Posts by bfg

    Hallo zusammen!


    Wie viele original Karabiner 98 k wurden auch etliche VZ 24 zu Jagdgewehren umgebaut.
    Ich habe mir vor Jahren von einem großen deutschen Jagdausstatter eine Jagdbüchse als "Neuwaffe" gekauft, die neben neuen Beschußzeichen auch die alte Bezeichnung: "Ceskoslovenska Zbrojovka, AS, Brno VZ 24" trägt.
    Auf der rechten Seite steht außerdem: Made in Czech Republic.
    Natürlich besitzt die Waffe einen jagdlichen Schaft, und das Kaliber, der Abzug und die Visierung sind ebenfalls den jagdlichen Erfordenissen angepasst.


    mfg bfg

    Ein Hallo an alle !


    Mein Vater ( geb. 1929) hat ab Frühjahr 1944 bei einem Schmiedemeister seine Ausbildung begonnen.
    Dieser Mann war für damalige Verhältnisse recht wohlhabend, denn er besaß zwei Pkw.
    Ein etwas älterer Pkw , mein Vater sprach von einem Brennabor, für die Werkstatt und für die private Nutzung ein Opel Kadett.
    Um nun einer Requirirung seitens der Wehrmacht zu entgehen waren beide Fahrzeuge in der Scheune aufgebockt und die Reifen samt Felgen versteckt worden.
    So haben beide Fahrzeuge die Wirren des Krieges und der Nachkriegszeit überstanden.
    Es verwundert mich im nachhinein, das der Brennabor nicht seitens des Schmiedemeisters auf Holzgas umgerüstet war, zumindest hat mein Vater das nicht berichtet.


    Ich selber habe dann auch den Beruf des Schmiedes / Landmaschinenschlossers gelernt, und weiß daher wie mühselig es ist ohne Montagegerät einen Reifen von der Felge zu trennen.
    Besonders gefährlich ist die Montage von Mehteiligen Felgen (Sprengringfelgen) wie auf den Bildern von Augustdieter.
    Das hat vielen Menschen das Leben gekostet, wenn beim aufpumpen ein Sprengring davonflog.
    Mein Lehrmeister ( Jahrgang 1923) hat mir mal erzählt, wie er in russischer Gefangenschaft in der Werkstatt der Gefangenenkolchose die Schläuche flicken musste:
    Nachdem das Loch im Schlauch lokalisiert war, wurde die Stelle irgendwie gesäubert und aufgeraut. Aus einem alten Schlauch wurde ein passender runder Flicken ausgeschnitten. Das Maß des Flicken war der alte Kolben eines russischen Lkw. Wörtlich sagte mein Lehrmeister: Russki- Ford.
    Nun wurde der Kolben um gedreht und halb voll mit Benzin gefüllt und angesteckt. Hier war Augenmaß angesagt, nicht zuviel, und auch nicht zu wenig. Wenn das Benzin verbrannt war wurde der Kolben wieder so gedreht, das man ihn mit der glatten Oberseite auf den zuvor genau ausgerichteten Flicken drückte und wartete bis alles "vulkanisiert" war.
    O - Ton Lehrmeister : menn Du Glück hattest, war das Loch jetzt dicht, wenn nicht, konntest du den Flicken wieder abziehen, oder wenn der Kolben zu heiß war, war das Loch jetzt so groß wie der Kolben....


    mfg bfg

    Ein Hallo an alle !


    Mein Vater, Jahrgang 1929, hat mir folgendes zu seiner Musterung erzählt:


    Nach einer freiwilligen Meldung zum Volksturm ( gabs das überhaubt ?)sollte er sich beim zuständigem Kreiswehrersatzamt in Stendal einfinden.
    Das war im Frühjahr 1945, und die Fahrt mit der Bahn dorthin war laufend durch Tiefflieger und defekte Gleise unterbrochen.
    Die Musterung fand dann durch Ärzte der Waffen- SS bei offenem Fenster statt.
    Ich kann mich leider nicht mehr genau erinnern, ob der Zeitpunkt der Musterung Januar oder Februar war.
    Mein Vater hat jedenfalls glaubhaft erzählt, schrecklich gefroren zu haben und das sie, die zukünftigen Rekruten, eigentlich permanent nur rumkommandiert wurden.


    mfg bfg

    Ein Hallo an Alle !


    Ich weiß von meinem Schwiegervater ( Jahrgang 1923) das er sich nach dem Abitur freiwillig zur Luftwaffe gemeldet hat.


    Seine Begründung war: lieber Luftwaffe als Infantrie, lieber freiwillig die Waffengattung aussuchen, als eingezogen zum Sandlatscher zu werden ( O- Ton).


    Letztendlich war er hauptsächlich an der Südfont in Rußland an der 2 cm Flak 38 eingesetzt.
    Mein Schwiegervater hat alles ziemlich genau handschriftlich aufgeschrieben, also wo und bei welchen Einheiten er war.


    Mein Schwiegervater war Ur -Berliner und ist leider vor ein paar Jahren verstorben.
    Immer wenn wir uns im Familienkreis getroffen haben gingen die Gespräche ganz schnell auf das Thema Krieg, Nachkriegszeit usw. über.
    Dieser ganze Komplex muß ihn im Alter doch sehr bewegt haben.


    mfg bfg

    Quote

    Original von Roland Geiger
    Der genannte Capt. Fiedler (19. März) war der Stadtkommandant von St. Wendel.


    Ein Hallo an alle !


    Kann mir jemand etwas über diesen Hauptmann ? Fiedler sagen, da ich den gleichen Familiennamen trage ?


    Sicher ist dieser Nachname nicht so selten, aber da ich wie so viele andere hier Familienforschung betreiben, ist das für mich von Interesse.


    mfg bfg alias Bert Fiedler

    Hallo Carina !


    Ein Erklärungsversuch:


    Eine Feldpostnummer ist die postalische Nummer einer gesamten Einheit, also Kompanie oder Batterie, Battallion oder Abteilung.


    Alle Soldaten dieser Einheit können ( konnten) über diese gemeinsame Feldpostnummer postalisch erreicht werden.


    Anders verhält es sich mit der Erkennungsmarke.


    Hier hat jeder Soldat eine individuelle Kennzeichnung, bestehend aus Buchstaben und Ziffern.


    mfg Bert

    Hallo Carina !


    Leider habe ich noch keine Anfrage bei der WAST gemacht, und daher weiß ich auch nicht wo und wie lange mein Großvater an der Kanalküste war.


    Ebenfalls im dunkeln liegt wo er seine Grundausbildung erhielt.


    Von seiner Zeit in Italien, Adriaküste bei Triest, habe ich mehrere Fotos.


    Der Name meines Großvaters ist : Albert Fiedler.


    mfg bfg


    PS : wir können dieses Thema gerne per PN ( persönliche Nachricht) weiter vertiefen.

    Hallo Dirk !


    Die Einheiten der Division zV ( zur Vergeltung) sind meines Wissens nicht komplett an der Westfront in allierte Kriegsgefangenschaft gegangen.


    Es gab zum Kriegsende hin den Befehl, die Ausrüstung der V- Waffen zu zerstören und die Einheiten wurden, bzw sollten infantristisch eingesetzt werden.


    Das Haupteinsatzgebiet war östlich der Elbe im Raum Wittenberge in Brandenburg.


    Das heißt, (fast ?) alle V 2 verschießenden Batterien sind an die Ostfront verlegt worden.


    Es ist aber durchaus möglich, das einzelne Soladaten in allierte Kriegsgefangenschaft gerieten, weil sie von ihren Einheiten getrennt waren,Lazarettaufenthalt, usw.


    Das Gros der Division ZV konnte sich vom Feind lösen und führte Verhandlungen mit den inzwischen an der Elbe stehenden Amerikanern. Bei Wootz, das liegt gegenüber von Gorleben im heutigem LK Lüchow Dannenberg, setzten dann die Einheiten über und wurden in ein eigens errichtetes Gefangenenlager in Gorleben untergebracht.
    Hier und in Lagern in Herford u. Belgien wurden dann brauchbare "Spezialisten" für die US Army und die britische Armee aussortiert.
    Die Briten haben dann mit Hilfe dieser deutschen V2 Leute im Herbst 45 Raketen in Cuxhaven- Altenwalde gestartet. ( Unternehmen Backfire).


    Oder anders ausgedrückt, Dirk, Eure Verwandten müssen nicht zwangsläufig in Holland oder Belgien in Gefangenschaft geraten sein, sondern wie oben geschrieben können sie sich den Amerikanern an der Elbe ergeben und dann unter den Allierten aufgeteilt worden sein.


    Wir können auch gerne über dieses Thema per PN diskutieren.


    mfg bfg


    PS : Die Meldung der Einheiten von stuffz hatte ich glatt übersehen...

    Hallo Roxxam !


    Hallo der 1/2 Schlesier !


    Als Einheit in der der Schwiegervater von " Roxxam "gedient hat, kommen die Lehr und Versuchsbatterie 444 als auch die 2/485 in Betracht, da beide Batterien im Herbst 1944 vom Raum südlich Den Haag Ziele in England beschossen haben.



    mfg bfg

    Ein Hallo an alle !


    Hieß der VW Käfer in den Entsstehungsjahren überhaupt "Volkswagen" ?


    Mir ist da immer KDF- Wagen als Name geläufig!


    mfg bfg

    Hallo History !


    Wo ist denn Deiner Meinung nach flüssiger Stickstoff beim Aggregat 4 zum Einsatz gekommen ?


    Zum Antrieb diente Alkohohl und flüssiger Sauerstoff, das ist aber hier schon mal geschrieben worden.


    Zur Steuerung waren Drucklufflaschen vorhanden, die alternativ auch mit Stickstoff gefüllt werden konnten. Der Druck betrug beim Start 200bar. ( Quelle : W. Gückelhorn / D. Paul : V2 gefrorene Blitze)


    mfg bfg

    Hallo Dirk !


    Lebt denn Dein Großvater noch ?


    Es wäre doch mal interessant Zeitzeugen von der Division ZV zu befragen, bzw zu Wort kommen zu lassen.


    Mein Interesse an diesen Einheiten rührt daher, das in den frühen Apriltagen 1945 eine Einheit dieser Division in unserem Dorf und der näherem Umgebung untergezogen war.


    Wir können uns auch gerne über die PN- Funktion weiter über dieses Thema unterhalten!.


    mfg bfg

    Ein Hallo an alle !


    Auch wenn dieses Thema schon etwas älter ist, möchte ich hier einmal antworten.


    Einige schießenden Batterien der Division zur Vergeltung (V2 / A4 Einsatz) verfügten auch über SPA TL 37 Zugmaschinen.


    In dem Buch "V 2- gefrorene Blitze " von Wofgang Gückelhorn und Detlev Paul, berichtet ein Zeitzeuge, das vier solcher Zugmaschinen in der 2. Art. Abt. 836 (mot) vorhanden waren, um die teilmontierten Raketen auf dem sog. Vidalwagen zu transpotieren.
    Im schweren Gelände mußte allerdings auf eine 8t Halbketten- Zugmaschine zurückgegriffen werden.
    Es gibt in diesem Buch auf Seite 27 auch ein Belegfoto einer SPA Zugmaschine mit einer A 4 auf dem Vidalwagen.


    mfg bfg

    Hallo Dieter !


    Das Fritz Todt technischer Leiter, ich glaube sogar Prokurist, bei Sager und Wörner war, ist mir bekannt.


    Heute heißt die Firma Helith und Wörner.


    Das mein Großvater in Wesendorf mit polnische Zwangsarbeitern zusammen gearbeitet hat, hat er mir erzählt.


    mfg bfg

    Ein Hallo an alle !


    Mein Großvater war vor dem Krieg Arbeiter der Firma Sager und Wörner, und hat unter anderem an dem Stück Autobahn in Ostpreußen mitgebaut.
    Zum Frankreichfeldzug wurde er eingezogen, obwohl er damals schon 45 jährig und WK 1 Veteran war. Er war dort als Brückenpionier eingesetzt und hat hinter der Front zerstörte Brücken wieder aufgebaut. Als gelernter Schmied wurden französische Schmieden requiriert, und er hat dann dort vor Ort Baubeschläge angefertigt. Den Namen der Einheit weis ich aber leider nicht. Aus seinen Erzählungen weiß ich aber, das sie bei Wasserbillig über Luxemburg nach Frankreich einmarschiert sind. Nach Ende des Frankreichfeldzuges, den er bis an die Atlantiküste mitgemacht hat , wurde er entlassen.
    Er hat dann vornehmlich in Westdeutschland Feldflugplätze gebaut.
    Sein letzter Einsatzort war Wesendorf im Landkreis Gifhorn.
    Es kann auch sein, das er ausschließlich in Wesendorf war. Meine Verwandten, also meine Mutter und ein noch lebender Onkel wissen das nicht mehr, weil sie einfach zu klein waren.


    Meine eigentliche Frage: waren diese Flugplatzbaueinsätze Einsätze der OT oder der Firma Sager und Wörner ?


    Eine WAST Anfrage habe ich noch nicht angefordert.


    mfg bfg

    Hallo Sven!


    Ich kann von solch einem Verhaltensmuster berichten :


    Mein Vater war Jahrgang 1929, kein Luftwaffenhelfer oder ähnliches, lediglich eingezogen zu einem Wehrertüchtigungslager zu Kriegsende.


    Mich, geboren 1960, haben er und meine Mutter, dann versucht zum Pazifisten zu erziehen.
    Ich meine damit, das ich als kleine Junge niemal eine Spielzeugpistole, Gewehr oder ähnliches geschenkt bekommen habe.
    Aber bekanntlich macht ja Not erfinderisch- und so habe ich mir meine "Waffen" eben selber gebaut.
    Aber wehe mein Vater hat sie entdeckt: dann hat er sie vor Wut eigenhändig auf dem Hauklotz zerhackt.
    Ich habe nie ergründen können woher diese Abneigung stammte. Denn später, als ich so um die zwanzig war hat er oft über die entbehrungsreiche Zeit gesprochen.


    mfg bfg

    Hallo !


    Wer weis denn, wann das System der Buchstabenklassen in der DDR eingeführt wurde, das wir ja auch inzwischen übernommen haben?


    Wo liegen da die Ursprünge ?


    Denn eigenartigerweise hatte ja der BW- Führerschein auch die Einteilung im Alphabet.


    Ich kann mir nicht vorstellen, das die Gründer der BW das von der NVA abgeguckt haben und umgekehrt!?


    Ich habe daher immer gedacht das der BW- Führerschein vom Wehrmachtsführerschein abstammt.


    Andererseits hat die DDR viel mehr vom alten Reich übernommen als man glauben kann, zb Reichsbahn, Stil der NVA Uniform usw.


    Übrigens hieß der Führerschein immer so, seit einem Erlaß vom Kaiser im Jahre 1909.
    Nur die "Oberen" in der DDR konnten sich mit diesem Namen nicht so recht anfreunden und nannten ihn schlicht " Fahrerlaubnis"


    Ich freue mich über Aufklärung dieses interessanten Themas!


    LG bfg


    Hallo Richard!


    Dein Beitrag ist schon älter, aber trotzdem möchte ich Dir darauf antworten. Mein Großvater war ab 16.04.45 von Italien kommend im ( SS) Lazarett Laibach. Ob das mit SS Lazarett so stimmt kann ich nicht mit Sicherheit sagen, aber der Vordruck seiner Krankenakte sagt das so aus.
    Außerdem ist auf dem Krankenblatt die Dienststelle vermerkt: FP 15 407 C.


    Sein Entlassungsschein ist dann ausgestellt vom: Kirchseeon Separation Center am 22. Juni 1945. Unterschrift : Paul M. Frank Captain.


    mfg bfg


    PS : von seinem Lazarettaufenthalt liegen mir Bilder vor

    Hallo !


    Für meine Familienchronik suche ich Unterlagen über die Marine Atillerie Einheit M.A. A. 540 / M 099.41 .


    Diese Angaben habe ich aus einem Krankenblatt meines Großvaters, der als Gefreiter dieser Einheit diente.


    Er war zuerst an der Kanalküste in Holland oder Belgien und später in Triest eingesetzt.
    Ob er bei diesem Standortwechsel auch die Einheit gewechselt hat weiß ich nicht.
    Das LDW ist zu der MAA 540 nicht sehr ergiebig.
    Mein Opa hat immer berichtet, das er, oder die ganze Einheit ?, mit kurzen italienischen Gewehren ausgestattet waren.
    Ich vermute mal, das es sich hierbei um Carcano- Karabiner gehandelt hat.


    Die Einheit hat sich dann Richtung Östereich über den Brenner zurückgezogen, wo er dann in amerikanische Gefangenschaft geriet. Der amerikanische Entlassungsschein, ausgestellt am 22. Juni 1945 in Kirchseeon liegt mir vor.
    Sein bester Kamerad ist bei dem Rückzug noch ums Leben gekommen, nur leider weis ich nicht wodurch.


    Insgesamt waren in dieser Einheit Soldaten älteren Jahrgangs. Mein Großvater war 1945 41 Jahre alt und seine Kameraden auf den Fotos zeigen mehrheitlich ebenfalls Familienväter.


    Ich hoffe Ihr könnt mir mehr zu der oben genannten Einheit sagen.


    mfg Bert alias bfg