Posts by Hardy

    Hallo Kordula,


    Gelbsucht (davon schrieb Dein Vater) und Gelbfieber (davon schrieb Niki) sind zwei völlig verschiedene Dinge.


    Gelbfieber ist eine Virusinfektion.


    Gelbsucht ist ein Symptom, keine eigenständige Krankheit.


    Genauso wie z.B. Fieber, das auch verschiedene Ursachen haben kann.


    Gelbsucht kann als Ursache eine Erkrankung der Leber selbst haben, aber auch eine Erkrankung, durch die die Leberfunktion beeinträchtigt wird.


    Ein typisches Beispiel für letzteres wäre das Wolhynische Fieber, auch "Schützengrabenfieber", das durch Läuse übertragen wird.


    Kennzeichnend für das Schützengrabenfieber sind starke Knochenschmerzen, besonders ein starker Schmerz in beiden Schienbeinen, verbunden mit hohem Fieber und starken Kopf- und Muskelschmerzen.


    Aber auch das Gelbfieber, wie auch die Ruhr (von der Dein Vater schrieb) können (müssen aber nicht) die Leberfunktion stark beeinträchtigen, bei der Ruhr hängt das von der Ursache (Amöben, Bakterien oder Viren) ab.


    Es kann also sein, das die Gelbsucht Deines Vaters die Folge der Ruhr war, es kann sein, das die Gelbsucht die Folge einer anderen Krankheit war.


    Um Deine Frage zu beantworten, müsste man also nicht nur das Symptom Gelbsucht, sondern auch die Ursache der Gelbsucht wissen.


    Hardy
    (Nein, ich bin kein Arzt)


    EDIT: Rächtschraipväler

    Nun,


    ich meinte ironischerweise, das bei zu erwartendem Beschuss von unten man den Helm vielleicht besser auch unten rum verwendet, zumal sich da ja gewisse besondere Körperteile befinden. ;)


    B_aus_MV hat das wohl irgendwie missverstanden, vielleicht dachte er, der Vorschlag wäre wirklich ernst gemeint und antwortete entsprechend (was er schrieb, weiß ich nicht).


    Huba hat ihn dann auf den Smiley hingewiesen, woraufhin B_aus_MV seinen Beitrag löschte.


    Hardy

    Quote

    Original von Maggot
    Von der Shilouette her könnten es schon Jagdtiger sein.
    Aber soviele auf einmal?


    Zumal es bei der Wochenschau um die Ostfront geht...


    Na ja gut, wer weiß, was die für Aufnahmen da reingeschnitten haben, März 1945 ging es ja schon drunter und drüber.


    Aber interessieren würde es mich schon, ob das jetzt Jagdtiger sind oder nicht.


    Hardy

    Quote

    Original von U.P.
    War daß damals eigentlich ernst gemeint oder ein Jux der Führung um die Sache mal etwas aufzulockern ?


    Die sind alle (Tigerfibel, Pantherfibel...) in diesem Stil.


    Großvater hatte wohl einen etwas anderen Humor als unsereins...


    Hardy

    Der zweite link


    http://memory.loc.gov/ammem/collections/maps/wwii/date.html


    dürfte Dir am ehesten helfen.


    Du musst Dich aber nicht mühsam online durch die Karten zoomen, Du kannst auch gleich die ganze Karte runterladen (links unten "Download MrSID image".


    Um sie danach auf dem Rechner betrachten zu können, musst Du aber vorher noch ein freeware-Programm namens "MrSID viewer" runterladen und installieren.


    Gibt es hier:
    http://memory.loc.gov/ammem/help/download_sid.html
    ("Download MrSID viewer")


    Hardy

    [In Geheimdokumenten des russischen Militärarchivs sind Listen gefunden worden, auf denen die Namen von etwa 8000 Soldaten und Offizieren der Wehrmacht stehen, die seit dem Zweiten Weltkrieg als vermisst geführt wurden.
    (...)
    Über die Entdeckung neuer Listen hatte die "Thüringer Allgemeine" vor einer Woche berichtet. Im Militärarchiv heißt es, man mache von Zeit zu Zeit immer wieder neue Funde. Im Russischen Staatlichen Militärarchiv wurde die Meldung der deutschen Regionalzeitung am 14. April gegenüber der Deutschen Welle bestätigt. Es seien Unterlagen von Tausenden bislang als vermisst geführter deutscher Kriegsgefangener aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden worden.
    (...)
    Nach ersten Gutachten gehen Experten des Archivs davon aus, dass es sich um Listen mit deutschen Militärs handelt, die bei Stalingrad in Kriegsgefangenschaft ums Leben gekommen waren.
    ...]
    http://www.dw-world.de/dw/article/0,2144,3274284,00.html


    Da wird wohl so mancher Suchende nach so langer Zeit endlich doch noch Gewissheit bekommen...


    Hardy

    Zum Thema "Flecktyphus":


    "...
    Natürlich muß die Verschleppung des Flecktyphus in die Heimat mit allen Mitteln verhindert werden. An der Grenze sind große Entlausungsanstalten eingerichtet worden. Jedermann, gleichgültig ob General oder Landser, ob weiblich oder männlich, wird entlaust.
    Und gerade das führt zu einer Katastrophe.
    Die Läuse sitzen nämlich mit Vorliebe in den Gipsverbänden der Verwundeten.
    Sie fühlen sich in der Wärme eines gepolsterten Gipsverbandes ungemein wohl, vermehren sich prächtig und quälen die Verwundeten unsagbar. Alles denkbarmögliche wird dagegen versucht: Injektionen von Äther und Chloroform unter den Verband. Es nutzt nichts. Beim Anlegen eines Gipsverbandes streuen wir zwischen die Polsterschichten Läusepulver. Das ergibt mit dem Schweiß zusammen eine üble Schmiere und erzeugt Exzeme. Nichts hilft, die Läuse halten sich im Gipsverband: so entsteht unvermeidbar ein Riesenjammer.


    An der Grenze reißt man nämlich den Verwundeten mit Schußbrüchen rücksichtslos der Entlausung wegen alle Gipsverbände herunter.
    Mit welcher Mühe haben wir die Brüche eingestellt und fixiert, die Männer schmerz- und fieberfrei bekommen!
    Jetzt werden die Bruchstellen wieder bewegt und lockern sich.
    Verheerende Fehlstellungen sind die Folge. Die Bruchheilung wird gestört und verzögert, es bilden sich falsche Gelenke. Es ist nicht auszudenken. Und das alles wegen der verfluchten Flecktyphusläuse.
    ..."
    (Quelle: "Im Schatten der Siege" von Hans Killian, Beratender Chirurg der 16. Armee)


    8o


    Hardy


    EDIT: Tippfälar

    Ja, ich denke der Satz


    [...
    Inmitten dieser Vorbereitungen, am 22. Juni 1941, überfiel NS-Deutschland die Sowjetunion, ohne dass Hitler und seine Generäle von den auf Hochtouren laufenden sowjetischen Kriegsvorbereitungen in ihrer Gesamtheit etwas geahnt hatten.
    ...]


    ist der entscheidende.


    Davon, das Hitler den Russen "nur zuvorgekommen ist", kann also keine Rede sein.


    Hardy

    Essay in der Welt vom 15.3.08 von Dr. Bogdan Musial


    [...
    Spätestens ab Ende 1940 bereitete sich Stalin nun sehr intensiv auf den Angriff auf Deutschland vor, wobei er trotz zahlreicher Warnungen nicht an die Deutschlands Entschlossenheit glaubte, schon bald anzugreifen. Er ließ die Armee noch einmal grundlegend umstrukturieren, ausbauen und umrüsten. Im Frühjahr 1941 war Stalin unbestreitbar dabei, entlang der deutsch-sowjetischen Grenze die größte Invasionsarmee aller Zeiten aufzubauen, um im geeigneten Moment seinen deutschen Verbündeten zu überfallen.
    ...]
    http://www.welt.de/politik/art…aene_fuer_den_Westen.html


    Was haltet Ihr davon?


    Ist dieser Dr. Musial ein polnischer Guido Knopp?


    Hardy

    Quote

    Original von Beresina
    ...
    Da eigentlich kein Wiederspruch kam...sagen wir also, das ein Kriegsheld jemand ist, der Außergewöhnliches leistet. Alle bis dahin einverstanden?
    ...


    Nein!


    Wie ich versuchte, mit meinem Posting klarzumachen, wenn Du Menschen in eine Situation steckst, in der nur noch das blanke Überleben zählt, leisten sie selbstverständlich "außergewöhnliches".


    Das macht sie aber noch lange nicht zu Helden, sondernd eher zu verzweifelten Kreaturen...


    Hardy

    Ich fürchte, eine abschließende Antwort kann auch ich nicht zu diesem Thema anbieten.


    Vielleicht nur als Anregung zur Diskussion; immer wenn ich den Begriff "Held" höre, muss ich an etwas denken, was ich bereits als Teenager zum ersten Mal gelesen habe, und was mir seit dem im Gedächtnis haftet.


    Ich habe es mal für Euch abgetippt:


    <...denn so kraftlos die Körper waren, so verhungert und erfroren, eingekreist von Feinden, die jede Stunde Meter um Meter der Stadt zurückeroberten, in diesen kaum noch menschlichen, vermummten, eisbehangenen Leibern flackerte noch immer ein Funken von Lebenswillen. Er zwang sie an die Gewehre, bis die letzte Patrone aus dem Lauf gefeuert war... dann drehten sie die Gewehre um, umklammerten den Lauf und hieben mit dem Kolben auf die Schädel der Rotarmisten. Sie fragten nicht mehr: Warum? Sie kümmerten sich nicht mehr darum, daß alles so sinnlos war, jeder Schuß, jeder gerettete Tag, jede gewonnene Stunde...sie konnten nicht mehr denken, sie waren Wesen aus Muskeln, Sehnen und einer nervlichen Befehlszentrale, und diese Zentrale jagte durch sie den Befehl: Du willst Leben!
    Und nach dem alten, mit dem Verstand nicht begreifbaren Naturgesetz heißt Überleben so viel wie Kampf. Also kämpften sie, mit blinden Augen, mit leeren Hirnen, mit geschrumpften Mägen, kämpften um das blanke Leben, das Weiteratmen.


    Später würde man sagen, sie waren Helden... sie können sich nicht mehr dagegen wehren.
    ...
    Wenn es jemals eine verzweifelte Kreatur gegeben hat, dann waren es die 135000 deutschen Männer ab dem 25. Januar 1943 in den Kesseln von Stalingrad.
    ...>
    (Konsalik, "Das Herz der 6. Armee", Heinz Günther Konsalik kam als Soldat an die Ostfront, wo er in Russland schwer verwundet wurde.)


    Ich will damit sagen, das man vorsichtig sein sollte, wenn man jemanden als Helden bezeichnet.


    Es kann nämlich sehr wohl sein, das man demjenigen damit bitter Unrecht tut.


    Hardy