Posts by Schorsch

    Hallo Rheinmetall,


    das Foto ist im Rahmen der Operation "Cäsar" entstanden, als die drei Boote U 295, U 318 und U 716 am 07.01.1945 vom norwegischen Kilbotn aus in See stachen. Alle drei hatten je zwei >Biber< der K-Flottille 265 huckepack an Bord, die im Kola-Inlet das sowjetische Schlachtschiff ARCHANGELSK (ex HMS ROYAL SOVEREIGN) angreifen sollten. Nach dem Angriff hätten sich die >Biber< zurückziehen und später selbstversenkt werden sollen.
    Infolge der Vibrationen durch die Dieselmaschinen der Träger-U-Boote während der Überführungsfahrt in Überwasserlage traten bei den >Bibern< diverse Schäden an den Pressluft- und Benzinleitungen sowie Lecks an den Stopfbuchsen auf, die mit daraus resultierenden Wassereinbrüchen in die Maschinenräume und zusätzlicher Vereisung der Sichtscheiben zum Abbruch des Unternehmens führten und die Träger-U-Boote kurz nach Erreichen des Seegebietes östlich des Nordkaps umkehren ließen. Zusätzlich war des eigentliche Angriffsziel ohnehin nicht zur fraglichen Zeit im Hafen.


    Nachzulesen ist die Story u.a. in P. Kemp: "Bemannte Torpedos und Klein-U-Boote im Einsatz 1939 - 1945", 1999 auf den Seiten 204 bis 205. Das gezeigte Bild ist in der Fotostrecke zwischen den Seiten 160/161 zu finden. (Hattest Du nicht dieses Buch vor einiger Zeit gekauft?)


    Mit freundlichen Grüßen
    Schorsch

    Hallo Stefan,


    auf Bild 7 liegt in einer Badewanne nach meiner Meinung ein Schwein, das soeben zerlegt wird. Der gestikulierende Soldat dahinter scheint ein Oberfeldwebel bei der Kriegsmarine (eckige Schulterklappen) zu sein, wahrscheinlich sogar der Kompanieoberfeldwebel der Einheit, erkennbar an dem weißen Tressenbesatz den Unterarme. Schlecht zu erkennen ist der Tressenbesatz am Kragen, dessen Fehlen wieder gegen einen Unteroffiziersdienstgrad sprechen würde.


    Wenn mich nicht alles täuscht, ist der Oberfeldwebel auch auf den anderen Bildern (außer Bild 9) zu finden, wobei das Buch in seiner Trageweise einer persönlichen Marotte zu entspringen scheint.


    Mit freundlichen Grüßen

    Hallo Stefan,


    die Dienstgradabzeichen der PUO hatten auf der Schulterklappe eine umlaufende Litze. Ich vermute, dass der Balken zu der von Dir schon angesprochenen Umrandung gehört.


    Mit freundlichen Grüßen
    Schorsch

    Hallo Postschaffner,


    die Bezeichnung "Bootsmann" war nur den Portepeeunteroffizieren der seemännischen Laufbahn vorbehalten. Nach den Angaben, die Du zu dem Foto hast, wäre der Fotografierte als POU der Marineartillerie mit "Feldwebel" anzusprechen.


    Für den genauen Dienstgrad bin ich leider auf Vermutungen angeweisen. Auf dem Foto ist auf der linken Schulterklappe, direkt unter dem Knopf ein Rangstern zu erahnen. Leider ist unterhalb des Abzeichens der Marineartillerie nicht deutlich auszumachen, ob sich dort ein oder zwei Rangsterne befinden. Deshalb könnte der Abgelichtete Marineartillerieoberfeldwebel (ein Stern unten) oder auch Marineartilleriestabsoberfeldwebel (zwei Sterne unten) sein.


    Bei der Entsprechung der Ränge der Unteroffiziere von Heer und Marine ist zu sagen, dass die Maate den Unteroffizieren und die Obermaate den Unterfeldwebeln gleichzusetzen sind. Dabei werden aber an Land bei der Marine weiter die Bezeichnungen Maat und Obermaat verwendet. (Ausnahme sind die Festungsbaupioniere, die wiederum Unteroffiziere und Unterfeldwebel haben.) Um noch eins draufzusetzen: als Marineartilleristen wurden die untersten Mannschaftsdienstgrade der Küstenlaufbahnen, neben der eigentlichen Marineartillerie also auch die Angehörigen der Schreiber-, Verwaltungs-, Feuerwerker- bzw. Artilleriemechanikerslaufbahn bezeichnet. (Ausnahmen hier: Kraftfahrer, Flugmelder und Pioniere)


    Mit freundlichen Grüßen
    Schorsch

    Hallo zusammen,


    in Ergänzung dessen, was Tiefenmesser schreibt, ist noch zu sagen, dass die ursprüngliche Ausrüstung der Vorkriegsboote vom Typ VII B-Boote mit der 2 cm-Flak auf dem Deck hinter dem Turm nach Kriegsausbruch sehr schnell geändert und die Flak in den dann vergößerten achternen Brückenbereich verlagert wurde. Das fragliche Foto zeigt als Einbauplatz aber noch die ursprüngliche Variante. Da U 49 vom 29.11.1939 bis zum 29.02.1940 in Kiel lag, könnte in dieser Zeit ein entsprechender Umbau erfolgt sein und sich damit der Verdacht erhärten, dass es sich u.U. um eine Vorkriegsaufnahme handelt.


    Mit freundlichen Grüßen
    Schorsch

    Hallo zusammen,


    zu den Großadmiralsstäben von Raeder und Dönitz habe ich noch einige Infomationen bei J. Mallmann-Showell: "Kriegsmarine 1939-1945", Motorbuchverlag, 2000 gefunden. Auf den Seiten 266 bis 270 wird ausführlich über die Entstehung, den Gebrauch und den Verbleib berichtet. Im Folgenden eine kurze Zusammenfassung des Geschriebenen für die, die das Buch nicht im Regal haben.


    Die Stäbe haben einen Materialwert von jeweils 65.000 bis 164.000 DM und wurden den Großadmiralen als persönliches Geschenk überreicht.
    Raeder vergrub seinen Großadmiralsstab mit anderen Wertsachen in der Nähe seines Hauses in Potsdam-Babelsberg, als die Rote Armee sich Berlin näherte. Ein beteiligter Arbeiter verriet unter Druck das Versteck und der Stab verschwand in dunklen, russischen Kanälen, Verbleib unbekannt. Der Interimsstab in Gestalt eines Fernrohres wurde bei Raeders Gefangennahme beschlagnahmt, Verbleib ebenfalls unbekannt.
    Dönitz' Großadmiralsstab wurde kurz nach dem Krieg aus seinem unbewachtem Gepäck gestohlen, während der Großadmiral verhört wurde. Der Stab wurde später von Generalmajor J.B. Churcher, der an der Verhaftung beteiligt war, an das Regimentsmuseum der Shropshire Light Infantry in Shrewsbury/England übergeben, wo sich er sich nach Angaben des Autors heute noch befinden soll. Zum Interimsstab von Dönitz werden keine Aussagen gemacht.


    Ob in der Zeit, nachdem Mallmann-Showells Buch erschienen ist, der Dönitz'sche Stab nach Hamburg übergeben wurde, wie der zweite Link von Jane vermuten lässt, ist mir nichts bekannt. Es tauchte aber Anfang der 80-er Jahre bei einem Juwelier in Hamburg ein Vorab-Muster für die Herstellung des Großadmiralstabs von Dönitz auf, der u.U. jetzt in Hamburg ausgestellt sein könnte.


    Mit freundlichen Grüßen
    Schorsch

    Hallo zusammen,


    der lieben Vollständigkeit halber muss noch gesagt werden, dass auch Dönitz' Vorgänger, Großadmiral Raeder, ein Großadmiralsstab übergeben wurde.
    Genauer waren es sogar derer jeweils zwei, der eigentliche Großadmiralsstab und ein etwas weniger aufwendig gearbeiteter Interimsstab "für den normalen Dienstbetrieb". Folglich müssten hinter jedem Namen zwei Stäbe und deren Aufenthaltsort (sofern bekannt) aufgeführt werden.


    Mit freundlichen Grüßen
    Schorsch


    edit: Tod den Rechtscheibfehlern!

    Hallo Steffen,


    das linke Bild zeigt die KARLSRUHE (Siehe auch Anwort von Karat zum Anfang des Threads!) vor der großen Werftliegezeit. Sie kehrt gerade von einer größeren Unternehmung zurück, erkennbar am Heimatwimpel, der vom Großtopp bis ins Kielwasser reicht. Neben dem achternen Deckshaus sind zwei 8,8 cm-Geschütze-L/45 in Mittelpivotlafette C/13 zu sehen, während an Backbord noch kein Gitterkran installiert zu sein scheint. Damit wäre ein Aufnahmedatum um den 15./16.06.1934 zu vermuten, als der Kreuzer von seiner damaligen Auslandsreise zurückkehrte. Aufnahmeort könnte der KWK sein.


    Das rechte Bild zeigt die KÖNIGSBERG nach den Umbaumaßnahmen im Jahr 1936: Antennespreizen am achternen Schornstein durch Stengenmast (ohne schräge Abstützungen, die hatte nur die KÖLN) ersetzt, 8,8 cm-Einzelflak durch 8,8 cm-Doppellafetten ersetzt.


    Mit freundlichen Grüßen
    Schorsch


    edit: Beschreibung KÖNIGSBERG eingefügt

    Hallo Militärfan,


    müsste dann aber nicht in den von Drexl zitierten Textstellen von Skoda-Kanonen die Rede sein!? Noch schwieriger wäre ein Erklärungsansatz bei italienischstämmigen Geschützen.


    Mit freundlichen Grüßen
    Schorsch

    Hallo Drexl,


    bei der Pak dürfte es sich um eine 45 mm-Pak obr. 1937 handeln. Das ist ein Geschütz, welches aus der deutschen 37 mm-Pak 36 entwickelt worden ist. Solche Geschütze hatte die SU von Deutschland erworben bzw. in Lizenz hergestellt. In Gestalt und Leistungsdaten glichen sich beide Geschütze sehr. Erbeutete Exemplare wurden in der Wehrmacht unter der Bezeichnung 4,5 cm Pak 184(r) bzw. 184/1(r) geführt.
    Die von Dir angesprochene Fehleinschätzung des Autors ließe sich also nur auf die Kaliberangabe des Geschützes beziehen.


    Mit freundlichen Grüßen
    Schorsch

    Hallo Christian,


    ich bin zwar kein Veteran, der Dir direkt auf Deine Fragen antworten kann, und mein folgender Literaturhinweis bezieht sich auch nicht auf die SS oder das Heer, vermittelt aber meiner Meinung nach sehr gut die Inhalte, die durch Deine Fragen angerissen werden. Bei dem erwähnten Buch handelt es sich um Lothar-Günther Buchheims: „Der Film -Das Boot-“, Goldmann, 1981.
    Recht kritisch geht Buchheim hier auf Unstimmigkeiten zwischen seinem eigenen Erleben der Ereignisse auf U 96 (wie auch seiner gesamten Marinezeit) und der filmischen Umsetzung derselben ein. Es handelt sich dabei um Widersprüchlichkeiten, die Buchheim an der Entstehungszeit des Filmes und den Grundsätzen dramaturgischer Gestaltung festmacht. Als besonders erwähnenswert wird dabei immer wieder die Diskrepanz zwischen den sehr gut ausgeführten Requisiten und Kulissen und dem nicht dazu passenden Verhalten der Schauspieler angeführt.


    Bsp. 1: „Dieser dumme Uniformgeck soll ich sein?...Ich könnte nicht in den Spiegel sehen, wenn ich mich jemals so dusselig aufgeführt hätte, wie es dieser Charge abgefordert wird!“


    Bsp. 2: „Der Kriegsberichter wirft, wenn ein Brecher kommt, die Arme in die Luft und reißt dem Mund auf wie ein an Land geworfener Karpfen, der gegen das Verenden kämpft, anstatt sich vor den Wasserschwällen wegzuducken…Kein Mensch, zuletzt P. will von mir hören, wie es auf der Brücke bei Sturm tatsächlich zuging. Als sich P. mir halb zuwendet, ist sein Unwille deutlich. Aber jetzt kann ich nicht mehr zurück. Ich sage: ‚Wenn ihr in das Becken eine Tonne Salz schüttet, würde der Kriegsberichter von ganz allein seine Schnauze zumachen.’“


    Bsp. 3: “Wenn einer einen Film mit so vielen technischen Installationen macht, sollte er, wenn der Schauspieler in die einzig richtigen Haltungen beim Bedienen der Aggregate einweisen will, selber ganz genau über deren Funktion Bescheid wissen…Er dürfte sich nicht wie ein Scholastiker verhalten, der seine Kenntnisse über die Natur vor seinem Hause nur aus Büchern schöpft, anstatt einmal nach draußen zu gehen und sie sich anzusehen.“


    Es wird also den einzelnen Darstellern und auch den Regisseuren und Produzenten, so sie einen authentischen Blick auf die Vergangenheit anstreben, nichts anderes übrig bleiben, als sich offensiv mit der jeweiligen Zeit auseinanderzusetzen. Dazu gehört neben Literaturstudien auch die Zusammenarbeit mit den noch lebenden Zeitzeugen, da nur bei denen diese soft skills in Erfahrung gebracht werden können. Ob sich dann gewonnene Erkenntnisse allerdings auch gegen die Regeln durchsetzen können, denen der Aufbau eines Filmes unterliegt, sei dahingestellt…


    Mit freundlichen Grüßen
    Schorsch

    Hallo Markus,


    ich habe diesen Punkt aus der betreffenden M.Dv. so übernommern, wie er dort formuliert worden ist.
    Meine Vermutung dazu ist, dass einige der Pistolenträger neben der Schusswaffe noch zusätzlich mit einem Seitengewehr ausgerüstet werden sollten. Allerdings war imho das Seitengewehr dabei nicht dazu gedacht, auf die Pistolenmündung aufgepflanzt zu werden. Grund für meine Annahme ist das Vorhandensein von Seitengewehren auf den Bootstypen, für die überhaupt keine Karabiner 98 k mehr als Infanteriewaffen vorgesehen waren.



    Mit freundlichen Grüßen
    Schorsch

    Hallo Steffen,


    ich bin der Meinung, dass Du das "unter Vorbehalt" guten Gewissens durch ein "mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit" ersetzen kannst. Die Unterschiede, die Sandsack anmahnt, sind meiner Meinung nach der Art und Weise geschuldet, dass im Buch von Högel die Bootszeichen als Graphiken präsentiert werden, während Deine Vorlage fotographischer Natur ist.


    Damit Du Dir, sollte Dir das Buch von Högel nicht vorliegen, selbst ein Bild machen kannst, habe ich das fragliche Schiffchen 'mal unten angefügt.


    Mit freundlichen Grüßen
    Schorsch

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    • HögelU901.jpg

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    Hallo Steffen,


    laut G. Högel: "Embleme, Wappen, Malings deutscher U-Boote 1939 - 1945", Köhler, 2001, S. 154 gehört das gezeigte Emblem zu U 901.
    Damit ist die Behauptung, dass ein "frühes Boot" zu sehen sei, etwas gewagt, wurde U 901 doch erst am 29.04.1944 in Dienst gestellt und gehörte dann bis zum 14.03.1945 als Ausbildungsboot der 4. U-Flottille in Stettin an. Ebenso lässt die Gestaltung des Turmes (hintere Flak-Plattform) auf ein Boot schließen, dass in der zweiten Hälfte des WK II aufgenommen wurde.
    Das Aufnahmedatum lässt sich auf die Zeit unmittelbar nach der Indienststellung bis etwa 2 Wochen später eingrenzen, da das Boot am Turm den gelben Streifen trägt, der anzeigt, dass es sich in der UAK-Erprobung befindet.


    Mit freundlichen Grüßen
    Schorsch

    Hallo zusammen,


    das letzte Posting in diesem Thread ist zwar schon eine Weile her und Michi als Themenstarter hat sich auch schon ziemlich lange nicht mehr im Forum gerührt, aber vielleicht interessiert sich ja der eine oder andere für diesen Nachklapp. Quelle der Angaben sind Marinedienstvorschriften, die mir erst kürzlich zugänglich wurden.


    Typ VII B:
    2 Karabiner 98 K mit zwei Patronentaschen
    6 Mauserpistolen Kal. 7,65 mm
    2 Seitengewehre 84/98 für Karabiner
    3 Seitengewehre 84/98 für Pistole
    2 Sternsignalpistolen
    400 Schuss Gewehrmunition
    900 Schuss Pistolenmunition
    180 Schuss Sternsignalpatronen
    Die Handwaffenmunition wird in der Munitionskammer im Offizierswohnraum aufbewahrt.
    (Vorläufige U Bootskunde für U Boote Typ VII B, M.Dv. 371, 178 auf den Seiten 13 und 56)


    Typ VII C:
    1 LMG C/34
    2 Maschinenpistolen
    6 Mauserpistolen, Kal. 7,65 mm
    3 Seitengewehre
    2 Sternsignalpistolen
    (Vorläufige U Bootskunde für U Boote Bauart VII C, Stand vom 15.07.40, M.Dv. 371, 181 auf der Seite 12)


    Typ XB:
    1 MG C/34 im U Offz Raum
    2 Maschinenpistolen im U Offz Raum
    6 Mauserpistolen in Spinden
    3 Seitengewehre in Munitionskammer (Zentrale)
    3000 Schuss 0,8 cm Munition für MG C 34
    3000 Schuss 0,8 cm Munition mit Leuchtspur
    (Vorläufige U Bootskunde für U Boote Bauart XB, M.Dv. 371, 184 auf den Seiten 14 und 54)


    Mit freundlichen Grüßen
    Schorsch

    Hallo Johann Heinrich,


    meiner Ansicht nach ist die Kette auf dem Ausgangsbild einfach zu kurz, um als Bändsel einer Maatenpfeife angesehen werden zu können. Der unterste Punkt der duchhängenden Kette liegt noch nicht einmal unterhalb des Knotens des Halstuchs. Als Vergleichsmöglichkeit soll das Bild des Bootsmannsmaaten des Panzerschiffes DEUTSCHLAND dienen, das von Steffen eingestellt wurde.


    Für mich ist es auch ungewöhnlich, dass ein Maat, der etwas auf sich hält, sich mit einer einfachen Kette als Bändsel zufrieden gibt. Schließlich ist dieses Bändsel eine veritable Möglichkeit, vorhandene Seemannschaft unter Beweis zu stellen. (Siehe dazu auch dieses Bild!)


    Deine Deutung, am Ende dieser Kette eine Taschenuhr zu vermuten, scheint mir die wahrscheinlichere zu sein. Zusätzlich weist imho die Machart der Kette darauf hin. Übrigens befand sich unter der linken Kragenunterlage der weißen und blauen Henden eine Tasche, die zur Aufbewahrung des Truppenausweises vorgesehen war und in der sicher auch eine Taschenuhr Platz gefunden hätte.


    Mit freudlichen Grüßen
    Schorsch

    Hallo Rheinmetall,


    die präsentierte Aufnahme zeigt das 11 m-Modell eines Typ-VII C-Bootes aus dem Film "Das Boot", kein Typ-VII C-Boot im Original. Deshalb solltest Du auch nicht versuchen, das Anhängsel unter dem Bug an einem tatsächlichen Boot zu finden. Ich vermute bei diesem Bauteil eine Schleppvorrichtung für das Modell.
    Übrigens, käme das gezeigte Modell noch ein weniges weiter aus dem Wasser, könntest Du zusätzlich einen beachtlichen Ballastkiel, ähnlich dem Schwert einer Segelyacht, unter der Bootsmitte finden und einen solchen würdest Du ebenso vergeblich bei einem Boot der KM suchen müssen.


    Einen Literaturhinweis gibts auch noch: Lothar-Günther Buchhein: "Der Film Das Boot", Goldmann Verlag München, 1981 und dort die Ausführungen und Darstellungen auf den Seiten 32 und 33, 44 und 45 sowie 140 und 141.


    Mit freundlichen Grüßen
    Schorsch

    Hallo Rote-Kapelle,


    leider liegt mir das Werk von Skwiot noch nicht vor, ich warte mit dem Kauf noch, bis der Sammelband erworben werden kann, der die Gunpowerausgaben 17, 18 und 19 enthalten soll. (Guckst Du z.B. hier!)
    Unabhängig davon sind mir in der mir zur Verfügung stehenden Literatur Bilder der KÖNIGSBERG aus der Zeit vor dem Umbau sowohl mit als auch ohne Namensschild an den Türmen untergekommen. Insoweit bleibe ich weiter vorsichtig, was die konkrete Benennung des Schiffes auf dem Foto anbelangt.


    Mit freundlichen Grüßen
    Schorsch

    Hallo zusammen,


    auch von mir noch ein paar Ergänzungen zum Foto-Ratespiel:


    Das fragliche Bild des K-Kreuzers ist in jedem Falle eine Vorkriegsaufnahme, da die drei K-Kreuzer während ihrer Wertaufenthalte 1935 (KARLSRUHE, KÖLN) bzw. 1936 (KÖNIGSBERG) am bzw. hinter dem zweiten Schornstein einen zweiten Mast erhielten, der die bisherigen schrägen Antennenspreizen am Schornstein ersetzte. Die Spitze der steuerbordseitigen Spreize ist auf dem vorgestellten Foto aber gut zu erkennen.


    Betrachtet man die Form des Vormars' der drei K-Kreuzer, so weicht die zweistöckige Gestaltung dieses Bauteils bei der KARLSRUHE von denen ihrer Schwesterschiffe und der auf dem Foto erkennbaren Form ab. Damit fällt meines Erachtens die KARLSRUHE aus dem Kreis der Verdächtigen.


    Mit der Argumentation von Rote Kapelle, welche die KÖNIGSBERG ausschließt, habe ich so meine Probleme, da das Bild in Whitleys Buch zwar einen der K-Kreuzer zeigt, der aber als zweiten Mast einen Dreibein-Mast führt. Eine solche Mastform ist jedoch nur für die KARLSRUHE nachgewiesen. (vgl. dazu auch das untere Bild und Bildunterschriften bei Breyer/Koop: Die deutsche Kriegsmarine 1935-1945, Band 4, Augsburg 1994, S. 115 bzw. 128 oder in Koop/Schmolke: Die leichten Kreuzer der KÖINGSBERG-Klasse - LEIPZIG und NÜRNBERG, Koblenz 1994). Damit bleibt für mich die Entscheidung KÖLN oder KÖNIGSBERG zunächst noch offen.


    Mit freundlichen Grüßen
    Schorsch

    Hallo zusammen,


    ich möchte noch einmal auf die Ausgangsfrage zurückkommen und die entsprechenden offiziellen Bestimmungen der Kriegsmarine in die Diskussion einbringen. Ich vermute, dass diese Regelungen (wenigstens) inhaltlich mit denen des Heeres und der Luftwaffe übereinstimmten. Die entsprechende Marinedienstvorschrift hat die Nummer 260 und trägt den Titel "Bekleidungsvorschriften der Kriegsmarine". Den dreiseitigen Anhang, der sich mit der "Bürgerlichen Kleidung" auseinandersetzt, habe ich als Scan angefügt.


    Mit freundlichen Grüßen
    Schorsch

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