Posts by frankpol

    Hallo Frank,


    ich glaube ehr nicht, dass ein Polizeiangehöriger zum Ausbilder in einer Wehrmachtseinheit wurde. Die Wehrmacht hatte wohl selbst genügend und vermutlich auch besser qualifizierte Ausbilder.

    Auch eine Verwendung von Polizisten in Landesschützen-Batl. der Wehrmacht halte ich für eher unwahrscheinlich. Die Polizei hatte eigene LS-Batl.

    Zumindest kenne ich diese aus dem Wkr. XII.


    Herzliche Grüße

    Dieter

    Hallo zusammen,


    zuerst Dank an Roland für die Klarstellungen. Ich hatte im Findbuch 500 ebenfalls diese Information gelesen, bei mir tauchen aber doch noch einige Fragen auf.


    1.

    Wieso taucht in einem Bericht des Ic des Korück 585 auf, dass Gen.Maj.Ilgen mit dem Auto entführt wurde, der Entführungsort aber unbekannt ist? Dass er mit dem Auto entführt wurde, dürfte zwar zutreffen, ist aber nur die halbe Wahrheit.

    Der Entführungsort (Quartier) war ja wohl bekannt, denn die F.K. 280 vermeldet das in ihrem Bericht.

    Selbst wenn er unterwegs entführt worden wäre, wäre das nicht unbemerkt geblieben, denn als General wäre er ja wohl nicht allein unterwegs gewesen. Was war mit dem Fahrer und anderen Begleitpersonen?


    2.

    Wieso konnte der General aus seinem Quartier entführt werden? Es ist davon auszugehen, dass er nicht allein in seinem Quartier war. Es gab sicherlich einen Adjudanten, Stabsangehörige etc. und der Zugang dürfte sicherlich auch bewacht worden sein. Außerdem wurden in den Tagen zuvor Anschläge auf die Ortskommandantur und das Soldatenheim verübt. Dies müsste eigentlich zu erhöhter Wachsamkeit bei den Dienststellen in der Stadt geführt haben.

    Sollte durch den "unbekannten Entführungsort" verheimlicht werden, dass bei dieser Aktion etwas ganz gewaltig schiefgelaufen ist?


    3.

    Es handelte sich nicht um ein Attentat, sondern die Partisanen hatten auch noch ausreichend Zeit, Uniformstücke mitzunehmen und in das Fahrzeug einzuladen. Und so etwas wird um diese Zeit (17.30 Uhr) nicht

    bemerkt ? Eigentlich nicht vorstellbar.


    4.

    Wie gesichert ist eigentlich die Information, dass der General mit dem Flugzeug nach Moskau gebracht und dort hingerichtet wurde? Ein solcher Coup wäre sicherlich nicht verheimlicht worden, sondern aus Propagandazwecken veröffentlicht worden.


    5.

    Es ist schon seltsam, dass über ein solches Ereignis bisher keine Unterlagen aufgetaucht sind. Eine lapidare Vermißtmeldung reicht da nicht aus.

    Wo sind ausführliche Berichte über das Vorkommnis? Meldungen an die nächsthöheren Dienststellen und an die Wehrmachtsführung in Berlin?


    Aber vielleicht taucht in den NARA-Rollen ja doch noch etwas auf. Wäre sicherlich sehr interessant.


    Mit herzlichen Grüßen

    Dieter

    Hallo Thilo und Daniel,


    herzlichen Dank für die schnelle Antwort.

    Ich muss ehrlich zugeben, dass ich die handschriftliche Absenderangabe nur oberflächlich betrachtet habe. Ich teile die Bewertung von Thilo. Selbst wenn man vielleicht bei der zweiten Ziffer noch zwischen "2" oder "8" schwanken würde, ist die dritte Ziffer eindeutig eine "4". Mir war schon die Aufschrift in den großen Buchstaben "SS Polizei" suspekt, da es SS-Feldpost hätte heißen müssen. Oben schräg war ja "Feldpost" angegeben, was eher zu dem Gefreiten passte..

    Damit ist meine Eingangsfrage geklärt. Künftig also noch sorgfältiger prüfen!!


    Es grüßt Euch

    Dieter

    Hallo zusammen,


    bei Ebay wird ein FP-Brief vom 21.7.1943, Dienststempel FP-Nr. 32850 A = Stab und 1. - 3. Kp. Pol.-Batl. 9 angeboten.


    Beim Absender lautet der Dienstgrad aber "Gefreiter". Wie ist sowas zu erklären?


    Herzlichen Dank für Eure Unterstützung und einen schönen Sonntag

    Dieter

    Hallo Peter,


    beim Sichten älterer Beiträge bin ich auf Deine Nachricht gestoßen, dass Du mit der Ergänzung Deiner Ausarbeitung angefangen hast.

    Mir war aufgefallen, dass Du in dieser Arbeit das Polizei-Wach-Bataillon "Kroatien" nicht erwähnt hast (z.Zt. Seite 15 im Forum).


    Herzlichen Gruß in die Normandie

    Dieter

    Hallo Werner,


    ich wusste, dass ich mich auf Dich verlassen kann. Dankeschön!

    Kleine Tippfehlerberichtigung: Oberleutnant wurde er nicht 2021, sondern 100 Jahre früher!:)


    Frank, auch Dir ein herzliches Dankeschön. Ich hatte schon vermutet, dass die Amerikaner mit den Organisationsbezeichnungen nicht so ganz zurecht kommen (z.B. Pol. Gendarmerie).

    Über Oberstltn./ Oberste der Gendarmerie, die nicht gerade so häufig waren wie bei der Schutzpolizei, wird sich ja hoffentlich im Forum noch etwas finden lassen.


    Herzliche Grüße

    Dieter

    Hallo Frank,


    herzlichen Dank für die Information.zu Overbeck, speziell seine Verwendung in Mainz.

    Das Fragezeichen hinter KdGend hast Du zurecht gesetzt, denn in Mainz gab es meines Wissens keinen Kommandeur der Gendarmerie, sondern nur die Schutzpolizei in der Stadt.

    Mainz gehörte damals noch zu Hessen. Die Regierung hatte ihren Sitz in Darmstadt, wo auch der KdGend gewesen sein müsste.


    Wie kommst Du auf die Funktion "KdGend."? Ergibt sich das aus der Crowcass-Liste?


    Vielleicht können uns die "Biographie-Spezialisten" der Polizei weiterhelfen. Herzlichen Dank im Voraus.


    Beste Grüße

    Dieter

    Hallo Gerard,


    auch von mir einige Wortfragmente, die vielleicht weiterhelfen.

    1 Frühstück

    2 ... vergnügter Gendarm

    4 ... beim Frühstück

    5... beim Einsatz

    8 Kimpinski auf dem Lande ...

    13 Pferdeappell

    14 Beim Putzen der Pferde

    16 Boyssen ... (andere Schrift und unterschiedliche Qualität) - könnte ein Bild des B. sein, welches er dem Gendarm, von dem die übrigen Bilder stammen, gewidmet hat

    18 Beim Tränken der Pferde

    19 Mein einzigartiger Hengst beim Galopp

    20 ... eingestürzten Schloß Kozienice


    Beste Grüße

    Dieter

    Hallo Peter,


    hier die Quelle der Einheitsbezeichnung.


    Im Einsatzefehl für die Dg. IV Nr. 7/42 heißt es unter Ziff.2: Mit Fernschreiben des Ch.d.OP Nr. 4682 vom 18.3.1942 - KdO. I O (3) 1 Nr. 60/42 - sind vom

    Sonderkommando der mot. Gendarmerie beim H.Qu. d. Ob. d. L. zum Einsatzstab als Kraftfahrer abgeordnet:


    ...Es folgen 9 Namen von Angehörigen der Schutzpolizei, davon 7 der Reserve. Dies mag im ersten Moment verwirren, aber auch in den nummerierten Gend.-Zügen (mot) waren überwiegend Schutzpolizisten der Reserve.


    Hallo Werner, danke für Deine Information.


    Es ist davon auszugehen, dass das Hauptamt Ordnungspolizei weiß, wie die Einheiten bezeichnet werden. In Deiner Aufstellung handelt es sich um ein Sonderkommando der Schutzpolizei, während es bei mir ein Sonderkommando der mot. Gendarmerie war.

    Hätte es zwei dieser Sonderkommandos gegeben, wären sie auch in der Übersicht der Einheiten der Ordnungspolizei aufgeführt worden.

    Da mehr als zwei Jahre zwischen den beiden Erwähnungen liegen, gehe ich davon aus, dass es entweder eine neue Zuordnung der Einheit zur Schutzpolizei gegeben hat, unter Übernahme der Angehörigen der Gendarmerie in die Schutzpolizei, oder das Sonderkommando der Gendarmerie wurde durch eines der Schutzpolizei ersetzt.


    Interessant wäre zu erfahren, welche Funktion dieses Sonderkommando hatte. Vielleicht gibt es dazu noch Meldungen.


    Seid beide herzlich gegrüßt

    Dieter

    Hallo Mark,


    in Dnjepropetrowsk gab es noch eine Dienststelle, die in den bisherigen Beiträgen noch nicht erwähnt wurde.


    Der Einsatzstab für die Durchgangsstraße IV, der direkt dem Höheren SS- und Polizeiführer in Kiew unterstellt war, war dort untergebracht. Die Aufstellung erfolgte mit Erlaß des Reichsführers SS und Chef der Deutschen Polizei vom 20.3.1942.

    Chef dieses Stabes war Oberstleutnant d.Sch. Geibel, der vom Hauptamt Ordnungspolizei dorthin abgeordnet wurde. Ia-Offizier im Stab war Major d. Gendarmerie Walter Gieseke, der am 21.5.1942 Nachfolger von Geibel als Chef des Einsatzstabes wurde.

    Mit Wirkung vom 8.9.1942 übernahm er noch zusätzlich die Funktion des Kommandeurs der Polizei-Sicherungs-Abteilung f.d. Dg IV.


    Beste Grüße in die Ukraine

    Dieter

    Hallo Uwe und alle weiteren Interessierten,


    hier noch einige Verwendungsdaten zu dem erwähnten Rgts.-Kdr. Oberstleutnant der Gendarmerie Walter Gieseke.


    Mit Erl. des RFSSuChdDtPol vom 20.3.1942 wird der Major d. Gend. Gieseke zum HSSPF Rußland-Süd, unter Aufrechterhaltung seiner Abordnung zum RMdI - Hauptamt Ordnungspolizei -, zur Verwendung im Einsatzstab für die Durchgangsstraße IV in Dnjepropetrowsk abgeordnet.


    Mit Verfügung Nr. 12/42 des HSSPF vom 21.5.1942 wird der bisherige Ia des Einsatzstabes zum Chef des Einsatzstabes.


    Gemäß Erl. des RFSS vom 22.8.1942 und Verfügung des HSSPF vom 8.9.1942 wird der Chef des Einsatzstabes, Major d.Gend. Gieseke, mit sofortiger Wirkung zusätzlich als Kdr. der Pol.-Sicherungs-Abteilung an der Dg. IV eingesetzt.


    Über weitere Informationen zum Werdegang und der Verwendung von Oberstleutnant d. Gend. Gieseke würde ich mich freuen.


    Beste Grüße

    Dieter

    Hallo Phaltt85,


    wie kommst Du auf das Lehr-Bataillon in Holland? Die Aufschrift zeigt das Lehr-Bataillon Adlershorst (bei Danzig).


    Ein solches Wachssiegel ist mir bisher bei der Polizei überhaupt nicht bekannt.

    Normalerweise dient ein solches Siegel zum Verschließen eines Brief-Kuverts auf der Rückseite und damit zum Schutz vor unberechtigtem Öffnen. Auf einer solchen Girokarte ergibt das überhaupt keinen Sinn.

    Ich vermute stark eine Fälschung.


    Herzlichen Gruß

    Dieter

    Hallo Gerard,


    eine kleine Korrektur zu Deinem letzten Beitrag

    . Der Hinweis auf Polen für Lemberg und Tarnopol ist nicht zutreffend, da Galizien zum Zeitpunkt des Einmarsches der Deutschen von der Sowjetunion einverleibt war.


    Herzlichen Gruß

    Dieter

    Hallo Gerard,

    hallo Daniel,


    ich gehe ebenfalls von ukrainischer Hilfspolizei aus. Damit ist der polizeiliche Einzeldienst in den Revieren der Städte sowie auf dem Land die Verstärkung der Gendarmerie gemeint.

    Die etwas eigenartigen Kopfbedeckungen dürften dafür sprechen.

    Die Bilder im Wikipedia-Link von Daniel dürften die Schutzmannschaften zeigen, die als Bataillone gegliedert waren und überregional zum Einsatz kamen. Sie tragen das "Schiffchen" als typische Kopfbedeckung der Einheiten.


    Herzliche Grüße

    Dieter

    Hallo Nicco,


    Deine Aussage, dass es sich bei dem zweiten Bild "eindeutig" um Wehrmachtsuniformen handelt ist unzutreffend.

    AviaB33 hat die Fakten, die dagegen sprechen, benannt.

    Die Absenderangabe "Pol.-Reiter-Ers.-Abteilung" belegt die Verwendung bei der Polizei und nicht bei der Wehrmacht. Dass die Tochter sich an Nachtschichten auf den Straßen erinnert, spricht nicht dagegen, da auch die Reiter in der Stadt zu Fußstreifen herangezogen werden konnten.


    Herzlichen Gruß

    Dieter

    Hallo Matthias,


    herzlichen Dank für die eingestellten Abbildungen.

    Der Stempel mit der Nr. 14 auf dem (wahnsinnig überteuerten) FP-Brief war übrigens der Auslöser für meine Frage.


    Deine erste Frage klärt sich durch den weiteren Stempel auf dem Brief. Übergeordnete Dienststelle für den Gend.-Posten war der Gend.-Kreis, wo auch der für alle Posten zuständige Leiter seinen Dienstsitz hatte.

    Mehrere Gend.-Kreise waren in einem Bezirk (im Altreich Gend.-Hauptmannschaft).


    Peter, auch Dir ein Dankeschön für die Mitarbeit.

    Deine Aussage könnte ich voll übernehmen., da sie dem uns bekannten Verwaltungshandeln der Behörden entspricht.

    Daniel geht von einem Nummerierungssystem der Gend.-Posten aus. Dies würde bedeuten, dass man anhand dieser Stempel die Anzahl der Dienststellen erkennen kann.

    Ich neige aber auch eher zu Deiner Meinung, dass es sich um ein Nachweissystem der ausgebenden Stelle handelt. Gegen eine Nummerierung der Posten dürfte sprechen, dass es dann nur einen Stempel pro Dienststelle gegeben hätte, was sicherlich bei größeren Posten eher unwahrscheinlich sein dürfte.


    Andererseits spricht gegen eine Nummerierung zur Nachweisführung über die verteilten Stemel der zweite von Matthias vorgestellte Stempel der nur " Gendarmerie Posten" enthält.

    Da die Ansichtskarte mit dem Stempel aus Veldes nicht beschrieben ist, ergeben sich auch keine weiteren Hinweise.

    Veldes dürfte sicher der Sitz des Gend.-Kreises gewesen sein, dem mehrere Gend.-Posten zugeordnet waren.

    Im Gegensatz zum Distrikt Galizien fehlt dort aber die Nummerierunge. Möglicherweise gab es keine einheitliche Regelung oder die Nummerierung wurde erst zu einem späteren Zeitpunkt eingeführt.


    Dies ließe sich aber nur durch eine weitere Auswertung solcher Belege feststellen, wie ich es in meinem vorhergehenden Beitrag angedeutet habe. Die Forschung geht also weiter.


    Schöne Grüße

    Dieter