Posts by Nemere

    Hallo,


    Die Deutsche Dienststelle (WASt) ist eine Behörde des Landes Berlin - ich glaube nicht, das man bei einer "Behörde" Mitglied werden kann.


    Zitat: "Nach der Verwaltungsvereinbarung vom 9. Januar 1951 ist die Deutsche Dienststelle für die Benachrichtigung der nächsten Angehörigen von Gefallenen der ehemaligen deutschen Wehrmacht (WASt) eine Dienststelle des Landes Berlin und nach § 2 Abs. 2 des Gesetzes über die Errichtung eines Landesamtes für Gesundheit und Soziales Berlin und eines Landesamtes für Arbeitsschutz, Gesundheitsschutz und technische Sicherheit Berlin vom 12. November 1997 (GVBl. S. 596) dem Landesamt für Gesundheit und Soziales Berlin zugeordnet." https://www.dd-wast.de/de/wir-ueber-uns/rechtsgrundlage.html

    Grüße
    Jörg

    Hallo,


    Zu den "Nummern-Sprüngen" bei den Infanterie-Divisionen:
    Die 400er Nummern waren vor allem von den "Divisionen z.bV." belegt, in der 500er Gruppe haben wir einige der bei Kriegsanfang aus Grenzabschnittskommandos aufgestellten Divisionen, weiter einige Divisionen z.b.V. zur Führung von Landesschützen, dann die vier 1940 aus Landesschützen aufgestellten Divisionen am Oberrhein (554 - 557) und ab 1944 zahlreiche Volksgrenadier-Divisionen.


    Tessin schreibt zu diesen Lücken: "Die Belassung vo Lücken war offensichtlich zu dem Zweck erfolgt, um den Gegner über den Umfang der Neuaufstellungen zu täuschen." (Tessin, Georg: Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht und Waffen-SS im Zweiten Weltkrieg 1939-1945. Bd. 1: Die Landstreitkräfte - Waffengattungen - Gesamtübersicht , Osnabrück 1979, S. 40).


    Grüße
    Jörg

    Hallo Heinrich,
    ein Schießen aus der Bewegung heraus gibt es beim indirekt gerichteten Artilleriefeuer nicht. Auch die Panzerartillerie bezieht immer eine Feuerstellung. Damit ist die Position der Batterie dem VB bekannt. Selbst in der von Dir zitierten waldlosen Wüste wird von der Feuerleitstelle der Batterie aus die Lage der Schüsse kaum sicher zu beobachten sein.


    Der Ablauf des Schießens ist genauso wie bei der gezogenen Artillerie, nur ist die Panzerartillerie in der Lage häufiger Stellungswechsel durchzuführen. Als Schießverfahren dienen auch bei der Panzerartillerie
    1. das Einschießen / Gabelbildung
    2. das Sehstreifenverfahren. Hierbei ist es übrigens nicht einmal notwendig, das der VB die Lage der Feuerstellung kennt, da alle Messungen auf seine Position und seine Beobachtungslinie bezogen werden. Die Feuerstellung muss dagegen die Position des VB kennen.
    3. Das Schießen nach dem Schußrichtungsverfahren. Hier wird die Bezugslinie zum Ziel nicht vom Beobachter, sondern allein von der Feuerstelle nach Kartenwerten bestimmt - der Beobachter übernimmt lediglich die Schußbeobachtung.
    4. Das Einschießen mit Einmessen dürfte dagegen bei der Panzerartillerie im beweglich geführten Gefecht eher selten angewandt worden sein, da hier mindestens zwei Beobachtungsstellen erforderlich sind und ein gewisser Zeitaufwand nötig ist.
    5. Auch das reine Planschießen, also Wirkungsschießen allein nach Kartenwerten ohne Schußbeobachtung dürfte bei der Panzerartillerie aufgrund des hohen Munitionsaufwandes eher selten gewesen sein.


    Schießen aus der Bewegung kommt bei der Panzerartillerie allenfalls im direkten Richten bei der Abwehr von Panzerangriffen, beim Gefecht gegenüber durchgebrochener Infanterie oder beim unmittelbaren Einsatz einzelner Geschütze zur Unterstützung der Kampftruppe, z.B. im Ortskampf vor.


    Grüsse
    Jörg

    Guten Abend,


    Wurden in die NVA ehemalige (aktive) Soldaten und Offiziere übernommen? Wenn ja unter welchen Bedingungen? Wie sahen die Einstellungstests aus?


    Friedrich Paulus, der Oberfehlshaber der 6. Armee in Stalingrad, hatte z.B. eine offizielle Funktion als Leiter des Kriegsgeschichtlichen Forschungsrates an der Hochschule der Kasernierten Volkspolizei. Aus der Kasernierten Volkspolizei ging die NVA hervor.


    Literatur zum Einsatz von Wehrmachtsoffizieren bei der NVA:
    - Lapp, Peter Joachim: General bei Hitler und Ulbricht. Vincenz Müller - Eine deutsche Karriere, Berlin 2003.
    - Lapp, Peter Joachim: Ulbrichts Helfer. Wehrmachtsoffiziere im Dienst der DDR, Bonn 2000.


    Noch zur Bewertung der Militärgeschichtlichen Forschung in der DDR:
    - Beth, Hans-Joachim (Hrsg.): Forschungen zur Militärgeschichte. Probleme und Ergebnisse am Militärgeschichtlichen Institut der DDR (= Gesellschaft - Geschichte - Gegenwart, 11) Berlin 1998.


    - Zur weiter oben aufgeworfenen Frage der Traditionsübernahme in der NVA:
    - MGFA (Hrsg.): Tradition und Reform in den Aufbaujahren der Bundeswehr. (= Entwicklung deutscher militärischer Tradition, Band 2), Herford 1985, S. 144 - 147.
    - MGFA (Hrsg.): Symbole und Zeremoniell in deutschen Streitkräften. (= Entwicklung deutscher militärischer Tradition, Band 3), Herford 1984, S. 160 - 185.


    Grüsse
    Jörg

    Guten Abend,


    die Militärgeschichtsschreibung der Ex-DDR hat teilweise sehr brauchbare militärhistorische Bücher zum Thema Zweiter Weltkrieg hervorgebracht, die sich häufig mit sonst wenig behandelten Themen befassen.
    Diese Bücher sind sicher ideologisch geprägt, was sich häufig auf die Schlussfolgerungen auswirkt - die man als kritischer Leser aber nicht übernehmen muss. Nichts destotrotz sind die Fakten fast immer korrekt dargestellt, die in diesen Büchern verwendeten Quellen befinden sich heute größtenteils im BA-MA und sind einwandfreie Primärquellen. Die Tatsache, das ständig der Begriff "faschistisch" auftaucht, macht diese Bücher nicht wertlos.


    Ein großer Teil der vom Militärgeschichtlichen Institut der DDR im Militärverlag herausgegebenen Bücher sind geradezu international anerkannte Standardwerke, die immer wieder in der seriösen Militärgeschichtsschreibung zitiert werden. Man prüfe allein die Literaturverzeichnisse der vom MGFA herausgegebenen Reihe "Das Deutsche Reich und der Zweite Weltkrieg", wie oft dort Werke aus der Ex-DDR genannt werden. Das kommt hauptsächlich daher, weil im Militärgeschichtlichen Institut Themen behandelt wurden, die sonst kaum erörtert wurden und weil dass diese Werke durchaus historische Substanz haben.


    Beispiele:


    -Höhn, Hans: Feuerkraft des Aggressors. Zur Entwicklung der Artillerie in den Landstreitkräften des deutschen Militarismus von 1935 bis 1960. (= Militärhistorische Studien, 3) Berlin (Ost) 1961.
    -Höhn, Hans: Entwicklung, Einsatzgrundsätze und Organisation der Infanterie des imperialistischen deutschen Heeres (1933 - 1945), Dissertation 2 Bände, Leipzig 1965.
    - Höhn, Hans: Zur Bewertung der Infanterie durch die Führung der deutschen Wehrmacht. In: Zeitschrift für Militärgeschichte 1965, S. 417 – 432.
    - Höhn, Hans: Zur Entstehung der Einsatzgrundsätze der Infanterie der deutschen Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg. In: Zeitschrift für Militärgeschichte 1970, S. 554 – 567.


    -Förster, Gerhard: Totaler Krieg und Blitzkrieg. Die Theorie des Totalen Krieges und des Blitzkrieges in der Militärdoktrin des faschistischen Deutschlands am Vorabend des zweiten Weltkrieges (= Militärhistorische Studien, NF, 10) Berlin (Ost) 1967.


    -Kühnrich, Heinz: Der Partisanenkrieg in Europa 1939 - 1945. Berlin (Ost) 1965.


    -Bartosek, Karel: Der Prager Aufstand 1945. Reihe Kleine Militärgeschichte, Berlin (Ost) 1965.


    - Battaglia, Roberto: Der italienische Widerstandskampf 1943 bis 1945, Reihe Kleine Militärgeschichte, Berlin (Ost) 1970.


    -Menger, Manfred: Deutschland und Finnland im zweiten Weltkrieg. Genesis und Scheitern einer Militärallianz. (=Militärhistorische Studien, 26), Berlin (Ost) 1988


    - Tillmann, Heinz: Deutschlands Araberpolitik im Zweiten Weltkrieg. Berlin (Ost) 1965

    Das beste Beispiel überhaupt ist der "Eichholtz". Obwohl die ersten beiden Bände noch in der DDR erschienen sind, gilt dieses Buch heute international als das Standardwerk zur Rüstung und Kriegswirtschaft überhaupt.


    -Eichholtz, Dietrich: Geschichte der deutschen Kriegswirtschaft 1939-1945. Bd. 1: 1939-1941 (1969), Bd. 2: 1941-1943 (1985), Bd. 1943-1945 (1996), Berlin (Ost) bzw. Berlin


    Drei weitere Bücher als Beispiel, die nicht nur den Zweiten Weltkrieg behandeln, aber trotzdem so ziemlich allein auf weiter Flur stehen, weil die angerissenen Themen sonst kaum behandelt sind:

    -Militärverlag der DDR (Hrsg.): Wörterbuch zur Deutschen Militärgeschichte, 2 Bände. Berlin 1985. Das ist überhaupt das einzige moderne Lexikon zur deutschen Militärgeschichte, wenn man kurze prägnante Definitionen sucht, kommt man daran nicht vorbei


    Urlanis, Boris Z.: Bilanz der Kriege. Die Menschenverluste Europas vom 17. Jahrhundert bis zur Gegenwart, Berlin (Ost) 1965. Wird als quasi Standardwerk immer noch herangezogen.

    -Rahne, Hermann: Mobilmachung. Militärische Mobilmachungsplanung und - Technik in Preussen und im Deutschen Reich von Mitte des 19. Jahrhunderts bis zum Zweiten Weltkrieg (= Militärhistorischen Studien, NF, 23) Berlin 1983.


    Auch die „Zeitschrift für Militärgeschichte (1962-1990)“ der DDR kann so unbrauchbar nicht gewesen sein, da das Gesamt-Inhaltsverzeichnis vor nicht allzulanger Zeit wieder beim MGFA erschienen ist.


    P.S.
    Ich komme nicht aus der Ex-DDR, durfte aber als Offizier der Bundeswehr in den neuen Bundesländern ab 1991 den Übergang der NVA in die Bundeswehr mit erleben. In dieser Zeit hatte ich reichlich Gelegenheit, mich in den meist sehr gut sortierten Stabsbibliotheken der ehemaligen NVA mit den Arbeiten der DDR-Militärgeschichtsschreibung zu beschäftigen.


    Grüsse
    Jörg

    Hallo Christian,
    den Aufsatz von Schönwetter gibt es digitalisert hier:
    http://periodika.digitale-samm…tt_bsb00007629,00068.html
    Und die Ergänzungen dazu hier in dieser Bibliothek
    https://opacplus.bib-bvb.de/To…tifier=21_FAST_2029582338


    Den Ausstellungskatalog gibt es in einigen bayerischen Bibliotheken, man kann ihn von dort per Fernleihe bekommen:
    http://services.bibliothek.kit…V001086034&showCoverImg=1


    Das Buch von Layer/Schönwetter gibt es hier in der Bibliothek
    https://opacplus.bib-bvb.de/To…tifier=21_FAST_2029582338


    Mit freundlichen Grüssen
    Jörg

    Guten Abend,


    In Dillingen gab es an Kavallerietruppenteilen der Wehrmacht:


    - Wehrkreisremonteschule VII (1935-1945)
    - Wehrkreis-Reit- und Fahrschule VII (1935-1945)
    - Ersatzkompanie für Infanterie-Reiterzüge VII (1940-1944)


    Der Hinweis oben auf das Bayerische Hauptstaatsarchiv - Abt. IV - Militärarchiv wird nicht viel bringen. Dieses Archiv ist zwar sehr vollständig hinsichtlich der Bayerischen Armee bis 1920, aber die Akten zu Wehrmachtstruppenteilen lagen in Potsdam.


    Literatur zur Garnison Dillingen im fraglichen Zeitraum:
    Kunz, Hannelore / Gribl, Albrecht A..: 300 Jahre Garnison Dillingen 1681 – 1981. Katalog zur Ausstellung im Stadt- und Hochstiftsmuseum Dillingen, Dillingen 1981.
    Layer, Adolf / Schönwetter, R.: 300 Jahre Garnisonsgeschichte Dillingen an der Donau 1681 – 1981, Dillingen 1981.
    Schönwetter, Reinhold: Die Garnison Dillingen in Vergangenheit und Gegenwart. In: Jahrbuch des Historischen Vereins Dillingen, 76 (1974) S. 66 - 94.
    Schönwetter, Reinhold: Die Garnison Dillingen in Vergangenheit und Gegenwart: erweiternde und ergänzende Beiträge / Reinhold Schönwetter. Dillingen (Eigenverlag) 1977.


    Grüsse
    Jörg

    Hallo,


    grundsätzlich hatte bei Kriegsbeginn jede (Feld-) Division eine Bäckerei- und eine Schlächtereikompanie. Ausnahmen gab es bei den "Divisionen Nummer", zur Führung von Ersatzeinheiten in der Heimat, bei den Reservedivisionen, bei einigen Divisionen der 15. Welle, bei den Feldausbildungsdivisionen usw.
    Im Zuge der Umstellung auf die Division 44 wurden bei einer Reihe von Divisionen Bäckerei- und Schlächtereikompanien aufgelöst und als "Bäckerei-" bzw. "Schlächtereizüge" in die neu aufgestellten Divisionsverwaltungskompanien eingegliedert.
    Oberhalb der Divisionsebene gab es noch folgende Bäckereieinheiten:
    -Korps: Normalerweise keine direkt unterstellten Bäckereieinheiten. Ausnahmen bei den gegen KRiegsende geplanten Panzerkorps, hier waren im Korpsversorgungsregiment Bäckereieinheiten geplant
    -Armee: Die Armee verfügte über mehrere Bäckereikompnien (bis zu sechs), später teilweise auch Großbäckereikompanien.
    -Weiter gab es noch eine Anzahl von ortsfesten Bäckerei-Einheiten, z.B. 1940 die Bäckerei-Kp Euskirchen für den Kommandeur der Befestigungen Niederrhein.


    Literatur:
    Hinrichsen, Horst: Gulaschkanonen - Feldküchen - Bäckereien 1935 - 1945, Wölfersheim - Berstadt 1996,
    Müller, Hermann: Die Feldbäckereien. Geschichte und Geschichten über das Kommissbrot, Wörthsee 2003 (Stellt umfassend das gesamte Gebiet des Feldbackwesens dar).
    H.Dv. 489/1. Das Verwaltungstruppengerät - Der Backanhänger (Sd. Ah. 106), 1939
    H.Dv. 489/2. Das Verwaltungstruppengerät - Der Backanhänger (Sd. Ah. 105), 1939
    H.Dv. 489/3. Das Verwaltungstruppengerät - A. Der Teigknetanhänger (Sd. Ah. 35), B. Der Teigknetwagen (Vwf 2) , 1939
    H.Dv. 489/5. Das Verwaltungstruppengerät -A. Bäckereigerät, B. Backzelt und Brotzelt mit Zwischenteil, 1940
    H.Dv. 491/1. Ausbildungsvorschrift für Verwaltungstruppen (A.V.Vw.), Heft 1 - Richtlinien für die Ausbildung der Bäckerei- und Schlächterei-Ersatzkompanie . 1942


    Herzliche Grüsse

    Hallo,


    Quote

    Also stimmt das mit dem enormen Rückstoß auch für die Gewehrgranaten der Bundeswehr.


    Da ich bei der Bundeswehr vor einigen Jahrzehnten noch recht häufig mit der Gewehrgranate auf dem G 3 (sowohl Gefechts- wie Übungsgranate) geschossen habe, kann ich dazu einige Erfahrungen beitragen.
    So dramatisch war der Rückstoß auch nicht - er wurde nur von vielen Ausbildern übertrieben, den Soldaten wurde damit Angst gemacht und deswegen kam es dann auch zu Unfällen.
    Wenn man den Riemen straff vor der Brust spannte, war der Rückstoß etwas stärker als bei einer Flinte im Kaliber 12 und damit durchaus auszuhalten.
    Die Kampfentfernung 100 m war doch eher Theorie. Gute Trefferaussichten gab es so bei 50 - 60 m. Optimal war das Schießen im Ortskampf aus höhergelegenen Fenstern, weil damit die Gewehrgranate meistens auf der doch schwächer gepanzerten Motorabdeckung des Panzers zur Wirkung kam.


    Gruß

    Hallo,


    also nochmal zur Klarstellung - obwohl das aus den Angaben oben schon klar hervorgeht:


    Das IR 42 unterstand während der Besetzung des Sudetenlandes noch der 10. Infanteriedivision und nahm im Rahmen dieser Division am Einmarsch teil, ich habe hier nur die genauen Daten des II. Btl aus Hof:
    19.9.1938 Verlegung im Bahntransport von Hof nach Roding, Beziehen eines Verfügungsraum zunächst bei Roding, dann bei Geigant (südlich Waldmünchen)
    4.10.1938 Grenzübertritt bei Schönau-Schwarzach (ostwärts Oberviechtach / Schönsee)
    erste Unterkunft bei Hostau
    Bis 10.10.1938 Vormarsch in den Raum Mies - südlich Pilsen,
    danach Sicherung der Demarkationslinie bei Roth - Aujetz


    Alle Angaben nach:
    Schwab, Oberzahlmeister d. R., Heeresstandortverwaltung Hof: Standortchronik Hof, Hof 1940, S. 41 - 42 (Im Stadtarchiv Hof, Signatur M 90).


    Nach der Besetzung des Sudetenlandes wurde das Regiment der dort im Anschluß in KARLSBAD neu aufgestellten 46. Infanteriedivision unterstellt (am 24.11.1938).


    Grüsse

    Hallo,


    Aussage 2 von Schmidt ist FALSCH! Im Oktober 1935 unterstanden der 10. Infanteriedivision die Inf.Rgt. 20 (Regensburg, Deggendorf), 41 (Amberg,Weiden) UND 62 (Landshut, Passau). (Tessin, a.a.O, S, 320 ff.)
    Das Inf.Rgt 42 gehörte zu diesem Zeitpunkt noch zur 17. Inf.Div in Nürnberg.


    Am 30.09.1938 unterstand das Inf.Rgt 42 der 10. Infanteriedivision und ab 24.11.1938 der 46. Infanteriedivision in Karlsbad (36. Inf.Div ist ein Schreibfehler).


    Grüsse

    Hallo,


    stimmt so nicht ganz. Das Bataillon lag nicht geschlossen in Bayreuth.


    Das dem Regiment zugeordnete Ergänzungsbataillon war seit 24.04.1935 in der neu errichteten Barackenkaserne in Hof/Saale stationiert. Dieses Ergänzungsbataillon trug zunächst die Bezeichung "Ergänzungsbataillon 38" und ab Oktober 1936 die Bezeichnung "Ergänzungsbataillon Infanterieregiment 42". Bei Kriegsbeginn bildete es das II. Bataillon Infanterieregiment 480.


    Ebenfalls in Hof wurde im Oktober 1936 das II. Bataillon des Inf.Rgt 42 aufgestellt und bezog die neuerbaute Kaserne in der Kulmbacher Strasse. Dieses Bataillon entstand aus Abgaben schon bestehender Kompanien des Infanterie-Rgt 42 aus den Standorten Coburg und Bayreuth sowie des Infanterie-Rgt 41 aus den Standorten Amberg und Weiden.
    Das II.Btl Inf.Rgt 42 war dann ebenfalls bis Kriegsbeginn in Hof stationiert.


    Vor Oktober 1936 lag das II. Btl des Inf.Rgt 42 in Coburg. Im Oktober 1936 wurden wie schon beschrieben, Teile zur Aufstellung eines "neuen" II. Btl nach Hof abgegeben, die in Coburg verbliebenen Teile bildeten das II. Btl des neu aufzustellenden Infanterieregiments 95, blieben aber bis Oktober 1937 noch dem Inf. Rgt. 42 unterstellt, ebnso wie das zugehörige Ergänzungsbataillon in Hildburghausen.


    Damit ergibt sich folgende Gliederung und Stationierung:


    Oktober 1934 - April 1935: I. Btl Bayreuth, II. Btl Coburg, III. Btl Bayreuth
    April 1935 - Oktober 1936: I. Btl Bayreuth, II. Btl Coburg, III. Btl Bayreuth, Ergänzungsbataillon 38 Hof
    Oktober 1936 - Oktober 1937: I. Btl Bayreuth, II. Btl Hof, III. Btl Bayreuth, Ergänzungs-Btl InfRgt 42 Hof, II. Btl InfRgt 95 Coburg, Ergänzungs-Btl InfRgt 95 Hildburghausen.
    Oktober 1937 bis Kriegsbeginn: I. Btl Bayreuth, II. Btl Hof, III. Btl Bayreuth, Ergänzungs-Btl InfRgt 42 Hof,


    Regimentsstab und 13. bzw. 14. lagen ständig in Bayreuth.


    Grüsse

    Hallo,


    das Infanterieregiment 42 wurde im Oktober 1934 unter der Bezeichnung "Infanterie-Rgt" Bayreuth aus dem bisherigen III. Bataillon des Infanterie-Regiments 21 aufgestellt. Im Oktober 1934 erhielt es die endgültige Bezeichnung "Infanterie-Rgt 42.


    Es unterstand:
    - bis Oktober 1934 - bis September 1935: Infanterieführer VII in Nürnberg. Das war die Tarnbezeichnung für die ab Oktober 1934 so benannte 17. Infanteriedivision
    - Oktober 1935 bis März 1937: 17. Infanteriedivision in Nürnberg
    - von April 1937 bis 23.11.1938: 10. Infanteriedivision in Regensburg
    - seit 24.11.1938: der neu aufgestellten 46. Infanteriedivision in Karlsbad


    Quelle:
    Tessin, Georg: Deutsche Verbände und Truppen 1918 - 1939. Altes Heer, Freiwilligenverbände, Reichswehr, Heer, Luftwaffe, Landespolizei, Osnabrück1974, S. 230, 237, 320 ff.


    Grüsse

    Hallo,


    hier ist die Gliederung eines Feldgendarmerietrupps c.
    http://www.wwiidaybyday.com/kstn/kstn2033ctmot1nov43.htm


    Unterstellt war er offenbar dem Verwaltungsbezirk B des Militärbefehlshaber Frankreich. Diese Verwaltungsbezirke sind vielleicht am ehesten mit deutschen Regierungsbezirken zu vergleichen.
    Zum Militärbefehlshaber Frankreich siehe hier:
    http://www.lexikon-der-wehrmac…/MilitBefFrankreich-R.htm


    Man könnte die Einsatzform dieses Feldgendarmietrupps etwa mit einer Landpolizeistation vergleichen - allerdings vor allem auf Vorfälle mit militärischer Beteiligung ausgerichtet.


    Viele Grüsse

    Guten Abend,


    Zum Standort Traunstein gibt es einiges an Literatur, vor allem in den Jahrbüchern des historischen Vereins für den Chiemgau:


    Daxer, Hans: 50 Jahre Garnison Traunstein. Bonn/Koblenz 1985.
    Haselbeck, Franz: Das Gefangenenlager Traunstein-Au. In: Jahrbuch Historischer Verein für den Chiemgau zu Traunstein 7 (1995), S. 241-290.
    Staller, Alfred: Stadtpolizei und Polizeikaserne. In: Jahrbuch des Historischen Vereins für den Chiemgau zu Traunstein 10 (1998), 5-32
    Staller, Alfred: Das Königlich-Bayerische Bürgermilitär in Traunstein. In: Jahrbuch Historischer Verein für den Chiemgau zu Traunstein, 12 (2000), S. 72-99.
    Staller, Walter: Das Offizierskasino in Traunstein. In: Jahrbuch Historischer Verein für den Chiemgau zu Traunstein 12 (2000), 100-114.
    Staller, Alfred: Die Kaserne in Traunstein - vor 65 Jahren wurde sie erbaut. In: Jahrbuch Historischer Verein für den Chiemgau zu Traunstein 12 (2000), S. 115-141.
    Staller, Alfred: Das war die Kaserne in Traunstein / T. 1-2 : Erinnerungsausstellung in der "Alten Wache" im Rathaus. In: Chiemgau-Blätter. - [Traunstein]. - 2002, Nr. 18, S. 1-4;
    Nr. 19, S. 1-4.
    Staller, Alfred und Walter: Geheime Kommandosache "Taube" in Herbsdorf und Rettenbach: streng geheime Stützpunkte der Luftnachrichtentruppe. In: Jahrbuch Historischer Verein für den Chiemgau zu Traunstein, 21 (2009), S. 65-80.
    Staller, Walter: Flugunfälle im Chiemgau. In: Jahrbuch Historischer Vereins für den Chiemgau zu Traunstein 10 (1998), S. 59-114.
    Staller, Walter: Der Truppenübungsplatz Kammer. In: Jahrbuch / Historischer Verein für den Chiemgau zu Traunstein. 18 (2006), S. 81 – 111.


    Grüsse

    Hallo Jörg,


    ich hab mir inzwischen angewöhnt, dass ich, nachdem ich die Beiträge, die mich interessieren, gelesen habe, den Rest der Beiträge als gelesen kennzeichne.
    Aber den Haken oben rechts hast du ja sicher selber schon entdecjt.


    Grüße
    Anton


    Hallo Anton,


    diese Möglichkeit habe ich auch schon entdeckt - aber das ändert nichts an dem Problem, dass man sich durch alle Foren durchklicken muss, um neue Beiträge zu sehen, weil rechts oben nur die fünf letzten Beiträge angezeigt werden. Das ist ärgerlich.


    Grüsse
    Jörg

    Hallo Jörg,


    im Dashboard werden ungelesene Themen angezeigt.


    Hallo Thomas,


    Ja - das ist ja gerade das Problem. Es werden ALLE ungelesenen Themen angezeigt, auch die Beiträge, die schon viele Tage zurückliegen und die man mangels Interesse nicht gelesen hat.
    Früher gab es eine Schaltfläche "Neue Beiträge seit der letzten Anmeldung" und man sah, was sich seit der letzten Anmeldung geändert hatte, was deutlich komfortabler und übersichtlicher war.


    Grüsse
    Jörg

    Hallo Jörg, Udo,


    oben gibt es den Button "Ungelesene Beiträge", ist das gemeint

    Hallo Thomas,


    nein - das ist nicht gemeint. Bei Ungelesene Beiträge bekomme ich alle noch nicht von mir gelesenen Beiträge bis zurück in die Steinzeit angezeigt (im aktuellen Fall bis zum Zeitpunkt der Softwareumstellung). Bei der bisher vorhandenen Schaltfläche "Neue Beiträge seit der letzten Anmeldung" bekam ich nur die Beiträge seit meiner letzten Anwesenheit im Forum angezeigt, unabhängig davon ob ich sie gelesen hatte oder nicht. Das war deutlich übersichtlicher. Momentan bekommt man rechts oben als "Neueste Beiträge" nur fünf Beiträge angezeigt und muß sich mühsam durch alle Unterforen durchklicken, ob da vielleicht ein Beitrag steht, der einen interessieren könnte.
    Auch erscheinen anscheinend alle Themen, zu denen man einen Beitrag geschrieben hat, automatisch unter abonnierte Themen. Warum muss das sein?
    Auch der Sinn und Zweck der Benachrichtigungen erschließt sich mir ehrlich gesagt nicht so ganz.
    Momentan begeistert mich dieses neue Design nicht wirklich.


    Grüsse
    Jörg