Posts by Isbjoern

    Hallo,


    Wie schon aus dem Betreff abzulesen hoffe ich auf euren Ratschlag bezüglich einer Schulterklappe. Meiner Internetrecherche nach würde der helle Querstreifen bedeuten, dass es sich bei dem Fotografierten um ein Unteroffiziersanwärter handelt - doch das würde ich mir lieber noch von euren Erfahrenswerten bestätigen lassen.


    Mir wäre sozusagen mit einem einfachen "ja, stimmt" oder "nein, der Querstreifen bedeutet..." zu helfen. Ich hoffe auf eure Unterstützung.


    Grüße,
    Isbjoern


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    Noch eine kleine Nachfrage meinerseits: Gesetz den Fall die Schulterklappen stehen tatsächlich für einen Unteroffiziersanwärter, inwiefern widerspricht das den Winkeln auf seinem Oberarm, die ihn als Obergefreiten identifizieren?

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    • 1.jpg

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    Anbei noch eine zeitnahe Aufnahme der Kamischly-Schlucht (wahrscheinlich aus dem Jahr 1942). Zugegebenermaßen erlaubt die schlechte Qualität des Bildes kaum detaillierte Einblicke, aber es erschließt sich zumindest warum sich das Gelände als Verteidigungsposition eignete.


    Der beschädigte Gebäudekomplex im Vordergrund scheint als Pferdekoppel genutzt worden zu sein.


    Gruß,
    Isbjoern

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    • Kamischly.jpg

      (240.98 kB, downloaded 283 times, last: )

    Danke für die Antwort schlichi,


    Aber vielleicht habe ich mich noch nicht konkret genug ausgedrückt. Folgendes versuche ich mir zu erklären:


    Mir liegt die (Feldpost) Korrespondenz eines Soldaten vor, der im Rang eines Obergefreiten in einem Strafbataillon 999 zur Stamm-Mannschaft gehörte. In der gängigen Literatur liest man nun häufig, dass diese Soldaten in der Regel Stabsfunktionen besetzten.


    Die mir vorliegenden Briefe wurden teilweise mit Schreibmaschine verfasst. Ich frage mich nun, ob man daraus tatsächlich schlussfolgern kann, dass der Soldat in einer Verwaltungsposition diente (Schreibstube, etc.), da er über Zugang zu einer Schreibmaschine verfügte, oder ob das allein noch kein aussagefähiges Kriterium ist.


    Grüße,
    Isbjoern

    Hallo,


    Ich hoffe meine folgende Frage klingt nicht zu banal und ist auch im richtigen Unterforum verortet, doch habe ich mich das schon seit geraumer Zeit beim Betrachten der mir vorliegenden FP gefragt:


    Wie wahrscheinlich ist es, dass die Schriftform eines Feldpostbriefes - d.h. entweder handschriftlich oder mit Schreibmaschine verfasst - etwas über die Position des Verfassers in seiner Einheit vermuten lässt? Was ich damit meine ist: Mir fehlen die quantitativen Vergleichsmöglichkeiten um bewerten zu können wieviel Feldpost auf welche Art verfasst wurde und ich frage mich schlichtweg ob davon ausgegangen werden kann, dass die normalen Mannschaftsgrade (ohne in irgendeiner Weise mit logitischen oder Stabsfunktionen betraut gewesen zu sein) Zugriff auf eine Schreibmaschine gehabt haben könnten.


    Mir ist klar, dass diese Feststellung nicht generell getroffen werden kann, doch würde ich mich sehr freuen wenn ihre eure Erfahrungswerte teilen könntet. In welcher Form liegt euch die FP eher vor? Was denkt ihr?


    Sollte meine Frage anderswo schon behandelt worden sein, oder ich habe mich zu unklar ausgedrückt - weist mit darauf ruhig hin. In jedem anderen Fall hoffe ich auf eure Hilfe.


    Grüße,
    Isbjoern

    Quote

    Original von dandler


    [...] besteht die Möglichkeit für mich in etwa genau herauszubekommen was genau vom 31. Dezember 1941 zum 01. Januar 1942 in Sewastepol in der Nähe von Kamischly geschehen ist ?


    Hallo Dandler,


    unter Umständen bin ich in der Lage dir hier etwas weiterzuhelfen. Da mein Urgroßvater ebenfalls im 123. Gr.Reg. der 50 Infanteriedivision gedient hat habe ich mich schon vor geraumer Zeit daran gemacht alle verfügbaren Informationen über die Division und das Regiment zusammenzutragen.


    Bis zum 31.12.41 lag die 50. ID unter schwerem russischen Artilleriefeuer vor Sewastopol und befand sich im "Vormarsch" auf die Stadt. Tatsächlich rückten die Einheiten in Stoßtruppunternehmungen und unter bedeutenden Verlusten nur meterweise auf die Stadt zu. Zudem spielten Geländelage und Wetter (zumindest am 30.12 wird von starkem Schnee berichtet) den Verteidigern zu.


    Zwischen dem 30. und 31.12. wurden die deutschen Verbände entgegen der bis zu diesem Zeitpunkt vorherrschenden nächtlichen Feuerpausen (um Munition nicht durch ungezielten Beschuss zu verschwenden) von den Russen die ganze Nacht durch Artilleriefeuer eingedeckt. Am folgenden Tag entschieden die deutschen Divisionskommandeure den Angriff zu stoppen und sogar mühsam erkämpfte Landstriche zu Gunsten einer besseren Verteidigungsposition wieder aufzugeben.
    Zusammen mit der 132. ID hatte die 50. ID den Frontbereich entlang des Belbek-Tals (im Norden von Sewastopol) zu sichern. Etwas weiter im Landesinneren knickte der Frontverlauf von diesem Tal Richtung Süden ab und verlief entlang der Kamischly-Schlucht.


    Die ersten Tage des Jahres 1942 sollen ein relativ "ruhiger" Stellungskrieg gewesen sein, sollte dein Großvater also bei Kamischly gefallen sein (woher stammt diese Information?), könnte angenommen werden, dass dies während der Rückzugsgefechte des 31.12 geschah. Vielleicht durch den anhaltenden Artilleriebeschuss.


    Diese Schlüsse sind natürlich höchst spekulativ, aber zumindest das Umfeld der Geschenisse lässt sich einigermaßen rekonstruieren.
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    Solltest du über noch mehr Informationen über deinen Großvater verfügen, würde mich das zum einen natürlich freuen da es mein Bild über das Geschehen in und um die 50. ID erhellen könnte, zum anderen wäre ich (und sicherlich einige andere Mitglieder dieses Forums) dadurch in der Lage dir noch weiter zu helfen. Schon alleine der Name deines Großvaters könnte u.U. weiterhelfen. Für mich wäre auch die genaue Einheit deines Großvaters interessant. Also z.B. 1./123, 2./123, etc. bis 13./123. Ich stehe gerne mit den von mir bisher gesammelten Informationen zur Verfügung und solltest du noch andere Fragen haben kannst du mir auch gerne eine PN zukommen lassen.


    Weiterhin empfehle ich dir folgende Webseite: Die 50. Infanteriedivision


    Ich hoffe ich konnte ein wenig weiterhelfen!


    Gruß,
    Isbjoern

    Danke euch beiden für die schnellen und erhellenden Antworten!


    Im Afrika-Korps war mein Urgroßvater nicht - Aber der Hinweis auf die rumänische Auszeichnung passt sehr gut, da er in der 50 ID gedient hat und diese ja gerade zu Kriegsbeginn (gegen die Sowjetunion) eng mit rumänischen Verbänden zusammenwirkte.


    Zu dr.rudolf:


    Ich hab deine Vermutung mit der Erinnerungsmedaille "Winterschlacht im Osten" anfangs auch geteilt, doch wurde meinem Urgroßvater diese Medaille erst am 26. Januar 1944 verliehen.


    Überhaupt hat er alle anderen Auszeichnungen die mit beurkundet vorliegen (Kriegsverdienstkreuz, Verwundetenabzeichen) zu einem späteren Zeitpunkt verliehen bekommen.


    Lediglich der Krimschild (verliehen am 2. November 1942) und nun eben auch evtl. die Erinnerungsmedaille an den Kreuzzug gegen den Kommunismus fallen in den Zeitraum for der Fotoaufnahme (wobei das bei der letzteren Medaille natürlich auch nicht zwangsläufig so sein muss, hier fehlen mir die Dokumente).


    Die Ordensspange ist also schwer zu erklären.


    zu SNM:


    Das Bild gibt leider auch unter einer höheren Deitailstufe nur unwesentlich mehr her. Ich werde aber versuchen einen noch besseren Scan anzufertigen. Im Moment trennen mich von dem Originalbild jedoch einige Kilometer, d.h. es könnte noch ein wenig auf sich warten lassen.

    Hallo Leute,


    Wie sich schon aus dem Titel ergibt habe ich eine Frage bezüglich einer Ordensspange. Sie ist zusammen mit einigen anderen Dokumenten aus den Beständen meines Urgroßvaters auf mich gekommen, aber ich weiß mir allein nicht mehr weiterzuhelfen (Bild im Anhang).


    Durch den Bildvergleich (mit anderen Ordensspangen) und den Verleihungsurkunden die mir Vorliegen würde ich die einzelnen Segmente der Spange folgendermaßen identifizieren (von oben links nach unten rechts):


    2x das Kriegsverdienstkreuz II mit Schwertern, Medaille "Winterschlacht im Osten" und ???


    Es ist das dritte Segment der Spange das mir Kopfzerbrechen bereitet. Über jede Hilfe eurerseits würde ich mich sehr freuen. Auch frage ich mich warum das Kreuz mit den Schwertern zweimal vorliegt. War das vllt. die übliche Praxis um Verlusten vorzubeugen o.ä.?




    Hinzu kommt noch ein weiteres Mysterium, das ich mir nicht recht zu beantworten weiß. Auf dem zweiten Bild seht ihr meinen Urgroßvater im Juni 1943 in Temrjuk. Den Urkunden nach hat er bis zu diesem Zeitpunkt nur den Krimschild verliehen bekommen (wie man auch an seinem linken Ärmel erkennen kann). Was bedeutet in diesem Fall dann jedoch die kleine Ordensspange über seiner linken Brusttasche?


    Ich weiß das die Qualität der Bildes hier keinen genauen Einblick erlaubt, aber vllt. könnt ihr mir ja dennoch weiterhelfen.


    Danke schonmal an alle die mir evtl. weiterhelfen können!


    Mit besten Grüßen,
    Dennis

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