Posts by Seppl

    Es handelt sich um eine Zündapp KS 600, sicher war das mal eine zivile Maschine, welche zum Wehrmachtsgespann "umgerüstet" wurde, vermutlich weil das ja viel cooler ist als so eine originale Zivilmaschine schade drum.


    In der Wehrmachtsversin gab es weder den Tarnscheinwerfer, noch Rahmenembleme, noch einen Verchromten Endtopf, auch die Steckachse vorn sieht zu kurz aus - Spiegel war meines Wissens auch nicht dran, wird aber oft drangebaut, weils sich damit im öffentlichen Verkehr einfach besser fährt.


    Gruß


    Seppl

    Hallo zusammen,


    das ist mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit eine SB 200 - nur der Tank kommt mir vor wie der von einer Größeren oder einer NZ - das vordere Schutzblech ist ebenfalls nicht original oder wurde bearbeitet...


    DKW SB 200


    Gruß


    Seppl

    Hallo zusammen,


    grundsätzlich ist der Flammschlag durch unverbranntes Gemisch immer dann zu möglicn
    wenn überhaupt unverbranntes Gemisch entstehen kann:
    -der Motor läuft nicht auf allen Zylindern
    -bei Lastwechseln (beim "vom Gas gehen"), da ja dann der Vergaser aprupt "dichtgemacht" wird, aber vom vorherigen "Vollgas" ja noch Gemisch zur Verfügung
    steht was dann mehr oder weniger im "Auspuff abbrennt" (am schönsten ist das bei den
    Einzylinder Supermotos - da macht Abtouren fast mehr Spaß als Gasgeben : )
    -beim Anlassvorgang, wenn künstlich das Gemisch verfettet wird und die Zylinder nacheinander "angehen" - das Gemisch der noch nicht laufenden Zylinder entzündet sich durch die heißen Abgase der lfd. Zylinder


    Ich lese aktuell "Duell unter Sternen" von Wilhelm Johnen, hier ist auf mehreren Seiten von
    "Flammvernichtern" die Rede, allerdings ebenfalls auch davon, dass beim Anlassvorgang die Flammen aus den "Flammvernichtern" schlagen - beim Nachtjäger macht das sicher besonderen Sinn... - ich suche die Seiten gerne nochmal raus, insofern Interesse besteht.


    Mfg


    Seppl

    Hallo Thilo,


    einzige Lösung leider: Kartenlesegerät.


    Deine Kamera schreibt sozusagen "Sütterlin" Win XP konnte das noch lesen - Win7 leider nicht mehr...  :(


    Gruß und Guten Rutsch


    Seppl

    Hallo Thilo,


    auf der Arbeit wird manchmal der Zugriff auf den USB port gesperrt - dann wird das Gerät nur kurz angezeigt und man kommt nicht drauf.


    Bei manchen "ältern" Geräten gibt es keine 64 bit Treiber, daher könne diese an Win 7 nicht verwendet werden - ich hab so einen Scanner...


    Bei der Kamera wundert es mich aber, da diese im "worst case" normalerweise als Wechseldatenträger erkannt wird. Welches Modell ist es denn?


    Gruß


    Seppl

    Hallo Hans,


    das ist mit ziemlicher Sicherheit keine Puch.
    Das ist definitiv eine DKW, erkennbar an den Stutzen und Deckeln am Motorblock.
    Ich tippe auf die SB 350 als "militarisierte" Zivilmaschine


    DKW SB 350


    Gruß


    Seppl

    Hallo Sven,


    nein ich meine nicht meinen Opa, sondern einen aus dessen Bekanntenkreis (die Leute die bei so Geburtstage eben immer dabei sind :rolleyes:)


    Wast hab ich nicht gestellt, das war eher ein unverbindliches Gespräch, und ich wollte in der lockeren Rund auch nicht "bohren", hab nur gedacht, vielleicht liest es einer, der wieder jemanden kennt, der Veteranen oder Infos sucht.


    Die Geschichte von meinem Opa hab ich hier reingestellt:
    342 ID
    - ich will (eigentlich nich dieses Frühjahr) mit ihm nach Festenberg fahren - hat bis jetzt leider termilich nicht geklappt bei mir.


    Gruß


    Seppl

    Hallo zusammen,


    beim Geburtstag meiner Oma habe ich den nachfolgenden Bericht eines bekannten meiner Oma lauschen dürfen (ich hoffe ich habe alles mitbekommen, es war schon später :D ).


    Er wurde am 31.01.1945 17 Jahre alt und einberufen. Dann wurde er wohl in den Warthekreis verlegt, dann wieder zurück nach Dresden (im Schloss war die "Auffangstation wo sich alle Wehrmachtsangehörigen zu melden hatten). Dann kam er nach Bühlau in eine Art "Auffanglager", dann kam der Marschbefehl nach Kassel. Nach 2 Tagen "Freigang" (ein älterer Unteroffizier hatte ein Herz für die Jungs und ließ sie nochmal über das WE zur Familie) ging es dann mit der Bahn los. Als die "Einheit" in Kassel ankam wurde sie sofort von der SS übernommen und es folgten einige Wochen "Barackenbau" in Korbach (oder die Kaserne hieß Korbach Kaserne).
    Die eigentlichen Kampfhandlungen begannen dann erst später im Raum Leipheim (an der Donau). Hier hat er erzählt wie er seinen linken Zeigefinger verloren hat.
    Er kam unter Beschuss unterhalb der Stadtmauer, wollte dann eine Granate hochwerfen, diese ist jedoch beim ersten Versuch abgeprallt (an den Dachziegeln drüber), beim 2. Versuch ebenfalls, dann hat er sich hingeschmissen und wohl unglaubliches Glück gehabt. Als er zum Gefechtsstand zurückkam (ein Wirtshaus) empfingen ihn 2 amerikanische Gewehrläufe und er ging in Gefangenschaft. Sein Kragenspiegel hat bei den Amis erstmal die Geste des Zeigefingers vor der Kehle ausgelöst, die Behandlung war aber gut, er kam relativ schnell frei (da gab es wohl einen Erlass, dass die, die nicht so lange dabei waren bzw. noch sehr jung waren früher rauskamen).


    Ich bin mir sicher ich habe das ein oder andere historisch nicht 100% korrekt wiedergegeben, wollte euch den Bericht aber nicht vorenthalten, vielleicht gibt es ja noch Veteranen. Der Bekannte meiner Oma ist geistig und körperlich noch fit und ich könnte ggf. vermitteln.


    P.S. Die Einheit habe ich mir aus dem Lexikon rausgesucht, er sprach immer nur von der Totenkopfdivision.


    Gruß


    Seppl

    Hallo zusammen,


    ich war leider einige Tage unterwegs. Erstmal besten Dank für die Diskussion und die geniale Liste von Steffen.


    Frank, du hast natürlich Recht - da habe ich wohl etwas flüchtig gelesen. (und die Fußnote vergessen :D).


    Mir ging es ja darum zu verstehen, wie "flexibel" damals gehandelt wurde, bzw. inwieweit es möglich war überhaupt so "flexibel" zu handeln (Verfügbarkeit der Munition).


    Nochmals Danke!


    Gruß


    Seppl

    Alles klar, deswegen hatte ich ja Operation Goodwood dazugeschrieben.
    Operation Goodwood - Kampf um Caen
    Egal - was mich nur verwundert war, dass der Hauptmann der Batterie, nach Druck von Luck so mirnichts dirnichts anfängt Panzer zu bekämpfen (und dann wochl um die 40 abgeschossen hat!) - wenn er doch mit panzerbrechender Munition ausgerüstet war und ihn in Reichweite Panzer umgehen, dann muss er doch von selbst auf die Idee kommen, die Panzer zu bekämpfen?


    Anders verhält es sich aus meiner Sicht, wenn er zur Luftsicherung eingeteilt war, dazu FlaK Granaten dabei hatte, aber keine panzerbrechende Mun, dann kann man wohl verstehen, dass er damit die Panzer nicht reizen wollte...


    Hat denn einer der Experten im Forum eine Bestückungsliste, mit welcher Munition, und in welcher Menge eine 8.8er Batterie ausgerüstet war?


    Gruß

    Hallo zusammen,


    um nach Mgl. noch konkretere Informationen wie z.B. Gefechtsberichte, Lageberichte, usw. zu bekommen, habe ich mich mal daran gemacht die NARA Inhaltsangaben (auf www.sturmpanzer.com) durchzusehen. Leider enden die Angaben zur 342. ID immer 1943 - heißt das, dass es keine späteren Aufzeichnungen gibt? Besonders interessiert mich das 697. Grenadier Regiment - auf Regimentsebene konnte ich keine Aufzeichnungen finde.
    Kann mir jemand von euch helfen? - Macht es Sinn eine Mail nach Freiburg zu schreiben? Dort habe ich mit der online Suche aber auch keine weiteren Infos finden können.


    Besten Dank vorab!


    Gruß


    Seppl

    Hallo zusammen,


    ich habe in den letzten Wochen das Buch "Mit Rommel an der Front" von Hans von Luck gelesen. Ganz interessant und auf jeden Fall unterhaltsam geschrieben. Nun beschäftigt mich eine Stelle etwas mehr. Es geht hier um eine 8.8er Abteilung die Luck zum Kampf gegen Panzer zwingen muss weildie Einheit eigentlich zur Luftabwehr eingeteilt war. (in der Weltbild Ausgabe Seite 252 - die 3. Seite des Kapitels "Operation Goodwood").
    Nun wurde ja schon öfters über die Wirksamkeit der 8.8er im Erdkampf geschrieben, mir drängt sich nun aber die Frage auf mit welcher Munition die Panzer bekämpft wurden (laut späterer Passagen über 40 abgeschossen)?
    Es leuchtet mir ein, dass es dazu panzerbrechende Geschosse gab, doch waren die bei jeder Batterie in derart großer Zahl vorhanden (gerade wenn die Einheit zur Luftabwehr eingeteilt war) oder hat man einfach mit den FlaK Granaten auf die Panzer geschossen?


    Danke für eure Einschätzung!


    Gruß


    Seppl

    Hallo Schlichi,


    mein Opa hatte einen Durchschuss am Schienbein (von hinten, Austrittwunde mit entprechenden Knochensplittern vorn).


    Laut Bericht blieben die Marienschwestern zurück - ich habe mal das Netz bemüht - und siehe da, es scheint dort eine Art Orden gegeben zu haben:
    Marienschwestern
    Es wäre also möglich, dass diese meinen Opa gepflegt haben. Sämtliche Kleidung und Dokumente hatte er verbrannt.
    Von der Zeitachse her deckt sich das Erzählte mit deinen Daten, er ist also hinter der Frontline (so die bestand) nach Festenberg gelangt. Das war vermutlich sicherer als zu versuchen durch die Front zu kommen...
    Es war kein offizielles Lazarett, das hat er auch nie gesagt, er sprach nur immer von einem Kloster (vielleicht meinte er auch nur die Pfarrei...), und dass ihn die Schwestern dort völlig selbstlos geplegt hätten.


    Vielen Dank auf jeden Fall für den Link, ich habe dem Herrn im Impressum mal eine Mail geschrieben.


    Grüße Seppl

    Ja plane ich, am 21.01 hatte mein Opa seinen 85., da wurde es nochmal emotional (die Rede)... Er wurde vom Kloster Festenberg (nach ca. 1,5 Jahren Pflege) 1946 nach Breslau gebracht, blieb dann dort ca. 4 Wochen und wurde dann "in einen Rot-Kreuz Transport geschmuggelt" damit kam er 1946 heim. - Dann war die Freude natürlich groß, aber er sollte dann in "Quarantäne" - das muss damals wohl so üblich gewesen sein (vielleicht im Zuge der "Entnazifizierung"). Da sein Vater aber Klemper war und jede Menge zu tun hatte (u.a. im Rathaus Wasserleitungen legen), hat ihm der Hausmeister des Rathauses (der laut seiner Aussage dort soviel zu sagen hatte wie der Bürgermeister :D) ein Schreiben besorgt, mit dem er sofort bei der Familie bleiben und arbeiten konnte...

    Hallo zusammen,


    vielen Dank für die intessanten Links.


    Mein Opa wurde am 24.01.1945 bei Kalisz verwundet (er sprach es Kalitzsch aus und sagte noch bei Schirat) stand die 342 ID Ende Januar dort, oder meint er einen anderen Ort?


    Dann habe ich mal bei Google geschaut, bis nach festenberg in Kloster (wo er unterkam sind es 80km), war Festenberg zu dem Zeitpunkt noch in deutscher Hand? Er sprach ja davon, dass auf der Vormarschstraße die Russen vorbeizogen.


    Hier der Link:
    [URL=http://maps.google.de/maps?f=d&source=s_d&saddr=Aleja+Genera%C5%82a+W%C5%82adys%C5%82awa+Sikorskiego&daddr=Twardog%C3%B3ra,+Ole%C5%9Bnicki,+Woiwodschaft+Niederschlesien,+Polen&geocode=FbD1FQMd1hkUAQ%3BFX7EDwMd-osKASm9QHU2Ev8PRzGQXWprb4NBwA&hl=de&mra=pd&mrcr=0&sll=51.556866,17.763839&sspn=0.654885,2.113495&ie=UTF8&ll=51.613753,17.823944&spn=0.654062,2.113495&z=10]Link[/URL]


    Vielleicht hat jemand Kartenmaterial aus dem Jan 45?


    Danke vorab!

    Hallo zusammen,


    ich habe nochmal behutsam mit meinem Opa gesprochen, er will mit mir im Frühjahr das Kloster Festenberg (Twardogóra) besuchen fahren.


    Gibt es in der Nähe weitere Orte welche sich in diesem Kontext für einen Besuch anbieten?


    Viele Grüße


    Seppl

    Hallo Helmut,


    mein Opa hat ebenfalls im 697. Grendierregiment der 342. ID gedient.


    Hast du weitere Informationen, bzw. den Namen deines Halbbruders?


    Vielen Dank vorab!


    Gruß


    Sebastian

    Ich bin mir nicht sicher, ob Festenberg direkt auf dem Rückzugsweg lag, oder ob er zur Behandlung dort hin gebracht wurde. Er erzählt immer, dass er mit einigen anderen Verwundeten und einem Eselkarren in den Wäldern zog, während auf den Haupstraßen die Russen in Sichtweite vorbeizogen.
    Er möchte mit mir im Frühjahr nach Festenberg fahren, ich hoffe dabei kann ich Genaueres erfahren.
    Aufzeichnungen hat er direkt aus seiner Wehrmachtszeit keine mehr (wurde alles verbrannt), als ich ihn nach Aufzeichnungen fragte, sagte er nur "Naja dann vom Kriegsende hätte er noch was." Die Gespräche sind mir manchmal etwas unheimlich, auf der einen Seite, bin ich brennend interessiert, auf der anderen Seite habe ich immer das Gefühl, dass da noch etwas schlummert, was man besser nicht wieder hochkommen lassen sollte...
    Wie gesagt, ich mag meinen Opa sehr, und wenn er nicht alles berichten möchte, dann wird er wohl seine Gründe haben. Ich glaube wir alle können uns nicht im Ansatz vorstellen, was diese Generation durchgemacht hat.


    Gibt es eigentlich eine Quelle, wo man an die Tagesbefehle kommen könnte (so wie in dem Thread zur 344. ID)?


    Kann ich eigentlich bei der WAST auch Einkünfte über meinen Opa einholen, oder gilt das Informationsangebot nur für Gefallene und Vermisste?


    Danke vorab!

    Hallo zusammen,


    ich war lange abstinent, da ich jede Menge um die Ohren hatte und ich meinen Opa auch nicht unter Druck setzen wollte. Ich habe jetzt noch einmal einen Anlauf unternommen, da ich geschäftlich in Schlesien unterwegs war.


    Schlichi, mein Opa wurde verwundet in das Kloster Festenberg (Twardogóra) gebracht. Dort wurde er ca. 1 Jahr gepflegt und dann nach Breslau in einem "Caritas" Transport gebracht. Dort war er auch noch kurze Zeit bevor er dann nach Hause kam. Das Kloster in Breslau hat er vor kurzem (ohne dass ich davon wusste) auf eigene Faust besucht und wiedererkannt.


    Ich hoffe ich kann noch weitere Steinchen in das Mosaik fügen.


    Erstmal vielen Dank, allen für die ausführlichen Infos.


    Ich bleibe dran.


    Grüße


    Seppl