Posts by Schorsch

    Hallo ChristO!


    Da Du Dich speziell für den Typ VII C zu interessieren scheinst, hier einige Angaben zu den akku- bzw. batteriebetriebenen Lampen an Bord eines solchen Bootes. Es gab für Notzwecke folgende Beleuchtungsmittel:


    - acht (bzw. neun*) losnehmbare Akkuhandlampen mit je einem Akku M 4/1 (*je nach Quelle)
    - acht festinstallierte druckwasserdichte Akkunotlampen (Hersteller Gebr. Ruhstrat, Göttingen) in den einzelnen Räumen, auch jeweils mit einem Akku M 4/1
    - für diese Lampen befanden sich zusätzlich zu den in den Lampen installierten noch vier weitere Ersatzakkus an Bord


    Die erwähnten Akkumulatoren waren jeweils vom Typ M 4/1 von Afa Berlin mit 4 V Spannung und einer Kapazität von 10,5 Ah bei 0,75 A Entladestrom.


    Jedes Besatzungsmitglied war zudem noch mit einer Taschenlampe ausgerüstet, die stets am Mann zu tragen war. Es waren konkret 35 flache Taschenlampen (wahrscheinlich für die Mannschaftsdienstgrade und Unteroffiziere) und zehn Stück Stabtaschenlampen (wahrscheinlich für die Offiziere und die Portepeeunteroffiziere).


    Quellen:
    M.Dv. 371,181: „U-Bootskunde für U-Boote Bauart VII C“, vom 15.7.1940, S. 79f.
    „Vorläufiges E-Gerätesoll für Typ VII C“, vom 01.02.1941, S. 10 und S. 44, S. 12 im Anhang 1; hier für das Boot U 437


    Mit freundlichen Grüßen
    Schorsch

    Hallo zusammen!


    Der zweite Teil von Johann Heinrichs Beitrag #21 reizt natürlich, noch einige Informationen nachzuschieben.


    Hier zunächst das vollständige Zitat aus Buchheim Roman mit noch etwas Fleisch drumherum:

    Quote

    Baut der Alte darauf, daß der Tommy unsere maximale Tauchtiefe nicht kennt? Wir selber sprechen die magische Zahl nie aus, sondern sagen »dreimal r plus sechzig«. Klingt wie eine Beschwörungsformel. Sollte der Tommy wirklich nicht wissen, wie viel »r« ist? Jeder Dieselheizer weiß es, wahrscheinlich wissen fünfzigtausend Mann die Zahl, für die der Buchstabe »r« steht.

    Diese Zeilen sind etwa im ersten Drittel des Kapitels „Zweiter Angriff“ zu finden.


    Die weiter oben diskutierte Angabe „T = x m“ mit der Bedeutung, dass eigentlich das Doppelte der Größe x in Meter als Tiefe erreicht wurden, ist eine von derzeit zwei bekannten Arten der Verschlüsselung/Verschleierung für Tauchtiefenangaben, wobei diese Variante die zu Beginn des Krieges genutzte war.


    Die zweite Möglichkeit ist jene von Johann Heinrich angesprochene, wobei der in den KTB-Einträgen verwendete Kennbuchstabe A (statt eines »r«, wie Buchheim schreibt) für eine erreichte Tiefe von 80 m steht.


    In der Schilderung der Folgen des Flibo-Nahtreffers auf U 96 am 30.11./01.12.1941 vor Gibraltar wird im KTB übrigens die „T = x m“-Variante genutzt, wobei dort ausgeführt wird, dass U 96 bei „T = 80 m“, also in 160 m Tiefe auf Grund trifft und dort erste Reparaturen vorgenommen werden. Zumindest anhand dieses Vorfalls kann Buchheim somit noch nicht von der Verwendung der zweiten Verschlüsselungsmethode gehört haben. Aber er lässt in seinem Roman, der zum Ende des Jahres 1941 spielt, ja auch den I WO schon mit Schrifttum hantieren, das nachweislich frühestens erst zum Ende des Jahres 1943 entstanden sein kann (gemeint sind hier die Auszüge aus Lüths Vortrag mit dem Titel „Menschenführung auf einem U-Boot“, so gehalten am 17.12.1943 auf der Befehlshabertagung in Weimar; im Buch zu finden am Ende des Kapitels „Gammel 2“) oder präsentiert die Beschreibung der Versenkung eines Schwesterbootes beim Warten auf die Geleitaufnahme vor einem der eigenen Stützpunkte, die ebenso später stattgefunden hat (realiter der Verlust von U 981 am 12.08.1944 als Buchheim an Bord von U 309 aus Brest nach La Rochelle evakuiert wurde; im Roman wird U 981 als UXW unter Oberleutnant Bremer bezeichnet).


    Mit freundlichen Grüßen
    Schorsch

    Hallo Lothar,


    es hat sich herausgestellt, dass bei Tiefenangaben in KTBs, die in der Form "T=xx m" gemacht werden, die tatsächlich erreichte Tauchtiefe das Doppelte der angegebenen Zahl beträgt. Es handelt sich also um eine einfache Form der Verschlüsselung. Angaben der Form "yy m" geben die Tiefe 1:1 an.


    Mit freundlichen Grüßen

    Schorsch

    Hallo Silas!


    Die Torpedotechnik des Zweiten Weltkrieges war auf den Einsatz gegen Ziele an der Wasseroberfläche ausgerichtet. Die Steuereinrichtungen der Torpedos waren zur Erzielung eines möglichst geraden Laufes in einer vorbestimmten Tiefe optimiert. Ab etwa der Mitte des Krieges begannen die Deutschen, in ihren Torpedos Programmsteuerungen (Stichworte: FAT = „flächenabsuchender Torpedo“ oder LUT = „lageunabhängiger Torpedo“) einzusetzen, um nach Fehlschüssen durch das Abfahren von vorgegebenen Suchmustern innerhalb der Schiffansammlung eines Konvoys vielleicht doch noch einen Treffer zu erzielen. Für den Angriff auf Eskorten konnten von deutscher Seite Torpedos eingesetzt werden, die sich an den Schraubengeräuschen der Geleiter orientierten und sich so selbständig ins Ziel steuern konnten (Stichworte: T IV „Falke“ und T V „Zaunkönig“). Damit standen die Deutschen technologisch an der Spitze dessen, was im Zweiten Weltkrieg an Torpedos eingesetzt werden konnte. Die anderen Nationen mussten für ihre U-Boote noch auf die „alten“ Torpedotypen zurückgreifen und hatten fortgeschrittenere Techniken bestenfalls in der Erprobung.


    Der Treffer von HMS VENTURER gegen U 864 wurde also mit Torpedos erzielt, die ursprünglich für Ziele an der Wasseroberfläche gedacht waren, und konnte nur gelingen, weil U 864 während des Schnorchelns an eine oberflächennahe Tiefe gebunden war. Eigentlich war es ein „Glückstreffer“ mit einer eher geringen Aussicht auf Erfolg, als die vier Torpedos der HMS VENTURER losgemacht wurden. Dennoch ist Lt. Launders als Kommandant der HMS VENTURER der erste, der für sich in Anspruch nehmen kann, aus getauchter Position ein ebenfalls getauchtes U-Boot versenkt zu haben.


    Nach dem zweiten Weltkrieg nahm die Entwicklung der Torpedos wieder Fahrt auf, u.a. auch deshalb, dass den Siegern des Zweiten Weltkrieges die deutsche Torpedotechnik bekannt wurde und so den eigenen Entwicklungslinien neuen Schwung gab. Nun waren die Bestrebungen, Torpedos nicht nur oberflächennah in zwei, sondern auch in drei Dimensionen einsetzen zu können, um z.B. auch getauchte U-Boote in beliebigen Tiefen bekämpfen zu können. Als Folge dieser Forderung entstanden z.B. drahtgelenkte Torpedos, die ein Operator an Bord des feuernden U-Bootes nach den Angaben der Sensoren des Bootes oder des Torpedos zum Ziel steuern kann. Dazu kommen noch Torpedos, die ohne menschlichen Einfluss ihre Ziele durch die Kombination von vorprogrammierten Suchkursen mit aktiven Eigensteuerungen finden können.


    Der Grund, weswegen Lt. Launders bisher der einzige geblieben ist, der als Kommandant eines getauchten U-Bootes ein anderes getauchtes U-Boot versenkt hat, liegt darin, dass es seit dem Zweiten Weltkrieg zu wenige bewaffnete Konflikte gegeben hat, in denen U-Boote direkt aufeinandergetroffen sind. Es mangelte – um es sehr zynisch auszudrücken – bisher einfach an Gelegenheiten, die neue Technik erneut bis zum bitteren Ende zum Einsatz zu bringen. Es gibt inzwischen weltweit aber genügend U-Boot-Kommandanten, die genau dafür ausgebildet und auch dazu in der Lage sind, aber ihre Fähigkeiten noch nicht umsetzen konnten.


    Mit freundlichen Grüßen

    Schorsch

    Hallo kruppstahl!

    (...)

    Leider geht aus diesem auch nicht der angespr. 4ling-2cm Flak 38 hervor, da auch ich schwer (aufgrund Seltenheitaufnahmen) davon ausgehe das es sich hier

    um eine Versuchslafette gehandelt haben muss.

    (...)

    ...in diesem Thread wurde gezeigt, um welche Waffe es sich bei dem 2 cm-Vierling der SCHLESWIG-HOLSTEIN handelt und es wurden zudem mehrere Aufnahmen präsentiert, die beweisen, dass eine Waffe diesen Typs nicht nur auf der SCHLESWIG-HOLSTEIN zum Einbau kam, sondern dass solche Waffen auch auf anderen Fahrzeugen der deutschen Kriegsmarine genutzt wurden. Wie schaffst Du es dann, zu einer Einschätzung zu gelangen, dass es sich "aufgrund Seltenheitsaufnahmen [... ] um eine Versuchswaffe gehandelt haben muss"?


    Mit freundlichen Grüßen

    Schorsch

    Hallo zusammen!


    (...)

    Hat irgendwer eine Idee zur Einheit bzw. zu dem Typ des Funkmessgerätes ?

    ...ich bin gerade über eine Abbildung gestolpert, die die Einrichtungen aus der Eingangsfrage zeigen.


    Es handelt sich dabei um die Antennenanlage eines UKW-Hyperbelfächer-Phasendrehfunkfeuers der Luftwaffe für Grob- und Feinortung mit dem Decknamen „Erika“. Dieses Verfahren wurde von der Firma Lorenz in den Jahren 1941 bis 1943 entwickelt und war ab 1944 einsatzbereit. Insgesamt gab es neben zwei Versuchsanlagen noch vier Standorte:

    „Erika 1“ bei Boulogne

    „Erika 2“ bei Cherbourg – St.-Pierre Église

    „Erika 3“ bei Irschenberg/Oberbayern

    „Erika 4“ bei Flachberg bei Tulln (in der Nähe von Wien)


    Nachzulesen in

    Fritz Trenkle: „Die deutschen Funkführungsverfahren bis 1945“, Hüthig 1987, S. 161/162 oder

    Fritz Trenkle: „Die deutschen Funk-Navigations- und Funkführungsverfahren bis 1945“, Motorbuch Verlag 1979, S. 96...98 (Beschreibung), S. 101 (Foto)


    Wie die angegeben Standorte mit der Beschriftung „Tilburg (1943) NL“ zusammenpassen, kann ich allerdings nicht sagen.


    Mit freundlichen Grüßen

    Schorsch

    Hallo Martin!


    Das aktuelle Bild zeigt (bei aller gegebenen Vorsicht bezüglich der Indentifikation) eine 8,8 cm S.K. C/30 in M.P.L. C/30. Die Vermutung, dass es eine 8,8 cm L/45 sein könnte, wie sie etwa ab 1915 auf den Schiffen der deutschen Kaiserlichen Marine eingesetzt wurde, kann imho nicht zutreffen, da bei dem älteren Geschütz die Befestigung der Vorholer/Rohrbremse am Bodenstück des Rohres eher "klotzartig" wirkt und das Rohr im Bereich vor dem Schutzschild einen deutlichen Rezess aufweist. Bei dem gezeigten Geschütz erscheint die erwähnte Befestigung mehr "organisch" zu sein und der Übergang des Rohres vom Bereich der Wiege zum vorderen Teil ist langgezogen konisch ausgeformt.


    Diesbezügliches Lesefutter ist zu finden in Stehr/Breyer: "Marinarsenal Sonderheft Band 18 - Leichte und mittlere Artillerie auf deutschen Kriegsschiffen", S. 20. Abbildungen zum vermuteten Geschütz hält M. Skwiot: "German Naval Guns" auf S. 217 (für die 8,8 cm S.K. C/30) und S.265/266 (für die 8,8 cm L/45) vor. Detailliertere Informationen könnten wahrscheinlich im Heft 34 der M.Dv. 229: „Bedienungsvorschriften der Geschütze in Küstenaufstellung“, im Heft 4 der M.Dv. 234: „Lafettenbeschreibungen für Geschütze in Küstenaufstellung“, im Heft 4 der M.Dv. 236: „Geschützrohrbeschreibungen für Geschütze in Küstenaufstellung“ oder im Heft 16 der M.Dv. 437: „Vorschriften für die Behandlung und Instandhaltung der Geschütze in Küstenaufstellung“ zu finden sein – aber, wer hat die schon…


    Am Ende steht natürlich auch noch die Frage im Raum, ob das Geschütz auf dem Foto mit den Geschützen in den Szenen der anfänglich besprochenen Wochenschau übereinstimmt.


    Mit freundlichen Grüßen

    Schorsch

    Hallo Arnd,


    das ist der Sockel, auf dem die Waffe drehbar montiert ist. Unten ein Vergleichsbild einer ähnlichen Waffe an Bord eines Schiffes der deutschen Kaiserlichen Marine. (Wenn die in der Bildunterschrift geäußerte Vermutung SMS MÜCKE zutrifft, handelt es sich um das 1877 vom Stapel gelaufene Kanonenboot, das mit zwei derartigen Revolverkanonen ausgerüstet war.)


    Mit freundlichen Grüßen

    Schorsch

    Hallo Arnd,

    (...)

    Interessant finde ich sie angebaute Schale für die ausgeworfen Patronenhülsen und die riesige "Michkanne" als Auffangbehälter.

    (...)

    ...wo siehst Du auf den Fotos einen Auffangbehälter (resp. eine "riesige Milchkanne") für Patronenhülsen?


    Mit freundlichen Grüßen

    Schorsch


    fast vergessen: zur Typbestimmung der Waffe lohnt es sich, nach der 37 mm-Revolverkanone von Gruson-Hotchkiss der deutschen Kaiserlichen Marine zu suchen

    Hallo Henry,


    (...)

    Markant ist das Abzeichen am Turm, welches nach meiner Ansicht das dänische Komiker-Paar "Pat und Patachon" darstellt, vielleicht aber auf britische Personen wie Churchill und Chamberlain abzielt? Unter den Figuren befindet sich ein Schriftzug, den ich allerdings nicht entziffern konnte.

    (...)

    ...es gibt zum Högel eine Sammlung von Ergänzungen und Berichtigungen, in der wiederum die fragliche Maling enthalten ist. Dort ist auch angegeben, dass der Text unter der Maling "Lumpaci Vagabundus" heißt. Allerdings erfolgt keine Zuordnung zu einem bestimmten Boot.


    Mit freundlichen Grüßen

    Schorsch

    Hallo Martin,


    die Marine hat bei ihren Funkmessgeräten in dem ab Anfang 1942 bis Oktober 1943 gültigen Bezeichnungsystem vier hauptsächliche Einsatzarten unterschieden: Seetakt = Übersicht über die Lage an der Wasseroberfläche; Seeart = Feuerleitradar der (Bord-)Artillerie; Flakleit = Feuerleitradar der Flakartillerie und Flum = Flugmelderadar zum Überblick über die Lage im Luftraum. In die Sparte mit der Bezeichnung Flum fielen dabei u.a. die Freya-Geräte, die Mammut-, die Wassermann- und die Jagdschloß-Anlagen (wobei die Aufzählung nicht den Anspruch der Vollständigkeit erhebt).


    Für das Selbernachlesen empfehle ich z.B. F. Trenkle: "Die deutschen Funkmeßverfahren bis 1945", Hütting, 1986, dort ab S. 190 - 198.


    Mit freundlichen Grüßen

    Schorsch

    Hallo Thoddy!

    (...)

    Rheinmetall kann natürlich "seine" Geschütze bezeichnen wie es will.


    Grob gesagt wenn ein Fallblockverschluss oder ein Querkeilblockverschluss verbaut wurde, wird das Geschütz von der Marine als "Schnelladekanone" bezeichnet.

    (...)

    ...um in Bezug auf die Bezeichnungen von Rheinmetall die Verhältnisse etwas geradezurücken: in der Firmenchronik von Rheinmetall für den Zeitraum von 1889 bis 1939 ist lediglich das eine von Uwe verlinkte 8,8 cm-Geschütz als Schiffskanone bezeichnet. Dem gegenüber sind in dem gleichen Band jedoch noch mindestens zwölf weitere Fotos von verschiedenen Marinegeschützen zu finden, die dann aber in den Bildunterschriften als Schnelladekanonen bezeichnet werden.


    Mit freundlichen Grüßen

    Schorsch

    Hallo Franz,


    Skwiot als auch Pawlas haben den großen Nachteil, dass deren Bücher in den Bereich der Sekundärliteratur einzuordnen sind und damit deren Aussagen immer von den vorhandenen Primärquellen abhängig sind. Fast noch gravierender sind aber die Lücken, die durch eventuell nicht vorhandene Primärquellen entstehen, und die dann oftmals durch Vermutungen gefüllt werden, wobei eben oft nicht erkennbar ist, wo die soeben angesprochenen Lücken eigentlich beginnen oder worauf manche Vermutung gegründet ist und, sich damit einer Prüfung der Plausibilität fast entzieht.


    Insoweit lohnt es sich, zu den Anfängen zurückzugehen, und zu fragen, worauf der Begriff „Schnelladekanone" beruht, und ob sich diese Gegebenheiten vom Ende des 19. Jahrhunderts bis in vierziger Jahre des zwanzigsten Jahrhunderts soweit geändert haben, als dass die Annahme gerechtfertigt sein könnte, dass ab einem bestimmten Zeitpunkt die Abkürzung „SK." als „Schiffskanone" zu interpretieren sei. In diesem Beitrag hattest Du ein paar Seiten einer zeitgenössischen Quelle verlinkt, die diesbezüglich aussagekräftig sind und den Stand aus der Sicht der damaligen Zeit wiedergeben: ab Seite 27 wird ein Verschluss mit Friktionsschraube und das Verwenden von Beutelkartuschen als veraltet bezeichnet und die Verwendung von Verschlüssen mit Schlagbolzen und Hülsenkartuschen mit dem Begriff der "Schnelladekanone" in Verbindung gebracht. In der mir vorliegenden Ausgabe von 1938 ist diese Textpassage unverändert auf Seite 32 zu finden. Da aber sich diese Sachverhalte seit der Einführung dieser Technologien mitsamt der darauf fußenden Bezeichnung nicht geändert haben, ist Skwiots Uminterpretation „SK.“ = „Schiffskanone“ nicht zu belegen und kann deshalb getrost verworfen werden.


    Mit freundlichen Grüßen
    Schorsch

    Hallo Martin,


    die Abkürzung ELK steht ihmo für das Wort Einlaufkurs.


    Hinter der Abkürzung ELM/J verbergen sich lt. M.Dv. 454 "Anleitung zum Bergen und Entschärfen deutscher und fremder Sperrwaffen" englische Flugzeugminen mit Induktionszünder. Hier gab es verschiedene Typen von Minen, die aber gemeinsam unter dieser Bezeichnung subsummiert wurden. Eine andere Bezeichnung für englische Flugzeugminen war ELM/A, die dann über akustische Zünder verfügten oder ELM/JA mit Kombinationszündern, die auf Magnetfelder und Emissionen akustischer Art von Schiffen ansprachen.


    Mit freundlichen Grüßen

    Schorsch

    Hallo zusammen!


    Der Hinweis von Henry ist durchaus ernstzunehmen, da bei den unterschiedlichen Lafetten der 10,5 cm SK. C/32 der Splitterschutz jeweils den Blick auf das Innere der Wangen der Oberlafette freigibt, wobei diese Wangen bei der 10,5 cm SK. C/32 aber nicht direkt mit dem Splitterschutz verbunden sind.


    Insoweit zeigt das von Franz im Beitrag #11 verlinkte Bild von nawweaps.com imho zwar das richtige Geschütz, es trägt aber in der Quelle die falsche Bezeichnung. (Wobei das nicht der einzige Fehler auf der verlinkten Seite mit den 10,5 cm-Geschützen ist. So waren z.B. die Torpedoboote der Raubtier-/Raubvogelklasse der deutschen Kriegsmarine u.a. mit der 10,5 cm SK. C/28 ausgerüstet, jedoch nicht wie dort angegeben mit der 10,5 cm SK. C/32.).


    Nun mein Vorschlag, welches Geschütz in der Wochenschau zu sehen sein könnte: eine 10,5 cm Ubts. u. Tbts Flak L/45, ein Veteran aus dem ersten Weltkrieg, der dort installiert war, bevor das Fort Kugelbake mit den neueren 10,5 cm SK. C/32 in ihren Mittelpivotlafetten mit den charakteristischen Panzerhauben ausgerüstet wurde. Ein paar Detailaufnahmen eines vergleichbaren Geschützes gibt es unten. Es handelt sich dabei um Aufnahmen von einem von vier 10,5 cm-Geschützen, die Spanien im Jahr 1937 für die Bewaffnung des Kreuzers ALMIRANTE CERVERA von Deutschland erworben hatte.


    Mit freundlichen Grüßen
    Schorsch


    Nachklapp für Franz: P. Schmalenbach äußert sich auf der Seite 63 zum Thema „SK.“ und der Bedeutung dieser Abkürzung.

    Hallo Dieter,


    ich hoffe, dass Du es nicht als zu quengelig empfindest, wenn ich mich mal nach dem aktuellen Stand Deiner Nachforschungen bezüglich der in diesem Thread besprochenen 2 cm-Flak erkundige.


    Eine zweite Frage möchte ich auch noch loswerden: woher stammen eigentlich die Belegfotos, die Du im Post #17 in diesem Thread eingestellt hattest?


    Mit freundlichen Grüßen

    Schorsch