Posts by Danuser

    Guten Tag ans Forum,


    für Oberbayern lassen sich für den Mai 1945 einzelne französische Gefallene über deren Datenbestand belegen, sogar für Bischofswiesen/Berchtesgaden.

    Also ist es ein Indiz dafür, dass die Franzosen entsprechend dort waren.

    Ich kann mir nicht vorstellen, dass die durch den Geistlichen Ametsbichler mündlich gemeldeten Erschießungen nur durch die Todesanzeigen dokumentiert worden sind.

    Direkte oder indirekte Augenzeugen kann es vermutlich gegeben haben, die ihr Wissen zumindest mündlich weitergegeben haben.

    Wer hat eine erfolgversprechende Idee, wo man mit weiteren Recherchen ansetzen könnte? In denke dabei vor allem an ein Kommunalarchiv oder das einer Kirchengemeinde oder an

    Heimatvereine pp.


    Noch kurz zur Frage von Nicco: nein, Vergeltungsaktionen sind natürlich nicht in Ordnung, aber wie im vorliegenden Fall wohl auch eine historische Tatsache. Wir als Historiker sind keine

    Juristen, die einen Sachverhalt rechtlich aufarbeiten und würdigen müssen, sondern historisch belastbare Quellen finden und geschichtlich interpretieren sollten.

    Dafür engagiere ich mich als nicht professioneller Historiker in unserem Forum. Eine rechtliche Aufarbeitung habe ich professionellen Juristen zu überlassen.


    Mit freundlichen Grüßen aus der Normandie


    Peter

    Guten Tag ans Forum,


    habe auf der Gedenkseite des französischen Armeeministeriums nach orts- und datumsbezogenen Ereignissen gesucht, die sich auf

    das Erschießen der deutschen Soldaten in Bayern am 18.05.1945 hätten beziehen können. Dachte hierbei an eine Vergeltungsmaßnahme wegen

    einer vergleichbaren Handlung durch Deutsche in der Endphase des Zweiten Weltkriegs.

    Bin mit meinen Suchparametern (Orts- und Datumsangaben) nicht fündig geworden.

    Waren die am 18.05.1945 Erschossenen "nur" zur falschen Zeit am falschen Ort oder hat jemand im Forum etwas Konkretes zu dem Grund des Geschehens?


    Mit freundlichen Grüßen aus der Normandie


    Peter

    Guten Tag ans Forum und an den Anfragenden,


    ans Überkleben habe ich nicht gedacht, sondern an ein fototechnisches Retuschieren zu einem mir unbekannten Zeitpunkt und aus einem mir unbekannten Grund.

    Persönlicher Datenschutz ist eine Denkweise unserer Gegenwart. Bei der Wehrmacht erfolgte Unkenntlich machen aus Gründen der militärischen Geheimhaltung.

    Meine Angaben zu dem Foto sind keine Quelleninterpretation, sondern eine Erklärungsidee, die ich für mich als abgeschlossen betrachte.

    Gibt ja von Bernhard mittlerweile noch eine weitere Erklärungsidee.


    Mit freundlichen Grüßen aus der Normandie


    Peter

    Guten Tag ans Forum,


    zu dem Foto mit den Soldaten und dem Geschütz fällt mir spontan nur die Ost-Artillerie-Abteilung 621 ein, die bei der 17.Luftwaffen-Feld-Division in der Normandie

    eingesetzt worden war.

    Wenige 8,8 er-Geschütze, bzw. deren Umbauten (Sammelbezeichnung) gehörten zum Bestand dieser Abteilung.

    Solche Geschütze wurden bekanntermaßen auch zum Erdkampf und zur Panzerbekämpfung eingesetzt.

    Das könnte die Ärmelabzeichen mit dem Panzer-Symbol erklären,die es ja offensichtlich gab.

    Eine Quelle zu diesen Abzeichen ist mir allerdings nicht bekannt.


    Die Soldaten im Vordergrund (links und Mitte) könnten den Abzeichen nach russische Unterführer sein, wobei der linke Soldat eine Tapferkeits- und

    Verdienstauszeichnung für Angehörige der Ostvölker zu tragen scheint.

    Den Leutnant mit dem EK I rechts im Vordergrund könnte der deutsche Batteriechef sein.


    Falls das abgebildete Geschütz zur 4.Batterie der Ost-Artillerie-Abteilung 621 gehört haben sollte, so soll deren deutscher Batteriechef in der Normandie

    ein Leutnant Flöter gewesen sein. (Quelle: Oertle, Vincenz: Russen verteidigen den Atlantikwall 1944, 2.Auflage, Appenzell 2017)


    Mit freundlichen Grüßen aus der Normandie


    Peter

    Guten Tag ans Forum und an den Anfragenden,


    richtig bemerkt: es sind zwei verschiedene Einheiten.

    Zu Beginn seiner Militärkarriere kam ein Soldat im Regelfall zuerst zu einer Ausbildungs- und/oder Ersatzeinheit.

    Von dieser Einheit bekam er seine Erkennungsmarke zugeteilt und trug diese dann im Regelfall bis zum Ende seines Militärdienstes bei einer oder mehreren anderen Einheiten, der auch durch Tod enden konnte.

    Die Erkennungsmarke, die ein Militär-Angehöriger trug, hatte im Regelfall nichts mit seiner aktuellen Einsatzeinheit zu tun, bei der er seinen Front- oder Heimatdienst versah.

    So war es auch beim Urgroßvater. Eine normale Sache also.


    Mit freundlichen Grüßen aus der Normandie


    Peter

    Guten Tag ans Forum,

    kann es sein, dass auf dem Porträtfoto des Heeres-Unteroffiziers das Abzeichen mit dem möglichen Hinweis auf eine bestimmte Einheit

    absichtlich unkenntlich gemacht worden ist?

    Für mich wirkt das linke Rechteck (oder wie immer man es bezeichnen will) eher symmetrisch, während das rechte auf mich unsymmetrisch wirkt und

    beide "Rechtecke" somit uneinheitlich aussehen.

    Und ein "Rechteck" als Einheitsabzeichen des Heeres?


    Mit freundlichen Grüßen aus der Normandie


    Peter

    Guten Tag ans Forum und an die Anfragende,


    in meinen Unterlagen zum (Reserve-)Polizei-Bataillon wird als Offizier ein Oberleutnant Friedrich CARL genannt.

    Ich gehe mal davon aus, dass es sich um Ihren Großvater handelt.

    Falls noch nicht geschehen, bitte eine Personenanfrage an die Deutsche Dienststelle stellen, die mittlerweile dem Bundesarchiv

    angeschlossen wurde. Hier der Link: https://www.dd-wast.de/de/startseite.html


    Ich gehe davon aus, dass sich unsere Polizeispezialisten noch zu Ihrer Anfrage zu Wort melden werden.


    Zum Polizei-Bataillon 91 (ab Juli 1942: I. Bataillon / Polizei-Regiment ) empfehle ich als allgemeine Informationsquelle: Michaelis, Rolf: Der Einsatz der Ordnungspolizei 1939-1945. Polizei Batillone - SS-Polizei-Regimenter. Berlin 2008.

    Zur Beteiligung des PB 91 am Holocaust/an Kriegsverbrechen lautet meine Empfehlung: Klemp,Stefan: Nicht ermittelt. Polizeibataillone und die Nachkriegsjustiz-Ein Handbuch. Essen 2005.


    Die von Ihnen genannte Feldpostnummer 58425A konnte ich dem PB 91 nicht zuordnen.

    Diese Feldpostnummer war der Schutzmannschafts-Artillerie-Abteilung 56. Der Buchstabe A könnte dem Stab dieser Abteilung zugeordnet gewesen sein.

    Möglicherweise war Ihr Opa als deutscher Polizeioffizie zur dieser Einheit (Einheimische Hilfspolizei in Osteuropa)abgeordnet gewesen.



    Mit freundlichen Grüßen aus der Normandie


    Peter

    Guten Tag ans Forum und an Frank,


    über Dimitri (Jahrgang 1927), so ein Pseudonym von ihm, kann man zum Beispiel auf Wikipedia nachlesen, dass er

    Soldat bei der Wehrmacht gewesen sein. Eine Zugehörigkeit zur französischen Kriegsmarine ist in diesen Quellen nicht erwähnt.

    In einem Interview hat er wohl mal erwähnt, dass er 1946 noch bei der französischen Marine gewesen sei.


    Ich kenne Franzosen, die in den 1960-er/70-er/80-er Jahren als Wehrpflichtige oder Freiwillige in der französischen Marine gedient haben, davon die

    meisten in Brest. Aus den Jahren 1945/46 habe ich weder für Wehrpflichtige noch für Freiwillige eigene Quellen, noch kenne ich Senioren oder Historiker, die ich befragen könnte.


    Heutzutage kann man hier als Freiwilliger zwischen dem 17.-26.Lebensjahr für 1 Jahr in die französische Marine eintreten. Diese Dienstzeit kann man bis zu viermal verlängern.

    Die Wehrpflicht ist in Frankreich bereits seit 1996 oder 1997 abgeschafft.


    Nach vielleicht hat hier jemand im Forum ja noch entsprechende Quellen aus den Jahren 1945/1946.

    Möglicherweise kann der historische Dienst der französischen Streitkräfte die gestellten Fragen beantworten.

    Ich meine, dass die dort in Paris auch auf eine in Englisch verfasste Anfrage antworten würden.


    Mit freundlichen Grüßen aus der Normandie


    Peter

    Guten Tag ans Forum und an den Anfragenden,


    hier kann man sich wegen einer Personenauskunft über den Vater informieren: https://www.dd-wast.de/de/startseite.html

    Es ist die Deutsche Dienststelle, die nun zum Bundesarchiv gehört und auch von Thailand aus kontaktiert werden kann.

    Eine Anfrage an diese Dienststelle ist praktisch eine Pflichtmaßnahme für Sie, um Einzelheiten über den militärischen Lebenslauf des Vaters zu erfahren.

    Auch im Standort Trouville im Département Calvados gab es verschiedene deutsche Wehrmachtseinheiten.

    War der Vater Angehöriger des Heeres? Wann war er in Trouville? Ingo, bis zur Gefangenennahme in Bayern klingt Ihr Text so, als wäre

    Ihr Vater mit seiner Einheit nach der Schlacht um die Normandie von 1944 bis 1945 auf dem Rückzug gewesen. Was wissen Sie darüber?

    Falls Sie noch über Zusatzinformationen verfügen, so wäre es für Vorabauskünfte hier im Forum sehr hilfreich mehr zu wissen.


    Mit freundlichen Grüßen aus der Normandie


    Peter

    Guten Tag ans Forum,


    vom 20.10.1946 bis zum 10.01.1947 war ein ehemaliger Marineangehöriger als kriegsgefangener Patient in

    Carmarthen, Anschrift: No. 252 Military (P.W.) Hospital, Abergwili Road, Carmarthen.

    Er war am 26.06.1944 in Cherbourg in amerikanische Kriegsgefangenschaft geraten und kam zuerst in die USA, 1946 dann nach Großbritannien

    und 1947 nach Norddeutschland. Aus Munsterlager wurde er im September 1947 aus der Kriegsgefangenschaft entlassen.


    Von seinem Hospital-Aufenthalt in Carmarthen wurde handschriftlich eine Liste von deutschen Militärärzten gefertigt, die als kriegsgefangene Ärzte dort

    im Hospital tätig waren.

    Außerdem notierte sich der ehemalige Maat Namen von einigen Mitgefangenen aus dem britischen Camp Nr. 185 Springhill.

    Die Ärzteliste füge ich als Anhang bei.


    Mit freundlichen Grüßen aus der Normandie


    Peter

    Guten Tag ans Forum und an die Anfragende,


    wie Stefan schon mitgeteilt hat, sind ehemalige Gefangenenlager in den USA im Netz recht gut dokumentiert.

    Ein Besuch auf diesen Seiten lohnt sich auf alle Fälle, zumal dann auf weitere Links hingewiesen werden kann.

    Habe mit den Unterlagen von der Deutschen Dienststelle, jetzt ein Teil des Bundesarchivs, und mit Zusatzinformationen aus dem Netz

    die Gefangenenstationen von zwei Verwandten in den USA ausführlich dokumentieren können.

    Diese Personen kamen 1943 in Afrika in Gefangenschaft, waren dann aber überwiegend in verschiedenen Camps in den Südstaaten der USA untergebracht.


    Insofern wünsche ich Petra ein gutes Gelingen bei ihren Recherchen.


    Mit freundlichen Grüßen aus der Normandie


    Peter

    Guten Tag ans Forum,


    füge mal ein Beispiel von Werbung für die Ordnungspolizei aus dem Jahre 1941/42 bei.


    Mit freundlichen Grüßen aus der Normandie


    Peter

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    • W 1.jpg

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    Guten Tag ans Forum und an Kurt,


    mit den Informationen über Hauptverbandsplätze kann es hier vor Ort recht unterschiedlich sein. Es gibt welche, die von regionalen Militärhistorikern

    erstaunlich gut dokumentiert worden sind. Informationen dazu können sich also bei Privatleuten befinden oder in Gemeindeämtern (Mairies) oder im Archiv des zuständigen Départements.

    Chanu / Tinchebray gehören zum Département Orne mit Sitz in Alençon.

    Es wäre auch möglich, dass beim Volksbund zusätzliche Erkenntnisse zum Sterbeort vorliegen. Oft waren den HVP eigene Friedhöfe angeschlossen oder es wurden Gemeindefriedhöfe mitbenutzt.

    Danach kann es beerdigungstechnisch weitere Zwischenstationen gegeben haben, bevor der Gefallene einer deutschen Kriegsgräberstätte des Volksbundes, hier Huisnes-sur-Mer, als Endgrablage

    zugeführt wurde.

    Beliebte Orte für HVP waren feste Gebäude, wie zum Beispiel Schulen, Kirchen, Bauernhöfe und dergleichen.

    Das erst einmal als Zusatzinformation


    Mit freundlichen Grüßen aus der Normandie


    Peter

    Guten Tag ans Forum et bonjour Fredy,


    den Datenbestand zu den für Frankreich gefallenen Soldaten kannte ich noch nicht.

    Danke für den Link.

    Je ne savais pas encore cette base de données sur les soldats morts pour la France.

    Merci pour le lien.


    Mit freundlichen Grüßen aus der Normandie

    Amitiés


    Peter

    Guten Tag ans Forum und an den Anfragenden oder die Anfragende,


    beim Bundesarchiv, Abteilung PA, vormals die Deutsche Dienststelle, sollte vom Großvater eine Personenauskunft beantragt werden.

    Von dort aus können alle relevanten militärischen Daten vom Großvater mitgeteilt werden.

    Informieren kann man sich hier: https://www.dd-wast.de/de/startseite.html


    Chanu liegt knapp 8 km südlicher als Tinchebray, heute: Tinchebray -Bocage.

    Da sich bei der Schlacht um die Normandie damals die Frontlinien ständig änderten, mussten die Hauptverbandsplätze (HVP) auch ständig verlegt werden, um nicht

    in die Frontlinie zu geraten. Das galt auch für den HVP 31, der von der Fallschirm-Sanitäts-Kompanie 31 / Fallschirm-Sanitäts-Abteilung 3 /3. Fallschirmjäger-Division betrieben worden

    sein dürfte.Am 12.07.1944 beispielsweise befand sich der HVP 31 noch bei St.Lo., also gut 50 km weiter nordwestlich von Tinchebray.

    Auf den Hauptverbandsplätzen wurden übrigens Soldaten aller Wehrmachtsteile behandelt und nicht nur Angehörige der eigenen Division.


    Mit freundlichen Grüßen aus der Normandie


    Peter

    Guten Tag ans Forum,


    Stefan Linck schreibt in seinem Buch "Der Ordnungs verpflichtet: Deutsche Polizei 1933-1949. Der Fall Flensburg", Paderborn u.a. 2000, S. 124 f., unter anderem, dass

    die deutsche Polizei wie folgt am Polizeigefangenenlager Froslev (Fröslee) beteiligt gewesen sein soll:

    • Sicherheitspolizei: Kommandantur
    • Ordnungspolizei: Genesendenkompanie des Polizeiwachbataillons Dänemarrk zur Bewachung
    • Ordnungspolizei: Revierbereitschaft der Flensburger Schutzpolizei zum Transport von Personen aus Froslev in deutsche Konzeltrationslager.

    Das Transportkommando von Froslev zum KL Neugamme am 12.01.1945 bestand demnach aus einem Meister der Flensburger Schutzpolizei als Transportführer und

    20 Unterführern der Revier-Bereitschaft Flensburg als Transportbegleiter. Bewaffnet war das Kommando u.a. mit 4 Maschinenpistolen und Karabinern.


    In der Zeit vom 14.09.1944 bis zum 13.03.1945 sollen insgesamt 1600 Häftlinge aus Froslev in Konzentrationslager gebracht worden sein, die meisten nach Neuengamme.

    Ca. 250 von den Deportierten seinen in den KL zu Tode gekommen.


    Das als kurze Zusatzinformation zur Polizeigeschichte.


    Mit freundlichen Grüßen aus der Normandie


    Peter

    Guten Tag ans Forum,


    typische Postschutz-Uniformen kann ich auf dem Foto nicht erkennen.

    Es gab eine 1934 im Ministerialblatt der Inneren Verwaltung veröffentlichte Vorschrift, welche die Bestellung von

    Postbeamten zu Hilfsbeamten der Staatsanwaltschaft ansprach.

    Diese Postbedienstete gehörten dann dem Postschutz sozusagen im Nebenamt an und galten als "Post- und Polizeibeamte".

    Das war eine postinterne Regelung, ohne Auswirkung auf die normalen Postuniformen, die innerhalb der Postverwaltung nicht einmal

    jedermann trug.

    Das eingestellte Foto wirkt auf mich wie ein gemütliches Beisammensein, bei dem mit Kleinkalibergewehren ein Preisschießen

    stattfand.

    Mit der SS hat dieses Foto meiner Einschätzung nach nichts zu tun.


    Mit freundlichen Grüßen aus der Normandie


    Peter