Posts by Sergei

    Hallo Ingo,


    Vielen Dank, aber ich denke nicht, dass es hier zutreffend ist. Bei der Beschreibung der Kampfhandlungen geht es um die Verteidigungskämpfe im Kessel Demjansk.


    Gruss,
    Sergei

    Hallo an alle,


    ich brauche Hilfe. In einem Buch über den Einsatz der Infanterie der Wehrmacht aus 1942 bin ich auf folgenden Satz gestossen:


    "Das Bataillon wird ostwärts vom Dorf in K.- und M.-Reihe eingesetzt".


    Was kann es auf Deutsch heissen?


    Gruss,


    Sergei

    Hallo an alle,


    Es ist schon eine Seltenheit fuer die Rote Armee, dass ueber eine eizelne Division ein Doku-Film zeitgleich gedreht wurde, aber sowas gibt es ueber die Division meines Grossvaters. Das war zunaechst die 3. Moskauer kommunistische Freiwilligendivision, die spaeter 130. Schuetzen-Division und 53. Garde-Division hiesst.


    Ab 10:28 geht es da um den Einsatz bei Demjansk, und ab 16:17 ueber die Kaempfe im Sommer 1942 an der Suedfront des Kessels Demjansk, zu denen ich hier gerade recherchiere:



    Gruss,
    Sergei

    Hallo an alle,


    Von der russischen Seite werden Immer mehr Dokumente (endlich nicht mehr geheim!) zu den einzelnen Verbänden ins Netz gestellt. So wurden auch endlich das Kriegstagebuch des Regimentes meines Grossvaters (Schützenregiment 664 der 130. Schützendivision der Roten Armee) sowie operative Meldungen der 130. Schützendivision der Roten Armee veröffentlicht.


    Nun weiss ich endlich genau (von der russischen Seite gesehen), wie es damals am 20. Juli 1942 bei Wragowo südlich von Demjansk geschah, als mein Grossvater tödlich verwundet wurde.


    Sein Batallion lag am Abend des 19. Juli 1942 am nördlichen Hang der Höhe 246.9 bei Maloje Wragowo. Am nächten Morgen um 10.00 wurde er von zwei Kugeln getroffen.


    Nun bin ich etwas unsicher, wer genau von der deutschen Seite da war. Ich vermute, das war IR 48 der 12.ID.


    Hat jemand eventuell Auszüge aus dem KTB der 12. ID bzw. IR 48 für den 18-21.Juli 1942?


    Das Kommando der 130. Schützendivision der Roten Armee meldete am 22. Juli 1942, dass die Division in den Gefechten bei Wragowo am 19.-21. durch Tote und Verwundete 1034 Menschen verloren hat, wobei die deutschen Verluste mit ca. 270 geschätzt werden (interessant, wie sie es schätzen konnten?).


    Danke im voraus für jegliche Hilfe.


    Gruss,


    Sergej

    Hallo an alle,


    die Namen der Besatzungsmitglieder der Ju-88 neben Friedrich Augustin seien etwas anders (laut dieser Publikation http://labas.livejournal.com/1146224.html
    die sich auf deren Vernehmungsprotokolle aus dem Zentralarchiv des russischen Verteidigungsministeriums beruft):

    • OGefr. Rudolf Trautwein
    • Unteroffizier Wilhelm Ennich
    • Unteroffizier Willy Kinder

    Gruss Sergei


    Schrift auf Normalgröße gesetzt, Diana

    Hallo an alle,


    Nach der Lektüre der hier veröffentlichen Akten betr. Ermittlung des Attentatsversuchs auf von Gottberg / Täter Lt. Friedrich Augustin sind bei mir doch viele Fragen offen. Ich stelle hier meine Fragen ins Forum. Eventuell könnte jemand behilflich sein. Ich wäre für jede Meinung sehr dankbar.


    1. Das Dokument stammt also vom Amt IV des RSHA Abt. A 2 (Sabotageabwehr, Sabotagebekämpfung, Politisch-polizeiliche Abwehrbeauftragte, Politisches Fälschungswesen). Es ist also kein Vernehmumgsprotokoll. An wen ist es adressiert? Oder ein internes Vermerk (auf Seite 11 wird doch berichtet, dass "die im Reich notwendigen Ermittlungen sind inzwischen eingeleitet worden")? Warum ist der Autor nicht angegeben? Wer könnte hier der Verfasser sein?


    2. Friedrich Augustin scheint ein Abenteuerer-Typ sein. Das ist auch aus seinem etwas chaotischen Werdegang auf Seite 1 ersichtlich. Er scheint echt "zu Lande - zur See - und in der Luft" (@ Erwin Albrecht) gewesen zu sein. Oder ist das ein normaler Werdegang eines jungen Offiziers?


    3. Iossif Braginskij erinnerte sich einmal, dass Augustin ihm persönlich vor Beginn der Operation bei Velikije Luli gesagt hat: "Sollte ich dabei ums Leben kommen, habe ich nur eine Bitte an Sie, bitte sagen Sie Wilhelm Pieck, dass ich in Erfüllung meiner Pflicht als Kommunist gefallen bin".
    Augustin scheint also theatralische Effekte gemocht zu haben. Auch die Szene mit der Ergebung an von Gottberg ist ein absolutes Theaterstück.
    Augustin sollte in der DDR als aktiver Antifaschist gegolten zu haben, bis das KGB an den Historiker Willy Wolf die Kopie des Briefes von Gottberg an Rosenberg, wo er die Ergebung von Augustin beschreibt, übergeben hat.
    Oder gibt es andere Meinungen dazu?


    4. Sind die Gründe, die ihn angeblich zur Ergebung bewegt haben, für Euch glaubwürdig? Warum musste er dann von Berlin (wo er schon alles verstanden hat), wo er alle Möglichkeiten hatte, sich zu ergeben, nach Minsk gehen (und zwar ausgerüstet für einen Attentat und dann ins Arbeitszimmer von Gottberg mit Granaten etc.)? Wozu dieses Risiko, wenn er doch längst alles verstanden hatte, dass er von den russischen Propagandisten und NKWD belogen wurde? Er konnte ja von der Wache Gottbergs auf der Stelle erschossen werden, ohne einmal den Mund geöffnet zu haben.


    Gruss, Sergei

    Hallo ab alle,


    Danke für die Unterstützung.


    Kann man eventuell was zum Aufenthalt von Leutnant Augustin in Sachsenhausen herausfinden?


    Oder seine Personalakten von der Luftwaffe in der Vorkriegszeit? Eventuell ein Foto?


    Das Litauische Staatsarchiv, welches seinen Vernehmungsbericht vom 14.02.1944 besitzt, wird mit hoffentlich in Kürze eine Kopie zustellen.


    Gruss,
    Sergei

    Hallo Dieter,


    Vielen Dank fuer die Quellenangabe. Im Kommentar zum Eintrag 163 steht, dass die Maschine eine Notlandung wegen Motorausfall aus unbekanntem Grund sued-oestlich von Wjasma hatte.
    Der Pilot und Beobachter (angeblich der Co-Pilot gemeint) wurden gefangen genommen, ueber das Schicksal der restlichen Besatzung keine Angaben. Als Quelle wird dabei auf das Zentrale Archiv des russischen Verteidigungsministeriums verwiesen / Akten der Aufklaerungsabt. der Westlichen Front.


    Gruss,
    Sergei

    Hallo an alle,


    Vielen Dank für die Recherchen. Der Hinweis zum Litauischen Staatsarchiv ist sehr wichtig.
    Es wäre sicherlich schön, mal ins KGB bzw. NKWD-Archiv reinzuschauen, aber das ist leicher gesagt, als getan.
    Ein Bekannter von mir bearbeitet gerade das Privatarchiv seines Schwiegervaters Iosif Braginskij, der 1941-1949 die Deutsche Abteilung der Politischen Hauptverwaltung der Roten Armee (GlavPU KA) leitete. Er hatte auch einen Ausweis vom Institut 99 (anbei).


    Er hat bereits in seinem Nachlass interessante Details gefunden und schreibt Artikel zu seinen Funden, so z.B. über die Treffen von Braginskij mit Georgij Dimitrov, Gesprächen mit Fedmarschall Paulus, über die bereits erwähnte Operation bei Velikije Luki (Weliki Luki) ( 23.Nov.42 - 20.Januar 43 ), die Braginskij eigentlich leitete (da wirkten übrigens auch Heinz Kessler udn Franz Gold mit) etc.


    https://de.wikipedia.org/wiki/Franz_Gold


    Das war eigentlich auch der erste Einsatz von Lt. Friedrich Augustin, der dafür mit der sowjet. Kriegsverdienstmedaille ausgezeichnet war.


    Über diesen Leutnant Augustin sind aber alle Angaben sehr widersprüchlich. Nach Informationen von Braginskij kam Augustin bereits im Juni 1941 in die Kriegsgefanngenschaft und er befragte ihn persönlich in Minsk. Der KGB-Major Djatlenko (er war Übersetzer bei den Vernehmungen von Paulus) behauptete in einem Brief an Braginskij, dass Augustin 1941 erst über Wjasma abgeschossen wurde, was eher mit unseren Recherchen hier übereinstimmt (8. September 1941).


    Können wir also davon ausgehen, dass es nicht zwei Leutnants der Lufwaffe mit dem Namen Friedrich Augustin geben konnte?


    Vieles ist also unklar. Wo ist also die Wahrheit und wo nur die NKWD-Masche?


    Gruss, Sergei

    Vielen Dank an alle für die Auskunft.


    Es muss der Leutnant Friedrich Augustin sein, der in die Gefangenschaft geriet, aktiv beim Nationalkomitee Freies Deutschland (NKFD) war und als sowjetischer Agent den Auftrag bekommen hat, in Berlin General Wlassow zu liquidieren.


    Bei dieser Operation sollte er sich doch freiwillig wieder den Deutschen ergeben haben. Er wollte wieder zur Luftwaffe. Augustin kam dann angeblich nach Sachsenhausen ist dort gestorben bzw. erschossen worden.


    Sein Schicksal ist nicht ganz klar. Viele Fragen sind offen.


    http://www.wiki.drafd.org/index.php?title=Friedrich_Augustin


    Wer was Näheres zur seiner Person sagen kann, wäre ich sehr dankbar.


    Gruss,
    Sergei

    Hallo zusammen,
    Hallo Dieter,


    Vielen Dank für die Hilfe und die Zusammenfassung.


    Ich habe noch den Auszug aus dem KTB der 24. Flotille bekommen, wonach die Strandung sogar am 13.10.43 gemeldet wurde. Was heisst genau "Grufü gemeldet"?


    Leider bringt es uns doch auch nicht viel weiter.


    Wo könnte man eventuell Bilder von diesem Schiff bekommen?


    Gruss,


    Sergei