Posts by frankpol

    Hallo Johann Heinrich,

    ich bin erst jetzt auf Deine Frage zum Traditionsabzeichen "Kreuz des Südens" gestoßen und kann Deine Frage zum Bezug zu Bremen beantworten.


    "Die mit der Traditionspflege der ehemaligen Polizeitruppen in den deutschen Kolonien beauftragten Formationen der Schutzpolizei erhielten ein besonders Abzeichen, welches als "Kreuz des Südens" bezeichnet wurde.

    Dieses Traditionszeichen wurde bereits Mitte 1934 geschaffen und zuerst an die Landespolizeigruppe General Göring verliehen. Als weitere Traditionsträger folgten 1935 die Schutzpolizei Kiel, Hamburg und Bremen.

    Gemäß der neuen Regelung von November 1938 wurden als Traditionsformationen mit der Trageberechtigung für das besondere Abzeichen bestimmt:

    Die Schutzpolizei-Hundertschaften Kiel, Hamburg Bremen und die Schutzpolizei-Reitstaffel Berlin. Hinzu kamen im Juni 1939 die Schutzpolizei-Hundertschaft Stuttgart sowie im November 1942 das Stammpersonal der Polizeischule für Auslandsverwendung Oranienburg und das III. Batl. des Pol.-Rgt. 5.

    Im Mai 1943 wurde die Trageberechtigung für das Traditionsabzeichen auf die Angehörigen des ehemaligen Kolonialpolizeiamtes im HAOP, das Stammpersonal der Polizeischule für Auslandsverwendung Oranienburg und der ehemaligen Kolonialpolizeischule Wien sowie auf die Teilnehmer der Lehrgänge an diesen Schulen und die Angehörigen des III.-Batl. des Pol.-Rgt. 5 beschränkt.

    (Wieso die Trageberechtigung für die Schutzpolizei-Hundertschaften Kiel, Hamburg, Bremen sowie die Schutzpolizei-Reitstaffel Berlin aufgehoben wurde, entzieht sich meiner Kenntnis, d. Verf.).

    Ab Juli 1943 durfte das Abzeichen auch von den Angehörigen der Ordnungspolizei getragen werden, die in den deutschen Kolonien bei der Schutztruppe oder der Landespolizei gedient hatten.

    Im März 1944 wurde die Trageberechtigung auf Kriegsdauer aufgehoben und das Abzeichen musste abgelegt werden.

    Das schildförmige Abzeichen bestand aus einem schwarzen Kreuz und Rahmen, einem roten Feld (oben links) mit fünf aluminiumfarbenen Sternen sowie drei aluminiumfarbenen Feldern (oben rechts, unten links und rechts).

    Quelle: Deutsche Polizei-Uniformen 1936 - 1945, Seite 163, von Dieter Deuster.


    Herzliche Grüße und schönes Wochenende

    Dieter

    Hallo JR,

    der Ärmelstreifen "Deutsche Wehrmacht" wurde im Verlauf des Jahres 1942 für die im Rahmen der Wehrmacht eingesetzten Polizei-Regimenter 6, 8 und 9 eingeführt. Qu.: Deutsche Polizei-Uniformen 1936 - 1945 von Dieter Deuster, S. 163

    Ich weiß allerdings nicht, was mit "im Rahmen der Wehrmacht" gemeint ist, denn im Verlauf des Krieges dürften wohl die meisten Pol.-Rgt. in Kampfhandlungen, zusammen mit der Wehrmacht, eingebunden gewesen sein und den Kombattanten-Status gehabt haben.

    Ich habe mich ehrlich gesagt mit dieser Frage noch nicht beschäftigt.

    Aber mit Sicherheit wird einer der weiteren Polizei-Experten Deine Frage beantworten können.

    Herzlichen Gruß

    Dieter

    Hallo zusammen,

    hier einige Daten zur interessanten Biographie von Hauptmann d. Sch. Repp.

    Ergänzungen und weitere Informationen zur dienstlichen Verwendung sind gerne willkommen.


    Repp, geb. 4.12.1907 in Erbach

    1.3.1933 NSDAP Nr. 1543265

    11.8.33 - 2.1.35 SS-Wach-Kommando Darmstadt, welches der 9. Hundertschaft disziplinar und waffentechnisch unterstellt war.

    18.3.1936 Einstellung als PHW a. Pr. und mit der Dienstleistung bei der Gestapo beauftragt, Dienstantritt 1.4.1936.

    Einjährige Probedienstzeit für "alte Kämpfer" festgesetzt.

    1.4.1937 Übertragung der Stelle eines Hauptwachtmeisters

    22.11.37 - 31.3.38 Anstellungs-Lehrgang an der Schutzpolizeischule Frankfurt-Praunheim

    15.3.1939 Beförderung zum SS-Scharführer

    1.9.40 - 11.12.40 Abordnung zum KdSch. Metz

    13.12.40 Aufhebung der Abordnung nach Metz. Abordnung zur Pol.-Res.-Komp. als Unterführer

    ? Abordnung zum 20. Offz.-Anw.-Lehrgang nach Mariaschein (ehem. Unterkunft des Pol.-Batl. 22)

    1.7.1941 nach Offz.-Lehrgang Versetzung zur PV Ludwigshafen

    1.7.1943 Abordnung zum Einsatz-Kdo "Kroatien" - FP 57 414 -

    ? Abordnung aufgehoben und Versetzung zur Führerreserve bei der Heimatdienststelle

    5. 8.1943 R. z.Zt. Hilfspol.-Batl. "Mährisch-Ostrau"

    9.5.45 - 5.2.47 Kriegsgefangenschaft

    1953 Wiedereinstellung zurückgestellt, da beim SS-Wachkommando und noch andere Pol.-Beamte untergebracht werden müssen.

    1.5.1954 Einstellung als Pol.-Meister genehmigt.

    1.4.1968 Eintritt in den Ruhestand


    Beförderungen:

    18.7.1941 Oberleutnant d. Sch.

    1.5.43 (1.7. 43?) Hauptmann d,Sch.

    1.1.1955 Pol.-Inspektor

    1.10.1960 Pol.-Amtmann


    Mit herzlichen Grüßen und Dank im Voraus für die Unterstützung

    Dieter

    Hallo Roland,

    das sollte mein Hinweis bedeuten, dass er zwar in dem von Dir angegebenen Dokument als Batl.-Führer bezeichnet wurde, er aber im Hauptamt Komp.-Chef war und das Batl. nur vertretungsweise/vorübergehend geführt hat, aber nicht der Batl.-Kdr. war.

    Beste Grüße

    Dein Dieter

    Hallo Roland,

    herzlichen Dank für die Informationen zum Pol.-Batl. 123, welches mich als eines der vier Batl. des Wkr. XII besonders interessiert.

    Bezüglich Hauptmann Selleng ist zu beachten, dass er als Batl.-Führer und noch nicht als Batl.-Kdr. bezeichnet wird.

    Herzliche Grüße

    Dieter

    Hallo Andreas,

    herzlich willkommen im Forum.

    Den Hinweis, dass Dein Großvater Mathias Utz, Hauptmann d. Sch. von der Polizeiverwaltung Kaiserslautern, als vermisst gilt, hatte ich aus einer Verlustliste des Pol.-Regimentes 14 übernommen, welche sich im Bestand des Bundesarchivs in Berlin (BA - R-20-30) befindet, welche nach der Zerschlagung des Regimentes 1942/43 angelegt wurde.

    Zwischenzeitlich habe ich im Buch "Sicherheit und Ordnung - Geschichte der Polizei in Kaiserslautern 1276 - 2006" von Hans Kirsch, S. 505, noch einen Hinweis zu Deinem Großvater gefunden.

    Bei den schweren Kämpfen im Januar 1943 fielen 5 Polizeibeamte aus Kaiserslautern.

    "Viele erlitten Verwundungen oder Erfrierungen und kamen in Lazarette, manche wie Mathias Utz - auch nach Hause."

    Dein Hinweis, dass es nicht sein kann, dass er vermisst ist, ist also zutreffend.

    Da Du offensichtlich über weitere Informationen zu Deinem Großvater verfügst, wäre es sehr hilfreich, wenn Du uns die zur Verfügung stellen würdest.

    Wie war der weitere dienstliche Werdegang nach seinem Aufenthalt in der Heimat? Kam er zu einer anderen Einheit zurück und hat er den Krieg überlebt?

    Da ich mich speziell mit dem Reserve-Polizei-Bataillon 122 aus meiner Region befasse, wäre ich für jede Information dankbar. Bitte auch gerne als "Private Nachricht" an mich direkt.


    Mit besten Grüßen

    Dieter

    Hallo Daniel,

    danke für ein weiteres Teil im Westermann-Puzzle".

    Aus welcher Quelle ergibt sich die Führung der III. Hauptmannschaft in Kursk für Hauptmann d. Gend. Westermann?

    Für das Gend.-Ensatz-Kdo Charkow waren auch noch eine IV. Hauptmannschaft in Orel und die V. Hauptmannschaft in Liwny vorgesehen.

    Ist darüber etwas bekannt?

    Besten Gruß

    Dieter

    Hallo zusammen,

    Die Gestapo Trier war in der Christophstr. 1 untergebracht.

    Im Oktober 2011 ist die Staatsanwaltschaft in das Gebäude der ehemaligen Reichsbahndirektion eingezogen. Bei einer Begehung der Kellerräume stieß man auf eine alte Stahltür mit der Aufschrift "Gestapo".

    Nachforschungen brachten zutage, dass in der Zeit von 1935 bis Ende 1944 die Dienststelle der Gestapo in diesem Gebäude untergebracht war.

    Bei der Uni Trier ist 2012 ein historisches Forschungsprojekt unter Leitung von Herrn Dr. Thomas Grotum ins Leben gerufen worden, welches die Geschichte der Gestapo Trier wissenschaftlich erforscht.

    Seit November 2014 wurde ein entsprechende Ausstellung in der Christopstr. 1 gezeigt.

    Das Gebäude beherbergt heute ein Mehrgenerationenhaus und ist Sitz zahlreicher sozial engagierter Vereine, des staatlichen Studienseminars, der Staatsanwaltschaft Trier und weiterer Mitbewohner.

    Quelle:

    Broschüre zur Ausstellungseröffnung, Stand 2014.


    Beste Grüße

    Dieter

    Hallo Carsten,

    herzlich willkommen bei den "Polizisten" im Forum.

    Dein Einstieg mit den bisher vorliegenden Informationen und den Bildern ist beispielhaft.

    Zu den einzelnen Bildern:

    Bild 2 zeigt Deinen Großvater ,mit einer Gruppe älterer Polizisten (Pol.-Reservisten). Wahrscheinlich war er Gruppenführer und gehörte damit zu den Unterführern einer Einheit. Die Unterführer hatten bestimmte herausgehobene Funktionen (zwischen den Offizieren und den Mannschaften).

    Zugführer war er nicht, denn die hatten meistens den Dienstgrad eines Leutnants.

    Auf den Bildern drei und vier kann man auf beiden Ärmeln zwei silberne Tressen erkennen (welche auf dem Bild 2 noch nicht vorhanden sind. Diese Tressen wurden umgangssprachlich als "Kolbenringe" bezeichnet.

    Sie bedeuten eine Funktionskennzeichnung und zwar als Geschäftsführender Hauptwachtmeister, (ab April 1941 in Kompaniehauptwachtmeister umbenann. Er war für die inneren Abläufe einer Kompanie zuständig (auch als "Spieß" bezeichnet).

    Auf dem Bild hat er nur einen Stern auf dem Schulterstück. Dies bedeutet, er hatte nicht den Dienstgrad eines Hauptwachtmeisters (zwei Sterne), sondern er war Zugwachtmeister. Dies war ab September 1939 die Bezeichnung eines Revier-Oberwachtmeisters in den kasernierten Einheiten.

    Ab Januar 1940 erhielten auch die zum "Hauptwachtmeister-Diensttuer" ernannten Wachtmeister diese Dienststellungs-Ärmeltressen. Dies bedeutet, dass man auch die Funktion wahrnehmen konnte, ohne den Dienstgrad des Hauptwachtmeisters zu haben.

    Dein Großvater hatte also die Funktion des Hauptwachtmeister-Diensttuers als Zugwachtmeister.


    Ich hoffe, ich habe das einigermaßen verständlich dargestellt.

    Weiterhin viel Erfolg bei Deinen Recherchen.

    Beste Grüße

    Dieter

    Hallo Roland,


    herzlichen Dank für die Ergänzung zu Gierhake.

    Er wird bei der Verleihung der Spange zum EK II als VO im Estn.-Front-Batl. 36 geführt (21.12.42) und im Beitrag von Ultima vorher als VO beim Estn.-Schtz-Batl. 33 (29.3.42).

    Gibt es Zusammenhänge zwischen diesen beiden estn. Einheiten bzw. wie unterscheiden sich "Front-Batl. von Schtz.-Batl"?

    Im November 1944 übernimmt er die Funktion als Kdr. der Schutzpolizei Mainz. Ist etwas bekannt über seine weitere Zeit im "auswärtigen Einsatz" (1943/44)?

    Schönen Sonntag

    Dieter

    Hallo Enkelin,

    herzlichen Dank für die schnelle Antwort.

    Ich vermute (wie Eumex), dass es sich bei der Beschriftung "Foto A. Kuh, Bergzabern, Tel. 590" eher um einen Fotografen handelt, der die Aufnahme gemacht hat oder ein Fotogeschäft, wo Abzüge für die ganze Mannschaft gemacht wurden.

    Das Gebäude im Hintergrund sieht eher wie eine Baracke auf einem Truppenübungsplatz aus, den es aber meines Wissens im Bereich Bergzabern nicht gab.

    Herzlichen Gruß

    Dieter

    Hallo Amadeus,

    hier noch eine Personalie zum Pol.-Freiw.-Batl. "Monenegro"

    Abordnung von Ltn. d. Sch. Hoffmann, Kurt, PV Saarbrücken, zum I./Pol.-Freiw.-Batl. "Montenegro".

    Inmarschsetzung über Pol.-Einsatzleitstelle in Wien. Meldung beim BdO in Belgrad.

    (Quelle und Datum leider nicht mehr bekannt).


    Herzlichen Gruß

    Dieter

    Hallo zusammen,

    hier noch eine Ergänzung.


    Schnellbrief vom 8.7.44 von Chef d. Ordnungspolizei

    Ltn. d. Sch. Grimm, Karl, PV Wilhelmshaven. unter Aufhebung seiner Abordnung zum I./Pol.-Freiw.-Batl. Montenegro zur Nachr.-Ers.-Komp. bei der Polizeiwaffenschule I in Dresden-Hellerau abgeordnet.

    Ltn. d. Sch. Grimm wird hiermit in den Nachrichtenverbindungsdienst überführt.


    Mit herzlichen Grüßen

    Dieter