Posts by frankpol

    Hallo zusammen,


    hier meine bisherigen Informationen zu Rudolf Schmücker.


    Rudolf Schmücker wurde 1938 bei der Kripo-Leitstelle Köln als Kriminalkommissar-Anwärter eingestellt.

    Den Qualifizierungs-Lehrgang zum Kriminalkommissar absolvierte er von Herbst 1939 bis Juni 1940. Während des Lehrgangs trat er der SS bei. NSDAP-Mitglied war er bereits seit Mai 1937.

    1940 kam er zur Kripo-Stelle Graudenz im Reichsgau Danzig-Westpreußen. Ein Jahr später erfolgte die Ernennung zum Kriminalkommissar und SS-Obersturmführer sowie die Versetzung zur Kripo in Posen.

    Mai 1942 erfolgte die Abordnung zum HSSPF Rußland-Mitte. Er hatte sich dort beim Stab der Einsatzgruppe B zu melden und wurde dem "Vorkommando Moskau" zugewiesen.

    Nach dem Scheitern des Vormarsches auf Moskau wurde die Einheit in Sonderkommando 7c umbenannt. Standort war zu dieser Zeit Roslawl.

    Schmücker übernahm die Funktion des stellvertretenden Kommandoführers.

    Januar 1943 erfolgte Schmückers Umsetzung zum Einsatzkommando 9 in Witebsk. In dieser Zeit war er als Ic-Offizier und Führer des SD-Kommandos I in der" Gruppe Nickel" am Unternehmen "Heinrich" beteiligt.

    Ende 1943 wurde Schmücker zum Leiter der Außenstelle Nowogrodek des BdS in minsk ernannt.

    Im April 1944 erfolgte die Ernennung zum SS-Hauptsturmführer und im August 1944 die Rückkehr zur Heimatdienststelle Kriminalpolizei Posen. Kurz darauf wurde er zur Gestapo-Leitstelle Posen versetzt. Bei der Räumung der Stadt im Februar 1945 kam er in russische Kriegsgefangenschaft, aus der er 1950 entlassen wurde.

    Ein 1964 geführtes Ermittlungsverfahrens wegen Erschießung von Gefängnisinsassen in Nowogrodek führte jedoch nicht zur Anklage, da der Vorwurf des Totschlags inzwischen verjährt war.


    Das Ministerium des Innern von Rheinland-Pfalz versetzte den mittlerweile als Kriminalrat zum stellvertretenden Leiter des Landeskriminalamtes avancierten Schmücker daraufhin als Leiter der Polizeiberufsschule zur Bereitschaftspolizei.


    Ein zweites Verfahren wegen der Erschießung von Zivilpersonen durch das Sonderkommando 7c wurde nach sieben Jahren 1971 ebenfalls eingestellt, da seine Mitwirkung als Beihilfe zum Totschlag gewertet wurde, welche seit 1960 verjährt war.

    Aus gesundheitlichen Gründen beantragte Schmücker seine Versetzung in den Ruhestand, welche zum 1. Dezember 1969 erfolgte.


    Für weitergehende Informationen zu Schmücker und den Einheiten Sonderkommando 7c und Einsatzkommando 9 sowie der BdS-Außenstelle Nowogrodek während der Dienstzeit von Schmücker wäre ich dankbar.

    Die Ausführungen von Hans Kirsch, in "Sicherheit und Ordnung betreffend" - Geschichte der Polizei in Kaiserslautern und in der Pfalz 1276 - 2006, sind bekannt.


    Herzlichen Dank im Voraus und bleibt gesund.

    Dieter

    Hallo Peter,


    danke für das Einstellen Deiner Übersicht über die deutsche Ordnungspolizei, speziell Gendarmerie, in Kroatien. Ich bin auch gespannt auf Deine weiteren Informationen, da diese Bereiche im Forum noch nicht ausreichend bearbeitet sind.


    Ich wünsche Dir ein gutes neues Jahr und in diesen angespannten Tagen vor allem Gesundheit.


    Herzliche Grüße in die Normandie

    Dieter

    Hallo Stefan,

    wende ich doch einmal an die nächstgelegene Bücherei (Regional-, Landes- oder Uni-Bücherei). Die können meistens gegen eine geringe Gebühr über die Fernleihe alles mögliche besorgen.

    Habe bisher nur gute Erfahrungen damit gemacht.

    Gruß

    Dieter

    Hallo Thoralf,


    einen kleinen Teil kann ich beisteuern:


    FP 59603 Stab und 1. - 4. Kp. Pol.-Schtz.Rgt. 36


    FP 41526 Stab und 1. - 4. Kp. Schutzmannschafts-Ausbildungs-Batl.


    Herzlichen Gruß und frohe Weihnachten

    Dieter

    Hallo Thommy47,


    Daniel hat von den Österreichern in den Schutzpolizei-Dienstabteilungen in Galizien gesprochen und Du vom Pol.-Batl. 133. Was stimmt denn nun?

    Aus der von Daniel erwähnten Literatur habe ich mir einige Personalangaben notiert. Ist das für Dich von Interesse?


    Beste Grüße

    Dieter

    Hallo Wolfgang und Frank,

    herzlichen Dank für eure hinterfragenden Beiträge.


    Bei der Schreibweise Kreickebom dürfte es sich um phonetisch bedingte Fehler handeln. Bei den Beschriftungen auf der Rückseite von Bildern ist das öfters anzutreffen, da die Einheitsangehörigen den Namen ihres Kdr. nur vom Hören kannten. Da kann das fehlende "n" oftmals unterdrückt worden sein.

    Im Befehl von Frank kann man das für die Schreiber in den Geschäftszimmern sicher verneinen, aber da der Befehl von der übergeordneten Stelle des SS-und PF Weißruthenien kam, kann ebenfalls ein phonetischer Fehler oder auch schlicht ein Tippfehler als Ursache gelten.


    Herzliche Grüße, eine besinnliche Adventszeit und bleibt gesund

    Dieter

    Hallo Frank,

    wieso soll der Dienstgrad von Horn nicht passen?

    Deine Angabe stammt aus 1943. Und Amadeus gibt nur an, dass er auf weitere Personenangaben gestoßen ist, ohne Datumsnennung.

    Vielleicht kann Amadeus dazu noch Klarheit schaffen.


    Es grüßt

    Dieter

    Hallo UweP.


    danke für Deinen Beitrag.

    Hast Du eine Quelle für die Aussage "wer nicht mitmachte, wurde hingerichtet?

    Nach dem aktuellen Stand der Forschung zu diesem Thema gibt es keinen einzigen Fall, der dies belegt.

    Mit dieser Behauptung konnten sich aber viele angeklagte Polizisten nach dem Krieg einer Verurteilung entziehen.


    Schönes Wochenende

    Dieter

    Hallo Darko,

    Dir und den anderen Mitstreitern herzlichen Dank für die viele Mühe und Arbeit, die ihr euch bei der Rekonstruktion der Gräber macht. Es wird wohl keinen Friehof geben, der die Angaben des VDK noch einmal akribisch überprüft und teilweise verbessert.


    Beste Grüße und bleib gesund

    Dieter

    Hallo Daniel,


    während ich noch nicht dazu gekommen bin, die Quelle meiner Anfrage mitzuteilen, hast Du schon die Lösung parat. Superarbeit !!

    Die Info habe ich im neuesten Werk von Curilla, "Die deutsche Ordnungspolizei im westlichen Europa 1941 - 1945", gefunden. Seite muss ich noch heraussuchen.


    Deinen Überblick über die Unterlagen hätte ich auch gerne. Mir fehlt noch die richtige Ordnung in meinen vorhandenen Dokumenten.


    Herzlichen Dank für Deine Information.


    Beste Grüße und b leib gesund

    Dieter

    Hallo Det,

    hallo Roland,

    ich habe den Artikel über die Hochschule der Polizei, Münster besorgt.

    Es sind allerdings keine Angaben zu beteiligten Polizeieinheiten enthalten, sondern nur das übliche "Propaganda-Geschreibe".


    Es grüßt Euch

    Dieter

    Hallo Daniel und Peter,

    sowie alle übrigen an diesem Thema Interessierten,


    als Quelle hatte der Referent angegeben: Kurt Düwell, Die Rheingebiete in der Judenpolitik des Nationalsozialismus vor 1942, Bonn 1968.

    Darin fand sich auf S. 256:

    "Über die zwei Tage darauf geschehene Festnahme der elsässischen Juden vermerkte der Lagebericht des Höheren SS - und Polizeiführers im Wehrkreis V am 25. Oktober lediglich:

    "Auf polizeilichem Gebiet gelangte am 22. und 23. Oktober eine Sonderaktion zur Durchführung, an welcher die Polizeibataillone 53 und 74 mit Fahrzeugen und Kommandos beteiligt waren."

    Parallel zu diesen Vorgängen in Elsaß-Lothringen wurden gleichzeitig in der Saarpfalz und Baden die gleichen Maßnahmen in einem noch größeren Umfang gegen die dortige jüdische Bevölkerung ergriffen."


    Das von dem Referenten bei seinem Vortrag erwähnte Pol.-Batl. 53 aus Metz, welches in Ludwigshafen zum Einsatz gekommen sein soll, konnte ich in den Kopien aus dem o.a. Buch nicht finden. Allerdings ging es dabei in erster Linie um den Einsatz im Elsass.


    Ich schließe aber nicht völlig aus, dass Kräfte dieses Batl. auch in Ludwigshafen die dortige Schutzpolizei unterstützten. Dass es sich dabei um das Gebiet eines anderen Wehrkreises und damit HSSPF handelte, muss nach meiner Auffassung nicht entgegenstehen, denn auch das im Elsass eingesetzte Batl. 74 kam ja aus einem anderen Wehrkreis.

    Vielleicht spielte eine Rolle, dass von Straßburg aus Ludwigshafen viel näher lag als von Metz.


    Aber das sind halt alles Vermutungen. Auf meine entsprechenden Hinweise an den Referenten meinte er: "Da muss halt noch weiter geforscht werden".


    Fakt ist:

    In Ludwigshafen waren Kräfte eines Pol.-Batl. eingesetzt, wie es ein Foto belegt.

    Die Pol.-Batl. 53 und 74 waren im Elsass bei Umsiedlungen/Deportationen am gleichen Tag eingesetzt, wie die Aktionen im benachbarten Baden und der Saarpfalz.

    Das Pol.-Batl. 53 war nie in Metz stationiert.


    Ich bin gespannt, ob zu diesem Thema noch neue Informationen gefunden werden.


    Es grüßt Euch

    Dieter

    Hallo Daniel,


    herzlichen Dank für die schnelle Antwort.

    Sie unterstützt ja meinen Hinweis, dass es sich bei dem Gend.-Zug nicht um eine taktische Einheit handelt, sondern die Führungsstelle auf Kreisebene für die Gend.-Posten. Die Sollstärke von

    1/3 belegt dies deutlich. Ebenso die Sollstärke der Gend.-Hauptmannschaft von 1/2, die ebenfalls übergeordnete Führungsstelle war.


    Was man bei den Gesamtstärken der Gendarmerie noch berücksichtigen muss, ist die Zuordnung von einheimischen Hilfspolizisten.


    Schönen Gruß

    Dieter