Posts by Schorsch

    Hallo zusammen!


    Da sind (aus Gründen der Vollständigkeit) allerdings noch ein paar mehr Waffen des Kalibers 3,7 cm in die Betrachtung mit einzubeziehen:

    3,7 cm S.K. C/ 30 mit 16 Zügen,

    3,7 cm Flak M 42 mit 16 Zügen,

    Gerät 341 (Versuchswaffe mit v0 = 1000 m/s) mit 20 Zügen und

    eventuell auch noch diverse Beutewaffen nichtdeutscher Provenienz.


    Mit freundlichen Grüßen

    Schorsch

    Hallo Ortwin,


    leider gibt es bei den "Dergls" der Kriegsmarine so viele individuelle Unterschiede und Varianten in der jeweiligen Bewaffnung, dass allgemeingültige, definitive Aussagen nur schwer zu treffen sind. In den offiziellen Unterlagen der Kriegsmarine habe ich das Kaliber 7,62 cm bisher nur an zwei Stellen gefunden. In der M.Dv. 170 gibt es zwei Hefte, die sich mit Munition für Geschütze dieses Kalibers beschäftigen: das Heft 79 für die 7,62 cm Feldkanone 295/2 (r) (= 76-мм дивизионная пушка обр. 1902/30 гг) und das Heft 83 für eine 7,62 cm Flak Mounting (e). Beides also Beutegeschütze nichtdeutscher Herkunft, die aber von der Kriegsmarine eingesetzt wurden. Bis hierher also die gesicherten Daten. Jetzt meine Vermutungen bzw. Schlussfolgerungen: das sowjetische Geschütz kann für die Bewaffnung der von Dir genannten Fahrzeuge imho ausgeschlossen werden. Bleibt die Frage, was sich hinter dem anderen Eintrag verbirgt. Nach meinem Dafürhalten könnte es sich unter Berücksichtigung der Angabe der Rohrlänge und des Herstellers vielleicht um britische 12 pdr/12 cwt QF-Kanonen handeln, die in irgendeinem norwegischen Arsenal vorgefunden und als Bewaffnung für diese Boote als geeignet eingeschätzt wurden. Solche Kanonen gab seit 1894 in der Royal Navy und deshalb könnte es durchaus sein, dass derartige Geschütze auch an Norwegen abgegeben worden sind. Die etwas moderneren QF 3 inch/20 cwt mit ebenfalls 7,62 cm Kaliber sind wegen der größeren Rohrlänge von 45 Kalibern eigentlich auszuschließen.


    Sorry, dass 3/4 des Beitrages aus Mutmaßungen besteht, aber vielleicht liege ich mit meinen Annahmen nicht allzu weit von den tatsächlichen Gegebenheiten entfernt und konnte etwas helfen.


    Mit freundlichen Grüßen

    Schorsch

    Hallo Micha!

    (...)

    P.S. Eine weitere Frage, waren die Soldaten auf dem Bild damals reale Menschen, Angehörige der Wehrmacht, oder war das Gemälde ein

    reines Produkt der Phantasie des Malers..?

    ...wie die Sache z.T. gehandhabt wurde, zeigt ein Blick in auf die Doppelseite 68/69 des Begleitbuches zur Sonderausstellung anlässlich Lother-Günther Buchheims einhundertsten Geburtstags.


    Mit freundlichen Grüßen

    Schorsch

    Hallo zusammen!

    (...)

    Angehörige einer Flakeinheit, angeblich Ost-Art. 621, das Geschütz dürfte eine 8,8cm Flak sein.

    (...)

    ...das Geschütz sieht mir eher nach einer 8,35 cm Flak 22(t) aus. Könnte sich mit der Vermutung von Eumex decken.


    Mit freundlichen Grüßen

    Schorsch

    Hallo Wikingman,


    es ist ja nicht nur das Kaliber, das übereinstimmen muss, sondern auch das Patronenlager sollte zur verwendeten Munition passen. Und da sollten schon massive Schwierigkeiten zu erwarten sein, eine 7,92 x 57 Mauser-Patrone des MG 42 in ein MG 3, dass auf 7,62 x 51 NATO eingerichtet ist, überhaupt hineinzuwürgen, den Verschluss schließen und sie abfeuern zu können, ganz abgesehen davon, dass die Mauser-Patrone leistungsmäßig in einer ganz anderen Liga angesiedelt ist wie die NATO-Patrone.


    Mit freundlichen Grüßen

    Schorsch

    Hallo zusammen,


    ein paar Details zu den schon gegebenen Antworten möchte ich noch nachtragen. Wie Thilo schon schrieb, gehört der Matrosengefreite zur Bootsmanns- bzw. seemännischen Laufbahn. Diese Laufbahn trug im Bezeichnungssystem der Laufbahnen der Kriegsmarine die Nummer I und wurde bei den Mannschaften durch den fünfzackigen Stern oberhalb des Dienstgradabzeichens zum Ausdruck gebracht. Zu den Aufgaben dieser Mannschaften und Unteroffiziere gehörte neben dem seemännischen Dienst an Bord auch das Bedienen der verschiedenen Waffen (Artillerie-, Torpedo- und Sperrwaffen). Die erwähnte Bedienung von Geschützen an Land oblag aber den Angehörigen der Marineartillerielaufbahn bzw. Laufbahn mit der Nummer XIV und kommt als Tätigkeitsfeld für den Porträtierten deshalb nicht infrage.


    Insoweit ist davon auszugehen, dass der Abgebildete zur Bedienung eines Flakgeschützes an Bord von Schiffen gehörte oder dort als Flak-Beobachter eingesetzt war. Da die Minensuch- und Zerstörer-Kriegsabzeichen im Jahr 1940 gestiftet wurden, ist eigentlich auszuschließen, dass das Abzeichen für die Sonderausbildung für einen Fla.Maschinenwaffenführer steht, da im Jahr 1940 einige der bis dahin gültigen Bedeutungen geändert und angepasst wurden.


    Mit freundlichen Grüßen

    Schorsch

    Hallo Wolfgang,

    (...)

    Mit der von Dir beschriebenen Bewaffnung müßte es vom Typ VIIC/41 sein? Weißt Du wieviele davon gebaut wurden?

    (...)

    ...ganz so einfach (Ich vermute, Du meinst etwas verkürzt: "Turmumbau IV = VII C/41"?) liegen die Verhältnisse leider nicht. Sollte sich die Gelegenheit ergeben haben, z.B. eine ohnehin anstehende Werftüberholung oder das Reparieren von größeren Gefechtsschäden, wurden auch ältere Boote auf einen Turmumbau umgerüstet, der das Mitführen einer verstärkten Flak-Bewaffnung gestattete. Man hat halt "die Feste gefeiert, wie sie gefallen sind." Ebenso konnte es vorkommen, dass Neubauboote zwar den Turmumbau IV erhielten, wegen des eventuellen Fehlens der etatmäßigen Flakbewaffnung nur das eingebaut bekamen, was gerade verfügbar war.


    Zu den Zahlen der Boote vom Typ VII C/41: 242 Boote in Auftrag gegeben, 121 Boote auf Kiel gelegt, 101 Boote vom Stapel gelaufen, 91 Boote in Dienst gestellt.


    Mit freundlichen Grüßen

    Schorsch

    Hallo zusammen!


    Einige klärende Worte zu dem, was bisher zu Rauls Bildern vom Mittwoch geschrieben wurde. Zunächst, das abgebildete Boot ist keine Flakfalle. Diese Boote hatten eine Bewaffnung aus zwei 2 cm-Flakvierlingen und einer 3,7 cm S.K. C/30. Das abgebildete Boot trägt aber zwei 2 cm Flak 38 M II und eine 3,7 cm Flak (entweder M 42 oder M 43, aber mit Sicherheit keine S.K. C/30) in einem Brückenumbau IV. Insoweit lässt sich das Aufnahmedatum des Bildes auf die Zeit nach Oktober 1943 einordnen, als die ersten 3,7 cm Flak M 42 auf U-Booten zum Einbau kamen. Damit kann aber auch U 83 aus dem Kreis der Verdächtigen ausgeschlossen werden, da dieses Boot schon am 03.04.1943 im Mittelmeer versenkt wurde.


    Den Wiki-Einträgen sollte man auch nicht uneingeschränkt vertrauen. Von den dort genannten acht Umbauten zu Flakfallen wurde nur ein Boot (U 211) in dieser Funktion versenkt, die anderen Boote wurden wieder zum "normalen" Kampfboot zurückgerüstet. Von diesen Booten wurden drei im Einsatz durch allierte Kräfte versenkt (U 271, U 441 und U 621), bei zweien ist die Verlustursache ungeklärt (U 263, wahrscheinlich Tauchunfall, und U 650) und zwei Boote wurden nach Kriegsende ausgeliefert bzw. Beute der Allierten (U 256 und U 953)


    Mit freundlichen Grüßen

    Schorsch

    Hallo Wolfgang!


    Hallo Schorsch,


    wenn Du keine vernünftige Stellungnahme zu den hier im Forum stehenden Beiträge verfassen kannst, dann lasse es lieber sein.

    Dein Kommentar spricht für sich, ist dir schon mal aufgefallen, dass es viele User hier im Forum gibt, unter deren Posts Zitate stehen.

    (...)

    Warst Du nicht derjenige, der sich beschwert hatte, dass hier zu viele sich nicht trauen, etwas zu schreiben? Nun hatte ich mir endlich ein Herz gefasst, bin über meinen Schatten gesprungen, und jetzt möchtest Du mir den Mund verbieten!? Verstehe das, wer will...


    Viel Spaß hier im Forum noch!


    Mit freundlichen Grüßen

    Schorsch

    Hallo Hajü,


    das von Dir eingestellte Bild zeigt keinen aktiven Offizier, sondern einen Beamten der Kriegsmarine, die oftmals wegen ihrer silberfarbenen Effekten etwas pejorativ als Silberlinge bezeichnet wurden. Ich meine, auf dem Laufbahnabzeichen am Ärmel unter dem Adler einen einzelnen aufrecht stehenden Anker zu erkennen, was auf einen seemännischen Fahrzeugbeamten im Mittleren Dienst schließen lässt. Insbesondere Lotsen wurden in diese Laufbahn eingegliedert. Eine Dienstellung als Schnellbootskommandant kommt imho unter diesem Gesichtspunkt für den Abgebildeten eher nicht in Betracht.


    Mit freundlichen Grüßen

    Schorsch

    Hallo zusammen!


    Eine kleine Frage zum Eingangspost des Threads möchte ich an dieser Stelle loswerden. Im einführenden Text des Themenstarters heißt es:

    (...)

    Da andere zeigt meiner Meinung nach Ausbildung am Entfernungsmesser, im Hintergrund eine 2 cm Flak,

    (...)

    Kann mir jemand helfen, diese erwähnte 2 cm Flak zu finden? Ich erkenne im Hintergrund des Bildes im linken Bereich nur den Spiegel eines FuMG (wahrscheinlich der eines FuMG 62), aber keine Flak.


    Mit freundlichen Grüßen

    Schorsch

    Hallo Udo,


    als Verlustursache von U 630 wurde bis Oktober 1991 die kanadische Canso W der fünften Squadron der RCAF geführt. Bei einer Neuuntersuchung und -bewertung der deutschen U-Boot-Verluste erkannte man, dass deren Angriff vom 04.05.1943 aber U 209 galt, bei diesem Boot zwar einge Schäden verursachte, das Boot aber nicht versenkte. Die Versenkung von U 630, bei der es keine Überlebenden gab, wird seitdem dem britischen Zerstörer HMS VIDETTE (D.48) unter Lt. R. Hart zugeschrieben, der das Boot am 06.05.1943 als Teil der Geleitsicherung des Geleitzuges ONS.5 mit Wasserbomben am 06.05.1943 versenkte.


    Mit freundlichen Grüßen

    Schorsch

    Hallo Peter,

    Hallo Raul,


    beides der selbe Turm, nur mit einer anderen Turm Tarnung.


    (...)

    ...Dir ist schon aufgefallen, dass der eine Turm über zwei "Wintergärten" verfügt, der andere aber über nur einen!? Insoweit scheint Deine Behauptung doch etwas gewagt.


    Als zusätzlicher Hinweis: UAK-Zeichen wurden mehrfach verwendet, so auch das an den Türmen auf den Fotos verwendete Symbol, das für die Danziger Werft stand, bei U 403, U 408, U 411, U 415, U 419, U 423, U 427, U 1161, U 1165 und U 1169.


    Mit freundlichen Grüßen

    Schorsch

    Hallo Halberstadter,


    mir ist nicht ganz klar, wonach Du suchst, aber vielleicht ist hier etwas für Dich dabei. Insbesondere das Vorkommnis um das australische Boot HMAS DECHAINEUX vom 12.02.2003 könnte Deine besondere Aufmerksamkeit finden.


    Mit freundlichen Grüßen

    Schorsch