Posts by silvio52

    Hallo Jürgen,


    weißt Du wohin / unter welchen Umständen Dein Opa entlassen wurde? Ich frage deshalb, weil Neumarkt / Środa Śląska im Frühjahr 1945 besetzt wurde und im Sommer zu Polen kam.


    Mein Onkel stammte auch aus dem heutigen Polen, wurde entlassen, aber keiner weiss wohin ...


    VG

    Silvio

    Hallo many,


    Danke. Bei meinem Opa ist lt. Bundesarchiv aus den "Erkennungsmarkenverzeichnissen und Veränderungsmeldungen der Wehrmacht" diesbezüglich zu entnehmen:

    • Grenadier-Regiment 755, gemeldet: 1942, Bundesarchivsignatur: B 563/85853
    • 1. Stamm-Kompanie Grenadier-Ersatz-Bataillon 471, Butzbach gemeldet: 1943, Bundesarchivsignatur: B 563/66295

    Ich vermute, die Meldung der 1. Stamm-Kompanie vor der dem folgenden 2. Genesenden-Kompanie Grenadier-Ersatz-Bataillon 471 ergibt sich lediglich aus der Sortierung der Meldung. Leider stehen derzeit aus dem Verzeichnis keine weiteren Informationen zur Verfügung. Zwischen den beiden o.g. Meldungen liegen die Lazarett-Aufenthalte.


    Sofern das Kriegslazarett tatsächlich im Weißrußland lag, waren die Ärzt ggf. von einer kurzen Behandlung und anschließender Verwendung an der Ostfront ausgegangen. Und der Verlauf der Krankheit zwang dann nur 6 Tag nach der Ankunft die Verlegung westwärts in ein Reserve-Lazarett.


    Was meint Ihr?


    VG

    Silvio

    Hallo,


    lese ebenwegen obigen "Lkb 107" folgendes: "Lazarettpapiere über einzelne Verwundete oder Kranke sowie einige Krankenbücher sind beim Krankenbuchlager in Berlin überliefert (derzeitige Anschrift: Krankenbuchlager, Wattstraße 11 - 13, 13355 Berlin)". Die sind aber lt. GenWiki inzwischen auch bei der WASt / Bundesarchiv.


    Hätte es Sinn nochmal spezifisch nachzufragen? Hat da jemand Erfahrungen?


    VG

    Silvio

    Hallo OB,


    vielen Dank. Irgendwie hat man bei Lazaretten und Ausfliegen immer Schwerverwundete vor Augen und nicht Erkrankte. Das Unternehmen Ochsenkopf erreichte seine Ziele wohl auch nicht wegen schlechter Wetterbedingungen (Schlamm). Und wie ich las, kann man sich eine Nierenentzündung auch bakteriell zuziehen, Penicillin gab es noch nicht in der Praxis.


    Leider hatte ich die Karte vom Bundesarchiv nicht vollständig gelesen. Demnach gab es am 31.08.1961 (sic!) einen Nachtrag. Demnach war sein erster Aufenthalt im Kriegslazarett 908, was nach diesen Forum damals in Gomel, Weißrußland lag. Vielleicht ging man von einer schnellen Genesung und dann Einsatz an der Ostfront aus? Jedoch wurde er mit dem "DLZ 626" (Deutscher LZ?) am 05.05.1943 westwärts nach Radom ins "Rela III Radom" transportiert, wo er am 07.05.1943 ankam. Er mußte zum Glück erst ein Jahr später an die Front.


    VG

    Silvio

    Hallo Wissende,


    Nach der WASt und den Erzählungen meines Großvaters diente er im Tunesienfeldzug und nahm als Gefreiter vermutlich auch am "Unternehmen Ochsenkopf" teil.


    Vorm Untergang des Gen.Reg. 755 im Mai 1943 wurde er wegen einer "Nierenentzündung" ausgeflogen und lag ab 29.04.1943 im Reserve-Lazarett in Radom.


    Mich stört etwas, daß ein einfacher Gefreiter wegen einer Erkrankung ausgeflogen wurde ... ist das wahrscheinlich?


    Was sagt Ihr dazu? :saint:

    Silvio

    Hallo allerseits,


    leider ist diese Diskussion schon etwas ältlich, ich möchte sie jedoch fortsetzen. Mein Opa war als Soldat des Grenadier-Regiment 755, der 334. Infanterie-Division, ebenfalls beim Tuniesien - Feldzug dabei.


    Leider ist das Buch "Die 334. Infanterie- Division. (Afrika)" von Josef Fössinger auch nicht gebraucht oder über den Bibliotheksverbund erhältlich. In der Bucht kursiert lediglich eine DVD "334. Infanterie-Division - Kriegstagebuch Tunis (Afrika) Februar - März 1943". Angeblich über 1.000 Seiten in JPG-Format ... was man wohl davon halten mag?


    Bei meinem Großvater kommt das Kuriosum hinzu, daß er kurz vorm Untergang der Division mit einer Nierenentzündung im heutigen Polen in einem Lazerett lag! Diese muß recht heftig gewesen sein, denn er muß extra deshalb ausgeflogen worden sein(?!) und er war anschließend fast ein Jahr in einem Genesendenbataillon in Butzbach / Hessen. Zum "Endkampf" mußte er dann wieder rann :(


    VG

    Silvio

    Hallo Walter,


    ein Onkel von mir verstarb am 05.11.1943 im KZ Majdanek, beurkundet wurde dies am 06.06.1944. Erläutert wurde mir das Vorort mit "Leichenchaos". Vielleicht fiel der "Abgang" irgendwann auf und die Verwaltung fand Zeit zur Dokumentation.


    Ich meine, wir sollten da nicht unsere Maßstäbe anlegen.

    Silvio

    Hallo,


    Eintragungen sehr lange nach dem Todesfall waren kriegsbedingt keine Ausnahmen.


    Mein Großonkel verstarb mit13 Jahren im Jahr 1916 (als Deutscher deportiert nach Sibirien). Der Eintrag erfolgte erst 12 Jahre später, 1928 in der Heimat (Polen). Ich habe da mehrere Fälle.

    1916-1928.jpg


    VG

    Silvio

    Hallo,

    meine Frage: "Heimatnahe Einberufungen zur preußischen Armee?" paßt hier ganz gut rein.


    Mein Großvater wurde in Danzig geboren und diente 1903 bis 1905 im dortigen (Deutsch Ordens-) Infanterie-Regiment Nr. 152. Obwohl er vermutlich ab 1906 bereits in Berlin lebte, wobei er seine 7 Jahre Wehrpflicht noch nicht erfüllt hatte, wurde er im August 1914 wieder zu seiner alten Einheit (2. Bataillon) einberufen.


    Ging "Regiment" vor "heimatnah"?


    VG

    Silvio

    Hallo und Danke an alle, die sich bemüht haben, den Zeitraum einzugrenzen.


    Es ist jetzt faßt ein bißchen peinlich, aber ich habe einen Auszug des Flugblattes lediglich zur Illustration einer Erinnerung meiner Mutter benötigt:


    "Am 7. April 1945 griffen zwischen sieben und neun US-Amerikanische Jagdbomber der 9th. USAAF „in freier Jagd“ die Finnebahn bei Lossa-Kahlwinkel-Billroda an. Es gab an diesem Tag Beschuss der Gleisanlagen mit Bordwaffen, ohne konkretes Ziel, aber auf alle erkannten Bewegungen. (...) In dem Moment griffen zwei oder drei „englische Stukas“ [O-Ton] an. Die Zeit zur Flucht ins Haus reichte nicht mehr aus. (...) Sie nahm die Hand von Hilde und deren »Herzchen hat geklopft, das höre ich heute noch. Hat sie Angst gehabt und ich oben drauf. Und die Flieger haben uns bearbeitet, die haben geschossen, frag‘ nicht wie. Die stürzten sich runter und ich habe jeden Moment gedacht, jetzt fliegen sie einen auf den Kopf. Dann sind sie wieder steil nach oben, die haben uns bestimmt gesehen.« Der Angriff dauerte gefühlt eine viertel Stunde. Der Bahnhof, die Gleise, der Garten hätten Treffer erhalten, aber die Beiden hatte keine Kugel, kein »Splitterchen« erwischt. (...)"


    Danke

    Silvio