Posts by Ultima

    Moin,


    die Frage für mich ist eigentlich, warum z.B. bei NARA nur die KTB auf Divisionsebene und darüber zu finden sind.

    Die KTB der dazugehörigen Divisionseinheiten müssten doch zusammen archiviert worden sein?


    Gruß

    Christian

    Moin,


    da würde sich sicherlich eine Anfrage bei der WASt lohnen.


    Helmfoto zeigt deinen Onkel als SS-Schütze, also niedrigster Mannschaftsdienstgrad. Auf der Schulterklappe steht LAH, also Leibstandarte SS Adolf Hitler. Das passt auch zu Berlin-Lichterfelde, wo diese stationiert war.

    Das andere Bild zeigt ihn als Angehöriger des Reichsarbeitsdienstes: RAD


    Gruß

    Christian

    Moin,


    Pleskau wurde im Frühjahr 1944 zum Festen Platz erklärt. Vielleicht war mit" KG von Pleskau" auch der dort eingesetzte Kommandant gemeint.


    Der Inhalt des vollständigen Zitates steht dem aber entgegen, denn es gab im Bereich Pleskau weder französische noch niederländische Einheiten.


    Gruß

    Christian

    Moin,

    Gem. Lagekarte lagen die Gren.Rgt. 185 und 187 am 16.9.1944 quasi direkt NO und O am Stadtrand von Tartu, ungefähr auf der Linie von S nach N: Rõõmu - Vahi.

    Die Lagekarte vom 17.9.44 zeigt das Rgt 185 am Kaiavere-See bei Kõrenduse und 187 bei Nõmme am Saare-See.

    Die Front wurde also binnen knapp 24 Stunden um 30 km nach N gedrückt.

    Am 19.9. steht die Division bereits im Bereich Pöltsamaa.


    Jaanijuri liegt schon für den 16.9. aus meiner Sicht zu weit westlich.


    Gruß

    Christian

    Moin,

    Jaaniaru hab ich zweimal gefunden:

    - Hiiuma (Insel Dagö) und
    - Gemeinde Väätsa, Kreis Järva

    Ist aber beides zu weit weg.

    Grundsätzlich lag die 87. ID im Bereich der Stadt Tartu (Dorpat) ihn nordwestlicher Richtung am Emajõgi (Embach) entlang.


    Auszug aus dem Kriegstagebuch der ArmeeAbt Narwa:

    16.09.44: Bei 87.I.D. gegen Mittag nördl. und ostw. Müta 2 Aufklärungsangriffe, jeweils in Stärke von 2 Kp., abgewiesen. Fdl. Kräftezuführung von S in den Raum Dorpat hielt an.

    17.09.44: Feind trat nördl. und ostw. Dorpat zum erwarteten Grossangriff an, erzielte nördl. der Stadt einen 5 km tiefen Einbruch und brachte die Embachfront ostw. Dorpat zum Einsturz. […] Gegen 87.I.D. und 207.Sich.Div. trat am Morgen weitüberlegener Gegner nach starker Feuervorbereitung zu dem erwarteten, von etwa 3 Pz.Verbänden und Schlachtfliegern unterstützten Grossangriff an. Während bei 87.I.D. die rasch in die Tiefe durchstossenden fdl. Stosskeile noch hart südl. des Ammebaches aufgefangen werden konnten, durchbrach Gegner die HKL der 207.Sich.Div. ostw. Luunja und bei Kavastu und brachte dadurch die gesamte Front der wenig kampfkräftigen Div. zum Einsturz. Am Spätnachmittag erzielte der Feind SW Vasula mit Panzerunterstützung einen Einbruch über den Ammebach nach N, der abgeriegelt werden konnte.

    Hierbei wird dein Großvater dann in Gefangenschaft geraten sein.

    Gruß

    Christian

    Moin,


    woher kommt den die Information zum Ort?


    Jaaniatu habe ich erstmal nicht gefunden. Jaaniaru gäbe es, aber nicht in der Nähe von Tartu.

    Da ja meist nicht nur mehrere Schreibvarianten, sonder häufig bei Meldungen auf noch die mehr oder weniger gute Lesbarkeit hinzu kommt, gibt es diverse Fehlerquellen....


    Z.B. gäbe es im in Frage kommenden Bereich ein Gehöft namens Laanearu.


    Gruß

    Christian

    Mit etwas Verspätung...vielen Dank für die Mühe und die zusätzlichen Info´s.


    Wo bekommt man denn Einsicht in solche Meldungen, wie auf den Bildern zu sehen?


    Grüße

    Moin,


    die Bilder entstammen in diesem Fall dem Kriegstagebuch der 87. Infanterie-Division. Soweit vorhanden kann man entweder ins Militärarchiv nach Freiburg fahren und dort Einsicht nehmen, oder man bestellt die KTB aus den USA. Einfach mal hier im Forum nach "NARA" suchen.


    Gruß

    Christian

    Moin,


    Feldpostnummern kann man googeln:

    08259 A

    (24.3.1944-6.11.1944) 6.9.1944 Stab u. 1.-2. Kompanie
    Panzer-Nachrichten-Abteilung 1 (1. SS-Division).

    09909

    (24.3.1944-6.11.1944) 23.6.1944 1. Kompanie
    Panzer-Aufklarungs-Abteilung 1 (1. SS-Division).


    06.05.44: Stab/SS-Panzer-Aufklärungs-Abteilung 1

    27.09.-05.10.44: 1./SS-Panzer-Aufklärungs-Abteilung 1


    Gruß

    Christian

    Moin,


    wann wurde denn der Antrag bei der WASt gestellt? Ich denke ohne weitere Informationen wird man auf die Auskunft warten müssen.

    Die 21. PzDiv war eine Einheit des Deutschen Afrika Korps. Somit entfällt eine Verwendung in dieser Division bei gleichzeitiger Teilnahmen an Kämpfen vor Moskau.

    Das heißt aber natürlich nicht, dass beide Angaben nicht stimmen könnten, aber dafür bedarf es dann weiterer Informationen.

    Er könnte schließlich 1941 in einer anderen PzDiv verwendet wurden sein und erst später zur 21. PzDiv versetzt worden sein.


    Gruß

    Christian

    Moin,


    die 12.SS-Pz.Div. ging am 08.05.45 in Enns im heutigen Österreich in us-amerikanische Kriegsgefangenschaft. Das passt also auch zu den DRK-Angaben.


    Zu Stalingrad: nichts für ungut, aber aus meiner subjektiven Sicht hört man diese "ich wäre beinah noch nach Stalingrad gekommen" Geschichte von jedem dritten Veteranen.

    Wenn dein Opa tatsächlich Jahrgang 1926 war, passt das überhaupt nicht. Der Jahrgang selbst wurde (siehe Einberufung) erst Ende 1943 einberufen. Wenn er als Freiwilliger zur Waffen-SS gekommen ist, hier z.B. Musterung Jg 1926 SS-HJ, dann war das ja auch erst im II. Quartal 1943 der Fall, da war Stalingrad schon gefallen. Zu diesem Zeitpunkt war dein Opa also - höchstwahrscheinlich - noch nicht mal Soldat und auf jeden fall noch nicht ausgebildet und frontverwendungsfähig. Ich denke also, dass die Stalingrad-Geschichte einfach nur eine Geschichte ist ;-)


    Mein Onkel musste damals als Kriegsgefangener bei den Belgiern im Bergwerk arbeiten. In seinem Fall kam er aus einer Bergbauregion und wurde daher "zweckmässig" verwendet.


    Und zu Deiner Sorge, natürlich muss das jeder mit sich selbst ausmachen, aber ich denke, dein Opa war der, als den du ihn wahrgenommen hast. Niemand sollte sich dazu emporheben und darüber urteilen wie andere Menschen zu irgendeiner Zeit mal entschieden haben. Dein Opa hat sich anscheinend als Jugendlicher dazu entschieden, sich freiwillig zur Waffen-SS zu melden. Wenn du dich ein wenig durch das Forum und durch die zur Division vorhandene Literatur liest, wirst du feststellen, das "freiwillig" nicht immer "freiwillig" bedeutet.


    Gruß

    Christian


    Edit: RS-Fehler behoben.

    Moin,


    wie Roland schon sagte, ist es immer einfacher für alle, wenn du das Schreiben eingescannt - die Daten des Sachbearbeiters und ggf persönliche Angaben von dir/deinem Verwandten geschwärzt- hier einstellst. Es kommt nämlich doch ziemlich häufig zu Übertragungsfehlern.


    Was ist den ansonsten über den Opa bekannt. Und hier auch gleich mal gefragt, wieso die Irritation über die SS-Einheit?


    Desweiteren, die Feldpostnummer gehört - trotz zwei Eintragungen - zum selben Regiment. Das SS-Panzergrenadier-Regiment 1 (Hitlerjugend), wurde in SS-Panzergrenadier-Regiment 25 umbenannt. Es gehörte also zur 12. SS-Panzerdivision Hitlerjugend.

    Link SS-Pz.Gren.Rgt. 25

    Link 12. SS-Pz.Div. Hitlerjugend


    Die beiden obigen Links sind hierzu falsch.


    Die Angaben des DRK sind vermutlich Übertragungsfehler: Es soll vermutlich heißen: 1. SS Panzer-Korps, SS-Panz.Gren.Rgt. 25. Hier kommt es darauf an, von wann diese Angabe ist, da die Division mehrmals dem I. SS-PzKorps unterstellt war.

    Zum einen könnte die 44 eigentlich SS heißen, zum anderen ist es nicht untypisch, das in der Nachkriegszeit bei Nennung von letzten Einheiten einfach mal die "SS" weggelassen wurde, "um sich das Leben einfacher zu machen".


    Gruß

    Christian

    Moin,


    die seitlichen Schürzen wurden entwickelt und getestet gegen Panzerbüchsen und Sprenggranaten, nicht gegen Hohlladungen (vgl. hierzu .Spielberger: Sturmgeschütze, S. 92f. / Panzer IV, S.197f. ).


    Weiterhin war der primäre Zweck der Schutz des Kampfpanzers und seiner Besatzung, nicht der Schutz des Laufwerks.

    Das die -zusätzlich angebrachten - Schürzen so tief runter ragen, dient hier dem Schutz der Wanne, in welcher sich ja schließlich auch die Besatzung befand. Die relevanten Teile des Fahrwerks waren durch die Schürze auch gar nicht abgedeckt.


    Die Platten wurden zuerst verwendet, weil für die gleichgeeigneten, aber leichteren Drahtgeflechte noch keine tauglichen Aufhängungen entwickelt waren. Diese wurden erst 1944 serienreif (siehe Spielberger a.A.o.).


    Gruß
    Christian

    Moin,


    bin natürlich kein Fachmann für lettische Uniformen, aber für mich sieht das wie typische Uniformen der lettischen Armee der Zwischenkriegzeit aus.


    Im übrigen haben viele Orden/Abzeichen der lettischen Armee, gerade mit Bezug auf den Unabhängigkeitskrieg 1918-20, ein Hakenkreuz. Die Nazis hatten kein Monopol/Urheberrecht auf dieses Symbol ;-)


    Der "Vogelorden" an der rechten Schulter im kleinen Bild könnte dieser sein:

    Lettisches Fliegerabzeichen 1935

    Man beachte, auch dieser hat als Befestigungsknopf ein Hakenkreuz.


    Gruß

    Christian

    Moin,


    ja jeder hatte damals seine eigene Auskunftsstelle. Aber was hat das mit heute zu tun?

    Wer heute noch Informationen zum militärischen Lebenslauf einer Person haben möchte - egal ob Wehrmacht, Waffen-SS oder Polizei -

    kann sich ja nur an die - weil einzig verbliebene Auskunftsstelle - WASt wenden (ohne jetzt die Bundesarchive zu unterschlagen).


    Gruß

    Christian

    Moin TheaDo,


    die Frage ist, was deine Zielrichtung ist...


    Suchst du Angaben zum militärischen Lebenslauf?

    Dann ist es generell schwierig, gerade bei "einfachen Soldaten" (Mannschaften/Unteroffiziere) wenn keine WASt-Auskunft vorliegt.

    Woher stammen denn die oben aufgeführten Angaben? Alles von ihm selbst?


    Oder Angaben zum Leben allgemein?

    Wenn er tatsächlich ein Umsiedler aus Lettland war, kann man darüber ggf. weitere Informationen finden.

    Hierzu empfehle ich Dir Forum Ahnenforschung

    Falls du dich dort nicht anmelden willst, den Hauptansprechpartner AlAvo findest du auch hier im Forum.


    In jedem Fall benötigt man dann aber Namen, Geburtsdatum etc. der gesuchten Person, um überhaupt eine - wenn auch vielleicht nur kleine - Spur aufnehmen zu können.


    Gruß

    Christian