Posts by Schorsch

    Hallo Arnd,


    leider liegst Du mit Deiner Annahme daneben. Auf dem ersten Bild sind imho eindeutig drei Rohre zu erkennen und auf dem zweiten Bild sind am Geschützturm die beiden schmalen "Lüftungs(?)"-Öffnungen zu erkennen, die den Türmen der 15 cm SK. C/25 in 15 cm Drh. L. C/25 eigen waren. Ich würde sogar soweit gehen, zu behaupten, dass die Aufnahme das Achterschiff eines der Leichten Kreuzer der Kriegsmarine zeigt und da der gezeigte Turm nicht nach Steuerbord versetzt ist, wie bei den K-Klasse-Kreuzern, bleiben eigentlich nur noch LEIPZIG und NÜRNBERG im Rennen. Ich tippe auf LEIPZIG.


    Mit frendlichen Grüßen

    Schorsch

    Hallo zusammen,


    in den Gerätesollen, die für jedes U-Boot aufgestellt wurden, und in denen vom Winkelpinsel, über die vier Handspaken für das Spill (mit denen man übrigens auch gut herumhebeln kann), die Fuchsschwänze an Bord bis hin zu den Tassen (hier strikt getrennt zwischen denen für die Mannschaften, denen für die Unteroffiziere bzw. die für die Oberfeldwebel und denen für die Offiziere) und den Pinzetten in der Sani-Tasche eigentlich alles aufgeführt wurde, ist von Kreuz- oder Spitzhacken nichts zu finden - zumindest in denen, in die ich Einblick nehmen konnte. Nun ist das kein Beweis, dass die gleiche Situation auf allen Booten, die jemals für die deutsche Kriegsmarine in Dienst gestellt wurden, gegeben war, aber zur Standardausrüstung deutscher U-Boote - die Behauptung wage ich - haben derartige Stielgeräte nicht gehört.


    Mit freundlichen Grüßen

    Schorsch

    Hallo zusammen!


    Es freut mich natürlich sehr, dass die Tabelle hier im Thread als geeignet eingeschätzt wird, eine Hilfestellung bei der Identifikation der verschiedenen Untertypen der 8,8 cm Flak 18/36/37 zu bieten. Es ist allerdings eine persönlich geprägte Merkmalssammlung, die sich hauptsächlich auf Sekundärquellen (diverse Ausgaben des Waffen-Arsenal, der Waffenrevue oder die Veröffentlichungen in Buchform von Werner Müller oder Janusz Piekalkiewicz) stützt, und deshalb vielleicht auch Fehler oder Unvollständigkeiten enthalten kann. Sie entstand aus dem Bestreben heraus, die Auffälligkeiten der Geschütze anhand vorliegender Bilder zu erfassen und zu systematisieren. Konkrete Fragen, wie z.B. nach dem Datum, ab dem die Ladeschalen und Ansetzer nicht mehr zum Einbau kamen, lassen sich so nur schwer oder gar nicht beantworten. Tut mir leid, wenn ich diesbezüglich Erwartungen geweckt haben sollte, die ich nun nicht erfüllen kann. Diese Entschuldigung soll aber nun kein Abwehrbollwerk gegen weitere Fragen sein. Wenn ich helfen kann, werde ich das gerne tun, aber ein ausgewiesener Experte für diese Geschütze bin ich leider nicht.


    Mit freundlichen Grüßen

    Schorsch

    Hallo Uwe,


    in Ergänzung zu dem, was Thomas geschrieben hat, hier eine tabellarische Übersicht von Merkmalen, auf die ich achte, wenn es gilt, die diversen Unterarten der 8,8 cm-Flaks 18/36/37 unterscheiden (allerdings leider ohne Quellenangaben):


    TypFlak 18
    Flak 36
    Flak 37
    Bemerkungen
    UnterlafetteUnterschiede an Vorder- und Hinterlafette; keine Ausleger für Sd. Anh.; runde Auflageplatten; Erdsporne in Bezug auf den Pivot des Geschützes innerhalb der Auflageplatten; achteckiges Blech in der Mitte des Lafettenkreuzesgleiche Vorder- und Hinterlafette, viereckige Auflageplatten; Erdsporne außerhalb der Auflageplatten, quadratisches Blech in der Mitte des Lafettenkreuzes; zwei Ausleger für Sd. Anh. am mittleren Holmgleiche Vorder- und Hinterlafette, viereckige Auflageplatten; Erdsporne außerhalb der Auflageplatten, quadratisches Blech in der Mitte des Lafettenkreuzes; zwei Ausleger für Sd. Anh. am mittleren HolmGestalt des Lafettenkreuzes ist lt. L.Dv. 436 maßgeblich für Unterscheidung 18 bzw. 36/37; unklar ist die Unterscheidung bei fest versockelten Geschützen ohne Kreuzlafette
    Oberlafette?????????diesbezüglich suche ich noch
    Folgeanzeigerzwei zylinderförmige Lampen-empfänger für Seite und Höhe an der rechten Seite der Oberlafette; ein runder Lampenempfänger für die Zündereinstellung an der linken Seite der Oberlafettezwei zylinderförmige Lampen-empfänger für Seite und Höhe an der rechten Seite der Oberlafette; ein runder Lampenempfänger für die Zündereinstellung an der linken Seite der Oberlafettezwei quaderförmige Folgezeiger-Empfänger für Seite und Höhe an der rechten Seite der Oberlafette; ein quader-förmiger Folgezeiger-Empfänger für die Zündereinstellung an der linken Seite der Oberlafetteals Merkmal für die Unterscheidung 18/36 bzw. 37 geeignet
    Rohreinteiliges Seelenrohr, das ohne Spannmutter im Mantelrohr saßmehrteiliges Seelenrohr mit Futterrohr und Mantel, deswegen Spannmutter nötig; ab 1943 wieder ungeteilte Seelenrohre ohne Spannmuttermehrteiliges Seelenrohr mit Futterrohr und Mantel, deswegen Spannmutter nötig; ab 1943 wieder ungeteilte Seelenrohre ohne Spannmutterin jede Flak konnte jedes Rohr eingelegt werden, deshalb kein sicheres Unterscheidungs-merkmal
    Protzevorderer Sd. Anh. 201 einfach bereift, hinten doppelte Bereifung; einzelne Protzen am Geschütz vorn/hinten nicht austauschbar, geschweifte Kotflügelzwei identische Protzen vom Typ Sd. Anh. 202; jeweils zwillingsbereift, halbkreisförmige Kotflügelzwei identische Protzen vom Typ Sd. Anh. 202; jeweils zwillingsbereift, halbkreisförmige Kotflügelals Merkmal für die Unterscheidung 18 bzw. 36/37 geeignet


    Ergänzungen zu/in dieser Tabelle sind natürlich hochwillkommen.


    Mit freundlichen Grüßen

    Schorsch

    Hallo zusammen!


    Edit:

    Laut Wiki Eintrag Flakscheinwerfer 34/150 cm (Bild FdW02)

    ...ich bin bezüglich dieser Identifikation skeptisch. Die von Uwe präsentierte Museumsaufnahme eines 150 cm-Scheinwerfers zeigt als Tragarme nicht die aus Eisenblechen geschweißte Ausführung des 150 cm Sw. 34, sondern die Rohrkonstruktion, die den Tragarmen des 150 cm Sw. 37 eigen war. (Vgl. dazu auch Müller, W.: "Horchgeräte - Kommandogeräte und Scheinwerfer der schweren Flak, Waffen-Arsenal Sonderband S-21", PODZUN-PALLAS, Friedheim 1991, S. 36; dort Faksimile-Abdrucke von Abbildungen der entsprechenden Schweinwerfer-Ausführungen aus der L.Dv. 602/2 "Flakscheinwerfergerät 150 cm. - Teil 2: Flakscheinwerfer 150 cm 34 Bauart SSW" und der L.Dv. 601/1 "Flakscheinwerfergerät 150 cm 37 - Teil 1: Flakscheinwerfer 150 cm 37"!)


    Mit freundlichen Grüßen

    Schorsch

    Hallo Karl,


    (...)

    Die Seebestattung soll in einer dt. Marinedienstvorschrift von 1925 geregelt sein. Näheres dazu habe ich noch nicht gefunden.

    ...ich habe zwischenzeitlich wenigstens den Titel der betreffenden Vorschrift dingfest machen können. Es handelt sich um die M.Dv. 15: „Organisatorische Bestimmungen für die Kriegsmarine (O. B.)“, Heft 15: „Maßnahmen bei Erkrankungen, Unglücksfällen, Todesfällen, Selbstmorden und Selbstmordversuchen sowie beim Vermissen von Marineangehörigen. Bestimmungen über Erkennungsmarken und Behandlung des Nachlasses Verstorbener“ aus dem Jahr 1926.


    Mit freundlichen Grüßen
    Schorsch

    Hallo Thomas,


    ich als einfaches Forenmitglied habe keine andere Möglichkeit, als dem Unsinn, den Gerard immer wieder aus dem Netz filtert, etwas Argumentatives gegenzuhalten. Moderatoren und Adminstratoren verfügen immerhin noch über eine Löschtaste. Aber unkommentiert das Ganze stehenzulassen, geht nach meinem Dafürhalten jedoch nicht, denn wer schweigt, stimmt anscheinend zu (Qui tacit, consentire vedetur.).


    Wovon Gerard hingegen angetrieben wird, weiß ich nicht. Zumindest mir gegenüber hat er sich diesbezüglich noch nicht erklärt. Aber vielleicht hast Du ja bei dieser Frage mehr Glück.


    Mit freundlichen Grüßen

    Schorsch

    Hallo Gerard!


    Okay, auf ein Neues denn!


    Zunächst ist mir immer noch unklar, warum Du es nicht schaffst, Deine Quelle für Dein Zitat im Post #18 vom 06.12.2021 zu benennen. Offensichtlich ist es keine deutschsprachige Internetseite, die hätte wahrscheinlich eine Suchmaschine über Textauszüge aus Deinem Zitat finden können. Warum ist mir diese Information der Herkunft des Zitates wichtig? Du bist kein Muttersprachler in der deutschen Sprache. Das will ich Dir nicht zum Vorwurf machen, aber wenn Du versuchst, das, was an Informationen in der Fremdsprache zu finden ist, ins Deutsche zu transferieren, wird es unweigerlich passieren, dass Dir Nuancen in der Bedeutung entgehen oder Du sie in der deutschen Sprache nicht korrekt wiedergeben kannst. Nehmen wir das Beispiel mit „Radio Flensburg“ aus dem Zitat. Ein Mittelwellen-Radiosender im Sinne eines öffentlichen Rundfunkmediums wie der Reichssender Flensburg (1330 kHz) dürfte es schwerlich geschafft haben, transatlantisch Informationen zu übermitteln. Dafür ist die Mittelwelle physikalisch einfach nicht geeignet. Zudem bezweifle ich, dass es zu den Obliegenheiten der Funker auf den deutschen U-Booten gehörte, zivile Sender zu überwachen. Die hatten mit der Beobachtung ihrer Funkschaltungen und Verkehrskreise und der 600 m-Welle genug Auslastung. Wahrscheinlich ist Dir diese Feinheit entgangen und ich wollte das für mich geklärt haben. Hat aber wieder mal nicht sollen sein.


    Auf Antworten für die anderen Fragen vom 06.12. und zuvor („Rand des Erfolges“; die eigene Entscheidung Wermuths, in Argentinien zu kapitulieren; Deine Positionierung zu den Aussagen bezüglich der Thesen des Felton-Videos; wer denn da nun in Berlin die Aktion von U 530 befehlig haben soll, usw.) zu warten, habe ich inzwischen aufgegeben. Für mich steht nun fest, dass ein Abgleich Deiner Thesen mit der Realität für Dich offensichtlich nicht von Bedeutung ist.


    Nur noch einige Anmerkungen zu dem, was Du in der Zwischenzeit sonst noch so ausgegraben hast.


    Zunächst ein kleiner Vergleich was deutschen U-Booten an Durchschnittsgeschwindigkeiten im Schnorchelbetrieb erreicht haben:

    für U 530:

    Abfahrt am 03.03.1945 in Kristiansand (58° 09′ N, 008 00′ O). Das Boot legt nun mindestens 3100 sm in 65 Tagen zurück (das macht 1,98 kn Durchschnittsgeschwindigkeit), bis es am 07.05.1945 im Marinequadrat CA 28 (vor New York; 40° 39' N, 073° 18' W) ankommt. Die angegebene Strecke ist allerdings die auf dem Großkreis, tatsächlich wird die Fahrtstrecke z.B. um Großbritannien herum größer gewesen sein; es würde mich aber wundern, wenn die Durchschnittsgeschwindigkeit von 3 kn für diesen Fahrtabschnitt deutlich übertroffen worden wäre. Anschließend fährt es noch mindestens ca. 4800 sm in 64 Tagen (das ergibt 3,00 kn Durchschnittsgeschwindigkeit), bis das Boot am 10.07.1945 vor Mar del plata (38 00′ S, 057° 34′ W) kapituliert.

    für U 977:

    Dieses Boot verlässt am 11.05. das Quadrat AN 2426 (vor der Küste Norwegens bei 60° 45' N, 005° 12' O) und legt getaucht über 3100 sm in 66 Tagen zurück (das macht 1,98 kn Durchschnittsgeschwindigkeit). Am 25.07.1945 wird im Marinequadrat EJ 5426 (14° 51' N, 024° 45' W) aufgetaucht und weiter mit sparsamster Marschfahrt der Atlantik überquert. Das sind noch etwa 3200 sm in weiteren 66 Tagen (das bedeutet 2,02 kn Durchschnittsgeschwindigkeit). Am 17.08.1945 kommt das Boot in Mar del plata (38 00′ S, 057° 34′ W) an.

    Insoweit gibt es da nichts Auffälliges an den Strecken, die U 530 zurückgelegt hat .


    Zu Deinem spanischsprachigen Fund ist zu sagen, dass mein Aufmerksamkeitslevel rapide abnahm, als ich im Text des barttragenden Obersts den Abschnitt zum Buggeschütz von U 530 fand. Spätestens hier zeigt sich, dass der gute Oberst mit der beeindruckenden Barttracht nicht den Hauch einer Ahnung hat, wovon er eigentlich redet. Ein Claas Relotius hätte von ihm „wahrlich“ (Ein schönes Wortspiel, findest Du nicht?) noch einiges lernen können. Zur Lagerung von Lebensmitteln 10 bis 20 cm über der Flutlinie ist zu sagen, dass, wer dort auch immer etwas deponiert hatte, nicht allzu viel Wert auf die untergebrachten Güter gelegt hatte. Auch der Abschnitt zu den gemütlichen Hängematten auf U 530 ist interessant. Dass deren Anzahl für bestenfalls ein Viertel der Mannschaft ausgereicht hätte, während der Rest über Kojen verfügte, lässt in Bezug auf die Glaubwürdigkeit des Obersts imho mehr Fragen offen, als dass ich seinen Ausführungen vertrauen möchte. So richtig bin ich aber ins Kichern gekommen, als ich den folgenden Abschnitt las:

    Quote

    (…)

    Me comentó que cerca del extremo nordeste del Brasil le había llegado la última orden del almirante Doenitz de rendirse a los aliados. Dijo textualmente que no lo había hecho en Montevideo porque «los uruguayos nos quemaban en la plaza pública».

    (…)

    Zu gut deutsch:

    Quote

    (…)

    Er erzählte mir, dass er in der Nähe der nordöstlichen Spitze Brasiliens den letzten Befehl von Admiral Dönitz erhalten hatte, sich den Alliierten zu ergeben. Er sagte, er habe dies in Montevideo nicht getan, weil "die Uruguayer uns auf dem öffentlichen Platz verbrennen würden."

    (…)

    Das, was hier ausgeführt wird, steht aber im krassen Widerspruch zu Deinen bisherigen Annahmen, wer im Rahmen der Aktion um U 530 denn nun wirklich die Befehle gab. Aber das ficht Dich ja offensichtlich nicht an. Dir scheint es imho nur wichtig zu sein, Deine Verschwörungstheorien aufzukochen, wie Du es z.B. in Deinen neuen ODESSA-Thread erneut mustergültig vorexerzierst. Allerdings kann man da bei der Menge der Mythen schon mal den Überblick verlieren, was man alles schon so behauptet hat, und ob das Ganze überhaupt noch stringent ist.


    Mit freundlichen Grüßen

    Schorsch

    Hallo Gerard,


    meine Fragen waren doch ganz einfach:


    1. Wen oder was hattest Du zitiert?

    2. Was ist der "Rand des Erfolges" an den Dönitz seine Uboote geführt hat?

    3. Warum traust Du Wermuth nicht zu, eine eigene Entscheidung zu treffen, welchen alliierten oder neutralen Kräften er sich ergeben wollte?

    4. Konnte Wermuth die Sendung von Radio Flensburg überhaupt hören?


    ...und allem übergeordnet: Was hat das alles mit dem Mark-Felton-Video und Deinen Vermutungen zu diversen Golddepots und Geheimwaffen, die an die Japaner zu übergeben waren, zu tun?


    Was unnötig ist, sind seitenlange Abhandlungen über die Operation "Regenbogen".


    Mit freundlichen Grüßen

    Schorsch

    Hallo Karl!


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    (...)

    ....genau dagegen. ( Wollte es nicht glauben!) Vielleicht spielt hier aber auch der Selbstmord eine, wenn auch höchstens geringe - Rolle. Ganz früher wurden Selbstmörder ehrlos an der Friedhofsmauer begraben und vielleicht waren viele " Gläubige" und altmodisch eingestellte Seeleute an Bord. Vorbehalte habe ich auch noch in unserer Zeit erlebt..... man sollte es nicht glauben!

    (...)

    ...das Problem war in der Tat nicht der Selbstmord an sich. Endgültig war Zschech bei der Mannschaft von U 505 "unten durch", weil er sich aus dem Spiel genommen hatte, bevor er seine Sachen geregelt und so seine Mannschaft während des Zerstöreranlaufes führungslos im Stich gelassen hatte. Hierauf beruht der "Verschiss" durch die Mannschaft. Ein Gegenbeispiel eines aus der damaligen Sicht ehrenvollen Freitodes bietet der Kommandant der ADMIRAL GRAF SPEE, Kapitän zur See Hans Langsdorff, der sich erst das Leben nahm, als sein Schiff versenkt und die Mannschaft in Sicherheit war. Das wurde sowohl von der eigenen Seite als auch vom Gegner anerkannt.


    Ein weiteres Beispiel für das, was passierte, wenn sich der Kommandant eines Kriegsschiffes nach den Auffassungen der damaligen Zeit ehrlos verhielt, war der Kommandant von U 501, Hugo Förster. Beim Gefecht mit der kanadischen Korvette HMCS MOOSE JAW schaffte es Förster während des laufenden Gefechts am 10.09.1941, an Bord der Korvette zu gelangen. Nach Försters Aussagen wollte dieser mit den Kanadiern über eine Kapitulation des U-Bootes verhandeln. Aber sowohl die Besatzung von U 501 als auch die der MOOSE JAW fassten die Situation so auf, dass der Kommandant seine Untergebenen im Gefecht ohne Führung zurückgelassen hatte. Nach Försters Repatriierung sollte ihm deswegen in Deutschland der Prozess wegen Feigheit vor dem Feind gemacht, dessen Urteil er durch Selbsttötung zuvorkam. Auch hier entzog sich der Kommandant während des Gefechtes der Situation, bevor er alle ihm zur Verfügung stehenden Mittel im Interesse seiner Besatzung ausgereizt hatte, und das war in der damaligen Zeit nicht akzeptabel und mündete in der erwähnten Anklage.


    Mit freundlichen Grüßen

    Schorsch

    Hallo Karl,


    Ich verstehe ehrlich gesagt zum einen den Zusammenhang zwischen dem Vorwurf der Unseriosität, den Du gegenüber der Zeitung erhebst, und Deinen Schilderungen und Überlegungen zu den Geschehnissen um Zschechs Selbstmord nicht. Die Zeitungsleute können doch nichts dafür, dass die Offiziere von U 505 nicht abgelöst und die Mannschaft nicht ausgetauscht wurden. Insgesamt präsentieren sie nur das, was in den Büchern von Göbeler und Savas zu finden ist, in stark geraffter Form.


    Zum anderen waren dem B.d.U. die Geschehnisse um Zschechs Freitod und dessen Seebestattung durchaus bekannt. Schließlich lautete Dönitz‘ schriftliche Einschätzung im KTB unter der Feindfahrt von U 505, während derer sich Zschech das Leben nahm: „Unternehmung wegen Ausfall des Kommandanten abgebrochen. Nichts zu bemerken.“ (Siehe dazu H. Ritschel: „Kurzfassungen Kriegstagebücher deutscher U-Boote 1939 – 1945, Band 10, KTB U 501 – U 560“, Norderstedt 2009!) Insbesondere nach dieser lakonischen Einschätzung sind Deine Erwartungen bezüglich eines Mannschaftswechsels aufgrund des von Dir monierten Verhaltens nicht schlüssig.


    Ich weiß zudem nicht, ob Du Göbelers Buch kennst, oder Du Dir die von Savas veröffentlichte Textsammlung mal durchgelesen hast. Insbesondere der Abschnitt des letztgenannten Buches, für den T.P. Mulligan verantwortlich zeichnet, umfasst eine ausführliche Schilderung der Geschehnisse unter Hinzuziehung von Interviews mit wenigstens drei Augenzeugen (Hans Göbeler, Wolfgang Schiller und Karl Springer) und diversen Briefen von Paul Meyer und Willy Englebarth. Dazu noch eine Einschätzung der Eignung von Zschech als Kommandant durch seinen Vorgänger auf dem Kommandantenposten von U 505, Axel-Olaf Loewe, die sich durchaus von dem rundum positiven Bild in der Beurteilung durch Kals unterscheidet. Nach meinem Dafürhalten scheint sich Ernst Kals bei der Erstellung seines Schriebs‘ etwas zu sehr dem Grundsatz „De mortuis nihil nisi bene.“ verpflichtet gefühlt zu haben. Bezieht man z.B. das Datum der Entstehung von Kals' Schreiben noch mit ins Kalkül, so erscheint mir der Begriff "Beurteilung" für dieses Prosastück auch nicht richtig angemessen zu sein. Hier ist keine Einschätzung der dienstlichen Fähigkeiten Zschechs erstellt worden, die Einfluss auf den weiteren Karriereweg des Beurteilten hätten haben können und in der man Tacheles geredet hätte, sondern eher ein Nachruf für die Hinterbliebenen des von eigener Hand verblichenen Kommandenten von U 505.


    Mit freundlichen Grüßen

    Schorsch

    Hallo Gerard!


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    (…)

    Zitat:WERMUTH refused to state whether or not the U-530 was alone or a member of a flotilla, but did say that he operated directly from Berlin. He was ordered to proceed to his combat area to attack enemy shipping, but refused to state the location of that area.

    (…)

    Bei der Operation „Paukenschlag“ Anfang 1942 vor der Ostküste der USA war es wegen der Geheimhaltung des Aufmarsches der teilnehmenden Boote diesen Booten untersagt worden, Schiffe unter 10 000 BRT überhaupt anzugreifen, und jetzt willst Du mir glaubhaft machen, dass der Kommandanten-Neuling Wermuth in seinem abgekämpften Boot, das schon vier Feindfahrten unter einem anderen Kommandanten hinter sich hatte, zunächst gesicherte Konvoys angreifen sollte, um danach seinen wie auch immer gearteten Geheimauftrag auszuführen? Neben dem Verlust des Bootes riskierte man so auch noch zusätzlich, dass der ach so geheime Geheimauftrag ebenfalls scheitern würde.


    Quote

    (…)

    So hatte er dies Angesagt in den Amerikaner dies ist hier Geschrieben.


    Also Befehl direkt von Berlin aus.

    (…)

    …wenn die Aussage Wermuths überhaupt so stimmt. Vielleicht hoffte Wermuth, dass seine Vernehmer keine klare Vorstellung davon hatten, wie die U-Bootwaffe eigentlich organisiert war. Die Boote waren den Flottillen lediglich truppendienstlich unterstellt, die operative Führung erfolgte durch die 2./Skl B.d.U. op. Der Hauptverantwortliche dort war der Abteilungschef Eberhardt Godt und der hatte eigentlich einen relativ guten Überblick über seine Boote. Da „borgt“ sich niemand vom OKW oder darüber einfach mal ein U-Boot aus, ohne dass der Abteilungschef als „Bootseigner“ davon etwas mitbekommt. Ebenso müsste die Verbindung zum Boot mit der ominösen Stelle z.B. durch einem eigenen Schlüsselkreis organisiert worden sein. Auch das schüttelt man nicht mal so aus dem Ärmel, zumal die Marine andere Schlüsselverfahren als die anderen Wehrmachtsteile nutzte. Insgesamt wären da imho zu viele Leute eingebunden, als dass das Ganze jahrzehntelang unter der Decke bleiben könnte und nun doch plötzlich noch ans Licht der Öffentlichkeit gezerrt worden wäre.


    Da halte ich es doch lieber mit Occam‘s Razor und suche eine Erklärung, für die man nicht irgendwelche Volten schlagen muss. Und so ist es einleuchtender anzunehmen, dass Wermuth sich nach der deutschen Kapitulation entschieden hat, im Atlantik nach Süden zu bummeln, um Zeit zu schinden, die Entwicklungen abzuwarten und sich den als deutschfreundlich bekannten Argentiniern zu ergeben, als zu postulieren, dass unterwegs noch irgendwelche Golddepots angelegt worden wären oder an japanische U-Boote diverse Geheimwaffen übergeben worden sind.


    Quote

    (…)

    Uns was Jetzt mit der 10.5cm Geschützt? Sie hatten zur ganze zeit angefangen mit dem 10.5cm Geschützt zu reden.

    (…)

    Hast Du Dir das von Dir selbst im Eingangsthread verlinkte Video am Ende gar nicht angeschaut? Hättest Du das nämlich, sollte Dir klar sein, warum ich so auf dem Thema Deckgeschütz herumreite. Sollte allerdings der Fall gegeben sein, dass Du diese Mühe nicht auf Dich genommen hast, hier eine kleine Inhaltsangabe der Aussagen mit den entsprechenden Filmzeiten, die in dem von Dir verlinkten Video bezüglich des Deckgeschützes von U 530 getätigt worden sind:


    https://youtu.be/OyP1MBxca4g?t=104 die erste Erwähnung eines Deckgeschützes von U 530 mit dem Bild einer 10,5 cm SK C/32,


    https://youtu.be/OyP1MBxca4g?t=222 eine zweite Erwähnung des Deckgeschützes, wieder mit Bild der 10,5 cm SK C/32 von zwei Minuten zuvor,


    https://youtu.be/OyP1MBxca4g?t=234 bis

    https://youtu.be/OyP1MBxca4g?t=288 Formulieren einer Hypothese eines eventuellen Auftrages für U 530, New York bzw. die Ostküste der USA mit Giftgasgranaten, die vom Deckgeschütz abzufeuern wären, anzugreifen und dann die Beweise (das Geschütz slbst nebst eventuell noch vorhandener Munition, dem KTB und den Identifikationspapieren der Besatzung) über Bord zu werfen; interessant sind die Bilder in diesem Abschnitt des Videos allemal, zeigen aber in diesem Teil des Filmes jeweils aber die 8,8 cm SK C/35 von U 552,


    https://youtu.be/OyP1MBxca4g?t=330 eine alternative Theorie zu der vorgenannten wird vorgestellt: das Deckgeschütz und die noch nicht verschossenen Torpedos flogen zur Verringerung des Bootsgewichtes über Bord, um so die Reichweite des U-Bootes zu steigern; unklar ist, wie ein solcherart verringertes Bootsgewicht zu einer Reichweitenvergrößerung bei einem U-Boot führen könnte, das weiter tauchklar bleiben soll


    Und da Du im Eröffnungspost keinerlei Einschränkungen oder Bemerkungen gemacht hat, welche Teile des Videos Du eventuell für bedenklich hältst, ist für mich die Schlussfolgerung zwingend, dass Du Dir die dort getätigten Aussagen zu eigen gemacht hast und auch hinter ihnen stehst.


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    (…)

    Und mit dieses weitere bis du auch Einverstanden? Lese es bitte gut durch was alles Geschrieben ist.


    Zitat:Um 8.30 Uhr. Am 5. Mai 1945 stellte die Armeen von dem III Reich ihren Widerstand auf dem europäischen Kriegsschauplatz ein. Großadmiral Dönitz, der den deutschen U-Boot-Feldzug an den Rand des totalen Erfolgs geführt hatte und nun auf Hitlers Befehl die Kapitulation übernahm, übermittelte seinen kostbaren U-Booten per Sonderbotschaft (Nr. 0953/4) die dramatische Neuheit: Deutschland hatte besiegt worden. Nach Bekanntwerden der Kapitulation trat automatisch die Operation "Regenbogen" in Kraft: Der Großteil der deutschen Flotte versenkte sich. Dies provozierte eine sofortige Reaktion des Alliierten Oberkommandos, das von Dönitz verlangte, die Zerstörung von Schiffen unter Einhaltung der Kapitulationsklauseln zu beenden. Am 6. Mai erinnerte Dönitz bei Radio Flensburg an das Marinepersonal "... an das Verbot, Schiffe zu versenken oder durch Zerstörung aller oder eines Teils ihrer Maschinen oder Einrichtungen unbrauchbar zu machen"

    (…)

    So, ich habe Dein Zitat aufmerksam durchgelesen. Allerdings ploppen da schon wieder Fragen auf:

    1. Wer oder was wird hier zitiert?

    2. Was ist eigentlich „der Rand des totalen Erfolgs“, an den Dönitz seine U-Boote geführt haben soll?

    3. Wo ist der direkte Bezug zu U 530 außer, dass sich Wermuth nicht sklavisch an die Befehle der Kapitulationsvereinbarung, die er sehr wahrscheinlich in den Details noch nicht einmal kannte, gehalten hat. Übrigens stellt er diesbezüglich auch keinen Einzelfall dar. Auch der Kommandant von U 977 wählte den Ort seiner Kapitulation selbst und hielt sich nicht an diese Anweisungen. (Ob er den unten erwähnten Spruch der 2/Skl B.d.U. op vom 18.05.1945 empfangen hat, geht aus dem Buch von Schäffer nicht hervor.)

    4. Hatte Radio Flensburg überhaupt die Reichweite, dass Wermuth diese Sendung auf seinem Boot im Atlantik hören konnte? Nach meinem Kenntnisstand war es ein offener Funkspruch der 2/Skl B.d.U. op vom 18.05.1945, der bei Wermuth den Entschluss reifen ließ, nach Argentinien zu fahren.


    Mit freundlichen Grüßen

    Schorsch

    Hallo Gerard,


    endlich kommst Du mal mit einer belastbaren Quellenangabe.

    Quote

    (…)

    Also es gebe schon diese mit den Dokumente von dem FBI.

    http://www.uboatarchive.net/U-530A/U-530NAReport.htm

    (…)

    Aha! Und nur, um Dich auch wirklich richtig verstanden zu haben: aus dem verlinkten Dokument über das Verhör des Kommandanten von U 530 durch die Amerikaner liest Du nun heraus, dass Wermuth die 10,5 cm-Deckskanone des Bootes über Bord gehen ließ, im Atlantik geheime Waffen an die Japaner weiterzugeben und dazu noch den Auftrag hatte, an der argentinischen Küste Golddepots anzulegen und der Befehl zu diesen Aktionen direkt aus Berlin von Hitler kam?


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    (…)

    Also, bitte lassen sie mich in Ruhe, wenn sie nichts über diese Geschriebene Version kennen, oder wollen nicht kennen lernen denn sie wollen nur die Deutsche oder die West Geschriebenen Version kennen, und kein andere kennt besser die Wahrheit als Diese. So ob es Russische Autor ist oder aus Argentinien, wirr haben das Recht alles was über diese Fahrt wo nicht Angesagt war in der Post (Deutsche Zeitschriften) zu wissen was Geschrieben war.

    (…)

    Oh, Gerard, hier hast Du etwas in den völlig falschen Hals bekommen. Du (und die ominösen russischen Autoren) haben alles Recht dieser Welt sämtliche Aussagen anzuzweifeln, die euch auch immer missfallen und laut darüber nachzudenken, was da nicht stimmen könnte. Nur möchte ich zur Vorsicht raten. Denn dieses Recht steht auch denen zu, die wiederum Deinen Hypothesen und Aussagen nichts abgewinnen können, und gerne nachgewiesen hätten, dass entgegen ihrer Überzeugung Deine Überlegungen tatsächlich „Hand und Fuß“ haben könnten. Schaue ich mir nun aber die Threads an, die Du in Bezug auf Marinethemen hier im Forum angestoßen hast, sind mir vor allem die nachfolgenden im Gedächtnis geblieben:


    die Karte nach Agartha: wie eines der Forenmitglieder im betreffenden Thread schrieb, scheint diese Karte nicht das erste Mal durch Dich in einem Forum zum Thema gemacht worden zu sein. Was Du da an Informationen bekommen haben könntest, ist gut vorstellbar, aber Du musstest auch noch das Forum der Wehrmacht damit beglücken.


    U 110: anstatt die gefundenen Bilder und Deine Annahmen bezüglich U 110 erst einmal auf Plausibilität zu überprüfen, wird gleich getönt, dass die Engländer seinerzeit U 110 also doch gehoben hätten, um an die Geheimnisse der ENIGMA zu gelangen.


    U 209: ein Blick hätte genügt, zu erkennen, dass die Informationen zum Thema auf der verlinkten Seite nur den Wert von Müll haben, aber trotzdem musste das alles durch Dich im Forum der Wehrmacht ausgewalzt werden.


    Und aktuell der Thread zu U 530 und seiner letzten Reise: jetzt werden nicht nur irgendwelche Ammenmärchen breitgetreten, sondern die Forenmitglieder im Eingangspost zu sogar noch wilderen Spekulationen aufgerufen.


    Da frage ich mich schon (und übrigens auch Dich), was bringt es Dir, so etwas in der immer wieder gleichen Form diskutieren zu wollen? Eine Antwort auf diese Frage habe ich in Deinen Ausführungen bisher noch nicht finden können.


    Weißt Du, Gerard, da Weihnachten nahe ist, darfst Du Dir vieles wünschen – auch, dass ich zu Deinen aktuellen oder zukünftigen Threads nichts mehr schreiben werde. Im Gegensatz zu den Gegebenheiten in Deiner Kindheit, als nicht sicher war, ob Du das, was Du Dir gewünscht hattest, am Ende auch bekommen wirst, kannst Du die Erfüllungsrate Deiner Wünsche hier im Forum aber auf relativ simple Weise beeinflussen. Hör einfach auf, wieder und wieder solchen Unfug wie den oben genannten ungeprüft zu verbreiten, und es gibt für mich keine Veranlassung, kritische Nachfragen zu stellen. Ist doch eigentlich ein ganz einfacher Deal, oder!?


    Mit freundlichen Grüßen

    Schorsch

    Hallo Gerard!


    Quote

    (…)

    So kehren wir mal richtig zu dem Hauptthema zurück, wenn du willst.

    Also meine Neue Entdeckungen, wo ich die Kriegsmarine Akte schnell überschaut hatte, hier ja, gab es Keitel von seinem Post aus der Wehrmacht, wo bei einigen Seite Befehle, oder eher Ratschläge durchgeleitet hatte an der Kriegsmarine.

    Es Bleibt weiterhin, noch die Möglichkeit, dass Dönitz Selbst als Heimlicher Befehl diesen Auftrag,erteilt hatte.

    (…)

    Das, was Du hier betreiben willst, nennt sich Beweislastumkehr. Du stellst hier ohne Belege eine Behauptung auf, die Du dann so lange als wahr akzeptiert haben möchtest, bis ich oder ein anderer sie widerlegen. Das läuft aber nicht. Es gilt immer noch: wer eine Behauptung in den Raum stellt, hat auch die Nachweise für seine Annahmen beizubringen. Es mag Ausnahmen geben, dass ich mich darauf einlasse, Nachweise für etwas auszugraben, das ein anderer behauptet. Bei Dir scheint aber nach meinem Dafürhalten dieses Prozedere, anderen diese Arbeit aufzubürden, zu Deinem üblichen Geschäftsgebaren zu gehören.


    Quote

    (…)

    Also warum Keitel hätte U-530 nicht den Auftrag können Geben?

    (…)

    Moment, Deine ursprüngliche Aussage war, dass aus Berlin nur Befehle kommen konnten, für die Hitler direkt verantwortlich zeichnete. Das habe ich in Zweifel gezogen. Statt eines Nachweises, dass Hitler tatsächlich seine Finger im Spiel hatte, oder dem Eingeständnis, dass Du Dich mit Deiner Behauptung vielleicht doch etwas zu weit aus dem Fenster gelehnt hattest, wird durch Dich nun die nächste argumentative Nebelkerze gezündet. Jetzt ist es also Keitel, der einem Oberleutnant zur See, von dessen Existenz er wahrscheinlich noch nicht einmal geahnt haben dürfte, in die Spur schickt. Sag mal, wird sich das Ganze jetzt so entwickeln, dass hier sämtliche Führungsspitzen des Deutschen Reiches, die sich Anfang 1945 noch in Berlin aufhielten, durchdekliniert werden, wer U 530 den Auftrag nach Argentinien zu fahren, gegeben könnte? Vergiss es, dieses Spielchen werde ich nicht mitmachen.


    Selbst wenn man die Implikation „Wenn es einen Geheimauftrag gegeben hat, wurde das KTB vernichtet.“ vorübergehend als gültig akzeptieren wollte, wozu ich noch nicht einmal im Ansatz bereit bin, gilt Umkehrung dieses Schlusses „Das KTB wurde vernichtet, deshalb muss es einen Geheimauftrag gegeben haben.“ noch lange nicht. Da ich nicht erkennen kann, dass Du bereit bist, diese und andere logischen Schlussregeln, die die Grundlage eines jeden rationalen geführten Diskurses bilden, zu akzeptieren, sehe ich für mich keinen Mehrwert, mich weiter mit Dir über U 530 auszutauschen. Mein Hauptziel war, den Unsinn, den Du hier bezüglich U 530 weiterverbreitest, nicht unkommentiert zu lassen.


    Quote

    (…)

    Aber in Juli 1945, hier hatte Dönitz schon zeit 2 Monate die Kapitulation unterschrieben.

    (…)

    Diesen Satz verstehe ich nicht.


    Quote

    (…)

    Hatte Oblt. hans Schäffer mit dem U-977 bei seine Ergeben auch sein Schiff Logbuch, wo er in August 1945 in Argentinien sich Ergeben hatte, auch weg- Geworfen? (sorry hier habe ich noch keine Recherchen geleitet, über dieses Uboot).

    (…)

    Mal abgesehen davon, dass der Kommandant von U 977 den Vornamen Heinz trug, nein, das KTB von U 977 wurde nicht zerstört. Nachlesen lässt sich dieser Fakt und die Gründe in seinem Buch: Heinz Schäffer: „U 977 – 66 Tage unter Wasser“ oder direkt im betreffenden KTB, das ja noch vorhanden ist.


    Vielleicht noch einmal zur Illustration des weiter oben Gesagten: Nein = Behauptung, Nennung des Buches von Schäffer = Beleg der Behauptung. Zudem erneut: Du stelltst eine Behauptung auf und hoffst, dass Dein Gegenüber sie belegt.


    Quote

    (…)

    Denn es gebe ein Unterschied, ja dann U-530 hatte nach deine Quelle, sein Funksender wo kaputt war, und mit diesem 2. Uboot, wo in Argentinien weiterhin sich Ergeben hatte.

    (…)

    Meine Quelle? Alles, was ich an Zweifel angemeldet habe, beruht auf dem Fehlen von Nachweisen Deiner Behauptungen. Die einzige Aussage von mir, die eines Nachweises bedürfte, war, dass U 530 ein Boot mit Schnelltauchback und Schnorchel war. Als Beleg dafür kannst Du die beiden einzigen(!) Bilder mit U 530 als Sujet in dem von Dir verlinkten Video heranziehen.


    Mit freundlichen Grüßen

    Schorsch

    Hallo Gerard,


    nachdem Du es geschafft hast, einen Bogen von wilden Spekulationen bezüglich der letzten Fahrt von U 530, über die sprachlichen Fähigkeiten von Hitler, Jodl und Keitel, bis hin zu Vermutungen über meine eventuelle Herkunft zu schlagen, sind wir nun wohl vollständig beim gemütlichen Teil des Abends angekommen. Über U 530 hätte ich mich mit Dir noch ausgetauscht, aber schon beim zweiten Punkt bezweifle ich endgültig Deine Expertise, und der Rest geht Dich - mit Verlaub gesagt - nichts an.


    Mit freundlichen Grüßen

    Schorsch

    Hallo Gerard,


    wenn Dich das Wort füsilieren so sehr stört, wie wär's damit:

    A.H.: „Wermuth, wenn Sie jetzt wieder auflegen, finden Sie sich ratzfatz vor einem Peloton wieder!"


    Ich kann doch nix dafür, dass die deutsche Militärsprache voll von unverzichtbaren Gallizismen wie schikanieren, Bastonade, Appell, Bombage, kujonieren, Bordell, Fisimatenten, (Hasen)panier, arrogant, Sabotage oder reterieren ist.


    Mit freundlichen Grüßen

    Schorsch

    Hallo zusammen!


    Da Gerard seiner Fantasie ja ordentlich die Sporen gegeben hat, will ich nun auch mal.


    Ausgangspunkt für die folgende kleine Szene war die Überlegung, wie Adolf Hitler dem Oberleutnant zur See Otto Wermuth Befehle direkt aus Berlin gegeben haben könnte.


    Der Oberleutnant z.S. Otto Wermuth wird Anfang Februar 1945 ans Telefon im Geschäftszimmer der 33. Flottille in Kiel gerufen.

    Otto Wermuth: „Hallo! Oberleutnant zur See Wermuth am Apparat.“

    Adolf Hitler (Befehle direkt aus Berlin gebend).: „Hier sprrrricht derrr Rrrrreichskanzler und Oberrrrrste Befehlshaber der Wehrrrrm…!“

    O.W. (in den Hörer brüllend): „Telefonstreich, Telefonstreich!“ (kracht den Hörer auf die Gabel)


    Zehn Minuten später geht der Dialog weiter.

    O.W.: „Hallo? Oberleutnant zur See Wermuth am Apparat.“

    A.H.: „Wermuth, wenn Sie jetzt wieder auflegen, werden Sie füsiliert! Also noch einmal: hier spricht der Reichskanzler und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht und Ihr Master next god, Adolf Hitler!“

    O.W. (zögernd): „Okayyyy! Nehmen wir an, das mal als Arbeitshypothese an. Wie können Sie Ihre Behauptung beweisen?“

    A.H.: „Ja, so hörrrren Sie doch, wie ich sprrrräche! Ab 5.45 Uhr wirrrd jetzt zurrrückgeschossen!“

    O.W. (immer noch zögerlich): „Na gut, dann will ich’s mal glauben.“

    A.H.: „Wermuth, ich habe einen Geheimauftrag für Sie. Der Auftrag ist so geheim, dass noch nicht einmal Dönitz oder Keitel oder Jodl davon wissen dürfen. Deshalb bekommen Sie Ihre Befehle direkt aus Berlin, also von mir, dem Reichskanzler und Obersten Befehlshaber der Wehrmacht…“

    O.W. (zwischenzeitlich ein Gähnen unterdrückend): „…und meinem Master next god, ich weiß. Also, um was geht’s?“

    A.H.: „Wie Sie wissen, läuft es im Krieg momentan nicht ganz rund. Es knackt und knirscht an allen Fronten. Es ist also an der Zeit, etwas für den zukünftigen Ruhestand zu planen. Was meinen Sie dazu, Wermuth?“

    O.W.: „Dass das eine Fangfrage ist.“

    A.H.: „1:0 für Sie, Wermuth! Aber egal, Sie fahren in den Atlantik, machen dort zur Ablenkung vor New York mit Ihren neuen Torpedos noch einmal richtig Rambazamba, dann noch ein paar Filmaufnahmen von der Skyline für Mark-Felton-productions und wenn Sie das überleben sollten, geht’s ab nach Südamerika.“

    O.W.: „Warum ausgerechnet Südamerika?“

    A.H.: „Das ist schön nah an der Antarktis dran. Da müssen die Reichsflugscheiben nicht so weit fliegen und es gibt dort noch Länder, denen wir noch nicht allzu sehr auf den Zehen gestanden haben.“

    O.W.: „Reichsflugscheiben? Da höre ich das erste Mal von. Was is‘n das?“

    A.H.: „Ups, ich Plappermäulchen nun wieder. Wermuth, vergessen Sie das!“

    O.W.: „Was?“

    A.H.: „Na, das mit den Reichsflugscheiben!“

    O.W.: „Reichsflugscheiben? Was is‘n das? Da höre ich nun schon das zweite Mal von.“

    A.H.: „Also gut, Wermuth, 2:0 für Sie! Aber übertreiben Sie‘s nicht! Wir waren bei Südamerika!“

    O.W.: „Und wohin in Südamerika? (murmelnd) Moment, der I WO von U 96 kam doch von da. Was hatte der dem Schwippschwager meiner Cousine damals noch geschrieben? Die haben zu Hause immer Asado gemacht. Würde ich ja auch gerne mal essen. Ja, Argentinien war das! (nun laut) Mein Führer, wie wäre es mit Argentinien!?“

    A.H.: „Keine schlechte Wahl! Vielleicht auch in Hinblick auf eine spätere Militärdiktatur. Und den Engländern, dem perfiden Albion, könnten wir später dort auch noch einen einschenken. Ja, Argentinien ist gut. Und wenn Sie dort Ihren Vernehmern nach dem Krieg erzählen, dass die Brandschäden an Ihrem Boot von einem gescheiterten Asado-Versuch auf hoher See stammen und Sie die leeren Torpedorohre gebraucht haben, um den Daheimgebliebenen etwas von den Leckereien nach Deutschland zu bringen, kann Ihnen später auch keiner am Zeuge flicken. Oder Sie sagen einfach gar nichts.“

    O.W.: „Also nach Argentinien. Und was soll ich dann da? Ich meine, außer Asado essen?“

    A.H.: „Ihre Aufgabe wird dort sein… (krrrrrrchchchchch, Störungen in der Leitung, 15 Minuten weiteres Blafasel)…zu sichern. Haben Sie das verstanden?“

    O.W. (während der Suade leise vor sich murmelnd): „Der spinnt doch, der Alte! Mich kurz vor Toresschluss noch verheizen zu wollen.“

    O.W. (dann wieder laut): „Aber natürlich, mein Führer!“

    A.H.: „Sehrr schön! Haben Sie noch Fragen?“

    O.W.: „Öhm, ein Boot für so eine Reise hätte ich ja. Aber das fährt ja nicht für gute Worte. Wo bekomme ich z.B. Proviant, Sprit und die neuen tollen Torpedos für das Rambazamba her? Bei der Besatzung sehe ich kein Problem, wir haben ja das Führerprinzip. Aber die Versorgungsjockels sind da schon eine härtere Nummer.“

    A.H.: „Darüber machen Sie sich mal keine Sorgen. Da kriegt der Dönitz, das Würstchen, seine Orders von mir, direkt aus Berlin, vom Reichskanzler und Obersten Befehlshaber der Wehrmacht und seinem Master next god, Adolf Hitler!“


    Den Rest der Geschichte kann man bei Wikipedia nachlesen.


    Mit freundlichen Grüßen

    Schorsch

    Hallo Gerard,


    mal ganz unter uns Pastorentöchtern, was bringt es Dir eigentlich, hier im Forum alle Nase lang solchen hanebüchenen Unsinn zu präsentieren? Mal ganz abgesehen davon, dass U 530 als Schnorchelboot mit Schnelltauchback kein 10,5 cm-Geschütz, das man auf See hätte entsorgen können, an Deck führte, frage ich mich, wie man, wenn man schon im Atlantik ist, durch die Umrundung des Kap Hoorn (so deute ich zumindest Dein Wort cap) anschließend die argentinische Küste oder Brasilien oder Venezuela ansteuern können sollte.

    Meinst Du wirklich, dass nur Hitler in Berlin Befehle gegeben hat?


    Mit kopfschüttelnden Grüßen

    Schorsch

    Hallo Dirk!


    Hier eine Bemerkung zu Deiner letzten Frage:

    (...)

    Noch mal zurück zu den U-Booten: Hätte es sein können, dass diese zusätzlich zu ihren bordeigenen Funkmöglichkeiten separate Drehfunkbaken mitführen, die nur für eine begrenzte Zeit "aufgebaut" werden. Um die Reichweite ihrer Funkfeuer zu erhöhen?

    (...)

    Das ist definitiv nicht möglich. Wenn Dein Drehfunkfeuer z.B. nach Art der ELEKTRA-SONNE arbeiten soll, muss die Antennencharakteristik sich in nachvollziehbarer Art zeitlich im Raum verändern können. Dafür ist aber eine räumlich stabile Antennenanordnung des Senders unbedingte Voraussetzung. Solange Du also in Deinem Plot das betreffende Boot nicht auf einen Strand setzen kannst/willst, wird die Eigenbewegung des U-Bootes und damit die der Sendeantenne durch Seegang und Wind Deinen Plan undurchführbar machen.


    Ein weiterer limitierender Grund könnte u.U. die schiere Größe der notwendigen Antennenanordnung sein, die von der verwendeten Wellenlänge der Funksignale abhängt. Da Du Dich aber, was technische Details anbelangt, sehr zurückhältst, ist diesbezüglich keine endgültige Aussage möglich.


    Mit freundlichen Grüßen

    Schorsch