Posts by jostdieter

    Hallo Kay, stimme zu, die "Arbeitsfrau" Freia Ratzmann - die Männer wurden "Arbeitsmann" genannt, dann müssten die Frauen logischerweise "Arbeitsfrau" genannt werden - trägt die RAD-Uniform des untersten Rangs , weil keine Rangabzeichen auf den Kragen-Auflagen erkennbar sind.

    Begründung 1: Das Halsabzeichen ist das RAD-Dienstabzeichen für Frauen

    " 2: Die Armscheibe am linken Arm enthält die Weizen-Garben , das ist das Logo des RAD.

    Unter den Garben ist auf der Armscheibe ein X zu erkennen.

    Rechts daneben erkenn ich keine Zahl.

    Laut Wikipedia "Reicharbeitsdienst" zeigen diese römischen Ziffern die Nummer des "Arbeitsgaus" .

    Die Nummer des Arbeitsgaus Thüringen mit Gotha lautet : XXIII Thüringen

    Hoffe damit ist jede Klarheit beseitigt.

    Gruss jostdieter.

    Hallo Karl Grohmann, nicht nur die Einzelkämpfer, sondern auch die für motorisierte Einheiten wichtigen Panzerschlosser wurden 1986 in Hofgeismar dafür ausgebildet,

    sich bei Versprengung durch die feindlichen Linien zurück zu schleichen.

    Wasser zuführen muss täglich sein.

    Mampf nicht täglich.

    Die Jungs haben z. B. Schnecken, Blindschleichen, Igel , Eichhörnchen nicht verschmäht, . notfalls auch kalt, wenn kein Feuerchen gemacht werden durfte.

    Der Hunger treibt es rein.

    Im April 1945 bekam ich zwei Tage nichts zu essen, weil Essenholen wegen der Tiefflieger zu gefährlich war.

    Erst am dritten Tag schickte uns Pimpfe ein HJ-Führer mit einem Tafelwagen zu einer Großküche, immer zur Deckung am Wegrand bereit.

    Nie hat mir eine Rindersuppe besser geschmeckt als am 6. April 1945...

    Gruss jostdieter

    Hallo, zum Jungen folgendes:

    Nach der Quelle: Hitler-Jugend, Sonderdokumentation Das III. Reich, S.26 -28,

    trägt das Bübchen

    1. auf der linken Brustseite eine Führerschnur in Rot und Weiss für Jungenschafts-Führer des DJ -Deutschen Jungvolkes.

    2. Die S-Rune am linken Arm dürfte eine Armscheibe mit weisser Rune auf rotem Untergrund "für Mitglieder des DJ" sein.

    3. Das Abzeichen in seiner Führerschnur könnte das Gau-Wappen sein, z. B. Berlin oder Brandenburg.

    Gruss jostdieter

    Hallo Thilo, die Kochkiste hat uns in den Jahren 1944 bis 1948 bei Strom- und Gas-Sperren gute Dienste geleistet.

    Der Kochtopf mit einem Eintopf-Gericht wurde in Nordhausen/Thüringen in der Grude erwärmt.

    In Wikipedia , Stichwort "Grude" fand ich folgende Beschreibung:

    Quote from wikipedia/Grude

    Grude bezeichnete in Sachsen, Thüringen und Brandenburg eine Vertiefung auf dem Kochherd, welche man mit heißer Asche füllte, um in dieser angekochte Speisen langsam gar werden zu lassen und warm zu halten. Nach dieser Einrichtung nannte man auch kleine eiserne Kochmaschinen, in denen durch Koksklein ein mäßiges, anhaltendes Feuer erzeugt wird, Grude.[1] Diese Grudeherde (auch Spar- oder Pfennigherde) waren speziell für Grudekoks gebaut,[2] welcher leicht entzündlich ist, allerdings nur glimmend, nicht mit Flamme, brennt und eine milde, gleichmäßige Hitze gibt, wobei eine gute Ausnutzung der Wärme erreicht wird.Das Koksklein war ein Abfall-Produkt der städtischen Gas-Anstalt.

    Holten wir in Eimern mit einem Handwagen von der Gas-Anstalt ab.

    Den Grudeherd baute eine örtliche Behälter-Firma.

    Heute gibt es es meines Wissens keinen Grude-Koks mehr .

    Gruss jostdieter.

    Hallo Kordula, in der DDR gab es meines Wissens weder ein "Heimtückegesetz" noch ein "Wehrkraftzersetzungsgesetz". 1950 wurden zwei Oberschüler der 10. Klasse in Nordhausen/Harz von allen Oberschulen der DDR verwiesen, weil sie eine Resolution gegen eine Rede des Bundeskanzlers Adenauer nicht unterschrieben.

    Ihre Begründung : "Ich kann nicht eine Resolution gegen eine Rede des westdeutschen Bundeskanzlers unterschreiben, wenn ich diese Rede nur in Bruchstücken zu lesen bekam."

    Der Schulleiter verbot allen Mitschülern den Kontakt mit den Relegierten.

    Der Gewerkschaftssekretär des Nordhäuser Rundfunk-Fernmelde-Werks RFT forderte die Theater-Partnerin einer der Schüler auf,

    über das Tun und Treiben ihres Partners zu berichten.

    Nachdem die beiden Relegierten mit gutem Erfolg Facharbeiterlehren bestanden hatten, wurden sie

    "wegen Bewährung als Werktätige" wieder in die 10. Klasse aufgenommen und machten Abitur .

    Im Film "Das Leben der Anderen" erzählt Stasi-Offizier Hinnerk Schönemann am Mittagstisch seinen Kameraden den Witz von der Sonne,

    die morgens zu Honni sagt :"Guten Morgen, lieber Staatsrat-Vorsitzender" und abends sagt "Leck mich am Arsch, ich bin im Westen".

    Prompt wurde Leutnant Schönemann in den Stasi- Briefschlitz-Keller strafversetzt.

    Würde mich interessieren, ob es in der DDR ein gesetzliches Witz-Verbot gab.

    Gruss jostdieter

    Quote from HiWi

    Ich mutmaße mal, dass die Wahlmöglichkeit 'SS oder Fallschirmjäger' für 18-Jährige ab 1942/43 eher bedeutete, zwischen dem Eintritt in die eine oder andere damals als Elite wahrgenommene Truppe wählen zu dürfen. Das ergibt sich aus den vorigen Beiträgen und Erinnerungsberichten, aber vor allem auch aus der zeitgenössischen Propaganda (die selbstverständlich geglaubt wurde!).

    Hallo Thomas HiWi, von meinem Bruder (1927) und seinem Freund Uli Hesse ( Autor Ulrich H.K.Hesse von "Der deutsche Gruss", ISBN 978-3-7347-9030-0) ) weiss ich, dass sie aus ihrer Zeit bei der Marine HJ, dem RAD und der Marineschule ernüchtert waren und der offiziellen Propaganda immer mehr misstrauten. Von Altersgefährten und den Todesanzeigen in der Zeitung wussten sie, dass man bei der SS schneller verheizt wird als bei der Marine. Hesse erzählt von "Aktionen der Auflehnung und Verweigerung" bei der Flak und der Marineschule Mürwick. Mein Bruder schrieb von seiner "Widerstandsgruppe" bei der Marine. Hat ihm nichts geholfen, er wurde in der "Dönitzspende" an die Armee Wenck im April 1945 an der Elbe verheizt.

    Der von mir im Beitrag 14 erwähnte Kollege aus Kassel , auch 1927 geboren, stand tatsächlich vor der Alternative "SS oder Fallschirmjäger". Zwei Nordhäuser Flieger-Hitler-Jungen wurden ohne Diskussion zur Piloten-Ausbildung eingezogen. Beide überlebten.

    Meine Mutmassung: Waffengattungen mit hohen Verlusten wie SS oder Fallschirmjäger wurden von der Wehrmachtsleitung

    vorrangig In Presse und Wochenschau propagiert und vorrangig mit "Bestem Menschenmaterial" aus jungen Lehrlingen und Oberschülern versorgt.

    Wahlmöglichkeiten waren die Wahl zwischen ""Pest und Cholera".

    Gruss jostdieter

    Hallo Thilo,

    Quote

    spätestens ab Mitte 1944 waren nicht mehr alle FJ Freiwillige.

    das Thema "SS oder FJ" haben wir nach meiner Erinnerung schon mal behandelt.

    Mir ist ein Marine-Hitler-Junge bekannt, der 1944 nach dem RAD vor die Alternative ""SS oder Fallschirmjäger" gestellt wurde. Da er bei der Marine-HJ als Funker ausgebildet war, hat er sich erfolgreich bei der Marine als Offiziersschüler (Marineschule Mürwik) beworben. Ein Abiturient aus Kassel (1927) wurde vor die Alternative "SS" oder "Fallschirmjäger" gestellt. Er wurde als Fallschirmjäger mit Sprungausbildung bei einem Bodeneinsatz in Holland unversehrt gefangen genommen. Die SS war wegen ihrer angeblich höheren Verluste gefürchtet.

    Gruss jostdieter

    Hallo Karl Grohmann

    Quote from Karl Grohmann

    In der auf 100.000 Mann begrenzten Reichwehr wurden die Kavallerie und die Pferde allgemein gehegt und gepflegt..

    Geländereiten war allgemein unter Offizieren üblich; meist und oft schon morgens vor dem offiziellen Dienstbeginn oder einfach als "Dienstzeit" geduldet/anberaumt.

    Mein Vater war 1918 Leutnant und Meldereiter beim Regts.-Stab, einem schlesischen Gren.Regt 10 irgendwo in der Somme. Er musste per Pferd Meldungen über die von Granaten und Gräben umgepflügte Erde nach vorne zu den Kompanie-Gefechtsständen bringen.Ob er in den 20er Jahren bei Freicorps- Kämpfen in Schlesien ein Pferd hatte, hat er nie erzählt. Jedes Jahr in den Schulferien - er war Gymnasial-Lehrer - rückte er in den 30er Jahren zu Übungen bei der Reichswehr in Döberitz ein. Dort konnte er seinem geliebtem Reitsport frönen. 1938 wurde er zum Hauptmann befördert.1939 wurde er eingezogen. 1940 ritt Vater hoch zu Ross vor seinem Bataillon beim Ersatz-Truppen-Teil Gera her. 1941 sollte er zum Afrika-Korps versetzt werden. Bei einer Tauglichkeits- Untersuchung wurde ein Herzfehler festgestellt. Er schied aus dem Aktiv-Dienst aus . Meines Wissens ist er nie mehr auf ein Pferd gestiegen. Leider hat er nicht mehr erlebt, dass sein Sohn und ein Enkel am Reiten Freude fanden und wöchentlich durch die Wälder ritten.

    Gruss jostdieter.

    Hallo, interessant,

    Militärgeistliche mit Bewaffnung hat es also doch gegeben.

    Da fiel mir doch gleich die "Sünden-Abwehr-Kanone" ein:

    Die Landser sprachen vom "Esak"; der "Evangelischen Sünden-Abwehr-Kanone"

    und dem "Kasak", der "Katholischen Sünden-Abwehr-Kanone".

    Ein Kriegsteilnehmer erzählte von seinem KaSAK, dass der stets mit vorne war und sich mit den Sanis um die Verwundeten kümmerte.

    Gruss jostdieter.

    Hi Andreas,anbei etwas aus der Fliegerei:

    1. "Einmal Käses Rundfahrt"- Platzrunde

    2. "Montag, Dienstag, Mittwoch"- Dreimaliges Aufsetzen des Fahrgestells bei der Landung

    3. "Starmixer"- Hubschrauberflieger in den 60er Jahren.

    4. "Jetties"- Strahl-Flugzeug-Flieger in den 60er Jahren.

    5. "Alkoholische Druckbetankung"- Sauferei.

    Gruss jostdieter

    Hallo Stefan, wenn Du "Verstellung von Trimmgewichten beim Segelflugzeug" meinst, dann zitiere ich einfach den Aeroclub Deutschland über das Austarieren bei Doppelsitzern:

    Quote from aeroclub Deutschland

    Der Schwerpunkt muss sich innerhalb bestimmter Grenzen befinden. Darum gibt es ein Minimum- und Maximum-Gewicht für den Piloten im vorderen Sitz. Der Fluglehrer oder der Pilot im hinteren Sitz sitzt ungefähr im Schwerpunkt und sein Gewicht ist für die Steuerung des Flugzeugs weniger wichtig. Das maximale Gewicht des Flugzeuges im Flug (höchstzulässiges Fluggewicht) einschließlich der Insassen darf aber nicht überschritten werden. Bist du für den vorderen Sitz zu leicht (meistens 70 kg Mindestzuladung), ergänzt du dein Gewicht mit Trimm- gewichten meist aus Blei.Bist du zu schwer (in manchen Segelflugzeugen mehr als 110 kg), dann bleibt dir nichts anderes übrig, als erst mal abzunehmen.

    1959 war bei den Flugschülern auf dem Dörnberg bei Zierenberg noch keine Rede von Trimmgewichten auf unserm Doppelraab. Wir waren alle etwa 20- bis 24-jährige ohne Wohlstandsbauch. "Austrimmen" wie später vorgeschrieben war damals kein Thema. Beim Seilstart zerren ganz andere Kräfte an der Konstruktion , die der Pilot ausgleichen muss, um nicht abzuschmieren. Wenn dann noch das Seil reisst, muss man intuitiv den Knüppel angemessen nach vorn drücken - ist Gefühlssache. Nicht zur Nachahmung zu empfehlen.

    Gruss jostdieter.

    Hallo Karl Heinz,

    hinter den unteren Fensterscheiben der Baracke sehe ich links hängende langezogene Körper - erinnert mich an ausgenommene Kaninchen - und rechts kürzere "Keulen". Erinnern mich an aufgehängte Geflügelbeine.

    PS: Kaninchen in Senf gebacken ist in Frankreich ein Festtagsmahl.

    Meine Vermutungen führen mich zur zweiten Frage : Warum steht auf dem letzten Foto "Hühnerklau" ?

    "Hühnerklau" war nach Erzählungen eines früheren Fallschirmjägers bei der Wehrmacht strafbar.

    Er wurde in Frankreich "wegen Hühnerklaus" mit einer Militärstrafe belegt.


    Meine - auf wackeligen Füssen stehende und recht zweifelhafte - Vermutung:

    Die Kameraden von Heinrich Rolfes haben ihre Hühner-Festmahl aus der Baracke - dem Küchenvorrat der Batterie - "geklaut" .

    Gruss jostdieter.

    Hallo Diana, erlaube mir zu sagen,

    dass das amtliche "n" in Werner einen runden Unterbogen zeigt, dagegen das vermeintliche "n"

    am Namensende einen eckigen Unterbogen zeigt.

    Deshalb plädiere ich weiterhin für "w", also Werner "Cyrow".

    Der Name "Cyrow" scheint lt. Wikipedia aus dem polnischen-jüdischen Sprachbereich zu kommen.

    Auch in Brandenburg soll es im Mittelalter einen "Cyrow" gegeben haben.

    Sei dem wie es sei, ich wünsche Peter Warnach , dass er den richtigen Werner Cyro ..? mit weiteren Indizien aufspürt.

    Gruss jostdieter.

    Guten Tag,

    auf dem grünen Ausweis lese ich mit meiner 1941auf einer Schiefertafel geübten Sütterlinschrift- Erfahrung :


    Obere Zeile in Sütterlin- Amtsschrift: Werner Cyrow.

    Untere Zeile in Personen-Schrift: Werner Cyrow.


    Auf dem unteren Ausweis lese ich :

    Wilhelm Kelling

    Ehefrau : Anna, geb. Hertzog

    Bln-Neukölln

    Selchowerstr. 10

    PS: Das fünfstöckige Miethaus mit 2 Balkonen pro Stockwerk und bebautem Hinterhof gibt es lt. Google heute noch.


    Gruss vom ABC-Schützen 1941 jostdieter.

    Hallo Jan , in Jürgen Möller, Kampf um den Harz April 1945, findest Du vielleicht etwas.

    Von der Verteidigung einer Leine (Weser??)-Fulda-Werra- Linie 1945 habe ich nichts gelesen.

    Teile dieser Linie bildeten ab Juli 1945 , nach einigen Korrekturen, die Grenze der Sowjetischen Besatzungszone.

    Auf Seite 8 steht:

    Quote from Jürgen Möller

    "Die deutsche Front befindet sich Ende März 1945 in Auflösung....

    In dieser Situation erteilt das OKW den Befehl zur Neuaufstellung der 11. Pz. Armee im Raum zwischen Weser und Harz und der 12. Armee im Raum Fläming.

    Am 10. April 1945 steht die 104. US- Panzerdivision in der Harzpforte vor Nordhausen, besetzt das Mittelwerk Dora und rückt am 11. April in Nordhausen ein.

    Gruss nach Halberstadt, meinem Geburtsort, von jostdieter.

    Hallo Uwe, jetzt mal ein Schuss ins Blaue über die Verwendung der

    Quote from muna lisa

    Gruben-" oder auch "Stollenlok". dreiachsige Lok mit rund 12 to Gewicht, Akkumulatoren gespeisten Elektro-Antrieb, an beiden Stirnseiten einen Führerstand , Spurweite 600 mm. Die Bezeichnung des Herstellers "EP 22"

    gemäss Deinen Vermutungen:

    Quote from muna lisa

    - Einsatz in einem Untertage-Lager ( wäre wegen des Akku-Antriebs naheliegend, doch warum fehlt dann die Ex-Schutz-Ausrüstung ?? );

    - Einsatz auf Tunnelbaustellen etc. .

    Die Lok könnte 1936/37 für den Aus-Bau des zukünftigen Untertage- Lagers vor der Einlagerung von Treibstoffen und brandgefährlichen Chemikalien der Wehrmacht gedacht sein, bevor die inneren Anschlussgleise ans deutsche Schienen-Netz verlegt wurden.

    Quote from "nordhausenWiki", Manfred Neuber, Kohnstein grösstes Tanklager Deutschlands"

    Der Kohnstein bei Niesdersachswerfen bot auf Vorschlag der IG Farben zwei Vorteile und doppelten Nutzen: Günstige geologische Voraussetzungen für den Stollenbau sowie leichter Anschluss ans Schienennetz,Mit der Leitung des Projektes wurde im August 1936 der WiFo-Ingenieur Karl Wilhelm Neu beauftragt. Die Arbeiten hatten schon im Juni mit 400 Bergleuten begonnen.

    In dem bis zu 335 Meter hohen Bergmassiv im südlichen Harz-Vorland wurden anfangs zwei parallel verlaufende Fahrstollen gebohrt und die ersten Querstollen erschlossen. Tunnel A konnte am 13. März 1937 und Tunnel B am 5. Mai vollendet werden. Die Querstollen waren neun Meter breit und sieben Meter hoch. So wurden 780 000 Tonnen Anhydrit gewonnen.

    Bevor die Kavernen Nr. 2 bis 18 mit Tausenden von Ölfässern belegt wurden, mussten drei Entlüftungsschächte gebohrt, eine Ventilation eingebaut und im Stollen 1 eine Zentralheizung mit sechs Brennstellen geschaffen werden, um Korrosion der Metallfässer durch Kondenswasser zu verhindern. Die Ausbaustufe WiFo II war am 8. Dezember 1939 und WiFo III am 22. Mai 1940 fertig.

    In der Endphase des Zentralen Treibstoff-Lagers barg der „Bauch“ des Kohnsteins auch zwei riesige Tanks mit jeweils einer Million Liter Hydroperoxid. Im Innersten des Stollensystems waren Kammern für chemische Kampfstoffe vorgesehen. Schon bevor alle Kavernen mit Treibstoff, Öl und Schmiermitteln belegt waren, galt der Kohnstein als das größte Tanklager in Deutschland. Angeblich sollten die Vorräte im Kriege den Bedarf der Wehrmacht für zwei Jahre decken.

    Das Heerwaffenamt könnte die Lok bestellt haben. War ursprünglich ein Projekt der Wehrmacht.

    In den verschiedenen Erweiterungsphasen wurde meines Wissens kein Ex-Schutz benötigt.

    Hoffe Dich nicht mit meinen Vermutungen gequält zu haben .

    Gruss jostdieter.


    Suche freigegebene Informationen über das Entwicklungsteam A4/V2 Mittelwerk Dora und Wernher von Braun/Stuhlinger/Göttrup.

    Hallo uwys, anbei ein Hinweis auf Hauptmann d. Reserve Gerhard Florin. Er bekam erst das Ritterkreuz und dann eine Anerkennungsurkunde wegen seiner Verdienste an der Ostfront in der Sowjetunion. Er war Kommandeur des II. Bataillons, Schützen-Regiment 111, 11. Panzer- Division. Ihm wurde das Ritterkreuz am 2. Februar 1942 verliehen, weil dank ihm und seinen Soldaten in der Sowjetunion eine strategisch wichtige Strassenkreuzung in deutscher Hand blieb. Er eroberte neben 6 Geschützen, grossen Mengen an Material auch 600 Gefangene und befreite die Division aus einer bedrohlichen Situation. An der Front vor Moskau konnte er mit einem Überraschungsangriff ein Dorf erobern und ermöglichte der Division den Durchbruch durch die sowjetischen Verteidigungslinien. Dafür erhielt er am 14. August 1942 die Anerkennungsurkunde des Oberbefehlshabers des Heeres und wurde zum Major befördert. Vermutlich wurden die Voraussetzungen für die Verleihung der Schwerter zum Ritterkreuz nicht erfüllt, deshalb der "Trostpreis" der Anerkennungs- Urkunde. In seiner Heimatstadt Nordhausen- er war Direktor des Gaswerkes - wurde er als erster Ritterkreuzträger gefeiert. Gruss jostdieter

    Hallo Julian,

    - zwischen den Knitterfalten oben und unten am linken Oberarm des vermutlich minderwertigen Zellulose-Stoffs scheint mir der Stoff glatt,

    vermutlich versteift durch eine unkenntlich gemachte Armscheibe mit einem dunkleren Diagonalstreifen.

    - am rechten Handgelenk erkenne ich einen Überschlag, um den Ärmel zu verengen für die Stulpen von Handschuhen.

    - vermute, diese Uniform wurde in der Mangelwirtschaft der letzten Kriegsjahre produziert.

    - irgendwie muss ich vage an die Uniform der Ukrainischen Hilfspolizei im April/Mai 1945 in Mitteldeutschland denken.

    Gruss jostdieter

    Hallo natu, habe eben Dich mit dem neuen Titel "Administratorin" gelesen.

    Das ging ja schnell - wohl ohne Diadochen-Kämpfe - mit der Nachfolgeregelung für Thomas Huba.

    Wünsche Dir viele fundierte Beiträge von kompetenten Foristen und möglichst wenige Beiträge von Wichtigtuern und Geschichtsfälschern.

    Halte Dir die Daumen.

    Gruss jostdieter.