Posts by AnDie

    Moin,



    Hauck wurde am 30.08.1939 unter Gewährung der bestimmungsgemäßen Umzugskostenvergütung mit dem 15.09.1939 als Lehrer an die Gendarmerieschule Bad Ems versetzt (Erlass d. RFSSuChdDtPol.i.RMdI. v. 30.8.1939 – O-Kdo. P III (3a) Leh. 218 IV/39,) hat aber die Stellung offenbar infolge Kriegsausbruchs nie angetreten.

    Mit dem 01.12.1941 unter Aufrechterhaltung seiner Abordnung zur Feldgendarmerie mit seinem Dienstgrad als Hauptmann der Gendarmerie in die neu bewilligte Stelle des Majors der Gendarmerie (n.K.w.) in Chemnitz eingewiesen (Erlass d. RFSSuChDtPol.i.RMdI. v. 12.11.1941 – O-Kdo. II P III (3a) Nr. 474/41).


    Kann mir jemand sagen, was "n.K.w." bedeutet?


    Grüße aus der Hauptstadt

    Andreas





    Frohes neues Jahr,


    eine kleine Ergänzung:


    Oberstleutnant Dünnebier beschwert sich später über seine Abordnung zu dem o.g. Lehrgang: „… Ich musste hier als dienstältester Oberstleutnant mit Hauptleuten und jüngeren Majoren zusammen an einem Taktiklehrgang teilnehmen. .." („Polizeiliche Laufbahn und Verwendung“, in: Entnazifizierungsakte Hellmuth Dünnebier, HStAW Bestand 520/16 Nr. 19526).


    Grüße

    Andreas

    Hallo,


    es handelt sich hierbei um den Revieroberleutnant der Schutzpolizei der Gemeinden Lux und den Revierleutnant der Schutzpolizei der Gemeinden Hubatsch. Lux wird 1941 wegen der o.g. Verfehlungen vom Landgericht WIen als Sondergericht zu 3 Jahren schweren Kerker, Oberstleutnant Alfred Strache wird am 24.02.1942 vom Landgericht Wien zu 600 RM Geldstrafe verurteilt. Am gleichen Tag bittet er um Strache darum, „dass meine seit ¾ Jahren bestehende Dienstenthebung aufgehoben und mir Gelegenheit zu neuer Verwendung möglichst im auswärtigen Einsatz gegeben wird“. Dem folgt seine Abordnung im März 1942 zum Polizei-Bataillon 321 als Kommandeur. Das Verfahren gegen Hubatsch wird an den Landrat in Nikolsburg zur Erledigung im Ordnungsstrafverfahren abgegeben. Gegen Generalmajor Retzlaff wird nichts weiter unternommen.


    Grüße

    Andreas

    Hallo Arthur,


    besten Dank für Deine Hilfe. Den Tipp hinsichtlich Fritz Träger hatte ich mittlerweile schon anderweitig erhalten, und er hat sich bestätigt (Personalakten Fritz Träger).

    Daher ergibt sich für den Zeitraum 1944/45 für die Erfurter PP folgendes Bild:

    01.09.1941 - 08.01.1944 Heinrich Wicke08.01.1944 - 02.02.1944 Heinrich Wehlow (i.V.)
    03.02.1944 - 27.07.1944 Heinrich Wicke

    29.07.1944 - 23.01.1945 Fritz Träger (i.V.)
    24.01.1945 - 12.04.1945 Otto Gieseke (komm.)


    Grüße

    Andreas

    Moin,


    hier noch einige Daten zu Sprinckstub:


    Hans Heinrich Julius Sprinckstub (* 03.05.1902 Braunschweig). Techn. Kaufmann i. Berlin; 29.07.1925 Eintritt i. d. NSDAP (Mitgliedsnr. 11.686), Inhaber des Goldenen Ehrenzeichens der NSDAP; 29.09.1926 Eheschließung in Berlin mit der Krankenschwester Martha Klara Anna von Modrczewski (geb. Versin/Krs. Rummelsburg/Pomm. 26.04.1896), 20.04.1936 Scheidung seiner Ehe durch Urteil des LG Berlin. 1936 Eintritt i. d. SchP. als OA, 01.07.1937 Lt. d. SchP., 01.11.1937 Olt. d. SchP., 01.07.1938 Hptm. d. SchP. (mit RDA v. 20.04.1938), 21.06.1943 Major d. SchP. (m.W. u. RDA v. 01.04.1943).


    Info am Rande (Auszug aus meinem in Arbeit befindlichen Buch über "Die Polizeipräsidenten des Dritten Reiches"):


    Am 27.06.1936 erstatten der Offizieranwärter der Schutzpolizei Hans Sprinckstub und einen Tags später der Oberleutnant der Schutzpolizei Hans Gabel[2], beide Träger des Goldenen Parteiabzeichens, beim Kommando Reserve-Feldjäger Berlin „Meldung“, der seinerzeitige Major der Gendarmerie (und spätere SS-Standartenführer und Oberst der Schutzpolizei sowie Polizeipräsident in Braunschweig) Hermann Fuchs habe sich laut Auskunft des Hauptmanns der Gendarmerie Lenk abfällig über die Ehrenzeichenträger der NSDAP geäußert und diese als die „Herren mit dem goldenen Bauch“ bezeichnet; zugleich fordern sie die Einleitung eines Parteigerichtsverfahrens gegen Fuchs.[3] Vergeblich versucht der Adjutant des Reichsinnenministers, Major der Schutzpolizei Wilhelm v. Grolman, die Sache aus der Welt zu schaffen, indem er vorschlägt, der Berliner Polizeipräsident Graf Helldorff könnte die beiden Beschwerdeführer dazu bringen, ihre Beschwerden zurückzunehmen, wobei Grolman betont, Fuchs habe „die Äußerung bestimmt nur im Scherz getan“.[4] Erst am 2. Februar 1937 kommen Gabel und Sprinckstub „nach Rücksprache mit Major d. Sch. von Grolman“ selbst „zu der Überzeugung …, dass Hauptmann a. D. Lenk die Äußerungen des Major Fuchs tendentiös [sic] entstellt wiedergegeben hat mit der Absicht, uns mit Major Fuchs zu entzweien. Da hiermit die Voraussetzungen zu unserer Meldung nicht mehr als erfüllt anzusehen sind, ziehen wir unsere Meldungen vom 27. bzw. 28.6.38 zurück.“[5] Grolman vermerkt zufrieden: „… Damit ist der Vorgang als erledigt anzusehen.“


    [2] Johannes „Hans“ Gabel (* 04.04.1909). 01.10.1927 Eintritt i. d. NSDAP (Mitgliedsnr. 68.669); 20.04.1935 Oblt. D. SchP., 10.09.1937 Hptm. d. SchP. (m.W.v. 01.09.1937 u. RDA v. 10.09.1937), 1940 Eintritt i. d. SS (SS-Nr. 356.891) als SS-Hstuf., 09.11.1942 SS-Stubaf. u. Maj. d. SchP. (m.W.v. 01.11.1942 u. RDA v. 09.11.1942).

    [3] Schreiben Sprinckstubs und Gabels v. 27. bzw. 28. Juni 1936 an das Kommando Reserve-Feldjäger (PA Hermann Fuchs, BArch VBS 1069 (R 19) ZB 1011 A. 08).

    [4] Vermerk d. Majors d. SchP. Erich Skowronnek, Adjutant des Berliner Polizeipräsidenten, v. 22. August 1936 (PA Hermann Fuchs, BArch VBS 1069 (R 19) ZB 1011 A. 08).

    [5] Erklärung Gabels und Sprinckstubs v. 2. Februar 1937 (PA Hermann Fuchs, BArch VBS 1069 (R 19) ZB 1011 A. 08).



    Schönen Sonntag noch

    AnDie

    Moin,


    weiß vielleicht zufällig jemand, wer im Zeitraum 1944/45 Kommandeur der Schutzpolizei Erfurt war?

    Der letzte mir bekannte Kommandeur war Major Heinrich Wehlow, der jedoch im Laufe des Jahres 1944 Erfurt verlassen haben muss. Jedenfalls verstarb er Ende Januar 1945 in einem Lazarett in Rybnik (Oberschlesien).

    Bin für jeden Hinweis dankbar.

    Schönes Wochenende

    Andreas

    Hallo,


    nachfolgend meine Daten zu Kolbe:


    Kolbe, Hans geb. Erfurt 11.05.1882, gest. Hestoft bei Ulsnis 08.09.1957. Sohn des Hauptmanns a. D. und Rittergutsbesitzers Johannes Kolbe zu Pritzlow bei Stettin; 07.04.1900 Eintritt in die Kaiserliche Marine als Seekadett, 07.04.1900 - 22.05.1900 Grundausbildung, 23.05.1900 - 16.12.1900 an Bord Schulschiff ”Gneisenau”, 15.01.1901 - 14.04.1901 an Bord Schulschiff ”Stein”, 15.04.1901 - 27.09.1902 kommandiert zur Marineschule und Spezialkurse, 19.04.1901 Fähnrich zur See, 28.09.1902 - 30.09.1905 an Bord Linienschiff ”Kaiser Wilhelm II.”, 27.09.1903 Leutnant zur See, 01.10.1905 - 30.03.1906 kommandiert zur I. Torpedo-Abteilung, 30.03.1906 Oberleutnant zur See, 31.03.1906 - 30.09.1906 Kompanie-Offizier bei der I. Matrosendivision, 01.10.1906 - 30.09.1908 Kompanie-Offizier bei der I. Torpedodivision, 16.10.1906 - 15.12.1906 zugleich Wachoffizier auf dem Torpedoboot ”S 124”, 15.03.1907 - 14.09.1907 zugleich Wachoffizier auf dem Torpedoboot ”S 124”, 02.11.1907 - 30.11.1907 zugleich Wachoffizier auf dem Torpedoboot ”S 124”, 28.02.1908 - 14.03.1908 zugleich Wachoffizier auf dem Torpedoboot ”S 124”, 10.04.1908 - 06.06.1908 zugleich Wachoffizier auf dem Torpedoboot ”S 124”, 01.10.1908 - 31.03.1909 Kompanie-Offizier in der III. Matrosen-Artillerie-Abteilung, 01.04.1909 - 14.06.1909 Ausreise nach Tsingtau, 15.06.1909 - 00.05.1911 Kommandant des Torpedobootes ”Taku”, 10.04.1911 Kapitänleutnant, 00.05.1911 - 30.09.1911 Heimreise aus Ostasien und z.V. des Chefs der Marinestation Ostsee (Kiel), 01.10.1911 - 01.08.1914 Kompanie-Offizier in der I. Torpedodivision, 04.01.1912 - 01.01.1913 zugleich Kommandant des Torpedobootes ”G 192”; 07.12.1912 Eheschließung mit Irmela Junkers; 03.03.1913 - 15.03.1913 zugleich Kommandant des Torpedobootes ”G 192”, 07.04.1913 - 02.06.1913 zugleich Kommandant des Torpedobootes ”G 192”, 10.12.1913 - 14.03.1914 zugleich Kommandant des Torpedodivisionsbootes (Schulboot) ”D 7”, 17.05.1914 - 29.04.1914 zugleich Kommandant des Torpedobootes ”G 192”, 30.05.1914 - 31.07.1914 zugleich Kommandant des Torpedodivisionsbootes (Schulboot) ”D 7”, 01.08.1914 - 31.10.1914 Kommandant des Torpedobootes ”G 192” (I. Torpedobootsflottille), 01.11.1914 - 13.03.1917 Chef der 2. Torpedobootshalbflottille, 14.03.1917 - 06.11.1918 Chef der 3. Torpedobootshalbflottille; 31.12.1917 Ritterkreuz des Kgl. Hausordens von Hohenzollern mit Schwertern; 07.11.1918 - 02.02.1919 z.V. des Chefs der Marinestation Ostsee und beurlaubt; Kriegsauszeichnungen: Eisernes Kreuz II. Klasse, Eisernes Kreuz I. Klasse, Mecklenburg-Schwerinsches Militärverdienstkreuz, Lübecker Hanseatenkreuz; 03.02.1919 - 30.06.1920 Bataillonskommandeur in der III. Marine-Brigade, 21.01.1920 Korvettenkapitän, 01.07.1920 - 04.08.1920 Chef der Ostsee-Schulflottille, 23.08.1920 - 08.09.1921 Chef der III. Flottille, 09.09.1921 - 26.09.1924 Kommandeur der Küstenwehr-Abteilung III, 27.09.1924 - 24.09.1926 Chef des Stabes der Inspektion des Torpedo- und Minenwesens, 01.08.1925 Fregattenkapitän (mit RDA vom 01.05.1925), 25.09.1926 - 27.03.1929 Kommandant des Kreuzers ”Berlin”, 01.01.1928 Kapitän zur See, 28.03.1929 - 19.09.1929 Kommandeur der Schiffsstammdivision der Ostsee, 20.09.1929 - 31.03.1931 Chef des Stabes der Marinestation Ostsee, 01.04.1931 - 30.09.1932 Inspekteur des Torpedo- und Minenwesens, 06.06.1931 - 22.06.1931 zugleich beauftragter Vertreter des Inspekteurs des Bildungswesens der Marine, 01.09.1931 - 14.09.1931 zugleich beauftragter Vertreter des Inspekteurs des Bildungswesens der Marine, 01.10.1931 Konteradmiral, 15.02.1932 - 08.03.1932 zugleich beauftragter Vertreter des Inspekteurs des Bildungswesens der Marine, 01.10.1932 - 24.09.1934 Befehlshaber der Aufklärungstreitkräfte, 30.09.1934 Charakter als Vizeadmiral, 30.09.1934 aus dem aktiven Dienst verabschiedet. 01.10.1934 Eintritt in die NSDAP (Mitgliedsnr. 2.063.199), Mitglied der NSV, des RLB, des VDA und der Nordischen Gesellschaft, 00.00.1934 Obmann des „Reichsbundes Deutscher Seegeltung“, 01.12.1934 vertretungsweise mit der Verwaltung des Landratsamtes Schleswig beauftragt, 00.00.1935 Kreisführer des DRK im Kreis Schleswig, 00.00.1935 Eintritt in die Deutsche Jägerschaft, 01.09.1936 - 00.05.1945 definitiver Landrat des Kreises Schleswig, 00.10.1936 Landesleiter des Reichskolonialbundes in Schleswig-Holstein, 01.01.1940 Aufnahme in die Allgemeine-SS (SS-Nr. 347.194) als SS-Mann, 01.01.1940 SS-Standartenführer, 01.01.1940 - 00.05.1945 nebenamtlicher SS-Führer im RSHA, 00.07.1941 - 00.02.1943 zugleich Vertreter des (einberufenen) Landrates des Kreises Eckernförde, 26.01.1944 - 00.01.1945 erneut zugleich Vertreter des (einberufenen) Landrates des Kreises Eckernförde. 00.00.1945 von den Briten verhaftet und im Lager Gadeland bei Neumünster interniert, 00.03.1946 aus der Internierungshaft entlassen und nach Schleswig zurückgekehrt, lebte dann aber zurückgezogen in Hestoft bei Ulsnis.


    Grüße

    AnDie

    Die SA-Personalakte befindet sich im Bundesarchiv Berlin unter der Signatur: R 9361-III/569337.

    Dass Schmidt am 7. Mai 1945 aus Chemnitz geflohen ist, bedeutet ja nicht, dass die Sowjets ihn nicht doch noch einkassiert und später an die ostdeutschen Behörden übergeben haben. Ich vermute, dass Schmidt nach einigen Jahren Haft begnadigt und in die Bundesrepublik abgeschoben worden ist. Um tatsächlich den Sterbeort Schmidts zu ermitteln (als Enkel sollte der doch aber eigentlich auch in der Familie rauszubekommen sein), empfehle ich, das Geburtsstandesamt bzw. das dortige Archiv anzuschreiben, da im Geburtsregistereintrag möglicherweise ein Eintrag zum Sterbetag und -ort Schmidts steht. Falls nicht, kannst Du es immer noch in Lautrach beim Standesamt bzw. Stadtarchiv versuchen.


    Grüße aus Hauptstadt

    Andreas

    Hallo Darko & Marcus.


    ich danke Euch vielmals. Die Operation "Enzian" könnte in der Tat eine Erklärung für den verschobenen BdO-Wechsel sein.

    Herzliche Grüße aus Berlin

    Andreas

    Hallo Daniel,


    hier ein paar Ergänzungen zu Russel:


    17.05.1916 Eintritt in das Grenadier-Regiment 4 (Königsberg) als Fahnenjunker, 23.12.1916 Fähnrich, 22.03.1917 Leutnant, 20.05.1920 Polizeioberleutnant (mit Wirkung vom 01.04.1920), 04.04.1928 Polizeihauptmann, 01.12.1928 Übertritt zur Landjägerei (Gendarmerie) als Landjägerhauptmann (mit RDA vom 04.04.1928), 30.01.1936 Major der Gendarmerie (mit Wirkung vom 01.01.1936 und RDA vom 17.01.1936); bis 30.11.1937 Kommandeur der Gendarmerie im Regierungsbezirk Aurich, 01.12.1937 - 00.07.1938 Kommandeur der Kraftfahr- und Verkehrsschule der Gendarmerie in Suhl, 12.03.1938 - 07.04.1938 als Kommandeur einer motorisierten Gendarmerie-Abteilung der motorisierten Gendarmeriegruppe Mueller in Österreich eingesetzt, 19.06.1938 SS-Bewerber, 00.07.1938 Kommandeur der Schule der motorisierten Gendarmerie in Deggingen (Württ.), 28.10.1938 mit Wirkung vom 09.11.1938 als SS-Mann in die SS (SS-Nr. 309.807) aufgenommen und zum Dienstgrad eines SS-Sturmbannführers befördert, 01.02.1941 abgeordnet zum Hauptamt Ordnungspolizei als Leiter der Gruppe Sport, 01.02.1941 Sachbearbeiter für Polizeisport im Hauptamt Ordnungspolizei, 19.02.1941 zugleich mit der Wahrnehmung der Geschäfte des Kommandeurs der Polizeischule für Leibesübungen in Berlin-Spandau beauftragt, 25.09.1941 Oberstleutnant der Gendarmerie (mit Wirkung vom 01.10.1941 und RDA vom 05.07.1941), 29.09.1941 SS-Obersturmbannführer (mit Wirkung vom 12.09.1941), 30.01.1944 SS-Standartenführer und Oberst der Schutzpolizei (mit Wirkung vom 01.12.1943 und RDA vom 30.01.1944),


    Grüße

    Andreas

    Hallo Dieter,

    also ich denke, dass Herr Kirsch hier aufgrund der Namensgleichheit einem Irrtum unterliegt. Mir fällt jetzt spontan kein anderer Fall ein, wo ein Orpo-Offizier eine SD-Einheit übernommen hätte. Und dann noch der "Zufall" mit dem gleichen Familiennamen. Ich meine, der hieß ja nicht Müller oder Schmidt oder Schulz (um mal meinen Namen mit ins Spiel zu bringen). Ich gehe davon aus, dass es nur Werner Hersmann war, der das Sonderkommando geführt hat.

    Grüße aus dem sonnigen Berlin

    Andreas

    Hallo Daniel,

    ergänzende Angabe zu Schallert:

    20.04.1942 Oberstleutnant der Schutzpolizei (mit Wirkung vom 01.04.1942 und RDA vom 21.12.1941)

    Grüße

    Andreas

    Guten Morgen,


    richtig, Roland, Hersmann war vorher SA-Führer. Hier ein paar Stationen dieser recht kurzen Karriere:


    01.12.1932 Eintritt in die SA, 01.12.1932 SA-Sturmführer, 01.12.1932 Adjutant der SA-Standarte 159, 01.05.1933 SA-Sturmbannführer, Ende 1933 auf Anordnung der OSAF zur Teilnahme an einem Offizierslehrgang auf der Höheren Polizeischule in Eiche abgeordnet, 01.01.1934 aufgrund ministerieller Verfügung, wonach Polizeioffiziere nicht der SA angehören dürfen, aus der SA ausgeschieden

    Der promovierte Volkswirt (Dr. rer.pol.) Hersmann hatte übrigens zuvor keinerlei Vorbildung in Polizeidingen. Von 1923 - 1931 war er kaufmännisch tätig, danach "Fachberater für Handel und Gewerbe" bei der Gauleitung Essen der NSDAP. Was ihn wohl für den Polizeidienst qualifiziert hat?


    Beste Grüße

    Andreas

    woher stammt denn die Information, dass es sich bei dem Chemnitzer Oberbürgermeister Walter Schmidt und dem SA-Brigadeführer Walter Schmidt um die gleiche Person handelt? Leider funktioniert Dein Link oben zu Wiki nicht, in den Wiki-Beiträgen zu beiden Walter Schmidt wird dort aber doch ausdrücklich darauf hingewiesen, dass diese beiden Personen nicht identisch sind...?

    https://de.wikipedia.org/wiki/…Schmidt_(Politiker,_1903)

    https://de.wikipedia.org/wiki/…Schmidt_(Politiker,_1886)


    Gruß, J.H.

    Hallo,


    der von Dir erwähnte ehem. Stabsführer der SA-Gruppe Berlin-Brandenburg namens Walter Schmidt (* 10.05.1886) erreichte "nur" den Rang eines SA-Oberführers (15.12.1931).

    Der Chemnitzer OB Walter Schmidt (* 18.06.1903) wurde am 09.11.1938 zum SA-Brigadeführer und am 09.11.1944 noch zum SA-Gruppenführer befördert (Quelle: SA-Personalakte Walter Schmidt).

    Grüße

    Andreas

    Hallo,


    ich habe die Sterbedaten Schmidts seinerzeit von dem bereits verstorbenen Historiker Dr. Horst Henrich erhalten. Dr. Henrich hat die Lebensdaten der meisten höheren SS- und SA-Führer gesammelt, z.T. durch Kontakte zu diesem Personenkreis, z.T. durch Standesamtsanfragen.


    Beste Grüße

    Andreas

    Hallo,


    vielleicht kann ich noch ein paar Ergänzungen zu den beiden nachtragen:


    Hersmann, Werner geb. Duisburg-Ruhrort 11.09.1904, gest. 17./19.10.1972. Sohn des Hütteningenieurs Paul Hersmann und seiner Ehefrau Paula


    Hersmann, Dr. rer.pol. Friedrich „Fritz“ Georg Ernst geb. Duisburg-Ruhrort 31.03.1898.

    Sohn des Oberingenieurs W. Hersmann und seiner Ehefrau Alwine geb. Barth

    01.12.1938 - 06.04.1940 Kommandeur der Schutzpolizei Kaiserslautern; 21.12.1938 Aufnahme in die SS (SS-Nr. 313.911) als SS-Mann, 21.12.1938 SS-Sturmbannführer, 21.12.1938 - 01.02.1939 SS-Führer in der SS-Stammabteilung West/Bezirk 20 (Düsseldorf), 01.02.1939 - 15.11.1940 SS-Führer in der SS-Stammabteilung Rhein/Bezirk 10 (Kaiserslautern); 06.04.1940 - 01.09.1940 durch Elass des RFSSuChdDPol. vom Polizeidienst beurlaubt (Gründe unbekannt), 00.09.1940 als Polizeioffizier von der PV Kaiserslautern an das Polizeipräsidium Magdeburg versetzt, 00.10.1940 abgeordnet als Führer der 2. Kompanie des Polizei-Bataillons 123; 15.11.1940 - 01.05.1941 SS-Führer in der SS-Stammabteilung Rhein/Bezirk 5 (Luxemburg), 01.05.1941 - 00.05.1945 SS-Führer in der SS-Stammabteilung Mitte/Bezirk 21 (Magdeburg); 00.05.1942 zum Befehlshaber der Ordnungspolizei Ostland (Riga) abgeordnet, Verbindungsoffizier beim Kommandeur der Ordnungspolizei Estland (Reval), 20.04.1943 Major der Schutzpolizei (mit Wirkung vom 01.02.1943 und RDA vom 01.03.1943).

    Quelle: SSO Dr. Fritz Hersmann; RRL Majore 01.12.1943

    Grüße

    Andreas