Posts by Danuser

    Guten Abend ans Forum und an den anfragenden Julian,


    auch ich meine, dass an der Mütze und am Kragen retuschiert worden ist.

    Es wäre sehr hilfreich, wenn es das Foto "unretuschiert" gäbe und zum Foto und dem darauf abgebildeten Uniformträger weitere Informationen gemacht werden könnten.

    Wenn der Bekannte die Personalien des abgelichteten Verwandten kennt, soll er doch einen Antrag auf Personenauskunft ans Bundesarchiv, ehemals Deutsche Dienststelle, stellen.

    Hier der Info-Link dazu: https://www.bundesarchiv.de/DE…221-integration-wast.html


    Mit freundlichen Grüßen aus der Normandie


    Peter

    Guten Tag ans Forum und an J.H.,


    meine Formulierung hat einen anderen Schwerpunkt als Deine. Denn bei Dirk in der Anfrage las es sich für mich so, als sei der Opa beim Frankreichfeldzug 1940 abschließend in Gefangenschaft geraten und nicht nur zeitweise. Womit wir wieder beim Thema der Anfrage ans Bundesarchiv wären.

    Denn mit den bisherigen "Nicht-Informationen" Dirks zu seinem Opa, lässt sich die Frage über Art und Weise der Gefangenschaft und deren Dauer nicht beantworten.

    J.H., schon wir zwei haben Dirks Anfrage unterschiedlich eingeschätzt und daher auch unterschiedlich beantwortet. Weitere Spekulationsmöglichkeiten halte ich für nicht ausgeschlossen.


    Mit freundlichen Grüßen aus der Normandie


    Peter

    Guten Tag ans Forum und an den anfragenden Dirk,


    Thilo hat absolut recht: Anfrage ans Bundesarchiv stellen und die Antwort abwarten! Danach konkrete Zusatzfragen stellen!

    Mir ist in der Anfrage aufgefallen, dass der Opa im "Frankreichfeldzug" in Kriegsgefangenschaft geraten sein soll. Der Frankreichfeldzug / Westfeldzug fand 1940 statt.

    Und seit 1940 war der Opa dann wo in Gefangenschaft? In Frankreich kann es nicht gewesen sein, da hier ja entweder die deutsche Wehrmacht als Besatzungsmacht agierte oder im damals noch unbesetzten Teil Frankreichs Petain als deutscher Kollaborateur. Falls der Opa schon 1940 in britische Kriegsgefangenschaft geraten sein sollte, was ich eher in Frage stellen möchte, so kann das Bundesarchiv ggf. auch Auskunft zur Kriegsgefangenschaft geben.

    Dirk, Deine Informationslage zum Opa ist tatsächlich "megadünn". War er beim Heer, bei der Luftwaffe oder wo sonst? Bei welcher Waffengattung ? Erfahrungsgemäß gibt es eigentlich keine Familie, in der nicht Dokumente zur Militärgeschichte eines Verwandten vorhanden sind und wenn es nur ein Foto oder eine Rentenberechnung ist.

    Also nochmals: Anfrage ans Bundesarchiv!


    Mit freundlichen Grüßen aus der Normandie


    Peter

    Guten Tag ans Forum und an den Anfragenden,


    Militaria sammeln sollte meiner Erfahrung nach schon strukturiert erfolgen. Nur meine Struktur ist wahrscheinlich nicht die eines mir unbekannten Grenzers aus Dresden.

    Soll nur deutsche Militaria gesammelt werden, oder europäische oder sogar weltweite?

    Beginne ich zeitlich z.B. mit Jena und Auerstedt im Jahre 1806 und ende erst in der Jetztzeit? Oder beginne ich in der Kaiserzeit, fahre mit dem Ersten Weltkrieg, der Weimarer Republik, dem Zweiten Weltkrieg und der Nachkriegszeit fort? Oder will ich nur Militaria einer einzelnen Zeitepoche, oft die es Zweiten Weltkriegs, sammeln?

    Will ich wirklich nur Militaria sammeln oder auch Fahnen und Orden? Will ich zum Beispiel Militaria im weitesten Sinne (Dokumente, Bilder, Fotos, Reservistika, Erinnerungsstücke, Prozellan, Bücher, Karten, Kopfbedeckungen, Uniformen, Effekten pp.) sammeln, d.h. zusammentragen? Was ist ggf. mit Waffenzubehör und Ausrüstungsgegenständen rund um die Bewaffnung?

    Oder will ich schwerpunktmäßig nur bestimmte Militaria sammeln? Möglicherweise will ich ja Gruppensammeln, d.h. nur Gegenstände von einer bestimmten Person, einem exemplarischen Dienstgrad, einer besonderen Waffengattung, einem historischen Ereignis.

    Über was für Kenntnisse verfüge ich als Militariasammler oder Ordenssammler? Kann ich ggf. Echt von Unecht unterscheiden oder bin ich ausschließlich auf Personen und Beschaffungsquellen meines Vertrauens angewiesen?

    Wie weit bin ich bereit, mein Hintergrundwissen zu erweitern? In der Regel sind jede Menge Sach- und Fachbücher erforderlich.

    Obwohl ich hier noch nicht mit einer kurzen Einführung zum Thema fertig bin, möchte ich an dieser Stelle aufhören.


    Natürlich kann der Aufbau einer wie auch immer thematisierten Militariasammlung eine kulturhistorische Passion sein, bei der man auf alle Fälle "Lehrgeld" bezahlen muss. Irgendwann kann man nämlich merken, dass bisher nicht sinnvoll gesammelt wurde, sondern nur sinnlos zusammengetragen worden ist und einem auch Repliken und Fälschungen untergeschoben worden waren. Aber der erfolgreiche Aufbau einer spannenden Militariasammlung ist möglich.


    Dem Grenzer wünsche ich sein persönliches Glücksgefühl dabei. Und mit 30Jjahren ist man ja auch jung genug zum langjährigen Loslegen.


    Mit freundlichen Grüßen aus der Normandie


    Peter

    Guten Tag ans Forum und an Bert,


    wäre Deutsch als Weltsprache abhängig gewesen von einer deutschen Schriftart, die weltweit nicht einmal ausreichend lesbar gewesen wäre?

    Im nationalsozialistischen Sinn wäre Deutsch als Weltsprache die weltweite Sprache der neuen deutschen Kolonialherren geworden, aber doch nicht als weitweite deutsche Schriftart.

    Oder was verstehe ich an diesem Beitrag nicht?


    Mit freundlichen Grüßen aus der Normandie


    Peter

    Guten Tag ans Forum und an die Anfragende oder den Anfragenden,


    in der personenbezogenen Auskunft des Bundesarchivs, ehemalige Deutsche Dienststelle, würden all die zur militärischen Laufbahn des Uropas gestellten Fragen beantworten werden.

    Man muss die Anfrage halt nur stellen und dann die Antwort abwarten.

    Hier ist der entsprechende Info-Link: https://www.bundesarchiv.de/DE…221-integration-wast.html


    Mit freundlichen Grüßen aus der Normandie


    Peter

    Bonjour Thomas,


    Dein Rücktritt als Administrator ist genauso konsequent, wie es Dein Wirken als Administrator war.

    Es heißt so treffend: Viel Feind, wenig Ehr!

    Dem möchte ich hier entgegentreten, indem ich Dir danke für Deine Arbeit als Administrator sage.

    Es würde mich freuen auch weiterhin von Dir zu hören.

    Bleib gesund.


    Mit lieben Grüßen an einen kantigen Typen


    Peter

    Guten Abend ans Forum und an die Anfragende,


    in der fiktionalen Biografie sprechen Sie von einer Unterschenkelamputation nach einem zweiten Gefecht. Wann soll das dann fiktional gewesen sein? Soll Ihr Protagonist sofort nach seiner Ausbildung zum Kampfeinsatz an die Front gekommen sein oder erst zu einem späteren Zeitpunkt? Was schwebt Ihnen da vor? Bert hat Ihnen eine Möglichkeit aufgezeigt. Möglicherweise entspricht die ihren Vorstellungen. Ansonsten muss literarische Freiheit nicht an historische Wahrheit gebunden sein. Aber das wissen Sie ja als Autorin.


    Mit freundlichen Grüßen aus der Normandie


    Peter

    Guten Abend ans Forum und an Hinrich,


    auf dem Gefallenen-Denkmal in Daverden wird Wilhelm Böse gedacht, allerdings nur mit Vorname und Name.

    Bei Ancestry habe ich ihn nicht gefunden und auch nicht in polnischen Digital-Archiven.

    Aber bestimmt gibt es hier im Forum noch weitere Ideen, wo noch gesucht werden könnte.


    Mit freundlichen Grüßen


    Peter

    Guten Tag ans Forum,


    es gibt polizeigeschichtliche Themen, die Anfragende, sowie professionelle und passionierte Polizeihistorikern stark interessieren. Andere Themen tun es weniger.

    Zur letztgenannten Kategorie gehört auch das Thema zur Geschichte der Polizei in Kroatien unter deutscher Beteiligung 1941-1945. Obwohl es hier im Forum schon themenbezogene Beiträge gibt, die im Laufe der Jahre entstanden sind.

    Ich bin der Meinung, dass die genannte Thematik durch Beiträge und Diskussionen hier vertieft werden sollte.

    Um das allgemeine Interesse am deutschen Polizeiengagement in Kroatien während des Zweiten Weltkriegs anzuregen, habe ich eine Abhandlung geschrieben, die ich als Anhang hier ins Forum stellen möchte.

    Bereits im Forum existierenden Beiträge habe ich in meinem beigefügten Text als Links erwähnt.

    Viel Freude beim Lesen.


    Mit freundlichen Grüßen aus der Normandie


    Peter

    Guten Tag ans Forum und an den Anfragenden,


    im Zweiten Weltkrieg gab es in Sagan zwei deutsche Kriegsgefangenenlager, nämlich das Stammlager (Stalag) VIII C des Heeres und das Stalag III der Luftwaffe.

    Im Februar 1945 eroberte die Rote Armee Sagan. Die vormals deutschen Lager wurden nun sowjetische Lager für deutsche Kriegsgefangene. Am 01.Sptember 1945 übergaben die Sowjets ihre deutschen Kriegsgefangenen in Sagan an die Polen. Deutsche Kriegsgefangene sollen als Zwangsarbeiter im Schlesischen Kohlebergbau verwendet worden sein.

    Vom Anfragenden wäre es hilfreich, die Geburtsdaten von Wilhelm Böse hier einzustellen, damit gezielt in anderen Datenbeständen nachgeschaut werden könnte.


    Mit freundlichen Grüßen aus der Normandie


    Peter

    Guten Tag ans Forum und an Bernhard,


    laut seiner Verlust-Karte war Wilhelm Weidemann als Unteroffizier akktiver Flugzeugführer bei der 10.Staffel des Kampfgeschwaders 3 in Heiligenbeil / Ostpreußen.

    Die Nummer seiner Erkennungsmarke lautete: 51616/401.

    Er verstarb am 14.02.1944 in Zichenau (Süd-Ostpreußen) durch einen Unfall.

    Sein letzter Wohnort war Neuenhausen / Kreis Grevenbroich (Rheinland), Straße der SA 14.

    Als Ruhestätte ist der Ehrenfriedhof Grevenbroich, Grab Nr.9, notiert.


    Zum Kampfgeschwader 3 bitte hier nachlesen: http://www.lexikon-der-wehrmac…n/Kampfgeschwader/KG3.htm


    Mit freundlichen Grüßen aus der Normandie


    Peter

    Guten Tag ans Forum,


    sucht man bei "Ancestry" 1940 in Airaines gefallene Soldaten, so werden 18 Gefallene angezeigt.

    3 davon konnte ich der 5.Panzer-Division zuordnen, 14 der 2.Infanterie-Division (motorisiert) und 1 dem Flak-Regiment 6 der Luftwaffe.


    Wenn man den Suchradius um Airaines vergrößert, so erhält man 1643 Suchsätze. Die mag durchsehen wer will.


    Mit freundlichen Grüßen aus der Normandie


    Peter

    Guten Tag ans Forum und an Werner,


    dessen Beitrag ich als fachkompetente Ergänzung eines Polizeiexperten mit weitreichendem Wissenshintergrund bezeichnen möchte.

    Das mit dem KdO Knin stammt übrigens von Tessin, der hierfür sogar die Feldpostnummer 56585 nennt. In meiner Feldpostübersicht ist Knin dann allerdings als Kuin vorhanden. Es dürfte ein Schreib- und/oder Übertragungsfehler vorliegen.

    Vielleicht noch ein Hinweis an Dieter, bei dem ich mich gleichzeitig für seine lieben Wünsche bedanke: Mit einer ergänzenden und erweiterten Ausarbeitung zum anstehenden Thema bin ich angefangen.


    Mit freundlichen Grüßen aus der Normandie


    Peter

    Guten Abend ans Forum und an Ljudevit,


    wie bereits gesagt, kann ich die Nummerierungen keinem Polizei-Gebiet zuordnen. Also spekuliere ich nicht, ob Esseg (Osijek) zum Polizei-Gebiet I gehörte oder nicht.

    Zu Esseg (Osijek) habe ich auch kein Archivmaterial, lediglich ein wenig über Travnik. Das führt uns aber jetzt und hier nicht weiter.

    Hat das Bundesarchiv geantwortet, dass nur die EM-Karte als Information über den Vater vorhanden ist oder gibt es noch weitere Unterlagen?

    Gibt es in der eigenen Familie Dokumente über den Vater, zum Beispiel Fotos in Uniform, Briefe, Hinweis auf Feldpostnummer oder dergleichen?


    Übrigens: Die EM-Karte enthält einen Hinweis auf ein Polizei-Bataillon 4 zusammen mit einer Datumsangabe vom 06.11.1944. In diesem Jahr gab es das ehemalige Berliner Polizei-Bataillon 4 schon einige Jahre nicht mehr.

    Jetzt kann man wiederum nur spekulieren oder raten, was mit "Pol.Btl.4" auf dem EM-Karte gemeint sein könnte. Vielleicht das kroatische Polizei-Freiwilligen-Bataillon 4, das 1944 aufgestellt wurde und dem Polizei-Gebietsführer (KdO) Sarajewo unterstand? Es wäre immerhin eine Möglichkeit...


    Mit freundlichen Grüßen aus der Normandie


    Peter

    Guten Tag ans Forum und an Ljudevit,


    vor einigen Jahren hatte ich mal etwas zur Geschichte der deutschen Polizei in Kroatien 1941-1945 ausgearbeitet, was ich hier nun zum Teil wiedergebe:


    Der Balkanfeldzug begann am 06.04.1941 und endete für die Deutschen siegreich.

    Schon am 11.04.1941 rief die kroatische Ustascha-Bewegung gegen die verhasste serbische Zentralregierung den unabhängigen Staat Kroatien aus.

    Die Kroaten stellten sich sofort unter deutschen Schutz und für die Deutschen wurde Kroatien zu einem befreundeten Staat.


    Was die deutsche Polizei betrifft, so wurde ein Beauftragter des Reichsführers-SS (Himmler) eingesetzt, der ja gleichzeitig auch Chef der Deutschen Polizei war.

    Diesem Beauftragten wurden 16.03.1943 ein Gendarmerie-Kommando von 749 Mann überwiesen. Am 04.05.1943 wurde dieses deutsche Kommando auf gesamt 196 Offiziere und 1.690 Mann verstärkt.


    Am 15.07.1943 vereinbarten Deutsche und Kroaten die Aufstellung einer deutsch-kroatischen Polizei, wozu 25.000 Kroaten übernommen werden sollten.

    Diese gemeinsame Polizei sollte unter einen Befehlshaber der Ordnungspolizei (BdO) Kroatien gestellt werden, dem wiederum fünf SS-Polizei-Gebietsführer (Kommandeure der Ordnungspolizei) mit je einem Kommando der Gendarmerie (KdGend.) und der Sicherheitspolizei (KdS) unterstanden. Die weitere Unterteilung der Gendarmerie bestand aus 18 Gendarmerie-Hauptmannschaften, 110 Gendarmerie-Bezirken und 450 Gendarmerie-Posten.

    Es ist darauf hinzuweisen, dass diese Organisation eine territoriale und keine truppenmäßige war. Zu dieser Zeit waren keine deutschen Polizeitruppen in Kroatien eingesetzt.


    Folgende Gendarmerie-Gliederung kann für Kroatien belegt werden:


    BdO Kroatien, seit dem 28.06.1943 mit Sitz in Agram (Zagreb)


    Polizei-Gebietsführer (KdO) Agram mit Gendarmerie-Hauptmannschaften in Agram, Bjelovar, Varazdin


    Polizei-Gebietsführer (KdO) Esseg mit Gendarmerie-Hauptmannschaften in Esseg, Brod, Nowa-Gradiska, Vukovar, Ruma


    Polizei-Gebietsführer (KdO) Sarajewo mit Gendarmerie-Hauptmannschaften in Sarajewo, Tuzla, Travnik, Mostar


    Polizei-Gebietsführer (KdO) Banja-Luka mit Gendarmerie-Hauptmannschaften in Banja-Luka, Jajec, Bihac, Petrinja


    Polizei-Gebietsführer (KdO) Knin, Standorte der Gendarmerie-Hauptmannschaften sind mir unbekannt.


    Die Polizei-Gebietsführer, bzw. deren Polizei-Gebiete waren mit römischen Zahlen durchnummeriert, so wie auf der EM des Vaters "Pol.Geb. I".

    Leider kann ich die Nummern zur Zeit keinem der namentlich aufgeführten Gebiete mit Sicherheit zuordnen.


    Ab dem 15.07.1943 wurden aus angeworbenen volksdeutschen und kroatischen Freiwilligen "Polizei-Freiwilligen-Verbände" in Bataillonsstärke aufgestellt.


    Ab dem 01.12.1943 wurden dann drei "Eisenbahn-Sicherungs-Bataillone" aus dem kroatischen Militär in die deutsche Schutzpolizei überführt.


    Soweit eine kurze Einführung als Überblick.

    Falls mir unsere Polizeiexperten nicht zuvorkommen, könnte ich noch weitere Informationen liefern.


    Mit freundlichen Grüßen aus der Normandie


    Peter



    .

    Guten Tag ans Forum und an den Anfragenden oder die Anfragende ohne Vornamen,


    hier im Forum ist die Sprache nun mal Deutsch.

    Zwar könnte ich Informationen auf Deutsch geben. Aber wenn Sie das nur halb oder schlecht verstehen, was würden Ihnen dann meine Informationen nutzen?

    Was nun?


    Mit freundlichen Grüßen aus der Normandie


    Peter

    Guten Tag ans Forum und an meinen anfragenden Namensvetter,


    ich begebe mich mal an die Beantwortung der gestellten Fragen, d.h. an die Sätze mit Fragezeichen.


    die Verwendung von "blonden und blauäugigen Ariern" ganz im Sinne des nationalsozialistischen Rassenwahns mag zwar bei der Auswahl von Angehörigen für Hitlers SS-Paradeformationen (Wachmannschaften der Reichskanzlei und des Berghofes) eine propagandistische Rolle gespielt haben, aber nicht für die Waffen-SS während des Krieges als solche.

    Mit dem deutschen Rahmen-, Verbindungs- oder Stammpersonal, hatten sich Anderssprachige in deutschen Diensten auf Deutsch zu unterhalten, ggf. mit Hilfe eines Dolmetschers oder Sprachmittlers.

    Als Rottenführer, d.h. als Mannschaftsdienstgrad vergleichbar einem Obergefreiten, kann der Großvater in einer seinem Dienstgrad entsprechenden Funktion das eine oder das andere gemacht haben, zum Beispiel kann er Ordonnanzbursche eines deutschen SS-Offiziers gewesen sein.

    Die Grundausbildung bei der Waffen-SS, d.h. die reine infanteristische Grundausbildung kann wie beim Heer zur damaligen Zeit 12 Wochen gedauert haben. Das würde ich so als Standard ansehen.

    Eine (infanteristische) Grundausbildung gab es auch bei der Waffen-SS für jeden Rekruten jeder Waffengattung. Wobei ein zukünftiger Artillerist oder Nachrichtenmann keine 12 Wochen als "Schütze Arsch" ausgebildet worden sein dürfte. Im Rahmen der militärischen Notwendigkeit konnte ein "gelernter" Infanterist/Grenadier beispielsweise auch zu einem Panzerfahrer "umgeschult" werden, um es mal so zu bezeichnen.

    Die normalen SS-Runen am Kragenspiegel des Großvaters können ein Hinweis darauf sein, dass er vor den Letten bei einer anderen Waffen-SS-Einheit gewesen ist. Auch bei der Waffen-SS waren Versetzungen von einer Division zur anderen Tagesgeschäft.

    Es ist so gewesen, dass der Großteil der genannten Division in westliche Kriegsgefangenschaft geriet. Die Briten gehörten halt nun mal zu den Westalliierten, wobei sie 1945 vor den Sowjets im Norden waren und dort die Divisionsangehörigen in ihr Gewahrsam nehmen konnte, bzw. übernehmen konnten.


    Vielleicht noch ein gut gemeinter Ratschlag zum Schluss, der nicht als Besserwisserei aufzufassen ist: So manche Frage hätte sich mit eigenem militärhistorischen Basiswissen selbst beantworten lassen. Vieles kann man im Internet problemlos recherchieren oder entsprechende Sachbücher können gelesen werden.


    Mit freundlichen Grüßen aus der Normandie


    Peter

    Guten Tag ans Forum und an MKC,


    ehrlich, mal einen Vornamen zu nennen fände ich nett. Ich habe es ja nicht mit einem Geheimdienstagenten wie 007 oder einem Außerirdischen wie R2-D2 zu tun.

    Nun zu den Fragen:


    1. Die Wehrmacht urteilte ihre Angehörigen, die als Soldaten straf- oder disziplinarrechtliche Handlungen begangen hatten, selbst ab. Neben dieser Militärgerichtsbarkeit bestand auch eine SS-Gerichtsbarkeit für ihre Angehörigen von Waffen-SS und Polizei. Neben Delikten wie Wehrkraftzersetzung oder Fahnenflucht, konnte man zum Beispiel seinen Arbeitgeber bestehlen oder betrügen, d.h. man konnte klassische Strafrechtsdelikte begehen. Beschimpfte man einen Vorgesetzten oder schlug man ihn, so waren das neben Verstößen gegen die militärische Zucht und Ordnung ja auch gleichzeitig Straftaten, wie Beleidigung oder Körperverletzung. Je nach Schwere des begangenen Deliktes fielen dann auch die Bestrafungen aus, die von der Todesstrafe bis zum "Stubenarrest" reichen konnten. Und je nach Schwere des begangenen Deliktes fielen dann auch Nebenstrafen aus, wie zum Beispiel die Degradierung. Dann wurden Unteroffiziers- und Offiziersdienstgrade halt zum "Schützen Arsch" degradiert und landeten als Häftlinge in militärischen Haftanstalten oder in sogenannten Bewährungseinheiten. Anklage und Art und Weise der Verurteilung oblag der Militärjustiz. In dem genannten Fall "Lage falsch eingeschätzt" sind meiner Einschätzung nach mehrere Möglichkeiten der Ahndung denkbar. Der Vorgesetzte verlor sein Kommando und wurde wegen Unfähigkeit auf einen Posten (ohne Beförderungsmöglichkeit) abgeschoben. Dem Vorgesetzten wurde im Extremfall "Feigheit vor dem Feind vorgeworfen" und er wurde zum Tode verurteilt. Sich gegen das Regime zu äußern war eine politische Straftat und ließ sich auch unter den mit dem Tode bewährten Tatbestand der Wehrkraftzersetzung subsumieren. Auf alle Fälle sind militärgerichtliche Verurteilung mit gleichzeitiger Degradierung dokumentiert worden und Akten wurden geschaffen. In Bewährungseinheiten befanden sich meiner Kenntnis nach bis zu ca. 30.000 Häftlinge/Verurteilte aller Art.


    2. Wer in welche Einheit kam, richtete sich nach militärische Notwendigkeit und dem Anforderungsprofil der Gesuchten. Viele Einheiten wurden neu geschaffen und jeder Posten musste neu besetzt werden. Andere Einheiten waren im Fronteinsatz stark dezimiert worden und es musste dann schnell der notwendige Nachersatz für bestimmte Ausfälle her. Vor dem Krieg konnte die Auswahl von Einheit und Standort, zumindest für Zeitfreiwillige, noch eine Art "Wunschkonzert" sein. Es gab Ersatz- und Ausbildungseinheiten, rückwärtige- und Fronteinheiten. Soldaten wechselten von der Ausbildung in den Ersatz und dann in den Einsatz. Vielleicht war seine Vorkriegs- Ersatz- oder Ausbildungseinheit ja eine seines späteren" Einsatzhaufens", aber die militärischen Notwendigkeiten im Krieg sahen doch anders aus. Man wechselte seine Kompanien, Bataillone, Regimenter und Divisionen, wie man gerade gebraucht wurde.


    Übrigens: die gestellten Fragen umfassen mehrere komplexe Themen. Beispielsweise die Bewährungseinheiten und die Wehrmachtsjustiz, die man dann auch wieder unter verschiedenen Gesichtspunkten behandeln kann. Habe mal eine Dissertation zur Praxis der Kriegsgerichtsbarkeit gelesen, die fast 400 Seiten umfasste. Meine Antwort auf die beiden gestellten Fragen kann daher nur eine lückenhafte Kurzversion sein.


    Mit freundlichen Grüßen aus der Normandie


    Peter



    Guten Abend ans Forum und an Herrn oder Frau MKC,


    es gab mannigfache Beförderungsrichtlinien. Für das Heer hing das z.B. davon ab, ob man sich bei der fechtenden Truppe beim Feldheer bewährt hatte oder nur beim Feldheer ohne Fronteinsatz oder ohne Bewährung beim Feldheer. Anders nachgefragt: verfügte der zu Befördernde über Kampferfahrung an der Front oder über Einsatzerfahrung im Feindesland ohne Frontbewährung oder wurde er in der Heimat verwendet.

    So konnte ein Gefreiter bei der fechtenden Truppe nach 1 Jahr zum Unteroffizier befördert werden, außerhalb der fechtenden Truppe aber erst nach 2 Jahren.

    Ein Unteroffizier der fechtenden Truppe konnte nach 1 Unteroffiziers-Dienstjahr Feldwebel werden, ansonsten erst nach 2 Unteroffiziers-Dienstjahren.

    Das waren Heeres-Standard-Möglichkeiten der Beförderung.

    Was den angefragten Verwandten betrifft, so fehlen hier wichtige Angaben des Bundesarchivs zu Beförderungen. Die beigefügten Fotos kann man zwar durch Analyse, z.B. der Uniformen, zeitlich bestimmen, aber was soll das zur Beantwortung der offenen Fragen bringen?


    Mit freundlichen Grüßen aus der Normandie


    Peter