Posts by Danuser

    Guten Tag ans Forum und an Thilo,


    Sandra hat zwei Anfragen zur gleichen Person und zum gleichen Thema unter zwei verschiedenen Feldpostnummern (00353A und 58425A) hier ins Forum gestellt.

    In einer davon bin ich aktuell unterwegs gewesen.

    Die Überschrift "Wachtmeister der Polizei??" ist mir jetzt sogar ganz neu.

    Ist das etwas schon die dritte Anfrage in gleicher Angelegenheit?

    Es besteht dringender Koordinationsbedarf durch einen Moderator, sonst läuft noch mehr schief.


    Mit freundlichen Grüßen aus der Normandie


    Peter

    Guten Tag ans Forum und an Silvia,


    möchte noch zwei Bücher nennen, in denen man auch über das (SS-)Polizei-Regiment 4 nachlesen kann:

    • Wolfgang Curilla: Die deutsche Ordnungspolizei im westlichen Europa 1940-1945, Paderborn 2020, S. 386 ff. In diesem Kapitel ist sogar die 5.Kompanie dieses Regiments im Zusammenhang mit Häftlings-Exekutionen in Paris im Sommer 1942 erwähnt, sowie in Verbindung mit der Begleitung von Judentransporten ab Paris in die Vernichtungslager des Ostens Anfang 1943.
    • Rolf Michaelis: Der Einsatz der Ordnungspolizei 1939-1945. Polizei-Bataillone - SS-Polizei-Regimenter, Berlin 2008, S. 57. Hier geht es um den Ost- bzw. Fronteinsatz des Regiments von Mitte 1943 bis März 1945.

    Mit freundlichen Grüßen aus der Normandie


    Peter

    Guten Tag ans Forum und an Sandra,


    eine personenbezogene Nachfrage zu Siegfried Löbe beim Bundesarchiv (WASt) ist unverzichtbar., weil noch vieles seines polizeilichen Werdegangs erfahren werden muss, um ein gutes Recherche- Ergebnis zu erreichen.

    Aus den beigefügten Fotos ist ersichtlich, dass Siegfried Löbe u.a. im weißrussischen Mogilew war. Dort waren die Deutschen von Juli 1941 bis Juni 1944. Für deutsche Polzeieinheiten war Mogilew von 1941-1944 so etwas wie ein Dreh- und Angelpunkt. Im ergänzenden Text ist das damalige Hellerau bei Dresden, heute Dresden-Hellerau, erwähnt worden. Es war von 1939-1945 ein wichtiges Aus- und Fortbildungszentrum für die deutsche Ordnungspolizei, vor allem für Polizeireservisten, die in geschlossenen Polizeieinheiten ihren auswärtigen Dienst verrichten sollten, d.h. sich dann vor allem im Osten wiederfanden.

    All diese Ausbildungs- und Einsatzzeiten von Siegfried Löbe sollten dem Bundesarchiv (WASt) eigentlich bekannt sein.

    Sandra, wenn SIe von dort ihre Auskunft erhalten haben, können Sie hier im Forum konkrete polizeibezogene Nachfragen zu erhaltenen Informationen stellen, die für Sie Erklärungsbedarf erfordern.


    Mit freundlichen Grüßen aus der Normandie


    Peter

    Guten Abend ans Forum und an die Anfragende,


    Sie haben jetzt hier im Forum zwei Anfragen zu ein und derselben Person gestartet. Es geht offensichtlich um den Wachtmeister Siegfried LÖBE, vermutlich geboren am 18.09.1905, der seit dem 06.03.1945 vermisst wird.

    Wie es sich liest, war Siegfried LÖBE wohl Polizeireservist und kam kriegsbedingt zur Wehrmacht.

    Vermutlich stehen Sie in einem verwandtschaftlichen Verhältnis zu der genannten Person.

    Ich schlage vor, hier im Forum eine Anfrage zu Siegfried LÖBE laufen zu lassen und nicht mehrere. Das verwirrt nur.

    Außerdem wäre es sehr nett, wenn Sie uns mehr zu der angefragten Personen sagen, was Sie schon über ihn wissen und was Sie jetzt noch erfahren wollen.

    Oder anders ausgedrückt: ohne Input kein Output.


    Mit freundlichen Grüßen aus der Normandie


    Peter

    Guten Tag ans Forum und an den "grußlosen Anonymus",


    der "Gummiknüppel" lässt sich in Deutschland als Polizeiwaffe seit den frühen 1920er Jahren nachweisen. In der Weimarer Zeit war der "Gummiknüppel" neben dem Tschako DAS Symbol der Staatsgewalt.

    Im Dritten Reich war die deutsche Polizei "schlagstockfrei", da die nationalsozialistischen Machthaber den "Gummiknüppel" aus ideologischen Gründen als Symbol der verhassten Weimarer Republik abschafften, d.h. einsammeln ließ.

    Aus diesem Kontingent bediente sich die SS für deren Zwecke, wie zum Beispiel zur Bewaffnung der Kapos (Funktionshäftlinge) in Lagern oder für einheimische Ghetto-Polizeien und dergleichen.

    Denn zum Beispiel Juden gehörten gemäß nationalsozialistischer Sichtweise ja nicht zur deutschen Volksgemeinschaft und konnten daher mit ehemaligen Polizei-Gummiknüppeln geprügelt werden.


    Mit freundlichen Grüßen aus der Normandie


    Peter

    Guten Tag ans Forum und an Ralf,


    habe mitbekommen, dass der Beitrag von 2019 wieder aufgegriffen worden ist.

    Zur Frage aus 2019 meine ich, dass "ungedient" und "ohne Grundausbildung" zwei verschiedene Schuhe sind.

    "Ungedient" bedeutet, dass ich bis zum Beginn meines Wehrdienstes vorher noch kein Soldat gewesen war, also in Deutschland weder während der Kaiserzeit noch während der Weimarer Republik oder bei der Wehrmacht.

    Wenn ich dann zur Wehrmacht eingezogen wurde, bekam ich dann auch eine militärische Grundausbildung, die je nach Verwendung und/oder im Laufe der Krieges an Quantität und Qualität weniger gewesen sein kann oder weniger geworden sein mag.

    "Ungediente" waren so lange ohne Grundausbildung, bis sie "Dienende" geworden waren und dann eine wie auch immer gestaltete militärische Grundausbildung bekamen.


    Mit freundlichen Grüßen aus der Normandie


    Peter

    Guten Tag ans Forum und an die Anfragende,


    der Großvater war Schutzpolizist und als solcher Angehöriger einer Polizei-Truppeneinheit. Sein letzter dokumentierter Dienstgrad war der eines Oberwachtmeisters, also ein niedriger Unterführerrang.


    Nach der Machtergreifung 1933 wurden bei den Schutzpolizeien die geschlossenen Einheiten abgebaut. Als 1936 die Kriegsplanungen begannen und hierbei für die Ordnungspolizei (die Schutzpolizei war ein Teil davon) Kriegsaufgaben in geschlossenen Truppenverbänden vorgeplant wurden, sowie bei Kriegsbeginn 1939 der Ordnungspolizei noch weitere Beamte durch Abordnung zur Feldgendarmerie verloren gingen, machte sich der Personalmangel bei der Polizei schmerzlich bemerkbar. Dieser Mangel musste ausgeglichen werden. Eine Maßnahme dazu war der Führerbefehl vom Herbst 1939. Der Polizei wurden 26.000 sogenannte Polizeirekruten zugebilligt. Ungediente Wehrpflichtige und ungediente Angehörige der Jahrgänge 1909-1912 wurden also nicht durch die Wehrmacht als zukünftige Soldaten erfasst, sondern durch die gemeinsamen Freiwilligen-Annahmestellen von SS und Polizei. Somit ging Ihr Großvater als Polizei-Freiwilliger zu seiner zuständigen Waffen-SS "Musterrungsstelle", wurde dort als "kriegsverwendungsfähig" eingestuft und kam dann als Freiwilliger (aktiver Polizeibeamter mit einer Verpflichtungszeit von 12 Jahren und einer Übernahmeoption als Berufspolizist danach) zur Ordnungspolizei, d.h. zu einer geschlossenen Einheit der Schutzpolizei.

    Der Opa war definitiv nie bei der Waffen-SS, sondern ausschließlich bei der Polizei.

    Dank Ihrer zur Verfügung gestellten Unterlagen ist schon einmal etwas Ordnung in Ihr "Unwissen" gebracht worden.

    Für den Moment soll das von mir aus reichen.

    Andere Foristen werden bestimmt auch noch Erklärungen zu den Unterlagen abgeben.

    Bin gerne bereit ggf. noch weiteres Wissen beizusteuern.


    Mit freundlichen Grüßen aus der Normandie


    Peter

    Guten Tag ans Forum und an den Informanten,


    für mich sagt der Presseartikel aus, dass Putin russisches Archivmaterial gezielt gegen seine politischen Widersacher einsetzen will.

    Das würde bedeuten, dass keine bisher unveröffentlichten Dokumente wissenschaftlich korrekt der Öffentlichkeit präsentiert werden sollen, sondern für Putin und seine Zwecke quasi nach seinen Absichten verarbeitet werden sollen.


    Mit freundlichen Grüßen aus der Normandie


    Peter

    Guten Tag ans Forum und an JR,


    der abgebildete Uniformträger ist meiner Einschätzung nach ein Mecklenburgischer Gendarm aus der sogenannten Übergangszeit von ca. 1934.

    Bevor beginnend ab 1934 die bekannten Polizei-Hoheitsadler eingeführt wurden, gab es an den Schirmmützen den gemeinsamen Hoheitsadler der NSDAP und des Reichs, der so von 1929-1936 existierte.

    Für die Übergangszeit gab es Uniformvorschriften vom Reich und von den Ländern, die Neuerungen, Abänderungen und Auftragezeiten betrafen.

    Soweit meine kurze Einordnung des Fotos.


    Mit freundlichen Grüßen aus der Normandie


    Peter

    Guten Abend ans Forum und an Silvia,


    wenn der Großvater 1943 laut WASt als Oberwachtmeister bei der 5.Kompanie/SS-Polizei-Regiment 4 war, dann war er zu diesem Zeitpunkt Angehöriger der Polizei und kein Angehöriger der Waffen-SS.

    Da es bereits personenbezogene Angaben zum Opa zu geben scheint, so würdet es Sinn machen diese hier im Forum einzustellen.

    Denn hier im Forum gibt es Leute, die sich mit solchen Angaben auskennen. Silvia, ich habe den Eindruck, als wenn Ihnen das Interpretieren der erhaltenen Angaben Probleme bereitet.

    Das Militärkrankenhaus Clamart in Percy (Großraum Paris) gibt es auch beute noch. Während der deutschen Besatzungszeit von 1940-1944 wurde es vom deutschen Militär genutzt.

    Ein zeitgenössisches Dokument füge ich mal als Anhang bei.

    Teile des SS-PR 4 befanden sich noch bis Juni 1943 im besetzten Teil Frankreichs. Danach wurde das komplette Regiment in den Osten verlegt.


    Mit freundlichen Grüßen aus der Normandie


    Peter

    Guten Abend ans Forum und an die Anfragende oder den Anfragenden,


    schon eine Anfrage ans Bundesarchiv, vormals Deutsche Dienststelle, gestellt?

    Eine personenbezogene Anfrage zum polizeilichen Werdegang des Großvaters ist die notwendige Standardmaßnahme überhaupt.

    Hier ist der entsprechende Link: https://www.bundesarchiv.de/DE…terlagen-persbezogen.html

    So kann man auch mehr über die konkreten Einsätze des Opas erfahren.

    Ich gehe mal davon aus, dass der Großvater Angehöriger des Polizei-Regiments 4 war, welches es unter diesem Namen seit dem 09.07.1942 gab. Ab dem 24.02.1943 hieß dieses Regiment dann SS-Polizei-Regiment 4.

    Vorher kann der Opa schon in einem Polizeibataillon als Polizeieinheit gewesen sein.

    Aus Ihren Angaben ist mir nicht zweifelsfrei klar geworden, ob Ihr Großvater nun von 1940 bis 1945 Berufspolizist oder Polizeireservist war und was Sie mit "Freiwilliger in der Waffen-SS" meinen. Oder war der Opa etwa Mitglied der Allgemeinen SS? Es gab natürlich auch Polizisten, die Kriegsdienst in der Wehrmacht oder Waffen-SS versehen hatten, ohne ihren Polizeiberuf verlassen zu haben.

    Sollte ihr Großvater tatsächlich als Polizeibeamter Dienst in der Waffen-SS versehen haben, so führte er einen SS-Dienstgrad, ohne seinen letzten Polizeidienstgrad zu verlieren.

    Eine SS Schutzpolizei gab es übrigens nicht, sondern nur eine Schutzpolizei.


    Was könnten Sie ggf. noch zu Ihrem Großvater mitteilen, damit hier im Forum relevante Auskünfte gegeben werden können?


    Mit freundlichen Grüßen aus der Normandie


    Peter

    Guten Tag ans Forum und an Andreas,


    Stempel auf Polizeiwaffen und auf denen der Waffen-SS sind grundsätzlich zwei verschiedene Welten.

    Was stempeltechnische Vorschriften der Waffen-AS auf deren Bewaffnung betrifft, so verfüge ich über Grundwissen.

    Ich gehe mal davon aus, dass hier im Forum Fach- und Spezialwissen vorhanden ist und sich andere Foristen noch zu Worte melden werden.


    Auf dem von mir beigefügten Foto sind zwei Stempelungen vorhanden: das 5/40 dot (?) dürfte vom Hersteller, den Waffenwerken Brünn unter "deutscher Regie" stammen und der Totenkopf mit der "2" müsste dann vom

    SS-Zeugamt 2 eingeschlagen worden sein.


    Mit freundlichen Grüßen aus der Normandie


    Peter

    Guten Tag ans Forum und an Andreas,


    es gibt Literatur zum angefragten Thema. Ich mache mal auf folgendes Sachbuch aufmerksam: Albrecht Wacker/Joachim Görtz: Handbuch deutscher Waffenstempel auf MIlitär und Dienstwaffen 1871-2000, Herne 2005, S.318 ff.

    Von Waffenstempeln der SS ist Bildmaterial mit Beschreibungen vorhanden.

    Beigefügt das selbst gefertigte Foto eines SS-Waffenstempels (Totenkopf), der sich auf einem 98er befindet, der wahrscheinlich bei der 17.SS-Pangergrenadier-Division "Götz von Berlichingen" geführt wurde.


    Soweit meine Kurzinformation.


    Mit freundlichen Grüßen aus der Normandie


    Peter

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    Guten Tag ans Forum und an Marcus,


    mit Laibach (FPN 33985) und Bewährungs-Kompanie des HSSPF Laibach ist der Eintrag unterhalb von Labiau gemeint.

    Hätte ich auch fast übersehen.


    Mit freundlichen Grüßen aus der Normandie


    Peter

    Guten Abend ans Forum,


    in Klattau kam es 1939 zu einer alkoholbedingten Auseinandersetzung zwischen einer Schutzpolizei-Hunderschaft, deren Angehörige von der Polizeiverwaltung Bochum stammten und einer Hundertschaft mit Polizeiangehörigen aus Sachsen, wohl von den Bochumern als "Kümmelsachsen" bezeichnet. Die Bochumer Beteiligten zeigten sich alkoholbedingt einschreitenden Kollegen gegenüber offensichtlich nicht "kooperationsbereit", wie man heutzutage zu sagen pflegt. Da sich der Bochumer Polizeipräsident aber bei Himmler mit Gnadengesuchen für seine Polizisten einsetzte, sowie wegen des Kriegsausbruchs, entschied sich Himmler letztlich für Strafversetzungen und Arrest für die betroffenen Polizisten aus Bochum. Soweit mir bekannt ist, bedeutete Strafversetzung keine solche in eine polizeiliche Strafeinheit und Arrest keine Überstellungen in Konzentrations- oder Straflager. Im Staatsarchiv Münster sind im Bestand des Regierungsbezirks Arnsberg entsprechende Unterlagen zu dem Sachverhalt vorhanden.

    Auch bei den weiteren Beispielen zu Bestrafungen von Polizisten erkenne ich keine Hinweise auf das Vorhandensein von Polizei-Strafeinheiten.

    Das von Dieter begonnene Thema wartet also immer noch auf einsprechend belegte Textbeiträge.


    Mit freundlichen Grüßen aus der Normandie


    Peter

    Guten Tag ans Forum und an Dieter,


    habe meine Literatur noch einmal durchgesehen und dabei festgestellt, dass zwar über Bestrafungen (respektive Nichtbestrafungen) von Einheitsangehörigen geschrieben wurde, aber nicht über Straf-/Bewährungseinheiten der Polizei. Man kann sich zwar zum Beispiel über Danzig-Matzkau informieren, was allerdings ein Straflager war und keine Strafeinheit.

    Dieter, wie belegst Du Deine Gewissheit, dass es solche Einheiten bei der Polizei gab?


    Mit freundlichen Grüßen aus der Normandie


    Peter

    Guten Abend ans Forum und an Viktor,


    offensichtlich handelt es sich bei dem genannten Buch um Belletristik und nicht um Sach- oder Fachliteratur.

    Belletristik ist Unterhaltungsliteratur im weitesten Sinne. Die bekannteste Art der unterhaltenden Literatur dürfte der Roman sein.

    Die Freiheit der "Wortkunst" ist ein Grundrecht, aber keine Grundpflicht. Niemand kann mich also zwingen, irgendetwas zu lesen.


    Mit freundlichen Grüßen aus der Normandie


    Peter

    Guten Tag ans Forum und an Jörg,


    ich schließe mich dem Dank für die Information an.

    De Gruyter ist ein renommierter Wissenschaftsverlag und die Bücherliste des Links weist namhafte Historiker als Autoren auf.

    Bei dem abwechslungsreichen Angebot müsste eigentlich für jeden Foristen etwas dabei sein.


    Mit freundlichen Grüßen aus der Normandie


    Peter