Posts by frankpol

    Hallo Werner,


    herzlichen Dank für Deine Informationen.

    Ich bin immer wieder erstaunt, was Dein Archiv an Personaldaten bereithält.

    Zu Ludwig Hesch verfüge ich über ausreichend Informationen.


    Herzlichen Gruß

    Dieter

    Hallo zusammen,


    in einer Begründung zur Verleihung der Spange zum EK.II.Kl. an Rev.Ltn.d.Sch. Hesch, Führer einer Kompanie des Schuma-Batl. 109, wird vom Kampfgruppen-Kommandeur, Major Hirsch, auf Aufklärungs- und Kampfunternehmen hingewiesen, bei denen sich Hesch besonders ausgezeichnet hat.


    Es handelt sich um Aktionen am

    22.1.43 bei Luginicki

    27.1.43 Angriff auf Banditenlager Rascheff

    11.2.43 Angriff auf Banditenlager Neschischow

    2.u.nd 3.4.43 bei Sawitschi, Peresjatinetz, Sherdnoy

    6. und 7.4.43 bei Lojew und Rutschajewka.

    Außerdem Abwehr eines Bandenüberfalls am 11.4.43 auf Bragin. Bragin war Standort der Kampfgruppe Hirsch. Dabei war auch ein Hauptmann Schreyer beteiligt

    (Schuma-Batl. 109 ?)


    Major Hirsch, vermutlich SS- und Polizeiführer in Bragin oder im Stab-BB- des SSPF (BB = Bandenbekämpfung?) teilte der Heimatdienststelle des Hesch mit, "dass der Höhere SS u. Polizeiführer Russland Süd dem Rev.-Leutnant der Schutzpolizei Ludwig Hesch wegen Tapferkeit vor dem Feinde am 14.4.1943 die Verleihung der Spange zum EK.II.Kl. persönlich bekanntgegeben hat".


    Nun meine Fragen:


    - Ist über die oben erwähnten Aktionen etwas bekannt

    - Nähere Informationen zur Kampfgruppe Hirsch

    - Nähere Informationen zu Major Hirsch

    - Nähere Informationen über das Schuma-Batl. 109 (Hesch war an der Aufstellung beteiligt)


    Ich bin dankbar für jede Information.


    Es grüßt Euch

    Dieter

    Hallo zusammen,


    heute möchte ich mal wieder etwas zum Thema beisteuern.

    Mir liegt ein Schreiben des Kommandeurs der Hochgebirgsschule der Ordnungspolizei in Innsbruck bezüglich der Inanspruchnahme der "Neuen Regensburger Hütte" durch die Ordnungspolizei vor. Es datiert ca. 5 Wochen nach der offiziellen Gründung der Hochgebirgsschule.



    Abschrift



    Der Kommandeur der Hochgebirgsschule Innsbruck, den 16. Mai 1942

    der Ordnungspolizei in Innsbruck

    Abt. - V - Nr. 280/42


    An

    den Zweig Regensburg des Deutschen Alpenvereins

    z.Hd.v.Herrn Stadt-Amtmann Hans Brandstetter

    Regensbur

    Kosionplatz 3/II.



    Betrifft: Inanspruchnahme der "Neuen Regensburger Hütte"

    durch die Ordnungspolizei


    Bezug: - ohne -


    Vom Reichsführer SS und Chef der Deutschen Polizei im RMd.I. bin ich beauftragt worden, alpine Ausbildungslehrgänge für Angehörige der Ordnungspolizei und Waffen-SS durchzuführen.

    Um das Ausbildungsziel zu erreichen, ist es notwendig, die Lehrgänge jeweils für kurze Zeitabschnitte auf Höhenstützpunkte (Alpenvereinshütten usw. ) abzuordnen.


    Für einen derzeit laufenden Lehrgang für Angehörige der Waffen-SS, die für den Kriegseinsatz geschult werden müssen, habe ich mit dem Pächter der neuen "Regensburger Hütte", Herrn Nikolaus Knoflach, wohnhaft in Neustift, Nr. 295/I eine Vereinbarung dahin getroffen, daß 42 Offiziere, Unterführer und Männer in der Zeit vom 15. bis 22. Mai 1942 in der genannten Hütte untergebracht und verpflegt werden. Hinsichtlich der Unterbringung hat sich Knoflach die Zustimmung Ihres Zweiges vorbehalten.

    Ich bitte Sie deshalb, die von mir getroffene Vereinbarung zu billigen.


    Gleichzeitig bitte ich mir die zu leistende Quartierentschädigung (ausgeschieden nach Bett- und Matratzenlagern) mitzuteilen. Ich darf darauf hinweisen, da? seitens der Wehrmacht wie auch der Polizei grundsätzlich die Preise für Alpenvereinsmitglieder gezahlt werden.


    Ich bitte ferner um Mitteilung, ob und inwieweit Sie sich in der Lage sehen, die Hütte für künftige Hochalpine Ausbildungslehrgänge der Schule jeweils für kürzere Zeitabschnitte zur Verfügung zu stellen.


    gez. Albert

    Oberst der Gend.


    Beglaubigt.

    gez. Rahberger Siegel

    Meister der Gend.




    Eine interessante Information ist, dass zu diesem Zeitpunkt die Hochgebirgsschule der Ordnungspolizei auch für Lehrgänge der Waffen-SS zuständig war. Offensichtlich wurde die entsprechende Hochgebirgsschule der Waffen-SS erst später gegründet.


    Aus diesem Schreiben entwickelte sich ein längerer Schriftwechsel, da der Zweig Regensburg mit der Art und Weise, wie die Hütte in Anspruch genommen wurde, nicht einverstanden war. Insbesondere wurde beklagt, dass die Belegungskapazität viel zu gering sei für die Anforderung der Hochgebirgsschulen.


    Neben den polizeieigenen Hochgebirgsstützpunkten, wie Oberjoch und Sudelfeld, gab es also

    die zeitlich befristete Nutzung anderer Alpenvereinshütten für die Lehrgänge.

    Dies Thematik sollte noch gesondert ausgewertet werden.


    Es grüßt Euch

    Dieter

    Hallo zusammen,

    der Schreiber der FP-Karte (die ich zwischenzeitlich ersteigert habe) war offensichtlich in Tarnopol stationiert.

    Vielleicht hilft das bei der Zuordnung der Batl. dieses Regimentes.


    Hoffende Grüße

    Dieter

    Hallo zusammen,


    beim Sichten alter Beiträge ist mir dieser wieder in Erinnerung gerufen worden, der damals leider keine Resonanz fand und den ich jetzt wieder hochholen möchte.

    Vielleicht ist jetzt die Informationslage besser und es meldet sich jemand. Würde mich freuen.


    Es grüßt Euch

    Dieter

    Hallo Holger,


    ganz herzlichen Dank für Deine ersten Angaben zum Pol.-Rgt. Galizien.

    Bei der Suchfunktion im Forum bin ich nicht fündig geworden (oder ich habe etwas falsch gemacht).


    Interessant auch die Angaben aus dem axishistoryForum.


    Eine Frage ergibt sich aus diesen Angaben. Oberstleutnant Stach wurde am 11.8.1941 KdO in Lemberg und war gleichzeitig Kdr. des Pol.-Rgt. Galizien. War das Regiment zu diesem Zeitpunkt bereits in Lemberg existent oder wurde es von Stach aufgestellt?


    Offensichtlich ist über das Regiment bisher recht wenig bekannt geworden. Insbesondere würde mich interessieren, aus welchen Einheiten das Rgt. aufgestellt wurde.


    Vielleicht ergeben sich aus Deinem Beitrag auch noch weitere Ansätze für Forumsmitglieder. Ich bin gespannt.


    Herzlichen Gruß nach Niederbayern

    Dieter

    Hallo zusammen,


    bei Ebay wird z.Zt. eine FP-Karte vom August 1941 mit dem Briefstempel "Polizeiregiment Galizien in Lemberg" angeboten.


    Ein solcher Briefstempel war mir bisher nicht bekannt.

    Auf Google und im Forum konnte ich ein Regiment mit dieser Bezeichnung nicht finden.


    Wer hat nähere Informationen zu diesem Regiment? Welche Batl. gehörten dazu?


    Im Voraus besten Dank für die Unterstützung.


    Herzlichen Gruß

    Dieter

    Hallo zusammen,

    In der mir vorliegenden Feldpostübersicht fehlt ausgerechnet die Seite mit der FP-Nr. 22665 A. Es handelt sich um einen FP-Brief einer Polizeieinheit, welcher am 12.11.1942 abgestempelt ist.

    Ich würde mich freuen, wenn man mir weiterhelfen würde. Im Voraus besten Dank.


    Es grüßt Euch

    Dieter

    Hallo zusammen,


    ich habe einen aufschlussreichen Lagebericht der 1. Schwadron (Feldpost-Nr. 16107 B an die Polizei-Reiter-Abteilung III gefunden:


    "Lagebericht für die Zeit vom 26.9. - 25.10.1943


    1. Allgemeine Lage:

    a ). politisch: ohne Bericht.

    b ). wirtschaftlich: ohne Bericht

    c ). Stimmung und Verhalten der Bevölkerung: ohne Bericht

    .... Bei den Ziffern 2 - 5 wurden Angaben zum Personalbestand, zu den Befehlsstellen, zum Nachrichtenwesen und zum Kfz.-Bestand gemacht - hier nicht abgedruckt.


    6. Tätigkeitsbericht:

    a ). Geschlossene Einheiten


    Im Berichtsmonat wurde die Schwadron neben der Sicherung der Buggrenze in der Hauptsache zu Großeinsätzen herangezogen. So z.B. am 11.10.43 im Raume Hansk (30 km nordwestl. Cholm) zusammen mit Wehrmacht und SD. Bei dieser Aktion konnten 36 Angehörige der poln. Widerstands-Bewegung, darunter mehrere Führer festgenommen werden.

    Am 14.10.43 wurde die Schwadron im Verbande der Abteilung bei einem Großeinsatz im Waldgebiet nördlich Kaplonosy (56 km nordnordwestl. Cholm) eingesetzt. Es wurden 70 Banditen erschossen, erbeutet wurden u.a. 17 Karabiner, 3 Pistolen und 535 Schuß Munition. In der Zeit vom 14.10. - 18.10.43 nahm die Schwadron am Judeneinsatz des SS-Sonderkommandos Sobibor ( 40 km nordostwärts Cholm) teil. Von den 300 entwichenen Juden konnten im Zusammenwirken mit der Wehrmacht und des Zollgrenzschutzes etwa 100 Juden vernichtet werden.

    Anmerkung des Verf.: Etwa 320 der 550 jüdischen Häftlinge des Vernichtungslagers Sobibor gelang am 14.10.43 die Flucht bei einem Aufstand. Nur 53 von ihnen überlebten den Krieg.

    Zusammen mit der Wehrmacht und Waffen-SS wurde am 21.10.43 das Waldgebiet ( 4 km nördlich Cholm) abgekämmt. Diese Aktion verlief ohne Erfolg.

    Neben diesen Großeinsätzen erstreckte sich die Tätigkeit der Züge auch weiterhin auf das Beziehen von Lauerstellungen sowie den Einsatz von Fuß- und berittenen Streifen. Diese Streifen haben neben der Aufklärungsarbeit gegen das Banditenunwesen die Aufgabe den Verkehr auf den Landstraßen und in den Ortschaften zu überwachen, den Schleichhandel zu unterbinden und den ordnungsgemäßen Verlauf der Kontingentanfuhr zu sichern.

    Weiterhin wurden von der Schwadron Kräfte für die vom Höheren SS- und Polizeiführer befohlenen gemischten Streifen (Truppenpolizei, Wehrmacht, Feldgendarmerie und S.D.) zur Sicherung der Durchgangsstraßen gestellt. Bisher hatten diese Streifen im Sicherungsgebiet keine Erfolge zu verzeichnen.

    Im Berichtszeitraum wurden die Züge der Schwadron wie in den Vormonaten bei der Vieheintreibung eingesetzt.


    Zu den Punkten b - f gibt es keine Angaben.


    g ). Ergebnis und Stand der Befriedung: ohne Bericht.

    h ). Beabsichtigte Tätigkeit in der nächsten Zeit:

    Neben den von der Abteilung geplanten Großeinsätzen wird die Schwadron auch weiterhin hauptsächlich in den von Banditen besonders gefährdeten Gebieten Lauerstellungen beziehen. Es ist beabsichtigt, vermehrt berittene Streifen zur Überwachung der Landstraßen einzusetzen. Streifen auf Panjewagen und zu Fuß sollen in erhöhtem Maße zur Aufklärung angesetzt werden. Da die Getreideerfassung nahezu abgeschlossen ist, werden für diese Einsätze in Zukunft mehr Kräfte frei.


    7. ) Weltanschauliche Schulung und Truppenbetreuung:

    Die weltanschauliche Schulung wurde im Rahmen von Wochenschulungen anhand der Tageszeitungen und SS-Leithefte durchgeführt.

    Im Rahmen der Truppenbetreuung gastierte die Spielgruppe "die 6 Spaßvögel", die sehr guten Anklang gefunden hat.


    (...)


    10. ) Stimmung der Truppe:

    Die Stimmung der Truppe ist nach wie vor als gut zu bezeichnen. Dienstfreudigkeit, Mut und Taperkeit lassen in keiner Weise nach. Jeder Unterführer und Mann ist mit Leib und Begeisterung bei den Einsätzen.


    gez. H. Knaack, Oberleutnant d.SchP. u, stellvertr. Schwadronsführer"



    Zur Person:

    Heinz Knaack (1914 - 1980)

    1932 Mitglied derNSDAP

    1940 Eintritt in die SS

    Oberleutnant der SchP

    1943 Zugführer in der 1. Schwadron der Polizei-Reiter-Abteilung III im Distrikt Lublin



    Herzliche Grüße

    Dieter

    1945 lebte er bei Salzgitter, dann Polizeibeamter in Braunschweig

    Hallo zusammen,


    mein Onkel ist als Angehöriger der 10./Gren.Rgt. 866 am 27.8.1943 bei Charkow gefallen. Genauere Angaben zum Todesort liegen mir nicht vor. Er wurde nach Angaben des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge in der Umgebung von Charkow bestattet, ohne dass weitere konkrete Hinweise vorliegen.


    Ich wäre sehr dankbar, wenn Mitglieder mir Informationen geben könnten, über den Einsatz des Regimentes 866 und des III.Batl. (10. Kompanie) im Bereich Charkow im genannten Zeitraum. Im Voraus besten Dank.


    Herzliche Grüße

    Dieter

    Hallo zusammen,

    wer hat eine Erklärung dafür, dass ein Angehöriger eines Pol.-Batl. bei den Stalingrad-Vermissten des Volksbundes auf dem Soldatenfriedhof Rossoschka aufgeführt ist?


    Hinweis für Stefan.

    Es ist überhaupt nichts Besonderes, dass der Lagerverwalter Polizist wurde.

    Im Rahmen der Notverordnung wurden Polizeireservisten aus allen möglichen Berufen eingezogen und bei den örtlichen Dienststellennach kurzer Ausbildung als Ersatz für Polizeibeamte, die an der Front eingesetzt waren, verwendet. Diese "Reservisten" wurden später als Mannschaften in den "Reserve-Pol.-Batl." eingesetzt, bei denen nur das Führungs- und Funktionspersonal aus "gedienten" Polizeibeamten bestand.

    Gruß

    Dieter