Posts by Danuser

    Guten Abend ans Forum und an den Anfragenden,


    Zielfernrohr-Gewehre waren Scharfschützen-Waffen. Scharfschützen wurden speziell ausgebildet.

    Nach 1941 durften Zielfernrohre (ZF) in Deutschland nicht mehr für Privatzwecke hergestellt werden, sondern nur noch für militärische.

    Es gab wohl hauptsächlich Wehrmachts-ZF mit eineinhalbfacher und vierfacher Vergrößerung.

    Leider fehlt beim Soldbucheintrag ein Herstellerhinweis, z.B. eine Hersteller-Codierung.

    Von der ZF-Nummer auf einen bestimmten Hersteller oder gab auf eine bestimmte Marke zu schließen, halte ich für spekulativ.


    Mit freundlichen Grüßen aus der Normandie


    Peter

    Guten Tag ans Forum und an Marcus,


    so Begriffe wie "Blaue", "Grüne" pp. im Zusammenhang mit uniformierter Polizei bezog und bezieht sich auf deren jeweilige Uniformfarbe.

    Die uniformierten Polizeien hatten vor allem früher verschiedene Namen, wie Schutzpolizei, Ordnungspolizei, Sicherheitspolizei usw.

    Ingo hat das vor mir bereits gut erklärt.

    Heute heißt es immer noch: "Polizei ist schön und blau und Ländersache". Vor dem Wechsel der bundesrepublikanischen Uniformfarbe hieß es: "Polizei ist schön und grün und Ländersache".


    Im Freistaat Danzig trug die Schutzmannschaft/Revierpolizei von 1919-1922 die blauen Uniformen der Kaiserzeit weiter. Die Danziger Sicherheitspolizei (eine schwer bewaffnete Bereitschaftspolizei) trug feldgraue Uniformen.

    Ab 1922 wurde für die neue Schutzpolizei (Revier und Bereitschaft) eine grau-grüne Uniform eingeführt. Die Hafenabteilung der Schutzpolizei als "Schifffahrtspolizei) (die Danziger Wasserschutzpolizei) war marineblau gekleidet.Ab 1936 wurde in Danzig die einheitliche Polizeiuniform des Reiches eingeführt.

    Es gibt entsprechende uniformkundliche Bücher zur Polizeigeschichte.


    Mit freundlichen Grüßen aus der Normandie


    Peter

    Guten Abend ans Forum,


    bei den Beförderungsrichtlinien für Heeres-Offiziere gab es solche für planmäßige und solche für vorzugsweise Beförderungen.

    Ohne hier zu diesem Thema weiter in eine andere Diskussion einzusteigen: vorzugsweise konnte ein Leutnant nach 6 Monaten bzw. 12 Monaten zum Oberleutnant befördert werden.

    Der Krieg machte es möglich.


    Mit freundlichen Grüßen aus der Normandie


    Peter

    Guten Tag ans Forum und an Thilo,


    die NSBO (NBO) wurde doch schon 1935 aufgelöst, also lange Jahre bevor es französische Zwangsarbeiter in Deutschland gab.

    Danach übernahm die Deutsche Arbeitsfront (DAF) die Aufgaben der NSBO (NBO).

    Einen Nachrichten-Beschaffungsoffizier (auch NBO) vermag ich nicht mit einem zwangsweisen Krankentransport-Kraftfahrer in Verbindung zu bringen.

    Ich glaube, dass sich die hier angefragte Abkürzung NBO immer noch im Nebel der Geschichte verbirgt.


    Die Angaben von "Nic" zum geschilderten Sachverhalt, scheinen sich auf Dokumente zu stützen. Könnten die nicht mal hier ins Forum eingestellt werden?

    Wäre wohl angebracht, dieses NBO mal auf einem Schriftstück zu sehen. Nicht, dass es doch ein BDO oder sonst eine Abkürzung ist.



    Mit freundlichen Grüßen aus der Normandie


    Peter

    Guten Tag ans Forum und an den Anfragenden,


    sieht man auf den Fotos überhaupt Heeressoldaten ohne Schulterklappen? Oder kann man die Klappen wegen der schlechten Bildqualität nur nicht klar erkennen, weil sie in feldgrauer Uniform-Farbe gefertigt worden sind?

    Wo sind die Foristen mit den Adleraugen?


    Mit freundlichen Grüßen aus der Normandie


    Peter

    Guten Tag ans Forum und an Hansjörg,


    mit den konkreten Angaben zu den Einheiten des Vaters,dürfte die Frage zu den Metallabzeichen mit dem gotischen "A" und der Bedeutung als "Aufklärung..." geklärt sein.

    Der Hinweis auf die "Führereserve" müsste auch gleichzeitig der Hinweis darauf sein, dass der Vater Offizier war. Die goldmetallfarbenen "A" sprechen ebenfalls für den Offizier.

    Denn als Mannschafts- oder Unteroffiziersdienstgrad hätte der Vater silbermetallfarbene Buchstaben gehabt.


    Mit freundlichen Grüßen aus der Normandie


    Peter

    Guten Tag ans Forum und an den Anfragenden,


    wenn die betreffende Person ein ziviler französischer Zwangsarbeiter im Rahmen der Kollaboration des Reiches mit der Vichy-Regierung war, so wäre hier die zuständige französische Organisation der "Service du travail obligatoire (STO, gleich "Pflichtarbeitsdienst") gewesen. Auf Anforderung entlassen, weil er in Paris gebraucht wurde, könnte auch auf Anfrage der französischen STO erfolgt sein, also durch keine deutsche Organisation.

    Die Abkürzung NBO ist mir leider nicht bekannt. Spekulieren möchte ich nicht.

    Ist es möglich konkretere Angaben zu dem "französischen Zwangsarbeiter" zu machen?


    Mit freundlichen Grüßen aus der Normandie


    Peter

    Guten Abend ans Forum und an den Anfragenden,


    die im Wehrpass vorhandenen gotische "A" als Metallabzeichen, gehören auf die Schulterstücke einer Heeresuniform.

    Das "A" könnte für "Aufklärung..."oder "Ausbildung..."gestanden haben.

    Möglicherweise hat sich der Vater die Abzeichen als Erinnerungsstücke nach dem Krieg selbst in seinem Wehrpass befestigt.

    Etwas Amtliches war das nicht.


    Mit freundlichen Grüßen aus der Normandie


    Peter

    Guten Tag ans Forum,


    während der Völkerbundzeit 1919-1935 waren die Ordnungskräfte des Saargebiets dreigeteilt. Es gab die Landjägerei für die Landgebiete mit olivfarbenen Uniformen, die staatliche Schutzpolizei für Saarbrücken in blauen Uniformen, und die Kommunalpolizeien für die Städte, ebenfalls in blauen Uniformen. Der Uniformschnitt entsprach dem der preußischen Polizeiuniformen.


    Bei der Saarabstimmung am 13.01.1935 sprachen sich 90 % der Saarländer für eine Rückgliederung des Saargebiet ans Deutsche Reich aus. Daraufhin fielen am 18.02.1935 die Zollschranken zwischen dem Saargebiet und dem Reich. Mit Datum vom 01.03.1935 kam das Saaargebiet dann offiziell zu Deutschland. Für die Polizeiformationen bedeutete das erst einmal, dass sie ihre bisherigen Uniformen weiter trugen. Allerdings wurden die Abzeichen des Saargebiets gegen damals im Deutschen Reich bei Polizeien getragene ausgetauscht. Beispielsweise wurde das gotische "S" an den Schirmmützen der Landjägerei des Saargebietes entfernt und gegen den Reichshoheitsadler ausgetauscht.


    Das hier nun ins Forum eingestellte Foto kann wegen der Uniformen und der festgehaltenen Situation im März 1935 aufgenommen worden sein.

    Auf Schwarzweißfotos ist eine zweifelsfreie Farbzuordnung immer so eine Sache. Der zweite deutsche Polizist von links, dürfte ein Angehöriger der Landjäger sein. An seiner Schirmmütze befindet sich kein gotisches "S" mehr, aber auch noch kein Reichshoheitsadler. Uniformabänderungen konnten in Übergangszeiten dauern. Der vorletzte deutsche Uniformierte auf der rechten Bildseite trägt keine Polizeiuniform, sondern die der SS mit dem Rang eines Sturmmannes.

    Der ganz links stehende Polizeiangehörige scheint eine "Wintermütze" (mit Reichshoheitsadler) zu tragen, wie sie in Preußen von Landjägern getragen wurde. Für das Saargebiet fehlen mir Tragevorschriften für solch eine Kopfbedeckung.

    Der ganz rechts stehende Polizeiangehörige trägt eine "Klappmütze" (mit Reichshoheitsadler) nach preußischem Stil. Wegen der Doppellitze am Uniformrock dürfte es sich um einen Polizeioffizier handeln. Auch zu dieser Kopfbedeckung fehlt mir eine saarländische Tragevorschrift.


    Für meinen kurzen Wortbeitrag habe ich eigene Literatur ausgewertet, aber hier nicht als Literaturliste wiedergegeben.


    Mit freundlichen Grüßen aus der Normandie


    Peter

    Guten Abend ans Forum und an Markus.


    ist "CIP N" gemeint?

    Wenn ja, ist es das gültige Beschusszeichen der C.I.P., d.h. der Commission Internationale Permanente (C.I.P.) pour l'epreuve des armes à feu portatives.

    Auf Deutsch heißt das: Ständige Kommission für die Prüfung von Handfeuerwaffen, kurz C.I.P.

    Das "N" steht zusätzlich für einen Normalbeschuss.

    Hier der Link zur C.I.P. :

    https://www.cip-bobp.org/de/


    Mit freundlichen Grüßen aus der Normandie


    Peter

    Guten Tag ans Forum und an Micha,


    was professionelle Propaganda-Fotos betrifft, so hatten die Deutschen ihre Propaganda-Kompanien und die Amerikaner ihr Signal-Corps.

    Gehe daher davon aus, dass dieses Profi-Foto von den Kindersoldaten ebenfalls von Angehörigen des US-Signal-Corps gemacht worden ist und

    es deshalb noch in einem amerikanischen Archiv zu finden sein dürfte.


    Mit freundlichen Grüßen aus der Normandie


    Peter

    Guten Abend ans Forum und an Daniel,


    bei Klemp ist als Quelle die Sammlung (276) von Primavesi im Landesarchiv NRW, Abteilung Westfalen in Münster genannt.

    Alexander Primavesi (+) war Kriminalbeamter und hatte sich intensiv mit den Kriegsverbrechen Dortmunder Polizeibeamter als Angehörige von Polizeieinheiten befasst.

    Er war wohl ein akribischer Ermittler.

    Ich weiß nicht, was sich hinter der aufgeführten Quelle verbirgt. Aber Quellen sich dafür da, sich ggf. mit ihnen zu befassen.

    Ansonsten ist mir das Polizei-Bataillon 20 nicht geläufig.


    Mit freundlichen Grüßen aus der Normandie


    Peter

    Guten Tag ans Forum und an "Gunner" Ulrich,


    Sabotage im Rüstungsbereich fand meines Wissens nach nicht nur gegen Ende des Krieges statt, sondern schon vorher und ab Beginn.

    Und wie wird ein Materialfehler als Sabotageakt von einem solchen aus anderen Gründen abgegrenzt? Hat der Gutachter außer dem zitierten "wohl absichtlich" tatsächlich auch das Wort Sabotage o.ä. benutzt?


    Mit freundlichen Grüßen aus der Normandie


    Peter

    Guten Tag ans Forum und an den Anfragenden,


    von den Sowjets konnten deutsche Beutewaffen offiziell mit einem "X", d.h. mit einem russischen Andreaskreuz, als solche gekennzeichnet worden sein

    Das bedeutete soviel, dass diese Beutestücke bewaffneten deutschen Organen in der Sowjetischen Besatzungszone, der späteren DDR, von den Sowjets zur Verfügung gestellt worden waren.

    So gekennzeichnete Waffen gelangten nach der Wende auf den legalen Waffensammlermarkt.

    Das "H" mit Adler auf dem Schaft bedeutet übrigens, dass es sich um eine Waffen des Heeres handelte.


    Mit freundlichen Grüßen aus der Normandie


    Peter

    Guten Tag ans Forum und an den Anfragenden,


    der militärische Abnahmestempel (WaA) "280" des Heereswaffenamtes war wie folgt belegt:

    -ERMA, für K98k , 1936-1942

    -Feinmechanische Werke Erfurt (ERMA), für K98k mit Code "ax", 1940/41

    -Mauser Werk Borsigwalde, für K98k mit Code "S/243", 1937/38 und Code "243", 1938

    -J.P.Sauer Suhl, für K98k mit Code "ce", 1942-1944.


    Noch eine Verständnisfrage an Markus: Was genau meinen Sie in Ihrer Anfrage mit "...in einem System 237..."?

    Meinen Sie damit den Herstellercode für die Berlin-Lübecker-Maschinenfabrik?


    Mit freundlichen Grüßen aus der Normandie


    Peter

    Guten Tag ans Forum,


    auf französischen Abbildungen aus dem Ersten Weltkrieg , kann man das MG-Chauchat als Infanteriewaffe sehen.

    Mir sind für diese Waffe drei verschiedene Kaliber bekannt. Das französische Modell 1915 hatte das Kaliber 8x50mm R Lebel mit einem 20-Schuss-Kurvenmagazin.

    Die belgische Version gab es im Kaliber 7,65x53,5mm.

    Das Modell 1918 des im Ersten Weltkriegs in Frankreich eingesetzt gewesenen US-Expeditions-Korps verfügte über das Kaliber .30-06 Springfield.

    Als deutsche Beutewaffe des Zweiten Weltkriegs habe ich das MG-Chachat in meiner LIteratur nicht aufgelistet gesehen.


    Mit freundlichen Grüßen aus der Normandie


    Peter

    Guten Tag ans Forum und an den Anfragenden,


    beim deutschen Überfall auf Polen fügten die polnischen Luftstreitkräfte der deutschen Luftwaffe zwar auch Verluste zu, verloren aber selbst auch viel Fluggerät. Am 17.September 1939 erfolgte wohl ein polnischer Befehl, dass die noch verbliebenen polnischen Flugzeuge nach Rumänien geflogen werden sollte. Ca. 80 polnischen Flugzeugen soll diese Flucht vor den Deutschen nach Rumänien gelungen sein.

    Die Rumänen setzten diese polnischen Flugzeuge dann später im Rahmen ihres Kampfbeitrages gegen die Sowjetunion ein, außer den wenigen polnischen Flugzeugen, denen von Rumänien aus die weitere Flucht nach Großbritannien gelungen war.

    Das ist das wenige, was ich zur Lösung des "Rätsels" beitragen kann.

    Eine Literaturempfehlung kann ich nicht geben.


    Mit freundlichen Grüßen aus der Normandie


    Peter

    Guten Abend ans Forum und an Sven,


    mir ist aufgefallen, dass es Volkssturm-Bataillone mit oder ohne Feldpostnummern gegeben hat. Außerdem war die Bezeichnung von Volkssturm-Bataillonen unterschiedlich, so mit Namen oder mit Zahlen. oder mit anderen Zusätzen.

    Aber wem sag ich das. Volkssturm-Bataillone scheinen zum "Erringen des Endsieges" von regionalen oder örtlichen nationalsozialistischen Funktionären auch als eine Art Privatarmee/Leibgarde/ Prestigeangelegenheit quasi zum Hofstaat gehört zu haben.

    Was ich nicht kenne, ist eine eine Ausarbeitung über alle der wohl 700 verschiedenen Volkssturm-Bataillone. Im "Axis-History-Forum" gibt es eine offensichtlich eine unvollständige Aufstellung von Volkssturm-Bataillonen, die eine Feldpostnummer hatten, inklusive Literatur-Liste.

    Sven das "z.b.V. 10/18" habe ich in dieser Liste nicht entdeckt. Will nicht hoffen, etwas übersehen zu haben. Viel Erfolg bei Deiner "Sisyphusarbeit".


    Mit freundlichen Grüßen aus der Normandie


    Peter

    Guten Abend ans Forum und an den Anfragenden,


    eine Vertrauensperson (VP) ist ein Informant sein, der für die Polizei, einen Geheimdienst oder eine sonstige Sicherheitsbehörde arbeitet.

    Auf dem Bild sind aber außer dem Stück eines Zivilisten zwei für mich normal wirkende Luftwaffen-Soldaten zu sehen.

    Einen Zivilisten auf einem Bild mit Soldaten dann irgendwie pauschal als VP zu deklarieren ("...da wird gesagt, es handele sich um V-Leute.") halte ich für sachlich gewagt.

    Denn der Zivilist auf dem Bild kann ein "Zaungast" sein, ein Wichtigtuer, ein Denunziant, ein ziviler Angehöriger einer anderen Sicherheitsbehörde oder...

    Mit VP trifft man sich normalerweise konspirativ und nicht fotowirksam in aller Öffentlichkeit, um die VP nicht "verbrennen" zu lassen.


    Mit freundlichen Grüßen aus der Normandie


    Peter