Posts by Schorsch

    Hallo Gerard,


    endlich kommst Du mal mit einer belastbaren Quellenangabe.

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    (…)

    Also es gebe schon diese mit den Dokumente von dem FBI.

    http://www.uboatarchive.net/U-530A/U-530NAReport.htm

    (…)

    Aha! Und nur, um Dich auch wirklich richtig verstanden zu haben: aus dem verlinkten Dokument über das Verhör des Kommandanten von U 530 durch die Amerikaner liest Du nun heraus, dass Wermuth die 10,5 cm-Deckskanone des Bootes über Bord gehen ließ, im Atlantik geheime Waffen an die Japaner weiterzugeben und dazu noch den Auftrag hatte, an der argentinischen Küste Golddepots anzulegen und der Befehl zu diesen Aktionen direkt aus Berlin von Hitler kam?


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    (…)

    Also, bitte lassen sie mich in Ruhe, wenn sie nichts über diese Geschriebene Version kennen, oder wollen nicht kennen lernen denn sie wollen nur die Deutsche oder die West Geschriebenen Version kennen, und kein andere kennt besser die Wahrheit als Diese. So ob es Russische Autor ist oder aus Argentinien, wirr haben das Recht alles was über diese Fahrt wo nicht Angesagt war in der Post (Deutsche Zeitschriften) zu wissen was Geschrieben war.

    (…)

    Oh, Gerard, hier hast Du etwas in den völlig falschen Hals bekommen. Du (und die ominösen russischen Autoren) haben alles Recht dieser Welt sämtliche Aussagen anzuzweifeln, die euch auch immer missfallen und laut darüber nachzudenken, was da nicht stimmen könnte. Nur möchte ich zur Vorsicht raten. Denn dieses Recht steht auch denen zu, die wiederum Deinen Hypothesen und Aussagen nichts abgewinnen können, und gerne nachgewiesen hätten, dass entgegen ihrer Überzeugung Deine Überlegungen tatsächlich „Hand und Fuß“ haben könnten. Schaue ich mir nun aber die Threads an, die Du in Bezug auf Marinethemen hier im Forum angestoßen hast, sind mir vor allem die nachfolgenden im Gedächtnis geblieben:


    die Karte nach Agartha: wie eines der Forenmitglieder im betreffenden Thread schrieb, scheint diese Karte nicht das erste Mal durch Dich in einem Forum zum Thema gemacht worden zu sein. Was Du da an Informationen bekommen haben könntest, ist gut vorstellbar, aber Du musstest auch noch das Forum der Wehrmacht damit beglücken.


    U 110: anstatt die gefundenen Bilder und Deine Annahmen bezüglich U 110 erst einmal auf Plausibilität zu überprüfen, wird gleich getönt, dass die Engländer seinerzeit U 110 also doch gehoben hätten, um an die Geheimnisse der ENIGMA zu gelangen.


    U 209: ein Blick hätte genügt, zu erkennen, dass die Informationen zum Thema auf der verlinkten Seite nur den Wert von Müll haben, aber trotzdem musste das alles durch Dich im Forum der Wehrmacht ausgewalzt werden.


    Und aktuell der Thread zu U 530 und seiner letzten Reise: jetzt werden nicht nur irgendwelche Ammenmärchen breitgetreten, sondern die Forenmitglieder im Eingangspost zu sogar noch wilderen Spekulationen aufgerufen.


    Da frage ich mich schon (und übrigens auch Dich), was bringt es Dir, so etwas in der immer wieder gleichen Form diskutieren zu wollen? Eine Antwort auf diese Frage habe ich in Deinen Ausführungen bisher noch nicht finden können.


    Weißt Du, Gerard, da Weihnachten nahe ist, darfst Du Dir vieles wünschen – auch, dass ich zu Deinen aktuellen oder zukünftigen Threads nichts mehr schreiben werde. Im Gegensatz zu den Gegebenheiten in Deiner Kindheit, als nicht sicher war, ob Du das, was Du Dir gewünscht hattest, am Ende auch bekommen wirst, kannst Du die Erfüllungsrate Deiner Wünsche hier im Forum aber auf relativ simple Weise beeinflussen. Hör einfach auf, wieder und wieder solchen Unfug wie den oben genannten ungeprüft zu verbreiten, und es gibt für mich keine Veranlassung, kritische Nachfragen zu stellen. Ist doch eigentlich ein ganz einfacher Deal, oder!?


    Mit freundlichen Grüßen

    Schorsch

    Hallo Gerard!


    Das, was Du hier betreiben willst, nennt sich Beweislastumkehr. Du stellst hier ohne Belege eine Behauptung auf, die Du dann so lange als wahr akzeptiert haben möchtest, bis ich oder ein anderer sie widerlegen. Das läuft aber nicht. Es gilt immer noch: wer eine Behauptung in den Raum stellt, hat auch die Nachweise für seine Annahmen beizubringen. Es mag Ausnahmen geben, dass ich mich darauf einlasse, Nachweise für etwas auszugraben, das ein anderer behauptet. Bei Dir scheint aber nach meinem Dafürhalten dieses Prozedere, anderen diese Arbeit aufzubürden, zu Deinem üblichen Geschäftsgebaren zu gehören.


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    (…)

    Also warum Keitel hätte U-530 nicht den Auftrag können Geben?

    (…)

    Moment, Deine ursprüngliche Aussage war, dass aus Berlin nur Befehle kommen konnten, für die Hitler direkt verantwortlich zeichnete. Das habe ich in Zweifel gezogen. Statt eines Nachweises, dass Hitler tatsächlich seine Finger im Spiel hatte, oder dem Eingeständnis, dass Du Dich mit Deiner Behauptung vielleicht doch etwas zu weit aus dem Fenster gelehnt hattest, wird durch Dich nun die nächste argumentative Nebelkerze gezündet. Jetzt ist es also Keitel, der einem Oberleutnant zur See, von dessen Existenz er wahrscheinlich noch nicht einmal geahnt haben dürfte, in die Spur schickt. Sag mal, wird sich das Ganze jetzt so entwickeln, dass hier sämtliche Führungsspitzen des Deutschen Reiches, die sich Anfang 1945 noch in Berlin aufhielten, durchdekliniert werden, wer U 530 den Auftrag nach Argentinien zu fahren, gegeben könnte? Vergiss es, dieses Spielchen werde ich nicht mitmachen.


    Selbst wenn man die Implikation „Wenn es einen Geheimauftrag gegeben hat, wurde das KTB vernichtet.“ vorübergehend als gültig akzeptieren wollte, wozu ich noch nicht einmal im Ansatz bereit bin, gilt Umkehrung dieses Schlusses „Das KTB wurde vernichtet, deshalb muss es einen Geheimauftrag gegeben haben.“ noch lange nicht. Da ich nicht erkennen kann, dass Du bereit bist, diese und andere logischen Schlussregeln, die die Grundlage eines jeden rationalen geführten Diskurses bilden, zu akzeptieren, sehe ich für mich keinen Mehrwert, mich weiter mit Dir über U 530 auszutauschen. Mein Hauptziel war, den Unsinn, den Du hier bezüglich U 530 weiterverbreitest, nicht unkommentiert zu lassen.


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    (…)

    Aber in Juli 1945, hier hatte Dönitz schon zeit 2 Monate die Kapitulation unterschrieben.

    (…)

    Diesen Satz verstehe ich nicht.


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    (…)

    Hatte Oblt. hans Schäffer mit dem U-977 bei seine Ergeben auch sein Schiff Logbuch, wo er in August 1945 in Argentinien sich Ergeben hatte, auch weg- Geworfen? (sorry hier habe ich noch keine Recherchen geleitet, über dieses Uboot).

    (…)

    Mal abgesehen davon, dass der Kommandant von U 977 den Vornamen Heinz trug, nein, das KTB von U 977 wurde nicht zerstört. Nachlesen lässt sich dieser Fakt und die Gründe in seinem Buch: Heinz Schäffer: „U 977 – 66 Tage unter Wasser“ oder direkt im betreffenden KTB, das ja noch vorhanden ist.


    Vielleicht noch einmal zur Illustration des weiter oben Gesagten: Nein = Behauptung, Nennung des Buches von Schäffer = Beleg der Behauptung. Zudem erneut: Du stelltst eine Behauptung auf und hoffst, dass Dein Gegenüber sie belegt.


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    (…)

    Denn es gebe ein Unterschied, ja dann U-530 hatte nach deine Quelle, sein Funksender wo kaputt war, und mit diesem 2. Uboot, wo in Argentinien weiterhin sich Ergeben hatte.

    (…)

    Meine Quelle? Alles, was ich an Zweifel angemeldet habe, beruht auf dem Fehlen von Nachweisen Deiner Behauptungen. Die einzige Aussage von mir, die eines Nachweises bedürfte, war, dass U 530 ein Boot mit Schnelltauchback und Schnorchel war. Als Beleg dafür kannst Du die beiden einzigen(!) Bilder mit U 530 als Sujet in dem von Dir verlinkten Video heranziehen.


    Mit freundlichen Grüßen

    Schorsch

    Hallo Gerard,


    nachdem Du es geschafft hast, einen Bogen von wilden Spekulationen bezüglich der letzten Fahrt von U 530, über die sprachlichen Fähigkeiten von Hitler, Jodl und Keitel, bis hin zu Vermutungen über meine eventuelle Herkunft zu schlagen, sind wir nun wohl vollständig beim gemütlichen Teil des Abends angekommen. Über U 530 hätte ich mich mit Dir noch ausgetauscht, aber schon beim zweiten Punkt bezweifle ich endgültig Deine Expertise, und der Rest geht Dich - mit Verlaub gesagt - nichts an.


    Mit freundlichen Grüßen

    Schorsch

    Hallo Gerard,


    wenn Dich das Wort füsilieren so sehr stört, wie wär's damit:

    A.H.: „Wermuth, wenn Sie jetzt wieder auflegen, finden Sie sich ratzfatz vor einem Peloton wieder!"


    Ich kann doch nix dafür, dass die deutsche Militärsprache voll von unverzichtbaren Gallizismen wie schikanieren, Bastonade, Appell, Bombage, kujonieren, Bordell, Fisimatenten, (Hasen)panier, arrogant, Sabotage oder reterieren ist.


    Mit freundlichen Grüßen

    Schorsch

    Hallo zusammen!


    Da Gerard seiner Fantasie ja ordentlich die Sporen gegeben hat, will ich nun auch mal.


    Ausgangspunkt für die folgende kleine Szene war die Überlegung, wie Adolf Hitler dem Oberleutnant zur See Otto Wermuth Befehle direkt aus Berlin gegeben haben könnte.


    Der Oberleutnant z.S. Otto Wermuth wird Anfang Februar 1945 ans Telefon im Geschäftszimmer der 33. Flottille in Kiel gerufen.

    Otto Wermuth: „Hallo! Oberleutnant zur See Wermuth am Apparat.“

    Adolf Hitler (Befehle direkt aus Berlin gebend).: „Hier sprrrricht derrr Rrrrreichskanzler und Oberrrrrste Befehlshaber der Wehrrrrm…!“

    O.W. (in den Hörer brüllend): „Telefonstreich, Telefonstreich!“ (kracht den Hörer auf die Gabel)


    Zehn Minuten später geht der Dialog weiter.

    O.W.: „Hallo? Oberleutnant zur See Wermuth am Apparat.“

    A.H.: „Wermuth, wenn Sie jetzt wieder auflegen, werden Sie füsiliert! Also noch einmal: hier spricht der Reichskanzler und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht und Ihr Master next god, Adolf Hitler!“

    O.W. (zögernd): „Okayyyy! Nehmen wir an, das mal als Arbeitshypothese an. Wie können Sie Ihre Behauptung beweisen?“

    A.H.: „Ja, so hörrrren Sie doch, wie ich sprrrräche! Ab 5.45 Uhr wirrrd jetzt zurrrückgeschossen!“

    O.W. (immer noch zögerlich): „Na gut, dann will ich’s mal glauben.“

    A.H.: „Wermuth, ich habe einen Geheimauftrag für Sie. Der Auftrag ist so geheim, dass noch nicht einmal Dönitz oder Keitel oder Jodl davon wissen dürfen. Deshalb bekommen Sie Ihre Befehle direkt aus Berlin, also von mir, dem Reichskanzler und Obersten Befehlshaber der Wehrmacht…“

    O.W. (zwischenzeitlich ein Gähnen unterdrückend): „…und meinem Master next god, ich weiß. Also, um was geht’s?“

    A.H.: „Wie Sie wissen, läuft es im Krieg momentan nicht ganz rund. Es knackt und knirscht an allen Fronten. Es ist also an der Zeit, etwas für den zukünftigen Ruhestand zu planen. Was meinen Sie dazu, Wermuth?“

    O.W.: „Dass das eine Fangfrage ist.“

    A.H.: „1:0 für Sie, Wermuth! Aber egal, Sie fahren in den Atlantik, machen dort zur Ablenkung vor New York mit Ihren neuen Torpedos noch einmal richtig Rambazamba, dann noch ein paar Filmaufnahmen von der Skyline für Mark-Felton-productions und wenn Sie das überleben sollten, geht’s ab nach Südamerika.“

    O.W.: „Warum ausgerechnet Südamerika?“

    A.H.: „Das ist schön nah an der Antarktis dran. Da müssen die Reichsflugscheiben nicht so weit fliegen und es gibt dort noch Länder, denen wir noch nicht allzu sehr auf den Zehen gestanden haben.“

    O.W.: „Reichsflugscheiben? Da höre ich das erste Mal von. Was is‘n das?“

    A.H.: „Ups, ich Plappermäulchen nun wieder. Wermuth, vergessen Sie das!“

    O.W.: „Was?“

    A.H.: „Na, das mit den Reichsflugscheiben!“

    O.W.: „Reichsflugscheiben? Was is‘n das? Da höre ich nun schon das zweite Mal von.“

    A.H.: „Also gut, Wermuth, 2:0 für Sie! Aber übertreiben Sie‘s nicht! Wir waren bei Südamerika!“

    O.W.: „Und wohin in Südamerika? (murmelnd) Moment, der I WO von U 96 kam doch von da. Was hatte der dem Schwippschwager meiner Cousine damals noch geschrieben? Die haben zu Hause immer Asado gemacht. Würde ich ja auch gerne mal essen. Ja, Argentinien war das! (nun laut) Mein Führer, wie wäre es mit Argentinien!?“

    A.H.: „Keine schlechte Wahl! Vielleicht auch in Hinblick auf eine spätere Militärdiktatur. Und den Engländern, dem perfiden Albion, könnten wir später dort auch noch einen einschenken. Ja, Argentinien ist gut. Und wenn Sie dort Ihren Vernehmern nach dem Krieg erzählen, dass die Brandschäden an Ihrem Boot von einem gescheiterten Asado-Versuch auf hoher See stammen und Sie die leeren Torpedorohre gebraucht haben, um den Daheimgebliebenen etwas von den Leckereien nach Deutschland zu bringen, kann Ihnen später auch keiner am Zeuge flicken. Oder Sie sagen einfach gar nichts.“

    O.W.: „Also nach Argentinien. Und was soll ich dann da? Ich meine, außer Asado essen?“

    A.H.: „Ihre Aufgabe wird dort sein… (krrrrrrchchchchch, Störungen in der Leitung, 15 Minuten weiteres Blafasel)…zu sichern. Haben Sie das verstanden?“

    O.W. (während der Suade leise vor sich murmelnd): „Der spinnt doch, der Alte! Mich kurz vor Toresschluss noch verheizen zu wollen.“

    O.W. (dann wieder laut): „Aber natürlich, mein Führer!“

    A.H.: „Sehrr schön! Haben Sie noch Fragen?“

    O.W.: „Öhm, ein Boot für so eine Reise hätte ich ja. Aber das fährt ja nicht für gute Worte. Wo bekomme ich z.B. Proviant, Sprit und die neuen tollen Torpedos für das Rambazamba her? Bei der Besatzung sehe ich kein Problem, wir haben ja das Führerprinzip. Aber die Versorgungsjockels sind da schon eine härtere Nummer.“

    A.H.: „Darüber machen Sie sich mal keine Sorgen. Da kriegt der Dönitz, das Würstchen, seine Orders von mir, direkt aus Berlin, vom Reichskanzler und Obersten Befehlshaber der Wehrmacht und seinem Master next god, Adolf Hitler!“


    Den Rest der Geschichte kann man bei Wikipedia nachlesen.


    Mit freundlichen Grüßen

    Schorsch

    Hallo Gerard,


    mal ganz unter uns Pastorentöchtern, was bringt es Dir eigentlich, hier im Forum alle Nase lang solchen hanebüchenen Unsinn zu präsentieren? Mal ganz abgesehen davon, dass U 530 als Schnorchelboot mit Schnelltauchback kein 10,5 cm-Geschütz, das man auf See hätte entsorgen können, an Deck führte, frage ich mich, wie man, wenn man schon im Atlantik ist, durch die Umrundung des Kap Hoorn (so deute ich zumindest Dein Wort cap) anschließend die argentinische Küste oder Brasilien oder Venezuela ansteuern können sollte.

    Meinst Du wirklich, dass nur Hitler in Berlin Befehle gegeben hat?


    Mit kopfschüttelnden Grüßen

    Schorsch

    Hallo Dirk!


    Hier eine Bemerkung zu Deiner letzten Frage:

    (...)

    Noch mal zurück zu den U-Booten: Hätte es sein können, dass diese zusätzlich zu ihren bordeigenen Funkmöglichkeiten separate Drehfunkbaken mitführen, die nur für eine begrenzte Zeit "aufgebaut" werden. Um die Reichweite ihrer Funkfeuer zu erhöhen?

    (...)

    Das ist definitiv nicht möglich. Wenn Dein Drehfunkfeuer z.B. nach Art der ELEKTRA-SONNE arbeiten soll, muss die Antennencharakteristik sich in nachvollziehbarer Art zeitlich im Raum verändern können. Dafür ist aber eine räumlich stabile Antennenanordnung des Senders unbedingte Voraussetzung. Solange Du also in Deinem Plot das betreffende Boot nicht auf einen Strand setzen kannst/willst, wird die Eigenbewegung des U-Bootes und damit die der Sendeantenne durch Seegang und Wind Deinen Plan undurchführbar machen.


    Ein weiterer limitierender Grund könnte u.U. die schiere Größe der notwendigen Antennenanordnung sein, die von der verwendeten Wellenlänge der Funksignale abhängt. Da Du Dich aber, was technische Details anbelangt, sehr zurückhältst, ist diesbezüglich keine endgültige Aussage möglich.


    Mit freundlichen Grüßen

    Schorsch

    Hallo Dirk,


    vielleicht hatte ich mich in Bezug auf die Agenten missverständlich ausgedrückt. Das "vor-Ort-Sein", das ich meinte, bezog sich auf die Einsatzbereitschaft derer, die die Funkbaken zu bedienen hätten. Dafür reicht es imho nicht aus, die fraglichen Agenten einfach auf den Strand zu kippen, wo sie dann zu sehen hätten, wie sie mitsamt ihres Krempels ihre Einsatzräume erreichen. Und ausgerechnet die Operation Pastorius anzuführen, wenn ein Beispiel für eine mögliche erfolgreiche Infiltration gesucht wird, das hat schon was. Für mich wäre diese Operation und die anderen fehlgeschlagenen deutschen Unternehmungen ähnlicher Art eher der Beweis, dass die Annahme einer erfolgreichen Agententätigkeit in den USA zu dieser Zeit die Wirklichkeit mehr als "überdehnen" würde und ein finales Rendezvous der Angehörigen der deutschen Agentengruppe(n) mit Old Sparky der wahrscheinlichste Ausgang einer solchen Unternehmung wäre.


    Aber die Gedanken sind ja bekanntlich frei und es freut mich, dass ich Dir bei einigen Deiner Fragen weiterhelfen konnte.


    Mit freundlichen Grüßen

    Schorsch

    Hallo Dirk,


    ein paar Gedanken zu Deinen Überlegungen von mir:


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    (…)

    im Rahmen eines kontrafaktisches Romanprojekts stellt sich folgendes Problem: Ein Flugzeug wird entlang der amerikanischen Ostküste zu einem konkreten Ziel gelenkt. Es handelt sich um einen Anschlag, also muss das Ganze unentdeckt ablaufen.

    (…)

    Hier ist imho ein unauflösbarer Widerspruch zwischen Grundvoraussetzungen des Szenarios und den zur Umsetzung angedachten Mitteln zu finden. Da die geschilderte Situation sehr wahrscheinlich im Jahr 1942 oder später anzusetzen ist, kann eine Funkführung nicht unbemerkt verlaufen. Fernpeilanlagen sind von Beginn des Krieges an bei allen beteiligten Kriegsparteien durchaus erfolgreich in Benutzung (so führt z.B. eine Erfolgsmeldung von U 158 am 30.06.1942 zum Verlust des Bootes) und Nahfeldpeilanlagen wie HF/DF sind bei den Alliierten ab Frühjahr 1942 einsatzbereit.


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    (…)

    Über den Atlantik "hangelt" sich das Flugzeug entlang von Funkbaken z.B. auf Spitzbergen, Grönland und Labrador und zusätzlich Funkbaken auf aufgetauchten U-Booten Richtung Osten.

    (…)

    Welches deutsche Flugzeugmuster des Zweiten Weltkrieges wäre in der Lage gewesen, die angedeutete Flugstrecke von etwa 6300 km von Spitzbergen nach Norfolk in Virginia als ungefähre Mitte der amerikanischen Ostküste überhaupt zu bewältigen? An eine Rückkehr in heimische oder wenigstens in sichere Gefilde ist dabei noch gar nicht gedacht.


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    (…)

    Zwei Fragen habe ich konkret:

    (1) Wäre es überhaupt denkbar, Funkbaken auf aufgetauchten U-Booten zu montieren? Wie groß wären die? Kommen dafür konkrete Geräte in Frage, die es damals schon gegeben hat?

    (…)

    Warum sollten die U-Boote extra Funkbaken mitführen müssen, um von dem fraglichen Flugzeug gepeilt zu werden. Die deutschen U-Boote des Zweiten Weltkrieges waren mit ihrem Gerätesatz an Funkausrüstung schon „von Haus aus“ in der Lage, sowohl Peilzeichen zu senden (z.B. als eine Grundlage der Rudeltaktik) als auch derartige Signale zu empfangen.


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    (…)

    (2) Wie würde die weitere Zielführung "über Land", also entlang der Ostküste, funktionieren? Auch über U-Boote?

    (…)

    In dem anzusetzenden Zeitrahmen und dazu dicht unter der amerikanischen Ostküste eher nicht. Zu den Gründen: siehe oben den Abschnitt zu den Peilanlagen!


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    (…)

    Oder wäre es denkbar, dass es (von Agenten) versteckte (mobile) Landfunkeinrichtungen gibt?

    (…)

    Wie sollen diese Agenten und deren Ausrüstung vor Ort gekommen sein?


    Das sind so Gedanken, die mir in Bezug auf Deine Fragen in den Sinn gekommen sind.


    Mit freundlichen Grüßen

    Schorsch

    Hallo zusammen!


    Leider trifft Niccos Aussage in der getätigten Form nicht ganz zu.


    (...)

    Das Boot wurde am 22.9.1917 als erstes deutsches U-Boot durch britische Fliegerbomben versenkt.

    (...)

    Das erste deutsche U-Boot, das britischen Fliegerbomben zum Opfer fiel, war UC 66. Das Boot wurde bereits am 27.05.1917 versenkt.


    Mit freundlichen Grüßen

    Schorsch

    Hallo zusammen!


    Eine Abbildung von mehreren MG 81 zur bodengebundenen Flugzeugabwehr ist in F. Koch: "Deutsche Flugabwehrmaschinengewehre und ihre Lafetten in der Wehrmacht 1935 bis 1945" (Band 166 des Waffen-Arsenal) auf Seite 47 zu finden. Das dortige Foto zeigt eine als "Fla-MG-Vierling 81 ZZ" bezeichnete gemeinsame Lafette dieser MG. Es scheint eine Museumsaufnahme zu sein, leider aber ohne Angabe, im Bestand welchen Museums sich die gezeigte Waffe befindet. Insoweit hilft mein Beitrag wahrscheinlich wenig bezüglich der Ausgangsfragen von AviaB.33, doch meiner Meinung nach sieht die Halterung sehr improvisiert aus.


    Mit freundlichen Grüßen

    Schorsch

    Hallo Svetlana!

    (...)

    Und das Gefecht fand im Planquadrat CJ 2748 statt und die Sinkstelle von UJ 2223 war ca. 21 sm von Livorno entfernt. CF 27 ist der Gewässerbereich vor Livorno, etwa ostwärts der Nordspitze von Korsika. Lässt sich das noch genauer eingrenzen bzw. gibt es online irgendwo Karten, wo diese Planquadrate eingezeichnet sind?

    (...)

    Eine interaktive Übersicht zu den deutschen Marinequadraten ist z.B. hier zu finden.


    Mit freundlichen Grüßen

    Schorsch

    Hallo Alex,


    der deutschen Funkaufklärung gelangen ihre Erfolge besonders in den Anfangsjahren des Zweiten Weltkrieges. Eine etwas marinelastige Übersicht zu den deutschen Einbrüchen in gegnerische Schlüssel findest Du nachstehend:


    durch den B-Dienst der Kriegsmarine Einbruch in den/die…

    …Admirality Code der Royal Navy der Vorkriegszeit

    …Naval Cypher No.1 inklusive des Merchant Navy Code – eingeführt 1935 und ab Kriegsausbruch genutzt – vom April 1940 an für ein Drittel bis zur Hälfte der aufgefangenen Sprüche, z.B. während der Norwegen-Unternehmungen mit kurzen Einschränkungen im August 1940

    …Naval Cypher No. 2 (deutscher Deckname „Köln“) – eingeführt am 20. August 1940 – ab Ende 1940 teilweise, ab Februar 1941 vollständig für nahezu 2 Jahre; bedeutsam z.B. bei der Operation RHEINÜBUNG, bei der der B-Dienst die Meldungen der Beschatter der BISMARCK wahrscheinlich schon an Bord des deutschen Schlachtschiffes entschlüsselte und diese Erkenntnisse nach Berlin weitermeldete

    …Naval Cypher No. 3 (deutscher Deckname „Frankfurt“) – eingeführt am 20. August 1940, gültig bis 10. Juni 1943 – ab Ende 1940 teilweise, ab Februar 1941 fast vollständig für nahezu 2 Jahre, wenn auch mit Verzögerungen, so dass tatsächlich nur ca. 10% operationell nutzbar waren

    …Naval Cypher No. 5 – eingeführt am 10. Juno 1943 – nur noch gelegentlich, auch wegen des Materialverlustes durch das Ausbomben von Teilen des OKM in Berlin

    …Verfahren der Franzosen

    …zwei Verfahren der U.S.-Marine (Siehe dazu auch unten!)


    …ab 1942 bis 1944 in den Verkehr des diplomatischen Dienstes der USA

    …ab Herbst 1941 bis Juni 1942 in den Verkehr des amerikanischen Militärattachés in Kairo, der damit die Pläne der 8. Armee nach Washington weitermeldete

    …in die die schon erwähnte C 38/M 209 (entsprechende Hinweise sind schon in den Werken von H. Bonatz zu finden; so z.B. in „Die deutsche Marine-Funkaufklärung 1914-1945“ von 1970; diesbezügliche Erkenntnisse sind also nicht soooo neu, wie im ersten Link in Arnds Posting #223 dargestellt)


    …in die Schlüssel der Vorkriegszeit der polnischen Marine

    …in spanische und italienische Schlüssel


    durch das OKW/Chi und die Heeresstellen…

    …ab Anfang der dreißiger Jahre in französische Codes

    …ab 1938 in den Verkehrskreis Frankreichs mit Italien, dessen Verfahren später auf den ganzen Nachrichtenverkehr angewendet wurde und so in die gesamte französische Kommunikation während des Westfeldzuges


    Weiterführende Informationen findest Du u.a. in
    F.L. Bauer: „Entzifferte Geheimnisse – Methoden und Maximen der Kryptologie“, Springer, 2000
    J. Rohwer/E. Jäckel: „Die Funkaufklärung und ihre Rolle im Zweiten Weltkrieg“, Stuttgart, 1978
    H. Bonatz: „Die deutsche Marine-Funkaufklärung 1914-1945“, Darmstadt, 1970

    und insbesondere in

    H. Bonatz: „Seekrieg im Äther – Die Leistungen der Marine-Funkaufklärung 1939-1945“, Herford, 1981 auf den Seiten 24 bis 55


    Mit freundlichen Grüßen

    Schorsch

    Hallo Alex,


    die Verbindung zu Stäben, die mit ULTRA-Informationen versorgt werden sollten, hielten sogenannte "Special Liaison Units", die zumeist aus einem RAF-Offizier und dem notwendigen Fernschreib- bzw. Funk- und Schlüsselpersonal bestanden, aber nicht dem jeweiligen Stab unterstanden, sondern Bletchley Park untergeordnet waren. Diese SLUs erhielten ihre Informationen sorgfältig umformuliert via Fernschreiber bzw., sollte das nicht möglich sein, über one-time-pads verschlüsselt per Funk.


    Interessanterweise wurden in der Anfangszeit des Krieges Aufklärungsergebnisse des französischen P.C. Bruno via ENIGMA-Verschlüsselung nach Großbritanien übermittelt. Scheint so, dass unter gewissen Umständen die maschinenverschlüsselten Nachrichten doch nicht ganz so einfach aus dem Buchstabensalat eines ENIGMA-Chiffrates zu filtern waren.


    Mit freundlichen Grüßen

    Schorsch

    Hallo zusammen!


    Ich bin in der Sekundärliteratur noch über eine interessante Passage gestolpert. Es handelt sich dabei um einen Beitrag aus dem Heft 31 der WAFFEN REVUE, das 1978 erschienen ist. In dem dortigen Artikel mit dem Titel „Munition der 8,8 cm Flak 18, 36 und 37“ (zu finden auf den Seiten 5007 bis 5026) gibt es auf S. 5009 bei der Beschreibung der insgesamt 44 Munitionssorten einen Unterabschnitt

    Leider verzichtet Klaus Pawlas im Rahmen dieses Textes auf Quellenangaben und auch bei den Zeichnungen der verschiedenen Patronen- und Geschossarten in diesem Artikel fehlt nun genau die eines der erwähnten Leuchtgeschosse, ist aber andererseits bei der Benennung der Leuchtgranaten wiederum meiner Meinung nach so genau, um diese Passage als Ansatzpunkt für weitere Recherche zu nutzen.


    Mit freundlichen Grüßen

    Schorsch

    Hallo Guido,


    leider habe ich von den Gegebenheiten der Luftwaffe kaum Ahnung. Meine Information beziehen sich hauptsächlich auf die Marine, und dort auch eher auf das, was mehr oder unmittelbar mit den U-Booten zu tun hat. Wenn mal eine Überschneidung zu den anderen Marineteilen existiert, kann es sein, dass diese Verbindung dann eher lose ist. Insoweit versuche ich schon mein Scherflein beizutragen, komme aber dann auch schnell an meine Grenzen.


    Bezüglich der verschiedenen Hefte der M.Dv. 170 klaffen so natürlich große Lücken, als dass ich verlässlich sagen könnte, dass für jede Geschützart der Marine Leuchtgeschosse existiert haben. Vielleicht hilft aber der unten eingestellte Ausschnitt der M.Dv. 591 "Merkbuch über Anstrich und Kennzeichnung der Geschosse für Geschütze der Kriegsmarine" von 1942 weiter, die sich mit der Kennzeichnung von Geschossen befasste. Die beiden für für die Leuchtgeschosse der Kriegsmarine zuständigen Seiten habe ich angehängt. Ich hoffe, dass alles leserlich ist.


    Mit freundlichen Grüßen

    Schorsch

    Hallo Stefan,


    (...)

    Bei den gegebenen Unterschieden zwischen (vereinfacht gesprochen) Marine 88mm und LW 88mm stellt sich mir die Frage, ob es nicht einfach möglich war, das Marine-Geschoss auf eine LW-Hülse zu setzen.

    (...)

    ...wie schon von HiWi geschrieben, gab es bei der Marine nicht das 8,8 cm-Geschütz, sondern mindestens vier verschiedene Arten von 8,8 cm-Munition. Das wären nach den Hülsenlängen unterschieden:

    - 88 x 390 R für die 8,8 cm S.K. C/35 beschrieben in der M.Dv. 170/15

    - 88 x 570 R für die 8,8 cm S.K. L/45, die 8,8 cm Flak L/45, die 8,8 cm S.K. C/30, die 8,8 cm S.K. C/30 U, die 8,8 cm Flak 18 M, die 8,8 cm Flak 36 M und die 8,8 cm KM 41 beschrieben in der M.Dv. 170/16

    - 88 x 879,6 R für die 8,8 cm S.K. C/25 und die 8,8 cm S.K. C/31 beschrieben in der M.Dv. 170/14

    - 88 x ??? für die 8,8 cm S.K. C/32 beschrieben in der M.Dv. 170/13

    - dazu noch die Munition für einige Veteranen aus der Vorzeit des Ersten Weltkrieges wie die 8,8 cm S.K. L/35 C/01 und die 8,8 cm S.K. L/30 C/08 für die ich noch keine konkrete Hülsenlänge dingfest machen konnte.


    In den mir vorliegenden Heften der M.Dv. 170/14, 15 und 16 ist pro Heft wenigstens eine entsprechende Leuchtgeschosspatrone beschrieben. Man hätte also nicht irgendetwas zusammenschustern müssen, sondern die Möglichkeit gehabt, einfach die Leuchtmunition anzufordern, die in der M.Dv. 170/16 beschrieben und die ohnehin für die Marine hergestellt wurde.


    Mit freundlichen Grüßen

    Schorsch

    Hallo Robert,


    wegen der L.Dv. habe ich Dir eine persönliche Nachricht (PN) geschrieben.


    Wenn ich mir Deine Abbildungen so anschaue, hast Du imho schon ein Niveau der Exaktheit erreicht, auf dem Dir die fragliche Dienstvorschrift kaum noch weiterhelfen kann. Wahrscheinlich wirst Du mit einem Maßband/Zollstock/Messschieber schon am realen Objekt Deine Messungen ausführen zu müssen, um noch neue Erkenntnisse zu generieren. Da fiele mir z.B. das Deutsche Marinemuseum in Wilhelmshaven ein, die haben ein(e) gut erhaltene(s) 2 cm M.G. C/30 bzw. 2 cm Flak 30 im Bestand. (Klick!)


    Eine kleine Frage noch zum Schluss: mit welchem CAD-Programm arbeitest Du?


    Mit freundlichen Grüßen

    Schorsch