Posts by Danuser

    Guten Tag ans Forum und an unsere Moderatorin Kordula,


    auf besonderen Wunsch einer einzelnen Dame: der entsprechende Scan.

    Zu der Schreibweise des DKV. (mit Punkt) kann ich nur sagen: des Bürokraten Wille ist sein Himmelreich.


    Mit freundlichen Grüßen aus der Normandie


    Peter

    Files

    • Scan 01.jpg

      (178.02 kB, downloaded 15 times, last: )

    Guten Tag ans Forum und an unsere Moderatorin Kordula,


    die offizielle Schreibweise war DKV. und hatte somit einen Punkt hinter dem letzten Buchstaben.

    Die Abkürzung DKV. für Dienstkleidungsvorschrift kann ich so nur für den Staatsforstdienst bestätigen, da

    mir diese vorliegt.Verwendet wurden hier nur Großbuchstaben.

    Andere Bereich wäre zum Beispiel die Polizei. Hier liegt mir z.B. eine Polizei-Bekleidungsvorschrift / Uniform-Anfertigungsvorschrift vom 14.07.1939

    vor. Hierin wird die Polizei-Bekleidungsvorschrift als PBklV (ohne Punkt hinter dem letzten Buchstaben!) abgekürzt.

    Verwendet wurden hier Groß- und Kleinbuchstaben.

    Die mir ebenfalls vorliegende "Anzugordnung" der Reichszeugmeisterei (RZM) der NSDAP für die "Politischen Leiter" weist für diese Ordnung keine

    Abkürzung auf.

    Kordula, eine einheitliche Abkürzung für Bekleidungsvorschriften (Sammelbegriff) hat es bei Partei und Staat wohl nicht gegeben.


    Mit freundlichen Grüßen aus der Normandie


    Peter

    Guten Tag ans Forum und an den Anfragenden,


    liest man im Lexikon der Wehrmacht (LdW) über die Heeres-Küsten-Artillerie-Abteilung 903 nach, so ergibt sich kein Hinweis auf einen Einsatzort auf der Krim.

    Die genannte Einheit ist im LdW nur mit mit dem Stationierungshinweis "Kreta" versehen.

    Gehe mal davon aus, dass der Eintrag im LdW den Tatsachen entspricht.

    Bei der in der Anfrage verwendeten Einheitsbezeichnung "I./903 H.K.A.A." hab ich mit der römischen Eins, dem "I", ein Problem.

    Denn römische Zahlen waren in der der Wehrmacht u.a. eine Abteilungs-Bezeichnung nicht selbständiger Abteilungen.

    Die verwendete Einheitsbezeichnung stände ja dann für die Erste Abteilung einer Abteilung.

    Ist eventuell die 1.Batterie der Heeres-Küsten-Artillerie-Abteilung 903 mit der arabischen Zahl für die Eins der 1.Batterie gemeint?


    Mit freundlichen Grüßen aus der Normandie


    Peter

    Guten Tag ans Forum und ich weiß nicht wer da angefragt hat,


    in den Lokalteilen von WAZ und Westfalenpost (WP) sind u.a. Artikel über die Endkämpfe in den drei aufgeführten Orten veröffentliche worden, die

    sich im April 1945 abgespielt hatten.

    Pressevertreter arbeiten oft mit Heimat-/Regionalgeschichtlern zusammen oder greifen auf deren Material zu. Auch in WItten, Wetter und Herdecke

    wird es solche geschichtlich Engagierte geben oder gegeben haben. Man kann also entweder Kontakt zu ihnen aufnehmen oder auf ihre Publikationen

    zur Heimatgeschichte in Büchereien pp. zugreifen.

    Bei heimatgeschichtlichen Fragen kann ich nur empfehlen, solche Quellen vor Ort auszuschöpfen.

    Und bitte dem Forum (zumindest) einen Vornamen nennen.


    Mit freundlichen Grüßen aus der Normandie


    Peter

    Guten Tag ans Forum und an den Anfragenden,


    das Foto zeigt einen staatlichen Forstbediensteten, uniformiert nach der Dienstkleidungsvorschrift für den Staatsforstdienst (DKV) vom 22.04.1938.

    Anhand der Schulterstücke (nur die dunkelen Plattschnüre) und Kragenspiegel (1 Eichenblatt) hat der Abgebildete den Dienstgrad eines Forstanwärters für den Betriebsdienst oder den Verwaltungsdienst.

    Die erkennbaren Uniformteile lassen darauf schließen, dass er auf dem Foto den großen Walddienstanzug trägt.

    Der Filzhut ist mit dem Reichs-Hoheitsadler versehen.


    Mit freundlichen Grüßen aus der Normandie


    Peter

    Guten Tag ans Forum,


    der Abkürzung NSDAP kann man sich nur,wie von Ludwig verständlich und nachvollziehbar erklärt, anschließen.

    Die Druckqualität des Textes von Winfried erinnert an die Qualität von früheren mechanischen Behörden-Schreibmaschinen mit verdreckten

    und/oder abgenutzten Drucktypen. Das sah das Ergebnis auf dem Papier auch nicht anders aus.


    Mit freundlichen Grüßen aus der Normandie


    Peter

    Guten Tag ans Forum,


    da der Abgebildete keinerlei Auszeichnungen trägt, wären für ihn vermutlich die Beförderungsbestimmungen für

    Heeresangehörige ohne Bewährung im Feldheer anzuwenden.

    Der Betreffende hätte also nach mindestens 4 Jahren Gesamtdienstzeit Feldwebel werden können, davon 2 Jahre im Dienstgrad eines Unteroffiziers.

    Das geht aus Beförderungsbestimmungen des Jahres 1943 hervor.


    Mit freundlichen Grüßen aus der Normandie


    Peter

    Guten Tag ans Forum,


    ergänzend zu Bert möchte ich mal auf die Situation bei der preußischen Schutzpolizei nach der Machtübernahme im Jahre 1933 eingehen.

    Legale Grundlage, dem Nationalsozialismus unliebsame Polizeibeamte zu sanktionieren, war das "Gesetz zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums" vom 07.04.1933.

    Da die preußische Polizei bis zum Sommer 1932 durchgängig von einem Sozialdemokraten geführt wurde, tauschten die Nationalsozialisten aus Eigeninteresse erst einmal

    die republikanisch gesonnene preußische Polizeiführung aus.

    Aber wie sah es sonst in Preußen bei der Schutzpolizei aus?

    Bis Ende 1933 wurden 7,3 % der preußischen Schutzpolizei-Offiziere entlassen, aber nur 1,7 % der Wachtmeister-Dienstgrade.

    Was die Nationalsozialisten jedoch gerne zur Einschüchterung der Schutzpolizeibeamten taten, waren flankierende Maßnahmen durchzuführen, die eine psychologische Wirkung

    bei den Beamten erzielten. Zu diesen Maßnahmen gehörten beispielsweise Versetzungen, Übergehen bei Beförderungen, Degradierungen und vorläufiger Ruhestand mit

    späterer Wiedereinstellung.

    Warum zum Beispiel lediglich Versetzungen und keine Entlassungen? Weil dann zu viele Berufspolizisten auf einen Schlag gefehlt hätten.

    Im Ergebnis blieb die preußische Personalstruktur bei der Polizei während der Machteroberung und Machtkonsolidierung durch die Nationalsozialisten erst einmal bestehen.

    Ihre Ziele der Machteroberung und Konsolidierung erreichten die Nationalsozialisten durch die Neubesetzung der Spitzenpositionen im preußischen Polizeiapparat mit ihren eigenen

    Leuten auf den verschiedenen Führungsebenen, z. B. durch SA-Führer als Polizeipräsidenten .

    (Eigene Ausarbeitung der Referate von Stefan Link und Peter Leßmann-Faust aus den Jahren 2002 und 2009).


    Mit freundlichen Grüßen aus der Normandie


    Peter

    Guten Tag ans Forum und an Lukas,


    der Standard-Ansprechpartner für personenbezogene Auskünfte über den Verwandten ist die Deutsche Dienstelle in Berlin, auch als Wehrmachtsauskunftsstelle (WASt) bekannt.

    Einfach mal als Suchbegriff eingeben. Einen Antrag auf Auskunft kann man auch Online stellen.

    Das Foto zeigt übrigens einen Unterscharführer der Waffen-SS, also einen Unteroffizier.

    Wie tausende andere auch, war zum Beispiel mein verstorbener Vater ebenfalls Angehöriger der "LAH". Nur, was nutzt Ihnen so eine nichtssagende Information?

    Militaria der "LAH", so auch Personaldokumente, Urkunden, Fotos, pp. werden im und außerhalb des Netzes angeboten. Fälschungen, Repliken und dererlei sind zahlreich im

    Umlauf. Für Originale muss man tief in die Tasche greifen. Die Schulterklappe eines Unterscharführers mit dem Schriftzug "LAH" für "Leibstandarte Adolf Hitler" wurde hier schon vor Jahren

    als Einzelstück für 350 Euro angeboten. Soviel mal als Information zum Thema "Dokumente".

    Wenn Sie gezielte Auskünfte im Forum erlangen wollen, sollten Sie gezielte Fragen stellen und ggf. mehr Informationen über Ihren Verwandten ins Forum stellen, so Dienstzeiten,

    ggf. Zugehörigkeit zu einer bestimmten Waffengattung pp.

    Übrigens: Literatur über die" LAH" gibt es ebenfalls reichlich.


    Mit freundlichen Grüßen aus der Normandie


    Peter

    Guten Abend ans Forum, besonders an Bert und an Paul,


    die Bayerische Landespolizei der Weimarer Republik trug keine Pickelhauben, aber Tschakos.

    Nach 1945 gab es in Bayern zwei Ausdrücke für die "Schandarmen", das war sowohl die Landpolizei und später dann die Landespolizei.


    Sittenpolizei kann sowohl der Teil der Kriminalpolizei gewesen sein, die sich mit Sexualdelikten befassten, aber auch ein Ausdruck aus dem Bereich der heutigen Ordnungsverwaltung.


    Warum sollte Polizeigeschichte einfach sein, wenn es auch komplizierter geht?


    Während zum Militär die Quellenlage allgemein als gut bis genügend eingeschätzt werden kann, ist es bei der Polizei eher umgekehrt.

    Insofern besteht meiner Meinung nach immer noch polizeilicher Nachholbedarf.

    Es gibt genügend "weiße Flecken" auf der polizeilichen "Geschichtslandkarte".

    Diskussionen in unserem Forum können möglicherweise zu einer Besserung beitragen.


    Mit freundlichen Grüßen aus der Normandie


    Peter

    Guten Tag ans Forum,


    wer sich für Kopfbedeckungen der Polizei interessiert, wird den Literaturhinweis von Marcus bereits bemerkt haben.

    Diese reichlich bebilderten Bücher möchte ich ebenfalls nicht unerwähnt lassen:

    • Radecke, Erich: Polizei-Abzeichen. Helme-Heraldik-Historie. 1.Band-bis 1918, Hamburg 1993
    • Radecke, Erich: Polizei-Abzeichen. Helme-Heraldik-Historie. 2. Band 1918-1945, Hamburg 1993
    • Radecke, Erich: Polizei-Abzeichen. Helme-Heraldik-Historie. 3. Band 1945-1993, Hamburg 1994
    • Radecke, Erich: Geschichte des Polizei-Tschakos. Von der Alten Armee zur Polizei, Hamburg 1995.

    Was das Thema Pickelhaube, Tschako und Stahlhelm im Polizeibereich als solches betrifft, so ist zumindest nach Trageperioden und Trägergruppen zu differenzieren.

    Es gibt zahlreiche Unterschiede zu beachten, die zum Beispiel in der Weimarer Zeit die einzelnen Länder betrafen und innerhalb der Länder sogar bei den Gemeindepolizeien

    jede Menge örtlicher Besonderheiten aufweisen, teilweise sogar individuelle Eigenheiten.

    Nehmen wir uns mal die Pickelhaube in der Weimarer Zeit allgemein vor. Die Pickelhaube, so sie dann noch getragen werden sollte, hätte nach der Kaiserzeit "entnobilisert" werden müssen.

    So waren in Preußen von der Helmzier der Pickelhaube (dem preußischen Adler) die preußische Königskrone und das "W" für den preußischen König Wilhelm zu entfernen. Da der Buchstabe angesplintet war, konnte er leicht entfernt werden.

    Die Krone als fester Bestandteil des Adlerkopfes musste zumindest abgeknickt werden. Da in der Not der Nachkriegszeit die sofortige Neuuniformierung der Polizei nicht wirklich dringend zu lösen war, trugen ehemalige königlich preußische Schutzleute und ehemalige Sergeanten von Kommunalpolizeien ihre gewohnten Pickelhauben weiter, entweder entnobilisiert oder nicht entnobilisiert. Denn etliche der königstreuen Polizisten sch.. auf gut Deutsch gesagt auf die Entnobilisierungsvorschriften.

    Weil es jetzt hier in der DIskussion angesprochen wurde,wenden wir uns nun der Pickelhaube im Freistaat Bayern der Weimarer Zeit zu. Es ist belegt, dass die Pickelhaube in Bayern teilweise bis in die 1930-er Jahre hinein weiter getragen wurde.

    Er ist darauf hinzuweisen, dass dieses (auch) die altbekannten und altbewährten Pickelhauben aus königlicher Zeit waren.

    Zwar gab es in Bayern seit 1923 für den neuen Freistaat auch ein neues Landeswappen, doch folgte dieses der königlichen Tradition, mit einer "Volkskrone" darauf, nach.

    Da es den bayerische Polizeiverwaltungen aber an Geld für die Anschaffung neuer Wappen für ihre Pickelhauben fehlte und teilweise auch die Einsicht für eine solche Umrüstung, verblieb die alten Helmzier aus königlicher Zeit an den

    Pickelhauben .Für die Polizeidirektionen Nürnberg-Fürth und München gibt es einsprechenden Schriftverkehr.

    Die von mir nun abgebildete Pickelhaube in der Ausführung der königlichen Schutzmannschaft München, wurde dort so zwischen 1918-1934 mit dem königlichen Wappen unverändert weiter getragen.

    Bitte nicht durch die "3" auf dem Vorderschirm irritieren lassen. Hatte meine Stücke mal für mich fotografiert, um sie als Exponate für Ausstellungen zu dokumentieren.

    Diese Pickelhaube ist derzeit wiederum hier bei mir in einer Ausstellung zu sehen, allerdings ohne Nummer.

    Soweit mein kleiner Textbeitrag zu Pickelhauben mit bayerischen Bezug in der Weimarer Zeit.


    Mit freundlichen Grüßen aus der Normandie


    Peter

    Files

    • Ex 03.JPG

      (132.84 kB, downloaded 12 times, last: )

    Guten Tag ans Forum,


    ich werfe noch einen Polizeibegriff aus dem Freistaat Sachsen der Weimarer Zeit ins Spielfeld.

    Und zwar gab es dort eine Wohlfahrtspolizei mit eigener Organisation, d.h. auch mit eigenen Dienstgebäuden und eigenen

    Polizeidienstgraden, wie Wohlfahrtspolizei-Oberwachtmeister.

    Man könnte diese Wohlfahrtspolizei, so der amtliche Begriff, am ehesten mit dem heutigen uniformierten Außendienst von

    Ordnungsämtern und deren Aufgabenbereich vergleichen, bzw. mit Aufgaben von Ämtern mit Ordnungsfunktionen überhaupt.

    Ein späterer Begriff für Wohlfahrtspolizei war Verwaltungspolizei, der uns dann z.B. während des Dritten Reiches begegnet.


    Mit freundlichen Grüßen aus der Normandie


    Peter

    Guten Tag ans Forum,


    In Baden, als demokratische Republik:entschied man sich 1919 für folgende staatliche Polizeiorganisation:

    • eine kasernierte, als Landespolizei aufgebaute Sicherheitspolizei, deren Angehörige zum Teil aus den Badischen Volkswehren stammten,
    • eine Schutzmannschaft für den polizeilichen Einzeldienst.

    Durch das Reichs.Schutzpolizei-Gesetz" vom 17.Juli 1922 wurde die staatliche Polizei Badens neuorganisiert.

    Nun gab es die (staatliche) Schutzpolizei mit Bereitschaftspolizei und Einzeldienst.


    1918, direkt nach dem Krieg, wurde aus der (staatlichen) Badischen Gendarmerie die (staatliche) Landespolizeigruppe. Deren Angehörige waren die Landesschutzleute.

    Ab April 1919 hieß die ehemalige Gendarmerie dann auch wieder Gendarmerie und nicht mehr Landespolizeigruppe.


    Neben den staatlichen Polizeiorganisationen existierte in Baden noch die Gemeindepolizei.


    In Baden gab es als "Polizeitruppen" von 1919 bis 1922 also die Sicherheitspolizei und ab 1922 die Schutzpolizei, hierbei aber nur deren "Bereitschaftspolizei-Anteil".


    Das als mein erster Beitrag zur "flächendeckenden Verwirrung" zu deutschen Polizeitruppen während der Weimarer Zeit bis zur Übergangsphase des Dritten Reiches.


    Meine vorstehenden Angaben sind das Ergebnis eigener Ausarbeitungen.


    Mit freundlichen Grüßen aus der Normandie


    Peter

    Guten Abend ans Forum und an den Anfragenden,


    mal den Namen des Autors (Helmut Veeh) bei Amazon eingeben.

    Und schon ist man fündig geworden.


    Mit freundlichen Grüßen aus der Normandie


    Peter

    Guten Tag ans Forum und an den Anfragenden,


    wegen der sehr guten Dokumentation bin ich davon ausgegangen, dass sie nach Unterlagen der Deutschen Dienststelle, auch als WASt bekannt, erstellt worden ist.

    Es ist möglich, dort detaillierte Daten über Gefangenenzeiten bei den Alliierten zu erhalten, die weit über die Angaben aus einem Entlassungsschein hinausreichen.

    Meinen Erfahrungen nach, sollte man diese Gefangenenunterlagen bei der WASt ausdrücklich erbeten.

    Wolfgang, falls noch nicht geschehen: es würde sich bestimmt lohnen.

    Beim verstorbenen Vater meiner Frau, der übrigens 1943 in Tunesien in Gefangenschaft geriet, war ich über die ausführlichen amerikanischen Dokumente positiv

    erstaunt.


    Mit freundlichen Grüßen aus der Normandie


    Peter

    Guten Tag ans Forum und an den Anfragenden,


    das Wort heißt "Martinbomber". Gemeint ist damit der amerikanische Flugzeughersteller Martin.

    Die genaue Identifizierung des Maschine überlasse ich besser den Flugzeugexperten.


    Mit freundlichen Grüßen aus der Normandie


    Peter

    Guten Abend ans Forum und an den Anfragenden,


    der Wechsel von Verantwortungszuständigkeiten für deutsche Kriegsgefangene ist meinen Erfahrungen nach (Verwandte, Bekannte) eine banale Angelegenheit gewesen.

    So übergaben Amerikaner ihre Kriegsgefangenen aus Österreich und Deutschland an Franzosen.

    Von Briten gefangene Angehörige des Afrika-Korps wurden an die Amerikaner übergeben.

    Und viele andere Kombinationen mehr.

    Verschubungen rund um den Globus waren keine Seltenheit.

    Deutsche Gefangene der Briten, die von den Amerikanern übernommen worden waren, kamen vor der Entlassung wieder zu den Briten nach England.

    Rechtsgrundlagen waren Abkommen zwischen den Alliierten, sowie praktische Erwägungen, wie sie bereits genannt wurden.

    Wo jetzt ein Brite zu einem Amerikaner sagte, dass die Deutschen ab nun deren Gefangene waren (oder umgekehrt) scheint mir nebensächlich zu sein.

    Denn offensichtlich hat das alliierte System ja funktioniert. Denn irgendwann kamen die deutschen Gefangenen ja wieder in ihrer Heimat an.

    Mit der Wortwahl "geschenkt" kann ich im Zusammenhang mit dem Gefangenenwesen nicht wirklich was anfangen.

    Im übrigen ist die Gefangenschaft des Schwiegervaters für mich sehr gut dokumentiert.


    Mit freundlichen Grüßen aus der Normandie


    Peter

    Guten Tag ans Forum,


    Übermutsituationen beim Schießen durch alliierte Soldaten sind genauso zahlreich vorgekommen, wie sich auch dokumentiert wurden.

    Wer kennt es nicht, das Schießen auf große Hakenkreuz-Adler an Behörden oder Parteigebäuden? Und Kirchtürme mit Wetterhähnen oder anderen Symbolen gab es auch genug.

    Warum sollen alliierte Panzerschützen also nicht auf irgendwo liegende Uboot geschossen haben?

    Es gab sie halt als "Schießbuden-Ziele" so, wie es Kirchtürme oder große Adler gab.

    Es war je kein ernsthafter Kampf von Panzern gegen Uboote, sondern der Gebrauch eines Panzers quasi als Spaßfaktor gegen ein Schießbudenziel.

    Entsprechende Berichte von ehemaligen Beteiligten sollte man in diesem Licht sehen.


    Mit freundlichen Grüßen aus der Normandie


    Peter

    Guten Tag ans Forum und an den vermutlich anfragenden Herrn Klotzek junior,


    bei was für einer Polizeieinheit oder bei was für Polizeieinheiten ist der Vater denn gewesen?

    Falls noch nicht geschehen, so ist eine Anfrage zum Vater bei der Deutschen Dienststelle in Berlin (auch als WASt bekannt) die notwendige Standardmaßnahme überhaupt.

    Kann man übers Internet erledigen.

    Je nachdem, was die WASt zu den Einsatzeinheiten, den Einsatzzeiten und Einsatzorten des Vaters mitteilt, könnten Ihnen die Polizeiexperten dann noch gezielt Zusatzfragen beantworten, um Ihren

    Informationsbedarf zu stillen.

    Die Villa ten Hompel in Münster wäre einige der vielfältigen Möglichkeiten, sich allgemeine polizeigeschichtliche Informationen vor Eintreffen der WASt-Antwort zu besorgen.

    Aber das wird Ihnen mit hoher Wahrscheinlichkeit keine Fragen beantworten, die Sie zu Ihrem Vater haben.

    Soviel als mein Ratschlag an Sie.

    Es sei denn, hier im Forum hat einer der Polizeiexperten per Zufall Material über ihren Vater. Wäre so wie ein größerer Lottogewinn.

    Ich habe nichts.


    Mit freundlichen Grüßen aus der Normandie


    Peter