Posts by Danuser

    Guten Tag,


    auf dem linken Foto ist ein Angehöriger der Leibstandarte "Adolf Hitler" in seiner schwarzen Panzeruniform mit der sogenannten Panzerschutzmütze (Baskenmützenform) zu sehen. Den Namenszug "Adolf Hitler" erkennt man auf dem Ärmelband. Rangabzeichen sind keine zu sehen. Die Panzerschutzmütze war offizielles Bekleidungsteil zwischen 1934-1941. Als Angehöriger der Panzertruppe dürfte die abgebildete Person den Dienstgrad eines Panzerschützen (Soldat) gehabt haben.
    Auf dem rechten Foto ist ebenfalls ein Angehöriger der Leibstandarte "Adolf Hitler" abgebildet. Rangabzeichen sind keine zu sehen. Auch hier kann man die Beschriftung auf dem Ärmelband gut erkennen. Bei der getragenen Feldbluse (Jacke) könnte es sich schon um das Modell 1943, dem Nachfolgemodell des Modells 1936 handeln. Modellbezeichnungen sind gleich den Einführungsjahren. Die Zugehörigkeit zu einer bestimmten Waffengattung kann man auf diesem schwarzweiß Bild nicht erkennen. Dieser Waffen-SS Angehörige war ein SS-Mann (Soldat), führte aber seine Dienstgradbezeichnung gemäß seiner Zugehörigkeit zu seiner Waffengattung, z.B. Panzergrenadier als Angehöriger eines Panzergrenadierregiments.
    Mein Vater wurde übrigens bei der "LAH" als Panzergrenadier ausgebildet, wechselte dann aber als Panzerschütze zur "Frundsberg".
    Er war also auch Angehöriger der Waffen-SS, wie die auf den Fotos abgebildeten Personen.


    M.f.G. aus Bochum


    Peter

    Guten Tag im Forum,


    auf dem Foto des kaiserlichen Marineangehörigen lese ich auf dem Mützenband: Artillerie Abteilung. Dienstgradabzeichen kann ich keine erkennen. Also vom Dienstgrad her ein einfacher Matrose, bzw. Marineartillerist.


    Auf dem anderen Foto sind königlich preußische Heeresangehörige zu erkennen. Diese tragen als Kopfbedeckung das sogenannte Krätzchen und einen Waffenrock mit den preußischen Gardelitzen auf Kragen und Ärmelaufschlägen. Gardelitzen durften nur von den Gardetruppen und den Grenadier-Regimentern 1-12 getragen werden.
    Dienstgradabzeichen kann ich auf diesem Foto ebenfalls nicht sehen, so dass zwei einfache Gardesoldaten (SB) abgebildet sind.
    Leider kann ich die Auflage(n) auf den Schulterklappen nicht identifizieren, da ich in meiner wenigen Literatur über Uniformen der Friedenszeit vor dem 1.WK nichts entsprechendes gefunden habe.


    Ich hoffe, ich konnte ein wenig weiterhelfen.


    M.f.G. aus Bochum


    Peter

    Guten Tag im Forum,


    ich weiß nicht ob es weiterhilft, aber ich habe da im Internet etwas gefunden:


    Feldpoststempel 1939-1945: 55406 [Einkreis Rundstempel] 12.3.1943-7.9.1943 leichte Flak-Batterie z.b.V. 6928, 4.2.1944 4. Batterie leichte Flak-Abteilung 755 o;
    Verwendungszeit 12.3.1943 bis 21.5.1945 (FELDPOST II.WK)


    Quelle: http://www.stampsx.com/ratgebe…php?stempelsuche_ort=5540


    Demnach war die genannte FPN für die 4.Batterie/Flak-Abteilung 755 o auch noch nach Januar 1945 in Gebrauch.


    Mit freundlichen Grüßen aus Bochum


    Peter

    Guten Tag im Forum,


    auf der Aufschubschlaufe könnte tatsächlich die Zahl "480" stehen, zumindest ist es eine dreistellige Kennung, die mit "48" anfängt.
    Das Infanteriesturmabzeichen wirkt auf mich silberfarben, so dass auf dem Portraitfoto ein Infanterist/Grenadier abgebildet sein dürfte.
    Ein paar Zusatzinformationen zur abgebildeten Person würden weiterhelfen.


    Mit freundlichen Grüßen aus Bochum


    Peter

    Guten Tag,


    auf der Schulterklappe steht die Zahl 23. Da es ein schwarzweiß Foto ist, kann man die Waffenfarbe leider nur raten. Aber die Waffenfarbe sieht hell aus. Wenn sie weiß ist, so wurde ein Angehöriger des Infanteriegegiments 23 abgebildet, Wenn sie rosa ist, wäre es ein Angehöriger des Panzerregiments 23, nur um mal zwei Beispiele mit einer Einheit "23" zu nennen.
    Ein paar Zusatzinformationen zur abgebildeten Person wären hilfreich.


    Mit freundlichen Grüßen aus Bochum



    Peter

    Guten Tag im Forum,


    vielen Dank für die Hinweise auf die Zugehörigkeit des Feldgendarmerie-Trupps 588.
    Möglicherweise gehörte dieser Trupp Anfang 1941 (bis zum Beginn des Rußlandfeldzuges) noch zur Ortskommandantur/Kreiskommandantur 595 und war zu dieser Zeit in Angers/Frankreich stationiert.
    Denn am 27.01.1941 schrieb Heinrich A. seinem Sohn Heinz einen Feldpostbrief mit der FPN 23998. In diesem Brief kündigte der Vater die bevorstehende Beförderung zum Unteroffizier der Feldgendarmerie an.
    Zu dieser Zeit war der Sohn noch Gymnasiast. 1944 befand er sich mit seiner Luftwaffen-Felddivision dann selber in Frankreich.
    Ich gehe mal davon aus, dass es zum Feldgendarmerie-Trupp 588 keine spezielle Literatur gibt.


    Mit freundlichen Grüßen aus Bochum


    Peter

    Guten Tag im Forum,


    es handelt sich bei den Kragenspiegeln um solche der Deutschen Reichsbahn (DR) für den einfachen Dienst, wozu als Dienstgrad auch der Reichsbahn-Arbeiter gehörte.
    Für den einfachen, mittleren, gehobenen und höheren Dienst der DR gab es unterschiedliche Kragenspiegel.
    Bei der DR wurden diese Kragenspiegel 1941 eingeführt.
    Ich weise mal auf folgende Bücher hin, wo Uniformen und Abzeichen der DR mehr oder weniger als "Randprodukte" mit beschrieben werden:
    -Davis/Westwell: Deutsche Uniformen und Abzeichen 1933-1945, Stuttgart 2006
    -Davis/Turner: Deutsche Uniformen im Dritten Reich 1933-1945, München 1983.


    Mit freundlichen Grüßen aus Bochum


    Peter

    Guten Tag im Forum,


    habe über Ostern mein Archiv durchforstet und festgestellt, dass mir zum Feldgendarmerie-Trupp 588 Informationen fehlen.
    Von einem Bekannten habe ich Dokumente über seinen Vater bekommen, der zuletzt als Feldwebel (1944) und davor schon als Unteroffizier(1942) Angehöriger des Feldgendarmerie-Trupps 588 war.
    In meiner Literatur kommt dieser Trupp nicht vor, im LdW bzw. im Internet habe ich auch nichts gefunden und hier im Forum ist über diesen Trupp wohl ebenfalls noch nichts veröffentlicht worden.
    Mir ist bekannt, dass es verschiedene Arten von Feldgendarmerie-Trupps in Hinblick auf Zusammensetzung, Motorisierung und Ausrüstung gab, je nachdem welcher Einheit diese Trupps zugeordnet waren.
    Kann mir jemand beim Feldgendarmerie-Trupp 588 weiterhelfen?
    Ich stelle zwei Verleihungsurkunden mit ein, auf denen die Bezeichnung des Trupps zu sehen ist.


    Mit freundlichen Grüßen aus Bochum


    Peter

    Files

    Guten Tag im Forum,


    Bert und ich meinen zwei verschiedene bayerische Landespolizeien, die zufällig den gleichen Namen hatten.


    Ich spreche von der Landespolizei, die es in Bayern unter dieser Bezeichnung von 1922-1928 gab und die dann ab 1928 Schutzpolizei hieß. Diese Schutzpolizei bestand aus dem Einzeldienst und der Bereitschaftspolizei. Dieses Kapitel bayerischer Polizeigeschichte betrifft den Freistaat Bayern während der Weimarer Zeit.


    1933, nach der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten, erfolgte im Mai 1933 eine Umbenennung und Umorganisation der bayerischen Schutzpolizei. Der Einzeldienst wurde nun landesweit Schutzmannschaft genannt und die Bereitschaftspolizei erhielt die Bezeichnung Landespolizei, so wie die Bereitschaftspolizeien der anderen Länderpolizeien ebenfalls. Diese durch die neuen Machthaber geschaffene Landespolizei diente sowohl zur „Verreichlichung“ der Länderpolizeien (Polizei sollte keine Ländersache mehr sein, sondern Reichssache, d.h. direkte Einflussnahme der Nationalsozialisten auf die Polizei) als auch der reichsweiten Überführung der so genannten Landespolizei, d.h. der ehemaligen Polizeibereitschaften der Länder, in die zukünftige Wehrmacht. Dieses geschah dann im Reiche bis 1936.


    Meiner Meinung nach, gibt es zwischen der bayerischen Landespolizei von 1922-1928 und der bayerischen Landespolizei zwischen 1933-1935 keine Kontinuität, außer der zufälligen Namensgleichheit.


    Es sind zwei verschiedene Kapitel Polizeigeschichte, die auf zwei verschiedenen staatlichen Ebenen geschrieben wurden.
    Müsste man sich ggf. an anderer Stelle weiter darüber austauschen.


    Mit freundlichen Grüßen aus Bochum


    Peter

    Guten Tag im Forum,


    die Bayerische Landespolizei gab es unter diesem Namen von 1922-1928. Ab 1928 hieß sie dann Schutzpolizei.
    Die Schirmmütze der Bayerischen Landespolizei wies übrigens nur eine Kokarde in den Landesfarben auf dem schwarzen Besatzstreifen auf und kein weiteres Symbol auf dem Mützenkörper darüber.


    Die von den neuen Machthabern des Dritten Reiches bereits im März 1933 geschaffene Landespolizei, gab es bis zum Frühjahr 1936.
    Deren einzelnen Kontingente, so auch auch die preußischen Einheiten dieser neuen Landespolizei, trugen in der Anfangszeit ihre Uniformen weiter, die sie schon während der Weimarer Zeit hatten.
    Die einschlägige Literatur sagt aus, dass diese weitergetragenen Uniformen allerdings kleine Änderungen aufwiesen, die örtlich unterschiedlich gewesen seien.
    Der Hinweis von Bert, dass auf dem Foto preußische Beamten der neuen reichsweiten Landespolizei in ihren alten aber leicht abgeänderten Uniform preußischen Polizeiuniformen im Jahre 1933 abgebildet sein können, hat was für sich.
    Nur wo und bei wem sind entsprechende Dokumente vorhanden, die dieses belegen könnten?


    Ein frohes Osterfest 2011 wünscht


    Peter

    Guten Tag im Forum und guten Tag Rob,


    die Personen auf dem Gruppenfoto wären so was von staatlichen preußischen Schutzpolizeibeamten der Weimarer Zeit, wenn da nicht das eine ovale Ärmelabzeichen auf dem linken Oberarm wäre, wenn da nicht die Koppel mit den Dornschnallen wären und wenn da nicht über der Kokarde noch ein Emblem vorne am Mützenkörper wäre.
    Während der Weimarer Zeit gab es deutsche Polizeien, die in Sachen Uniformierung sehr stark an Preußen angelehnt waren und zwar meines Wissens nach in Lippe-(Detmold), Schaumburg-Lippe und Waldeck.
    Ich habe meinen Archivbestand an Bildern, Büchern pp. in Bezug auf die 10 abgebildeten Polizisten wiederholt durchforstet, bin aber letztlich nicht zu einem belegbaren Ergebnis gekommen.
    Rob, was ist noch zur Herkunft des Gruppenfotos bekannt?
    Wobei es sich bei dem Gebäude im Hintergrund nicht zwangsläufig um eine Polizeiunterkunft, eine Polizeischule o.ä. handeln muss.


    M.f.G. aus Bochum


    Peter

    Guten Tag im Forum,
    bin selber Sammler und befasse mich schon seit Jahren mit der Materie. Aber Flintenlaufgeschosse in Deutschland für militärische Zwecke, egal ob Volkssturm oder andere Einheiten, ist mir bisher noch nicht untergekommen.
    Macht meiner Meinung nach allein von der Ballistik her keinen Sinn. Denn Flintenlaufgschosse sind nicht drallstabilisiert und können maximal auf Entfernungen von 50 Metern verwendet werden und das auch nur mit einer relativ großen Streuung. Jäger benutzen diese Geschosse bei Drückjagden auf Schwarzwild bei geringen Schussentfernungen, so maximal auf 25-30 Meter. Sollten Flintenlaufgeschosse durch die Wehrmacht beschafft worden sein, so gibt es für mich eine denkbare Möglichkeit: nämlich zum Gebrauch bei den Wehrmachtsförstern. Und beim Volkssturm wurde gnadenlos alles an vorhandenen dienstliche und zivilen Waffen verwendet. Warum soll also ein Volkssturmangehöriger nicht mit seiner privaten Flinte angetreten sein und von irgendeiner Wehrmachts-Waffenkammer eine Schachtel mit Flintenlaufgeschossen der Wehrmachtsförster erhalten haben?
    Also eine Randepisode gegen Ende des Krieges, aber keine dienstliche Beschaffung von Flintenlaufgeschossen durch die Wehrmacht für ihren Volkssturm.


    Mit freundlichen Grüßen aus Bochum


    Peter

    Guten Tag an alle polizeigeschichtlich interessierten "Neulinge" und "Altgedienten" im Forum,


    möchte gerne auf zwei Möglichkeiten aufmerksam machen, um sich mit der deutschen Polizeschichte von Grund auf auseinanderzusetzen und sein Wissen zu erweitern.


    Zum einen geht das in der Deutschen Gesellschaft für Polizeigeschichte, deren Mitglied ich seit langen Jahren bin.
    Hier der Link dazu: http://www.polizeigeschichte.com/


    Und zum anderen bietet das IBZ auf Schloss Gimborn Seminare zum Thema an. Auf zweien bin ich bereits gewesen.
    Hier der Link dazu: https://ibz-gimborn.de/index.php


    Auf beiden Internetpräsenzen kann man sich ausführlich informieren.


    Im Mittelpunkt jedes Jahrestreffens der Deutschen Gesellschaft für Polizeigeschichte und beim IBZ, stehen Fachvorträge kompetenter Polizeihistoriker,Besichtigungen polizeihistorisch relevanter Stätten, Sonderausstellungsbesuche, Archivbesuche, Museumsbesuche, Teilnahem an Arbeitsgruppen usw.


    Außerdem kann nach "Feierabend" auf alle Fälle gesellig " mit Gleichgesinnten gefachsimpelt" werden.



    Mit freundlichen Grüßen aus Bochum


    Peter

    Guten Tag,


    die Angaben zur Todesursache und zur Todesart sind meiner Meinung nach stimmig.
    Zumal es beim Urgroßonkel keinen Grund gegeben hätte, den Totenschein zu manipulieren.
    Es scheint so, als habe der Urgroßonkel seinen Wehrdienst eigenmächtig nicht angetreten. Das führte zwar zu militärjuristischen Konsequenzen, aber zu keinen lebensbedrohlichen.
    Mit Abschluss der Musterung unterstand der Wehrpflichtige auf alle Fälle der Militärgerichtsbarkeit und ist so dann auch in die U-Haft einer Wehrmachtshaftanstalt, bzw. einer "zivilen" Justizvollzugsanstalt mit "Zugleichaufgabe" als "militärische" Haftanstalt gekommen.


    Über Wehrgerichtsbarkeit, Wehrstrafverfahren und Wehrstrafen findet man brauchbare Artikel beim "googeln".
    Eine Literaturempfehlung kann ich leider nicht geben.


    Mit freundlichen Grüßen aus Bochum


    Peter

    Guten Tag im Forum,


    sollte die Standortbezeichnung auf dem Foto tatsächlich "Mecklenburg" sein, so wäre dieses keine Bezeichnung aus dem Bereich der Schutzpolizei, sondern eine aus dem Bereich der Gendarmerie. Auf den ÄA der Schutzpolizei des Reiches standen Städtenamen und auf denen der Gendarmerie Regierungsbezirke oder vergleichbare Verwaltungsbezirke.
    Der Dienstgrad wäre auf den Fotos dann Meister der Gendarmerie gewesen.
    War übrigens nichts Ungewöhnliches, dass Schutzpolizeibeamte zur Gendarmerie übergewechselt sind.
    Habe in meinem Archiv Dokumente von einem ehemaligen Schutzpolizeibeamten aus Berlin, der als Meister der Gendarmerie mit Zugehörigkeit zum Warthegau 1944 in Warschau tödlich verwundet wurde.


    M.f.G. aus Bochum


    Peter

    Guten Tag im Forum, vor allem an den anfragenden Sebastian,


    laut Volksbund-Gräbersuche ist dort ein Leutnant Otto RUDOLPH, * 17.12.1895 in Wismar, verzeichnet.
    Welches Geburtsjahr stimmt denn: 1894 oder 1895 ? Ich gehe davon aus, dass es sich nur um einen Otto RUDOLPH handelt.


    Mit freundlichen Grüßen aus Bochum


    Peter

    Guten Abend Herbert,


    vielen Dank für die prompte Antwort.
    Ich will es mal so sagen: FdW, hier werden sie geholfen.


    M.f.G. aus Bochum


    Peter