Posts by Ultima

    Moin,


    bevor man sich hier auf die SichDiv 281 einschießt, wäre der einfachste Weg natürlich ein Blick in die entsprechenden KTB 58. InfDiv / I. AK welche Ost-/Hilfstruppen hier im Einsatz waren. Kosakeneinheiten ware schließlich überall in Zug-/Kompaniegröße zu finden. Und ich kann mir auch gut vorstellen, dass ein deutscher Soldat, wenn er wie in Pirmasens Ausgangspost von Kosaken schreibt, einfach eine Reitertruppe sowjetischer Herkunft meint, ohne das es sich um Kosaken im ursprünglichen Sinne handelt.


    Gruß

    Christian

    Moin,


    das würde erklären wenn bei einzelnen Divisionen mal für gewisse Zeiträume KTBs der unteren Ebenen fehlen würden.

    Aber gibt es bei NARA/BA-MA von irgendeiner Division überhaupt KTBs der Btl./Rgt.-Ebene?


    Gruß

    Christian

    Moin,


    das übliche Problem, ja ab Bataillons-/Abteilungsebene war ein KTB zu führen,

    aber in den Archiven ist unterhalb von Divisionen im Grunde nichts erhalten geblieben, warum auch immer!?


    Gruß

    Christian

    Moin,


    Newel am nächsten käme von den Sich.Div. der HGr Nord die 281. Deren Operationsgebiet war von Ostroff nach Süden in Richtung HGr Mitte.

    Das KTB der 281. Sich.Div. weist die Ost-Reiter-Abt. 281 bereits in der Gliederungsübericht 1.11.43 als "an OKH abgegeben" aus.

    Wobei ich davon ausgehe, dass sich dahinter die "Auflösung/Umgliederung/Abgabe in Richtung Westen" der unzuverlässigen russischen (etc.) Ost-Einheiten verbirgt.


    Gruß

    Christian

    Moin,


    ich denke hier wird eher auf die Hilfstruppen der Sicherungsdivisionen abgezielt: z.B. die Ost-Reiterabteilung 285 etc. der Sich.Div. 285, welche als lokale Kosakenformationen meist im rückwärtigen Bereich im Einsatz waren.


    Gruß

    Christian

    Moin,


    woher stammen denn die obigen Informationen? Ist schon eine Anfrage bei der WASt/BA erfolgt?

    Was genau möchtest du denn wissen? Und vor allem, was ist dir denn selbst schon bekannt.


    Gruß

    Christian

    Moin,


    Ein paar Informationen habe ich aber inzwischen über meinen Großvater durch das Bundesarchiv Abteilung PA Berlin bekommen. Es war ein ein Schriftstück über seine Kriegsgefangenschaft.

    In diesem Schriftstück werden unter dem Medical Record zwei Kriegsgefangenenlager erwähnt.

    ist damit die WASt-Anfrage/Antwort gemeint, oder hattest du unabhängig davon beim Bundesarchiv angefragt.


    Deine Großmutter selbst kann keine Angaben zu deinem Großvater machen?

    Wie sicher ist den eine Verwendung als Soldat bei der ungarischen bzw. deutschen Armee?

    Und was für ein Jahrgang ist dein Großvater?


    Gruß

    Christian

    Moin,


    und zur eigentlichen Frage:


    Peeter Oeselg, geb. 11.01.19, Rahuste ( Eltern: Andres und Marie Oeselg, geb. Tees).

    In meinen Unterlagen als Angehöriger des Selbstschutzes verzeichnet.

    Einberufung im Rahmen der Mobilisation, bei mir ist aber keine Einheit hinterlegt.

    Inhaftierung wie bei dir oben angegeben. Er kam in das Arbeitslager Sevvostlag (am Ochotskischen Meer, ggü. Kamtschatka),

    dort verstorben am 30.10.1945.


    Neben Peeter liegen mir noch drei weitere Oeselg vor.

    Bei Einar Oeselg (*27.12.22/+01.03.44) gehe ich davon aus, dass es sich um seinen Bruder handelt. Vielleicht kannst du da ja nachfragen/ ergänzen!?


    Gruß

    Christian

    Moin,

    Der Transport von estn. SS-Einheiten über Dagö/ Ösel wird in KTB´s erwähnt.


    wenn du da noch Informationen zu hast, würde mich das sehr interessieren!


    Nach meinem Kenntnisstand ist, neben Selbstschutzeinheiten, nur die SS-KGr Made über Ösel verlegt worden. Diese bestand aus Versprengten und Resten des SS-Ausb.u.Ers.Einh.20.


    Gruß

    Christian

    Moin,


    wie sicher ist denn die Zugehörigkeit zur Division? Die Division selbst ist nie auf Ösel gewesen.

    Bliebe maximal, dass er sich auf dem Festland von der Tuppe entfernt hat und in seinen Heimatort zurückgegangen ist.


    Hatte der Gesuchte Geschwister und ist sein Geburtsort bekannt?


    Gruß

    Christian

    Moin,


    sehr interessant, danke für das Einstellen.

    Wobei ich denke, dass es Wehrmacht/Heer insbesondere darum ging, dass wenn man schon einen Waffenträger neben sich dulden musste,

    dieser wenigstens ihren Ansprüchen genüge tut. Schließlich war absehbar, dass man Seite an Seite im kommenden Krieg kämpfen muss.

    Also keine Verschmelzung, sondern einheitliche militärische Standards.


    Gruß

    Christian

    Moin,


    am besten wäre es, das Schreiben vom Bundesarchiv/WASt hier einzustellen, so kann in der Regel am Besten geholfen werden.

    Auch kleine Details bringen hier häufig zusätzliche Informationen, bzw. kleine Übertragungsfehler machen die Sache häufig unnötig schwierig.


    4. Pz.Jg.E.Abt ist die "4. Kompanie Panzer-Jäger-Ersatz-Abteilung"

    SS-Panzerjäger-Regiment 3 gibt es nicht, nur SS-PzJg-Abteilung 3.


    Was sind den sachdienliche Infos für Dich? Was hast du dir schon besorgt, durchgelesen etc.?


    Gruß

    Christian

    Moin,

    Bei der letzten Einheit war der Soldat bis zum 23. Dezember 1944 (gem. Einheiten / Seite 12 / Anhang 2), jedoch gem. des Gefechtskalenders (Seite 32 / Anhang 3) nur bis zum 14. Dezember 1944 bei den gleichen Gefechten. Weshalb der Unterschied?

    ich sehe da keine Diskrepanz.


    Er war gem. Zugehörigkeit vom 8.8.44 bis 14.12.44 Angehöriger der StKp/I./AR 1318 (Müsste es hier nicht AR 1316 sein? ). Für diese ist mit gleichem Zeitabschnitt im Gefechtskalender "Einsatz in Frankreich" hinterlegt.


    Ab dem 15.12.44 dann bei 5./FEB 1316, da diese Einheit nicht im Kampf stand, konnte für diese Zeit auch keine Eintragung im Gefechtskalender gemacht werden.


    [Vorsicht Vermutung!] Da diese ja explizit als Auffangstelle tituliert ist, muss ja hier irgendetwas passiert sein, sprich die Kampfeinheiten wurden ggf. zerschlagen/versprengt, so dass die einzelnen Soldaten über eine Auffangstelle des FEB wieder gesammelt und dann in der Folge wieder ihrer alten/einer neuen Einheit zugeführt worden. Das müsste dann wohl am 28.12.44 passiert sein, nur das die neue/alte Einheit keinen Eintrag gemacht hat.


    Gruß
    Christian

    Moin,


    die Aufkl.Abt. ist ein selbstständiger Truppenverband innerhalb der Division, sie untersteht also direkt der Division, genauso wie auch z.B. das PzRgt oder die PzGrenRgter.


    Unabhängig davon wurden die einzelnen Einheiten regelmäßig für konkrete Aufgaben neu zusammengestellt (Kampfgruppen), so dass wechselnde Unterstellungsverhältnisse durchaus üblich waren. Häufig auch durch Stellung von einzelnen Kompanien etc. Diese Gliederungen sind dann auch im KTB vermerkt und sollten sich dann über die NARA-Rollen erschließen lassen.


    Auch die erwähnte Kriegsgeschichte gibt hier schon viele Informationen wieder, kann aber natürlich nicht mit der Detaildichte mithalten, die die NARA-Rollen, soweit jeweils vorhanden, bieten. Auch darf man natürlich nicht vergessen, dass die Kriegsgeschichte von Veteranen herausgegeben wurde und zwar schon in den 80iger Jahren. Auf viele Unterlagen hatte man keinen Zugriff und einige Dinge, siehe z.B. die in letzter Zeit hier im Forum thematisierten Kriegsverbrecher, wird kaum bis gar nicht eingegangen.


    Gruß
    Christian

    Moin,


    mal darüber reflektiert, dass wenn jeder ehemalige Wehrmachtssoldat automatisch ein Bundeswehrreservist geworden wäre, eine wieviel Millionen-Armee die Bundeswehr hätte sein müssen?

    Vermutlich hätte die Bundesrepublik dann die größte Streitmacht der Welt gehabt und das nach unserem verursachten Weltkrieg.

    mit Einführung der Wehrpflicht in der Bundesrepublik unterlagen alle Männer (18-60 Jahre) der Wehrüberwachung. Somit natürlich auch eine ganze Menge schon gediente ehemalige Soldaten der Wehrmacht und Waffen-SS.

    Jeder der schon - bedingt durch Kriegseinsatz oder abgeleistetem Wehrdienst- eine militärische Ausbildung erhalten hat, ist danach Reservist. Hier muss natürlich zwischen quasi aktivem und passivem Reservisten unterschieden werden. Die überwiegende Mehrzahl sind passive Reservisten, sprich sie unterliegen zwar der Wehrüberwachung, würden aber nur im Kriegsfall erneut eingezogen werden. Der deutlich kleinere Teil der aktiven Reservisten waren/sind bei der Bundeswehr einem Reserveverband zugeordnet und nehmen an Wehrübungen teil. Das ist z.B. gerade für Unter-/Offiziere interessant, weil nur durch die Wehrübungen die Möglichkeit besteht, befördert zu werden.


    Also ja, die Bundeswehr hätte rein theoretisch in einem Kriegsfalle z.B. 1958 Millionen von ehemaligen W-SS- & Wehrmachtssoldaten als Reservisten eingezogen.

    Das hätte die Rote Armee dann z.B. ebenso gemacht, somit hätten wir dann immer noch nicht die größte Armee der Welt gehabt.


    Gruß

    Christian

    Moin,


    danke für die Verlinkung Huba!


    Damit hat sich zumindest dann ja schonmal die Ungereimtheit geklärt, wie jemand aus der Waffen-SS (SS-Rottenführer) vermeintlich bei der Wehrmacht (Leutnant d.R.) landet.

    Er war also durchgängig bei der Waffen-SS und beendete den Krieg als SS-Untersturmführer und nicht als Leutnant.


    Gruß

    Christian