Posts by frankpol

    Hallo zusammen,


    ein Cousin von mir, Stabsfeldwebel Wilhelm (Willi) Müller, fiel am 23.10.1942 in Stalingrad. Seine Einheit, das Inf.-Rgt. 208, traf erst 6 Tage vorher in Stalingrad ein. Er wurde auf dem Friedhof Raszurjajenka beigesetzt.


    Ich suche Informationen über dieses Regiment, insbesondere die 2. Kompanie, beim Einsatz in Stalingrad. Nach meinem Kenntnisstand war die Einheit beim Sturm auf das Traktorenwerk "Roter Oktober" eingesetzt


    Im Voraus recht herzlichen Dank für die Unterstützung.


    Es grüßt

    Dieter

    Hallo Charlie,


    alles klar!

    Ich gehe davon aus, dass bei der Zusammenlegung der Batl. zu einem Regiment die Bezeichnungen und die Reihenfolge der Kompanien nicht verändert wurden. Sofern in wenigen Fällen Batl. 5 Kompanien aufwiesen, wurden sicherlich diese nicht alle durcheinander geworfen und neu zugeteilt, sondern die ersten vier Kompanien bildeten das Batl. im neuen Regiment (1. - 4. / 5. - 8./

    9. - 12. Komp.) und das Personal der 5. Komp. wurde zur Auffüllung der übrigen Komp. verwendet, bzw. zu einer anderen Einheit abgeordnet (insbesonder die überzähligen Offiziere).


    Das würde in Deinem Falle bedeuten, dass der Onkel zur 2. Komp. des früheren eigenständigen Batl. gehörte.


    Diese Überlegungen sind zwar nicht durch Dokumente zu belegen, aber auf Grund bisheriger Erkenntnisse m.E. schlüssig.


    Beste Grüße

    Dieter

    Hallo Charlie,


    nachdem Du die ganze Zeit von der 6. Kompanie ausgegangen bist, wundert mich, dass Du jetzt auch die 1. 3. und 4. Komp. erwähnst. Nur weil Curilla die Beteiligung dieser Komp. an Kriegsverbrechen erwähnt.

    Wie soll denn jemand aus dem Forum diese Frage prüfen können, nachdem Du bisher den Namen des Onkels unleserlich gemacht hast? Ich kann verstehen, dass Dich die Frage der Beteiligung Deines Onkels an Kriegsverbrechen beschäftigt. Aber man kann nur Unterstützung erhalten, wenn man die vorliegenden Fakten den anderen Mitgliedern mitteilt.


    Herzlichen Gruß

    Dieter

    Hallo Vladbor,


    zur Person selbst, kann ich nichts beitragen.

    Die Frage, wieso er als Automechaniker in eine Polizei-Reiter-Einheit kam, lässt sich leicht beantworten. Zu den Reiter-Abteilungen kamen natürlich Polizisten aus allen Dienststellen, bei denen es berittene Polizei gab. Dabei handelte es sich um Berufspolizisten.

    Da diese aber nicht ausreichten, wurden Polizeireservisten, die aus den unterschiedlichsten Berufen entsprechend der Notverordnung verpflichtet wurden, auch bei den Reiter-Abteilungen eingesetzt.


    Herzlichen Gruß ins Elsass

    Dieter

    Hallo Frank,


    schönen Dank für die Info und dass Du nach längerer Pause das Pol.-Batl. 122 wieder aus der Versenkung geholt hast.


    Gruß

    Dieter

    Hallo Andrea,


    danke für Deine Antwort.


    Die Ortschaft kann ich nicht genau entziffern.

    Der Vermerk darunter lautet Mstr. d. Gend. (= Meister der Gendarmerie) und sein Name "Hans"(?). Vermutlich war er der Dienststellenleiter oder der Geschäftszimmerbeamte der Gend.-Station Deines Großvaters, der damit die Richtigkeit des Eintrages bestätigte.


    Herzliche Grüße

    Dieter

    Hallo Eclipse_First, (ein Name als Anrede wäre schöner),


    ganz herzlichen Dank für die interessanten und ausführlichen Angaben zum Werdegang und der Gefangenschaft Deines Großvaters.


    Der von mir erwähnte Wechsel vom Revierdienst der Schutzpolizei zur Gendarmerie war nicht nur während des Kriegseinsatzes erfolgt, sondern auch noch in der Nachkriegszeit, was fast noch ungewöhnlicher ist.

    während er ab 1947 Angehöriger der Pol.-Verw. Worms (Schutzpolizei) war, wurde er 1949 Dienststellenleiter in Osthofen. Dies war keine Pol.-Verwaltung, sondern eine Gend.-Station, wo er "Stationschef" wurde.

    Bis 1956 war er bei der Gendarmerie in Oppenheim, um anschließend wieder bis zum Ruhestand zur Schutzpolizei zurückzukehren.

    Diese Wechsel müssten sich auch in den damals bestehenden Dienstgradbezeichnungen widerspiegeln, die bei einem Wechsel geändert wurden. Vielleicht gibt es Dokumente (Versetzungsverfügungen, Ruhestandsurkunde etc. wo sich das belegen lässt.

    Interessanter Weise gibt es eine Parallele zu mir. Ich war als Gend.-Obermeister ebenfalls in Oppenheim tätig und wurde dann nach meinem Wechsel zum Pol.-Präsidium Mainz Pol.-Kommissar.


    Das von mir erwähnte Buch von Büttner kann Dein Großvater nicht besessen haben, da es erst später erschienen ist. Es dürfte Dir als Historiker aber bekannt sein, dass Du es problemlos im Rahmen der Fernleihe von der Uni-Bibliothek ausgeliehen oder einsehen kannst.

    Ich werde aber in meinem Exemplar nachschauen, ob es etwas darin gibt, was die Zeit Deines Großvaters betrifft. Büttner ist aus unserer gemeinsamen Dienstzeit in Mainz ein guter Freund von mir. Ich werde auch bei ihm mal nachhören.


    Zum Schluss noch eine Klarstellung. Die Formulierung in den Aufzeichnungen Deines Großvaters, dass die Polizisten des Bataillons wegen der Blutgruppen-Tätowierung Ärger wegen ihrer (Waffen)SS-Zugehörigkeit bekamen, ist missverständlich.

    Die Angehörigen der Polizei-Batl. gehörten nicht zur Waffen-SS und auch nicht zur SS. Die Zusatz-Bezeichnung als "SS"-Pol.-Batl. wurde ihnen "in Anerkennung ihres tapferen Einsatzes" durch den Reichsführer SS und Chef der Deutschen Polizei, Himmler, verliehen. Sie waren aber nach wie vor Angehörige der Ordnungspolizei. Dies schließt natürlich nicht die 'Zugehörigkeit als Einzelperson aus, was öfters bei Pol.-Offizieren aus Karriere-Gründen (aber auch aus Überzeugung) der Fall war.


    Himmler hatte ab einem bestimmten Zeitpunkt die Blutgruppen-Tätowierung auch für die Pol.-Einheiten angeordnet. Da den Alliierten diese Zusammenhänge natürlich nicht so bekannt waren, wurden Gefangene Polizisten mit Angehörigen der Waffen-SS "in einen Topf geworfen".


    Herzliche Grüße und weiterhin viel Spaß bei der Recherche zu Deinem Großvater


    Dieter

    Hallo Peter,


    als ich Deinen Beitrag las, habe ich auch sofort an meinen Beitrag zur Polizei-Alarm-Flak-Battr. XII denken müssen.


    Könnte es ein, dass das Geschütz auf dem Dach des Polizeipräsidiums Bochum keiner "fremden" Flak-Einheit gehörte, sondern von ausgebildeten Polizisten bedient wurde?

    Aus dem Bereich der PV Kaiserslautern ist mir bekannt, dass es gegen Ende des Krieges eine Einteilung von Beamten zur Flugabwehr mit MG gab. Vielleicht ist das in Bochum ähnlich gewesen.


    Herzlichen Gruß in die Normandie (leider sehen wir uns dieses Jahr ja nicht zum Treffen der DGfPG)

    Dieter

    Hallo Eclipse first,


    Herzlichen Dank für das Einstellen der Daten zu Deinem Großvater.


    Ich befasse mich speziell mit den Pol.-Batl. 121 und 122, in welchen Mainzer Polizisten eingesetzt waren und habe entsprechende Unterlagen. Wenn Du mir den Namen Deines Großvaters mitteilen würdest (gerne auch als PN), könnte ich mal nachschauen, ob ich zu ihm etwas finde.

    Interessant ist für mich, dass er nach seiner Verwundung vor Leningrad und Behandlung im Lazarett sowie Revierdienst (wieder in Mainz?) zu einer Gendarmeriestation in Slowenien abgeordnet wurde.

    Ich war bisher der Meinung, dass zu diesen Gend.-Stationen auch nur Gendarmeriebeamte abgeordnet wurden.


    Interessant wäre für mich auch, wo er in Mainz nach dem Krieg Dienst verrichtet hat. Vielleicht ist mir sein Name begegnet.

    Als Du im zarten Alter von 5 Jahren warst, habe ich nämlich 10 Jahre Dienst beim Polizeipräsidium Mainz Dienst verrichtet.

    Ist Dir das Buch "Mainzer Polizeigeschichte" von Winfried Büttner bekannt?


    Herzliche Grüße

    Dieter

    Hallo Reinhard,


    herzlichen Dank für diese Info. Ich werde mal bei meiner Cousine nachfragen, ob ihr Vater beim RAD war.

    Deine Vermutung dürfte sehr wahrscheinlich sein, denn der Wehrkreis XII und Einsatz im Westen in der Saarpfalz passen zu seinem Heimatort.

    Bei der Auflösung dieser Einheit und Verteilung auf andere Einheiten 1942 taucht das Pionier-Batl. 80 zwar nicht auf, aber das kann sich ja bis zum Einsatz in Italien noch geändert haben.


    Hallo Margarete,

    ganz lieben Dank für die Mühe, die Du dir bei der Lokalisation gemacht hast. Insbesondere die Karte von der Verlegung von Italien nach Ungarn ist ganz toll.


    Herzliche Grüße und weiterhin alles Gute

    Dieter

    Hallo liebe Forumsmitglieder,


    ich hatte kaum noch gehofft, dass das Rätsel um die Einheitsbezeichnung gelöst wird, aber Dank der Unterstützung von Heinz habe ich jetzt die Gräberkartei erhalten.


    Die Einheit lautet richtigerweise 3.(m.) Pi 80 . Dürfte wohl die 3. Komp. im Pionier-Bataillon 80 sein.


    Wie es zu der merkwürdigen Einheitsbezeichnung beim Volksbund kam, ist nicht nachvollziehbar. Nun kann ich wenigstens weiter recherchieren.


    Wenn jemand zu dieser Einheit über Informationen verfügt, auch zu den Kämpfen bei Pecs/Ungarn. würde ich mich über eine Nachricht freuen.


    Herzlichen Dank im Voraus, auch an alle Mitglieder die versucht haben, das Rätsel zu lösen.


    Beste Grüße

    Dieter

    Hallo zusammen,


    hier wieder ein kleiner Baustein zu Personalien des III./Pol.-Rgt. 24.


    Am 9.5.43 bei Stozek, nordostwärts Kremianez, Ukr., gefallen:


    Zugwm. Lenne, Konrad

    Zugwm. Reuss, Willi

    Wm. Friedrich, Wilhelm

    Wm. Maher, Erich


    Alle von der PV Frankfurt/M. - SAK Ost -


    Beste Grüße

    Dieter

    Hallo Wolfgang,


    Dein Hinweis auf den Beitrag von Roland ist natürlich erheblich.

    Das könnte bedeuten, dass das Pol.-Begleitbataillon Steiermark, das der HG Weichsel unterstellt wurde, nicht mehr in seiner ursprünglichen Funktion als Begleitbataillon Verwendung fand, sondern zur neuen Kennzeichnung den Namen von Major Schwartz erhielt.

    Ob er Kdr. des Pol.-Begleitbataillon war, ist mir nicht bekannt. Vielleicht war er auch nur Komp.-Chef, und führte Teilkräfte des Begleitbataillon, welche dann als Schutzpolizeiabteilung bezeichnet wurde, da sie keine Bataillonsstärke aufwiesen. Zumindest gibt es einen Zusammenhang zwischen Schutzpolizeiabteilung Schwartz und Pol.-Begleitbataillon Steiermark


    Herzlichen Gruß

    Dieter