Posts by Kukusek

    Ich habe da ein Beispiel, dass ein demontierter Betrieb wieder funktionierte nach dem Abtransport.
    Nach Kriegsende Mai/ Juni 45 wurde durch deutsche Kriegsgefangene in Auschwitz das Karbidwerk abgebaut und mit Zügen in die Sowjetunion transportiert.
    Durch meine Forschungen fand ich vor einem Jahr einen deutschen Ingenieur, unter dessen Leitung in Temirtau, in der Nähe von Karaganda, Kasachstan, genau dieses Werk demontiert wird. Es ist bis vor wenigen Jahren gelaufen.
    Und dieses Jahr fand ich einen ehemaligen Kriegsgefangenen, der in Auschwitz das Werk mit demontierte.
    Es ist also nicht alles am Bahnrand verrottet, wie vielfach dargestellt wird.


    Gruß
    Christian ;)

    Hallo Caedus,


    Deine Aussage Regionalbahnstrecke zwischen Zeitz und Flughafen Halle (Saale) führt leider in die Irre.
    Du kannst mit dem Zug von Zeitz nach Halle fahren und dann nach Umsteigen weiter zum Flugplatz Halle Oppin.
    Du kannst auch mit dem Zug von Zeitz nach dem Flughafen Leipzig/ Halle fahren, der ist aber in Leipzig und auch nur mit Umsteigen zu erreichen.
    Beides sind völlig verschiedene Strecken und jede etwa fünfzig bis achtzig Kilomter lang.
    Etwas genauer müßte also die Aussage schon sein.


    Gruß
    Christian ;)

    Hallo Kirill,
    Danke für Deine Antwort.
    Du sagst genau das, was ich ausdrücken wollte.


    Gibt es eine Möglichkeit, Kopien aus der Edition irgendwo zu beziehen?
    Gibt es eine Aufstellung über deren Inhalt (Anzahl der Bände, geografische Ordnung)?


    Ich wollte beim Erscheinen des Findbuches dieses beim RGWA kaufen (im Original auf russisch).
    Leider haben die mich abblitzen lassen.
    Also hoffe ich jetzt mal, das die von Dir genannte Edition nicht auch beim RGWA zu haben ist.


    Gruß
    Christian ;)

    Hallo Kirill,


    das Findbuch hat unbestritten eine Menge Arbeit gemacht.
    Es stellt auch keiner in Zweifel, dass erstmals offiziell und umfassend Angaben zu den Lagern gemacht werden.
    Aber-
    was nützen einem die Daten des Befehls zur Gründung und Schließung eines Lagers? Wann ein Lager tatsächlich bestand, ist doch von Interesse.
    Was nützen mir die Lagerkapazitäten? Die konkreten Zahlen der tasächlichen Belegung sind wichtig.
    Wieso bestehen Unterschiede in den Daten des Bestehens der Lager beim Vergleich der Lager und der Friedhöfe? Wieso können bei Nebenlagern teilweise die Standorte nicht angegeben werden? Wieso wird aus einem Hauptlager ein Nebenlager und taucht als Hauptlager überhaupt nicht mehr auf?


    Ich habe in acht Jahren Arbeit zum Lagerkomplex Karaganda verschiedene Quellen aufgetan. Diese haben mir konkretere Zahlen und andere Daten geliefert, als es jetzt das Findbuch tut. Ich hatte mich darauf gefreut, in dem Findbuch meine bisherigen Nachforschungen bestätigt zu finden. Leider ist das nicht der Fall. Das Findbuch bietet ungefähre Angaben, jedoch nicht konkrete Fakten. Ich habe meine Arbeit zum Lagerkomplex Karaganda von angesehenen Historikern prüfen lassen und es wurde mir dabei kein Fehler nachgewiesen.


    Ich hatte versucht, über die Stiftung Kontakt zu einem der Erschaffer des Findbuches zu erhalten. Aber wie so oft im Leben sind unbequeme Fragen scheinbar nicht erwünscht und werden ignoriert.
    Es tut mir leid, wenn ich diesem Werk nicht die allgemeine Hochachtung zolle und vielleicht als Nörgler angesehen werde.


    Gruß
    Christian ;)

    Hallo Helga,


    die Mehrheit der glücklichen Findbuchbesitzer betrachtet dieses Werk als neue Bibel.
    Leider ist es so, dass ich auf meinem Forschungsgebiet (Lagerkomplex Karaganda) in dem Findbuch sehr viele Ungereimtheiten gefunden habe.
    Ich habe mich mit meinen Zweifeln an Herrn Dr. Müller von der Stiftung gewandt.
    Wie aber auch schon bei vorherigen Anfragen bekam ich keine Antwort.


    Nutze einfach auch andere Quellen. Wenn drei davon das gleiche Resultat erbringen, dann kannst Du davon ausgehen, dass du der Wahrheit am nächsten bist.


    Gruß
    Christian ;)

    Hallo,
    gerade kam in den Nachrichten eine Meldung, dass nach neuesten Erkenntnissen der Erdrutsch von Nachterstedt eventuell durch Munitions- und Giftgaseinlagerungen zum Ende des Zweiten Weltkrieges ausgelöst worden sei.
    Quelle dieser Information seien US-Behörden.


    Egal ob diese Meldung nun stimmt, wäre es nicht an der Zeit, dass die USA endlich alle Unterlagen über den Zweiten Weltkrieg, die sie noch immer unter Geheimhaltung verschließen, freigeben? (natürlich auch die anderen Staaten, die beteiligt waren)
    Was kann es denn für Material geben, vor dem man heute noch Angst haben muß?



    Christian
    (kukusek) ;)

    Hallo,


    also ich kann mich erinnern, das während meiner Ausbilung an der US1 der LasK im GWA Unterricht genau diese Frage gestellt wurde.
    Wir bekamen als Antwort- diese Uniformen haben wir übernommen, damit die Bundesrepublik sie nicht übernehmen kann und so weitermacht wie vor 1945.


    Diese Antwort kam von einem Politoffizier, nicht von den Leuten, die damals die Entscheidung getroffen haben.
    Vielleicht findet man im ehemaligen Armeemuseum in Dresden die Antwort?


    Gruß
    Kukusek ;)
    (Christian)

    Habe hier ein Zitat


    So gelang es einem Stoßtrupp von 58 „Frontschulabsolventen“ 1945 in Ostpreußen die Kampflinie zu überschreiten und 35 Gefangene zu machen.


    Militärgeschichtliches Forschungsamt der Humbold Uni
    Prof.Dr. Müller


    neues Zitat


    Die so genannte Frontorganisation, die mit Zustimmung der sowjetischen Behörden durch ihre Aktionen unmittelbar auf die Wehrmacht einwirken konnte, zählte insgesamt etwa 4 000 Mitglieder. Sie tat es vorwiegend durch Propagandaarbeit. Eine als »Seydlitz-Armee« in Anlehnung an die Goebbels- Propaganda firmierte deutsche Streitmacht an der Seite der Roten Armee gab es nie, obwohl die Mär über ihre angebliche Existenz noch heute in manchen unseriösen Publikationen herumgeistert.


    Quelle
    Stefan Doernberg



    @ Erwin
    Seydlitz war Vizepräsident des NKFD, nicht der Chef des Ganzen.



    Gruß


    Kukusek ;)

    Hallo,


    na dann bleiben wir doch mal bei der Suche nach den Fakten.


    @ Bonzo- Du als Themenstarter, hast Du den Verfasser des Artikels angeschrieben?



    Noch eine kleine Bemerkung am Rande.
    Es vergällt mir die Arbeit in den Foren, wenn viele nur darauf pochen, dass ihre Meinung und ihre Weltanschauung die richtige ist. Leute, hier wurde von Bonzo eine Frage gestellt, könnt ihr die nicht mal sachlich abarbeiten?



    Gruß


    Kukusek ;)

    Hallo Rudolf,


    um an Informationen zu gelangen, muß man eben auch mal über den eigenen Schatten springen. Es sind ja die zeitlichen Fakten, die man haben will. Was der Mensch in seinem ganzen Leben gemacht hat, ist doch dann egal.
    Beurteilen kann man die Aussagen ja dann nachhaltig.
    Ich habe bei meinen Forschungen auch mit Leuten geredet, die mir im Innersten eigentlich suspekt sind.
    Ich will Fakten und bekomme sie auch. Du sammelst Aussagen von den "Guten" und den "Bösen" und bekommst damit ein umfassendes Bild.
    (wer für Dich die Guten und Bösen sind überlasse ich Dir :-))


    Gruß
    Kukusek ;)

    Hallo,


    ich habe mir mal den Link vom Panzer Archiv reingezogen.
    Es ist schon komisch, da werden Diskussionen geführt, in denen der Haupttenor die eigene Meinung ist und nicht fundiertes Wissen.
    Wenn ich etwas wissen möchte, dann frage ich. Bekomme ich keine vernünftigen Antworten, dann suche ich.
    Ist es denn so schwer, im Internet Quellen aufzutun, die mich der Wahrheit näher bringen?
    Eine der Quellen wird sogar im Panzer Archiv genannt- Stefan Doernberg.
    Warum nutzt keiner diese Quelle und fragt ihn? Ich hatte bereits Kontakt zu ihm, er hilft umgehend. Er kennt vor allem die richtigen Leute aus dieser Zeit, kann also weitervermitteln.
    Falls jemand den Film "Ich war Neunzehn" kennt, Professor Doernberg ist die Hauptperson dieses Filmes. Er hat allerdings nicht in deutscher Uniform gekämpft, sondern in russischer.


    Ich glaube manchmal, in einigen Foren sind die Leute zu faul zum suchen, es ist doch einfacher, mit Halbwissen ideologische Phrasen zu dreschen.
    Wir waren nicht im Krieg, haben daher kein Recht zu urteilen, da wir die Umstände nicht erlebt haben. Es gibt kein Schwarz und Weiß, es gibt einen Regenbogen.


    Gruß
    Kukusek ;)

    Hallo Bonzo,


    eventuell findet man was in dem Antifa- Museum in Krasnogorsk bei Moskau.
    Ich hatte da mal Kontakt aufgenommen, aber nie eine Antwort erhalten.


    Über die "Deutsche Legion" konnte ich kein weiteres Material auftreiben, ich denke mal, das ist unerforschtes Gebiet.


    Mit den Ärmelstreifen ist das so eine Sache. Ich habe noch nie davon gehört, dass es soetwas gab. Sinn würde es auch nicht machen. Wenn Du mitten in Kampfhandlungen steckst kannst Du, mit viel Glück, auf Freund oder Feind unterscheiden. Würde jetzt beispielsweise eine Einheit mit deutschen Uniformen an der Front auftauchen, so würden die Russen das Feuer eröffnen, da man ja den Ärmelstreifen nicht erkennen kann. Würden die NKFD- Leute auf Deutsche Truppen treffen, so könnten die aber aus der Nähe das Ärmelband lesen und würden das Feuer eröffnen. Also macht das wenig Sinn. Es ist mir bekannt, das kleine Gruppen in Deutschen Uniformen von der Sowjetunion ins Deutsche Hinlerland geschickt worden, aber das waren Aufklärer oder Saboteure, manchmal auch um "Zungen" zu holen (Militärangehörige zur Befragung). Von bewaffneten Kampfeinheiten in Deutscher Uniform habe ich noch nie gelesen.


    Gruß


    Kukusek ;)

    Hallo zusammen,


    durch Zufall stieß ich bei Recherchen in einem russischen Archiv
    auf die handgeschriebene Liste von 699 deutschen Kriegsgefangenen, die sich
    freiwillig (?) für die "Deutsche Legion" gemeldet haben.
    Diese Legion wurde in der Sowjetunion aufgestellt, kam aber meines Wissens nie zum Einsatz, da es den Russen wohl doch zu heikel und unsicher war.
    Das ganze fand unter Regie der Komintern (kommunistische Internationale) statt, die dann später aufgelöst wurde und in verschiedenen neuen Organisationen tätig war (Antifa, NKFD u.a.).


    Bei anderen Nationalitäten sah man das nicht so verbissen.
    Bei meinen historischen Forschungen bekam ich Aussagen, das in Kasachstan
    ein Lager bestand, wo polnische Kriegsgefangene zu einer Einheit aufgestellt wurden (laut Aussage die "Andersarmee"). Wer sich weigerte kam in Arbeitslager.


    Gruß


    Kukusek ;)
    (Christian)

    Hallo Landser,
    da es in einem Archiv auch um Nutzungsbedingungen geht und die Liste wohl auch etwas Brisanz aufweist, gebe ich Dir mal den Link, wo Du Dich anmelden und Dir die Liste selber ansehen kannst.
    https://emedia1.bsb-muenchen.d…n/loginNationalLizenz.htm
    nach der Anmeldung gehst Du im Kominternarchiv auf Razdel 2, dann Sekretariat Sekretariat, dann F 495, op. 77, d 32, Seite 92-93 und Seite 95 bis 107.


    Alles klar?


    Gruß
    Kukusek

    Hallo,
    bin ganz neu hier und mehr durch Zufall hier gelandet.
    Eigentlich beschäftige ich mich mit einem Kriegsgefangenenlager, aber bei der Suche nach Material habe ich in einem russischen Archiv die Namensliste einer "deutschen Legion" gefunden. Es sind 699 Namen von ehemaligen deutschen Militärangehörigen verzeichnet, welche im Lager 188 interniert waren und auf Seiten der Sowjetarmee gegen Deutschland kämpfen wollten, sollten, oder gekämpft haben.
    Ich finde nirgendwo etwas darüber, habe auch noch nie von einem geschlossenem Verband gehört, der auf Seiten der Russen gekämpft hat.
    Falls jemand etwas darüber wissen sollte, oder Interesse daran hat, soll er mal schreiben.


    Gruß
    Kukusek ;)