Posts by Danuser

    Guten Tag ans Forum


    auf dem Foto ist ein Angehöriger des Sicherheits- und Hilfsdienstes (SHD) mit Mannschaftsdienstgrad zu sehen.

    Die Kopfbedeckung wird bei Nimmergut im Katalog von 1978 als Tuchmütze 1940-1942 bezeichnet.

    Zum SHD gehörte auch der Einsatzbereich Instandsetzung, dessen Tätigkeitsabzeichen das abgebildete gotische "I" war.


    Männliche Angehörige des SHD waren ältere Semester, normalerweise nicht jünger als Jahrgang 1901, oft mit

    körperlichen Leistungseinschränkungen.

    SHD-Einheiten waren in den zivilen Luftschutz eingebunden.


    Mit freundlichen Grüßen aus der Normandie


    Peter

    Guten Tag ans Forum, besonders an Daniel,


    Daniel, wie lautet dann des Rätsels Lösung für das Bataillon.

    Marc ging ja 2014 vom Polizei-Bataillon 311 aus.

    Hat sich das bewahrheitet?


    Mit freundlichen Grüßen aus der Normandie


    Peter

    Guten Tag ans Forum und besonders an die beteiligten Polizei-Spezialisten,


    habe in meinem bescheidenen Archiv insgesamt drei bzw. vier verschiedene Kordas gefunden, davon einen im RMBliV Nr. 35, vm 01.09.1943.

    Dieser Hauptmann der Schutzpolizei KORDA gehörte der Polizeiverwaltung Dresden an und wurde in der genannten Quelle aufgeführt, weil

    er zum Major der Schutzpolizei befördert worden war.

    Habe außerdem mal eine Auflistung von Lehrern und Hilfslehrern der Polizeischule Münster zwischen 1921 und 1935 durchgesehen.

    Hierin ist ein Korda nicht aufgeführt. Möglicherweise war er ja als Schüler oder in einer anderen Funktion an der Schule in Münster.

    Gehe mal davon aus, das der damalige Anfragende i. S. Korda sich in der Zwischenzeit anderweitig Erkundigungen über seinen Opa

    eingeholt hat.


    Mit freundlichen Grüßen aus der Normandie


    Peter

    Guten Tag ans Forum und an den Anfragenden,


    gehört die abgebildete Karte zum Bestand des Deutsch-Russischen Digital-Archivs?

    Falls ja, würde es sich doch bestimmt lohnen, sich intensiv in der betreffenden Akte oder den betreffenden Akten einzulesen.


    Mit freundlichen Grüßen aus der Normandie


    Peter

    Guten Tag ans Forum und an den Anfragenden,


    oft steht auf den Rückseiten von Fotos ein Datum oder ein sonstiger Hinweis.

    Dann könnte man die Motive mit den dokumentierten Aufenthalten des Pionier-Bataillons 630 vergleichen.

    Dieses nur als kleiner Hinweis.


    Mit freundlichen Grüßen aus der Normandie


    Peter

    Guten Tag ans Forum,


    die Beteiligung von Angehörigen des Polizei-Bataillons 307 PB 307) am Holocaust, an Kriegsverbrechen und an Mordaktionen im Osten ist in verschiedenen Publikationen dokumentiert worden.

    So gibt Klemp eine Opferzahl von 10.550 Personen an, für die das PB 307 verantwortlich sei.

    Der Fund der sterblichen Überreste in Brest im Januar 2019 ist neu, das Wüten des PB 307 in Brest jedoch nicht.

    Auch über die im Artikel noch genannte Nürnberger Polizei-Kompanie ist bereits geforscht worden.

    Hierzu empfehle ich folgendes Heftchen: Tobias, Jim G.: "Ihr Gewissen war rein; sie haben es nie benutzt". Die Verbrechen der Polizeikompanie Nürnberg. Hefte zur Regionalgeschichte. Nürnberg 2005.


    Mit freundlichen Grüßen aus der Normandie


    Peter

    Guten Tag ans Forum,


    die Fristen für die Umsetzung der neuen Beschilderung wurden in der Praxis tatsächlich großzügig verlängert.

    Johann Heinrich hat das bereits erwähnt.

    Das nun beigefügte Foto zeigt einen Meister der Gendarmerie mit Familienangehörigen in Fleethsee (Schleswig-Holstein). Die Aufnahme stammt vom 06. September 1942.

    Man achte auf das Dienststellenschild hinter dem Gendarmen, das noch zur Landjägerei des Freistaats Preußen aus der Weimarer Zeit stammt.

    Wie sagt der Altmeister Goethe so treffend: "Grau, teurer Freund, ist alle Theorie [...]"

    Und Goethe kannte sich in der Bürokratie aus.


    Mit freundlichen Grüßen aus der Normandie


    Peter

    Guten Tag ans Forum und besonders an Sven,


    rechts unten auf der Tüte lese ich den Namen als "Mr. Lantz".


    Bei der Identifizierung des Küstenortes ist zu bedenken, dass die Bretagne über 1.200 Küstenkilometer verfügt.

    Ich weiß nicht, wie viele der über 1.200 bretonischen Gemeinden an der Küste liegen, aber einige dürften es schon sein.

    Das abgebildete Fachwerkhaus könnte so auch in einigen Teilen der Normandie stehen.

    Na, vielleicht kann ja doch ein Forumsmitglied die Aufnahmen verorten.


    Mit freundlichen Grüßen aus der Normandie


    Peter

    Guten Tag ans Forum,


    noch eine kleine Ergänzung zu Hennings:


    Reitlehrgänge an der Polizei-Reitschule in Rathenow gemäß Runderlass der RFSSuChdDtPol im RMdI vom 15.05.1941 - O-Kdo I O (5) 80 Nr. 74/41,

    in RMBliV1941, Nr.21, S. 832 h f.

    Hier: 5. Offizier-Reitlehrgang vom 04.06.1941 – 29.11.1941.

    Hierzu ist u.a. abzuordnen:


    ·         Anton Hennings, Leutnant der Schutzpolizei, Polizeiverwaltung Berlin.


    Mit freundlichen Grüßen aus der Normandie


    Peter


    Guten Abend ans Forum und den Anfragenden,


    der polizeiliche Werdegang des Großonkels ist insofern lückenhaft, da vor allem die Kriegszeit zwischen 1943 bis 1945 fehlt.

    Nach den von Ihnen gemachten Angaben war Ihr Verwandter Berufspolizist und wurde wohl durchgehend als Nachrichtentechniker o.ä. verwendet.

    Während seiner Zugehörigkeit zur Polizeiverwaltung Hamburg wurde er dort 1940-1941 im behördlichen Nachrichtenwesen verwendet.

    Vor allem bei den Polizeipräsidien wie in Hamburg, gehörte zum Kommando der Schutzpolizei eine Nachrichten-Staffel oder wie in Hamburg eine Nachrichten-Bereitschaft.

    Aus Ihren Angaben ist außerdem ersichtlich, dass Ihr Großonkel offensichtlich im auswärtigen Polizeieinsatz war. Es ist nicht ersichtlich, ob seine auswärtige Einheit nur die

    Polizei-Nachrichten-Kompanie z.b.V. war oder noch andere Nachrichteneinheiten bei einem Polizei-Bataillon oder einem Polizei-Regiment oder bei einer auswärtigen stationären

    Polizei-Einrichtung, wie einem Inspekteur der Ordnungspolizei, einem Befehlshaber der Ordnungspolizei usw.

    Es ergeben sich viele Möglichkeiten.


    Beim Hauptpolizisten, diesen Dienstgrad gab es nur im Hamburg der Britischen Besatzungszone in der Nachkriegszeit, befinden wir uns dann bereits außerhalb des Dritten Reichs.


    Viele von den Polizeispezialisten im FdW verfügen über umfangreiches Archivmaterial aus der Zeit des Dritten Reichs, inklusive Personalien.


    Wenn Sie Ihre Chancen auf konkrete Auskünfte über Ihren Großonkel merklich steigern wollen, wären seine Personalien für die Polizeispezialisten sehr hilfreich.


    Mit freundlichen Grüßen aus der Normandie


    Peter

    Guten Tag ans Forum und besonders an J. H.,


    gibt es außer dem Zeitungsartikel in der damals gleichgeschalteten Presse noch andere Quellen?

    Durch den Eintrag beim Volksbund wird der Tod des genannten Soldaten dokumentiert, aber nicht die Todesursache.


    Mit freundlichen Grüßen aus der Normandie


    Peter

    Guten Tag ans Forum und an die Anfragende,


    mir ist nicht bekannt, ob die hier angesprochenen Erkennungsmarken pauschal oder für einen einzelnen Wehrmachtszweig, zum Beispiel das Heer,

    vom "Markt" genommen wurden.

    Eher im Gegenteil, denn es gab ja nach dieser Vorschrift aus Oktober 1940 Änderungen und Neuerungen.

    Der totale Krieg bedeutete ja auch den totalen Personaleinsatz gerade von Frauen als Wehrmachtshelferinnen bei allen Teilstreitkräften.

    Und gerade diese Helferinnen erhielten wohl ab 1941/42 andere Marken.

    Warum also Marken aus allen Nummernbereichen, die vorschriftsmäßig zur Weitervergabe an die Ausgabestelle zurückgereicht werden mussten, dann nicht

    an Soldaten ausgeben? Denn auch andere Helferinnen brauchten diese Marken dann nicht mehr, weil sie ja andere bekamen.

    Das hätte nichts mit strengen oder lasch gehandhabten Ausgaberichtlinien zu tun, sondern mit den tatsächlichen Veränderungen bei der laufenden Ausgabe.

    Sehe ich als Pragmatismus an, der in der Summe den Ausgabevorschriften entsprach.


    Mit freundlichen Grüßen aus der Normandie


    Peter

    Guten Tag ans Forum,


    im "Braunwelsch" der Nationalsozialisten war die Gefolgschaft das, was als Belegschaft bekannt ist.

    Die Gefolgschaftsmitglieder waren also die Angestellten und Arbeiter eines Industriewerks in der Wirtschaft.

    Um diesen Bereich geht es bei der Anfrage in Sachen Erkennungsmarken nicht.


    Im militärischen Bereich gab es das Wehrmachtsgefolge..

    Deren Gefolgschaft waren als Nichtkombattanten innerhalb der Wehrmacht zum Beispiel Arbeiter, Angestellte, Stabs- und Bürohelferinnen beschäftigt.


    Wie die Kombattanten auch, d.h. wie die Soldaten, erhielten diese Gefolgschaftsmitglieder der Wehrmacht ebenfalls Erkennungsmarken.

    Frühe Marken der Gefolgschaftsmitglieder der Wehrmacht waren für deren Träger in zwei Versionen beschriftet:

    • Vorname, Name, Wohnadresse komplett mit Ort und Straße,
    • Name, Vorname, Geburtsdatum, Wohnort nur mit Ortsangabe.

    Ab Ende August 1939 verausgabte man nun an die Gefolgschaftsmitglieder Marken mit den betreffenden Einheits- oder Dienststellenkürzeln der

    Wehrmacht und Markennummern über 500.

    Warum über 500? Um Verwechselungen mit Soldaten und Wehrmachtsbeamten, also mit Kombattanten, zu vermeiden, die Marken nach dem

    gleichen Muster erhielten.

    Im Mai 1940 wurden die Bestimmungen aus 1939 dann abgeändert und die Markennummer musst höher als 1.000 sein.

    In den Fällen, bei denen mehr als 1.000 Kombattanten bei der Markenausgabe zu berücksichtigen waren, fingen die Nummern der

    Gefolgschaftsmitglieder (der Nichtkombattanten) sogar erst ab 5.000 an.

    Schieden Gefolgschaftsmitglieder aus ihren zivilen Mitarbeiterverhältnis bei der Wehrmacht aus, mussten deren Marken an ihre

    Nachfolger weitergegeben werden. Soweit die Bestimmungen speziell für das Heer der Wehrmacht.

    Auch bei der Luftwaffe der Wehrmacht gab es für deren Gefolgschaftsmitglieder Erkennungsmarken. Dort stand aber vor der Markennummer der Buchstabe "A".


    Das Thema Erkennungsmarken könnte man nun noch auf Gefolgschaftsmitglieder von Wehrmachtsgefolge ausweiten, die nicht bei der Wehrmacht beschäftigt waren,

    wie zum Beispiel auf das DRK oder auf den RAD.

    Nicht zu vergessen die Besonderheiten der Wehrmachtshelferinnen bei Heer, Luftwaffe, Marine und des Helferinnenkorps der Waffen-SS, deren Erkennungsmarken-Vorschriften

    späteren Datums waren.


    Zum Thema empfehlen ich folgende Literatur: Höidal, Jean: Deutsche Erkennungsmarken des Zweiten Weltkrieges. Norderstedt 1999.


    Mit freundlichen Grüßen aus der Normandie


    Peter

    Guten Tag ans Forum und an den Anfragenden,


    im bundesdeutschen Strafrecht gibt es Verjährungsfristen, die Strafverfolgung und Strafvollstreckung mit einbeziehen.

    Ich weiß zwar nicht welche Straftat Hans 1941 begangen hatte, aber ein Kapitaldelikt scheint es ja wohl nicht gewesen zu sein.

    Da Jugendliche oft Diebstahls- und Körperverletzungsdelikte begehen bzw. begangen haben, so dürfte zu BRD-Zeiten ein solches Delikt von 1941 deutlich verjährt gewesen sein.

    Hans hätte vor allem auch nicht nachträglich dafür eingesperrt werden können.


    Auch bei der juristischen Nachbereitung einer Straftat nach Rückkehr aus der Gefangenschaft, käme es auf Verjährungsfristen und den Bearbeitungsstand des Strafverfahrens an.

    Aus russischer Kriegsgefangenschaft kamen Soldaten teilweise ja erst Mitte der 1950er Jahre zurück.


    So die Justiz fremd vollstrecken lassen wollte (hier durch die Wehrmacht) oder fremd vollstrecken gelassen hat (möglicherweise sogar durch eine Einlieferung ins Konzentrationslager),

    bestand für die Justiz ja auch nicht wirklich mehr ein Interesse an der Vollstreckungskontrolle, bzw. aus Lagerebereich gab es keine Rückmeldungen.


    Mit freundlichen Grüßen aus der Normandie


    Peter

    Guten Tag ans Forum und an Dieter,


    das SS-Polizeiregiment(SS-PR) 9 soll im August 1944 zerschlagen worden sein.

    Die Reste seines I. und II. Bataillons sollen zum III. / SS-PR 16 gekommen sein.

    Mit Verfügung vom 29.Januar 1945 soll dann allerdings das "Südtiroler" Polizeiregiment "Alpenvorland"

    in SS-PR 9 umbenannt worden sein, warum auch immer.

    Diese Einheit befand sich im Kampfeinsatz in Norditalien, wobei im Januar 1945 das I. Bataillon dieser

    Einheit beim Kampf mit Partisanen zerschlagen worden sei.

    Da für das SS-PR 9 (vormals PR "Alpenvorland") nach Januar 1945 keine Ortsveränderungen aufgeführt worden sind,

    dürfte es wohl weiterhin im" Gebirge" Norditaliens verblieben sein.

    Als Quelle beziehe ich mich auf das bekannte und in unseren Kreisen verbreitete Buch von Michaelis,


    Dieter, wenn "Dein" Otto Schroeder erst am 17.März 1945 zum I./SS-PR 9 abgeordnet wurde, so kann er eigentlich

    nur bei den "Alpenvorländern" in Norditalien gelandet sein.


    Mit freundlichen Grüßen aus der Normandie


    Peter

    Guten Tag ans Forum und besonders an Dieter,


    ohne jetzt tiefer in das Thema "SS-Pol.-Reiter-Abt.III" eingestiegen zu sein, so meine ich, dass diese Einheit Ende 1944 aufgelöst wurde.

    Wurde sie etwa aus dem von Dir dokumentierten Einsatz herausgezogen, um aufgelöst zu werden oder gab es einen anderen Grund?


    Mit freundlichen Grüßen aus der Normandie


    Peter

    Guten Abend ans Forum und besonders an Matthias,


    habe die Indizes meiner einschlägigen Literatur mal durchgesehen und eventuell weiterführende Kapitel mal angesehen.

    Habe weder was über einen HSSPF Finnland gesehen, noch einen Hinweis auf einen Zusammenhang zwischen dem HSSPF Norwegen und

    einer Tätigkeit in oder für Finnland erlangen können.

    Entweder habe ich mit HSSPF den falschen Suchbegriff gewählt oder was gesucht wird lässt sich ggf. nur auf einem anderen Weg finden.


    Mit freundlichen Grüßen aus der Normandie


    Peter

    Guten Tag ans Forum und besonders an Dieter,


    viel kann ich nicht beisteuern, aber immerhin dieses:


    • Ministerialblatt vom 11.11.1937: Major der Schutzpolizei SCHABER wurde von der Polizeiverwaltung (PV) Mannheim zur PV Essen versetzt.
    • Ministerialblatt vom 08.02.1939: Major der Schutzpolizei SCHABER, PV Essen, wurde zum Oberstleutnant der Schutzpolizei ernannt.

    Mit freundlichen Grüßen aus der Normandie


    Peter

    Guten Tag ans Forum,


    hier einige Aspekte zum Nationalsozialismus und "seinem" Reichsnährstand:


    Mit der landwirtschaftlichen Berufsorganisation „Reichsnährstand“ und der Agrarmarktordnung, sahen die Bauern ihre wirtschaftspolitischen Wünsche im Nationalsozialismus, wie keine andere soziale Gruppe, durch die

    nationalsozialistische Landwirtschaftspolitik erfüllt. Diese Politik wurde von zwei Prinzipien geleitet:

    · Erhaltung und Stärkung der Bauern aus bevölkerungspolitischen Gründen

    · Steigerung der landwirtschaftlichen Produktion, um aus kriegswirtschaftlichen Gründen eine autarke Nahrungsmittelversorgung zu erreichen(„So viel Butter wie nötig, so viele Kanonen wie möglich“).

    Die nationalsozialistische Landwirtschaftspolitik stand übrigens in der Tradition der deutschen Agrarpolitik überhaupt: Förderung großer Landwirtschaftsbetriebe gegenüber klein- und mittelbäuerlichen Betrieben.

    Großbetriebe konnten ihre Produkte optimaler erzeugen als kleinere, in denen man zur Verbesserung seines Einkommens schwerer und länger arbeiten musste als bei den großen der Branche.

    Zwar war der Bauer ein „ideologisches Lieblingskind“ des nationalsozialistischen Regimes, doch wurde die ökonomische Notwendigkeit der versorgungsmäßigen Autarkie wegen der Kriegswirtschaft über die Ideologie gestellt.

    Die Ideologie von der „landwirtschaftlichen Erzeugungsschlacht“ wurde folgerichtig durch die Nationalsozialisten propagiert.


    Im Rahmen der nationalsozialistischen Landwirtschaftsideologie ist noch kurz die „Erbhofpolitik“ zu erwähnen.

    Durch das Reichserbhofgesetz sollte ein Bauernhof quasi als landwirtschaftliches Erbe durch nur einen Bauern möglichst großflächig erhalten bleiben, also im Erbfall zum Beispiel keine Landabgabe an Geschwister und damit Zersplitterung des Hofes in weitere kleinere (überlebensunfähige) Bauernbetriebe. Wie es Hermann Göring ausdrückte, sollten die Bauernhöfe „vor Überschuldung und Zersplitterung im Erbgang“ geschützt werden.

    Um diesen Exkurs an dieser Stelle zu beenden: letztlich kann die agrarische Blut-und-Boden-Ideologie des Nationalsozialismus mit der Erbhofgesetzgebung als gescheitert angesehen werden.

    Der Strukturwandel des landwirtschaftlichen Sektors ließ sich so nicht aufhalten, geschweige dann zurückdrehen. Der Agrarsektor konnte so nicht aus dem ökonomischen Gesamtzusammenhang herausgelöst werden, wie es den ideologischen Vorstellungen entsprochen hätte. Auch die Landwirtschaft ist ein Industriezweig.


    Ganz oben ist erwähnt, dass die Bauern ihre Wünsche erfüllt sahen. Doch vollumfänglich ergeben sich Einschränkungen durch die niedrigen Lebensmittelpreise, welche die bäuerlichen Einkommensvorstellungen schon dämpften

    und die durch staatliche Investitionshilfen nicht völlig ausgeglichen werden konnten. Wer sein Brot als Agrararbeitskraft verdienen musste und sein Auskommen durch zu wenig Verdienst gefährdet sah oder gefährdet wusste, der wechselte zum Beispiel als Arbeiter in die besser bezahlende Rüstungsindustrie.

    Dieser Landflucht ihrer Arbeitskräfte stand auch der „Reichsnährstand“ als Berufsorganisation der Bauern ohne wirksamen Schutz gegenüber.

    Wer in die Fabrik gehen wollte, der konnte es auch tun.


    Mit freundlichen Grüßen aus der Normandie


    Peter

    Guten Tag ans Forum,


    zur Großen Polizeiausstellung Berlin (GPA) 1926 ist 1927 ein Bildband unter Mitwirkung des

    Preußischen Ministeriums des Innern herausgegeben worden.

    Aus diesem Buch stelle ich mal die 1925 gedruckten Werbeplakate ins Forum.

    Die Handstellung hierauf ist markant und weist meiner Meinung nach keine Ähnlichkeit mit

    der des "Holz-Polizisten" auf.

    Der Polizeistern auf dem Rednerpult von Carl Severing war ebenfalls ein "Markenzeichen"

    der GPA Berlin 1926. Dieses "Markenzeichen" ist auf dem Foto von ZAG nicht zu sehen.

    Vermutlich hat der abgebildete "Holz-Polizist" nichts mit der GPA Berlin 1926 zu tun, sondern

    dürfte sich auf ein anderes zeitgleiches/zeitähnliches öffentliches Ereignis aus dem Polizeibereich beziehen.


    Mit freundlichen Grüßen aus der Normandie


    Peter

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