Posts by ft17

    Hallo,



    Waren die Eigenschaften der Schlägerei und des Spuckens „Erfindungen“ der Dresdner Gestapo oder wurde so was von Berlin aus angewiesen?


    Viele Grüße
    Ronald

    Hallo,

    Quote


    Auf das Ritterkreuz mit Eichenlaub folgte, wenn nicht ein äußeres Ereignis die Fortführung der Zerreißprobe unterbrach, immer der Tod. Heldentum dieser Art ist zum Schluß immer identisch mit dem Nichtzutreffen der Wahrscheinlichkeitsrechnung.

    (Joachim Fernau)
    Das Zitat fand ich ganz interessant.


    Viele Grüße
    Ronald

    Hallo Jane!


    Manchmal wurde der Sieg einer Seite in einem Krieg auch durch den Einsatz modernerer (= besserer)
    Waffen erreicht. Und um einen Sieg zu erringen ist wohl jeder Waffen-Preis angemessen.
    So verfügten die USA 1898 über modernere Schlachtschiffe als ihre spanischen Gegner.
    Ein anderes Beispiel ist der Preußisch-Österreichische Krieg 1866. Dabei verfügten die Preußen
    bereits über die moderneren Zündnadelgewehre, die Österreicher nicht.
    Ein Gleichstand in der Waffentechnik wurde oft bei längeren Kriegen erreicht wenn beide Seiten wirtschaftlich
    ähnlich leistungsfähig waren.


    Die Frage der Rüstung in der Weimarer Republik finde ich gar nicht so interessant.
    Viel interessanter ist die Frage warum Kaiser Wilhelm II. keine vernünftige Politik zu Kriegsvermeidung betrieb oder
    warum man nicht schon nach dem ersten Weltkrieg an ein vereintes Europa dachte oder
    warum die USA im 1.Weltkrieg den Sieg brachten, sich dann aber aus jeder europäischen Politik heraushielten.
    Gerade der Fall Elsass/Lothringen zeigt wie sehr sich die Ansichten von 1900 von den Ansichten 2000 unterscheiden.
    Früher war es ein großes Problem unter welcher Verwaltung dieser deutschsprachige Teil war.
    Heute ist es überhaupt kein Problem, dass diese beiden Länder zu Frankreich gehören.


    Viele Grüße
    Ronald

    Hallo,


    wenigstens ein Teil der Ärzte bzw. des medizinischen Personals hatte bei den Versuchen Skrupel.
    Bei einem Teil der Unterkühlungsexperimente stellten die Ärzte eine geringere Kälte ein, als sie
    in der Versuchsauswertung schrieben. Insofern sind die Ergebnisse der Versuche ohne Wert.
    (Quelle hab ich gerade nicht parat; eventuell ein Buch oder eine Webseite.)


    Viele Grüße
    Ronald

    Hallo,


    im Militärmuseum Dresden steht ein Schützenpanzer – Sd.Kfz.251 glaub ich –
    bei dem ist die Innenseite der Panzerung gelb gestrichen.
    Bei Panzern wird es wohl auch so gewesen sein.


    Viele Grüße
    Ronald

    Hallo Jane!


    Das Preis-Leistungsverhältnis hat bei Waffen noch nie eine große Rolle gespielt.
    Und zu jeder Zeit an beliebigen Orten wurde wie verrückt gerüstet. Jedes Land mit einer
    großen Flotte (USA, GB, Japan, Italien, Frankreich, Deutschland) hat die irgendwann gebaut.
    An und für sich sind Waffen ja nichts Negatives. Sie können zum Schutz dienen.
    Aber dummerweise setzen sich in fast allen Ländern irgendwann Militärs durch,
    die die Waffen einsetzen wollen. Das war und ist auch schon immer so.


    Ein interessantes Beispiel zur Rüstung sind die USA 1941-1945.
    Am 1.12.1941 war die große Mehrheit der Amerikaner gegen den Krieg und die
    Rüstungsausgaben waren niedrig. Am 15.12.1941 war die große Mehrheit für den Krieg und
    bis 1945 wurde irrsinnig gerüstet. Auch aus dieser Sicht muss man die Ereignisse des 7.12.1941 sehen.


    Viele Grüße
    Ronald

    Hallo,


    wie Karl schon andeutete gibt es einige Eigenschaften die einen guten Panzer ausmachen.
    Die 3 wichtigsten sind aber Leistungsfähigkeit der Kanone (vor allem Durchschlagskraft),
    Panzerung und Beweglichkeit.


    Die Panzer JS II, Tiger II und Pershing waren sich dabei ziemlich ähnlich.
    Im Uraltcomputerspiel „Campaign“ war die Durchschlagskraft der Kanonen folgendermaßen angegeben:
    JS II: 173 mm
    Tiger II: 243 mm
    Pershing: 238 mm
    Die Durchschlagsangaben beziehen sich auf eine senkrechte Panzerplatte (= ohne Neigung)
    im Abstand von 100 Metern. Wobei die Durchschlagsleistung des JS II eventuell noch höher ist,
    da sie sowjetische Seite eine andere Messmethode verwendete als die Deutschen und Amerikaner.
    Ein Durchschlag nach deutscher Messung tritt ein falls 25 % des Geschosses hinter der Panzerung
    gefunden werden, bei sowjetischer Messung müssen 50 % des Geschosses hinter der Panzerung
    gefunden werden.


    Harry Yeide Weapons of the tankers / American Armor in Word War II / S.82

    Quote

    (Kapitel M36 Pershing)
    Firing HVAP at a muzzle velocity of 3350 feed per second, the weapon could penetrate 7.2 inches of homogenous armor plate sloped at 30 degrees at a range of 1000 yards.

    Als konnte ein Pershing oder M36 mit HVAP-Munition auf 914 Meter Entfernung eine 18,28 cm Dicke
    Panzerplatte mit 30 Grad Auftreffwinkel (NATO-Standard) bzw. 60 Grad Auftreffwinkel (Deutsches Reich) durchschlagen.


    Olaf Groehler Der Koreakrieg 1950 bis 1953 / Militärverlag der DDR / S.51

    Quote

    … erfüllte der Panzer [Pershing] auf Grund seiner geringen Reichweite und seines relativ hohen Gewichts nicht die Erwartungen der amerikanischen Kommandeure.

    Dort steht nicht „schlechte Panzerung“ oder „schlechte Kanone“. Wenn der Pershing
    einen gravierenden Nachteil gehabt hätte, dann wäre dies in diesem Buch besprochen worden.


    Viele Grüße
    Ronald

    Hallo Herman!


    Die amerikanische Panzerproduktion war so was wie „in 3 Schritten zum guten Panzer“.
    Um 1940 verfügten die Amerikaner weder über vernünftige Panzer noch war ihre Panzerwaffe groß.
    Bis 1945 wurden die Qualität und Quantität der Panzer gewaltig verstärkt.
    Die USA waren 1940 ein Panzer-Entwicklungsland und 1945 eine Panzer-Großmacht.


    Die Schritte bei mittleren/schweren Panzern waren
    - Panzer M2 / der Panzer war nicht gelungen
    - Panzer M3 Lee/Grant / Fahrgestell wie M2, 75mm Kanone nicht im Drehturm / Fahrgestell auch im M7 Priest (105 mm Artillerie) / Produktion ca.6250 Stück
    - Panzer M4 Sherman / Fahrgestell wie M3, Panzerung und Kanone bald zu schwach / Produktion 49200 Stück im 2.WK von 1942 bis 1945
    - Panzer M26 Pershing / gute Panzerung und Kanone


    Dabei haben die Amerikaner ähnlich wie die Russen eher wenige Grundtypen gehabt,
    diese aber in großen Stückzahlen herausgebracht. Der M3 Lee/Grant war viel zu hoch,
    konnte sich aber in der Wüste gegen die besten deutschen Panzer
    (deutschen Panzer IV mit 75L48 Kanone) behaupten. Als der M4 Sherman verfügbar wurde,
    kamen die M3 in den Dschungeleinsatz gegen Japan. Und dies auch recht erfolgreich.
    Der M4 Sherman bewährte sich in Nordafrika, konnte aber von deutschen Tiger-Panzern
    schon aus Entfernungen von über 2000 Metern abgeschossen werden.
    Die Brandanfälligkeit der Shermans nach Treffern konnte durch die „Wasser-Lagerung“
    der Munition um den Faktor 4 gesenkt werden (siehe Zitat weiter oben).
    Ein M4 Sherman mit 17 Pfünder-Kanone konnte auch einen Panther (12 cm Turmpanzerung)
    oder Tiger I (10 cm Wannen/12 cm Turmpanzerung) frontal auf normale Kampfentfernungen abschießen.
    Ein M26 Pershing konnte sogar die besonders dicke und geneigte Pantherfrontpanzerung
    (80 mm Stahl im Winkel von 35 Grad) auf normale Kampfentfernungen wie 500 Meter durchschlagen.
    (siehe dazu die Diskussionen hier im Forum zu den Kämpfen von Jagdpanthern an der Westfront.
    http://www.forum-der-wehrmacht.de/thread.php?threadid=16174 )
    Ich behaupte mal die Amerikaner hätten 1944/45 eine Jahresproduktion von 8000 Pershing-Panzern
    hinbekommen, wenn sie die Shermanproduktion stark gedrosselt hätten.


    Viele Grüße
    Ronald

    Hallo,


    ich habe den Film mehrfach gesehen. Mich beschäftigt die Frage welche Charakterzüge Oskar Schindler hatte.
    Also da wäre erst mal eine moralische Einstellung überhaupt zu helfen. Die Art und Weise wie er geholfen hat,
    entspricht am ehesten einem Charakter mit einer gewissen Verrücktheit und einem Hang zur Hochstapelei.
    Schindler betrieb eine Rüstungsfirma mit über 100 Zwangsarbeitern/Juden und produzierte innerhalb eines Jahres NICHTS.
    Wohlgemerkt im deutschen Hoheitsgebiet wo über alles und jeden/jedes Akten angefertigt wurden!
    Überhaupt erst mal auf die Idee zu kommen, in einem größeren Betrieb nichts zu produzieren. Und die Idee dann auch umzusetzen.


    Ansonsten äußerte sich Widerstand fast immer in recht „kleinen“ Aktionen, auf die natürlich auch die Todesstrafe stand.
    3 Beispiele zum Verstecken Verfolgter:


    Die in Holland lebende Familie Frank wurde zeitweilig versteckt.
    Von den 8 Versteckten überlebte nur der Vater Otto Heinrich Frank, nachdem das Versteck verraten wurde.
    Berühmt wurden später die Tagebücher der Tochter Anne Frank.


    Viktor Klemperer Tagebücher 1943 / S.180 (Anmerkungen zum 26.4.1943)

    Quote

    Eva Büttner – Verheiratet mit dem Komponisten Paul Büttner (1870-1943), Direktor des Dresdner Konservatoriums; nach dem Tode ihres nichtjüdischen Ehemanns täuschte Eva Büttner Selbstmord vor und überlebte durch den Mut der Menschen, die sie versteckten.


    ( wikipedia.de / Eintrag zum Fernsehmoderator Hans Rosenthal)

    Quote

    Ab 1943 tauchte er [Hans Rosenthal] in der Berliner Kleingartenanlage „Dreieinigkeit“ (Bezirk Lichtenberg) unter und überlebte bis zum Kriegsende im Versteck, wo er von drei nichtjüdischen Berlinerinnen unterstützt wurde.


    Wer das Buch „Schindlers Liste“ (ich habe nur den Film gesehen) oder Literatur zu Schindler hat,
    kann sich ja mal äußern mit welchen Charaktereigenschaften Schindler beschrieben wird!


    Viele Grüße
    Ronald

    Hallo,


    Herman
    Der Sherman war ein Panzer des Jahres 1942, der Tiger ein Panzer von Ende 1942, der Panther war erst Ende 1943 zuverlässig. Spätere Panzer waren meist besser als frühere Entwicklungen. Der Sherman hatte aber zumindest ein so gutes Fahrwerk, dass man später eine bessere („Firefly“) und Jahre später in Israel sogar ein extrem starke 105 mm Kanone einbauen konnte.


    @ Karl
    Ich behaupte mal die Feuerlöschanlagen in Panzern des 2.WK waren nicht ausreichend.
    Ein Sherman mit 80 Schuss 75 mm Munition hat etwa 80x 7 kg = 560 kg Kanonen-Munition dabei. D.h. es können durchaus 250 kg Sprengstoff im Panzer sein. Um die Besatzung zu töten reicht eine Handgranate im Inneren, also weit weniger als 1 kg Sprengstoff.
    (Ein Riesenglück hatte der hier im Forum aktive Veteran „RudiS“, dessen Sturmgeschütz von einem JSII zerstört wurde. Es gab eine Riesenexplosion, aber RudiS wurde nicht sehr schwer verletzt.)


    Es gab nach dem Krieg schon Ideen die Panzer-Munition in Extrabunkern im Turm zu Lagern. Oder im Falle einer Explosion die Energie nach oben (blowout panel) abzulenken.


    Siehe z.B. Tom Clancy „Amored Cavalry“ / Die verbundenen amerikanischen Panzereinheiten / S.97-98
    ( http://www.whq-forum.de/invisi…ion/index.php?t14853.html )

    Quote

    Es regnet in Stroemen und ein M1 bleibt in einem Schlammloch stecken. Die Besatzung bleibt im Panzer um auf einen Bergepanzer zu warten waehrend der rest der Einheit weitermarschiert. Ploetzlich kamen 3 irakische T-72 Panzer. Der 1. feuert ein Heatgeschoss auf den Abrams ab, welches den Turm traf aber keinerlei Beschaedigungen hervorrief. Der Abrams erwiedert das feuer indem er eine panzerbrechende 120 mm Granate auf den angreifenden Iraki feuert. Das Geschoss durchschlug den Turm des T-72 und jagte ihn in die Luft. Der 2. T-72 feurte gleichzeitig auch ein Heatgeschoss ab. Auch das traf den Turm des Abrams und verursachte keienerlei Schaden. Auch dieser T-72 wurde vom M1 mit einem 120 mm Geschoss erledigt. Der 3. T-72 schoss darauf eine panzerbrechende Granate vom Kaliber 125 mm auf eine Entfernung von 400 m auf den Abrams ab. Die kratzte nun wenigstens die Frontpanzerplatte etwas an. Als die Irakis sahen das ein Fortfuehrung der Aktion keine Chance hat sind sie hinter einer Sanddüne in Naehe in Deckung gegangen. Mittels Waermebildkamera haben die Amis die Abgase des t-72 ausfindig gemacht und schossen eine weitere 120 mm Granate durch die Düne hindurch, direkt in den Panzer und zerstoerten ihn auch. Danach kam eine andere amerikanische Einheit (ebenfalls mit M1 ausgeruestet ) dem immernoch im Schlamm festsitzenden Panzer zur Hilfe. Nachdem erfolglosen Versuch den Panzer mittels 2 M88 Bergefahrzeuge ausm Schlammloch zu befreien kam der Befehl den festsitzenden Abrams zu zerstoeren. : Daraufhin eroefneten andere M1 das feuer. Die ersten beide Geschosse schafften es nicht die Panzerung des Abrams zu durchschlagen. Als der 3. Schuss aus einem idealen Winkel abgefeuert worden wurde, gelang es doch die aeussere Turmpanzerung zu durchbrechen und die dahnterliegende Munition zu explosion zu bringen. Doch anstatt das der M1 zerstoert wird wurde der Explosionsdruck durch ein Blowout Panel nach oben aus dem Innenraum ab und das Feuerloeschsystem an Bord hatte das Feuer abgewuergt. bevor dieses Gelegenheit erhielt die Elektroniksysteme wirklich zu zerstoeren. Zu dem Zeitpunkt trafen weitere M88 ein und nun gelang es den M1 ausm Schlammloch zu befreien. Bei der Inspektion wurde der M1 fuer Einsatzfaehig erklaert sobald die Schaeden beseitigt wuerden die durch die hochgehende Munition hervorgerufen worden waren. Der Panzer kam zu einem Instadsetzungspunkt wo man den Turm demontierte und in die USA zur Analyse schickte und durch einen neuen ersetzte. Danach fuhr der Panzer zu seinem naechsten Einsatz.


    Nachzulesen in: Armored Cavalry - Die verbundenen amerikanischen Panzereinheiten.


    Viele Grüße
    Ronald

    Hallo,


    ich habe etwas zu „wet-storage“ beim Sherman-Panzer gefunden:


    ( Harry Yeide: Weapons of the tankers / American Armor in World War II / S.56 )

    Quote

    The Sherman earned an unenviable reputation for catching fire after being penetrated by enemy rounds, and as early as the North Africa fighting, the Armored Force found that a majority of wounds incurred in its ranks were burns. Tankers believed that the gasoline engines were the cause of the blazes, but studies revealed that the culprit was propellant from the Sherman’s own ammo. In response, the army in 1943 introduced ammunition stowage racks surrounded by water, but the new arrangement did not reach troops until 1944. “Wet storage”, moreover, did not eliminate the problem because crews tended to carry extra ammunition into battle stacked on the tank floor.


    ( http://www.wo-ku.de/html/body_sherman_original.html )

    Quote

    Eine bekannte Schwäche der frühen M4 war die hohe Wahrscheinlichkeit, dass es nach einem Treffer zu einer Explosion der Munition kam, was dann auch den Motor in Brand setzte. Britische Panzerbesatzungen bedachten den Sherman daher mit dem Spitznamen Ronson (in Anspielung auf eine populäre Feuerzeugmarke), bei den Deutschen war er als "Tommykocher" bekannt. Dieses Problem hatten allerdings alle Panzer aller am Krieg beteiligten Nationen, lediglich bei den ab Anfang 1944 hergestellten M4 wurde es durch die Anbringung von Wasserbehältern an den Stauräumen für die Munition gelöst. Dieses als „wet storage“ bezeichnete System senkte die Brandgefahr nach einem Treffer in den Kampfraum um den Faktor vier und mehr.


    Viele Grüße
    Ronald

    Hallo,


    Quote

    die Frage bleibt offen, wen das - außer den Herstellern - damals wirklich ernsthaft interessiert hat, was das alles kostet und wann es bezahlt wird....
    Adolf wahrscheinlich nicht.


    wenn die „schwere Panzerbüchse 41“ mit 4500 Reichsmark angegeben ist, die „8,8 cm R PZ B 54 Panzerschreck“ mit 70 Reichsmark,
    dann ist das ein Hinweis darauf, dass diese spätere Waffe wohl viel weniger Ressourcen (wie Arbeitstunden und Material) verbraucht hat.


    Zur allgemeinen Preislage damals:
    ein deutscher Film der oberen Preisklasse war 1938 „Heimat“ mit den Stars Zarah Leander und Heinrich George.
    Dieser hatte Produktionskosten von 1.066.000 Reichsmark und ein Einspielergebnis von 2.750.000 RM.
    (siehe Begleitheft zum Film „Heimat“ der DVD-Serie „deutsche Filmklassiker“)


    Das Mittelklasseauto Adler Trumpf 1,7 AV Cabrio von 1934 kostete etwa 5.050 Reichsmark.
    Das Luxusauto Horch 850 Cabrio von 1935 kostete etwa 20.500 Reichsmark.
    (siehe http://traumautoarchiv.de/html/4171.html )


    Ein besonders teurer US-Film war 1939 „Vom Winde verweht“.
    Die Produktionskosten sind mit über 4 Mio. US-Dollar angegeben.
    (siehe http://www.wissen.de/wde/gener…0/index,page=1143142.html )


    Ein Ford V8 „DeLuxe three window“ – ein Mittelklasse bis Oberklassewagen - kostete 1932 etwa 540 Dollar.
    (siehe http://www.fomcc.de/v8.htm )


    Viele Grüße
    Ronald

    Hallo,


    anbei 4 Tabellen zu Preisen deutscher Waffen.
    (Die 4 Tabellen stammen aus dem alten FDW-Forum und wurden vom User „Tbird“ gepostet.)


    Viele Grüße
    Ronald


    Edit:
    Rüstungsproduktion der Großmächte (Propyläen Weltgeschichte, Band 9, S.451)
    in Milliarden Dollar / Preise 1944 „nach Jacobsen“
    .........1935-1939 / 1939 / 1941 / 1943
    USA.............. 1,5 / 0,6 / 4,5 / 37,5
    GB................ 2,5 / 1,0 / 6,5 / 11,1
    UDSSR.......... 8,0 / 3,3 / 8,5 / 13,9
    Deutschland..12,0 / 3,4 / 6,0 / 13,8

    Files

    • Waffen_1.jpg

      (79.57 kB, downloaded 707 times, last: )
    • Waffen_2.jpg

      (65.37 kB, downloaded 714 times, last: )
    • Waffen_3.jpg

      (66.23 kB, downloaded 690 times, last: )
    • Waffen_4.jpg

      (48.69 kB, downloaded 692 times, last: )

    Hallo Christian!


    Zu den Bezeichnungen von Fahrzeugen. In den Bänden von Spielberger findet man für diverse Kettenfahrzeuge die jeweils gebräuchlichen Bezeichnungen.


    Beispiel
    Im Spielberger „leichte Jagdpanzer“ sind alleine 19 (!) verschiedene Bezeichnungen für den Hetzer/Jagdpanzer 38 zu finden. Wohlgemerkt im offiziellen Schriftverkehr.
    Darunter:
    Stu.Gesch.38(t) [= Sturmgeschütz 38(tschechisch)],
    l.Pz.Jg.38(t) [= leichter Panzerjäger 38(tschechisch)],
    Jagdpanzer 38,
    Pz.-Jäger38(t) [= Panzerjäger 38(tschechisch)].
    Der Hetzer/Jagdpanzer 38 basierte im Wesentlichen auf dem guten Fahrgestell des tschechischen Panzer 38 (deutsche Bezeichnung; tschechische Originalbezeichnung TNHP oder LT-38).


    Dabei waren die deutschen Bezeichnungen etwa wie folgt festgelegt:
    Sturmgeschütz – Kettenfahrzeug ohne Drehturm zur Infanterieunterstützung
    Panzerjäger – Kettenfahrzeug ohne Drehturm vorrangig zur Panzerabwehr mit dünner Panzerung
    Jagdpanzer – Kettenfahrzeug ohne Drehturm vorrangig zur Panzerabwehr mit dicker Panzerung; Nachfolger der Panzerjäger; z.T. auch als „Sturmgeschütz neuer Art“ bezeichnet


    Die sowjetische Seite hat es sich da einfacher gemacht:
    jedes Kettenfahrzeug mit Kanone ohne Drehturm ist eine Selbstfahrlafette (SFL).


    Beutewaffen wie Panzer und Geschütze bekamen in der deutschen Bezeichnung einen Buchstaben in Klammern. Dabei bedeuteten t – tschechisch, i – italienisch, f – französisch, r-russisch usw.


    Soviel Wissenserweiterung für heute!


    Viele Grüße
    Ronald

    Hallo,


    „T 34-76 #34.jpg“ / Bildtext
    Vorbereitung der Abfahrt zur Front: Panzer vor Beladung auf Eisenbahnflachwagen.
    Stalingrader Traktorenfabrik Frühling 1942.
    (kann man vielleicht noch schöner formulieren!)


    Viele Grüße
    Ronald

    Hallo Andrea!


    Ich habe dein Bild mal leicht bearbeitet.
    1.zurechtschneiden
    2.invertieren
    3.Farbbild in Graustufenbild (8 Bit) konvertiert
    4.als neues *.jpg gespeichert; dabei nur eine leichte Kompression wählen (= zwar mehr Speicherplatz aber auch bessere Qualität)


    Noch ein allgemeiner Tip:
    benutze beim Scannen 300 dpi, besser noch 600 dpi.
    Und als Farbformat gleich Graustufen.


    Viele Grüße
    Ronald

    Hallo Herman!


    Eine Panzerbüchse war immer als Infanteriewaffe gedacht. Das Hauptproblem war, eine hohe Durchschlagskraft in Verbindung mit einem nicht zu großen Rückstoß hinzubekommen.
    Die Durchschlagskraft der sowjetischen Panzerbüchsen schätze ich auf etwa 2 bis 3 cm Panzerstahl. Dies war ausreichend um deutsche Schützenpanzer oder die Seitenpanzerung der frühen deutschen Panzer III und IV zu durchschlagen.
    (Spielberger: Sturmgeschütze S.242)


    Eventuell kennst du auch das Bild des beschädigten Tiger-Panzers, der angeblich über 200 Schuß aus Panzerbüchsen unbeschadet überstanden hat. (Das Bild und den Text findet man auf der 1.Seite der „Tigerfibel“.)
    Im Kampf gegen Infanterie konnte eine Panzerbüchse schwere Verletzungen bewirken.


    Zur Weiterentwicklung:
    auf deutscher Seite versuchte man die Panzerbüchsen weiterzuentwickeln.
    Als letzte Entwicklungsstufe kam die 2,8-cm-schwere Panzerbüchse 41. Die Waffe benutzte ein konisches Rohr - hinten 28mm Durchmesser vorn 20 mm Durchmesser – und extraharte Wolframmunition. Trotzdem reichte die Durchschlagskraft schon bald nicht mehr aus. Auch war die Waffe zu schwer.
    Als Nachfolgewaffen können gelten: Bazooka, Panzerfaust und Ofenrohr bzw. die Nachkriegsentwicklungen rückstoßfreies Geschütz und die gelenkten Panzerabwehrraketen.


    Viele Grüße
    Ronald

    Hallo,


    etwas zum Personenkult in der Sowjetunion:
    Es gab in der Sowjetunion ein ziemliches Gerangel um Shukows Buch „Erinnerungen und Gedanken“. Streitpunkte waren wie welche Person dargestellt wurde, welche Rolle die Partei im Kriege hatte etc.

    Quote

    Als Shukows gedruckte „Erinnerungen und Gedanken“ im Frühjahr 1969 endlich in den Buchläden liegen, erzählen sich seine Leser in Moskau schließlich folgende Geschichte: „Shukow und Stalin besprechen den Plan „Operation Berlin“, da sagt Stalin: „Haben Sie denn auch Oberst Breschnjew zu Rate gezogen?“

    (aus Schoen/Hillersheim „Vier Kriegsherren gegen Hitler“ S.205)


    Viele Grüße
    Ronald

    Hallo Andre!


    Dass Werke aus einem Selbstverlag im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek nicht vertreten sind, ist für mich klar.
    Ich war nur angenehm überrascht, dass dieser Katalog z.B. vom Autor Joachim Fernau 252 Veröffentlichungen oder von Walter Spielberger 57 Veröffentlichungen aufführt.


    Viele Grüße
    Ronald

    Hallo Gerd!


    Der Sachverhalt Lynchen war doch komplizierter als ich es in Erinnerung hatte!
    Als Quelle habe ich das Buch Jörg Friedrich „Das Gesetz des Krieges“ / Das deutsche Heer in Russland 1941-1945 / Der Prozeß gegen das Oberkommando der Wehrmacht
    S.310 ff
    Danach gab es doch Aufrufe der deutschen Führung zum Lynchen.
    Friedrich „Das Gesetz des Krieges“ S.312

    Quote

    US-Besatzungsorgane haben später in ihrer Zone 33 Lynchfälle aufgedeckt (PS 2557). Für das Reichsterritorium muß eine Anzahl von weit über einhundert vermutet werden.


    Das Fazit habe ich mir aber richtig gemerkt:
    Friedrich „Das Gesetz des Krieges“ S.319

    Quote

    Im Sommer 1944 hätte systematischer Mord an gefangenen Piloten nach Art des Kommandobefehls bittere Folgen im Luftkrieg gezeigt. Mit der Ausschaltung der deutschen Jägerwaffe lagen die Städte des Reiches dem Gegner wehrlos ausgeliefert. Das technisch nun mögliche Maß an Zerstörung wurde nur dank des britisch-amerikanischen Dissenses gedrosselt. Vermutlich hätten die US-Luftstreitkräfte den britischen Druck zum Flächenbombardement nicht länger als „baby-killing-schemes“ verworfen, wenn Tausende Piloten durch Göring sonderbehandelt worden wären.


    Viele Grüße
    Ronald