Posts by jostdieter

    Hallo Horst ,

    Quote from horst

    bei Pilotens gibt es den uralten Streit, ob die Ansage gilt, keinen Alkohol 13 Stunden vor dem Abflug oder 13 Schritte davor.

    Die körperlichen Anforderungen an Männer und Frauen im Cockpit eines Jetfighters sind sehr hoch wegen der wechselnden Beschleunigungen, wegen des wechselnden Aussendrucks und wegen der gleichzeitigen Verarbeitung unterschiedlicher Anforderungen. Nicht umsonst errreichen nur etwa 30 % der Piloten-Anwärter ihr Ziel. Noch weniger Anwärter schaffen die A-Qualifikation für Jetties. 1960 mussten zehn von zwölf Flugschüler unseres Kurses vorzeitig aus der Unterdruckkammer des Flugmedizinischen Institutes geholt werden, weil ihr Körper Sauerstoff-Mangel oder einen Unterdruck ab etwa 10 km Höhe nicht vertrug. Alkohol reduziert ab etwa 0,5 Promille die Reaktionsfähigkeit um Sekunden. Im Cockpit eines Jets geht es aber um Dezi-Sekunden. Deshalb verschieben verantwortungsbewusste Flieger ihren Alkoholgenuss auf dienstfreie Zeiten. Die das nicht schaffen, fallen beim jährlichen Gesundheits-Test durchs Raster und dürfen dann vielleicht einen Schreibtisch fliegen.

    Gruss jostdieter.

    Hallo Bert

    Quote from bert

    Selbst nach dem Krieg blieben die ehemaligen Soldaten der einzelnen Waffengattungen buchstäblich unter sich, wenn sie über ihre Kriegserlebnisse sprachen.So war es jedenfalls im Süden Bayerns.

    Anders in Südbaden: Am Freitag- Nachmittag ab 17:30 trafen sich Alte und Junge zum "seelischen Stuhlgang mit Spülung " in der Gastätte der "holden Linde". Um 20 Uhr schob Linde uns mit dem Besen raus. Der schwer verwundete Infanterie- Funk-Feldwebel, der schwer verwundete Gebirgs- Oberjäger, der Fallschirmjäger und die Infanteristen des Aufgebotes der 17jährigen erzählten von ihren Kriegserlebnissen so spannend, dass die Jüngerern immer wieder gern zuhörten. Von Rivalitäten keine Spur. Der Funker lobte den Sani, der unter Feuer seine zerschossene Schulter versorgte und kurz darauf tödlich getroffen wurde. Der damals zehnjährige Pimpf musste immer wieder von der Identifikation eines verschütteten Mitschülers erzählen. Er erkannte ihn an seinem Pullover-Muster. Der Kopf fehlte.

    Aber es gab auch den Sohn eines russischen Kraftwerksmonteurs, der in den 20er Jahren in Südbaden hängenblieb.

    Der wollte nichts mehr hören von den alten Geschichten...

    Gruss jostdieter.

    Hallo Stephan

    Quote from stephan
    In Bayern war eine Halbe Mittags bis zu - ich glaube - Beginn der Neunziger erlaubt.

    In Südbaden fuhr ein Staplerfahrer aus Bayern angetrunken rückwärts von der Rampe.

    Der Stapler war kaputt.Er wurde nicht verletzt.

    Er redete sich damit raus, dass in Bayern eine Flasche Bier zum Mittag erlaubt sei.

    Der Betriebsrat machte ihm klar, dass in der Chemischen Industrie generell Alkoholverbot für Kraftfahrer besteht.


    Im fliegerischen Dienst der Luftwaffe galt ab 1956 die Vorschrift:

    "24 Stunden vor einem Flug kein Alkohol."

    Nachholen konnten die Flieger bei den Jahres- Treffen der Piloten-Gemeinschaften .

    Die waren berüchtigt und gut besucht wegen ausgiebiger "Alkoholischer Druckbetankung".

    Gruss jostdieter.

    Hallo Thomas, Du fragtest, warum "nach dem Krieg" die lederne Fliegerjacke mit Schwinge recht anziehend auf die Damen wirkte. Im Krieg wirkte die flotte Fliegermütze anziehend auf die Damen. In den Jahren nach Neugründung der Luftwaffe ab 1956 gingen Piloten gern in der Lederjacke zu den Treffpunkten mit Frauen. Erhöhte ungemein die Chancen, bei der Dame der Wahl zu landen, wenn man sich als Pilot zu erkennen gab.

    Piloten glaubten - vielleicht in Selbstüberschätzung - die besten Frauen erobern zu können. Aber die "Wertschätzung der Pilotenfrauen " würde den Rahmen des Themas "Wertschätzung der Waffengattungen" sprengen.

    Gruss jostdieter

    Hallo Karl, zur Frage der Wertschätzung der Waffengattungen bei der Wehrmacht untereinander kann ich nur erzählen, was ich als Pimpf bei Zugfahrten von Soldaten oder vom Bräutigam unseres Dienstmädchens aufschnappte: Luftwaffensoldaten wurden "Schlipssoldaten" genannt, weil sie eine Kravatte beim Ausgang trugen. Infanteristen waren "Stoppelhopser" oder " Fußlatscher" . Gebirgsjäger waren "Seppels" , die sich mit ihren Bergstiefeln von den "Knobelbechern" der Infanteristen unterschieden. Ein Fallschirmjäger auf Urlaub wurde wegen seiner langen Springerjacke "Hemdenmatz" genannt. Abfällige Bemerkungen hörte ich nur über die "Amis" mit ihren "Gummi- Stiefeln", die bei "Geschützfeuer sofort unter den Tisch krochen". Bei den Mädels waren natürlich die Flieger mit Schirmmütze "Hahn im Korb". "Piloten ist nichts verboten" war das Motto. Nach dem Krieg wirkte die lederne Flliegerjacke mit Schwinge recht anziehend auf die Damen.

    Gruss jostdieter

    Hallo Auguste, der Staffelgiebel hinten rechts und der Strassen- Erker mit rel. grossen Fenstern erinnert mich an Stadtstrassen in Süddeutschland.

    Regional verbreitet ist diese Giebelform in der Backsteingotik des späten Mittelalters in Norddeutschland und abgewandelt in Süddeutschland (Quelle "Staffelgiebel, Wikipedia).

    Die hohen Fenster in den Gebäuden lassen mich vermuten, dass das Foto in einer einstmals wohlhabenden Residenzstadt aufgenommen wurde.

    Die Blindfassade am Gebäude links sieht nach Holzbrettern aus, keinen teuren Schiefer-Schindeln.

    Der blecherne Anschlagkasten an der verschlossenen Bretterbude scheint leer zu sein.

    Gruss jostdieter

    Hallo Sperling

    Quote from sperling

    Dennoch hier mal ein Foto von Bürckel zum Vergleich, der auch eher kompakt gebaut war: https://www.alamy.de/stockfoto…ydrich-1938-37006171.html

    Der Josef Bürckel auf dem stockfoto neben Heidrich ist merklich kleiner als der Moppel auf Foto 1. Bürkel hatte genauso ein Allerweltsgesicht wie Gauleiter Robert Wagner, da fand ich keinen markanten Unterschied.

    Wagner war deutlich grösser als Bürkel. Er war genausogross wie SA - Röhm beim Adolf-Hitler-Prozess 1924, siehe Bild in Wikipedia "Gauleiter Robert Wagner".

    Der 2-Metermann von Bild 1 mit Sporen an den schmutzigen Reitstiefeln könnte Wagners Kriegskamerad und Mitangeklagter im Prozess 1924 Wilhelm Brückner sein.

    Der stand hinter Röhm und Wagner auf dem Prozessbild von 1924.

    Aber "nichts genaues weiss man nicht" ..

    Sowohl Robert Wagner wie Josef Bürkel wurden wegen Judenverfolgung im Elsass und Lothringen von einem französischen Gericht zum Tode verurteilt.

    Gruss jostdieter

    Hallo Uwe, schliesse mich Deiner Vermutung bezüglich Elsass/Lothringen mit den kerzengeraden- über Berg und Tal - Marsch-Strassen Napoleons an.

    Quote from muna lisa

    Der Anmutung der Flora samt des Weges würde ich das Bild 1 durchaus auf das südliche Deutschland, vielleicht noch Elsass / Lothringen verorten wollen - könnte das mit eventuell bekannten Stationen Deines Großvaters übereinstimmen ?

    Jetzt mal eine ganz waghalsige Vermutung: Der Moppel auf Bild 1 könnte der zukünftige Gauleiter Robert Wagner (1941 bis 1943 ) von Elsass und Teilen Lothringens sein. Der Zwei-Meter-Mann neben ihm mit Sporen an den Reitstiefeln könnte sein Kriegs-Kamerad Brückner aus dem Adolf-Hitler-Prozess 1930 sein.

    Siehe Quelle: Wikipedia "Gauleiter Elsass und Lothringen 1941 bis 1943" .

    Einen hellen Trench-Coat sah man nach meiner Erinnerung in HJ- Zeitschriften und Wochenschauen bei Idolen wie Rennfahrer Bernd Rosemayer oder Schauspielern wie Heinz Rühmann. Mein Vater - obwohl recht wohlhabend - besass nur einen Wintermantel und einen gummierten Regenmantel sowie seine Reichswehr-Uniform.

    Er wollte nicht wie ein Schauspieler rumlaufen, sagte er einmal.

    Die Schauspieler unseres Stadttheaters fielen immer wieder durch ihre Kleidung auf.

    Gruss jostdieter.

    Hallo Sten* ,

    1. Stimme zu, der Moppel mit Schiebedach (Stirnglatze) ist nicht Albert Speer.

    Der hatte auch eine schmalere,spitzere Kinnpartie.

    Hi Arnd,

    ich sehe auch ein ausgeklapptes Fernglas auf Moppels ausgebeulter linken Brustseite.

    Vielleicht ein ortskundiger Großgrundbesitzer mit WK I -Orden als Pfadfinder für die deutschen Truppen..

    Kenne ich von meinem Vater, der hatte als Biologie-Lehrer bei Wanderungen immer ein Fernglas um den Hals hängen.


    2. Der Ort auf Bild 3 war möglicherweise vor einem der Tore des heutigen Kapitulationsmuseum in Reims,

    bis 1945 Hauptquartier von SHAEF.

    Lycée Franklin Roosevelt, 10 rue du Président F. Roosevelt 51096 REIMS CEDEX.

    Dönitz und Jodl ziehen sich die Handschuhe an.

    Vermutlich kommen sie aus einem geheizten Raum.

    Haben sie vielleicht gerade die Kapitulations-Urkunde unterschrieben ?

    Alles Spekulation...


    3. Die Deutschen waren noch 1968 in der Champagne verhasst.

    Fünf deutsche Techniker begutachteten in Reims und Chalon-sur-Marne die Förderanlagen eines französischen Versand-Händlers.

    In der örtlichen Zeitung stand:

    " und wieder marschieren blonde Deutsche im Gleichschritt durch unsere Strassen."

    Ich kann mich nicht daran erinnern, dass wir abends "im Gleichschritt" - eher wackelig von der zweiten Flasche Wein - ins Hotel gingen.

    Der Geschäftsführer, "Monsieur le Patron" sprach mit uns nur Englisch.

    Erst am letzten Abend sprach er plötzlich Deutsch.

    Er hatte Deutsch in der Gefangenschaft der verhassten Deutschen gelernt.

    Gruss jostdieter.




    *(fortyandhalf = 45 years. Good !)

    Hallo, ich versuche es auch mal:

    Bild 2: Von links nach rechts: Rüstungsminister Albert Speer, Großadmiral Dönitz, Generaloberst Jodl.

    Bild 3: Von links nach rechts: - Generaloberst Jodl (wo ist sein linkes Bein ?),

    - britischer oder US-Bewacher mit Kravatte,

    - dahinter mit gesenktem Kopf eine deutsche Offiziersmütze , womöglich Major i. G. Wilhelm Oxenius, Dolmetscher bei Kapitulation in Reims,

    - Rüstungsminister Albert Speer

    - Großadmiral Dönitz.

    - Ort: Nicht in Deutschland, Klappfenster-Flügel (siehe Gebäude-Fenster )gab es 1945 meines Wissens nicht in Deutschland, aber in Frankreich. Vielleicht in Reims?

    Gruss jostdieter

    Hallo Karl, Du schreibst

    "Dt. Flieger benutzten die Meldehülse" vermutlich meinst Du "für menschliche Ausscheidungen" , umgangssprachlich "Kaffee-Wasser abschütten" .

    Im Cockpit eines Strahljägers haben "Meldehülsen" - wie alle losen Teile - nichts zu suchen.

    Bei Beschleunigungen bis 5 Gravitationen im Düsentrainer T 33 , beim Eurofighter bis zu 9 Gravitationen,

    können im Cockpit umherfliegende lose Teile schwere Schäden anrichten.

    Hätte ein Crew Member z.B. eine Thermosflasche ins Cockpit mitgenommen, wäre er umgehend "grounded" worden.


    Zum Thema "Piloten- Frühstück" noch eine Vorschrift:

    "24 Stunden vor Flug kein Alkohol".

    Gruss jostdieter

    Hallo Schläfer,

    Es geht auch ohne Unterlage.

    Nach einem zerstörerischen Bombenangriff auf meine Heimatstadt Nordhausen/Harz am 4. April 1945 fand ich mit meiner Mutter Unterkunft im Keller einer Zichorienfabrik, der Kommandostelle .

    In den Räumen drängten sich viele Menschen, dicht bei dicht .

    Es gab keinen Platz , um sich auf dem Boden zum Schlafen auszustrecken.

    Die Erwachsenen schliefen Seite an Seite im Sitzen.

    Schliesslich fand ich Zehnjähriger im Vorzimmer des Kampfkommandanten einen Platz auf dem Fußboden unter einem Tisch, wo ich mich ausstrecken konnte.

    Ab und zu hat mir jemand unter dem Tisch auf die Arme oder die Beine getreten.

    Das hat mich aber kaum aus meinem tiefen Schlaf gerissen.


    Im Keller des Gefängnisses der sowjetischen GPU-Geheimpolizei im August 1945 lagen die deutschen Häftlinge auf Holzbänken ohne Unterlagen.

    Zwei Häftlinge teilten sich eine Bank.

    Schlafen Kopf an Kopf ging nicht.

    Aber Kopf an Füße ging.

    Sie werden sich nicht die Füße geleckt haben, aber der einstige NS-Oberbürgermeister und der zukünftige SPD-Funktionär waren von da an Freunde.

    Gruss jostdieter

    Hallo, unter Bezug auf Guido Schommers Bericht möchte ich über das nicht sehr appetitliche Thema "Behandlung menschlicher Ausscheidungen bei Besatzungen von Strahljägern" in den Jahren 1956 bis 1962 berichten.

    Quote from guido

    Allesamt mit beschissenen, bepinkelten,zerissenen Hosen und ohne Unterhosen in

    Gefangenschaft gegangen.

    1. In der Kantine der "Strahl-Flugzeugführerschule B" in Fürstenfeldbruck gab es ein "nicht blähendes Piloten-Frühstück".

    Blähungen bei Unterdruck in grossen Höhen können schmerzen. Sie schaden der Einsatzfähigkeit.

    Frühstück in Tuben - wie bei den Astronauten - stand vor der Einführung, war aber unerprobt.

    2. In der rechten Unterschenkeltasche der Hose steckte eine Kotz-Tüte.

    Nicht nur Anfänger, sondern auch Piloten mit vielen Flugstunden brauchten sie mal, wenn sie

    im Abgas -Strahl des Vordermanns durchgerüttelt wurden.

    3. Dann musste blitzschnell das Sauerstoff-Mundstück beiseite geklappt und und durch die Tüte ersetzt werden .

    sonst kostete das Reinigen des Mundstücks 20 DM !

    4. An der Stoff- Hose war auf der linken Innenseite eine etwa 20 cm x 5 cm lange Aussentasche mit Verschluss- Lasche .

    Inhalt ein Kunststoff-Beutel mit Penis- Manschette für Urin-Aufnahme.

    Wie das bei Druckanzügen im Starfighter aussah, weiss ich nicht.

    5. Für Kot-Aufnahme bei Langstreckenflügen gab es vermutlich Einlagen.

    6. "Volle Hose" hatte man meistens nur rhetorisch vor unerprobten Einsätzen.

    Hoffe, keine Anstands - Gefühle verletzt zu haben, aber "auch der Kaiser muss manchmal zu Fuss verschwinden.."

    Gruss jostdieter.

    Hallo Rainer, weder der "Braune Sumpf" noch die Hamas sind belehrbar, schreibst Du. Ich teile Deine Meinung.

    Dieser Tage wurde in Nordhausen/Thüringen nachts ein Molotov- Cocktail an die Fassade eines Rathauses geworfen.

    Die deutsche und die israelische Fahne wurden leicht angekokelt.

    Im Forum "nnz.nordhausen" wurde gefragt, warum die Stadtverwaltung eine israelische Fahne aufgehängt hat.

    Ein Forumsteilnehmer befasste sich mit dieser Frage.

    Nordhausen hat bis 1945 viele jüdische Bürger verloren. Stolpersteine gedenken ihrer.

    Hier nun der Beitrag des "DDR-Facharbeiters" im nnz-forum nordhausen.

    Ich wage ihn zu veröffentlichen, weil in diesem thread über die jüdischen Opfer in den KZ's nach meiner Meinung auch die Opfer der israelischen Nachkommen deutscher und österreichischer Juden gewürdigt werden sollten.

    Gruss jostdieter

    Quote from nnz-forum nordhausen

    DDR-Facharbeiter | Uns Nordhäusern steht Solidarität mit Nachkommen deutscher Juden gut an.

    "Der Staat Israel aber wird sich auch im momentanen Konflikt als wehrhafte Demokratie - wie schon 1972 - weder von individuellem Terrorismus, noch vom Bombenterror der Hamas oder den politischen Zielen links- oder rechtsradikaler Judenhasser aufhalten lassen." Zitat Olaf Schulze, nnz-forum

    Am 5.September 1972 wurden bei der Geiselbefreiung auf dem Flugfeld des Fliegerhorstes Fürstenfeldbruck die israelischen Nachkommen deutscher/österreichischer Juden mit den Familien-Namen Mosche Weinberger, David Berger, Seew Friedmann, Josef Gutfreund, Kehat Schorr, Andre Spitzler, Jaakow Springer, Josef Romano sowie der deutsche Pilot Anton Fliegerbauer und der Israeli Eliser Haclan von arabischen Terroristen ermordet.

    Ich zweifele nicht daran, dass es uns Nordhäusern mit jüdischen Mitbürgern und ihren Stolpersteinen gut ansteht, Solidarität mit Israel und seinen Nachkommen deutscher Juden zu zeigen.

    Die Namen wurden der Gedenktafel an die Ermordung israelischer Sportler am 5. September 1972 auf dem Fliegerhorst Fürstenfeldbruck entnommen. Der Hubschrauber-Pilot Anton Fliegerbauer war ein deutscher Polizeibeamter.

    Gruss jostdieter

    Hallo Bernhard, ich würde auf Reichsbahn tippen: Die Armscheibe erinnert mich an einen Adler, der ein Zahnrad hält.

    Zwischen oberem und mittleren Jacken-Knopf sehe ich eine Gliederkette.

    Könnte eine Trillerpfeife zum Abfahrtssignal dran hängen.

    Der Rock ist kein Uniformstück, sondern eine Privat-Kutte.

    Passt zu den Frauen, die ab etwa 1942 statt eines männlichen Stationsvorstehers die Personenzüge abfertigten.

    Diese meine Vorhersage ist zu 50 % wahrscheinlich, sagte immer der Luftwaffenmeteologe, bevor die Flugzeuge starteten.

    Gruss jostdieter

    Hallo Max,

    Quote

    Jeder Versuch in Dresden mich bei den offiziellen Stellen um Auskunft zu bemühen,

    wurde leider ignoriert


    ich bekam aus einem anderen Grund bei den offiziellen Stellen der Friedhofsverwaltungen einer hessischen Großstadt keine Auskunft. Die haben noch nicht einmal das offizielle Telefon in den offiziellen Öffnungszeiten abgehoben. Ich habe mich dann mit Erfolg an die städtische Bürger-Beauftragte gewandt. Umgehend kam eine Antwort, aber von einer anders benannten Amtsstelle.

    Viel Erfolg wünscht jostdieter

    Quote from karl grohmann

    Teils waren die Waggons begleitet

    Hallo Karl, das stimmt. Ein damals jugendlicher Basler wohnte nahe dem von der Reichsbahn verwalteten Badischen Bahnhof auf Basler Boden an der Bahnstrecke nach Italien. Tag und Nacht fuhren die Güterzüge vorbei. Er sah deutsche Soldaten mit umgehängten Gewehren auf den Wagen.


    Ich füge ein weiteres Zitat eines Schweizer Offiziers hinzu: Warum Hat Hitler nach Überwindung der Maginot-Linie nicht auch gleich die nahe Schweiz überrannt ? Admiral Canaris hat Hitler eingeredet, dass die Schweizer Armee das Alpen-Glacis zu einer uneinnehmbaren Festung voller Bunker und Geschütze ausgebaut habe. Diese Information wird bei der Ausbildung von Schweizer Offizieren gelehrt. In Tat und Wahrheit habe Canaris übertrieben, das Alpen-Glacis war noch nicht aufgerüstet.

    Die Namen beider Herren sind mir bekannt, möchte ich aber ohne ihre Zustimmnug nicht veröffentlichen

    Gruss jostdieter

    Hallo, über Karls Nebensatz von der "guten Versorgung von hochrangigen oder vermutlich gut informierten Kriegsgefangenen" komme ich zu der Behandlung von abgestürzten alliierten Fliegern. Die besassen ja aus ihrem Alltag und dem morgendlichen Briefing vor dem Flug die neuesten Informationen über die alliierten Bomber Air Commands. Diese aktuellene Informationsquellen müssten für die Wehrmacht von höchstem Wert gewesen sein.Trotzdem wurden immer wieder alliierte abgestürzte Flieger von fanatischen Zivilisten ermordet.

    Siehe einen Ausschnitt aus der Weimarer Zeitung:

    "Vor 20 Jahren erschien im Allgemeinen Anzeiger eine ­Serie von Artikeln über ­Morde an US-Fliegern um Weimar im 2. Weltkrieg. Es gab große Anteilnahme, Zeitzeugen meldeten sich, ­Gedenksteine wurden errichtet und Gregory S. Martin, Viersterne-General der US-Luftwaffe, damals Kommandeur der US-Luftstreitkräfte in Europa, lud die Initiatoren nach Ramstein ein. Traugott Vitz, Pfarrer im Ruhestand aus dem Rheinland und Bernd Schmidt, Weimarer Heimatforscher, ­recherchierten die Schicksale neu und packten ihre Erkennt­nisse in drei Bücher".

    Es wäre interessant, ob neben dem geheimen "Kommissarsbefehl" auch eine "Vorschrift über die Behandlung von gefangenenen vermutlichen Informationsträgern" existierte. Zu diesem Kreis gehörten neben den hochrangigen Offizieren ("Raupenschlepper "genannt wegen ihrer Offiziers-Abzeichen) meines Erachtens auch die gefangenen allierten Flieger. Die Mörder von alliierten Fliegern hätten dann wegen Verstoss gegen die Genfer Konvention von 1929" und "Zerstörung von kriegswichtigen Informationen" vor Gericht gestellt werden müssen.

    Kein Wunder, dass die Zivilisten in den Dörfern ungern über diese Morde reden, wie die Weimarer Heimatforscher Traugott Vitz und Bernd Schmidt in ihren Büchern berichteten.

    Gruss jostdieter

    Hallo Christian,ein flächenmässig grosser Friedhof in Förderstedt bei Stassfurt nahm 1945 viele deutsche Soldaten aus den Kämpfen im April 1945 bei Barby und Walternienburg auf, dabei auch meinen Bruder. Sie wurden erst von US-Truppen , dann von deutschen Kriegsgefangenen dorthin gebracht. Der Friedhof hiess auf der Gemeindeverwaltung im Dorf "Soldaten-Friedhof." Nach der Mauer wurden dort mehrere NVA-Grenzer, vermutlich aus dem Harz, beigesetzt. Der Totengräber und die Gemeinde-Bearbeiterin erzählten von einem NVA-Soldaten "mit Loch in der Schläfe".

    Wo die Soldaten umkamen, hat ihnen die NVA nicht erzählt. In den 90er Jahren sah ich neue Gräber und ein Denkmal "Für die Opfer von Gewaltherrschaften".Die Leute unterschieden den "Soldaten-Friedhof" vom "Dorf-Friedhof." Heute steht auf Google Earth kein Friedhofs-Name in Förderstedt. Aber die Grabstätten sind noch zu erkennen.

    Gruss jostdieter

    Hallo Karl Grohmann, gestatte mir, die Gefühle eines zehnjährigen Pimpfes während zweier Bombenangriffe im April 1945 auf meine Heimatstadt Nordhausen/Thüringen darzustellen.

    Am 3. April - auf dem Heimweg vom Jungvolkdienst- scheuchten mich krachende Explosionen in einen ebenerdigen Luftschutz-Raum, voller Frauen und Kinder. Die stählerne Aussentür flatterte wie ein Blatt im Wind, als eine nahe Explosion das Haus schaukeln liess. Das Nachbarhaus war getroffen worden. Ich lehnte stoisch an einer Wand und zählte die Sekunden zwischen Erschütterungen und Explosions-Geräusche. Bei der Differenz NULL überkam mich Angst, von der Stahltür erschlagen zu werden. Aber sie hielt.

    Das Nachbarhaus war seitlich runtergebrochen. Ich rannte nach Hause. Mutter kam mir entgegen und schloss mich weinend in die Arme.

    "Junge, da bist Du ja". Am nächsten Tag ging es wieder los. Mein Vater scheuchte uns in den Kellerraum am Durchbruch zum Nachbarhaus.

    Er beugte sich schützend über mich, als das Haus zu beben und schaukeln begann. Der Kalk rieselte von der Decke. "

    "Hoffentlich kommt die Decke nicht runter. Ich möchte nicht verschüttet werden. Aber Vati wird mich rausbringen."

    Das Krachen und Pfeifen dauerte eine Ewigkeit. Nach zwanzig Minuten war es vorbei. Niemand war verletzt, das Haus und die Nachbarhäuser standen noch. Auf der Strasse gähnte ein ca 3 Meter breites Loch, wohl ein Blindgänger. Scheinbar unbeeindruckt suchte ich meine Bücher und das Spielzeug in meinem Zimmer zusammen. Beide Fenster gähnten leer. Die nächsten Tage verbrachte ich mit Mutter im Keller einer Fabrik. Die war auch Kommandostelle des Volkssturmes. Ein HJ-Bannführer schickte uns Pimpfe mit einem Tafelwagen täglich Essen holen. "Bei Tieffliegern sofort auseinander in Deckung". War traurig, als ich meine neuen Freunde vom "Geheim-Kommando Kaiserberg"- am Kaiserberg war die Grossküche - verlassen musste. Vater schickte uns zur Oma in Wernigerode, weil die SS und der Volkssturm auf Befehl von SS- General Kammler Nordhausen und die Harzpforte verteidigen sollten. Ist nichts draus geworden, die SS ist abgehauen und die Volkssturm-Männer haben sich um ihre Familien gekümmert. Mit neu gewonnenen Selbstbewusstsein - ich bin ja jetzt kriegserfahren - liess ich mich nicht mehr von den Frauen rumkommandieren und nahm mir das Fahrrad meines Opas, das ich vorher nie benutzen durfte.

    Gruss jostdieter.