Posts by Schorsch

    Hallo zusammen,

    (...)

    ..die NVA in vier Tagen bis zu den Pyrenäen ??: Will hier keinen neuen thread aufmachen, aber bei der Umschulung von NVA-Jagdpiloten 1991 in Fürstenfeldbruck war zu erfahren, dass die LSK (Luftstreitkräfte ) der NVA für eine Mission mit vier Flugzeugen einen Tag Vorbereitung brauchten, wir nur vier Stunden...Ausserdem sollen sie Nachschubprobleme bei Ersatzteilen gehabt haben.

    ... ich kenne aber auch den Witz von den beiden sowjetischen Panzergenerälen, die sich in Paris unterhalten und der eine den anderen im Laufe des Gespräches fragt, wer eigentlich den Luftkrieg gewonnen habe...


    Mit freundlichen Grüßen

    Schorsch

    Hallo Karl!


    (...)

    wir müssten dann auch in einen anderen Thread/Sparte gehen.

    Also das Allgemeine weiß ich natürlich. Interessant wäre z. B. ein Speiseplan aus den längerdauernden Feindfahrten. So hieß z. B. das stachelige/ leicht verschimmelte Brot " Hase" ( Wegen der Ähnlichkeit mit dem Hasenfell). Es gibt sicher ein Kochbuch für U - Bootfahrer/Köche. Auch gab es sicher Kalorienberechnungen, ähnlich bei Heer, Luftwaffe und was an Südfrüchten/-ersatz zu verabreichen war.

    Unter Dissertationen habe ich eine mit dem Thema "Tauchretter" eingestellt, falls für Dich von Interesse.

    (...)

    ...momentan bin ich etwas weiter weg von meinem Bücheregal. Insoweit sind ausführlichere Antworten schwierig. Ein paar Inhalte bezüglich der Lagerung von Lebesmittel und den sich daraus ergebenden Hygieneproblemen sind in Nöldeke/Hartmann: "Der Sanitätsdienst in der deutschen U-Boot-Waffe" zu finden. Ebenso der Bezug zu einer Dissertation von Jobst Schaefer zum Thema der Ernährung auf U-Booten aus dem Jahre 1944. So viel (oder wenig) zunächst, um das eigentliche Thema nicht weiter zu verwässern.


    Bis bald in einem anderen Thread!

    Schorsch


    Nachklapp: Die Dissertation von Seydel hatte ich mir damals gleich besorgt, als Du daruaf hingewisen hattest. Danke noch einmal dafür!

    Hallo Karl!

    Hallo Schorsch,


    Hast Du noch mehr in Sachen U - Bootverpflegung etc.? Ich wäre daran interessiert.

    (...)

    ...leider nicht so viele, wie ich gerne hätte. Kannst Du Deine momentan sehr allgemein gehaltene Frage vielleicht noch etwas konkretisieren? Es muss ja nicht noch einmal geschrieben werden, was Dir u.U. schon bekannt ist.


    Mit freundlichen Grüßen

    Schorsch

    Hallo Falko!

    (...)

    War es den Seeleuten der Kriegsmarine offiziell / inoffiziell erlaubt, sich bei längeren Fahrten nicht rasieren zu müssen? Gab es da Unterschiede zwischen den U-Bootfahrern und den anderen Schiffsbesatzungen?

    (...)

    Die Dimensionierung der Größe der Trinkwasservorräte bei den deutschen U-Booten ging von einer Menge von 3 l Wasser pro Mann und Tag aus. Diese Menge schloss den Bedarf an Wasser für die Zubereitung von Speisen und Getränken (also auch z.B. das Kochwasser für Nudeln oder Kartoffeln, das sich später nicht auf dem Teller wiederfindet), die gesamte Körperhygiene, das Aufwaschen des Geschirrs und auch das Wäschewaschen sowie alle weiteren Notwendigkeiten ein, für die Süßwasser benötigt wurde. Damit dürfte klar werden, weshalb das Rasieren auf der Prioritätenliste der Wasserverwendung eines U-Bootfahrers eher einen der hinteren Plätze einnahm. Zudem war auch das Vorhandensein von nur zwei Klosetts an Bord, von denen u.U. nur eines benutzbar war, ein weiterer Grund, der es erschwerte, jeden Morgen frisch geschabten Kinnes zum Dienst zu erscheinen. Experten, die sich des Rasierens dennoch nicht enthielten, wurden so von den "wirklich harten Kerlen" dann auch schnell mal als "Badenutte" tituliert.


    Mit freundlichen Grüßen

    Schorsch

    Hallo Sefan,


    im Post vor dem Deinen ist der Online-Shop der NWZ verlinkt. Der Preis pro Heft beträgt 9,60 €, wobei noch 2,50 € Portokosten anfallen würden, und der Verfügbarkeitsstatus ist als "sofort lieferbar" gekennzeichnet. Der Weg zum Ziel ist also frei. Ich für meinen Teil verstehe nicht so recht, wo Du Schwierigkeiten siehst, an das Heft heranzukommen.


    Mit freundlichen Grüßen

    Schorsch

    Hallo zusammen!


    Das Datum und der Schiffsname, die von Rast angegeben wurden, stimmen nicht. Die sechs Kriegsgefangenen aus dem Boot der MADOERA wurden am 27.02.1943 von U 753 aufgenommen. Als Torpedierungsdatum des niederländischen Dampfers durch U 653 wird der 24.02.1943 angegeben. Allerdings sank das getroffene Schiff nicht, nachdem die Besatzung von Bord gegangen war, und konnte von einem Teil der Crew, die wieder an Bord zurückgekehrt war, nach St. Johnes gebracht werden.


    Mit freundlichen Grüßen

    Schorsch

    Hallo Thomas!

    Nachdem Thilo schon einige Ausführungen eingestellt hat, noch ein paar Anmerkungen zu Deinen Fragen von mir:

    Quote

    (…)

    Höhere Mündungsgeschwindigkeit, stabilerer Flug des Geschosses, abhängig von der Anzahl der Züge?

    Musste daher nicht jeder Waffenkonstrukteur versuchen, so viele Züge wie möglich in den Lauf zu bekommen?

    (…)

    Das könnte sicher ein Ziel sein, aber nicht um jeden Preis. Feinere Strukturen im Laufinneren haben nämlich die unangenehme Eigenschaft, durch den Umsatz der Treibladung regelrecht wegzubrennen, so dass eine gewisse Mindestgröße dieser Strukturen gegeben ist und sie sind teuer in der Herstellung. Des Weiteren muss man nicht mehr Züge unterbringen als unbedingt notwendig, wenn das Material der Führungsbänder des Geschosses oder des Geschossmantels geeignet ist, auch mit weniger Zügen sicher die Leistenkraft vom Lauf auf das Geschoss zu übertragen. Es sind halt immer Kompromisse, die einzugehen sind, und wer die ausgewogenere Kombination aus dem Möglichen und dem Notwendigen zusammengestellt hat, verfügt über die bessere Waffe im jeweiligen Einsatzspektrum. Dieses Optimum zu erreichen, sollte imho das Ziel jeder Konstrukteurstätigkeit sein.


    Allerdings scheinen die Waffendaten von 3,7 cm Flaks des Zweiten Weltkrieges meine ursprüngliche, vereinfachte Annahme, dass höhere Geschossgeschwindigkeiten eine größere Zahl von Zügen erfordern, nicht zu stützen. Nach den mir zu Verfügung stehenden Leistungswerten haben offensichtlich die Waffen mit den kürzeren Läufen eine größere Zahl der Züge. Auch ist die Datenbreite relativ schmal. Da muss ich wohl nochmal bei… (Aber gut, wenn man jemanden hat, der noch einmal nachfragt.)


    Hier zum Selberspekulieren noch ein paar Zahlen:

    3,7 cm Flak 18/36/37 (2112 mm = L/57,1; SprGr mit 625 g und 820 m/s; 20 Züge; 272 kg)

    3,7 cm Flak M 42 (2560 mm = L/69,2; SprGr mit 612 g und 865 m/s, 16 Züge; 300 kg)

    3,7 cm Flak 43 (2130 mm = L/57,5; SprGr mit 625 g und 820 m/s; 20 Züge; 220 kg)

    3,7 cm Flak 39(r) (2315 mm = L/62,6; SprGr mit 735 g und 860 m/s; 16 Züge; ??? kg)

    (Waffe mit Lauflänge in mm und Kalibern, Masse der Sprenggranate und deren Anfangsgeschwindigkeit; Anzahl der Züge; Masse der Waffe ohne Lafette o.ä.)


    Quote

    (…)

    das liest sich für mich so, als wenn man nicht immer unbedingt die maximale Mündungsgeschwindigkeit erreichen wollte, oder interpretiere ich das jetzt falsch?

    Es ist wieder der Kompromiss aus verschiedensten Einflussgrößen, die sich in ihren Auswirkungen z.T. widersprechen. Siehe z.B. das MG FF im Vergleich zur 2 cm Flak 38. Beide sind Waffen des Kalibers 2 cm, die gebaut wurden, um Flugzeuge abzuschießen. Man begnügte sich jedoch bei der Flugzeugbordwaffe mit eher bescheidenen 600 m/s Mündungsgeschwindigkeit, um eine im Flugzeug noch handhabbare Waffe bauen zu können. Mehr Anfangsgeschwindigkeit wäre sicher auch möglich gewesen, aber um den Preis, eine schwerere und sperrigere Waffe im Flugzeug unterbringen zu müssen. Da aber z.B. eine Focke-Wulf Fw 190 ihrem Gegner besser auf den Pelz rücken konnte als die „eher bodenständige“ Flak, nahm man die geringere Reichweite des MG FF in Kauf, während die 2 cm Flak 38 einen vergleichsweise „langen Arm“ bekam.


    Auch hier wieder ein paar Zahlen:

    2 cm Flak 38 (Lauflänge 1300 mm = L/65; Pzgr mit 148 g und 830 m/s; SprGr mit 120 g und 900 m/s, 8 Züge; 56 Kg = Masse der Waffe ohne Magazin oder weitere Anbauteile)

    2 cm MG FF (Lauflänge 822 mm = L/41; SprGr mit 115 g 580 m/s; 9 Züge; 28 kg = Masse der Waffe mit mit pneumatischen Durchladeventil, elektrischer Abzugsvorrichtung, Doppelladesicherungsschalter, Zähler- und Verschlusskontrollschalter)


    Mit freundlichen Grüßen

    Schorsch

    Hallo Thomas,


    die Züge sind spiralig ins Laufinnere einer Feuerwaffe geschnittene Vertiefungen, die dem Geschoss beim Durchlaufen eine Drehbewegung um die Längsachse aufzwingen, um es beim Flug durch die Luft über die Rotation um die Längsachse zu stabilisieren. Je nach Kaliber nimmt die Anzahl der Züge zu (z.B. bei Handfeuerwaffen 6 bis 8 Züge, bei den 38 cm-Geschützen der BISMARCK 90 Züge), da das Trägkeitsmoment der Geschosse mit den Quadrat des Radius' des Geschosses ansteigt. (Siehe dazu auch die Zunahme der "Belastungsfähigkeit" von Feingewinden im Vergleich zum Normalgewinde gleichen Nenndurchmessers!) Die von den Feldern (das, was von der ursprünglichen Laufwandung zwischen den Zügen stehenbleibt) in den Führungsring des/r jeweiligen Geschosses/Granate eingepresste Muster schräger Rillen ist ein gutes Unterscheidungsmerkmal, von welcher Waffe das jeweilige Geschoss abgefeuert worden sein könnte. Die Anzahl der Züge bei Geschützen gleichen Kalibers variiert wahrscheinlich je nach Gusto des einzelnen Waffenkonstrukteurs und der in der Fertigung zur Verfügung stehenden Werkzeugmaschinen bzw. der angestrebten Mündungsgeschwindigkeit der Geschosse (je rasanter, desto mehr Züge, da umso mehr Umdrehungen pro Sekunde für einen stabilen Flug).


    Mit freundlichen Grüßen

    Schorsch

    Hallo Laufi72!

    Schorsch

    Natürlich hast Du prinzipiell recht, aber Waffen der Marine etc. sind in diesem Fall wohl sicher zu speziell...

    Da Du für Deine Eingangsfrage keinerlei Kontext vorgegeben hattest, war für mich als Außenstehenden schwierig zu erkennen, welche Einschränkungen bezüglich der vermuteten Waffen sich aus Deiner Warte ergeben könnten. Mit Sicherheit wären auch das erwähnte Foto des fraglichen Geschosses und dessen Entstehungsort hier im Thread schon im Eingangspost als zusätzliche Information für die Mitlesenden willkommen gewesen.


    Übrigens, auch die russischstämmige 3,7 cm Flak 39(r) hatte 16 Züge und wurde als Beutewaffe von den Deutschen so zahlreich eingesetzt, dass es für sie auch Munition aus deutscher Produktion gegeben haben dürfte.


    Mit freundlichen Grüßen

    Schorsch

    Hallo zusammen!


    Da sind (aus Gründen der Vollständigkeit) allerdings noch ein paar mehr Waffen des Kalibers 3,7 cm in die Betrachtung mit einzubeziehen:

    3,7 cm S.K. C/ 30 mit 16 Zügen,

    3,7 cm Flak M 42 mit 16 Zügen,

    Gerät 341 (Versuchswaffe mit v0 = 1000 m/s) mit 20 Zügen und

    eventuell auch noch diverse Beutewaffen nichtdeutscher Provenienz.


    Mit freundlichen Grüßen

    Schorsch

    Hallo Ortwin,


    leider gibt es bei den "Dergls" der Kriegsmarine so viele individuelle Unterschiede und Varianten in der jeweiligen Bewaffnung, dass allgemeingültige, definitive Aussagen nur schwer zu treffen sind. In den offiziellen Unterlagen der Kriegsmarine habe ich das Kaliber 7,62 cm bisher nur an zwei Stellen gefunden. In der M.Dv. 170 gibt es zwei Hefte, die sich mit Munition für Geschütze dieses Kalibers beschäftigen: das Heft 79 für die 7,62 cm Feldkanone 295/2 (r) (= 76-мм дивизионная пушка обр. 1902/30 гг) und das Heft 83 für eine 7,62 cm Flak Mounting (e). Beides also Beutegeschütze nichtdeutscher Herkunft, die aber von der Kriegsmarine eingesetzt wurden. Bis hierher also die gesicherten Daten. Jetzt meine Vermutungen bzw. Schlussfolgerungen: das sowjetische Geschütz kann für die Bewaffnung der von Dir genannten Fahrzeuge imho ausgeschlossen werden. Bleibt die Frage, was sich hinter dem anderen Eintrag verbirgt. Nach meinem Dafürhalten könnte es sich unter Berücksichtigung der Angabe der Rohrlänge und des Herstellers vielleicht um britische 12 pdr/12 cwt QF-Kanonen handeln, die in irgendeinem norwegischen Arsenal vorgefunden und als Bewaffnung für diese Boote als geeignet eingeschätzt wurden. Solche Kanonen gab seit 1894 in der Royal Navy und deshalb könnte es durchaus sein, dass derartige Geschütze auch an Norwegen abgegeben worden sind. Die etwas moderneren QF 3 inch/20 cwt mit ebenfalls 7,62 cm Kaliber sind wegen der größeren Rohrlänge von 45 Kalibern eigentlich auszuschließen.


    Sorry, dass 3/4 des Beitrages aus Mutmaßungen besteht, aber vielleicht liege ich mit meinen Annahmen nicht allzu weit von den tatsächlichen Gegebenheiten entfernt und konnte etwas helfen.


    Mit freundlichen Grüßen

    Schorsch

    Hallo Micha!

    (...)

    P.S. Eine weitere Frage, waren die Soldaten auf dem Bild damals reale Menschen, Angehörige der Wehrmacht, oder war das Gemälde ein

    reines Produkt der Phantasie des Malers..?

    ...wie die Sache z.T. gehandhabt wurde, zeigt ein Blick in auf die Doppelseite 68/69 des Begleitbuches zur Sonderausstellung anlässlich Lother-Günther Buchheims einhundertsten Geburtstags.


    Mit freundlichen Grüßen

    Schorsch

    Hallo zusammen!

    (...)

    Angehörige einer Flakeinheit, angeblich Ost-Art. 621, das Geschütz dürfte eine 8,8cm Flak sein.

    (...)

    ...das Geschütz sieht mir eher nach einer 8,35 cm Flak 22(t) aus. Könnte sich mit der Vermutung von Eumex decken.


    Mit freundlichen Grüßen

    Schorsch

    Hallo Wikingman,


    es ist ja nicht nur das Kaliber, das übereinstimmen muss, sondern auch das Patronenlager sollte zur verwendeten Munition passen. Und da sollten schon massive Schwierigkeiten zu erwarten sein, eine 7,92 x 57 Mauser-Patrone des MG 42 in ein MG 3, dass auf 7,62 x 51 NATO eingerichtet ist, überhaupt hineinzuwürgen, den Verschluss schließen und sie abfeuern zu können, ganz abgesehen davon, dass die Mauser-Patrone leistungsmäßig in einer ganz anderen Liga angesiedelt ist wie die NATO-Patrone.


    Mit freundlichen Grüßen

    Schorsch

    Hallo zusammen,


    ein paar Details zu den schon gegebenen Antworten möchte ich noch nachtragen. Wie Thilo schon schrieb, gehört der Matrosengefreite zur Bootsmanns- bzw. seemännischen Laufbahn. Diese Laufbahn trug im Bezeichnungssystem der Laufbahnen der Kriegsmarine die Nummer I und wurde bei den Mannschaften durch den fünfzackigen Stern oberhalb des Dienstgradabzeichens zum Ausdruck gebracht. Zu den Aufgaben dieser Mannschaften und Unteroffiziere gehörte neben dem seemännischen Dienst an Bord auch das Bedienen der verschiedenen Waffen (Artillerie-, Torpedo- und Sperrwaffen). Die erwähnte Bedienung von Geschützen an Land oblag aber den Angehörigen der Marineartillerielaufbahn bzw. Laufbahn mit der Nummer XIV und kommt als Tätigkeitsfeld für den Porträtierten deshalb nicht infrage.


    Insoweit ist davon auszugehen, dass der Abgebildete zur Bedienung eines Flakgeschützes an Bord von Schiffen gehörte oder dort als Flak-Beobachter eingesetzt war. Da die Minensuch- und Zerstörer-Kriegsabzeichen im Jahr 1940 gestiftet wurden, ist eigentlich auszuschließen, dass das Abzeichen für die Sonderausbildung für einen Fla.Maschinenwaffenführer steht, da im Jahr 1940 einige der bis dahin gültigen Bedeutungen geändert und angepasst wurden.


    Mit freundlichen Grüßen

    Schorsch

    Hallo Wolfgang,

    (...)

    Mit der von Dir beschriebenen Bewaffnung müßte es vom Typ VIIC/41 sein? Weißt Du wieviele davon gebaut wurden?

    (...)

    ...ganz so einfach (Ich vermute, Du meinst etwas verkürzt: "Turmumbau IV = VII C/41"?) liegen die Verhältnisse leider nicht. Sollte sich die Gelegenheit ergeben haben, z.B. eine ohnehin anstehende Werftüberholung oder das Reparieren von größeren Gefechtsschäden, wurden auch ältere Boote auf einen Turmumbau umgerüstet, der das Mitführen einer verstärkten Flak-Bewaffnung gestattete. Man hat halt "die Feste gefeiert, wie sie gefallen sind." Ebenso konnte es vorkommen, dass Neubauboote zwar den Turmumbau IV erhielten, wegen des eventuellen Fehlens der etatmäßigen Flakbewaffnung nur das eingebaut bekamen, was gerade verfügbar war.


    Zu den Zahlen der Boote vom Typ VII C/41: 242 Boote in Auftrag gegeben, 121 Boote auf Kiel gelegt, 101 Boote vom Stapel gelaufen, 91 Boote in Dienst gestellt.


    Mit freundlichen Grüßen

    Schorsch

    Hallo zusammen!


    Einige klärende Worte zu dem, was bisher zu Rauls Bildern vom Mittwoch geschrieben wurde. Zunächst, das abgebildete Boot ist keine Flakfalle. Diese Boote hatten eine Bewaffnung aus zwei 2 cm-Flakvierlingen und einer 3,7 cm S.K. C/30. Das abgebildete Boot trägt aber zwei 2 cm Flak 38 M II und eine 3,7 cm Flak (entweder M 42 oder M 43, aber mit Sicherheit keine S.K. C/30) in einem Brückenumbau IV. Insoweit lässt sich das Aufnahmedatum des Bildes auf die Zeit nach Oktober 1943 einordnen, als die ersten 3,7 cm Flak M 42 auf U-Booten zum Einbau kamen. Damit kann aber auch U 83 aus dem Kreis der Verdächtigen ausgeschlossen werden, da dieses Boot schon am 03.04.1943 im Mittelmeer versenkt wurde.


    Den Wiki-Einträgen sollte man auch nicht uneingeschränkt vertrauen. Von den dort genannten acht Umbauten zu Flakfallen wurde nur ein Boot (U 211) in dieser Funktion versenkt, die anderen Boote wurden wieder zum "normalen" Kampfboot zurückgerüstet. Von diesen Booten wurden drei im Einsatz durch allierte Kräfte versenkt (U 271, U 441 und U 621), bei zweien ist die Verlustursache ungeklärt (U 263, wahrscheinlich Tauchunfall, und U 650) und zwei Boote wurden nach Kriegsende ausgeliefert bzw. Beute der Allierten (U 256 und U 953)


    Mit freundlichen Grüßen

    Schorsch