Posts by Nemere

    Guten Abend,


    ich zitiere

    „ Für die Luftgaue wurden am 01.04.1938 Luftgaunachrichten-ABTEILUNGEN gleicher Nummer gebildet, die zunächst nur eine 1. Kompanie und keinen Abteilungsstab besaßen. Nachweisbar sind die Kompanien …. 1/7….

    … Die Luftgaunachrichtenabteilungen wurden am 01.07.1938 in Luftgaunachrichten-Regimenter umbenannt. Vorerst hatten sie aber keinen Regimentsstab, sondern in ihren I. Abteilungen … planmäßig nur
    1. Luftgau-Nachrichten-Kompanie
    4. Flugmelde-Kompanie (mot.)
    6. Luftgau-Nachrichten-Ersatz-Kompanie“

    Quelle: Tessin, Georg: Deutsche Verbände und Truppen 1918 - 1939. Altes Heer, Freiwilligenverbände, Reichswehr, Heer, Luftwaffe, Landespolizei, Osnabrück 1974, S. 309.


    Die Kompanie 1/7 gehörte also zum Luftgau VII, München.


    Standort der 1/ 7 war München, wobei die weiteren Einheiten des im Juli 1938 gebildeten Regiments dann zunächst in Augsburg lagen.


    Korrekt hätte es also im HVBl. „Luftgaunachrichten-REGIMENT“ heißen müssen. Aber da der Sudeteneinsatz genau in die Aufstellungsphase dieses Regiments fiel, gab es hier sicher noch Unsicherheiten, vor allem da kein Regimentsstab vorhanden war. Die 1. Kompanie war eigentlich auch keine „mot“-Kompanie. Ich nehme an, das man aus der vorhandenen 1. Kompanie der alten Luftgau-Nachrichten-Abteiung 7 und den neu aufgestellten Teilen der 4. Flugmelde-Kompanie (mot.) für den Einsatz bei der Besetzung der Tschechoslowakei die im HVBl. erwähnte „Luftg. Nachr. Abt. (mot) 1/7“ gebildet hat.

    Solche ad-hoc-Bildungen von Einheiten kamen bis Kriegsbeginn laufend vor, da gerade bei der Luftwaffe ständige Umorganisationen stattfanden. Das lässt sich in dem erwähnten Band von Tessin gut nachvollziehen.


    Grüße

    Jörg

    Hallo Franz,

    Leider fehlen mir die Vorschriften H.Dv.200/7 bis 7e über die Beobachtungsabteilung sowie H.Dv.200/10b, 10c und 12 über Wetterpeilzüge, Vo-Meßzüge und Grundstufenmeßtrupp.

    Habe diese weder antiquarisch gesehen noch in einer Bibliothek oder in einem Archiv.

    die gesuchten HDv gibt es im Bundesarchiv-Militärarchiv in Freiburg. Siehe beigefügten Auszug aus dem Bestandsverzeichnis, dort sind auch die Aktennummern genannt (Ab S. 7 der PDF-Datei).
    Einsichtnahme oder Kopienerstellung müsste direkt mit dem Archiv geklärt werden.

    Grüße
    Jörg

    Files

    • HDv.pdf

      (75.07 kB, downloaded 4 times, last: )

    Hallo Karl,

    Leider nichts zu Beobachtungsabteilungen gefunden. Du meinst ja nicht die beobachtende bzw. aufklärende Ari, dazu wäre dann der Froeben "Aufklärende Artillerie " zu empfehlen.


    die Beobachtungsabteilungen sind die „aufklärende Artillerie“. Dazu gehören auch – soweit sie vorhanden waren – die selbständigen Beobachtungsbatterien, die Stellungs-Beobachtungsabteilungen, die leichten Beobachtungsabteilungen und die Beobachtungabteilungen (t.mot) mit samt den ganzen Spezialteilen, wie Wetterzüge, Wasserstoffbereitungstrupps, Vo-Zügen. Siehe Tessin, Band I, S. 196, 200, 211.


    Ich füge noch eine Kurzbeschreibung des Schallmessens an. Sie stammt zwar nicht von der Wehrmacht, sondern aus einem Handbuch der Bundeswehr, gibt aber die auch damals geltenden Grundlagen wieder (Speisebecher, Wilhelm: Taschenbuch für Artilleristen, Koblenz 1977, S. 60)
    Schallmess 01.jpg


    Literatur:

    Fiedler, Herbert: Untersuchungen über die Genauigkeit der durch Schallmessung aufgeklärten taktischen Ziele, In: Allgemeine Vermessungs-Nachrichten 1938.

    Froben, Hans Joachim: Bausteine für die Ausbildung der Beobachtungsabteilung. München 1942.

    Hertel, Werner (Hrsg.): Beobachtungsabteilung 6. 1936 - 1945. Werdegang und Weg einer Heerestruppe, Dülmen 1965.

    Holler, Georg: Die Beobachtungs-Abteilung 15 in Krieg und Frieden 1936-1945, Offenbach 1984.

    Reibert, W. / Daub, Karl (Bearb.): Der Dienstunterricht im Heere, Band 11: Ausgabe für den Kanonier der Beobachtungsabteilung, Berlin 1939.

    Sänger, Raymund: Artilleristische Schallmessung. Band 1. Schallausbreitung in der Atmosphäre und Auswertverfahren. Zürich 1938.

    Bochow, Martin: Schallmeßtrupp 51. Vom Krieg der Stoppuhren gegen Mörser und Haubitzen, Stuttgart 1933 (Beschreibt allerdings den 1. Weltkrieg).

    Tobler: Schallmessung, In: ASMZ 123 (1957), S. 661 – 673.

    http://dx.doi.org/10.5169/seals-27202


    Der Vorwarner achtet nur auf den Knall, siehe dazu den beigefügten Auszug aus dem Aufsatz von Tobler. Seiten aus Tobler Schallmessung ASMZ.jpg


    Grüße

    Jörg

    Hallo,

    tut mir leid, aber auf der zitierten Seite "www. nachrichtentruppe" stehen zum Thema "Artilleriebeobachter" eine Menge mißverständlicher Informationen.

    Zitat:

    "Hierzu begibt sich der vorgeschobene Beobachter vor die eigenen Linien, möglichst Nah an den Feind heran (teilweise sogar direkt in die feindlichen Linien),"


    Ein VB wird nur im extremen Ausnahmefall vor den eigenen Linien und kaum in den feindlichen Linien liegen. Die einzige Ausnahme wäre, wenn der VB einen Spähtrupp mit Kampfauftrag oder einen Stoßtrupp bei einem Angriff zugeteilt wird.

    Zitat:
    "Durch die vorgeschobene Position hat der vorgeschobene Beobachter also grundsätzlich fünf wichtige Funktionen für Gefechte:

    Auswertung der Aufklärungen"

    Was soll das denn sein? Weder hat der VB die personellen Kapazitäten zu einer Auswertung noch verfügt er überhaupt über genügend "Aufklärungen". Er kann nur auf seine eigenen Beobachtungen und die Meldungen der unterstützten Kampftruppe zugreifen, er weiß z.B. nicht was der VB bei den Nachbarn beobachtet oder die Luftwaffe aufgeklärt hat oder was die Beobachtungsabteilungen feststellen konnten.
    Eine Auswertung und damit artilleristische Lagefeststellung kann eigentlich nur bei der Artillerieabteilung oder dem Regiment erfolgen, dort laufen die Meldungen zusammen, dort ist das Personal vorhanden.

    Auch die Aussage, dass der VB Feld-FERN-Kabel nutzte, halte ich für falsch. Feld-FERN-Kabel war bei der Wehrmacht ein vieradriges Kabel mit einer Länge von 250 m pro Trommel und einem Gewicht von 70 kg pro Trommel (!), das mit Sicherheit nicht in vorderster Linie Verwendung fand. Hier wurde das leichte oder schwere Feldkabel eingesetzt.

    Genauso falsch ist folgende Aussage zum Thema Verbindungen:
    Zitat:
    "Die Beobachtungsabteilungen und natürlich auch die Nachrichtentruppe hatten hierbei eine Schlüsselrolle. Sie waren für die Beobachtungen und eine standhafte Nachrichtenverbindung zuständig."

    Die Beobachtungsabteilungen haben grundsätzlich mit den VB nichts zu tun, das haben wir oben bereits erörtert. Genauso wenig stellt die Nachrichtentruppe die Verbindung zwischen VB und seiner schießenden Abteilung her. Das ist Sache der Truppennachrichtenkräfte.

    Auch viele andere Aussagen auf dieser Website sind mit Vorsicht zu genießen, z.B. der Hinweis auf die "Nachrichtenstaffel der Infanteriekompanie", den ich dort irgendwo gelesen habe.

    Grüße
    Jörg

    Hallo,

    ein Teil-Reservelazarett war faktisch eine Außenstelle eines anderen Lazaretts, war also verwaltungstechnisch nicht selbständig. Es dürfte zu einem der Reservelazarette in Coburg gehört haben, z.B. zum Reservelazarett im Albertinum (Gymnaisum).
    Das Lazarett in Niederfüllbach scheint bereits seit 1939 bestanden zu haben, siehe

    https://www.grub-am-forst.de/v…kumente/Chronik%20Nfb.pdf
    Einträge "1939".

    Coburg liegt übrigens im Regierungsbezirk Oberfranken und nicht wie auf der Schriftprobe vermerkt in "Niederfranken". Niederfranken gibt es organisatorisch gesehen nicht.

    Grüße
    Jörg

    Hallo,

    wahrscheinlich ist ein "italienischer" Zerstörer gemeint und der Schreiber des Artikels in der Südwestpresse hat dies verwechselt. Im ersten Weltkrieg gab es allerdings tatsächlich japanische Kriegsschiffe im Mittelmeer, da Japan ja damals auf Seiten der Alliierten (die sich damals Entente nannte) stand und nach der schnellen Ausschaltung der wenigen deutschen Truppen in Tsingtau und in deutschen Südseekolonien japanische Kräfte frei waren.

    Grüße
    Jörg

    Hallo,

    heute sind zwar noch Kopierstifte vereinzelt erhältlich, üblich sind sie ja wohl nicht mehr. Gibt es noch Bereiche wo sie heute noch Verwendung finden?

    von Faber-Castell sind Kopierstifte noch in einer ganzen Reihe von Farben (Behörden-Farbhierarchie) und auch als Rot-Blau-Stifte erhältlich, Koh-i-noor hat sie auch noch im Programm.
    Verwendet werden sie immer noch dann, wenn z.B. Markierungen auf nassen Oberflächen (z .B. Stahlbau) gebraucht werden. Auch bei Wahlen werden noch Kopierstifte für die Wahlzettel verwendet, da sie im Gegensatz zu Bleistiften oder manchen Kugelschreibern nicht korrigiert / radiert werden können.
    Kopierstifte gelten als dokumentenecht, was bei Kugelschreibern und Füllern nur der Fall ist, wenn diese einer bestimmten DIN entsprechen.


    Grüße
    Jörg

    Hallo,

    für wen soll denn diese Kartentasche sein? Die Kartentasche eines Artillerieoffiziers, der als VB eingesetzt wurde, war sicher anders bestückt als die eines Oberfeldwebels als Zugführer bei der Infanterie oder beim Tross.
    Was sicher immer hineingehört, sind Bleistifte, Meldeblock, Radiergummi, wahrscheinlich auch mindestens ein Kopierstift, da es damals noch keine Kugelschreiber gab. Weiter eventuell Rot-Blau-Stifte oder Krokierstifte, um auf Karten farbige Hervorhebungen zu ermöglichen. Die Stifte oft mit Metallkappen als Schutz für die Spitzen.

    Grüße
    Jörg
    Krokierstifte.jpg  Kopierstift Stabilo violett.jpg  Landkartenstifte.jpg  Rot-Blau-Stift.jpg  Stiftverlängerung (1).jpg

    Hallo,


    das Feldjägerkommando III unter General der Flieger Wilhelm Speidel gab erst am 23. Juni 1945 im Raum Rosenheim die Waffen ab. Bis dahin war der Verband im Alpenraum zur Organisation der Marschbewegungen und zum Militärischen Ordnungsdienst im Kapitulationsraum Alpen eingesetzt.


    Siehe dazu:

    Böckle, Karlheinz: Feldgendarmen - Feldjäger – Militärpolizisten, Stuttgart 1987, S. 187 - 189.

    Schütz, Peter: Die Vorläufer der Bundeswehr-Feldjäger: Ein Beitrag zur preußisch-deutschen Wehrrechtsgeschichte (Schriften zur Rechtsgeschichte, 122), Berlin 2005, S. 184 – 185.

    Speidel, Wilhelm: Kurze Denkschrift über meine Aufgabe und Tätigkeiten als Befehlshaber Feldjägerkommando III von Mitte März bis Ende Juni 1945, Ausarbeitung vom 15.10.1948, BA-MA, RH 48/60, S. 8 – 16.


    Grüße

    Jörg

    Guten Abend,

    vielen Dank für die Hinweise. An eine Tarnbezeichnung hatte ich auch schon flüchtig gedacht, allerdings passt ein Luftwaffen-Tarnname nicht zu einem angeblichen Heerestanklager. Andererseits muß natürlich auch die Beschreibung im Findbuch des BA-MA nicht unbedingt richtig sein.

    Grüße
    Jörg

    Guten Tag,


    Im Findbuch zu Bestand RH 4/417 des Bundesarchiv-Militärarchiv sind u.a. genannt:

    „Baupläne des Heeresnachschubtanklagers Schanzenau bei Regensburg“


    Leider ist es mir bisher nicht gelungen, dieses „Schanzenau bei Regensburg“ zu lokalisieren.

    Der sonst sehr zuverlässige Bayernatlas gibt nichts her, Google Earth und Google Maps wie zu erwarten natürlich erst recht nicht.

    Auch die Ortsverzeichnisse des Königreichs bzw. des Freistaats Bayern zurück bis zur ersten Ausgabe von 1861 kennen kein „Schanzenau“, obwohl in diesen Verzeichnissen jeder Einödhof verzeichnet ist.

    Es gibt nur ein „Schanzlohe“, mehr als 10 km nördlich von Regensburg, auf der Höhe von Regenstauf.


    Weiß jemand, wo sich dieses „Schanzenau bei Regensburg“ versteckt? Für Hinweise bin ich dankbar.


    Mit freundlichen Grüßen

    Jörg

    Guten Morgen,

    ich kann mir kaum vorstellen, dass k.u.k. Einheiten in Simbach stationiert waren. Simbach war seit dem Mittelalter bayrisch.
    Braunau gehörte zwar ebenfalls jahrhundertelang den Wittelsbachern, wurde aber im Frieden von Teschen 1779 mit dem gesamten Innviertel Österreich zugesprochen. Wegen der Türkengefahr wurde Braunau zwischen 1672 und 1676 zur damals stärksten Festung Bayerns ausgebaut, Pläne zum weiteren Ausbau der Festung ab 1743 wurden nicht verfolgt.

    Für Simbach habe ich seit folgende Stationierungen:

    Bürgermilitär 1809: ½ Füsilierkompagnie

    Nationalgarde III. Klasse 1813: ½ Füsilierkompanie
    Sanierungsanstalt (Entlausungsanstalt) (1916-1919)

    Vereinslazarett im Kloster Mariental am Kirchplatz (1914-1918)


    Grenzschutz-Kdo Simbach, später Teil des Grenzschutz-Btl 1 (Herbst – Winter 1918)


    7. Infanteriedivision (Gefechtsstand bei der Besetzung Österreichs im März 1938)


    Volkssturmbataillon 2/224 – Simbach (Frühjahr 1945)

    Außerdem bewarb sich Simbach 1955- 1957 um eine Bundeswehrgarnison (Quelle: BA- MA Freiburg BW 1 / 45338)

    Literatur zu Simbach:
    - Bayerisches Hauptstaatsarchiv, Abt. IV - Kriegsarchiv - Findbuch zu den Kriegsstammrollen
    - Lindner, Hermann J.: Zeilarn und Umgebung in der Zeit des Nationalsozialismus und dessen Folgen – eine Dokumentation der Ereignisse in unserer Heimat, Zeilarn 2016,
    - Krafft v. Dellmensingen, Konrad/ Feeser, Friedrichfranz (Hrsg.): Das Bayernbuch vom Weltkriege 1914 - 1918 Band I, Stuttgart 1930
    - Hospes, Armin A.: Das Lazarettwesen in Bayern 1914 – 1918, Marktheidenfeld 1998.
    - Schmidl, Erwin A. : Der "Anschluß" Österreichs - Der deutsche Einmarsch im März 1938, Bonn 1994.



    Mit Braunau habe ich mich nur für die bayerische Zeit bis 1779 beschäftigt. Für diesen Zeitraum kenne ich folgende Literatur:

    Auffanger, Loys: Festung Braunau im bayerischen Bauernkrieg (1705/06). Die Heimat 1967, Nr. 92, 93.

    Eitzlmair, Wolfgang: Braunau am Inn als Festungsstadt (bis 1801 - erster Einfall der Franzosen in Braunau), In: Das Bundwerk. Schriftenreihe des Innviertler Kulturkreises 21 (2006), S. 8-14.

    Gann, Maria: Der Spanische Erbfolgekrieg und der Aufstand der Bauern und Bürger gegen die kaiserlichen Besatzer, In: Das Bundwerk. Schriftenreihe des Innviertler Kulturkreises 20 (2005), S. 18-21.

    Haushofer, Josef: Eggenfelden und der Braunauer Festungsbau anno 1646. In: Heimat am Inn 2 (Simbach a. I. 1973). S. 92-95. Hiereth, Sebastian: Geschichte der Stadt Braunau am Inn. 2 Teile, Braunau am Inn 1960, 1973.

    Lindlbauer, Elisabeth: Der Bayerische Bauernkrieg 1705/06, In: Das Bundwerk. Schriftenreihe des Innviertler Kulturkreises 19 (2004), S. 30-37.

    Mayrhofer, Franz: Braunau - wehrhafte Stadt am Inn. In: Heimat am Inn. Bd. 2 (Simbach a. I. 1973). S. 78-91.

    Pillwein, Benedikt (Hrsg.): Der Innkreis … in geographisch-statistisch-historischer Hinsicht (Geschichte, Geographie und Statistik des Erzherzogthums Oesterreich ob der Enns und des Herzogthums Salzburg, Vierter Theil: Der Innkreis), Linz 1832, S. 189 – 230.

    Reinisch, Rainer: Braunau - die Festungsstadt. Der Militäringenieur De Brahm in Braunau und South Carolina, In: Oberösterreichische Heimatblätter 59 (2005), H. 3/4,

    Sonntag, Franz: Vor 300 Jahren: Auch bei uns Spanischer Erbfolgekrieg (1701-1714), In: Das Bundwerk. Schriftenreihe des Innviertler Kulturkreises 19 (2004), S. 27-30.

    Grüße
    Jörg

    Guten Abend,

    noch zur Teigknetemaschine: ich bin jetzt nicht so innig mit dem Bäckereihandwerk vor 80 Jahren, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass eine Bäckereikompanie (oder ein niedergelassener Bäcker) für das Kneten von Brotteig routinemäßig Maschinen eingesetzt hat, wenn es doch einfacher, sparsamer und wahrscheinlich völlig ausreichend war, den Teig von Meisterhand zu kneten.

    Eine Feldbäckereikompanie sollte etwa 20.000 Brotportionen täglich liefern, da wäre man mit Kneten per Hand nicht weitgekommen. Es gab daher in jeder mobil einsetzbaren Feldbäckerei-Kompanie Teigknetmaschinen, meistens mit Benzinmotoren als Antrieb.

    Eingeführt waren:

    - Verwaltungsfahrzeug 2 (V.w.f. 2) Teigknetwagen, stammte noch aus Reichswehrzeiten und war vor allem bei rein pferdebespannten Kompanien bei Kriegsbeginn im Einsatz.

    - Sonderanhänger 35, fahrbare Knetmaschine, gummibereift für Mot.Zug.


    Siehe das beigefügte Bild – oben SdAh. 35, unten rechts Vwf 2. Teigknetmaschine 001.jpg


    Beide Fahrzeuge gebaut von Werner & Pfleiderer, Stuttgart.

    Quelle: Müller, Hermann: Die Feldbäckereien. Geschichte und Geschichten über das Kommissbrot, Wörthsee 2003, S. 164 – 169.


    Grüße

    Jörg

    Guten Abend,


    auf der Website des de Gruyter-Verlages gibt es unter dem Link

    https://www.degruyter.com/view/serial/234676

    viele Bücher der hervorragenden Reihe „Quellen und Darstellungen zur Zeitgeschichte“ zum kostenlosen Download, gekennzeichnet mit „open access“. Diese Reihe wird vom renommierten Institut für Zeitgeschichte herausgegeben.

    Zu nennen wären z.B. die Bände "Die deutschen Oberbefehlshaber im Krieg gegen die Sowjetunion 1941/42" (Band 66) sowie die "Wehrmacht im Ostkrieg" (Band 75) und „Konventioneller Krieg oder NS-Weltanschauungskrieg - Kriegführung und Partisanenbekämpfung in Frankreich 1943/44“ (Band 69) oder das „"OMGUS Handbuch über die amerikanische Militärregierung in Deutschland 1945-1949" (Band 35) und „Die amerikanische Besetzung Deutschlands“ (Band 27).

    Die Kapitel müssen zwar einzeln heruntergeladen werden, was aber nicht tragisch ist.


    Vorgehensweise:

    Nach Aufruf des gewünschten Buches links unter der Titelbeschreibung den Button „Inhalt“ aufrufen, dann erscheint eine Liste der Kapitel.


    Grüße

    Jörg