Posts by jostdieter

    Guten Abend, in Fürstenfeldbruck wurde ab 2013 die Änderung folgender Strassen-Namen in der Nähe des Fliegerhorstes verlangt:

    ,"Hindenburg, Wernher von Braun, Messerschmitt . sowie die nach Offizieren und Piloten der Wehrmachts - Luftwaffe benannten Straßen in der Umgebung des Fliegerhorstes Eschenauer-, Von Gravenreuth-, Priller-, Ederer- und Zenetti ."

    2018 beschloss man nach einer Bürgerabstimmung mit Patt , die Strassennamen nicht zu ändern, sondern eine erklärende Tafel ans Strassenschild zu hängen.

    Zu Hindenburg wurde gesagt: "Er hat zwar Hitler in den Sattel gehoben, aber zu dieser Zeit war er ein Tattergreis."

    Eine salomonische Lösung, fanden viele ehemalige Flieger.


    Andere Länder, andere Sitten:

    Ein deutscher Assistant Professor zeigte an einer konfessionell bestimmten Universität in Washington DC in einer Volkswirtschafts-Vorlesung ein Bild, wie US-Bomber chemische Pflanzengifte auf Vietnam abwerfen.

    Er wurde umgehend entlassen.

    Hat seiner wissenschaftlichen Karriere nicht geschadet.

    Er wurde ordentlicher Professor an einer renommierten deutschen Universität.

    Gruss jostdieter

    Hallo Foristen , beim Wort "Göring- Spende" muss ich an die "Dönitz-Spende" denken..

    Die Marine-Schule Mürwik bei Flensburg, der Offizierschule der Deutschen Marine, musste im März 1945 eine mir unbekannte Zahl von Marinejunkern - darunter mein Bruder Ernst , geboren 1927- an die Armee Wenck überstellen.

    Grossadmiral Dönitz soll auf die Frage eines Kameraden gesagt haben "Ich konnte nicht anders". Daher der Name "Dönitz-Spende".

    Mein Bruder gehörte zum 1. Regiment (Kdr. Major Langmaier) der neu aufgestellten Division Scharnhorst in 2. Bataillon des Hauptmanns. Peter Rettich.

    Die Division bestand in der Mehrzahl aus Fahnenjunkern und Schülern der Reserve-Offiziers-Schulen

    Am 13. April 1945 wurde der Zug meines Bruders (5. Kompanie) beim abendlichen Angriff auf den US-Brückenkopf Barby mit Phosphorgranaten beschossen.

    "Von 31 Mann des Zuges waren noch 11 anwesend" erinnerte sich Werner Weber in Peter Wittig, Elbe-Operationen, S. 58.

    Auf dem Totenschein, der per Post mit dem angesengten Soldbuch im Mai 1945 zu unsern Eltern kam, stand "..burnt to death".

    Der Totengräber von Förderstedt erzählte mir : "Ich lud die Jungs vom US-LKW ab. Die waren alle schwarz."

    Das fällt mir immer wieder ein, wenn ich was von "Soldaten-Spende" lese.

    Verzeiht mir meine Abweichung vom Thema "Göring-Spende".

    Gruss vom immer wieder traurigen kleinen Bruder jostdieter.

    Hallo Karl, hallo Bert, die Bespitzelungstechnik des Ministeriums für Staats-Sicherheit war hochentwickelt.

    Folgende Beispiele:

    1. Im preisgekrönten Film "Das Leben der Anderen" wird gezeigt, wie ein Stasi-Team in Minutenschnelle - kontrolliert mit Stopp-Uhr - die

    Wohnung des Theater-Autors Dreysam (Sebastian Koch) verwanzt.

    Autor und Regisseur Königsmarck hat vier Jahre für sein Drehbuch recherchiert.

    Diese Details sind glaubhaft


    2 . Jetzt eine wahre Geschichte: Zwei Ausländer gingen bei der Leipziger Messe mit zwei "Trottoir-Schwalben" in ihre Hotel-Zimmer.

    Morgens hielt man ihnen vor den Zimmertüren Fotos der Nacht vor die Augen und verhaftete beide wegen Verstosses gegen das DDR- Prostitutions -Verbot.

    Einige Tage darauf ging bei der Botschaft ihres Landes ein Austausch-Angebot gegen mehrere DDR-Agenten ein,

    die kurz davor bei einem konspirativen Treffen verhaftet worden waren und wegen Spionage zu einer Haftstrafe verurteilt worden waren.

    Die Verhandlungen sollte der Offizier führen, der die DDR - Agenten - mit Schuss-Waffen-Gebrauch- verhaftet hatte und sie in der Haft besucht hatte.

    Fazit: 1. Ihre Hotelzimmer in Leipzig waren mit Mikrofonen Kameras verwanzt.

    2. Die langen Ohren der HVA (-Hauptverwaltung Aufklärung) reichten bis in die Hochsicherheits- Haft- Anstalt dieses Landes.

    Der Austausch fand statt.


    3. Bei einem Klassentreffen 2010 in Nordhausen erzählte uns ein DDR-Kfz-Ingenieur, dass er kurz vor der Wende als "Auslands-Reise-Kader" vom

    Politbüro-Mitglied Mittag beauftragt wurde, im Westen einen Viertakt-Motor für das DDR- Modell "Wartburg" zu beschaffen.

    Er favorisierte einen Viertakter aus dem Golf-Programm.

    Auf der Autobahn bei Frankfurt fiel ihm eine Nachfrage bei einem Verhandlungspartner ein.

    Er verliess die Autobahn und telefonierte am Hauptbahnhof Frankfurt.

    Nach der Rückkehr wurde er umgehend von der SED- Bezirks-Leitung in Erfurt vorgeladen:

    "Warum hast Du die Autobahn verlassen und in Frankfurt telefoniert ?"

    Er kam mit einer Eintragung in seine "sapiska" (russisch: "Personalakte") davon.

    Er hat nie raus bekommen, wie die HVA seine Abweichung von der Route herausgefunden hat

    Vielleicht ist ihm jemand unbemerkt gefolgt...

    In den 80er Jahren gab es noch keine Tracker...

    Bekannt ist, dass die Abhörtechnik des MfS dank genialer Techniker und eines unerschöpflichen Devisenfonds weit über West-Niveau lag.

    Gruss jostdieter.

    Hallo Huba, die "Verjüngung der Foristen" habe ich bei Karl Grohmann gelesen.

    Die Verjüngung Ist ja auch offensichtlich, wenn man die tägliche Geburtstags- Liste anschaut.

    Quote from huba, karl grohmann

    wegen der Verjüngung der Foristen

    Quote from jostdieter

    müssten wir nicht auch mehr die Militärgeschichte der Nationalen Volksarmee der DDR berücksichtigen ?

    Das halte ich nicht für falsch. Die NVA ist Geschichte. Sie wurde von ehemaligen Wehrmachts-Offizieren aufgebaut.

    Ihre Uniform glich der Wehrmachts-Uniform mit Ärmelpatten der Reichswehr.

    Ein Frontsoldat sagte 1956 entsetzt: "Das ist doch Adolf Fortsetzung!"

    Insofern sehe ich durchaus neben den Geschichten von der Bundeswehr auch Platz für "kuriose und absonderliche Geschichten" aus der NVA.


    Nicht kurios ist die Übernahme der sowjetischen Angriffstaktik in den NVA- Luftstreitkräften.

    Sie unterscheidet sich massiv von der auf Eigenständigkeit beruhenden Taktik der Bw.-Luftwaffe.

    Interessant ist auch, dass die NVA-Jäger 8 Stunden - gegenüber 4 Stunden bei der NATO - brauchten für die Einsatzvorbereitung.

    Das kam raus bei der Umschulung von ehemaligen NVA-Piloten in Fürstenfeldbruck.

    Die Umschüler kamen mit einer DDR-Interflug-Maschine.

    Sie stiegen in NVA-Uniformen aus.

    Der Lehrgangsleiter bekam einen roten Kopf und schickte die NVA Piloten sofort in die Kleiderkammer.

    Es brauchte mehrere Wochen , bis man am Lehrgangsende zum kameradschaftlichen "Du" überging.

    Ihre sowjetgeprägte Mentalität- mit Abhängigkeit vom sowjetischen Leitoffizier am Boden - unterschied sich von der Mentalität der Bundeswehr-Flieger.

    Gruss jostdieter.

    Hallo Karl,, hallo Horst, wegen der Verjüngung der Foristen müssten wir nicht auch mehr die Militärgeschichte der Nationalen Volksarmee der DDR berücksichtigen ? Wenn wir an die Opfer von Bundeswehrsoldaten in Afghanistan und Mali denken, sollten wir nicht auch an die Einsätze ehemaliger Wehrmachts-- und NVA- Soldaten in der Fremdenlegion denken?

    Gruss jostdieter

    Hallo Wirbelwind

    Quote

    weil wir gerade bei ,,Leckerem" sind, kann mir jemand mitteilen, was ich unter ,,Sojafleischbrot" zu verstehen habe? Ist mir im Zusammenhang mir der Verpflegung von dt. Fallschirmspringern im Einsatz unter gekommen.

    An der Strahl-Flugzeugführer-Schule B in Fürstenfeldbruck gab es 1961 in der Kantine "Fliegernahrung".

    Die bestand aus "nicht blähenden Lebensmitteln".

    Blähungen bei niedrigem Luft-Aussendruck ab etwa 8 km Höhe können Darm-Koliken verursachen, die die Einsatzfähigkeit herabsetzen.

    Die "Fliegernahrung" sollte durch Astronauten-Nahrung in Tuben ersetzt werden.

    Vorteil: Die Tuben konnte man bei Langstreckenflügen in der Kombi mitnehmen.

    Nachteil: Das Zeug soll wie "A.... und Friedrich" geschmeckt haben . Nicht wie das, was als Inhalt angegeben war.


    Habe eben in wikipedia gelesen, dass man in Moskau space food in Tuben am Automaten kaufen kann.

    Wird aus Fleisch und Gemüse hergestellt. Soll wegen der Mitnahmemöglichkeit gefragt sein.

    Ein Geschmackstester fand kaum Geschmacks- Ähnlichkeit mit den Gerichten im Restaurant.

    Gruss jostdieter

    Hallo, die drei Klappverschlüsse am Rohrumfang könnte man zum Zusammenstecken und Fixieren der Rohre gebrauchen.

    In Rohren 2 und 3 steckt eine undefinierbare Masse. Könnte Werg aus Fäden sein.

    Die Lafette mit einem einfachen Stellhebel links und einer nicht identifizierbaren Armatur rechts mit einem Stellrad sowie die Hanf-Binde- Seile und ein E-Kabel

    könnte man für eine Trinkwasser - oder Abwasser- Steuerung brauchen.

    Das Panzerschreckrohr bestand meines Wissens nur aus einem Rohr ohne Verschluss-Kupplungen.

    Die Anhänger-Kupplung ist meines Erachtens eine Fahrzeug-Kupplung mit Ring für einen Oben- Sicherungshaken, aber ohne Rückstoss- Erdhaken.

    Gruss jostdieter

    Hallo Uli, habe eben eine Nachricht für Dich an den Administrator gesandt.

    Könnte Dir eine Kopie des Artikels des Luftwaffenmuseums- geprüft von Bw-Kontrollstelle - Straussberg - an Deine E-Mail-Adresse senden.

    Hat schon geklappt bei einem anderen Foristen.

    Gruss jostdieter

    Hallo Augustdieter,

    1. Problem "Langsames Laden" des Forums kenne ich auch.

    Gehe dann von" AOL, verizon" auf "edge", da kommt das FdW sehr schnell zum Vorschein.


    2. Habe dieser Tage einen Artikel des Luftwaffenmuseums Berlin Gatow über den Abschied vom Bell Huey Teppichklopfer mit Fotos kopiert und ins FdW einkopiert.

    Funktion "Antworten" funktionierte nicht.

    Kaum lesbarer, gelb unterlegter Hinweis erschien, dass "Code img" nicht zulässig ist..

    Kaum lesbarer, gelb unterlegter Hinweis erschien, dass "Code img" nicht zulässig ist..

    Habe Augustdieter eine private Nachricht schicken wollen.

    Die wurde gar nicht angenommen.

    Da kommt man sich vor wie ein abgewiesener Bettler...Finde ich unhöflich.

    Warum ist "The HTML <img> tag is used to embed an image in a web page" . im Forum der Wehrmacht nicht zulässig ?

    Habe den gleichen Text problemlos, sogar mit den Fotos vom Huey, direkt an einen Forumsteilnehmer gesandt.

    Sowas sollte man doch höflich erklären können...

    Gruss jostdieter

    Hallo Karl,

    Quote from karl

    welche Erfahrungen gab es im und durch den I. WK ,

    1. Mein Vater, Kriegsfreiwilliger 1914 bis 1918, seit 1916 Unteroffizier und Meldereiter an der Somme, bevorzugte bis April 1945 Reitstiefel, mit denen er auch zivil wandern ging.

    Sie waren massgeschneidert. Morgens schlüpfte er -schwup-di-wutt- ohne Schuhlöffel rein. Er zog sie immer mit einem Stiefelknecht aus.

    Manchmal musste ich als Dreikäsehoch dem Vati abends beim Abziehen der Stiefel helfen.

    2. Vermute, dass der Knobelbecher geschätzt wurde, weil man im Alarmfall/Zeitmangel schnell reinspringen und genauso schnell ohne Stiefelknecht wieder rauskam.

    3. Im weiten Schaft steckten manchmal Stiel- Handgranaten. Sah ich in der Wochenschau.

    4. Angeblich hat man drückendes Stiefel-Leder über Nacht mit Urin-Füllung erweicht und an den Fuß angepasst.

    5. Im Gelände schützte der Schaft die Waden vor Gestrüppholz , Schlamm, Wasser und niedrigen Temperaturen.

    Auch der Knöchelschutz beim Hindernis-Übersprung war hilfreich.

    6. Nachteilig war, dass man weder einen lockeren Fuss-Teil noch Wadenschutz einschnüren konnte.

    Kaum Schutz vor Staub und Sand.

    7. Die Nägel erhöhten die Griifigkeit auf unebenen Böden.

    8. Knobelbecher waren mit Schaft schwerer als hohe Schnürstiefel und Gamaschen.

    ----------------

    Die Luftwaffen-Piloten der Alarmrotte trugen in den 1960er Jahren überhohe Schnürstiefel mit mittigem Reißverschluss von zwei Lederstreifen mit Schnürsenkeln und dicke Kunststoff - Sohlen. mit Fix-Haken. am Schleudersitz.

    Man kam im Alarmfall schnell in die Stiefel.

    Beim Schleudersitz-Ausstieg dämpften die dicken Sohlen den Boden-Aufprall .

    Bei Notwasserung konnte man die Stiefel schnell abschütteln durch Öffnen des Mittel-Reiss-Verschlusses.

    Gruss jostdieter

    Hallo Horst ,

    Quote from horst

    bei Pilotens gibt es den uralten Streit, ob die Ansage gilt, keinen Alkohol 13 Stunden vor dem Abflug oder 13 Schritte davor.

    Die körperlichen Anforderungen an Männer und Frauen im Cockpit eines Jetfighters sind sehr hoch wegen der wechselnden Beschleunigungen, wegen des wechselnden Aussendrucks und wegen der gleichzeitigen Verarbeitung unterschiedlicher Anforderungen. Nicht umsonst errreichen nur etwa 30 % der Piloten-Anwärter ihr Ziel. Noch weniger Anwärter schaffen die A-Qualifikation für Jetties. 1960 mussten zehn von zwölf Flugschüler unseres Kurses vorzeitig aus der Unterdruckkammer des Flugmedizinischen Institutes geholt werden, weil ihr Körper Sauerstoff-Mangel oder einen Unterdruck ab etwa 10 km Höhe nicht vertrug. Alkohol reduziert ab etwa 0,5 Promille die Reaktionsfähigkeit um Sekunden. Im Cockpit eines Jets geht es aber um Dezi-Sekunden. Deshalb verschieben verantwortungsbewusste Flieger ihren Alkoholgenuss auf dienstfreie Zeiten. Die das nicht schaffen, fallen beim jährlichen Gesundheits-Test durchs Raster und dürfen dann vielleicht einen Schreibtisch fliegen.

    Gruss jostdieter.

    Hallo Bert

    Quote from bert

    Selbst nach dem Krieg blieben die ehemaligen Soldaten der einzelnen Waffengattungen buchstäblich unter sich, wenn sie über ihre Kriegserlebnisse sprachen.So war es jedenfalls im Süden Bayerns.

    Anders in Südbaden: Am Freitag- Nachmittag ab 17:30 trafen sich Alte und Junge zum "seelischen Stuhlgang mit Spülung " in der Gastätte der "holden Linde". Um 20 Uhr schob Linde uns mit dem Besen raus. Der schwer verwundete Infanterie- Funk-Feldwebel, der schwer verwundete Gebirgs- Oberjäger, der Fallschirmjäger und die Infanteristen des Aufgebotes der 17jährigen erzählten von ihren Kriegserlebnissen so spannend, dass die Jüngerern immer wieder gern zuhörten. Von Rivalitäten keine Spur. Der Funker lobte den Sani, der unter Feuer seine zerschossene Schulter versorgte und kurz darauf tödlich getroffen wurde. Der damals zehnjährige Pimpf musste immer wieder von der Identifikation eines verschütteten Mitschülers erzählen. Er erkannte ihn an seinem Pullover-Muster. Der Kopf fehlte.

    Aber es gab auch den Sohn eines russischen Kraftwerksmonteurs, der in den 20er Jahren in Südbaden hängenblieb.

    Der wollte nichts mehr hören von den alten Geschichten...

    Gruss jostdieter.

    Hallo Stephan

    Quote from stephan
    In Bayern war eine Halbe Mittags bis zu - ich glaube - Beginn der Neunziger erlaubt.

    In Südbaden fuhr ein Staplerfahrer aus Bayern angetrunken rückwärts von der Rampe.

    Der Stapler war kaputt.Er wurde nicht verletzt.

    Er redete sich damit raus, dass in Bayern eine Flasche Bier zum Mittag erlaubt sei.

    Der Betriebsrat machte ihm klar, dass in der Chemischen Industrie generell Alkoholverbot für Kraftfahrer besteht.


    Im fliegerischen Dienst der Luftwaffe galt ab 1956 die Vorschrift:

    "24 Stunden vor einem Flug kein Alkohol."

    Nachholen konnten die Flieger bei den Jahres- Treffen der Piloten-Gemeinschaften .

    Die waren berüchtigt und gut besucht wegen ausgiebiger "Alkoholischer Druckbetankung".

    Gruss jostdieter.

    Hallo Thomas, Du fragtest, warum "nach dem Krieg" die lederne Fliegerjacke mit Schwinge recht anziehend auf die Damen wirkte. Im Krieg wirkte die flotte Fliegermütze anziehend auf die Damen. In den Jahren nach Neugründung der Luftwaffe ab 1956 gingen Piloten gern in der Lederjacke zu den Treffpunkten mit Frauen. Erhöhte ungemein die Chancen, bei der Dame der Wahl zu landen, wenn man sich als Pilot zu erkennen gab.

    Piloten glaubten - vielleicht in Selbstüberschätzung - die besten Frauen erobern zu können. Aber die "Wertschätzung der Pilotenfrauen " würde den Rahmen des Themas "Wertschätzung der Waffengattungen" sprengen.

    Gruss jostdieter

    Hallo Karl, zur Frage der Wertschätzung der Waffengattungen bei der Wehrmacht untereinander kann ich nur erzählen, was ich als Pimpf bei Zugfahrten von Soldaten oder vom Bräutigam unseres Dienstmädchens aufschnappte: Luftwaffensoldaten wurden "Schlipssoldaten" genannt, weil sie eine Kravatte beim Ausgang trugen. Infanteristen waren "Stoppelhopser" oder " Fußlatscher" . Gebirgsjäger waren "Seppels" , die sich mit ihren Bergstiefeln von den "Knobelbechern" der Infanteristen unterschieden. Ein Fallschirmjäger auf Urlaub wurde wegen seiner langen Springerjacke "Hemdenmatz" genannt. Abfällige Bemerkungen hörte ich nur über die "Amis" mit ihren "Gummi- Stiefeln", die bei "Geschützfeuer sofort unter den Tisch krochen". Bei den Mädels waren natürlich die Flieger mit Schirmmütze "Hahn im Korb". "Piloten ist nichts verboten" war das Motto. Nach dem Krieg wirkte die lederne Flliegerjacke mit Schwinge recht anziehend auf die Damen.

    Gruss jostdieter

    Hallo Auguste, der Staffelgiebel hinten rechts und der Strassen- Erker mit rel. grossen Fenstern erinnert mich an Stadtstrassen in Süddeutschland.

    Regional verbreitet ist diese Giebelform in der Backsteingotik des späten Mittelalters in Norddeutschland und abgewandelt in Süddeutschland (Quelle "Staffelgiebel, Wikipedia).

    Die hohen Fenster in den Gebäuden lassen mich vermuten, dass das Foto in einer einstmals wohlhabenden Residenzstadt aufgenommen wurde.

    Die Blindfassade am Gebäude links sieht nach Holzbrettern aus, keinen teuren Schiefer-Schindeln.

    Der blecherne Anschlagkasten an der verschlossenen Bretterbude scheint leer zu sein.

    Gruss jostdieter

    Hallo Sperling

    Quote from sperling

    Dennoch hier mal ein Foto von Bürckel zum Vergleich, der auch eher kompakt gebaut war: https://www.alamy.de/stockfoto…ydrich-1938-37006171.html

    Der Josef Bürckel auf dem stockfoto neben Heidrich ist merklich kleiner als der Moppel auf Foto 1. Bürkel hatte genauso ein Allerweltsgesicht wie Gauleiter Robert Wagner, da fand ich keinen markanten Unterschied.

    Wagner war deutlich grösser als Bürkel. Er war genausogross wie SA - Röhm beim Adolf-Hitler-Prozess 1924, siehe Bild in Wikipedia "Gauleiter Robert Wagner".

    Der 2-Metermann von Bild 1 mit Sporen an den schmutzigen Reitstiefeln könnte Wagners Kriegskamerad und Mitangeklagter im Prozess 1924 Wilhelm Brückner sein.

    Der stand hinter Röhm und Wagner auf dem Prozessbild von 1924.

    Aber "nichts genaues weiss man nicht" ..

    Sowohl Robert Wagner wie Josef Bürkel wurden wegen Judenverfolgung im Elsass und Lothringen von einem französischen Gericht zum Tode verurteilt.

    Gruss jostdieter

    Hallo Uwe, schliesse mich Deiner Vermutung bezüglich Elsass/Lothringen mit den kerzengeraden- über Berg und Tal - Marsch-Strassen Napoleons an.

    Quote from muna lisa

    Der Anmutung der Flora samt des Weges würde ich das Bild 1 durchaus auf das südliche Deutschland, vielleicht noch Elsass / Lothringen verorten wollen - könnte das mit eventuell bekannten Stationen Deines Großvaters übereinstimmen ?

    Jetzt mal eine ganz waghalsige Vermutung: Der Moppel auf Bild 1 könnte der zukünftige Gauleiter Robert Wagner (1941 bis 1943 ) von Elsass und Teilen Lothringens sein. Der Zwei-Meter-Mann neben ihm mit Sporen an den Reitstiefeln könnte sein Kriegs-Kamerad Brückner aus dem Adolf-Hitler-Prozess 1930 sein.

    Siehe Quelle: Wikipedia "Gauleiter Elsass und Lothringen 1941 bis 1943" .

    Einen hellen Trench-Coat sah man nach meiner Erinnerung in HJ- Zeitschriften und Wochenschauen bei Idolen wie Rennfahrer Bernd Rosemayer oder Schauspielern wie Heinz Rühmann. Mein Vater - obwohl recht wohlhabend - besass nur einen Wintermantel und einen gummierten Regenmantel sowie seine Reichswehr-Uniform.

    Er wollte nicht wie ein Schauspieler rumlaufen, sagte er einmal.

    Die Schauspieler unseres Stadttheaters fielen immer wieder durch ihre Kleidung auf.

    Gruss jostdieter.

    Hallo Sten* ,

    1. Stimme zu, der Moppel mit Schiebedach (Stirnglatze) ist nicht Albert Speer.

    Der hatte auch eine schmalere,spitzere Kinnpartie.

    Hi Arnd,

    ich sehe auch ein ausgeklapptes Fernglas auf Moppels ausgebeulter linken Brustseite.

    Vielleicht ein ortskundiger Großgrundbesitzer mit WK I -Orden als Pfadfinder für die deutschen Truppen..

    Kenne ich von meinem Vater, der hatte als Biologie-Lehrer bei Wanderungen immer ein Fernglas um den Hals hängen.


    2. Der Ort auf Bild 3 war möglicherweise vor einem der Tore des heutigen Kapitulationsmuseum in Reims,

    bis 1945 Hauptquartier von SHAEF.

    Lycée Franklin Roosevelt, 10 rue du Président F. Roosevelt 51096 REIMS CEDEX.

    Dönitz und Jodl ziehen sich die Handschuhe an.

    Vermutlich kommen sie aus einem geheizten Raum.

    Haben sie vielleicht gerade die Kapitulations-Urkunde unterschrieben ?

    Alles Spekulation...


    3. Die Deutschen waren noch 1968 in der Champagne verhasst.

    Fünf deutsche Techniker begutachteten in Reims und Chalon-sur-Marne die Förderanlagen eines französischen Versand-Händlers.

    In der örtlichen Zeitung stand:

    " und wieder marschieren blonde Deutsche im Gleichschritt durch unsere Strassen."

    Ich kann mich nicht daran erinnern, dass wir abends "im Gleichschritt" - eher wackelig von der zweiten Flasche Wein - ins Hotel gingen.

    Der Geschäftsführer, "Monsieur le Patron" sprach mit uns nur Englisch.

    Erst am letzten Abend sprach er plötzlich Deutsch.

    Er hatte Deutsch in der Gefangenschaft der verhassten Deutschen gelernt.

    Gruss jostdieter.




    *(fortyandhalf = 45 years. Good !)

    Hallo, ich versuche es auch mal:

    Bild 2: Von links nach rechts: Rüstungsminister Albert Speer, Großadmiral Dönitz, Generaloberst Jodl.

    Bild 3: Von links nach rechts: - Generaloberst Jodl (wo ist sein linkes Bein ?),

    - britischer oder US-Bewacher mit Kravatte,

    - dahinter mit gesenktem Kopf eine deutsche Offiziersmütze , womöglich Major i. G. Wilhelm Oxenius, Dolmetscher bei Kapitulation in Reims,

    - Rüstungsminister Albert Speer

    - Großadmiral Dönitz.

    - Ort: Nicht in Deutschland, Klappfenster-Flügel (siehe Gebäude-Fenster )gab es 1945 meines Wissens nicht in Deutschland, aber in Frankreich. Vielleicht in Reims?

    Gruss jostdieter