Posts by Nemere

    Hallo,


    die I. Abteilung Flak-Rgt. 20 wurde am 01.11.1943 mit 5 Batterien im Raum Le Havre aufgestellt und am 18.06.1944 als I./Flak-STURM-Rgt. 20 in das Flak-Sturm-Rgt. 2 eingegliedert.

    Insofern gab es doch ein Flaksturm-Rgt. 20.


    Quelle:

    Tessin, Georg: Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht und Waffen-SS im Zweiten Weltkrieg 1939-1945. Bd. 4: Die Landstreitkräfte Nrn. 15 – 30, Osnabrück 1976, S. 149.

    Den betreffenden Auszug aus der Seite habe ich beigefügt.

    Tessin - 04 - Die Landstreitkrafte 15-30.pdf

    Siehe auch hier im Lexikon unter

    http://www.lexikon-der-wehrmac…derungen/ArtillerieLW.htm


    letzter Absatz.


    Grüße

    Jörg

    Hallo,

    Danke für den Hinweis, Schreibfehler/Flüchtigkeitsfehler von mir, es muß natürlich "Ergänzungs-Infanterie-GESCHÜTZ-Kompanie" des Infanterieregiments 20" heißen. So ist es auch richtigerweise hier im Lexikon (erster Link in meinem vorherigen Beitrag) angegeben, auch der Standort Regensburg ist dort genannt:
    "Daneben ist Anfang 1938 noch eine 18. Ergänzungs-IG-Kompanie am Standort Regensburg, ebenfalls Wehrkreis XIII, verzeichnet."

    Neben den bekannten Ergänzungsbataillonen gab es u.a. auch:
    - Ergänzungs-Artillerie-Batterien
    - Ergänzungs-Panzerabwehr-Kompanien
    - Ergänzungs-Nachrichten-Kompanien
    - Ergänzungs-Pionier-Kompanien
    Diese Kompanien waren entweder den Ergänzungsbataillonen oder aktiven Truppenteilen zugeordnet.

    Zur Entwicklung der 18. -E.I.G.Kp.Inf.Rgt.20:

    Die Kompanie war 1935 als "Ergänzungs-Minenwerfer-Kompanie 5" in Regensburg aufgestellt worden. Die Bezeichnung Minenwerfer stammt noch aus dem Ersten Weltkrieg. Aus den Minenwerfern, die je nach Ausführung sowohl Steil- wie auch Flachfeuer abgeben konnten, entwickelten sich sowohl die Granatwerfer wie auch die Infanteriegeschütze der Wehrmacht, aus dem leichten Minenwerfer auch die Panzerabwehrgeschütze. Auch hatten die Reichswehr-Infanterieregimenter eine Minenwerferkompanie, aus der später die 13. (Infanteriegeschütz) Kompanie wurde.
    Diese Ergänzungs-Minenwerfer-Kp wurde 1937 zur 18. -E.I.G.Kp.Inf.Rgt 20, 1939 auch als 15. E.IG.Kp Inf.Rgt 20.

    Grüße
    Jörg

    Hallo,

    die "18. E.I.G.Kp - Inf. Rgt. 20" war garantiert keine "Ersatz"-Infanterie-Geschützkompanie, sondern es war die bis 1939 bestehenden "Ergänzungs-Infanterie-Kompanie" des Infanterieregiments 20. Siehe hier:


    http://www.lexikon-der-wehrmac…egtAEB/InfRegtAEB20-R.htm


    Zu den grundsätzlichen Aufgaben der Ergänzungeinheiten siehe hier:
    http://www.lexikon-der-wehrmac…nfRegtAEB/GliederungE.htm

    Die Ergänzungseinheiten für Infanteriegeschütze usw. wurden aber auch zur Ausbildung "normaler" Wehrpflichtiger an den Geschützen herangezogen.



    Grüße
    Jörg

    Hallo,

    Tewes ist ein anerkannter Historiker, der sich vor allem mit dem Thema Zweiter Weltkrieg im Ruhrgebiet, aber auch mit dem Sanitätsdienst der Wehrmacht befasst hat. Hier hat er in der hervorragenden Reihe "Krieg in der Geschichte" ein nachgerade Standardwerk über einen Teilbereich des Einsatzes der Rotkreuzschwestern geschrieben. Siehe dazu die Einträge zu Tewes bei der DNB:

    https://portal.dnb.de/opac.htm…%26any&currentPosition=10


    Das Inhaltsverzeichnis des Bandes zur GD findet man hier:
    https://d-nb.info/1174006099/04


    Die negative Rezension bei Amazon beeindruckt mich überhaupt nicht. Das Buch von Tewes genügt wissenschaftlichen Ansprüchen, deshalb auch der ausführlichen Anmerkungapparat. Es soll keine "Divisionsgeschichte" für ehemalige Divisionsangehörige sein und auch kein "Bilderbuch" mit vielen Photos.
    Wer - wie der Rezensent bei amazon - das Bilderbuch von Scheibert ( "PzGrenDiv Grossdeutschland und ihre Schwesterverbände" ) als hervorragend bezeichnet, den kann ich nicht ernstnehmen. Bei Scheibert gibt es keine Quellenangaben, Sachzusammenhänge, die Tewes analysiert, sind bei Scheibert nicht zu finden.

    Wer - auch wie der Rezensent bei amazon - Paul Carell heute noch mit folgenden Worten charakterisiert: "Die heutigen Historiker-cum-Autoren sollten sich da mal ein Beispiel an Paul Carrel und seinem 2-bändigen Epos über den Russlandfeldzug (Unternehmen Barbarossa; Verbrannte Erde) nehmen. DER konnte noch schreiben, so dass der Leser es nachvollziehen konnte.", der hat doch nicht mitbekommen, das die Wehrgeschichtschreibung in den letzten 60 Jahren deutlich fortgeschritten ist und heute andere Maßstäbe an Divisionsgeschichten anzulegen sind. Man schreibt heute nicht mehr im Stile von Landserheftchen, wie dies Carell getan hat.

    Der Rezensent hat anscheinend eine süffige geschriebene Soldatenstory im Stile von Scheibert oder Carell erwartet, er kann offensichtlich mit einem anspruchsvoll geschriebenen, wisenschaftlichen Ansprüchen entsprechenden Werk nicht umgehen.

    Grüße
    Jörg


    Guten Abend,


    die bayer. Pionierkompanie 9 gehörte ab 1916 zur 4 . bayer. Infanteriedivision (Friedensstandort Würzburg).


    Einsatz der Division:

    Ende 1914 – Juli 1916: Flandern / Ypern

    August 1916 – Ende 1916: Somme

    Januar bis Oktober 1917: Flandern / Ypern, Raum Armentieres – Passchendaele

    November 1917 - März 1918: südlich Metz

    April / Mai 1918: während der Frühjahrschlacht (Georgschlacht) Einsatz südlich des Kemmelbergs / bei Armentieres.

    Sommer 1918: Rückzugskämpfe im Raum Bapaume / Champagne / an der Aisne, zuletzt Raum Vouziers.

    Ende Oktober 1918 Verlegung von der Westfront nach Bayern, Raum Rosenheim, um in Südbayern und Tirol im Grenzschutz Süd gegen Italien eingesetzt zu werden. Anfang November Vormarsch bis zum Brenner, nach Sterzing, der Franzensfeste und dem Jaufen-Pass. Nach dem Umsturz in München ab 11.11. Rückzug aus Tirol.


    Literatur:

    Krafft v. Dellmensingen, Konrad/ Feeser, Friedrichfranz (Hrsg.): Das Bayernbuch vom Weltkriege 1914 – 1918, Band I, Stuttgart 1930.

    Bayerisches Kriegsarchiv (Hrsg.): Die Bayern im Großen Kriege 1914 – 1918, München 1923.


    Grüße

    Jörg

    Guten Morgen,

    Für mich ist die Sache in dem grußlosen Zweizeiler alles andere als geklärt. Der ist als historisch fundierter Belegt alles andere als geeignet.

    Das ist auch meine Meinung. Mit der Meinung eines Unbekannten, das der Befehl telefonisch übermittelt wurde, kann keiner etwas anfangen.

    Grüße
    Jörg

    Hallo

    Kopfzerbrechen macht mir der Dienstgrad, d.h. als was er eingezogen wurde. Noch habe ich keine Idee.

    Ich lese das als „LdStpfl“ – „Landsturmpflichtiger“. Das Wort in der Klammer könnte „Rekr. 18“ heißen.


    Der Landsturm I. Aufgebots bestand aus nichtgedienten Wehrpflichtigen vom 17. bis 39. Lebensjahr, also unausgebildete Mannschaften, die, aus welchen Gründen auch immer, noch nicht eingezogen werden konnten und auch nicht der Ersatzreserve angehörten.


    Grüße
    Jörg

    Hallo,

    nicht "Fuß-" sondern "Füsilier-"Bataillon. Die Füsilierbataillone waren direkt der Division unterstellte Infanteriebataillone, gegliedert wie ein Grenadierbataillon, allerdings teilweise auf Fahrrädern beweglich gemacht.

    Die Divisionsfüsilierbataillone sollten auch die Aufgaben der aufgelösten Divisionsaufklärungsabteilungen übernehmen.

    Grüße
    Jörg

    Hallo,

    ein Vorausverband kann z.B. eingesetzt werden, um noch vor dem langsam marschierenden Hauptteil der Truppe einen wichtigen Geländeteil, zum Beispiel ein Brücke zu nehmen.
    Bei der Infanteriedivision der Wehrmacht bestand dieser Vorausverband meistens aus den vorhandenen motorisierten Teilen:
    - Teile der Panzerjägerabteilung
    - Die motorisierte Pionierkompanie
    - Teile der Aufklärungsabteilung
    - Behelfsmäßig motorisierte Infanterie, z.B. auf den Troß-Lastkraftwagen oder unter Nutzung der 14. (Panzerabwehr)-Kompanie der Infanterieregimenter, die ja auch motorisiert war.

    Es gab also keine feststehende Gliederung der Vorausabteilung, sie wurde je nach Auftrag, Feindlage und verfügbaren Kräften zusammengestellt.

    Grüße
    Jörg

    Guten Abend

    zu meiner BW Zeit (86-89) wurde auch der Deutschuß ausgebildet.

    zum Thema Ausbildung bei der Bundeswehr im „Hüftanschlag“ bzw. „Deutschuß“ anbei die entsprechenden Auszüge aus der ZDv 3/12 „Schießen mit Handwaffen“. Vorgesehen war das für Gewehr, Maschinenpistole und MG, für Gewehr und MPi gab es sogar eigene Schulschießübungen dafür. Beim MG wurde grundsätzlich das Schießen im Hüftanschlag nur mit Manövermunition geübt, Schulschießübungen dafür gab es nicht. Man konnte aber das MG-Schießen im Hüftanschlag mit Gefechtsmunition als „Sonderübung“ deklarieren oder in Gefechtsschießen einbauen.

    Aus eigener Erfahrung: Die Trefferwahrscheinlichkeit beim Schießen mit MG aus der Hüfte ist eher gering, hier zählt nur der moralische Effekt.

    Mit der MPi geht es recht gut, mit dem Gewehr waren die Trefferergebnisse dagegen auch nicht berauschend.

    Noch als Anmerkung: Die in der Schulschießübung für Gewehr G-S-6 erwähnte Übungsmunition war bei der Bundeswehr eine Munition mit verkürztem Gefahrenbereich (Plastikgeschoß).


    Neben den hier gezeigten Schießübungen gab es speziell für die Feldjäger noch eine Reihe von Sonderübungen im Deutschuß, die vor allem auf den Personenschutzlehrgängen vermittelt wurden. Hier gab es die ZDv 3/120 für Personenschutzschießen mit P 1, P 7, MP 2 und MP 5 kurz. Bei den Personenschutzlehrgängen stand nahezu unbegrenzt Munition zur Verfügung, einige hundert Schuß pro Tag und Schütze waren keine Seltenheit. Da man Schießen bekanntlich nur durch Schießen lernt, ließen sich natürlich hier hervorragende Trefferergebnisse sowohl beim Deutschuß mit der MPi wie auch beim Combatschießen mit den Pistolen erzielen.


    Grüße

    Jörg

    Hallo,
    vielen Dank erst einmal für die Hinweise, dann lag ich mit meinen Überlegungen doch nicht daneben. Dieser Artikel des Herrn Oberst a.D. ist wieder ein schönes Beispiel dafür, dass man tunlichst alle Literatur kritisch hinterfragen sollte.


    Grüße
    Jörg

    Hallo,

    im Jahrbuch der „Clausewitz-Gesellschaft“ 2018 bin ich über einen Aufsatz zum Volkssturm gestolpert:


    Michael P. Vollert, Der Volkssturm – ein gescheiterter Versuch, die Niederlage des Deutschen Reiches abzuwenden, in: Jahrbuch der Clausewitz-Gesellschaft, 14 (2018), S. 112 – 128

    https://static.clausewitz-gese…usewitz-Jahrbuch-2018.pdf



    Auf den Seiten 112 und 113 bringt der Verfasser eine Tabelle des „Militärischen Potentials des Dritten Reichs“, die auf den ersten Blick zwar eine übersichtliche Darstellung der Wehrmacht bietet, bei genauerer Betrachtung aber doch recht oberflächlich und verwirrend ist. Die beiden Seiten habe ich als PDF beigefügt.


    Schon in den ersten Zeilen wird man stutzig. Wieviele Divisionen hatte denn jetzt die Wehrmacht? Zwar werden hier Volksgrenadier- und Luftwaffenfelddivisionen genannt, aber die Zahl der „normalen“ Divisionen fehlt. Auch die erwähnten Polizei- und Hitlerjugenddivisionen sind nach meiner Meinung eigentlich Divisionen der Waffen-SS. Und mit ähnlichen Fragwürdigkeiten geht es weiter.


    Wo ich dann endgültig hängen geblieben bin, ist auf Seite 113 die Erwähnung einer 1944 aufgestellten SA-Divison – leider ohne jeden Quellenbeleg.


    Und darum meine Frage: Was ist das für eine „SA-Divison“? Damit kann ich nichts anfangen, vielleicht stehe ich auch einfach auf dem Schlauch. Oder soll das die „Feldherrnhalle“ sein? Kann mir hier jemand weiterhelfen?


    Ansonsten bringt der Aufsatz nicht sehr viel. Einige Einzelaspekte, keine klare Struktur, der Autor stützt sich nur auf Sekundärliteratur und da auch nur auf willkürlich ausgewählte Titel. Wirkliche Sachkenntnis kann man dem Autor nicht bescheinigen.


    In diesen Jahrbüchern der Clausewitz-Gesellschaft finden sich neben wenigen wirklich guten Abhandlungen leider viele solcher Aufsätze, wo irgendwelche pensionierten Generäle und Obristen der Bundeswehr unbedingt meinen, sich publizistisch beweisen zu müssen. Die Clausewitz-Gesellschaft gebärdet sich allgemein recht elitär, um nicht zu sagen arrogant und hält sich für den deutschen „Think Tank“ im Bereich der der Strategie und Wehrpolitik. Leider mischt diese Gesellschaft hinter den Kulissen immer noch bei der Besetzung höherer Positionen in der Bundeswehr mit, weil die Mitgliedschaft dort für Generalstabsoffiziere gewissermassen Pflicht ist und damit ein weit gespanntes Netzwerk entstanden ist, das seine Finger in vielen Dingen drin hat.

    Grüße
    Jörg

    Hallo,


    „Batterie“ ist einfach die organisatorische Bezeichnung für einen militärischen Truppenteil. Das hat nichts mit den Mannschaften oder mit Geschützen zu tun.

    Normalerweise spricht man beim Militär von der „Kompanie“, zum Beispiel der Infanteriekompanie, der Pionierkompanie oder der Nachrichtenkompanie. Bei vergleichbaren Truppenteilen der Artillerie (und verwandter Truppen) nannte man stattdessen dieses Einheiten aus Gründen der Tradition „Batterie“.


    Batterien gab es bei


    a) der „schießenden“ Artillerie (also mit Geschützen oder Nebelwerfern/Raketenwerfern) ausgerüsteten Einheiten). Dabei war die Zahl der Geschütze bei den Batterien sehr unterschiedlich, bei der schwersten Artillerie war es teilweise nur 1 Geschütz pro Batterie.

    Die klassische Batterie leichter Feldhaubitzen bei der Infanteriedivision hatte bei Kriegsbeginn 4 Geschütze 10,5 cm.

    Eine Batterie schwere Feldhaubitzen bei der Infanteriedivision hatte bei Kriegsbeginn 4 Geschütze 15 cm, bei Kriegsende waren es dagegen planmäßig 6 – allerdings nur noch mit zwei Batterien pro Abteilung.

    Bei der schweren Artillerie kommt dagegen alles vor – von einem bis zu drei Geschützen. Da gibt es beispielsweise Batterien mit drei 21 cm Mörsern, mit zwei 30,5 cm Mörsern, mit einem 35,5 cm Mörser oder mit einer einzigen 80-cm Eisenbahnkanone in der Batterie.


    b) der Flugabwehrartillerie (Flak, auch die mit Scheinwerfern ausgestatteten Einheiten der Luftwaffe hießen hier „Batterie“, obwohl sie keine Geschütze hatten)


    c) der Sturmartillerie (Sturmgeschütze)


    d) der „aufklärenden“ Artillerie (Beobachtungsabteilungen mit Vermessungsbatterie, Schallmeßbatterie, Lichtmeßbatterie usw. oder selbständige Beobachtungsbatterien)


    e) dem Kriegskartenwesen, hier gab es Batterien bei den Vermessungsabteilungen bzw. den Vermessungs- und Kriegskarten-Abteilungen.


    Solche abweichenden Einheitsbezeichnungen gab es noch in anderen Fällen. Bei einem Teil der „schnellen Truppen“ oder der späteren Panzertruppen sprach man nicht von der Kompanie, sondern von der „Schwadron“, weil man hier eine direkte Tradition von der Kavallerie herleiten wollte. Die Verwendung des Begriffs „Schwadron“ ist aber noch verworrener als bei der Batterie.


    Ähnlich unübersichtlich ist es auf der nächsten Führungsebene.

    Normalerweise bildeten mehrere Kompanien ein Bataillon. Für bestimmte Waffengattungen wurde stattdessen aber der Begriff „Abteilung“ verwendet. Eine Abteilung wiederum konnte bestehen aus:

    a) Batterien – bei der Artillerie

    b) Kompanien – z.B. bei den Panzern und Panzerjägern

    c) Schwadronen – z.B. bei den Aufklärungsabteilungen der Infanterie, den Kavallerie-Schützen-Regimentern der leichten Divisionen und der Kradschützen-Abteilung 6.

    Das ist leider manchmal etwas verwirrend, vor allem wenn Einheiten umbenannt und umgegliedert wurden.


    Grüße

    Jörg

    Hallo,
    nein nicht zwingend, es wurde eigentlich nur die Bezeichnung geändert. Bei einigen Waffengattungen der Wehrmacht wurde aus Traditionsgründen die Bezeichnung "Abteilung" verwendet, z.B. bei den sog. "Schnellen Truppen" wie der Panzertruppe, der Kavallerie, aber auch bei der Artillerie. Bei der Artillerie wurde ja auch die Bezeichnung "Batterie" statt "Kompanie" gebraucht.
    Bei der Umwandlung des Radfahrbataillons 1 zur Radfahr-Abteilung kann es sein, das die schwere Schwadron neu oder in geänderter Gliederung aufgestellt wurde. Ich habe aber keine Gliederung des ursprünglichen Radfahrbataillons 1.

    Grüße
    Jörg

    Hallo,

    Aber im Archiv ist die Rede von Abteilung und von Btl , auch für die Radfhreinheiten ???

    Dazu müsste ich wissen, was im Archiv genau steht.

    Es gab zunächst ein Radfahrbataillon 1, daraus wure 1937 die Radfahr-Abteilung 1. Ich zitiere aus dem "Lexikon der Wehrmacht":

    "Das Radfahr-Bataillon 1 wurde am 1. Oktober 1935 in Tilsit, im Wehrkreis I, aus Teilen der Berliner und der Ostpreußischen Bereitschaftspolizei sowie einer Kompanie des Infanterie-Regiments 43 aufgestellt. Das Bataillon wurde ab dem 1. Oktober 1936 der 1. Kavallerie-Brigade unterstellt. Am 1. Oktober 1937 wurde das Bataillon zur Radfahr-Abteilung 1 erweitert. Es gliederte sich jetzt in:

    Stab mit Nachrichtenzug und Panzerspähzug
    1. - 3. Radfahrschwadron mit drei Zügen mit je 3 lMG und 1 leichten Granatwerfer sowie 1 Zug mit 4 sMG
    schwere Schwadron mit 2 Kavalleriegeschützzügen, Pak-Zug, Granatwerferzug und Pionierzug


    Mit dieser Gliederung nahm die Abteilung am Polenfeldzug teil. Ab dem 25. Oktober 1939 wurde die Abteilung der 1. Kavallerie-Division unterstellt. Im Mai und Juni 1940 nahm die Abteilung am Westfeldzug teil. Im September 1940 verlegte die Abteilung als Besatzungstruppe ins Generalgouvernement."

    http://www.lexikon-der-wehrmac…nPanzer/PDEinheiten24.htm


    Grüße
    Jörg