Posts by Me 262

    Hallo,

    Eine Verwundung im eigentlichen Sinne hat es zwar nicht gegeben, jedoch hat sich der Flugzeugführer infolge der Notwasserung und dem Treiben im Wasser eine schwere Unterkühlung zugezogen, was einen längeren Lazarettaufenthalt und eine Herzoperation nach sich zog, die auch im Soldbuch vermerkt ist. Diese war wohl so schwerwiegend, dass der Flugzeugführer nach Genesung auch nicht mehr ins Geschwader zurückgekehrt ist, sondern auf anderer Verwendung eingesetzt wurde.

    LG,

    Julian

    Guten Abend,

    Habe gestern noch den Bericht des Ofw. Brauckmann gefunden. Die Maschine musste laut diesem notwassern, da der rechte Motor im Flug stark anfing zu schütteln und abgestellt werden musste. Mit nur einem Motor war diese nicht mehr flugfähig und wasserte circa 80 km vor Capri. Sie war nach Catania unterwegs, da sich dort General von Pohl und Generalfeldmarschall Kesselring zu einer Besprechung treffen wollten. Die Flugzeuginsassen waren: Ofw. Brauckmann, Ofw. Sass, Fw. Düing, Uffz. Bauer, General von Pohl, Leutnant Korn, Oberregierungsbaurat Caspari und Oberregierungsrat Brüning. Der Tod von Caspari wurde in der Verhandlung dadurch erklärt, dass dieser aus dem Rettungsboot sprang, da er noch etwas aus der Maschine holen wollte und ertrank. Düing und Bauer ertranken, da sie ins Wasser sprangen, ohne das zweite Schlauchboot aufzublasen. Ofw. Brauckmann und Ofw. Sass wurden nach einem Tag durch Ju 88 entdeckt und durch italienisches Schnellboot gerettet, die anderen tags darauf durch einen italienischen Zerstörer. Der Unfall wurde auf technischen Defekt zurückgeführt. Die Kennung kann ich nicht erklären, bei Interesse stelle ich gerne den gesamten Bericht ein, vielleicht hilft es ja jemandem.

    Mit freundlichen Grüßen,

    Julian

    Hallo,

    Erst einmal Dankeschön für die vielen Hinweise, bei dem Familienmitglied handelt es sich um den Piloten, er hat den Krieg überlebt und gehörte zu den Geretteten. Da er selbst nicht mehr lebt, versuche ich den Sachverhalt so aufzuklären. Bei der Kennung der Maschine bin ich mir eigentlich ziemlich sicher, mit viel Fantasie könnte da auch H1+NR stehen. Er hat vor seiner dortigen Verwendung zufälligerweise auch beim KG 53 gedient, was aber die Kennung ja nicht erklärt. Die Namen der Ertrunkenen könnten so auch in die Schrift im Buch hineininterpretiert werden, wenn dadurch jetzt schon ein falsches Todesdatum beim VB geändert werden konnte, hat es sich ja schon gelohnt.

    LG und schonmal vielen Dank,

    Julian

    Guten Abend,

    Wie einige bereits wissen, betreibe ich im Moment einige Nachforschungen zu einem Familienmitglied. Dieses war von Juni 1941 bis zum November 1942 als Pilot bei der Flugbereitschaft Italuft tätig. In dieser Zeit hat er unter anderem Generalfeldmarschall Kesselring und Erwin Rommel in Afrika geflogen. Aus seinem Flugbuch geht hervor, dass sein Vorgesetzter ein gewisser Oblt. Korn war. Ab November 1942 ist er dann aufgrund einer Malariaerkrankung ausgefallen. Am 2.12.1941 musste er süd-süd-westlich von der Insel Capri mit einer He 111 mit der Kennung A1+NR von Rom aus kommend notwassern. Die Handschrift in seinem Flugbuch ist etwas unleserlich, ich glaube aber entziffert zu haben, dass er mit dem Luftattache Rom General Ritter von Pohl unterwegs war und das drei weitere Personen ertrunken sind, die verbliebenen sind nach 32 Stunden von einem italienischen Schnellboot gerettet worden. Für seine Aktionen nach der Notwasserung hat er von General Pohl eine Art schriftliche Belobigung ausgestellt bekommen. Er müsste unter Ofw. Brauckmann zu finden sein. Kann mir irgendjemand weitere Informationen zur Notwasserung nennen oder weiß Quellen, in denen über die Flugbereitschaft berichtet wird? Kann, falls Interesse besteht, die Belobigung auch noch hochstellen.

    LG,

    Julian

    Guten Abend,

    Es gab Flugblatteinsätze über Frankreich und der Maginot-Linie, Berichte über diese finden sich beispielsweise in den Chroniken der KG 51 und 55. Welche Flugblätter genau abgeworfen wurden, entzieht sich meiner Kenntnis.

    LG,

    Julian

    Hallo Wirbelwind,

    Ich glaube ich kann dir ebenfalls weiterhelfen. Er bezog sich ja auf einen Angriff von vorne,

    was ja bedeutet, das Jagdflugzeug und Bomber aufeinanderzufliegen. Rechnet man mit 800 km/h für die 262 und 300 km/h für den Bomber, der sich ja ebenfalls bewegt, kommt man auf eine Annäherungsgeschwindigkeit in der genannten Größenordnung.

    Mit freundlichen Grüßen,

    Julian

    Hallo,

    Ich glaube wir haben uns falsch verstanden. Ich denke, dass die Me 262 aufgrund ihrer hohen Geschwindigkeit gegen Jagdflugzeuge schwer einzusetzen war und das diese, falls sie die Me 262 rechtzeitig erkannten, Abwehrbewegungen fliegen konnten, in welche die 262 aufgrund ihrer hohen Geschwindigkeit nicht folgen konnte. In Boehmes Jagdgeschwader 7 wird ebenfalls geschildert, wie die amerikanischen Piloten instruiert wurden, in eine Richtung zu drehen, und das deutschen Piloten es aufgrund der hohen Annäherungsgeschwindigkeit schwer fiel , einen Treffer anzubringen. Ich stimme dir allerdings zu, das die 262 als Kurvenkämpfer falsch eingesetzt ist, und, wie ebenfalls geschildert, von einem einzigen amerikanischen oder englischen Jagdpiloten fast nicht besiegt werden konnte.

    Gruß,

    Julian

    Guten Morgen,

    Weiß jemand zufällig noch etwas über die Kompanie zur besonderen Verwendung (Me) in Regensburg oder kann mir eine Quelle nennen, aus der die Einflieger des Werkes ersichtlich sind?

    Mit freundlichen Grüßen,

    Julian

    Hallo,

    Ein, meiner Meinung nach, weiterer Grund für die mangelnde Eignung der Me 262 als ein Jagdflugzeug gegen andere Jäger ist die geringe Mündungsgeschwindigkeit der 30mm MK 108, welche ja bei der 262 Verwendung fanden. Diese konnten zwar durch wenige Treffer nachhaltige Zerstörung hervorrufen, mussten aber mit viel Vorhalt im Kurvenkampf eingesetzt werden, für welchen die 262 ja sowieso schlecht geeignet war. Zum anderen berichteten Flugzeugführer auch in Boehme’s Jagdgeschwader 7 von so großer Zerstörung des gegnerischen Jagdflugzeuges, das Trümmer von selbigem schnell die dahinterfliegende Maschine beschädigen konnten.

    Gruß,

    Julian

    Hallo,

    Ich betreibe im Moment eine Nachforschung zum militärischen Werdegang eines Familienmitglieds in der Luftwaffe. Dieses war nach Lazarett-Aufenthalt ab dem 8.1. 1944 im Flg. So. Kdo. Ok. d. L. (LP) Quedlinburg tätig und hat dort, laut seinem Flugbuch, zweimotorige Maschinen eingeflogen. Die Flugaufzeichnungen enden im Sommer 1944, jedoch ist aus seinem Soldbuch zu entnehmen, dass er ab dann in einer Kompanie z. b. V. (Me) in Regensburg tätig war. Er hat dort laut Erzählungen Me 262 und Me 109 eingeflogen und abgenommen. Er soll dort auch in der Industrieschutzstaffel tätig gewesen sein und mit der Me 262 3 Viermot. abgeschossen haben. Falls mir irgendjemand etwas über genannte Einheiten oder Quellen über diese mitteilen kann, bin ich sehr dankbar, das Buch von Peter Schmoll über Regensburg kenne ich allerdings bereits.

    Mit freundlichen Grüßen,

    Julian