Posts by Ultima

    Hallo miteinander,

    bin neu hier im Forum. Bin gerade auf den Thread hier gestoßen. Mei. Urgroßvater war auch in der 7. SS-Division im 2. Regiment. Weis jemand warum es später das 14. wurde? Lag das einfach an Verlusten und infolgedessen zusammenlegungen von Regimente ? Die meisten Verwundeten wurden nach Österreich gebracht wie ich es hier herauslese, bei meinem Urgroßvater war es Graz wo er auch verstorben ist.

    Des weiteren wollte ich fragen ob jemand schon Erfahrungen hat mit der Abteilung Bereitstellung beim Bundesarchiv, habe dort jetzt Mal angefragt ob Akten vorliegen. Kann man da was erwarten?

    Stehe noch am Anfang meiner Recherche da wirklich alle bis auf eine Ausnahme der Familie den Krieg nicht überlebt haben. Und dieser Angehörige war zu der Zeit noch ein Kind. Deswegen tappe ich an vielen Stellen im dunklen.

    Viele Grüße Schwabe 27

    Moin,


    willkommen im Forum.


    Auch bei Dir, Du hast einen eigenen Urgroßvater, mit eigenen Fragen, da wäre es nur fair auch einen eigenen Thread aufzumachen, damit sich nicht alles vermischt.


    Zu deinen Fragen: Eine Auskunft bei der WASt/Bundesarchiv lohnt sich immer, den sie ist die zentrale Auskunftsstelle. Und ja, es kann auch sein, dass dort nichts erhalten ist, aber auch das ist ja quasi eine Information. Also, anschreiben und Wartezeit einplanen.


    Zum Regiment 2/14: Am Anfang wurden Divisionen bei der Waffen-SS aufgestellt und jede für sich intern benannt. Das führte dann dazu, das es dann also 10x ein Regiment 1 und 10x ein Regiment 2 gab und so weiter, also wurden die Divisionen, Divisionseinheiten, Regimenter etc. durchnummeriert, und so wurde aus der 2 eine 14.


    Grüße

    Christian

    Moin,


    es wäre sicherlich nicht verkehrt, wenn du die wesentlichen Dokumente hier einstellen könntest, um auch ggf. Ablese- bzw. Interpretationsfehler auszuschießen.


    Auch die Tatsache, das ihm im Dezember 1941 der Unterschenkel amputiert wurde, er aber noch 43 von einem Fronttruppenteil - mit dem zusätzlichen Problem, das Eumex bereits thematisierte- wieder ins Lazarett gekommen sein soll, macht mich hier stutzig.


    Huba: Im übrigen wäre es die Genesenden-Kompanie. :-)


    4. Wie wurden Säuglinge in Lagern gekennzeichnet? Gab es Kinder, die am Knöchel gekennzeichnet bzw. tätowiert wurden? Gibt es Unterlagen über adoptierte/mitgenommene Kinder durch SS-Angehörige aus Lagern?

    Und wo kommen jetzt in Zusammenhang mit dem militärischen Lebenslauf die Kinder/Säuglinge her?


    Grüße

    Christian

    Moin,


    um wirklich helfen zu können, wäre es gut, wenn du die WASt-Auskunft einstellen könntest (bitte persönliche Daten des Sachbearbeiters schwärzen) , dann hätte man einen Überblick über die Stationen deines Großvaters, und kann dir dann jeweils weitere Informationen geben.


    Gruß

    Christian

    Moin,


    Klapdor (Mit dem PzRgt Wiking im Osten, S. 232f.) führt dazu nur wenig aus:

    So fordert am 5. April das Auftauchen einer auf 100 Mann geschätzten Bandengruppe, kaum 3km NW von Cholm entfernt, den Einsatz einer KGr unter Führung von Ustuf Schumacher.

    Der wachsenden Unsicherheit auf den Straßen fallen am 14. April 1944 vier Angehörige der II. Abteilung [PzRgt] zum Opfer: Ostuf Paschek und Müller sowie die Rttf Waldenburg und Palei. [...] Die vier von Banditen Erschossenen werden am 16. April in Cholm begraben.


    Gruß

    Christian

    Moin,


    (Mobilmachung-1.1.1940) 1. Leichtkranken-Kriegslazarett Kriegslazarett-Abteilung 610
    (24.8.1943-5.4.1944) 4.11.1943 3. Kriegslazarett Kriegslazarett-Abteilung 610.


    KrgsLazAbt 610 wurde auch schon einmal hier behandelt.


    Gruß

    Christian

    Moin,


    Gelzleichter wurde nach Absolvierung des 8. Kriegs-Junker-Lehrgangs als Standartenoberjunker m.W.v. 5.12.42 zu Estnischen SS-Legion versetzt. Die Ernennung zum Ustuf erfolgte am 10.03.43.

    Von der Estn.Legion aus wurde dann das Pz.Gren.Btl. Narwa zur Division Wiking in Marsch gesetzt. Auch wenn die o.g. Literaturquelle (PzGren Wiking) ihn als Angehörigen der 4./Narwa benennt, müsste er in der 1./Narwa als Zugführer eingesetzt gewesen sein. Ggf. dann noch mal versetzt, aber da er ausgebildeter Zugführer schwerer Zug war, macht eine Verwendung in der 4./Narwa eigentlich keinen Sinn.


    G. hatte das Verwundetenabzeichen in Silber, als Verwundung liegt mir die Meldung v. 22.8.43 vor. (Gr.Splitter li. Unterschenkel, Wade, li. Hand, re. Oberarm) Dies wird vermutlich auch seiner Versetzung zur Folge gehabt haben.


    Zum 15.9.43 wurde er in das S-Pz.Gren.A.u.E.Btl. 5 versetzt und dort dann am 9.11.44 zum Ostuf befördert.


    Grüße

    Christian


    Edit: RS-Fehler behoben.

    Dein Verwandter war dann vermutlich zum Schluss in der 18. SS Division "Horst Wessel"

    Die war zum Schluß in der Nähe seiner Heimat. Da war der Heimweg wohl kurz.

    Moin,


    also seid mir nicht böse, aber der einzige Hinweis ist ein - und da gebe ich Diana recht- nicht ganz klar einzuordnender Hinweis auf Borisow und daraus wird dann die 1. SS-Brigade/ 18. SS-Div abgeleitet.

    So schade das für einen ist, der auf der Suche nach Erkenntnis ist, aber aus den Hinweisen "Borisow" und "bei Kriegsende schnell wieder zu Hause" lässt sich nun mal in keinster Weise die Zugehörigkeit zu einem Truppenverband ableiten. Das ist und bleibt Spekulation.


    Wenn der Betreffende schon im Winter 41 an der Ostfront gekämpft hat, im Sommer 44 aber Unterscharführer ist, wird er vermutlich lange Zeit Mannschaftsdienstgrad gewesen sein. Das macht die Verfügbarkeit von Dokumenten zu seiner Person, gerade wenn die WASt-Auskunft negativ war, nicht wahrscheinlicher. Mit viel Glück kann das BA-MA in Freiburg anschreiben und über die EK-Verleihungslisten etwas finden.


    Auch wäre unter dem Gesichtspunkt der Wintermedaille von 1941 seine Brust "recht leer" drei Jahre später. Ist also die Frage ob er überhaupt in einem Frontverband gekämpft hat oder lange Zeit woanders eingesetzt war.

    Oder er war im Nachschubbereich etc. eingesetzt. Ist bekannt was er beruflich vor seiner Militärzeit gemacht hat? Bleibt also alles spekulativ.


    Liegen ggf. Angaben der Rentenversicherung zu seiner Militärzeit vor? Oder weitere Dokument, wie die beiden Fotos?


    Gruß

    Christian

    Moin,

    Hallo Christian, da steht noch die Verletzung und wann er entlassen wurde. Mehr nicht. Mein Grossvater ist am 18.09.1909 in Glaserhau / CSR geboren.

    das bedeutet zumindest, dass dein Großvater nicht der "typische" PE-Angehörige war, da er ein slowakischer Volksdeutscher war. Dadurch lässt sich aber vermutlich umso schwerer sein Weg nachvollziehen.

    Da er bereits am 08.02.43 bei der PE gedient hat, gehörte er aber zu den Volksdeutschen die sich freiwillig zum Dienst gemeldet haben. Da erst 1944 die Wehrpflicht für diese eingeführt wurde. Ich persönlich könnte mir als Grund z.B. vorstellen, das eine freiwilligen Meldung erfolgte, um dem Wehrdienst in der slowakischen Armee zu umgehen.


    Wenn man von speziellen volksdeutschen Divisionen wie der PE absieht, wo die Masse der Soldaten aus einem speziellen Siedlungsgebiet stammen, wurde die Mehrzahl der Volksdeutschen dort eingesetzt, wo einfach Personal benötigt wurde, man konnte also quasi per Zufall in jedweder SS-Division verwendet werden.

    Internierungslager Novaky, CSR 1.12.1945 bis April 1948 (Entlassung 1.4.1948)

    Auch ist er nach Kriegsende irgendwie wieder in seiner slowakischen Heimat zurückgekommen. Gibt es dazu in der Familie Informationen?


    -Trennung-


    Moin Heiko,


    danke für dieses gut erhaltene Soldbuch. Warum machst du aber keinen eigenen Thread dafür auf, um den militärischen Lebenslauf deines Großvaters separat zu entschlüsseln?

    So wird das doch regelmäßig irgendwann unübersichtlich, um welchen der beiden Großväter es jeweils geht.

    Ich glaube, es gibt hier viele die dir auch gern beim entziffern des Soldbuches helfe werden, aber wenn du nicht sagst, was du nicht lesen kannst, wird das schwierig. Und nichts ist unbefriedigender, als dir etwas zu entziffern, um dann zu hören, "ja weiß ich schon".


    Grüße

    Christian

    Moin,


    hast du vielleicht etwas mehr "Futter". Also z.B. weitere persönliche Daten, woher stammen deine obigen Angaben?


    Ich habe einen SS.OStubaf Friedrich Schröder (*17.01.1894), welcher mit Stand 01.03.45 Kdr der SS-Bewährungs-Abteilung, Standort Protektorat, war.


    Ein SS-Gren.Rgt. 15 (lett. Nr. 1) gab es nicht.

    Das Rgt. 15 der Waffen-SS war das Kav.Rgt. 15 der 8. SS-KavDiv.

    Während das Rgt. welches lettisches Nr. 1 trug, das Rgt. 39, durch Umbenennung ab November 1942 dann Rgt. 42, war.


    Grüße

    Christian

    Moin,

    Mein Opa war vor der Meldung zur SS bei der Hitlerjugend und danach beim RAD. Er war deutscher aus dem tiefsten Westen, Groß, blaue Augen etc. Wieso kam er zu einer lettischen Freiwilligen Einheit nach Russland und nicht zu einer regulären SS Einheit?

    Wie soll er sich denn dort verständigt haben?

    Mein einziger Schluss hierzu ist, dass er nicht in den Grenadier Regimentern sondern in einer anderen Funktion evtl. Verbindungsfunktion gewesen sein musste?

    Was meint ihr hierzu?

    Auch bei dieses Division handelt es sich um eine reguläre Waffen-SS-Division. Aber ja, der Gedanke ist nicht per se falsch, sondern wird ja auch in der Erinnerungsliteratur ab und zu erwähnt, dass man sich lieber bei einer der "berühmten" SS-Divisionen gesehen hätte, als in einer "fremdvölkischen".

    Nun sind nicht alle SS-Divisionen, die dem Namen nach aus Ausländern bestanden, in ihrer Personalstruktur gleich. Aber bei den baltischen Divisionen war es i.d.R. so, dass abgesehen von von Stab und Stabseinheiten das Personal nicht aus Deutschen bestand. Der Verdacht von dir ist also nicht ganz von der Hand zu weisen. Er könnte also als Schreiber, Melder, Funker etc. eingesetzt worden sein. Auch die Divisions-Nachrichten-Abteilung bestand vorrangig aus Deutschen. Aber wenn nur seine Divisionszugehörigkeit feststeht, wird sich die tatsächliche Verwendung nur schwer feststellen lassen.


    Die Einheit wurde Ende 43 erst gegründet.

    Die Aufstellung die späteren 15.SS-Division wurde am 15.02.43 befohlen. Im November 1943 kam es zum ersten Fronteinsatz.


    Wie lange hat damals die Grundausbildung gedauert bei der SS?

    Die Grundausbildung dauerte ca. 4 Monate. Wenn er noch eine Spezialausbildung bekam, entsprechend länger (z.B. Funker).


    Ich habe ein Bild von ihm mit den "normalen" schwarzen SS Kragenspiegeln. Nach meiner Recherche hatten ausländische Einheiten allerdings spezielle Kragenspiegel (also eine Seite schwarz und die andere Seite Einheitenspezifisch), stimmt das so? Siehe Bilder

    Auf dem rechten Kragenspiegel waren die SS-Runen, auf dem linken der Dienstgrad. Wenn der Dienstgrad der unterste war (Schütze, Kanonier, Funker etc.) dann war dieser rein schwarz. Für Einheiten deren Personal nicht in Gänze den rassischen Prinzipien der SS entsprachen, und dazu gehörten auch die lettischen Einheiten, wurden im Laufe der Zeit spezielle Kragenspiegel entworfen, die anstelle der SS-Runen zu tragen waren.

    Die wurde aber nicht gleich zu Beginn der Aufstellung vollzogen, sondern meist erst später und dauerte recht lange bis alle die trugen. Auch Angehörige, welche an sich dazu berechtigt waren, die SS-Runen zu tragen, sollten eigentlich den speziellen Kragenspiegel ihrer Einheit tragen. Diese hätten dann zusätzlich die SS-Runen als Abzeichen auf ihrer linken Brusttasche geführt. Aber das ist nur die von Himmler geforderte Theorie, auf vielen Bildern ist zu sehen, dass dies nicht vollständig umgesetzt wurde.

    Was ich nicht verstehe ist wieso er dann in britische Gefangenschaft kam?

    Nach meinem Stand gingen die Mehrheit der Division in amerikanische Kriegsgefangenschaft. Da die Westalliierten aber ihre Gefangenen intern verteilten, könnte es durchaus sein, das er so bei den Briten landete. Auch wäre es denkbar, dass alle Gefangenen in Norddeutschland schlussendlich den Briten übergeben wurden, da diese örtlich zuständig waren (Besatzungszone). Das entzieht sich leider meiner Kenntnis.


    Grüße

    Christian

    Moin,

    sind das alles Informationen aus der WASt-Auskunft? Und steht da noch mehr, oder nur genau das?


    Wo und wann ist denn dein Großvater geboren?


    Grüße

    Christian