Posts by Danuser

    Guten Tag ans Forum und an den Anfragenden,


    es ist schwer, auf Schwarzweißfotos farbige Ordensbänder zu bestimmen, vor allem dann, wenn es mehrere Zuordnungsmöglichkeiten gibt.

    Das Band neben dem des EK II könnte sowohl zu einer Militär-Dienstauszeichnung aus Baden passen, als auch zu einem Freikorps-Abzeichen.

    Andere "Exoten" habe ich außer Acht gelassen.

    Mehr Hilfe kann ich nicht anbieten.


    Mit freundlichen Grüßen aus der Normandie


    Peter

    Guten Tag ans Forum und an Frank,


    die Einweisung bedeutete, dass der Ernannte den Dienstgrad eines Oberst auf seiner Planstelle erhielt, aber das Gehalt als Oberst aus der Besoldungsmöglichkeit einer anderen Behörde bekam. War eine übliche Praxis, wenn bei der eigenen Behörde keine entsprechende Besoldungsmöglichkeit vorhanden war.

    Die andere Möglichkeit wäre die gewesen, dass der Ernannte nur charakterisierter Oberst geworden wäre. Er hätte dann zwar den Dienstgrad eines Oberst bekommen, aber weiterhin mit dem weniger hohen Gehalt eines Oberstleutnants. Ganz komplikationslos wäre es gewesen, wenn für die Beförderung zum Oberst bei der eigenen Behörde auch die entsprechende Besoldungsmöglichkeit vorhanden gewesen wäre.

    Die Polizeihoheit lag damals beim Reich und zu Ausbildungs-, Beförderungs- und Karrierezwecken mussten Polizeibeamte mehr oder minder regelmäßig Dienstorte wechseln. Das verschärfte sich dann noch wegen der auswärtigen Einsätze.

    Will das Thema an dieser Stelle nicht ausweiten oder rechtlich komplizierter gestalten.


    Mit freundlichen Grüßen aus der Normandie


    Peter

    Guten Tag ans Forum und an den Anfragenden,


    nicht jedem im Forum ist Bellaria ein Begriff. Es wäre nett dem Forum Informationen zu Bellaria zu geben.

    Und von wann stammt die Offiziersliste Ihres Vaters? Ich gehe davon aus, dass Ihr Vater ebenfalls als gefangener Offizier in diesem Lager war.


    Mit freundlichen Grüßen aus der Normandie


    Peter

    Guten Abend ans Forum und an Thomas,


    Labouheyre war das französische Kriegsgefangenenlager (Dépôt) Nr. 186 in den Landes. Es war für 6.800 Kriegsgefangene ausgelegt.

    Im Herbst 1945 betrug dort die Sterberate unter den deutschen Gefangenen 4-7 Tote pro Tag. Der Hauptgrund entsprach dem in allen französischen Dépôts dieser Zeit, nämlich gesundheitliche Mangelversorgung in Kombination mit schlechten Lagerverhältnissen, wie Ungeziefer, mangelnde Heizmöglichkeiten, Wasserversorgung ohne Trinkwasserqualität usw.

    Für die ärztliche und Zahnärztliche Versorgung standen in Labouheyre noch 1946 je ein kriegsgefangener deutscher Arzt und Zahnarzt zur Verfügung. Das Problem für die französische Gewahrsamsmacht, war die zu große Übernahme deutscher Kriegsgefangener, vor allem von den Amerikanern, ohne entsprechende logistische und medizinische Voraussetzungen. Dieser Gesamtzustand änderte sich in den Jahren 1946/47.

    Am 15.03.1946 weilten Vertreter der Quäker-Sekte im Lager Labouheyre, die sich dort ein Bild vom Zustand machen konnten und hierüber einen Bericht fertigten.

    Diesen habe ich als Quelle genutzt.

    Hier die Angaben dazu: American Friends Service Committe Records Relating to Humanitarian Wort in Franc, 1933-1950. Séries II Toulouse Office. Sub-series: Reports Box 26 Folder 18-1. American Friends Service Committee 1501 Cherry Street Philadelphia, PA 19102.

    Die Quelle gehört zu einem Forschungsprojekt der Universität Rennes zu Kriegsgefangenenlagern nicht nur in Rennes.

    Hier der Link dazu: https://bastas.pagesperso-orange.fr/pga/index.htm#Sommaire

    In den Kriegsgefangenenlagern von Rennes starben übrigens ca. 1.180 deutsche Kriegsgefangene. Hier erfolgte die Umbettung zur deutschen Kriegsgräberstätte Mont-d'Huisnes in Huisnes-sur-Mer, gegenüber dem Mont-St.MIchel.


    Mit freundlichen Grüßen aus der Normandie


    Peter

    Guten Tag ans Forum und an Charlie,


    bei der Neuorganisation im Jahre 1942 wurden die I.-III. Bataillone den veränderten Notwendigkeiten der Polizeiregimenter angepasst.

    Die Bataillone hatten 4 Kompanien und auf Regimentsebene gab es noch die 13. Kompanie als Infanteriegeschütz-Kompanie, die 14. als Pak-Kompanie und die 15.Kompanie als Panzer-Kompanie.

    Allein wegen des neuen Prinzips der Durchnummerierung der Kompanien, konnten auf Bataillonsebene nur noch je 4 Kompanien mal 3 Bataillone, also von 1 bis 12 bezeichnet werden. Denn die 13,14, und 15 waren ja jetzt den Kompanien auf Regimentsebene reserviert.

    Auch übers Polizeibataillon 62 kann man meiner Meinung nach reichlich nachlesen. Einfach mal als Suchbegriff googeln.

    Ansonsten kommt es darauf an, wo der Informationsschwerpunkt gesetzt werden soll. Nur für die Organisationsgeschichte kann man bei Tessin oder Michaelis nachlesen. Wenn es um die Beteiligung an Kriegsverbrechen geht, dann bei Klemp oder Curilla. Und nicht vergessen: auch hier im Forum suchen.


    Mit freundlichen Grüßen aus der Normandie


    Peter

    Guten Tag ans Forum und an an Anfragenden,


    aus drei selbständigen Polizeibataillonen wurden 1942 Polizeiregimenter mit drei unselbständigen Bataillonen gebildet. Die Polizeiregimenter erhielten eine Nummer. Bei deren I., II. und III. Bataillon wurden die Kompanien aufsteigend durchnummeriert.

    Die vormals selbständigen Bataillone hatten im Regelfall 3 dann 4 Kompanien. Die dann unselbständigen drei Bataillone der neuen Regimenter hatten in der Regel 4 Kompanien, d.h. im I. Bataillon gab es die 1.-4. Kompanie, im II. Bataillon die 5.-8. Kompanie und im III. Bataillon die 9.-12.Kompanie.

    Bei der neuen Zählweise muss man wissen, welches vormals selbständige Bataillon nun welches unselbständige Bataillon in einem Regiment wurde.

    Also wurde beispielsweise aus der 2.Kompanie/Reserve-Polizei-Bataillon 69 (Todt) nun die 6.Kompanie / II. Bataillon / Polizei-Regiment 28(Todt).


    Warum sollte Polizeigeschichte unkompliziert sein, wenn es auch anders geht?

    Das ist das Salz in der Suppe!


    Mit freundlichen Grüßen aus der Normandie


    Peter

    Guten Tag ans Forum und an Lucas,


    bitte einmal die Frage präzisieren. Welche Erkenntnisse liegen diesbezüglich vor bzw. wie kommen Sie auf diese Annahme?

    Denn es gab ja auch genug Lager, die von der Wehrmacht bewacht werden mussten.

    Nicht, dass eine Verwechselung bezüglich der Lager vorliegt.


    Und Lothar hat natürlich oder leider Recht: warum die gleiche Frage mehrfach stellen?

    Das verwirrt Auskunftswillige sehr.


    Mit freundlichen Grüßen aus der Normandie


    Peter

    Guten Tag ans Forum und an Frank,


    der Dokumenten-Zusammenhang dürfte sich aus einer der Aufgabe von Arolsen erklären, nämlich über nationalsozialistisches Unrechtshandeln aufzuklären und dafür entsprechende Informationsangebote zur Verfügung zu stellen.

    Wobei ich Dein präsentiertes Dokument auch als polizeigeschichtliches Fundstück, ja sogar als polizeigeschichtlichen Zufallsfund bezeichnen möchte.

    Über die komplizierten bis verwirrenden polizeilichen Strukturen im Bereich des HSSPF Ostland und Russland-Nord und dort beteiligt gewesene Protagonisten kann man ggf. bei Tessin und Birn nachlesen.

    Hierbei ergeben sich auch Hinweise auf dort eingesetzt gewesene deutsche und einheimische Dienststellen und Truppen.

    Speziell über Polizeitruppen kann man sich dann bei Tessin, Michaelis ,Klemp und natürlich hier im Forum ausführlicher informieren.

    Das nun eingestellte Verleihungsdokument erweitert die Informationsmöglichkeiten des Forums. Frank, war eine gute Idee von Dir und danke auch für den Hinweis auf Arolsen.


    Mit freundlichen Grüßen aus der Normandie


    Peter

    Guten Tag ans Forum und an Uwe,


    für die Übergangszeit in Österreich 1938 kann ich nur ein Beispiel für die Gendarmerie liefern.

    Auf dem beigefügten Foto ist zu sehen, dass rechts der Gendarm zwar noch die österreichische Gendarmerie-Uniform -inklusive Rangabzeichen auf dem Kragen- von 1937 trägt, allerdings an der Schirmmütze und auf dem Uniformrock bereits mit dem Polizei-Hoheitsadler des Deutschen Reichs.

    Ob der linke Heeresangehörige schon ein umuniformierter ehemaliger österreichischer Bundesheer-Soldat ist, weiß ich nicht.


    Mit freundlichen Grüßen aus der Normandie


    Peter

    Files

    • Scan_0001.jpg

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    Guten Abend ans Forum,


    meiner Meinung nach scheint das Foto erste Schritte der neuen Wehrmacht 1935 zu zeigen.

    Man wollte schon mal voll aufmarschieren, um die neue Wehrhoheit mit neuen Uniformen zu demonstrieren, aber mit den entsprechenden Uniformeffekten haperte es wohl noch.

    Vielleicht war die Einheit ja gerade auf dem Marsch zur Effektenkammer...


    Mit freundlichen Grüßen aus der Normandie


    Peter

    Guten Tag ans Forum und an Thomas,


    was die Polizei-Jahre des Großvaters betrifft, so gibt es noch folgende Nachfrage-Möglichkeiten (ohne Erfolgsgarantie, aber mit Erfolgsmöglichkeiten):


    • Stadtarchiv Essen, da auch die Essener Polizei von 1945-1953 eine nichtstaatliche Organisation war, sondern als Stadtkreis (SK)-Polizei eine kommunale Angelegenheit . Aus Recherchen zur Bochumer Polizeigeschichte ist mir bekannt, dass in Stadtarchiven durchaus interessantes Material zur Polizeigeschichte vorhanden sein kann. Für Essen weiß ich nicht, ob und ggf. was dort im Stadtarchiv vorhanden ist. Aber das kannst Du ja erfragen.
    • Polizeichor Essen, da gerade die Polizeisänger die wichtige Traditionspflege betreiben. Oft haben die eigene Archive, aus denen auch ehemalige Mitgliederdaten noch ersichtlich sind. Thomas, die Internetpräsenz des Essener Polizeichors ist Dir ja bekannt.
    • Polizeigewerkschaft, wobei die meisten Polizisten Mitglieder der Gewerkschaft der Polizei (GdP) sind, bzw. waren. Auch in Essen gibt es eine Kreisgruppe der GdP für Essen/Mülheim. Auch Gewerkschaften haben Archive und betreiben Seniorenarbeit. Setz Dich mit der entsprechenden Gewerkschaft in Verbindung, falls Dein Opa irgendwo Gewerkschaftsmitglied war.

    Was mein "Nachhaken" betrifft, so werde ich mich abschließend melden. Mein Kontakt arbeitet an der Angelegenheit.

    Aber wie gesagt: Stadtarchiv, Polizeichor und Gewerkschaft sind Deine "Baustelle".


    Mit freundlichen Grüßen ans der Normandie


    Peter

    Guten Tag ans Forum und an Eulemann,


    ich kann mich nur meinen beiden "Vorrednern" anschließen: bei so einem Startbeitrag sollte die Bereitschaft zur Hilfe gleich Null sein.

    Obwohl von "Lockenheld" und "Eumex" ja schon brauchbare Hilfe kam.


    Mit freundlichen Grüßen aus der Normandie


    Peter

    Guten Tag ans Forum und an Monika,


    die Provinz Posen gehörte auch noch während der Ersten Weltkriegs zum Königreich Preußen und somit auch zum Deutschen Kaiserreich.

    Die Zugehörigkeit des Urgroßvaters als Deutscher in Deutschland zum deutschen Militär war also total normal.

    Gibt es in der Familie vielleicht noch Fotos vom Uropa als Militärangehöriger? Auch Angaben zur Person mitsamt Geburtsdaten und Wohnort wären nicht schlecht.

    Auf Fotos kann man Uniformen bestimmen und über Personaldaten könnte man ggf. schon so was wie Suchfilter setzen.


    Mit freundlichen Grüßen aus der Normandie


    Peter

    Guten Tag ans Forum und an die Anfragenden,


    vielleicht noch kurze ergänzende Angaben zum Verwundetenabzeichen und zur Verleihungspraxis.

    Was den Ersten Weltkrieg betrifft, so wurde das Verwundetenabzeichen erst im April 1918 eingeführt. Bis dahin gab es bei Kaisers so ein Abzeichen nicht einmal. Und nicht jeder, der im Ersten oder Zweiten Weltkrieg verwundet wurde, kriegte auch ein Verwundetenabzeichen verliehen. Das war kein Automatismus, wie man vielleicht meinen könnte.


    Mit freundlichen Grüßen aus der Normandie


    Peter

    Guten Tag ans Forum und an Nico,


    während des Zweiten Weltkrieges waren deutsche Ordnungspolizisten praktisch bis zum Kriegsende in den Niederlanden im Einsatz. Gerade gegen Kriegsende wurden auch im polizeilichen Bereich örtlich und zeitlich begrenzte Alarm- und Kampfeinheiten aus zusammengewürfelten Personalkontingenten gebildet. An regulären Polizeieinheiten befand sich das Reserve-Polizei-Bataillon 68, später dann als III. Bataillon /SS-Polizei-Regiment 3, bis Kriegsende in den Niederlanden.Angaben auf Erkennungsmarken sagen in der Regel nichts zu der letzten Truppenzugehörigkeit oder der letzten Dienststellenzugehörigkeit aus.

    Die aufgeführten Namen sind in meinem Archiv nicht vorhanden, auch nicht der des Majors des Gendarmerie Scholz. Mit ist wohl ein Major der Schutzpolizei namens Herbert Gerhard Scholz bekannt, der 1941 Verbindungsoffizier des deutschen Befehlshabers der Ordnungspolizei zur niederländischen Polizeipräsidenten in Rotterdam war. Das mit Ancestry verwundert mich nicht, da gegen Kriegsende die von den Gefallenen zu übermittelnden Daten immer weniger und weniger zusammengestellt und weitergeleitet wurden.


    Ab dem 15.09.1943 wurden in den Niederlanden fünf Stützpunkte eingerichtet, unter anderem auch in Rotterdam. Diese Stützpunkte bestanden aus einem Unterführer (das war kein Offizier) und 27 Männern. Sie unterstanden den Verbindungsoffizieren zu den Landespolizeipräsidenten. Die Angehörigen dieser Stützpunkte kamen vom Polizei-Wachbataillon z.b.V. Rotterdam, einer weiteren regulären Polizeieinheit. So ein Stützpunkt sollte den zusätzlichen Einsatz anderer geschlossener Polizeieinheiten unnötig machen. Die Existenz des Stützpunktes Rotterdam und somit auch die des Polizei-Wachbataillons z.b.V. Rotterdam ist quasi bis zum Kriegsende dokumentiert.

    Für mich ist es daher möglich, dass die aufgeführten Ordnungspolizisten dem Polizei-Wachbataillon z.b.V. angehört hatten.

    Vermutlich wissen unsere Polizei-Spezialisten im Forum ja noch mehr.


    Mit freundlichen Grüßen aus der Normandie


    Peter

    Guten Tag ans Forum und an Thomas,

    Zum Komplex Luftwaffe hat Uwe K. als Spezialist ausführlich geantwortet.

    Zum Thema Essener Polizei würde ich gerne wissen, ob ich da noch mal nachhaken soll oder nicht.

    Danke für das Foto vom Polizeichor mitsamt Opa. Wenn man weiß wie er ausgesehen hat, bedeutet das ggf. einen großen Wiedererkennungswert.


    Mit freundlichen Grüßen aus der Normandie


    Peter

    Guten Tag ans Forum und an die beiden Anfragenden,


    ein wahrer Fundus durch die militärgeschichtlichen Epochen Deutschlands.


    Zu Bild 01: hier tragen Soldaten erkennbar Armbinden, die ich leider nicht identifizieren kann. Das sind deutsche Heeresangehörige, die sich direkt nach dem Ende des Ersten Weltkriegs in einer Freikorps-Einheit zusammengeschlossen haben können, von denen es viele gab. Hier ein Überblick dazu: https://de.wikipedia.org/wiki/Freikorps

    Der Opa ist als einfacher Soldat zu sehen.


    Zu Bild 02: hier sieht man bereits Wehrmachtssoldaten des Heeres in den Vorkriegsjahren. Da der Opa mit einem Kreuz markiert ist, so ist er auf diesem Foto bereits Offizer gewesen. Den Dienstgrad kann ich nicht zweifelsfrei erkennen. Ein Leutnant ist jedoch möglich. Opa trägt unter anderem einen Offiziers-Degen und als Koppel den Offizierskoppel mit Dornschnalle. Die Soldaten rechts daneben tragen hingegen einen Koppel für Mannschaften/Unteroffiziersdienstgrade mit dem Kastenschloss.

    Schon in der Auf- und Ausbauphase der Wehrmacht war der Offiziersbedarf wegen des bevorstehenden Krieges angestiegen. Unter anderem bekamen alterfahrene Berufssoldaten die Möglichkeit zum Aufstieg in die Offizierslaufbahn.


    Mit freundlichen Grüßen aus der Normandie


    Peter