Posts by Danuser

    Guten Tag im Forum,
    bin selber Sammler und befasse mich schon seit Jahren mit der Materie. Aber Flintenlaufgeschosse in Deutschland für militärische Zwecke, egal ob Volkssturm oder andere Einheiten, ist mir bisher noch nicht untergekommen.
    Macht meiner Meinung nach allein von der Ballistik her keinen Sinn. Denn Flintenlaufgschosse sind nicht drallstabilisiert und können maximal auf Entfernungen von 50 Metern verwendet werden und das auch nur mit einer relativ großen Streuung. Jäger benutzen diese Geschosse bei Drückjagden auf Schwarzwild bei geringen Schussentfernungen, so maximal auf 25-30 Meter. Sollten Flintenlaufgeschosse durch die Wehrmacht beschafft worden sein, so gibt es für mich eine denkbare Möglichkeit: nämlich zum Gebrauch bei den Wehrmachtsförstern. Und beim Volkssturm wurde gnadenlos alles an vorhandenen dienstliche und zivilen Waffen verwendet. Warum soll also ein Volkssturmangehöriger nicht mit seiner privaten Flinte angetreten sein und von irgendeiner Wehrmachts-Waffenkammer eine Schachtel mit Flintenlaufgeschossen der Wehrmachtsförster erhalten haben?
    Also eine Randepisode gegen Ende des Krieges, aber keine dienstliche Beschaffung von Flintenlaufgeschossen durch die Wehrmacht für ihren Volkssturm.


    Mit freundlichen Grüßen aus Bochum


    Peter

    Guten Tag an alle polizeigeschichtlich interessierten "Neulinge" und "Altgedienten" im Forum,


    möchte gerne auf zwei Möglichkeiten aufmerksam machen, um sich mit der deutschen Polizeschichte von Grund auf auseinanderzusetzen und sein Wissen zu erweitern.


    Zum einen geht das in der Deutschen Gesellschaft für Polizeigeschichte, deren Mitglied ich seit langen Jahren bin.
    Hier der Link dazu: http://www.polizeigeschichte.com/


    Und zum anderen bietet das IBZ auf Schloss Gimborn Seminare zum Thema an. Auf zweien bin ich bereits gewesen.
    Hier der Link dazu: https://ibz-gimborn.de/index.php


    Auf beiden Internetpräsenzen kann man sich ausführlich informieren.


    Im Mittelpunkt jedes Jahrestreffens der Deutschen Gesellschaft für Polizeigeschichte und beim IBZ, stehen Fachvorträge kompetenter Polizeihistoriker,Besichtigungen polizeihistorisch relevanter Stätten, Sonderausstellungsbesuche, Archivbesuche, Museumsbesuche, Teilnahem an Arbeitsgruppen usw.


    Außerdem kann nach "Feierabend" auf alle Fälle gesellig " mit Gleichgesinnten gefachsimpelt" werden.



    Mit freundlichen Grüßen aus Bochum


    Peter

    Guten Tag,


    die Angaben zur Todesursache und zur Todesart sind meiner Meinung nach stimmig.
    Zumal es beim Urgroßonkel keinen Grund gegeben hätte, den Totenschein zu manipulieren.
    Es scheint so, als habe der Urgroßonkel seinen Wehrdienst eigenmächtig nicht angetreten. Das führte zwar zu militärjuristischen Konsequenzen, aber zu keinen lebensbedrohlichen.
    Mit Abschluss der Musterung unterstand der Wehrpflichtige auf alle Fälle der Militärgerichtsbarkeit und ist so dann auch in die U-Haft einer Wehrmachtshaftanstalt, bzw. einer "zivilen" Justizvollzugsanstalt mit "Zugleichaufgabe" als "militärische" Haftanstalt gekommen.


    Über Wehrgerichtsbarkeit, Wehrstrafverfahren und Wehrstrafen findet man brauchbare Artikel beim "googeln".
    Eine Literaturempfehlung kann ich leider nicht geben.


    Mit freundlichen Grüßen aus Bochum


    Peter

    Guten Tag im Forum,


    sollte die Standortbezeichnung auf dem Foto tatsächlich "Mecklenburg" sein, so wäre dieses keine Bezeichnung aus dem Bereich der Schutzpolizei, sondern eine aus dem Bereich der Gendarmerie. Auf den ÄA der Schutzpolizei des Reiches standen Städtenamen und auf denen der Gendarmerie Regierungsbezirke oder vergleichbare Verwaltungsbezirke.
    Der Dienstgrad wäre auf den Fotos dann Meister der Gendarmerie gewesen.
    War übrigens nichts Ungewöhnliches, dass Schutzpolizeibeamte zur Gendarmerie übergewechselt sind.
    Habe in meinem Archiv Dokumente von einem ehemaligen Schutzpolizeibeamten aus Berlin, der als Meister der Gendarmerie mit Zugehörigkeit zum Warthegau 1944 in Warschau tödlich verwundet wurde.


    M.f.G. aus Bochum


    Peter

    Guten Tag im Forum, vor allem an den anfragenden Sebastian,


    laut Volksbund-Gräbersuche ist dort ein Leutnant Otto RUDOLPH, * 17.12.1895 in Wismar, verzeichnet.
    Welches Geburtsjahr stimmt denn: 1894 oder 1895 ? Ich gehe davon aus, dass es sich nur um einen Otto RUDOLPH handelt.


    Mit freundlichen Grüßen aus Bochum


    Peter

    Guten Abend Herbert,


    vielen Dank für die prompte Antwort.
    Ich will es mal so sagen: FdW, hier werden sie geholfen.


    M.f.G. aus Bochum


    Peter

    Guten Tag im Forum,


    auf einem Feldpostbrief vom 23.07.1944 steht die FPN 47687 C. Welcher Einheit ist diese Nummer zuzuordnen?
    Die Bedeutung der FPN 47687 ist mir bekannt, nur in Verbindung mit dem "C" muss ich passen.


    M.f.G. aus Bochum


    Peter

    Guten Tag im Forum,
    ich wende mich vor allem an die Experten in Sachen Wehrmachtsuniformen. Wenn die abgebildete Schulterklappe eine umlaufende Litze als Einfassung hätte, die ich aber nicht erkenne, käme ich mich der Schulterklappe eines Oberwachtmeisters der Artillerie klar. Die zweifarbige Kordel irritiert mich aber doch sehr.


    Mit freundlichen Grüßen aus Bochum


    Peter

    Guten Tag im Forum,


    Fragen zu zivilen Ledermänteln der Firma Striwa wurden bereits im FdW bzw. in anderen Foren gestellt.
    Hier die Angaben zu dieser Firma:


    STRIWA BEKLEIDUNGSWERKE GMBH
    CONRAD-WAGNER-STRASSE 2
    96215 LICHTENFELS

    Telefon:
    09571-794101


    M.f.G. aus Bochum


    Peter

    Guten Tag im Forum


    ich stelle mal ein Foto aus den 20er-Jahren ein. Es zeigt Polizeischüler der Polizeischule Sensburg mit Ausbilder und Kraftfahrer vor ihrem Mannschaftswagen.


    1928 gab es an der Polizeischule Sensburg übrigens eine Affäre, die in der Presse publik gemacht wurde und zu einer offiziellen Untersuchung führte. Ein Polizeimajor soll ihm mißliebig aufgefallene Polizeischüler über den Kasernenhof gescheucht haben. Hierbei fragte der Major seine Anwärter: "Was sind Sie?" Diese durften nicht antworten: "Ein Polizeianwärter" sondern mussten sagen: "Ein Schwein!"
    Quelle: Leßmann, Peter: "Die preußische Schutzpolizei in der Weimarer Republik -Streifendienst und Straßenkampf", Düsseldorf 1989


    M.f.G. aus Bochum


    Peter

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    • Sensburg.jpg

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    Guten Abend zusammen im Forum,


    das abgebildete Polizeifahrzeug Büssing hat das Kennzeichen Pol 12306 und war somit in Sachsen zugelassen. Vom Kennzeichen her würde es also eher auf das PB 304 mit Heimatstandort Chemnitz/Sachsen zutreffen. Oder hatte das PR Warschau einen gemeinsamen Fahrzeugpool? Wer kann etwas dazu sagen?


    M.f.G. aus Bochum


    Peter

    Guten Tag im Forum und Sven,


    bei Paul Carell in: "Sie kommen!", steht auf Seite 246 eine kurze Passage zur dort auch so bezeichneten Kampfgruppe Bacherer, als es noch um Avranches ging.


    Ich zitiere: "Bacherer war ein Mann der Tat. Er holte sich alles zusammen, was ihm unter die Augen kam: Neben seinen eigenen Verbänden der 77.I.D. auch 14 Sturmgeschütze, Teile der 5.Fallschirmjägerdivision und was sich an Versprengten auf den Sammelstellen einfand. Mit dieser Kampfgruppe stieß Bacherer am 31. morgens auf Pontaubault vor, nahm es und trat sofort gegen Avranches an."


    Dann nimmt der amerikanische Durchbruch bei Avranches seinen weiteren Lauf und sie dringen in die Bretagne vor.


    Unten auf Seite 247 steht dann also: "Patton setzte die 6.Panzerdivision an, Sie ließ sich jedoch durch den hinhaltenden Widerstand von Bacherers Kampfgruppen bei Dinan, südlich St.Malo, der die amerikanische Flanke bedrohte, hinhalten."


    Offensichtlich verfügte Oberst Bacherer zu verschiedenen Zeiten über verschiedene Kampfgruppen, möglicherweise in der Bretagne sogar über nicht nur eine Kampfgruppe. Warum sollte Carell sonst die Mehrzahl von Kampfgruppe, nämlich Kampfgruppen verwendet haben?


    Mehr habe ich auf Anhieb in meiner Literatur nicht gefunden. Velleicht hilft mein Hinweis ja ein wenig weiter.


    M.f.G. aus Bochum


    Peter

    Guten Abend im Forum,


    das Wehrwirtschafts- und Rüstungsamt und seine nachgeordneten Dienststellen haben nichts mit dem Heereswaffenamt und seinen nachgeordneten Dienststellen zu tun.
    Das Rüstungsamt war dafür zuständig, dass für die Kriegsführung benötigte Produkte gefertigt wurden, bzw. gefertigt werden konnten.
    Das Waffenamt hat solche hergestellten Produkte dann abgenommen, d.h. einer Qualitätskontrolle unterzogen, z.B. Waffen und Ausrüstungsgegenstände.
    Gerade gegen Kriegsende wurde die Rüstungsproduktion immer schwieriger. Zerbombte Betriebe mussten ausgelagert oder geschützt werden, z.B. durch unterirdische Produktionsverlagerung in Stollen- oder Bunkersysteme. Zur Wehrmacht eingezogene Arbeiter mussten durch Fremdarbeitskräfte, so auch KL-Häftlinge, ersetzt werden.
    Dafür war das Wehrwirtschafts- und Rüstungsamt da.


    M.f.G. aus Bochum, wo ebenfalls fleißig produziert und fleißig zerbombt wurde.


    Peter

    Guten Tag nach Niedersachsen,


    auf der Vergrößerung der Unterschrift kann man deutlich erkennen, dass der Unterzeichner, Major Bradwell, ein britischer Offizier war. Das T.D.R.A. sagt meines Wissens aus, dass er Angehöriger der "Territorial Royal Army" war. Somit wären das T, das R und das A erklärt. Bei dem D bin ich mir bei der Bedeutung nicht sicher. Könnte Detachement heißen. Vielleicht meldet sich im Forum ja noch jemand mit größerem Fachwissen zur britischen Armee zu Worte.


    M.f.G. aus Bochum


    Peter

    Guten Tag zusammen im Forum,


    mit dem Kampf um Cherbourg hatte die angefragte Einheit meines Wissen nach nichts zu tun.
    Dem LdW ist aber zu entnehmen, dass die Division " Das Reich" aber "...mit der Zeit davor..." in Verbindung gebracht werden kann. Ab 08/1942 bis 01/1943 war die Division in "Nordfrankreich", in der "Normandie" und im Raum "St.Lo". Zur Geschichte der Division und Einheiten dieser Division gibt es offenkundig einiges an Literatur.
    Es wäre angebracht, wenn "Alberich" seiner Suchanfrage etwas mehr "Fleisch" hinzufügen könnte, z.B. wieso er diese Flakabteilung überhaupt mit der Stadt Cherbourg in Verbindung bringt. Hat er entsprechende Literaturhinweise oder andere Hinweise?


    Mit freundlichen Grüßen aus Bochum


    Peter

    Guten Tag im Forum,


    bei dem Adler handelt es sich um den sogenannten Reichshoheitsadler mit dem nach rechts gedrehten Kopf.
    Er wurde zum Beispiel auf Ausrüstungsstücken und Waffen von Heer und Marine in unterschiedlichen Bedeutungen verwendet. Er ist aber auch auf amtlichen Büchern der damaligen Zeit zu finden.
    Ich würde gerne aus meinem Literaturbestand die Gesetzesquelle zum Reichshoheitsadler heraussuchen, schaffe es aber leider zeitlich nicht.
    In ihrem "Handbuch Deutscher Waffenstemlel auf Militär- und Diensthandwaffen 1871-2000", Herne 2005, gehen die Autoren Albrecht Wacker und Joachim Görtz (+) mehrfach auf den Reichshoheitsadler ein. Aber leider ohne Angaben zu Originalquellen.
    Zu dem fraglichen Zettel mit dem Reichshoheitsadler kann ich leider nicht konkret sagen, ob er echt oder falsch ist. Und meine persönliche Meinung hilft bei der endgültigen KLärung dieser Frage nicht weiter.


    Mit freundlichen Grüßen aus Bochum


    Peter