945 als „Armierungsbataillon“, um bereits errichtete Straßensperren am westlichen und nördlichen Stadtrand Hofs zu verstärken.[6]


    Quellen:

    Hofer NS-Zeitung Nr. 268 vom 14.11.1944

    Hofer Anzeiger vom 14./15.4.1950

    Stadtarchiv Hof - A 1018 - Volkssturm 1944 /1945

    Stadtarchiv Hof - M 101 - Ebert, Friedrich: Quellensammlung zum Kriegsende 1945 in Hof, S. 1-5.

    Steffel, G.: Die Tragödie des Volkssturmbataillons z.b.V. 2/1 Bayreuth. In: Archiv für Geschichte von Oberfranken 69, Bayreuth 1989, S. 303 – 323, hier S. 313

    Müller, Rudolf: Chronik d. Stadt Hof, Bd IX: Rechts- und Verwaltungsgeschichte der Stadt Hof, Hof 1997, S. 317 f.

    Wurdack, Jörg: Chronik der Stadt Hof, Band X: Militärgeschichte der Stadt Hof. Hof 2005, S. 399 – 408.


    [1] StadtA Hof - A 1018 Volkssturm 1944 /1945. Dienstplan des Hofer Volkssturm (Btl. 1./11./7.Kp)

    [2] Steffel, G.: Die Tragödie des Volkssturmbataillons z.b.V. 2/1 Bayreuth, S. 313

    [3] Müller: Chronik Hof, Bd IX, S. 317 f. Im „Hofer Anzeiger“ v. 14./15.4.1950 ist von einer gesamten Verteidigungsstärke von 200 Mann in Hof die Rede, bei Aufruf des Volkssturms am Nachmittag des 14.4.1945 sollen sich nur „einige 20 Mann“ eingefunden haben.

    [4] Hofer NS-Zeitung Nr. 268 vom 14.11.1944

    [5] StadtA Hof - M 101 - Ebert, Friedrich: Quellensammlung zum Kriegsende 1945 in Hof, S. 1, 4.

    [6] StadtA Hof - M 101 - Ebert, Friedrich: Quellensammlung zum Kriegsende 1945 in Hof, S. 1, 4, 5

    Grüße
    Jörg

    Guten Tag,

    ich stehe nach wie vor zu meinem Beitrag, das obige Verunglimpfen der "schlecht tätowierte RTL 2 Proleten" geht in die Richtung "Volksverhetzung".

    ....

    Wie Du das siehst, das ist nicht relevant, deine Aussage ist lediglich ein Kommentar.

    Und ich stehe weiterhin in vollem Umfang zu meinem Beitrag.
    Du hast nicht darüber bestimmen, ob meine Aussagen zu irgendwas relevant oder nicht relevant sind - vor allem unter Berücksichtigung der Tatsache, das Du zum eigentlichen Thema dieses Threads keinen substantiellen Beitrag geliefert hast.

    Mit freundlichen Grüßen
    Jörg

    Guten Tag,

    Dein Hinweis auf "schlecht tätowierte RTL 2 Proleten" ist nicht akzeptabel, gar nicht.

    das sehe ich ganz anders, natürlich ist das akzeptabel. Das ist nichts anderes als freie Meinungsäußerung. Die ach so tolle "Political correctness", die inzwischen leider in allen Lebensbereichen krakenhaft um sich greift, führt absurderweise dazu, das sich keiner mehr traut, Wahrheiten auszusprechen, wie es Michael hier dankenswerterweise getan hat. Recht hat er!
    Dieses Erschrecken und die darauffolgende reflexartige Behauptung, das irgendetwas nicht akzeptabel wäre, ist zunehmend auch ein Ausdruck der heutigen Überempfindlichkeit, ja geradezu Weinerlichkeit, in weiten Kreisen der Gesellschaft.

    Diese Diskussion sollte aber bitte vom Thema "Biblio-Verlag" abgetrennt werden, sonst führt das wieder in Abgründe.

    Mit freundlichen Grüßen
    Jörg

    Guten Abend,

    der Verlag ist anscheinend laut Eintrag im Handelsregister seit 2016 erloschen:


    HRA 6576: Biblio Verlag GmbH & Co. KG, Bissendorf, Auf dem Busch 2, 49143 Bissendorf. Ausgeschieden als Persönlich haftender Gesellschafter: Biblio Verlag Verwaltungs GmbH, Osnabrück (AG Osnabrück HRB 1074). Die Gesellschaft ist aufgelöst. Die Firma ist erloschen.


    https://www.webvalid.de/compan….+KG,+Bissendorf/HRA+6576


    Die Restbestände werden anscheinend vor allem über VDM vertrieben

    https://www.vdmedien24.de/Biblio-Verlag_2

    Grüße
    Jörg

    Hallo,

    für das in der Quelle erwähnte Bayreuther Volkssturmbataillon z.b.V. 2/1 kann ich noch folgenden Literaturhinweis geben:
    Steffel, Georg: Die Tragödie des Volkssturmbataillons z.b.V.2/1 Bayreuth. In: Archiv für Geschichte von Oberfranken 69 (1989), S. 303 -323.

    Weiter sind mir aus regionalgeschichtlichen Zeitschriften noch folgende Beiträge zum Volkssturm bekannt:


    Schmitt, Richard: Ein bisher kaum gewürdigtes Kriegsverbrechen. Die Ermordung des Rothenburger Volkssturmmannes Johann Rößler
    1945, In: Die Linde - Beilage zum Fränkischen Anzeiger (2012), S. 17-23.


    Weißmann, Albrecht: Der Deutsche Volkssturm. Der Sonderfall des Neuburger Bataillons. In:

    Neuburger Kollektaneenblatt 143 (1995), S. 56-69.

    Neuburg ist hier Neuburg an der Donau.

    Grüße
    Jörg

    Hallo,


    ein Beitrag sei mir noch gestattet.

    Da hier für meinen Geschmack in diesem Thema schon wieder viel zu viele unsachliche Emotionen hochkochen, empfehle ich, sich ausführlich mit der neueren Literatur zu Rommel zu beschäftigen, sich selbst ein Urteil zu bilden und dann vielleicht zu ausgewogeneren Aussagen zu kommen.


    Einige – sicher nicht vollständige – Empfehlungen von mir:


    1. Gesamtdarstellungen:

    Remy, Maurice: Mythos Rommel, München 2002.


    Reuth, Ralf Georg: Rommel - Das Ende einer Legende, München 2004.


    Haus der Geschichte Baden-Württemberg / Förster, Jürgen (Hrsg.): Erwin Rommel - Geschichte und Mythos (Stuttgarter Symposion Bd. 13), Karlsruhe 2009.


    2. Rommel im Ersten Weltkrieg:

    Lieb, Peter: Ein Orden, zwei Berge, zwei Anwärter. Erwin Rommel, Ferdinand Schörner und der Durchbruch bei Flitsch-Tolmein 1917. In: Jordan, Alexander (Bearb.): „Die kahlen, kalten Berge…“ – Der Erste Weltkrieg im Alpenraum, die Deutsche Gebirgstruppe und das Württembergische Gebirgsbataillon. Begleitband zur Sonderausstellung, Bruchsal 2017, S. 182–193.


    Lieb, Peter: „Wüstenfuchs“ und „Bluthund“ in den Alpen. Erwin Rommel und Ferdinand Schörner in der Schlacht von Karfreit 1917, In: Militärgeschichtliche Zeitschrift, Band 77, Heft 1 (Mai 2018), S. 78 – 107.


    3. Rommel im Frankreichfeldzug 1940:

    Frieser, Karl-Heinz: Rommels Durchbruch bei Dinant. Der Maas-Übergang der 7. Panzerdivision vom 12. bis 14. Mai 1940, In: Militärgeschichtliche Beiträge, Band 1, Herford 1987, S. 29 – 48.


    4. Nordafrika:

    Lieb, Peter: Krieg in Nordafrika 1940 – 1943, (Kriege der Moderne) Stuttgart 2018.


    Querengässer, Alexander: El Alamein 1942. Materialschlacht in Nordafrika (Schlachten – Stationen der Weltgeschichte), Paderborn 2018.


    Reuth, Ralf Georg: Entscheidung im Mittelmeer. Die südliche Peripherie Europas in der deutschen Strategie des Zweiten Weltkrieges 1940 – 1942, Koblenz 1985.


    Stumpf, Reinhard: Der Feldzug nach El Alamein. Operative Grundlagen der Entscheidung in Nordafrika im Sommer und Herbst 1942, In: Ottmer / Ostertag / MGFA (Hsg.): Ausgewählte Operationen und ihre militärhistorischen Grundlagen. (Operatives Denken und Handeln in deutschen Streitkräften, 4) Herford 1993, S. 414 – 438.

    Stumpf, Reinhard: Der Krieg im Mittelmeerraum 1942/43: Die Operationen in Nordafrika und im mittleren Mittelmeer. In: Boog, Horst (Hrsg.): Das Deutsche Reich und der Zweite Weltkrieg. Bd 6 - Der globale Krieg. Die Ausweitung zum Weltkrieg und der Wechsel der Initiative 1941 - 1943. Stuttgart 1990, S. 569–760.


    5. Rommel in Italien:

    Andrae, Friedrich: Auch gegen Frauen und Kinder. Der Krieg der deutschen Wehrmacht gegen die Zivilbevölkerung in Italien 1943-1945, München 1995.


    Schreiber, Gerhard: Deutsche Kriegsverbrechen in Italien. Täter, Opfer, Strafverfolgung , München 1996.


    6. Rommel und die Invasion 1944:

    Ose, Dieter: Entscheidung im Westen 1944. Der Oberbefehlshaber West und die Abwehr der alliierten Invasion (Beiträge zur Militär- und Kriegsgeschichte, 22, Stuttgart 1982).

    Das Buch ist zwar schon etwas älter, aber immer noch unverzichtbar.


    7. Rommel als Taktiklehrer an der Infanterieschule in Dresden:

    Schmückle, Gerd: Ohne Pauken und Trompeten, München 1984.

    Das ist die Autobiographie von Schmückle.

    Schmückle (nach 1945 General in der Bundeswehr, zuletzt stellvertretender Befehlshaber SACEUR bei der NATO) hatte als Offiziersanwärter / Leutnant während seiner Ausbildungszeit Rommel als Taktiklehrer. Er erkennt vollumfänglich dessen Erfahrungen aus dem Ersten Weltkrieg im Hinblick auf die Führung einer Kompanie im Gefecht an, beschreibt aber auch teilweise recht eigentümliche Erziehungsmethoden Rommels für seine Offiziersschüler. Weiter geht Schmückle auf die damals in Rommels schwäbischer Heimat gängige Einschätzung von dessen Kriegstaten ein. Man war allgemein der Meinung „Rommel ist auf Orden scharf, wie die Elster auf glänzende Gegenstände“.


    Übrigens, weil oben der Einsatz Rommels an der Schule in Dresden als Qualifikation für höhere Führungsstellen herausgestellt wurde: Nichts ist falscher als das. Ein Taktiklehrer an der Infanterieschule hatte Offiziersanwärter und junge Offiziere in der Führung einer Kompanie und eines Bataillons im Rahmen eines Regiments zu unterrichten, die Ebene der Division wurde allenfalls gestreift, soweit es den Einsatz von Artillerie und Pionieren betraf. Zudem war Rommel von 1929 bis 1933 in Dresden, also zu Reichswehrzeiten, wo überhaupt noch nicht an den Einsatz von Panzerverbänden im großen Rahmen zu denken war. Für einen Einsatz als Führer operativ selbständig handelnder Großverbände hat Rommel sich in Dresden sicher nicht profilieren können.


    Grüße

    Jörg