Posts by frankpol

    Hallo zusammen,


    hier noch einige Ergänzungen zur Personalie Weise:


    Einstellung 12.1.1923 als Polizei-Unterwachtmeister

    Angestellt am 13.12.1938 als Hauptmann d.Sch.

    Teilnahme am 5. Offiz.-Anw.Lehrg., Höhere Polizeischule Eiche vom 8.4.1925 - 20.2.1926


    Dienstliche Verwendungen: Arbeitsgebiet:

    PV Berlin vom 12.11.1923 - 31.12.1937 Hundertschaft, Nachr.Offizier, Sachbearbeiter, Revier-Offizier,Revier-Führer,

    Luftschutzoffizier


    PV Leipzig vom 1.1.1938 - 28.1.1940 Adjudant


    RP Zwickau vom 29.1.1940 - 15.4.1940 Sachbearbeiter für Schutzpolizei- und Luftschutzangelegenehiten


    PV Kattowitz vom 16.4.1940 - 31.1.1941 Leiter der Luftschutz-Abteilung


    PV Halle vom 1.2.1941 - 31.5.1941 Major beim Stabe


    PV Leipzig vom 1.6.1941 (abgeordnet bereits zum 15.5.1941)


    Orden und Ehrenzeichen:


    Ehrenkreuz für Kriegsteilnehmer

    Ung. Kriegserinnerungs-Medaille

    Österr. Kriegserinnerungs-Medaille

    Polizeidienstauszeichnung 2. Stufe

    Medaille zur Erinnerung an den 1.10.1938

    Olympia-Ehrenzeichen 2. Klasse



    Herzliche Grüße

    Dieter

    Hallo JR,


    ich habe nicht die gesamte Akte erhalten, da das Archiv nur maximal 200 Kopien macht. Aus der mich interessierenden Zeit

    1941 - 1944 war kaum was dabei.

    Vielmehr war es viel Material, das für mich nicht so interessant war (Krankenakte, Urlaubsgenehmigungen, Heirat). Zumindest den dienstlichen Werdegang (Beförderungen, Versetzungen) kann ich jetzt nachvollziehen.

    Ich werde mir den Rest der Akte auch noch kopieren lassen , in der Hoffnung, dass ich dann die wichtigeren Seiten erhalte.


    Das ist immer noch billiger als eine Reise mit Übernachtung in Leipzig.


    Es grüßt Dich

    Dieter

    Hallo zusammen,


    mittlerweile habe ich 200 Seiten der Pers.-Akte von Weise aus dem Staatsarchiv Leipzig erhalten. Das Ergebnis ist allerdings ernüchternd.


    Hier der Schnellbrief zu seiner Abordnung in den Distrikt Galizien.


    Berlin, den 8. September 1941

    Der Chef der Ordnungspolizei

    Kdo. I O (3) 2 Nr. 90 III/41


    Schnellbrief


    Betr. Einsatz von Einzeldienstkräften der Schutzpol. des Reichs im Distrikt Galizien


    1.) Auf Grund des Führererlasses vom 17.7.1941 ist das früher zu Polen gehörige Gebiet Galiziens in das Generalgouvernement eingegliedert worden.


    2.) Es sind zunächst einzurichten:

    in Lemberg ein Kommando der Schutzpolizei,

    in Tarnopol eine Schutzpolizeidienstabteilung, ( Anmerkung d. Verf. - Personal von der PV Heidelberg )

    in Stanislau eine Schutzpolizeidienstabteilung ( Anmerkung d. Verf. - Personal aus Österreich )


    3.) Es werden mit sofortiger Wirkung abgeordnet:


    a.) zum Kommando der Schutzpolizei in Lemberg:

    Revierdienst: Major der SchP. W e i s e , PV Leipzig


    4.) - 6.) pp.


    7.) Für die Ausstattung mit Dienstkleidung gilt die Anlage 1 zum RdErl. vom 12.7.1941 (RMBLiV. S. 1303), jedoch ohne die unter lfd. Nr. 43 - 47 aufgeführte Sportkleidung.


    8.) Bewaffnung und Ausrüstung:


    Jeder Offizier, Rev.-Offizier Meister und Wachtmeister (SB) ist mit


    1 Pistole 08 oder 7,65 mm mit je 64 bzw. 50 Patronen 1 Seitengewehr und

    1 Seitengewehr und

    1 Gasmaske


    auszustatten.

    Vorstehende Waffen sind den Beständen der zuständigen Polizei-Verwaltungen zu entnehmen.


    9.) Die wirtschaftliche Versorgung der eingesetzten Polizeikräfte obliegt dem Befehlshaber der Ordnungspolizei nach den für das Generalgouvernement gültigen Bestimmungen.

    Für die Rechnungslegung ist allein die "Rechnungslegende Stelle" beim Befehlshaber der Ordnungspolizei in Krakau zuständig.


    gez. D a l u e g e



    Herzlichen Gruß

    Dieter

    Hallo zusammen,


    heute kann ich etwas zum Zeitpunkt der Auflösung der SS-Polizei-Reiter-Abteilung I beitragen.


    Schreiben der SS-Polizei-Reiterabteilung I - Abwicklungsstelle - in (7a) Zabno/GG. bei Tarnow, Distrikt Krakau, vom 16. Juli 1944


    An das

    Kommando der Schutzpolizei

    K a i s e r s l a u t e r n


    Betr.: Auflösung der SS-Polizei-Reiter-Abteilung I.

    Bezug: Erl. d. Chef d. Ordn.Pol. v. 6.4.44 Kdo. g. I Org. 3 Nr. 477/43 (g) und FS BdO.Ukraine Nr. 319 v. 9.4.44.


    Die SS-Polizei-Reiter-Abteilung I ist gem. o.a. Erlaß als Einheit aufgelöst.


    Der Rev.Obw. d. SchP. d. Res. Hans Eberle wurde am 15.7.44 zur SS-Polizei-Reiter-Abteilung 1 (z.Zt. Feldpostnummer 04823) in Marsch gesetzt.

    Die Abordnung zur SS-PRA I ist gem. o.a. Erlaß aufgehoben.


    Otto

    Pol.-Inspektor und

    Führer der Abwicklungsstelle


    @ Roland, danach dürften Deine Angaben zur SS-PRA I vom August (Einsatz bis September 44 bei 213. Sich. Div. eigentlich nicht zutreffen. Ebenso vom 12.9.44, wo es um einen Offizier der Wirtschaftsverwaltung bei der SS-PRA I geht

    Könnte es dabei mal wieder um die falsche Verwendung römischer Ziffern gehen ( I statt 1 )?


    Seid herzlich gegrüßt

    Dieter

    Hallo Moderatoren,

    löscht bitte meinen Beitrag, da es keinen Sinn macht, mit dem gleichen Titel zwei Beiträge im Forum zu haben.

    Herzlichen Dank

    Dieter

    Hallo Roland,


    herzlichen Dank für die Info. Offensichtlich fehlt mir z.Zt.der Überblick oder ich werde alt.

    Da aber beim ersten Beitrag keine neuen Erkenntnisse kamen, schadet vielleicht der zweite Anlauf nicht.


    Lieben Gruß

    Dieter

    Hallo zusammen,


    das Batl. wurde im ukrainischen Winniza aufgebaut.

    Ein Komp.-Chef war Revier-Leutnant Ludwig Hesch, PV Kaiserslautern. Zum Einsatz kam das Schuma-Batl. 109 u.a. bei der Partisanenbekämpfung im Verband der "Kampfgruppe Hirsch". Hesch erhielt die "Tapferkeitsauszeichnung mit Schwertern für Angehörige der Ostvölker" verliehen.

    Quelle: Hans Kirsch, Sicherheit und Ordnung betreffend, S. 521.


    Weitere Informationen zum Schuma-Batl. 109 liegen mir nicht vor. Insbesondere interessiert mich der Einsatz und Verbleib dieses Batl. sowie das deutsche Führungspersonal und alles zur "Kampfgruppe Hirsch".


    Freue mich über jede Information.


    Herzlichen Gruß

    Dieter

    Hallo zusammen,


    hier wieder ein Baustein zur SS-Polizei-Abteilung z.b.V. (mot):


    Krakau 16.10.1944

    Der Befehlshaber der Ordnungspolizei

    im Generalgouvernement

    - IIb (1) 21 44/44 Bg. -


    Betr.:Abordnung von Unterführern, hier: Auflösung der ehem. Fahrbereitschaft des BdO Ukraine

    Bezug: Erl.aß d.ChdOrpo-Kdo. In K (1b) 251 E. Nr. 200/44 v. 1.9.44


    Im Zuge der Auflösung der ehemal. Fahrbereitschaft des BdO Ukraine werden im Dienstinteresse nachstehende Personalveränderungen durchgeführt:


    a.)

    ...

    b.)

    ...

    c.)

    Ferner werden nachstehende Unterführer und Männer zur SS-Polizei-Abt. zbV. (mot.) in Kobierzyn abgeordnet:


    1. Mstr. d. SchP. Rudolf Eulitz PV Dresden

    2. Hptw. " Emil Metzger " Heidelberg

    3. ROW " Gerhard Kreisel " Berlin

    4. " " Max Lange " Berlin

    5. Obw. " d.R. Erich Gramann " Erfurt

    6. " " " Otto Sittner " Frankf./M.

    7. " " " Max Hinoke " Berlin

    8. " " " Walter Goebel " Lübeck

    9. " " " Matthias Bohn " Kaiserslautern

    10. Wm. " " Kurt Peters " Berlin

    11. ROW " Heinrich Dickes " Berlin


    Der unter lf.Nr. 11 Abs. C) aufgeführte ROW Diuckes ist der Austauschmann für ROW.d.SchP. W i e s n e r , SS-Pol.-Abt. zbV (mot), PV (unleserl.), der mit sofortiger Wirkung als Fahrlehrer für den Holzgasgeneratoren-Lehrgang zur TK. VI abgeordnet wird.

    Wiesner ist sofort in Marsch zu setzen.

    ROW Wiesner verbleibt hinsichtlich der wirtschaftlichen und personellen Betreuung weiterhin dem Kommandeur der Ordnungspolizei in Krakau unterstellt.


    ...


    Für den Befehlshaber der Ordnungspolizei

    Dert Chef des Stabes:

    Im Auftrage:

    gez. Kaiser,

    SS-Stubaf.u. Major d.SchP.



    Es grüßt Euch

    Dieter

    Hallo Ulf,

    Maxe hat ja schon ausgeführt, dass es sich um die Uniform eines Majors der Ordnungspolizei handelt.


    Beim Eintritt in die SS erfolgte eine "Dienstgradangleichung. Die Beamten trugen aber weiterhin ihre Polizeiuniform.

    Lediglich unter der Unterschrift wurde zuerst der SS-Dienstgrad und dann der Polizeidienstgrad genannt sowie evtl. die Funktion.

    Als Beispiel: SS-Sturmbannführer und Major der Schutzpolizei, Batl.-Kdr.

    Hallo Ulf,

    in einem Punkt muss ich Dich korrigieren.

    Du schreibst, dass die Ordnungspolizei Saarbrücken später in der SS aufging. Dies ist natürlich absolut unzutreffend. Weder die Saarbrücker Ordnungspolizei noch die Ordnungspolizei insgesamt ging in der SS auf.


    Daran ändert auch nicht, dass der Reichsführer SS, Himmler, gleichzeitig Chef der Deutschen Polizei war.

    Unstrittig ist, dass er eine Verschmelzung der Polizei mit der SS anstrebte und auch viele Polizeioffiziere aus Überzeugung oder Oportunismus Mitglied der Allgemeinen SS wurden. Dies setzte aber immer einen Aufnahmeantrag des Beamten voraus.


    Zu dieser irrigen Auffassung kommt es auch immer wieder dadurch, dass den Polizeiregimentern der Zusatz SS für ihren Einsatz "verliehen" wurde.


    Herzlichen Gruß

    Dieter

    Hallo zusammen,

    hallo Werner,


    ich habe mal einen Uralt-Beitrag wieder aus der Versenkung geholt, um eine Personalinformation loszuwerden.


    "Polizeischule für Kraftfahrwesen Iglau - Iglau, den 29.3.44

    -Pol.-Kraftf.-Ers.-Abt.

    - 3160/A/338/339 -


    Betr. Abordnungen

    Bezug: Erl. d. Chefs d. Ordnungspolizei v. 9.3.44 - Kdo. I O (3) 1 Nr. 62 II/43


    Abgeordnet wurden:

    ...


    4.) Row. d. SchP. Lerch, Helmut, Heimatstandort Hamburg,gem Schreiben des Höheren SS-u.Pol.-Fhr. Rußland Mitte und Weißruthenien v. 9.2.44 zur 9./ Pol.-Panzer-Komp. beim Höheren SS-u.Pol.-FDhr. Rußland Mitte u. Weißruthenien in Minsk

    (Ersatz für Wm. Johann Fuchs)."


    Herzlichen Gruß

    Dieter

    Hallo zusammen,


    nachdem in den vorhergehenden Beiträgen die Auflösung der Polizei-Reiter-Abteilung III angesprochen wurde, hier ein Monatsbericht über ihre Einsatztätigkeit.


    "Bericht der 1. Schwadron der Polizei-Reiter-Abteilung III (Dienststelle FP-Nr. 16107 B) für die Polizei-Reiter-Abteilung III


    Lagebericht für die Zeit vom 26.9. -25.10.1943

    1. Allgemeine Lage:

    a.) politisch: ohne Bericht

    b.) wirtschaftlich: ohne Bericht

    c.) Stimmung und Verhalten der Bevölkerung: ohne Bericht


    ...


    6.) Tätigkeitsbericht:

    a.) Geschlossene Einheiten:

    Im Berichtsmonat wurde die Schwadron neben der Sicherung der Buggrenze in der Hauptsache zu Großeinsätzen herangezogen. So z.B. am 11.10.43 im Raume Hansk (30 km nordwestl. Cholm) zusammen mit Wehrmacht und SD.

    Bei dieser Aktion konnten 36 Angehörige der polnischen Widerstandsbewegung, darunter mehrere Führer, festgenommen werden. Am 14.10.43 wurde die Schwadron im Verbande der Abteilung bei einem Großeinsatz im Waldgebiet nördlich Kaplonosy (56 km nordnordwestl. Cholm eingesetzt. Es wurden 70 Banditen erschossen, erbeutet wurden u.a. 17 nKarabiner, 3 Pistolen und 535 Schuß Munition.

    In der Zeit vom 14.10. bis 18.10.43 nahm die Schwadron am Judeneinsatz des SS-Sonderkommandos Sobibor ( 40 km nordostwärts Cholm) teil. Von den 300 entwichenen Juden konnten im Zusammenwirken mit der Wehrmacht und des Zollgrenzschutzes etwa 100 Juden vernichtet werden, Zusammen mit der Wehrmacht und Waffen-SS wurde am 21.10. das Waldgebiet (4 km nördlich Cholm) abgekämmt. Diese Aktion verlief ohne Erfolg.

    Neben diesen Großeinsätzen erstreckte sich die Tätigkeit der Züge auch weiterhin auf das Beziehen von Lauerstellungen sowie den Einsatz von Fuß- und berittenen Streifen. Diese Streifen haben neben der Aufklärungsarbeit gegen das Banditenunwesen die Aufgabe, den Verkehr auf den Landstraßen und in den Ortschaften zu überwachen, den Schleichhandel zu unterbinden und den ordnungsgemäßen Verlauf der Kontingentanfuhr zu sichern.

    Weiterhin wurden von der Schwadron Kräfte für die vom Höheren SS- und Polizeiführer befohlenen gemischten Streifen (Truppenpolizei, Wehrmacht, Feldgendarmerie und SD.) zur Sicherung der Durchgangsstraßen gestellt. Bisher hatten diese Streifen im Sicherungsabschnitt keine Erfolge zu verzeichnen.

    Im Berichtsmonat wurden die Züge der Schwadron wie in den Vormonaten bei der Vieheintreibung eingesetzt.


    ...

    g.) Ergebnis und Stand der Befriedung: ohne Bericht

    h.) Beabsichtigte Tätigkeit in der nächsten Zeit:

    Neben den von der Abteilung geplanten Großeinsätzen wird die Schwadron auch weiterhin hauptächlich in den von Banditen besonders gefährdeten Gebieten Lauerstellungen beziehen. Es ist beabsichtigt, vermehrt berittene Streifen zur Überwachung der Landstraßen einzusetzen. Streifen auf Panjewagen und zu Fuß sollen in erhöhtem Maße zur Aufklärung eingesetzt werden. Da die Getreideerfassung nahezu abgeschlossen ist, werden für diese Einsätze in der Zukunft mehr Kräfte frei.


    7. Weltanschauliche Schulung und Truppenbetreuung:

    Die weltanschauliche Schulung wurde im Rahmen von Wochenschulungen anhand der Tageszeitungen und SS-Leithefte

    (Anm.: Die vom SS-Hauptamt herausgegebene Zeitschrift erschien 1935 - 1944 monatlich) durchgeführt.

    Im Rahmen der Truppenbetreuung gastierte die Spielgruppe "die 6 Spaßvögel", die sehr guten Anklang gefunden hat.


    ...

    10.) Stimmung der Truppe:

    Die Stimmung der Truppe ist nach wie vor als gut zu bezeichnen. Dienstfreudigkeit, Mut und Tapferkeit lassen in keiner Weise nach. Jeder Unterführer und Mann ist mit Leib und Begeisterung bei den Einsätzen.


    gez.

    H. Knaack

    Oberleutn. d.SchP. und

    stellv. Schwadronführer"


    Anmerkung des Verf.:


    Heinz Knaack (1914 - 1980), 1932 NSDAP, 1940 Eintritt in die SS, 1943 Oberleutnant und Zugführer in der 1. Schwadron der Polizei-Reiter-Abt. III im Distrikt Lublin.

    Bei der Schilderung dieser Aktionen ist es verwunderlich, dass der Offizier nach dem Kriege wieder als Polizeibeamter in Braunschweig Dienst verrichtete.


    Herzlichen Gruß

    Dieter

    Hallo zusammen,


    als Ergänzung zu meinem letzten Beitrag:


    Der Kdr. des I./Gal.-Freiw.-Rgt. 5, Major Vogel, war am 27.9.1942 als Hauptmann Kdr. des I./Pol.-Rgt. 28, früher Pol.-Batl. 252.


    Hauptmann Wilhelm Knobeloch, PV Wiesbaden,war am 24.5.1943 Komp.-Chef der 1./Gal.-Freiw.-Rgt. 5, vorher Rgt. v. Braunschweig. Anschließend beim III.Batl. Pol.-Rgt. 17 Komp.-Chef der 9. Kompanie.


    Herzliche Grüße

    Dieter

    Hallo Holger,


    herzlichen Dank für Deine Mitteilung und den Link.

    Auch in meiner Quelle (Internet) war der 5. Mai als Datum des Selbstmordes genannt worden, allerdings mit Fragezeichen. Deshalb habe ich kein Datum genannt.


    Hallo Peter,

    Dein Einwand ist natürlich auch nicht von der Hand zu weisen. Das Regiment taucht aber auch in der von Holger beigesteuerten Chronik von Magdeburg auf. Meine Information stammt aus dem Internet.


    Da auch mir dieses Regiment seltsam vorkam und es bisher in der Literatur noch keine Erwähnung fand, habe ich es eingestellt. Vielleicht gibt es noch weitere klärende Beiträge.


    Herzlichen Gruß

    Dieter

    Hallo zusammen,


    wer hat schon einmal etwas von diesem Regiment gehört?


    Es wurde am 7.4.1945 aus Angehörigen der Magdeburger Polizei zur Verteidigung der Stadt durch Polizeipräsident Bolek (daher vermutlich die Bezeichnung/Abkürzung "B")

    aufgestellt.

    Am 12.4.1945 wurde ein Übergabeangebot der 9. US-Armee abgelehnt.

    Einen Tag später erfolgte der Rückzug der Polizeiverbände auf das östliche Elbufer. Polizeipräsident Bolek beging am Elbufer Selbstmord.


    Herzlichen Gruß

    Dieter

    Hallo Gerard,

    ganz herzlichen Dank für Deinen Beitrag und den Link über die ersten Ausschreitungen gegen Juden in Lemberg.


    Zur Einsatzgruppe C, die an dem Pogrom beteiligt war, gehörte auch ein Zug des Pol.-Batl. 9


    Herzlichen Gruß nach Irland

    Dieter

    Hallo Daniel,

    die Organisation der Ordnungspolizei im Distrikt Galizien wird sehr gut von Dieter Pohl, Nationalsozialistische Judenverfolgung in Ostgalizien 1941 - 1944, Studien zur Zeitgeschichte, dargestellt. (im Internet nachzulesen).


    SSPF Katzmann

    KdO Oberst d. Sch. Paul Schworm, gleichzeitig Kdr. Pol.-Regiment Lemberg, Sommer 1941

    Oberstleutnant Joachim Stach

    Oberstleutnant Walter von Soosten, kam 5. Juli 1942 von Lublin . August 1943 in Ostgalizien


    KdG. Oberstleutnant d. Gend. Alois Schertler aus Österreich, 1941 - 1943


    Einzeldienstes wurde erst ab Herbst 1941 eingerichtet. Es gab nur ein Schutzpolizei-Kommando in der größten Stadt, Lemberg

    Dabeben gab es in 6 Städten Schutzpolizei-Dienstabteilungen.

    Bis auf die Schutzpolizei-Dienstabteilung Tarnopol, die von der PV Heidelberg gestellt wurde, waren die übrigen mit Polizisten aus Österreich unter deutscher Führung besetzt.


    KdS in Lemberg - Müller

    ab Okt. 1941 - Major d.Sch. Fritz Weise bis 20. Juli 1944


    Den Zusammenhang des Pol.-Batl. 256 mit Pol.-Rgt. Lemberg kann ich mir auch nicht erklären.


    Pohl erwähnt in seinem Buch folgende Batl.:

    Pol.-Batl. 83 aus Gleiwitz

    Pol.-Batl. 133 aus Nürnberg

    Pol.-Batl. 85 (vermutl. nur kurzfristig)

    Pol.-Batl. 254 "

    Pol.-Batl. 319 "

    Pol.-Batl. 315 (bis Okt./Nov. 1941)

    Pol.-Batl. 310 (bis Februar 1942)

    Polizei8-Wach-Batl Breslau

    Pol.-Ausbildungs-Batl. Halle

    Pol.-Regiment 24 ( ab 1.8.42 )


    Herzlichen Gruß

    Dieter

    Hallo Daniel,


    danke für Deine Mitteilungen.


    Ich glaube nicht, dass Stach einfach ein Polizeiregiment 4 "umtaufen" kann. Die Nummerierung ist vom Hauptamt Ordnungspolizei vorgegeben.

    Das Polizeiregiment "Galizien" verwendete einen eigenen Briefstempel mit dieser Bezeichnung. FP-Brief liegt mir vor.


    Außerdem irrt Steinkühler, wenn er in Lemberg von zwei Schutzpolizei-Kommandos ausgeht, die unter der Führung von Weise gestanden haben sollen.

    In den größeren Städten gab es ein Schutzpolizei-Kommando, in den anderen Städten eine Schutzpolizei-Dienstabteilung. Dies waren die Führungsdienststellen (in Lemberg immerhin ca. 80 Beamte). Der Polizeieinzeldienst in den Revieren wurde von ukrainischer Hilfspolizei wahrgenommen.


    Ich werde mir trotzdem das Buch einmal über die Fernleihe besorgen.


    Herzliche Grüße

    Dieter

    Hallo Daniel,


    herzlichen Dank für die Information.

    Ich hatte allmählich gezweifelt, ob zu meinem Thema überhaupt noch eine Antwort kommt.

    Meine Frage hängt zusammen mit dem Kdr. der Schutzpolizei Fritz Weise, zu dem ich z.Zt. recherchiere. Seine Personalakte habe ich übrigens jetzt teilweise kopiert aus dem Staatsarchiv in Leipzig erhalten.


    Schönes Wochenende

    Dieter