Posts by jostdieter

    Hallo Bert, mein Vater (aus Thüringen) war 1917/18 Leutnant bei einem schlesischen Regiment.

    Vermutlich ab Dienststellung als "Kompaniechef" stand einem Offizier ein persönlicher Diener - ein "Bursche - zu.

    Vater hatte einen "Burschen", der nach den "verschissenen" Unterhosen zum Waschen fragte.

    Mein Vater fragte entgeistert:"Wie bitte.?"

    Sein Bursche antwortete: "Herr Leutnant, bei uns in Schlesien sagt man so. Soll nicht ungehörig sein."

    Auch 1939/40 bei der Wehrmacht hatte er als Hauptmann eines Ersatz-Truppen-Teils für das Afrika-Corps einen Burschen.

    Gruss jostdieter

    Hallo Karl, der "rasende Reporter" Egon Erwin Kisch erzählte folgende Geschichte: Ein unbeliebter Vorgesetzter im WK I setzte sich auf den offenen Donnerbalken und protzte ab. Einer der Grabenkämpfer robbte von hinten blitzschnell heran , fing das Produkt mit seinem Spaten auf und verschwand . Der Vorgesetzte sah sich nach seinem Auswurf um - vergeblich. Das geschah mehrmals. Der Vorgesetzte traute seinen Augen nicht mehr. Er erkrankte psychisch und wurde abgezogen.

    Grosse Freude bei seinen Untergebenen...

    Gruss jostdieter.

    Hallo Christian, diese Bildunterschrift könnte in Kyrillisch geschrieben sein. Das zweite Wort könnte "is" lauten. Weiter unten scheint ein Dienstgrad zu stehen. Vermutlich hat dem Verfasser "Wodka" die Hand geführt....Ich vermute, die abgebildeten Herren sind aus der Sowjetunion in deutsche Dienste (Wlassow- Armee ? ) getreten.

    Warum ich das vermute, ist fast lächerlich zu sagen: Die leicht verdrehte Haltung der Unterschenkel habe ich in der DDR jahrelang beim Vorbeimarsch von paradierenden Sowjetarmisten gesehen.

    Gruss jostdieter

    Hallo Karl Grohmann, steht in der Dv. 3./6 auch etwas über die Eignungsprüfung der Braut?

    Quote from Karl Grohmann

    Ob und wen ein Angehöriger Wehrmacht heiraten durfte, war in der H. Dv. 3./6 geregelt.

    Ein späterer Deserteur, der Nachtjäger Heinrich Schmitt , behauptete nach dem Krieg, er sei desertiert, weil er vor seinem Spanien-Einsatz bei der Legion Condor seine jüdische Braut nicht heiraten durfte. Ein alter Kampfflieger des Jahrgangs 1925 behauptete, "Mit einer jüdischen Braut wäre Schmitt gar nicht in die Luftwaffe aufgenommen worden."

    Gruss jostdieter

    Hallo Walstrop

    Quote from Walstrop

    Absolut kurios und auch absurd finde ich, dass "Pferdefuhrwerke" als "Abschussbeute" dargestellt werden.

    Was haltet ihr davon ?

    Am 1. Juli 1945 holperten lange Reihen von Panje-Wagen mit sowjetischen Truppen in Nordhausen Thüringen ein. Die Soldaten in dreckigen Uniformen - sahen aus wie der grobe Stoff von Kartoffelsäcken - sa8en , gestützt auf Gewehren - auf vollen Säcken auf den von Pferden gezogenen Bauernwagen. Die Offiziere fuhren auf GM-Trucks und einem US- Jeep daher.

    Ein schriller Gegensatz zu den US-GI 's in ihren ansehnlichen Kampfjacken.

    Daher meine Behauptung: Pferdefuhrwerke waren die Standard-Truppen-Transporter der Roten Armee. und deshalb eine gute Beute der deutschen Schlachtflieger.

    Unsere stadtbekannten "Ami-Liebchen" haben wir nie mit sowjetischen Soldaten, auch keinen Offizieren, gesehen.

    Wir Schüler verabschiedeten uns spasseshalber mit dem russischen Gruß" Jupp twoje Match" auf Deutsch: "F... deine Mutter".

    Die Erziehungsberechtigten waren entsetzt....

    Gruss jostdieter

    Hallo Wirbelwind, ab Anfang 1945 erzählten Mitschüler in Nordhausen am Südharz von gefundenen leeren Blechtanks, die man als Paddelboote auf der Zorge, unserm Stadtfluß, und dem Kiesschacht einsetzen könne. Leider haben wir Indianer bei unsern Streifzügen durchs Nordhäuser Umland keinen solchen Behälter gefunden. Laut dem Autor Walter Geiger , Nordhausen im Bombervisier, führte eine Hauptroute der Alliierten Bomber vom Vogelsberg über Thüringen, Erfurt nach Berlin. Glaubhaft, dass vor dem Angriff leere Tanks einfach - ohne Rücksicht , waren ja alle Nazis am Boden - abgeworfen wurden. Von Holzbehältern war nie die Rede. Diese runden Blechtanks hatten keinen Kiel. Kann mir nicht vorstellen, dass man damit ohne Paddelstütze über bewegtes Wasser fahren kann , ohne seitlich umzurollen. Später hatte ein Bauer so einen Tank als Güllebehälter am Kuhstall.

    Gruss jostdieter

    Hallo Nichtswisser, De Angriffe mit der V2 führten zur Änderung der alliierten Militärpolitik. Die Angriffe auf die deutschen Rüstungsfabriken endeten 1943 , weil die Allierten die fortschrittliche deutsche Rüstungstechnologie erbeuten wollten.

    Quote from nichtswisser

    die derzeitgen Drohnenangriffe der Ukrainer kommen mir vor die die damaligen deutschen Angriffe mit V-Raketen gegen London.

    Außer Propaganda kann das nix sein.

    Quote from www-nordhausen.wiki.de, Jost Dieter Rudloff,Tod und Brand auf Nordhausen, aber .."

    Die V2 mit ihrer überschall-schnellen lautlosen Annäherung wurde ein Alptraum der alliierten Militärpolitiker. Ihre Einschläge in London wurden der britischen Bevölkerung zunächst von der Britischen Regierung als „Gas-Explosionen von Rohrleitungen“ vorgegaukelt, damit die Bevölkerung von London nicht in Panik geriete und aufs Londoner Umland floh. Eine Londoner Zeitung setzte der Lügerei ein Ende: „Es sind keine Gasexplosionen, sondern eine neue lautlose überschallschnelle Nazi-Rakete mit einer Leittechnik, die wir nicht orten können. Wir können sie nicht abfangen wie die V1-Raketen. M.R. Barber, a.a.O., S. 251 ff. und Zitat: www-nordhausen.wiki.de, Jost Dieter Rudloff, Tod und Brand auf Nordhausen, aber wundersame Verschonung Erfurts.

    Gruss jostdieter (mein Elternhaus in der Oberstadt Nordhausens wurde im April 1945 auch verschont.)

    Hallo Thilo

    Quote from thilo

    Hans Kammler jun., der jüngste Sohn der beiden, wurde am 30. Juni 1945 in Haggen in Tirol geboren, wohin die Familie aus Berlin evakuiert worden war. Dies gab Frau Kammler 1965 gegenüber dem Amtsgericht Kassel an. Zuletzt gesehen habe sie ihren Mann im April 1945 auf Schloß Linderhof.

    Vielleicht noch ein Hinweis auf die ständig wechselnden Aufenthalte Hans Kammlers im Buch "Die V2" von Murray R.Barber:

    Zitat Seite 277: "Das letzte Treffen zwischen Wernher von Braun und SS-Gruppenführer D.-Ing. Kammler hatte am 9. April 1945 in einem Oberammergauer Hotel stattgefunden. Dann verschwand Kammler mit einem Teil der SS-Wachmannschaft und fuhr, wie Walter Klein von der Lehr- und Versuchsbatterie in Kapitel 8 schilderte, "mit seinem dicken Mercedes in Deutschland und den besetzten Gebieten herum. Er glaubte dfen Krieg immer noch gewinnen zu können. Er besaß derart umfassende Befugnisse, daß ihm selbst Rüstungsminister Albert Speer gehorchen musste."

    Quote from thilo

    Hans Kammler jun., der jüngste Sohn der beiden, wurde am 30. Juni 1945 in Haggen in Tirol geboren, wohin die Familie aus Berlin evakuiert worden war. Dies gab Frau Kammler 1965 gegenüber dem Amtsgericht Kassel an. Zuletzt gesehen habe sie ihren Mann im April 1945 auf Schloß Linderhof.

    Ich kann nicht glauben, dass ein so von sich selbst überzeugter Mann, der im April 1945 der Geburt eines Nachkommens entgegen sah, mit seinem riesigen Wissensschatz von Produktions - Einrichtungen Selbstmord begangen hat.

    Gruss jostdieter

    Hallo Vanille-Pudding , lt. Luftbild 12/1953 in Google-Earth-Maps war das Mehrfamilien-Haus Berlin-Grunewald /Wilmersdorf , Taunusstraße 8, nicht zerstört. Jutta Kammler beantragte 1948 beim Amtsgericht Berlin - Charlottenburg die Todeserklärung von Hans Kammler. Das Bild des Hauses habe ich mal bei irgend einer Dokumentation gesehen. Dr. Ing. Hans Kammler war lt. Dornberger ein genialer Organisator, aber kein Flugzeug- Konstrukteur. Wernher von Braun hatte dagegen eine Flugzeugführer-Ausbildung, er flog einen Fieseler Storch, wie ein Peenemünder Ingenieur in seinen Erinnerungen berichtete. Am 6. April 1945 befahl Kammler dem Volkssturm-Kommandeur Nordhausens, meinem Vater, die Verteidigung des nördlichen Nordhausens und der Harzpforte. Am 7. April 1945 entfernt er sich lt. Fred Dittmannmit seinem Stab aus Ilfeld, Mittelwerk Dora, Richtung 11. Armee im Nordost-Harz.

    Gruss jostdieter.

    Hallo, in Fortführung des Gedankens vom "Öffentlich Unaussprechlichen" fiel mir das 1945 oft von Soldaten gehörte beschönigende Wort "Armleuchter" statt "Arschloch" ein. Vielleicht meinte der Propaganda-Kompanie-Berichter mit seinem ominösen Wort "Ackerkri ´ch" "Arschkriecher" ? Damals sagte man über General Manstein "Der war noch tiefer im Arsch des Führers als Himmler".

    Gute Nacht jostdieter

    Hallo, habe jetzt alle Buchstaben verglichen mit dem Text.

    Da steht tatsächlich "Ackerkri'ch", m ".

    Auch Google Maps findet keinen Orts- oder Flurnamen.

    In der Psychologie scheint es diesen - aber auch dort unerklärten - Begriff zu geben.

    Könnte ein intern vereinbartes Codewort für öffentlich Unaussprechliches sein.

    In der Jugendzeit benutzten wir solche Decknamen im internen Zettelaustausch während langweiliger Schulstunden.

    Gute Nacht wünscht jostdieter.

    Hallo Peter Warnach, ich komme nicht los von Deinem Beitrag 676.

    Bei Tage betrachtet lese ich "Ackerkri'ch m".

    Kann ich mir immer noch keinen Reim drauf machen.

    Vermute nach wie vor, dass es die Tarn-Bezeichnung für eine ausländische Kampf-Einheit ist - nicht aus einem Volkssturm-Kreis.

    Bekanntlich folgen nach dem Untergang der französischen SS-Division Charlemagne im Frühjahr 1945 in Pommern 300 Überlebende freiwillig einem Befehl aus der Reichskanzlei und erreichen Berlin kurz vor der russischen Einschließung. Zunächst im Kampfabschnitt Neukölln eingesetzt, verteidigen die Franzosen schließlich zusammen mit anderen europäischen SS-Freiwilligen – Balten, Holländer, Dänen, Finnen, Schweizer, Spanier – das Zentrum der Stadt, zuletzt nur noch die Eingänge zum Bunker der Reichskanzlei gegen die Panzer der Roten Armee.

    Gruss jostdieter

    Hallo Jan, das Sich. Bd. unter Oberstleutnant Großkreuz war bereits am 7. April 1945 mit der SS (lt. Fred Dittmann mit SS-General Kammler) in die Wälder bei Ilfeld abgerückt. Lediglich eine Gruppe von 25 Soldaten und Luftwaffenhelfern ergeben sich am 11. April nach kurzem Gefecht den eintreffenden Amerikanern am Eingang der Mittelwerk-Stollen. Jürgen Möller, KZ Mittelbau-Dora und die Besetzung von Nordhausen, S. 38.

    Am 6. April 1945 befahl Kammler dem Volkssturm-Kampfkommandanten von Nordhausen , Hauptmann d. R. Sigurd Rudloff, die Verteidigung des nördlichen Nordhausens und der Harzpforte. Am 11. April 1945 rückten die US-Streitkräfte kampflos in Nordhausen ein.

    Noch am 11. April rollten die ersten Züge voller V-Waffen-Aggregate Richtung Antwerpen.

    Kammler hat sich nach neueren ZDF-Recherchen und den Aussagen eines Sohn eines US-Vernehmers - wahrscheinlich in Böhmen - den Amerikanern gestellt.

    Seine Frau in Berlin hat ihn 1948 für tot erklären lassen.

    Die 11.Armee kapitulierte am 21.04.1945. Das habe ich auch gelesen.

    Dornberger sagte mal über Kammler: "Er war kein Militär und kein Entwickler, aber er war ein Organisations-Genie."

    Gruss jostdieter.

    Hallo , ich tendiere zum Namen "Büchner".

    Übrigens, das Mittelwerk Dora- "Hitlers Raketenfabrik", heute "Gedenkstätte Lager Dora" genannt, gehört zu Niedersachswerfen, ein paar Kilometer nördlich Nordhausen .

    Das Mittelwerk Dora wurde von SS unter Ober- Leitung von General der SS Dr.-Ing. Hans Kammler bewacht.

    Das letzte Gefecht am 11. April 1945 lieferte nicht Kammlers SS den anrückenden US-Truppen, sondern eine Wehrmachtseinheit, die zusammengeschossen wurde. Darauf ergab sich der Leutnant. Kammler war mit seinem Stab am 7. Aprili 1945 Richtung 11. Armee verschwunden.

    Gruss jostdieter

    Hallo , ist eigentlich bekannt, dass die US-Army jüdische Immigranten aller Waffenteile in einem Spezial-Camp zu Vernehmungs-Spezialisten ausbildete? Wenn ich mich nicht täusche, hat Stefan Heym darüber berichtet. Im April 1945 hielt in meiner Heimatstadt Nordhausen/Harz ein Ami-Jeep neben mir Zehnjährigen an. Ein Sergeant mit mehreren Winkeln am Arm fragte mich im besten Nordhäuserisch:

    " Wer war der Grösste in Deutschland ? " Ich roch natürlich den Braten und antwortete: "Der grösste Mann in Deutschland ist Herr XY, er ist 2 Meter 14 gross". Das hatte ich im Jahrbuch ""Durch die Weite Welt " gelesen. Der Ami lachte und brauste davon. Später las ich in Nordhäuser Geschichtsbüchern: Dieser Ami war ein Nordhäuser namens Hermann, der 1938 auf abenteuerlichen Wegen über Belgien nach den USA entkam. Seine Eltern glaubten, dass nach dem erzwungenenen Verkauf ihres Geschäfts der Nazispuk irgendwann vorüber ginge und blieben. Beide kamen in Theresienstadt um. Sein Vater sei in Theresienstadt an der Gallenblase ohne Betäubungsmittel operiert worden."Betäubungsmittel brauchen wir für unsere Soldaten an der Front." Gruss jostdieter.