Posts by Joseph O.

    Hallo zusammen,


    nach langer Pause möchte ich mich mal wieder melden, um den Rat unserer Fachleute einzuholen.


    Ich hatte vor kurzem eine alte Postkarte aus dem WW1, die eine französ. Frau an ihren an der Front befindlichen Mann gesandt hatte, an einen historischen Verein in Bailleul geschickt. Diese Postkarte stammt aus dem Nachlass meines Großvaters, der irgendwie in ihren Besitz gelangt ist. Der Adressat soll "Joseph" geheißen haben - genau so wie mein Großvater. Die Karte habe ich hier im Forum bereits vor mind. einem Jahr veröffentlicht - unser elsässisches Mitglied Pierre hat sie freundlicherweise teilentziffert und den Kontakt zu den Historikern aus Bailleul (Nordfrankreich; während der 4. Flandern-Offensive wurde es stark zerstört) hergestellt. Diese sind im Moment dabei, nach der Familie der Absenderin zu forschen - der Adressat wurde angeblich 1918 als vermisst gemeldet...


    Nun erreichte mich aus Bailleul die mail einer Person, welche etwas zum Verbleib eines Angehörigen erfahren möchte, welcher 1918 im KGL Kolzminden gewesen sein soll.


    Hier das Anschreiben:


    "Bonjour monsieur

    >

    > Je dispose d’une photo ci jointe prise au camp de Holzminden
    en Allemagne en 1918 je pense. Je crois y reconnaître mon
    grand-père Eugène FLAHAULT. En bas de la photo on peut lire:
    Holzminden photo 2850.

    > Si vous avez des possibilités de recherches dans les archives
    je vous serais très reconnaissant si vous pouviez m’apporter des
    éléments de réponses

    > En espérant ne pas abuser de votre disponibilité, d’avance je
    vous remercie

    >

    > Bernard Flahault"



    Nun meine Frage: Gibt es ggf. hier im Forum jemanden, der Ideen hat, wie man in diesem Fall aus dem WW1 recherchieren könnte? Ich bin für jeden Hinweis dankbar.


    Gruß,


    Joseph


    Hallo zusammen,


    Theoretisch könnte er bei der "Panzer-Division Schlesien" gelandet sein. Die bot zu der Zeit ein Abstecher nach Breslau.


    Diese Aussage erscheint mir ein wenig weltfremd. Ebenso das Ansinnen desjenigen, der mal eben per Durchbruch zum Breslau-Kessel den Bruder retten wollte.


    Mein Vater war zusammen mit seinem Bruder in der Festung Breslau im gleichen Regiment der 269. I.D. im Einsatz - beide wurden kurz nacheinander verwundet und lagen im Bunker-Lazarett unter dem Hauptbahnhofsvorplatz in benachbarten Betten. Mein Vater war schwerverwundet - aber noch transportfähig. Der Bruder hatte angeblich beide Beine verloren und zudem eine Verwundung am Kopf. Mein Vater konnte mit einem der letzten Flugzeuge ausgeflogen werden - der Bruder soll angeblich nach der Übernahme des Lazaretts durch die RA erschossen worden sein - wie auch alle anderen Schwerstverwundeten.


    Wenn also laut der Erzählung von Rüdiger der Wunsch bestanden haben soll, den Bruder zu retten, indem man sich mal so eben von seiner Einheit abmelden und zu einem Freiflug nach Breslau starten möchte, dann geht das doch sehr weit an der damals harten Wirklichkeit vorbei.


    Das mögen Nachkriegserzählungen gewesen sein - aus dem Bereich der Fiktion...


    Die oben erwähnte "Panzerdivision Schlesien" ist in obiger von Sven eingest. Karte nicht im näheren Umfeld von Breslau zu erkennen. Auch diese Division hätte keinen Rettungsvorstoß wegen des Bruders unternommen, um es ein wenig sarkastisch zu formilieren...


    Gruß,


    Joseph

    Hallo Harald,


    Allerdings weiß ich nicht, ob er sich freiwillig zu den Fallschirmjägern gemeldet hat oder ob dies überhaupt noch möglich war.


    ... der von mir in der Wilna-Dokumentation häufig zitierte Eugen Hinnen hat sich als Schweizer zur deutschen Luftwaffe gemeldet, um dort Pilot zu werden - in der Schweiz gab es damals angeblich keine entspr. Möglichkeit. Man hat ihn dann jedoch dort zu den Fallschirmjägern "gesteckt" - Wahlmöglichkeiten gab es wohl kaum...


    Ab einem best. Zeitpunkt wurden gar aus Luftwaffeneinheiten ganz normale Heeresverbände gebildet. Denkbar wäre es, dass eine Zwangszuweisung zur LAH vorlag, welcher Erich Franke dann durch die Meldung zu den Fallschirmjägern entgehen konnte.


    Aber letztlich ist das alles nur Spekulation...!



    Gruß,


    Joseph

    Hallo Paul,


    bei dem Anstecker könnte es sich um ein Segelfliegerabzeichen handeln. Es gab damals Konstruktionen mit geknickten Tragflächen ...


    Hallo Harald,


    die Diskrepanz beim Vermisstendatuim trat merkwürdigerweise bei den beiden DRK-Schreiben auf (Freitag von Dir hier eingestellt)... Dokumente der Deutschen Dienststelle habe ich hier nicht entdeckt.



    Gruß,


    Joseph

    Hallo Harald, hallo zusammen,



    es freut mich, dass Du nun ein wenig Infos vom DRK bekommen hast, wenngleich diese nicht selten kaum belastbar bzw. aussagekräftig sind.


    Das zeigten auch die Schreiben, welche die Angehörigen der Vermissten der 170. I.D. erhielten. Sie waren meist deckungsgleich...


    Interessant wären noch die Ergebnisse der Deutschen Dienststelle (WASt) in Berlin.


    Mich hat z. B. das im aktuellen DRK-Scheiben erwähnte Vermisstendatum 10.08.1944 "im Raum Wilna" irritiert. Die Front verlief damals bereits ca. 100 km weiter westlich ...
    Das alte DRK-Schreiben erwähnte dagegen den 14.07.1944 als Vermisstendatum - dieses passt schon eher.


    Teile des II. Bat. des FJR 16 waren damals noch aus dem Kessel entkommen, marschierten dann Richtung Grigiskes bzw. Valai und versuchten dort den 2. Übergang über die Neris. Dieses Unternehmen begann am frühen Nachmittag des 13.07. und war am 14.07.1944 abgeschlossen. Dann folgte der Rückmarsch nach Kaunas - unter schweren Kämpfen.



    Hier ein kurzer Auszug aus der Wilna-1944-Dokumentation (S. 382 ff):


    "... Im Folgenden schildern Heinz Frischmann (II./FJR 16), der in der Ausbruchsgruppe östlich der Neris kämpfte, und Hans Dimmer (III./FJR 16), der diese zusammen mit der "Gruppe Tolsdorff" am gegenüber liegenden Ufer erwartete, ihre Eindrücke zur Dramatik des Übergang. H. Frischmann:


    "[…] H. Frischmann: "Die Russen schossen wieder mit ihren Granatwerfern, die sie ja überall gleich dabei hatten, und hielten mit Infanteriewaffen die Übergangsstelle unter Feuer. Es gab Verrückte, die wollten auch hier in voller Uniform hinüber; sie soffen erbärmlich ab. Es gab welche, die konnten nicht schwimmen, und so war es ein recht verzweifelter Haufen, der da am Ufer der Wilna[1] stand. Wir Fallschirmjäger (wir waren bei diesem Trupp mit fünf oder sechs Mann) hielten Kriegsrat. Zwischendurch mussten wir verschiedene Male Russen abwehren, unseren improvisierten Brückenkopf anzugreifen. Wer hier die Nerven verlor, der war verloren."


    H. Dimmer ergänzt: "Der Fluss ist an dieser Stelle sehr breit und im weiten Umkreis gab es keine Boote. Immer wieder von Infanterie- bzw. Granatwerferfeuer bedroht, sprangen die Landser ins Wasser, um schwimmend unser Ufer zu erreichen. Viele gingen unter. Teilweise hatte sie die Kraft verlassen und sie ertranken. Viele aber von ihnen wurden von Infanteriegeschossen getroffen oder von Werfergranaten zerrissen, und der Fluss schwemmte ihre Leiche vom rettenden Ufer fort. Die Masse der flüchtenden Soldaten wurden im Laufe des Tages immer grösser und wir mussten zusehen, wie verzweifelt die da drüben waren und wir konnten ihnen nicht helfen. Viele zogen ihre Uniform aus und sprangen in Unterhosen und sogar nackt, nur die Waffe über sich haltend, sofern sie noch eine hatten, in den Fluss und versuchten schwimmend unser Ufer zu erreichen, immer wieder vom feindlichen Feuer bedroht. Manch einer wurde noch ein paar Meter vor dem rettenden Ufer getroffen und versank. Viele konnten wir noch im letzten Augenblick, selber in voller Uniform ins Wasser watend, an Land ziehen. Und drüben am anderen Ufer kamen sie immer wieder in neuen Scharen aus den Wäldern und hielten verzweifelt nach einer Rettungsmöglichkeit Ausschau. Es waren auch viele Kranke und Verwundete dabei."


    Heinz Frischmann dazu: "Wir beschlossen, Zeltplane, Schuhe, Hosen und Pistolen (ich hatte mir inzwischen wieder eine "organisiert") zusammenzupacken und mit dem Bündel unbekleidet hinüberzuschwimmen. Alles andere flog ins Gebüsch, und dann glitten wir ins Wasser. Und wir schwammen auf Leben und Tod hinüber zu den Kameraden. Auch diesmal war das Glück mit mir. Ungeschoren erreichte ich das andere Ufer. Schnell sprang ich in Deckung und band mein Bündel auf. Ein Schuh und ausgerechnet wieder meine Pistole waren weg. So trat ich mit meiner Hose und einer Zeltplane bekleidet den Rückweg an."


    Hans Dimmer weiter: "Es regnete in Strömen und wir konnten den nassen und frierenden Männern, die unser Ufer erreichten hatten, nur Decken umhängen, und sie mussten, so wie sie waren, noch mindestens 3 km durch den Wald hetzen, bis sie endlich den Gefechtsstand erreichten, wo sie notdürftig versorgt wurden. Viele wurden unterwegs noch von Partisanen getötet. Wir haben ihre Leichen am nächsten Tag, als wir uns absetzten, im Wald liegen sehen."


    Und wieder H. Frischmann: "Freudig uns begrüssende Kameraden zeigten uns den Weg, im Laufschritt ging es durch das Unterholz - wieder regnete es in Strömen - zur Rollbahn, wo LKWs auf uns warteten, die uns in ein etwa fünf Kilometer entferntes Dorf brachten. Erschöpft sanken wir aufs Stroh und hatten erstmals seit langen Tagen Stunden der unbedrohten Ruhe und des Schlafes."


    H. Dimmer setzt fort: "Am 15. Juli mittags erreichte das 3. Bat. nach einem verzweifelten Nachtmarsch die Nahtstellen des Kessels, die von Panzern der Div. Grossdeutschland und Stuka-Verbänden aufgebrochen wurde und konnten aufgesessen auf den Panzer und Heeres-LKWs den russischen Einschliessungsring durchbrechen. Feldküchen des Heeres und der Waffen-SS versorgten die durchgebrochenen "Wilnakämpfer" mit dem ersten kräftigen Essen, hatten wir doch in den letzten 3 oder 4 Tagen nur von Waldbeeren und brackigem Flusswasser gelebt. Immer wieder in schwere Kämpfe mit den nachdrängenden Russen verwickelt, zogen wir langsam in Richtung Westen."


    H. Frischmann ergänzt Dimmers Angaben: "Als wir gegen Mittag wach wurden und wir uns etwas erholt hatten, unterhielten wir uns mit den Besatzungen der Panzer, die gut getarnt zwischen den Häusern standen, und erfuhren, dass wir noch immer nicht hinter der HKL waren. In der Nacht mussten wir im Konvoi - vornweg Panzer, dann dazwischen immer LKWs, nebenher Panzer, hinterher Panzer - noch einmal durch die russischen Linien. Wir fuhren wie die Wilden, bald knallte es rund herum, doch wurde es nicht allzu schlimm, und als es hell wurde, hatten wir es geschafft. Kurz vor Kauen, an einem Waldrand, erhielten wir warmen Kaffee. Hier wurden wir auch wieder nach unseren Einheiten "sortiert" und schliesslich nach Kauen gefahren. Dort traf ich den Tross meiner Kompanie wieder und konnte mich einkleiden. Das Abenteuer "Wilna" fand seinen Abschluss in einer grossen Kaserne in Kauen, in der sämtliche "Wilna- Kämpfer" noch einmal zusammengezogen wurden. Als wir zum grossen Appell antraten, da mögen es tatsächlich noch 500 Mann[2] gewesen sein, die dort auf dem Kasernenhof standen und ihre Auszeichnung empfingen. Einige Tage später meldeten wir uns an der Front bei Oberstleutnant Schirmer zurück. Hauptmann Svenson (er ist später bei der grossen Abwehrschlacht an der Grenze Ostpreussens, in der unser Regiment verschiedentlich im Wehrmachtsbericht genannt wurde, vor seinem Gefechtsstand gefallen) meldete uns zurück: Ein Offizier, drei oder vier Unteroffiziere und, wenn ich mich recht erinnere, 16 bis 20 Mannschaftsdienstgrade. […]


    [1] Gemeint ist die Wilija (Neris).
    [2] Diese Angabe korrespondiert kaum mit derjenigen von Hans L., wo die Rede ist von 66 Offizieren und 1.100 Mann...."


    Die Texte der Augenzeugen wurden unverändert übernommen



    Ergänzend noch einige Fotos (mit bestem Dank an R. Franz, mit dem ich einen Materialaustausch unterhalten habe).



    Bild 1: Die Aufnahme zeigt oben Tolsdorff und Schirmer nach den Ende der Kämpfe (wahrscheinlich in Rykonty), wo man die aus Wilna nach dem 2. Übergang angekommenen Geretteten in Empfang nahm.
    Unten sind links Tolsdorff und rechts Stahel abgebildet (Stahel wahrscheinlich bereits in Kaunas, da er keinen Kampfanzug mehr trägt).


    Bild 2: Eine "Impression" von den Kämpfen der Fallschirmjäger, welche bei Valai einen Brückenkopf auf dem Ostufer der Neris gebildet (zwecks Aufnahme der Kesselausbrecher) und dann den Rückzug der Entsatzgruppe bis nach Kaunas gedeckt hatten (SS-Fallschirmbat. 500; unten sog. "Essenholer" dieser Truppe)


    Bild 3: Die Fotos zeigen den Rückzug schwerer Panzer (Tiger) über eine Memelbrücke in Kaunas. Die beiden Offiziere auf dem unteren Foto sollten/könnten Schirmer und Tolsdorff sein (?). Bei den auf den Panzern aufgesessene Infanterie soll es sich um Angehörige des FJR 16 handeln (vgl. R. Franz, Das SS-Fallschirmjägerbataillon 500/600 und die Kämpfe im Baltikum: Kampfauftrag Bewährung, Band 2, 2014)


    Bild 4: Aufnahmen von Tolsdorff, Schirmer und Stahel unmittelbar nach dem 2. Übergang der Ausbruchsgruppe über die Neris (Rykonty). Auf dem unteren Foto trägt Stahel noch die Kampfbekleidung - er konnte die Neris bei Valai als einer der ersten noch mit einem Boot überqueren - dieses erklärt den noch "ordentlichen" Zustand seiner Bekleidung...


    Bild 5: Frontverlauf bei Kaunas am 15. - 16.07.1944 - nach einer sowjet. Karte.



    Soweit meine Anmerkungen zu den DRK-Dokumenten...



    Gruß,


    Joseph

    Hallo Willi, hallo zusammen,


    vielen Dank für die Informationen - man sieht: "Wenn man "gute Leute" hat, kann man so manches klären...


    Dieses war zwar hier in diesem Thread kein zentrales Problem - aber nun kann das Foto aus dem Themenbereich "Wilna 1944" ausgeschlossen werden.


    Was evtl. noch interessieren könnte, wäre die Frage, ob auf einem der Fotos der letzten Serien ein Fahrzeug zu identifizieren wäre, welches man einem Funktrupp zuordnen könnte.


    Hans L., ein noch sehr rüstiger 97-jähriger Zeitzeuge und früherer Funker des Stadtkommandanten Stahel, erzählte, dass seine Einheit eigentlich nach Lida vorrücken sollte - und dadurch der Einkesselung hätte entgehen können...


    Vielleicht kennt sich jemand aus?



    Gruß,


    Joseph

    Hallo Thilo,


    vielen Dank für die Hinweise.


    Ein Großteil der Luftaufnahmen war mir bereits bei Erstellung der Wilna-1944-Doku aus der genannten Quelle "maps4u.lt" bekannt. In der Zwischenzeit wurden wohl einige weitere ergänzt und bei "docviewer" zusammengefasst.


    Die Fotos lassen sich nach Herunterladen sehr stark vergrößern - bei hinreichender Schärfe - sodass man etliche Details erkennen kann.



    Gruß,


    Joseph

    Hallo Uwe,


    vielen Dank für die Aufklärung - und dann noch gleich durch den "Artilleriepapst" persönlich...


    Ich hatte dieses Gefährt und das Foto dem Jahre 1944 zugeordnet - denke aber nun, dass es aus der Phase der Besetzung Wilnas Ende Juni 1941 herrührt.


    Ist es denkbar, dass man auch noch im Jahre 1944 mit diesen Basis-Panzermodellen (Panzerkampfwagen 1) herumfuhr?



    Gruß,


    Joseph

    Hallo zusammen,


    da mir gerade aufgefallen ist, dass das letzte Bild der letzten Serie schon früher einmal (Seite 43) eingestellt worden ist, möchte ich nach diesem Hinweis noch ein paar weitere Bilder hier veröffentlichen.


    Bild 1: Trügerische Idylle in einem Dorf in der Nähe von Wilna (am linken Haus steht, schlecht erkennbar, ein WH-LKW)
    Bild 2: WH-Angehöriger vor seinem (Typ ist mir unbekannt; umgebautes Zivilfahrzeug?) Fahrzeug.
    Bild 3: Schöner Blick (Postkarte aus dem Ersten Weltkrieg) von der/über die Kathedrale zum Burgberg.
    Bild 4: Mobiles Geschütz (Typ unbekannt) auf der Straße vom Tor der Morgenröte (im Hintergrund erkennbar) Richtung Stadtzentrum - etwa in Höhe des Basilius-Lazaretts
    Bild 5: Rückseite des Bildes 4; "Eines meiner Geschütze..."



    Gruß,


    Joseph

    Hallo zusammen,


    gleich zu Beginn eine kleine Korrektur:


    Bild 4 der voraufgegangenen Serie ist möglicherweise auf dem Bahnhof von Marienburg aufgenommen (vgl. Bild 1 der folgenden Serie (Rückseite des Bildes 4))


    Bild 1: Rückseite Bild 4 (Die Hinweistafel mit Dt. Eylau passt besser zu Marienburg als Bahnhof - Fernziel ist dann auf dieser Strecke Warschau)
    Bild 2: Lagernde Soldaten einer LKW-Kolonne an der Straße Wilna - Lida;
    Bild 3: Rückseite des Fotos: Der Text läst auf ein Durcheinander schließen. Es kann sich um Truppenteile handeln, welche von den aus Richtung Molodetschno vorgehenden RA-Teilen am direkten Rückzug auf Wilna von Süden aus Richtung Lida gehindert wurden. Der südlich an Wilna vorbeigehende Vorstoß hatte auch Teile der 170. I.D. vor sich her geschoben, welche dann bis zur ostpreuß. Grenze zurückwichen.


    vgl. Auszug aus der Wilna-1944-Dokumentation, S. 421:


    "...Der Widerstand auf der Landbrücke von Molodetschno hatte, wie jeder Widerstand auf ihrem Angriffsweg seit Mogilew, ihre Truppen zwar stark angeschlagen, aber nicht auf die Dauer aufgehalten. Nun lag Wilna vor ihnen. Schon die schnellen Panzerspitzen der Sowjets wurden hier am 7. Juli heiss empfangen. Ein plötzliches Überrennen dieses Hindernisses glückte den Bolschewisten nicht. Sie wiederholten den Ansturm, zogen immer neue Kräfte heran, stiessen dann nördlich und besonders südlich an der Stadt vorbei und standen plötzlich in ihrem Rücken, mit der Spitze auf dem halben Wege nach Kauen. Wilna war eingeschlossen. Aber noch lange nicht überrannt. Die Besatzung nahm den fast aussichtslos erscheinenden Kampf auf. ..." (DNB Berlin, 15. Juli 1944)


    Bild 4: Karte zu Bild 2/3


    Bild 5: Lagernde Truppenteile, getarnte Fahrzeuge (Funkeinheit?)



    Alle Bilder wurden auf Seiten des Internets gefunden, wo gelegentlich derartige Militaria-Fotos angeboten werden. Es sind mind. 3 verschiedene Quellen anzunehmen - ein System ist kaum erkennbar.



    Gruß,


    Joseph

    Hallo zusammen,


    eine weitere Serie...


    Bild 1: Luftangriff auf den Bereich des Flugplatzes Porubanek; möglicherweise ist ein Flugzeug gerade abgeschossen worden


    vgl. Bericht: E. Hinnen:


    "[…] In der rauchgeschwängerten Luft über der brennenden Stadt war eine lebhafte Lufttätigkeit. Ständig waren vier IL 2, die zweimotorigen russischen Bomber, über uns. Erst warfen sie ihre Bomben, die erfreulicherweise keinen allzu grossen Umfang hatten, dann schossen sie mit Kanonen und drehten schliesslich, wenn ihre vier Kameraden zur Ablösung erschienen waren, nach Osten ab. In den ersten Tagen waren auch unsere Jäger FW sehr eifrig und kamen Staffeln He 111, die uns mit Munition versorgten. Später aber waren die lwans dort oben die Alleinherrscher ("FW": Jagdflugzeug des Herstellers Focke-Wulf (FW 190))
    (Quelle: Wilna-Dokumentation, S. 244)



    Bild 2: Das gleiche Szenario aus einer anderen Perspektive
    Bild 3: Bahnsteig-Impressionen vom Hauptbahnhof (vgl. Schild "Vilnius/Wilna")
    Bild 4: Wilna-Hbf. Bahnsteig "Warschau-Deutsch Eylau (?)" - vgl. Hinweistafel am Bahnsteig "Warschau, etc."
    Bild 5: Quartier einer Transporteinheit in Wilna; unbekanntes Gebäude bei/in Wilna


    ... wird fortgesetzt...



    Gruß,


    Joseph

    Hallo zusammen,


    anlässlich des Geburtstages von Wulf und anschließend an den o. a. letzten Beitrag (Neujahrsgruß) möchte ich heute ein paar neue Fotos zur "Wilna-1944"-Thematik hier einstellen.


    Bild 1: IG-Mitglied Karolis am 31.12.2017 am Ufer der Neris nahe der zweiten Übergangsstelle bei Valai (Woly)
    Bild 2: Ein weiteres Foto von aus einer anderen Perspektive (flussaufwärts)
    Bild 3: Zerstörungen am Stadtrand von Vilnius
    Bild 4: Gebäude mit Beschädigungen (angeblich eine Parteischule - SU-Phase (?))
    Bild 5: Gebäude in Wilna ("Drogerie -.....dowski"; ca. 50% der Bewohner Wilnas hatten poln. Wurzeln...)



    ...wird fortgesetzt...



    Gruß


    Joseph

    Hallo zusammen, hallo Ingo,


    hier:



    gibt es zu den Briefen eine interessante Doku.


    Ich meine zudem, irgendwann einmal im TV eine "Lesung" dieser Briefe gesehen zu haben...


    Ich denke, dass es die folgende Sendung war:




    Absolut sehenswert - wirklich eine "furchtbare Banalität des Bösen, vor der das Wort versagt und an der das Denken scheitert..."



    Gruß,


    Joseph

    Hallo zusammen,


    der nette Hinweis von Thomas


    Link "blau" gemacht...Huba


    motiviert mich, allen "Wilna-1944-Interessenten", natürlich auch allen anderen FdW-lern und insbesondere unseren "Pfleger/inne/n" noch schnell einen


    Guten Rutsch und ein
    Glückliches Neues Jahr 2018


    zu wünschen.


    Es gibt für das kommende Jahr schon konkretere Pläne einer kleinen Gruppe von Vilnius-Freunden, eine gemeinsame Tour dorthin und weiter durchs Baltikum bis nach St. Petersburg zu unternehmen...


    Was das Grenadierregiment 401 betrifft - "unser Ferdi" ist da eine allererste Adresse...


    Also lasst uns in Maßen mehr oder weniger "Blau machen" - heute Abend...



    Alles Gute!


    Joseph

    Hallo zusammen,


    ich wünsche Euch allen


    ein Schönes Weihnachtsfest


    und


    einen Guten Rutsch sowie alles Gute für das kommende Jahr 2018.


    Denen (Administratoren, Moderatoren, etc), die den Laden zusammengehalten haben, spreche ich bei dieser Gelegenheit wieder einmal meinen Dank aus.


    - Aš LINKIU TAU VISA GERIAUSIO SU KALėDOMIS! Aš LINKIU TAU VISA GERIAUSIO SU NAUJAISIAIS METAIS


    - RADOSNYCH ŚWIĄT BOŻEGO NARODZENIA I UDANEGO NOWEGO ROKU 2018


    - С Рождеством Христовым и Новым годом



    Joseph

    Hallo zusammen,


    ich konnte gerade eines von 9 noch verfügbaren Büchern erwerben.


    Als 269. I.D.-"Forscher" (mein Vater und ein Bruder waren bei diesem Verband) werde ich womöglich im kommenden Jahr gemeinsam mit anderen FdW-"Kombattanten"
    eine Fahrt durchs Baltikum bis nach St. Petersburg unternehmen - nicht ausschließlich "auf dem Kriegspfad", aber doch wesentliche Stationen des damals befohlenen Wegs würdigend.
    "Pharao" (Nick) hat sich freundlicherweise für eine Führung zu wesentlichen Schauplätzen um und in St. Petersburg bereiterklärt.


    Allen Mitstreitern in Sachen 269. I.D. wünsche ich schon mal hier und heute


    ein schönes Weihnachtsfest und ein glückliches Neues Jahr 2018



    Joseph