Posts by Ultima

    Moin,


    mal darüber reflektiert, dass wenn jeder ehemalige Wehrmachtssoldat automatisch ein Bundeswehrreservist geworden wäre, eine wieviel Millionen-Armee die Bundeswehr hätte sein müssen?

    Vermutlich hätte die Bundesrepublik dann die größte Streitmacht der Welt gehabt und das nach unserem verursachten Weltkrieg.

    mit Einführung der Wehrpflicht in der Bundesrepublik unterlagen alle Männer (18-60 Jahre) der Wehrüberwachung. Somit natürlich auch eine ganze Menge schon gediente ehemalige Soldaten der Wehrmacht und Waffen-SS.

    Jeder der schon - bedingt durch Kriegseinsatz oder abgeleistetem Wehrdienst- eine militärische Ausbildung erhalten hat, ist danach Reservist. Hier muss natürlich zwischen quasi aktivem und passivem Reservisten unterschieden werden. Die überwiegende Mehrzahl sind passive Reservisten, sprich sie unterliegen zwar der Wehrüberwachung, würden aber nur im Kriegsfall erneut eingezogen werden. Der deutlich kleinere Teil der aktiven Reservisten waren/sind bei der Bundeswehr einem Reserveverband zugeordnet und nehmen an Wehrübungen teil. Das ist z.B. gerade für Unter-/Offiziere interessant, weil nur durch die Wehrübungen die Möglichkeit besteht, befördert zu werden.


    Also ja, die Bundeswehr hätte rein theoretisch in einem Kriegsfalle z.B. 1958 Millionen von ehemaligen W-SS- & Wehrmachtssoldaten als Reservisten eingezogen.

    Das hätte die Rote Armee dann z.B. ebenso gemacht, somit hätten wir dann immer noch nicht die größte Armee der Welt gehabt.


    Gruß

    Christian

    Moin,


    danke für die Verlinkung Huba!


    Damit hat sich zumindest dann ja schonmal die Ungereimtheit geklärt, wie jemand aus der Waffen-SS (SS-Rottenführer) vermeintlich bei der Wehrmacht (Leutnant d.R.) landet.

    Er war also durchgängig bei der Waffen-SS und beendete den Krieg als SS-Untersturmführer und nicht als Leutnant.


    Gruß

    Christian

    Moin,


    gem. Pz.Rgt. 31 hatte der Regimentsstab, zu dem ich den Nachrichten-Zug zählen würde, die Feldpostnummer 32284.

    Die 15 der Erkennungsmarke weist auf eine Vergabe direkt nach Aufstellung der Einheit hin.


    Gruß

    Christian

    Moin,


    was spricht denn dagegen, die "üblichen" Stellen anzuschreiben? Ich denke, dies sollt immer der erste Weg sein, um Licht ins Dunkel zu bekommen.

    Ansonsten kann man natürlich die Archive durchforsten, in der Hoffnung auf Personalisten etc zu stoßen, in denen er vermerkt ist.


    Ein kurzer Blick ins Internet bzgl. des Panzerkampfabzeichens zeigt - hier - das die Verleihungsstufe mit der Zahl 25, quasi die Einsteigerstufe ist.


    Gruß
    Christian

    Moin,


    jede Teilstreitkraft (Heer, Luftwaffe, Kriegsmarine & Waffen-SS) musste Lazarett- und Genesungseinrichtungen unterhalten.

    Wie festgelegt wurde, wer wie viele unterhalten musste, kann ich leider auch nicht sagen. Vielleicht kennt hierzu jemand Richtlinien?


    Der "Betreiber" war aber nicht nur für Angehörige seiner Streitkraft zuständig, sondern nahm alle Soldaten auf. Man kann also als Heeressoldat in einem SS-Lazarett landen, oder als SS-Mann bei der Luftwaffe etc. Hier geht es ja quasi um Effizienz und optimale Auslastung der raren Einrichtungen.


    Gruß

    Christian

    Moin,


    da das Sternchen hinter Hauptmann steht, wird er wohl auch als Hauptmann zur Waffen-SS übergetreten sein.

    Er wurde dann als SS-Hauptsturmführer übernommen, was ja genau dem Hauptmann entspricht. Die Zuerkennung des Dienstgrades SS-Hstuf erfolgte am 3.5.44. Er war also vorher kein Major der Luftwaffe.


    Da er aber bereits bei der Luftwaffe früher zum Hauptmann befördert wurde und er diese Zeit im Dienstgrad nicht verlieren sollte, wurde das Rangdienstalter, also die Zeit im Dienstgrad, auf den 1.12.42 festgelegt. Dies könnte sogar das tatsächliche Beförderungsdatum vom Oberleutnant zum Hauptmann bei der Luftwaffe gewesen sein.


    Es hat also nichts mit einer schlechten Karriere zu tun, sondern soll ihm im Gegenteil vor Laufbahn- und Beförderungsnachteilen durch seinen Wechsel zur Waffen-SS bewahren.

    Wenn sein RDA gleich Übernahmedatum gewesen wäre, würde er regelmäßig viel später zur Beförderung zum SS-Sturmbannführer/Major anstehen und dadurch von Kameraden beförderungstechnisch überholt werden, die viel kürzer im Dienstgrad gestanden haben.


    Gruß

    Christian

    Moin,


    bedingt durch den rapiden Aufwuchs der Waffen-SS in der zweiten Kriegshälfte , waren militärische Fachkräfte immer Mangelware.

    Zumindest bei Heeresoffizieren, für eine Fachverwendungen bei Divisions- oder Korps-Stäben, gibt es einige Beispiele.

    Diese wurden dann zur Dienstverrichtung dorthin kommandiert, ohne gleichzeitig automatisch Angehöriger der Waffen-SS zu werden und führten dementsprechend auch ihren bisherigen Wehrmachts-Dienstgrad dort weiter.

    So scheint es dann bei dem o.g. Luftwaffen-Arzt auch gewesen zu sein, bis dieser einen Wechselantrag gestellt hat und in die Waffen-SS überführt wurde.


    Gruß

    Christian

    Moin,


    danke für den kompletten Auszug der Seite. Ich denke, es steht" Kr 5/9 (oder 519)" dort. Was ich als "Kriegsstammrolle 5/9" interpretieren würde.


    Zur dritten Zeile, ich würde "2./FeldErsBtl SS Div Wiking", also 2./Feld-Ersatz-Btl. dort lesen.


    Gruß

    Christian

    Moin,


    die überwiegende Mehrzahl der Schutzmannschafts-Btl. wurde im Rahmen der Partisanenbekämpfung eingesetzt. Nur wenige wurden, auch weil viele der Einheiten nur als bedingt zuverlässig galten, an der Front eingesetzt.


    Nach Curilla (Ordnungspolizei und der Holocaust im Baltikum/Weißrussland) war das Ukr.Schutzm.Btl. 51 an folgenden Einsätzen beteiligt:


    Sep. 41 Erschießung von 4679 Juden/Kommunisten in Stary Bychow, zusammen mit dem Ukr.Schutzm.Btll. 52

    Okt. 41: Räumung Judenviertel in Mogilew, am nächsten Tag folgte die Erschießung der Juden (2208 Menschen) zusammen mit dem PolBtl 322

    Jan/Feb.43: Teilnahme am Unternehmen "Erntefest II" bei eigenen Verlusten aller beteiligten Truppen von 5 Toten/8 Verw. deutschen sowie 20 Toten/ 38 Verwundeten fremdvölkischen Soldaten. Feindverluste: 2325 Tote und 272 erfasste Arbeitskräfte.


    Gruß

    Christian

    Moin,


    mit so einem minimalen Ausschnitt aus dem Soldbuch ist es natürlich immer schwierig.


    Ich gehe davon aus, das die Gliederung der Seite : "Truppenteil: von / bis / Truppenteil / Nr. der Truppenstammrolle" vorsieht!?


    Ich habe in vielen Soldbücher gesehen, dass das "Truppen" in "Truppenstammrolle" gestrichen wurde und durch ein handschriftliches "Kr." für Kriegsstammrolle" ersetz wurde.


    Es könnte gegebenenfalls auch "K.A." für "Keine Angaben" bedeuten.


    Gruß

    Christian

    Moin,

    zu den Auszeichnungen (von li. nach re.):

    1.) EK 1870/71 mit dem "Jubiläumseichenlaub" anlässlich des 25. Jahrestages zum Sieg über Frankreich

    2.) Kriegsdenkmedaille 1870/71 mit zwei Gefechtsspangen

    3.) Centenarmedaille

    für 4. & 5. reicht mein rudimentäres Ordens-Wissen leider nicht aus.


    Gruß

    Christian

    Moin,


    danke für den Hinweis Thilo!


    In Gänze kann ich das auch nicht aufklären. Aber im ersten Satz steht, dass er von General J. Soodla Ehegattin der Sohn aus erster Ehe mit Kapten Förster vom Panzerzug-Regiment ist.

    Hierbei kann es sich nur um Hauptmann Karl Förster (*01.10.1891, + 11.01.1934) handeln, welcher im "1. soomusrongide rügementi" diente.

    Habe im Internet nur einen Eintrag gefunden, nachdem sein Vater eigentlich Erich heißen soll?


    Des Weiteren wurde Förster erst zur Wehrmacht einberufen und wechselte später zur Estnischen Legion. Das wäre durchaus möglich, da auch die eigentlich estnischen und lettischen Staatsbürger, die im Rahmen der Nachumsiedlung ihr Heimatland 1941 verließen, offiziell natürlich Deutsche waren, sonst wäre die Nachumsiedlung nicht genehmigt worden. Auch nur so macht eine Verwundung im Raum Rshew Sinn, da dort keine estnischen Truppenteile eingesetzt waren.


    Gruß

    Christian

    Moin,


    "sowas in der Art" ist für Offiziere häufig schon schwierig, für Mannschaften und Unterführer meist unmöglich.


    Ich habe für Förster bisher keinen Hinweis darauf, dass er in der estnischen oder sowjetischen Armee Dienst geleistet hat. Auch nicht auf eine Verwendung in den deutschen-estnischen Einheiten vor der Estnischen SS-Legion.

    Ich gehe also davon aus, dass er entweder im Rahmen der Musterung der Jahrgänge 1919-1924, zwischen Februar und Mai 1943, eingezogen wurde, oder sich davor, zwischen Oktober 42 und Januar 43, freiwillig gemeldet hat.


    Wie oben ausgeführt, liegt mir als Dienstgrad W-Oscha vor. Eine Führer-Ausbildung kann ich bisher nicht bestätigen, daher die Frage zum Grabstein.

    N-Leitnant, also Noorem-Leitnant (Leutnant) kann ich mir bisher nicht erklären.


    Vielleicht hat ja jemand durch Zufall noch ergänzende Angaben!?


    Gruß

    Christian

    Moin,

    anbei ein Lebenslaufabriss von

    SOODLA, Johannes * 14.01.1897 in Kudina, Krs. Tartu, + 26.05.1965, Goslar:

    1916

    Offizierschule Gatschina, Russ.Armee

    19.12.1916

    Ernennung zum Leutnant

    1917

    Deutsche Kriegsgefangenschaft

    1918

    Eintritt in die estnische Armee

    1918-1920

    Estnischer Freiheitskrieg

    26.02.1920

    Ernennung zum Oberleutnant

    19.07.1922

    Hochzeit mit Anna Marie Kuusik (+ 1937)

    1923-1927

    Estn. Kriegsakademie

    25./28.11.1927

    Ernennung zum Hauptmann

    24.02.1930

    Ernennung zum Major

    19./24.02.1934

    Ernennung zum Oberstleutnant

    04.05.-09.11.1939

    Ausbildung an der französischen Kriegsschule

    01.11.1939

    Hochzeit mit Irene Förster, geb. Heimberg

    16./24.02.1940

    Ernennung zum Oberst

    1941

    Nachumsiedler ins Deutsche Reich, Mecklenburg, Lager Hagenow

    07.1941

    Rückkehr nach Estland

    20.07.1943

    Eintritt in die Estnische SS-Legion, Übernahme als SS-Staf

    02.-28.08.43

    11. Btl.Fhr. Lehrgang Antwerpen

    14.08.1943

    Kdr. 1. Estn.SS-Frw.Rgt.

    06.-18.09.1943

    Lehrgang Inf.Sch. Döberitz

    20.09.1943

    Ernennung zum SS-Oberführer

    01.11.1943

    Ernennung zum Generalinspekteur der Estnischen SS-Legion

    15.09.1944

    Ernennung zum SS-Brigadeführer

    05.1945

    Flensburg, Englische Kriegsgefangenschaft, Munsterlager

    21.02.1947

    Entlassung aus Kriegsgefangenschaft

    1951-1959

    Italien, Triest

    1959-

    USA

    -1965

    Deutschland

    Kinder:

    1. Ehe: Virve und Laine (beide: 23.09.-26.09.1922);

    2. Ehe: Stiefsohn: Horts Förster, 31.08.1922 geb.

    Gruß

    Christian

    Moin,


    könnte man das Bild mit etwas mehr Details einstellen, so dass die Schrift zu lesen ist (Einmal der estnische Text unter dem Divisionswappen und der Dienstgrad unter dem estnischen Freiheitskreuz). Danke.

    Gibt es auch zu Soodla ein Grabmal?


    Das Foerster der Stiefsohn von Soodla ist, dürften ja nur wenige wissen. Was für Informationen werden denn noch benötigt, bzw. was liegt bei dir schon vor.


    Zu Foerster habe ich auf den ersten Blick nicht viel zu ergänzen: Eintritt in die Estnische SS-Legion, letzter Dienstgrad W-Oscha.


    Gruß

    Christian