Posts by jostdieter

    Hallo Bert

    Quote

    ich erlebte noch den Hunger der ersten beiden Nachkriegsjahre. Vielfach war es auch dieser elende Hunger, der manche deutsche Frau bewog, Kontaktversuche von Besatzern nicht abzulehnen.

    Selbst ich, als damals 7 Jähriger, bekam dies hautnah mit. In der Nachbarschaft feierten mehrere "Damen" mit US-Soldaten fortwährend rauschende Feste.

    Bert, den schlimmen Hunger 1945 habe ich auch erlitten.

    Die einen klauten Lebensmittel, die anderen prostituierten sich.

    Die Schwester einer Kollegenfrau, beide Mädchen aus dem Sudetenland vertrieben, gehörte zu diesen "Frauleins".

    Sie wurde von ihrem GI geheiratet und ging mit ihm in die Staaten.

    im Umkreis der Air Base lernte sie drei weitere deutsche Frauen kennen, die in die Staaten geheiratet hatten.Gruss jostdieter

    Hallo Paul, Du hast Recht, der Stubenkamerad kann nicht 1944/45 gezeugt worden sein.

    Wir waren ja alle mit DDR-Abi des Jahres 1956 zumindest Jahrgang 1938 und früher.


    Alles andere meiner Beschreibung des Kameraden Tschukarin stimmt:

    Er ist niemals wegen seines Aussehens schief angesehen worden.

    Wir haben auch nie mit ihm über seine Herkunft gesprochen

    Gruss jostdieter.

    Bon Soir, JM (Jean-Marie?) der Abreisegrund meines Urahns aus La Wantzenau soll nicht sehr ehrenhaft gewesen sein.

    Er soll nach dem Dreissigjährigen Krieg wegen eines Pferde-Diebstahls nach Thüringen geflohen sein.

    Vor etwa 20 Jahren erzählte mir auf dem Friedhof von La Wantzenau ein alter Friedhofs-Gärtner,

    dass es bis vor kurzem noch ein Grab mit meinem Familien-Namen gegeben habe.

    Jetzt sei aber niemand mehr hier.

    In Thüringen hat der Urahn im Laufe der Jahrhunderte eine weitverzweigte Familie begründet.

    Mein Urgroßvater war Bahnhofswirt des Kali-Bergbau-Ortes Sollstedt bei Nordhausen.

    Er war so gut betucht, dass seine Söhne und Töchter in die wohlhabenden Groß-Bauern- und Beamten-Familien einheirateten nach dem Motto

    "Acker zu Acker, Scholle zu Scholle". Gilt sicher auch heute noch im Elsass.

    Salü jostdieter.

    Hallo Bert, Jahrgang 1939

    Habe im Industrieschwerpunkt Südbaden/Nordwestschweiz jahrzehntelang mit Elsässer Kolleginnen und Kollegen zusammengearbeitet und zusammen gefeiert.

    Quote

    die Elsässer gehören zu Frankreich, aber sie sind doch etwas anders, damals und heute.

    Deine Zitate kann ich Punkt für Punkt unterschreiben.

    - Die Elsässer Damen und Herren erhielten seit etwa 1965 eine hervorragende Ausbildung in elektronischer Datenverarbeitung

    an einigen Universitäten und bei der Force de Frappe, der französischen Atombomben- Streitkraft.

    Sie liefen den Schweizer und auch Deutschen Uni-Absolventen den Rang ab.

    EDV-Ausbildung gab es erst ab etwa 1963 an der Technischen Uni Berlin-Charlottenburg und 1970 an der ETH Zürich.

    - Die Kollegin aus den hohen Vogesen lernte von ihrer Mutter Französisch und von den Grosseltern Elsässisch.

    Schrift- Deutsch lernte sie am Lycee aus der deutschen Literatur, vor allem von Thomas Mann.

    Unsere Elsässer Auszubildenden mit Grundschulausbildung in der pharmazeutischen Fachausbildung sprachen astreines Französisch.

    Sie mussten für den Deutsch- Schweizer Arbeitsort ein Basis- Deutsch lernen .

    - Alle erfüllte eine tiefe Abneigung gegen die zum Teil schikanöse Behandlung durch die Pariser Zentral-Gewalt, vor allem die Steuerverwaltung.

    Ich bekam auch zu hören: "Euer Staat ist menschlicher organisiert, aber wir möchten trotzdem nicht zu Euch .".

    Beispielhaft ist die widersinnige Eingliederung der Departemente Elsass und Lothringen in ein zentrales Departement,

    weiter "als einen Tagesritt vom Departements-Hauptort entfernt", wie es ein Dekret aus der Zeit der Bourbonen vorschrieb.

    - Flüssiges Geld wird so schnell wie möglich wertbeständig angelegt oder in Edelmetalle umgewandelt.

    - Alle Damen und Herren legen sich - vor allem in privaten Dingen - ungern fest. "Bin ich Jean oder Hans?"

    - Grossdeutscher Befehlston a la Steinbrück führte zu Ausweichhandlungen oder Versetzungs-Anträgen.

    - Alle bauten oder renovierten sich im Laufe der Zeit von eigener Hand und mit Hilfe der Verwandten und Nachbarn ein Haus.

    - Ganz wichtig ist die Pflege des überlieferten Brauchtums im Dorf oder im Stadtquartier.

    - Die meisten sind bodenständig, sie hängen an der Heimat.

    - Sie sind sehr stolz auf ihr Elsass oder ihr Lothringen.

    - Der Dialekt droht auszusterben. Die Mischsprache wie "Jog mer die Gickele üs dem Jardin" - "Jag mir die Hühner aus dem Garten" hört man nur noch von den Alten.


    Vielleicht ist mein Bild zu vorteilhaft. Ich kann aber nicht verleugnen, dass ein Urahn aus dem Mittelelsass nach Thüringen kam.

    Gruss jostdieter

    Hallo Paul Spohn

    Quote

    für französische Kriegsgefangene galt ein strafbewehrtes Kontaktverbot zu deutschen Frauen.

    "Auch Verstöße gegen das Kontaktverbot mit deutschen Frauen kamen vor das Kriegsgericht und gehörten zu den dort am häufigsten verhandelten Straftatbeständen, für die theoretisch auch die Todesstrafe verhängt werden konnte."

    http://www.deuframat.de/konfli…0-45/kriegsgefangene.html

    Das gab es so krass nicht für die alliierten Besatzer 1945:

    1. Die US-GI's hatten in den April-und Mai -Tagen 1945 in Thüringen Kontaktverbot zu den Deutschen.

    Das ersteckte sich offensichtlich nicht auf deutsche Frauen.

    Nachmittags setzten sich in meiner Heimatstadt gegenüber einem US-Kontroll-Posten deutsche Frauen kontaktfreudig

    auf die Zaun-Mauern in der Hoffnung auf Ami-Zigaretten und Schokolade.

    Die US-Militär-Polizei ist nie eingeschritten. Von Vergewaltigungen habe ich nie etwas gehört.

    2. Erlaubt mir einen Hinweis auf die sogenannten "Freien Nächte" der französischen Besatzungstruppen 1945 in Südbaden bis in den hohen Schwarzwald.

    Beim geringsten Verdacht militärischer Aktivitäten deutscher Einwohner gaben französische Offiziere ihren nordafrikanischen Truppen

    freie Hand zur Jagd auf deutsche Frauen.

    Wieviele Frauen ein Kind solcher Vergewaltigungen ausgetragen haben, ist mir nicht bekannt.

    Als ich 1971 nach Südbaden kam und gern im Elsass einkaufte, weigerten sich unsere alemannischen Nachbarn,

    wegen der Erinnerung an die "Freien Nächte" auch nur einen Fuß ins "Franzesische" zu setzen.

    Die Erinnerungen an die damaligen Geschehnisse kommen in Zeitungen und Sendungen immer wieder hoch.

    3. Trotz Mahnung eines Administrators erlaube ich mir, ein sowjetisches Besatzungskind zu erwähnen:

    In der norddeutschen Kaserne Adelheide/Delmenhorst lagen 1957 sieben Mann aus der DDR für

    die Anerkennungsprüfung des DDR-Abiturs auf einer Stube.

    Einer war das Urbild eines muskulösen Mongolen.

    Wir nannten ihn "Tschukarin" nach einem populären sowjetischen Turner.

    Ausser seinem Äusseren deutete nichts auf seine Abstammung von einem sowjetischen Soldaten hin.

    Er war ein guter Schüler, sowohl in Deutsch- wie auch in naturwissenschaftlichen Fächern.

    Er war wohlgelitten, integriert und machte jeden Quatsch mit.

    Gruss jostdieter

    Hallo Dirk, Du schreibst

    Quote

    Ausser dem Einlieferungsvermerk sind leider keine weitere Unterlagen vorhanden,

    Da wurde von den Sowjets von Anfang bis Ende eine grosse Geheimnistuerei betrieben:

    1. Die Angehörigen der 1945 Inhaftierten haben bis zur Rückkehr nie erfahren, wo ihre Leute waren.

    2. 1948 kam eine Postkarte ohne Absender an unsere Adresse : " 'Vorname meines Vaters' wird bald kommen."

    Zwei Tage später kam eine weitere anonyme Karte mit einer anderen Schrift: " 'Vorname meines Vaters' kommt morgen am Bahnhof Nordhausen an."

    So war es. Vater kletterte abgemagert aus dem Zug.

    Auf dem Kopf trug er eine Schirmmütze ohne Futter.

    Er nannte sie "Scheitelzerstörer".Seinen Humor hatte er nicht verloren.

    Wer die Karten geschrieben hat, hat er nicht gewusst.

    Er hatte Adressen mit neuen Bettnachbarn ausgetauscht.

    Die Gefangenen wurden immer wieder umgesetzt.

    Vermutlich, damit sich keine aufrührerischen Gruppen formierten.

    Bis auf einen, er starb an einer Krankheit, sind alle 1945 Inhaftierten Nordhäuser nach Nordhausen zurückgekehrt.

    Vielleicht findest Du noch einen Bekannten Deines Grossvaters in seinem früheren Wohnort.

    Gruss jostdieter

    Hallo Dirk,frag doch mal bei der Stiftung "Konzentrationslager Buchenwald und Lager Dora" in Weimar nach.

    Die haben in einem danebengelegenen Wald NiRoSt-Säulen für die Toten des

    sowjetischen Sicherheitslagers Buchenwald 1945 bis 1948 einpflanzen lassen.

    Die Insassen wurden nicht misshandelt, aber litten Hunger. Die medizinische Behandlung war miserabel.

    Möglicherweise gibt es bei der Stiftung eine Namensliste.

    1948 hat die Regierung der Sowjetisch Besetzten Zone von den Sowjets die Leitung der Lager "Buchenwald" und "Waldheim"übernommen.

    Viele nicht angeklagte Insassen wurden entlassen.

    Auch zu Unrecht von Denunzianten ins Lager gebrachte Leute , darunter Sozialdemokraten, wurden rehabiltiert.

    Da müssen also Namenslisten bei den SBZ-, den späteren DDR-Behörden vorhanden gewesen sein.

    Viel Erfolg wünscht jostdieter

    Hallo, hier meine Erinnerungen als damals 10jähriger Sohn des Volkssturm-Kommandeurs zu Fragen von Sven30:

    • 1.Wieviele Volkssturmmänner konnte der Ort überhaupt aufstellen?
    • 2.Wurden die anwesenden Volkssturmmänner zu einem Bataillon, ggf. auch mit anderen Orten bzw. Gemeinden zusammengefasst?
    • 3. Wie groß war diese Einheit personell, auch wenn es "Volkssturm-Bataillon" genannt wurde?
    • 4.Wurde diese Volkssturm-Einheit überregional eingesetzt oder regional?
    • 5.Von welchem Gebot bzgl. der Aufstellung reden wir?
    • 6. War das Volkssturm-Bataillon des ersten Aufstellungswelle bereits woanders eingesetzt und traf so gar nicht überhaupt auf das des zweiten oder dritten Welle?
    • 7. Wieviele Volksturmmänner haben sich kurz vor letzten Aufstellung bzw. vor dem ersten Feindkontakt versteckt oder sind geflohen?

    hier meine Antworten zum Volkssturm-Bataillon "Nordhausen/Harz" :

    1. Zahl unbekannt.

    Lt. Kommandeur Hauptmann d.R. Sigurd Rudloff (1891) : " Einige Schul - und Kriegskameraden...".

    (das können nur die Jahrgänge 1890 bis 1900 sein) ..."und ein paar Hitlerjungen".

    Das können nur die Jahrgänge 1929 und 1930 gewesen sein. Die Jahrgänge 1927/28 und älter waren bereits eingezogen.

    2. Keine Zusammenfassung mit anderen Orten bekannt.

    3. Zahl unbekannt. Gemäss Punkt 1 schätze ich "weniger als Hundert ".

    Habe nie den Haufen zu Gesicht bekommen, obwohl ich als 10jähriger Pimpf im Nebenzimmer der Kommandostelle untergebracht war.

    Die paar Hundert Marinesoldaten einer Besoldungsstelle "Südeuropa" in Nordhausen sind nicht eingegliedert worden.

    Sie haben sich in den Harz zurückgezogen und ergaben sich kampflos.

    4. Diese Einheit wurde nur zur Verteidigung vom norwestlichen Rand Nordhausens bis zur Rüdigsdorfer Schweiz sowie

    zur Bewachung des Fliegerhorstes Nordhausen (mit einigen Mistel-Gespannen) eingesetzt.

    5. und 6. Von einem ersten oder zweiten Gebot und/oder einer x-ten Welle ist mir nichts bekannt.

    7. Laut Jürgen Möller, "Die Eroberung der unterirdischen Raketenfabrik..und die Besetzung von Nordhausen" waren die Volkssturm-Stellungen

    beim Einmarsch der Amis in 'Wildes Hölzchen' und im "Gehege" verlassen.

    Lediglich bei Herreden demolierte ein Hitlerjunge aus einem Nachbarort einen Sherman-Panzer. Er wurde erschossen.

    Ein Hitlerjunge (1931) aus Werna, später hoher Offizier der DDR-Grenztruppe, wollte mit einer Panzerfaust den Panzern entgegentreten.

    Ein Invalide soll ihn mit Androhung von Stockschlägen vertrieben haben.

    Die paar alten Fliegerhorst-Bewacher haben sich den Amis am 11. April 1945 ergeben.

    Der Stadtkommandant und Kommandeur Hauptmann Sigurd Rudloff hat am 11. April 45 die Stadt kampflos an die Task Force Lovelady übergeben.

    Gruss jostdieter.

    Hallo Manfred Stier, Ludwig11, pvt.snafu, wiederhole meinen Beitrag zum Thema "Atombombe im 3. Reich" über SS-General Kammler:

    Folgerung 1: SS-Gruppenführer Kammler war ein "Ausführender", so schrieb W.v.Braun in seinem Brief vom 20. März 1945.

    Er war kein Erfinder und technischer Entwickler.

    Deshalb wäre er von den Amis nicht der Genie-Truppe von Brauns beigestellt worden.

    Kammler war ein genialer Organisator mit einem unerschöpflichen Detailgedächtnis, nicht mehr und nicht weniger.


    Folgerung 2. Es ist unglaubhaft, dass er sich in die Tschechei begab.

    Für mich glaubhaft ist, dass er sich in Richtung US-Panzerspitzen der 3.Armee absetzte.

    Am 4. April 1945 bekam er von Kesselrings Hauptquartier den Befehl,

    den Mittelraum um Nordhausen/Harz und die Harzpforte zum Schutz der 11. deutschen Armee zu verteidigen.

    (Quelle:Jürgen Möller, Die Eroberung der unterirdischen Raketenfabrik im April 1945 und die Besetzung von Nordhausen, S.11 ff)

    Am 6. April 1945 bekam der Stadtkommandant von Nordhausen von der SS den Befehl,

    mit dem Volkssturm den Nordrand Nordhausens und die Harzpforte zu verteidigen

    Das schlug mangels Soldaten fehl.

    Die 11. Armee war schon zum Nordostrand des Harzes abgezogen

    Am 10. April 1945 erreichten die Amis - nach einem kurzen Gefecht mit wenigen Wehrmachtssoldaten -

    das V-Waffenwerk Mittelwerk Dora bei Nordhausen.

    SS-Verbände trieben KZ- Häftlinge auf Todesmärschen vor sich her oder lösten sich auf.

    Gekämpft hat Kammlers Truppe nicht mehr.

    Halte es für nicht ausgeschlossen, dass sich Kammler mit interessanten Dokumenten in Wehrmachts-Uniform den Amis ergeben hat.

    Wie es weiterging, kann man in Analogie zu von Brauns Übergabe an das Alliierte Hauptquartier nachlesen.


    Mein Facit: Vieles spricht dafür, dass Hans Kammler sich im April 1945 mit einem Haufen Wissen über

    die" Entwicklung von Fernkampfwaffen und Luftabwehrkörpern sowie Hilfsgeräten für diese Waffen" (siehe Brief W.v.Brauns vom 20. März 1945)

    den Amis angedient hat.

    Gruss jostdieter

    Guten Tag, hallo Manfred StierNRW,

    Angeblich ist Kammler im Mai 1945 in der Tschechei umgekommen.

    Es ist unwahrscheinlich, dass ein SS-Offizier mit einem solchen Schatz an Wissen über

    die neuesten Waffen-Entwicklungen wie Kammler sich ostwärts in die Nähe der heranrollenden Roten Armee begibt.
    Aus dem Tagebuch eines Hauptmanns der Wenck-Armee weiss ich, dass deutsche
    Soldaten alles taten, um 1945 nicht in sowjetische Gefangenschaft zu geraten. Auch
    Himmler hatte Verbindung zu den westlichen Alliierten. Ist es da
    unwahrscheinlich, dass Kammler als enger Vertrauter Himmlers von dieser Verbindung
    Gebrauch machte und sich den Amerikanern andiente ?

    Gruss jostdieter.

    Hallo Veteranen, hier noch ein abhörsicherer Witz mit stummer Mimik:

    Der Arier ist - Blond (stumm: quadratische *Rotzbremse* über Oberlippe zeichnen' wie der schwarzhaarige Hitler)

    - Groß ( stumm: hinken wie der kleine Goebbels')

    - Schlank (stumm :Bauch vordrücken und Arme in Gürtel stemmen' wie der dicke Göring).

    Noch einer:

    Ein Arzt grüsst "Heil Hitler !".

    Sein Kollege antwortet :"Heil Dich selbst !"

    Gruss jostdieter

    Hallo Manni, ich lese

    ?olber, ich würde großes 'D' ähnlich schwungvoll schreiben,

    deshalb Vorschlag 1:

    'Dolber' .

    Den Namen 'Dolber' habe ich nicht im Internet gefunden.

    Vorschlag 2:

    Mit viel Phantasie: Dolberg.

    Den Namen 'Dolberg'gibt es lt. internet,

    Gruss jostdieter

    Hallo Thilo, hallo Augustdieter.

    Hier ein Text zu obigem Bild IMG 3891.JPG:

    mit Uniform-Details im Jahr 1939.
    Das Bild zeigt Hauptmann d. Reserve Sigurd Rudloff (geb.1891) mit
    Reichswehrmütze, Reithose und dunkelbraunem Offiziersleibgurt
    in Bad Blankenburg vor einem Privatquartier.
    Seine nicht sichtbare Pistolentasche war hellbraun.

    Er trägt nicht die Auszeichnungen EK I und das Verwundeten-Abzeichen.

    Augustdieter ergänzte zu der „Lederhose“ die mein Vater auf dem Foto trägt:

    Mit Dank an Augustdieter grüsst jostdieter

    Hallo Berliner, die Wohnverhältnise im Berlin des Kaiserreiches und des Dritten Reiches waren für die kleinen Leute sehr beengt.

    Hinter dem Wohnhaus Danckelmannstrasse 14 in Charlottenburg waren noch zwei bebaute Hinterhöfe mit 3-geschossigen Wohnkasernen.

    Unsere Wohnung in den 60er Jahren umfasste ein Wohnzimmer mit Ofenheizung und eine kleine Küche mit Kalt-Wasserhahn und Spülbecken.

    Unser Nachbar arbeitete im Krieg bei der AEG.

    Nach einen Bombenangriff wurde seine Montageabteilung auf einen Frachtkahn verlegt.

    Die drei Wohnungen auf unserer Etage teilten sich das Klo ohne Wasseranschluss eine halbe Treppe tiefer, eine Holzkommode mit Holzdeckel.

    Auch Gäste bekamen einen Eimer mit Wasser in die Hand gedrückt.

    Das Abwasser lief in früheren Jahren- vor dem Anschluss an die Kanalisation - in einen Behälter auf dem Hof .

    In den drei Kneipen zwischen den Querstrassen herrschte nachts reges Leben.

    In der Nachbarstrasse sammelte einst der Zeichner Zille seine Vorlagen.Um die Ecke in der Seelingstrasse stand die Notrufanlage. Sie schrillte fast jede Nacht.

    Ein Mann wurde nachts vorbeigetragen und brüllte: "Det Aas hat mir nen Messer in nen Bauch jepiekst."

    Angeblich streiten sich die Berliner ab 19 Uhr, wenn der erste Frust des Arbeitstages runtergespült ist.

    Habe ich selbst erlebt. Danach wanken sie wieder friedlich vereint zu Muttern.

    Eine Nachbarin holte morgens in Bademantel und goldenen Schlappen Briketts beim Kohlehändler nebenan.

    Es war bis zur Wende ein Idyll.

    Die Hinterhöfe sind heute Parkanlagen mit Spielplatz.

    Gruss in guter Erinnerung an die Insel Westberlin von jostdieter.

    Hallo Nic,

    Quote

    Leider ist mein Englisch nicht so gut dass ich das alles übersetzen könnte.

    https://howlingpixel.com/i-en/Volkssturm - hier steht unter der Überschrift "Battle of Berlin" einiges geschrieben

    Sei nicht traurig wegen Deinen Englischkenntnissen. Scroll mal bis zum Ende des gut gemachten Artikels für wikipedia, da kommt das Kapitel "Sprachen".

    Klick auf die Zeile "Deutsch" und 'O Wunder', der ganze Artikel verwandelt sich von Anfang bis Ende in gutes Deutsch.

    Noch eine Ergänzung: Die Wehrmachts- Offiziere im Volkssturm- Bataillon Reichsgau 34 Thüringen, Nordhausen behielten ihre Wehrmachts- Rangabzeichen ohne die schlabbrige Armbinde.

    Gruss nach Berlin von jostdieter.

    "Et jibt Solche un Solche, un die Letzteren sin die Schlimmsten". (Berliner Volksmund).

    Hi Kordula, sehe da:

    1. "Frau Paula Boch Wwe" Witwe wie DirkK und Ludwig11.

    2. "Gefr .U. ?? Boch 26137". Kurz gesagt: "Gefr. U. Boch 26137".

    3. Das "V" erinnert mich irgendwie an "Volks-Wohlfahrt", "NSV" oder ans Mutterkreuz. Aber das ist jetzt gesponnen..

    Gruss vom alten Sütterlin-ABC-Schütze jostdieter.


    Änderung wg. Fehlinterpretation: Schliesse mich DirkK und Ludwig11 an, hinter Frau Paula Boch steht "Wwe" gleich Witwe.

    Bitte in 1 und 2 löschen.

    Sorry jostdieter

    Hallo von Bomben Betroffene,


    in Nordhausen am Harz wurde am 6.11. 2019 mittags bei Grabungsarbeiten am Stadttheater ein Blindgänger mit einem besonders erschütterungsempfindlichen chemischen Langzeitzünder gefunden. Etwa 15'000 Einwohner im Umkreis von 1000 Meter wurden evakuiert.Die Auszüge aus dem Bericht des Lagezentrums finde ich als Lehrstoff interessant:


    Zitat Arno Glashagel, nnz-forum, 123.11.2019: Was tut die Polizei? An anderer Stelle spielte sich das ab, was sich ein ums andere mal bei jeder Evakuierung wiederholt, ob „ad hoc“ oder gut vorbereitet: Menschen weigern sich ihre Wohnungen zu verlassen. Zehn mal musste die Polizei in der vergangenen Woche „freiheitsbeschränkende Maßnahmen“ ergreifen. Um 20:15 ist es eine Familie am Frauenberg, die sich weigert ihre Wohnung zu verlassen. In so einem Fall wird entweder der Bereitschaftsdienst des Vermieters oder ein Schlüsseldienst hinzugezogen, erklärt die Pressesprecherin der Nordhäuser Polizei, Fränze Töpfer. „Wenn wir dann einmal in der Wohnung drin sind, sind die Leute in der Regel schnell bereit zu kooperieren“, sagt Töpfer, von ihrem Gewaltmonopol wird die Polizei an diesem Abend keinen Gebrauch machen müssen. Immer wieder muss man aber zum „Verbringungsgewahrsam“ greifen, die „freiheitsbeschränkende“ Maßnahme, die nur in der Hoheit der Polizei liegt. Um 20:55 droht eine ältere Dame am August-Bebel-Platz damit, sich das Leben zu nehmen, wenn sie ihre Wohnung verlassen muss. Hier assistieren die Beamten nur, die Klärung der Lage überlässt man dem medizinischen Fachpersonal. Ebenfalls am Bebelplatz fällt den Einsatzkräften ein älterer Herr auf, der am PC sitzt und keinerlei Reaktion zeigt. Die Wohnung wird geöffnet, der 64jährige in Gewahrsam genommen und in die Notunterkunft verbracht. An anderer Stelle erklärt eine Seniorin, sie habe den zweiten Weltkrieg überlebt, die Entschärfung jetzt sei da nur „pille-palle“. Auch sie wird schließlich in Gewahrsam genommen und evakuiert. Im Hauptbahnhof muss man sich um rund 30 Personen kümmern, die hier „gestrandet“ sind, weil sie nicht wussten wohin sie gehen sollten und an der Südharz-Galerie kommen mehrere Personen zu nah an den Absperrbereich. Beide Situationen werden schnell geklärt. Die Hauptaufgabe der Beamten ist eigentlich die „Raumsicherung“, erklärt Frau Töpfer, also die Verhinderung von Straftaten wie Diebstahl und Plünderung. Einen 34jährigen Einbrecher erwischte man gegen 18 Uhr denn auch prompt in der Kützingstraße. Neben den unterstützenden Maßnahmen bei der Räumung des Gebietes ist man außerdem für die Straßensperrungen im Außenbereich zuständig, auch das darf nur die Polizei. Gerade bei einem großen Evakuierungsgebiet wie der Nordhäuser Innenstadt bindet diese Aufgabe viele Kräfte, am Mittwoch etwa die Hälfte aller sich im Einsatz befindlichen Beamten. Was kommt danach? Um 23:10 entdeckt man mehrere Personen auf dem Dach einer Wohnscheibe in der Töpferstraße, die offensichtlich eine bessere Aussicht auf die Entschärfung genießen wollten. Die Polizei schreitet ein, setzt das „Verbringungsgewahrsam“ durch. Und schließlich ist da noch ein junger Mann, der mit einem Mal an der Fundstelle auftaucht. Der Mann sei offensichtlich verwirrt gewesen, heißt es noch in der Nacht, vielleicht geistig beeinträchtigt. „Das war ein lieber, netter Bursche aber der ließ absolut nicht mit sich reden. Er müsse jetzt auf Arbeit, sonst würde sein Meister schlimm mit ihm schimpfen“, erzählt Sprengmeister Andreas West. Was passiert mit den „renitenten“ Widerständlern, den paar Leuten, die dafür sorgen, dass sich die Unannehmlichkeiten für tausende Andere, die den Anordnungen Folge geleistet haben, in die Länge ziehen? Kann man demenzkranke Großmütter oder geistig eingeschränkte Mitbürger für ihr Fehlverhalten belangen? Was ist mit den „Spaßvögeln“ die sich auf dem Dach in der Töpferstraße tummelten? Es greift das Gesetz, genauer die „NdhGefAVOKM“, die Ordnungsbehördliche Verordnung zur Abwehr von Gefahren durch Kampfmittel in der Stadt Nordhausen, die sich wiederum auf die Thüringer Kampfmittelverordnung stützt. Demnach drohen bei Ordnungswidrigkeiten Geldbußen von bis zu 5.000 Euro." Ende Zitat.


    Allerbeste Grüsse jostdieter


    Schrift auf normal gestellt, Diana

    Hallo Dierk Adebar, in wikipedia findest Du unter dem Stichwort "Zahlmeister " einige Antworten auf Deine Fragen.

    Noch eine Erinnerung:

    Ein alter Kollege, er sah sich selbst als höherer Zahlmeister und Offizier, erzählte einmal am Stammtisch, er sei hoch zu Ross unter dem Fenster meiner elterlichen Wohnung in Halberstadt vorbeigeritten...Unser Veteran von den Gebirgsjägern zog die Augenbrauen hoch, sagte aber nichts.

    Beste Grüsse jostdieter.

    Quote

    ZITAt wikipedia Zahlmeister:

    In der Wehrmacht waren Zahlmeister bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges Militärbeamte des gehobenen Dienstes und galten als Gehilfen des Kommandeurs in Angelegenheiten, welche die Verwaltung betrafen] Diese im Offiziersrang befindlichen Zahlmeister kümmerten sich bei den unteren Stäben um die Geschäfte und Belange der Heeresverwaltung. Ihnen unterstanden die Rechnungsführer. Es gab die Rangstufen:

    Hallo Bomben-Betroffene,

    In Nordhausen am Harz wurde am 6.11. 2019 mittags bei Grabungsarbeiten am Stadttheater ein

    Blindgänger mit einem besonders erschütterungsempfindlichen chemischen Langzeitzünder gefunden.

    Es mussten 15'000 Einwohner im Umkreis von 1000 Metern evakuiert werden.

    Nach Evakuierung in Hallen ausserhalb des Gefahren- Umkreises und Entfernung renitenter Personen

    aus ihren Wohnungen konnte mit der Entschärfung begonnen werden.

    Die Entschärfung wurde unterbrochen, weil sich eine "leicht verwirrte Person" der Fundstelle näherte.

    Der Wasserzufluss für das Schneidgerät war während der Unterbrechung durch den ungebetenen Zaungast nicht zu unterbrechen,

    sodass der üblicherweise ausreichende Vorrat zur Neige ging und nun per Tanklaster aufgefüllt werden musste.

    Der technische Hintergrund zur Erläuterung: das Schneidgerät der Firma "Tauber Delaborierung" nutzt ein Wasser-Sand-Gemisch,

    um den Zünder unter Hochdruck aus der Bombe herauszuschneiden.

    Um 2:38 war der Zünder herausgemeisselt und konnte gesprengt werden.

    Mit grossem Dank an die Sprengmeister und die vielen Helfer aus Thüringen kehrten alle müde, aber erleichtert in ihre Wohnungen zurück.

    Quelle: nnz-online.de., 7.11.2019.

    Sehr erleichtert grüsst jostdieter.

    Hallo buchdonk, kann man Dich wie Justus auch mit "Thomas" anreden?

    Ich rufe die Kenner der Wehrmachts- Kraftfahrzeuge.

    Mich interessiert an dem Bild (Musste ich wg. Verwendung von BBCodes löschen)

    1.Wer hat diesen zweiachsigen "Kommandeurswagen" produziert ?

    Erinnert mich mit dem hohen Motorraum mehr an einen uralten Willis- Jeep als an

    einen Krupp-Kraftwagen mit dem "Hundeschnauze"- Motorraum.

    2. Das Holzgestänge auf dem Motor hat man vielleicht als Knüppeldamm über Schlammlöcher gebreitet.

    Die Knüppel scheinen aber kürzer zu sein als die Spurbreite dieses Zwei-Achser.

    Reicht vielleicht für ein Beiwagen-Krad.

    Rätsel über Rätsel..

    Gruss von jostdieter.