Posts by Glas62

    Ich bin beeindruckt wie viele Informationen ihr mir hier mitteilt und es berührt mich sehr.

    Es ist mir ein großes Anliegen, dass mein Opa, ein Mensch, nicht einfach irgendwo und irgendwann, irgendwie ums Leben gekommen ist. Ihr gebt den vielen Gefallenen und Vermissten ihren „Platz“ in den Familiensystemen zurück. Das ist von unschätzbarem Wert.

    Hallo Mirja,

    Du hast sehr schön beschrieben, um was es ganz wesentlich hier geht. Ich bin ja selbst noch sehr neu in diesem Forum und staune immer, was die Experten-Crew hier alles weiß und mit welcher freundlichen Geduld und Ausdauer sie dieses Wissen teilen. Den ganzen "alten Hasen" im Forum möcht ich nur sagen: Es ist wichtig, was Ihr hier macht. Wenn ich das richtig sehe, ist es inzwischen längst die Generation der Kriegsenkel, die wissen will, was ihre Vorfahren in diesem Wahnsinn des Weltkriegs eigentlich gemacht haben. Sie sind auf Fachleute wie Euch angewiesen.

    Beste Grüße


    Johannes

    Guten Abend zusammen,


    wenn ich das als Uniform-Laie anfügen darf: Auf den Fotos aus der RAD-Zeit meines Vaters (1943/44) tragen sie die gleichen Uniformen. Nur mit Spaten statt Karabiner. Man sieht da übrigens sowohl Schnürschuhe mit Gamaschen als auch Lederstiefel. Und Schiffchen genauso wie diese Feldmützen.

    Beste Grüße

    J.G.

    Hallo zusammen,


    ich bin jedesmal wieder erschlagen, was Ihr alles wisst und wie bereitwillig Ihr dieses Wissen teilt. Toll. Vielen Dank für Eure Hilfe.


    Eineinhalb Fragen hätte ich noch dazu: Kradschützen Schwadron, das heißt, er hatte keinen Panzer, sondern ein Motorrad, oder?


    Und das mit den 16 Kilometern vor Moskau ist wohl auch übertrieben, wenn ich das richtig sehe ... Kann man irgendwie rauskriegen, wo dieses Kradschützen-Bataillon unterwegs war?


    Herzliche Grüße


    Johannes

    Hallo Stefan,


    das ist ja eine prompte Antwort.

    Der Name ist Georg Schönberger. Ich habe leider kein genaues Geburtsdatum. Er war Jahrgang 1921 und ist aller Wahrscheinlichkeit nach in oder bei München geboren.

    Vielen Dank schon Mal

    und schöne Sonntags-Grüße


    Johannes

    Liebe Forums-Fachleute,


    wenn man einmal angefangen hat, die Militärgeschichte der eigenen Familie zu hinterfragen, nimmt es kein Ende mehr. Also:


    Ein Verwandter von mir war bei den Panzeraufklärern. Der Familienerzählung nach stand er mit seiner Einheit Ende 1941 nur 16 Kilometer vor Moskau, so dass man die Stadt schon durchs Fernglas sehen konnte.

    Am 30.6.1942 ist er "zwischen Kursk und Woronesch" gefallen, als sein Panzer einen Volltreffer erhielt.


    Kann man aus diesen kargen Angaben irgendwelche Rückschlüsse ziehen, bei welcher Einheit er gewesen sein könnte?


    Schönste Grüße

    J.G.

    Guten Abend Herr Aders,


    vielen Dank für die Info. Das würde vielleicht die fantasievolle Kennzeichnung des Modells erklären. Ich dachte ursprünglich, man könnte es vielleicht anhand der Kennzeichen und der Werksnummer einem bestimmten "echten" Flugzeug zuordnen. Aber macht nichts. So ist es eben ein nettes Modell (und ein durchaus liebevoll angefertigtes. Es hatte wohl auch mal einen Antennenmast samt Drähten. Darauf deuten die entsprechenden Löcher über der Kanzel und am Leitwerk hin).


    Schöne Grüße


    Glas62

    Hallo Maschinix,


    ich war nicht ganz zufrieden mit meinem Beitrag gestern. Erst ordentlich recherchieren ist besser. Also:


    Nach Jürg Meister. Der Seekrieg in den osteuropäischen Gewässern 1941/45 (zitiert in einem Aufsatz von Gerd Enders) wurden über die Autobahn Dresden-Ingolstadt 500 Kriegs- und Handelsschiffe von Nord- und Ostsee in Richtung Schwarzes Meer verlegt. Darunter waren demnach neben den erwähnten 6 U-Booten und 16 Schnellbooten auch 113 Küstenmotorschiffe, Kutter und ähnliches. Es gibt Fotos, wie in Dresden-Übigau ein erstaunlich großer Schiffsrumpf (der aber mehr nach Binnenschiff aussieht) - offenbar mit Heimathafen Hamburg - für den Landtransport verladen wird. Das spräche dafür, dass auch kleinere Kümos "am Stück" über Land geschafft werden konnten. Das Problem dürfte wohl die Höhe gewesen sein, wegen der Donaubrücken.


    Nebenbei: Über den alten Ludwig-Donau-Main-Kanal wurden wirklich kleinere Marine-Einheiten aus dem Norden Richtung Donau gebracht. Darunter waren 12 kleine Fluss-Räumboote der Lürssen-Werft.


    Beste Grüße und Entschuldigung für die Lücken im ersten Beitrag


    Glas62

    Hallo Maschinix,


    ich wusste bisher auch nur vom Transport von U-Booten aus Norddeutschland ans Schwarze Meer. Die wurden 1942 auf der Elbe nach Dresden gebracht und dann mit Tiefladern auf der damals schon fertigen Autobahn bis Ingolstadt gefahren. Nahe der Autobahnbrücke über die Donau wurden die U-Boote auf Pontons in den Fluss gesetzt (ohne die Türme, wenn ich das richtig in Erinnerung habe). Von dort ging es donauabwärts Richtung Schwarzes Meer.


    Es gibt dazu ein (schön bebildertes) Buch: Gerd Enders. Deutsche U-Boote zum Schwarzen Meer. Mittler-Verlag


    Neugierig geworden hab ich mal ein wenig das Internet befragt. Angeblich sollen wirklich mehrere hundert Schiffe und eben auch Kümos auf diesem Weg von der Elbe zur Donau gebracht worden sein. Es gab wohl sogar ein eigenes Spezialisten-Team für die Schwertransporte. Ich kenn die Stelle an der Donau, an der die U-Boote in die Donau gesetzt wurden. Dass da offenbar noch mehr Schiffe transportiert wurden, war mir aber neu.


    In dem Zusammenhang bin ich auf die "Schwarzmeer-Einheitsschiffe" gestoßen, knapp 60 Meter lange Kümos. Dazu gibt es einen Wikipedia-Eintrag, den Du bestimmt schon kennst. Danach sind vier der geplanten zwölf Schiffe über Land an die Donau gebracht worden. Aber in Teilen, da die Schiffe doch deutlich länger waren als die U-Boote. Diese Schiffe sind übrigens erst nach dem Zweiten Weltkrieg fertiggestellt worden und dann unter sowjetischer bzw. rumänischer Flagge gefahren.


    Auch dazu gibt es ein Buch: Wilhelm Donko. Die Schwarzmeer-Einheitsschiffe SME1 - SME12 der Deutschen Kriegsmarine.


    Theoretisch hätte es damals übrigens auch noch einen Wasserweg aus dem Norden zur Donau gegeben: den alten Ludwig-Donau-Main-Kanal. Der war bis nach dem Zweiten Weltkrieg noch schiffbar, allerdings halt nur für maximal 30 Meter lange und 4.20 Meter breite Schiffe. Ob über den Kanal auch kleinere Schiffe Richtung Schwarzes Meer gebracht wurden, kann ich allerdings nicht sagen.


    Hoffe ich konnte Dir ein klein wenig weiterhelfen


    Beste Grüße


    Glas62

    Hallo GhostWW2,


    bin gerade zufällig über diesen Thread gestolpert und weiß nicht, ob das nach so langer Zeit überhaupt noch aktuell ist.


    Weißewarthe war wohl gegen Ende des Krieges eine Durchgangsstation, in der Luftwaffenangehörige auf die Schnelle noch für die Front "ausgebildet" werden sollten. Mein Vater war da Anfang 1945, nachdem er seine Pilotenausbildung abbrechen musste, beim 1. Fallschirm-Granatwerfer-Lehr-Bataillon. Die überwiegend sehr jungen Soldaten (im Fall meines Vaters: 18) blieben offenbar nur wenige Wochen in Weißewarthe. Einige kamen von dort aus nach Hamminkeln (NRW), andere in die Niederlande an die Front.


    Leider habe ich von meinem Vater aus dieser Zeit keine Fotos, nur einen Feldpostbrief. Danach waren die Unterkünfte in Weißewarthe wohl nicht so berauschend.


    Schöne Grüße nach Tangerhütte


    Glas62

    Hallo zusammen,


    vielen Dank für Eure Beiträge. Also ich glaube schon, dass das eher so ein Schreibtisch-Modell war. Es hat unten eine Gewindebohrung, an die wohl ein Ständer angeschraubt werden konnte. Und wenn das jemand selbst gemacht hat, war es ein Profi in Metallbearbeitung. Für mich als Amateur sieht es eher aus als wär es gegossen und nicht aus einem Metallstück gefräst. Jedenfalls ist es ein gutes Pfund schwer.


    Was mich ratlos macht, sind die Kennzeichen. Was bedeutet denn dieses LY in einem gelben Band? Ansonsten steht auf einer Seite wie auf dem Foto zu sehen "P 357". Auf der anderen Seite ist nur ein P. Das "KS+RM" hinter dem Cockpit ist definitiv zu klein für ein Kennzeichen. Ja und bei dem angedeuteten Pik habe ich natürlich auch an das Jagdgeschwader 53 gedacht. Aber die hatten doch Me 109, wenn ich mich nicht irre.


    Bei der Werknummer kann es sein, dass ich mich getäuscht habe: Es könnte auch 16853 heißen .. Ich habe die dritte Zahl zuerst als 6 interpretiert. Aber die ist ziemlich undeutlich geschrieben.


    Nochmals herzlichen Dank für die Hilfe


    Beste Grüße


    Glas62

    Guten Abend,


    ich weiß gar nicht, ob das hierhergehört. Wenn nicht, korrigiert mich bitte.


    Ich habe vor einiger Zeit in einem Gebrauchtwarenmarkt ein Flugzeugmodell mitgenommen, aus dem ich nicht so recht schlau werde. Es handelt sich um eine Messerschmitt BF 110 aus massivem Metall mit etwa 30 Zentimetern Spannweite. Das Ding sieht ziemlich anders aus als die Hobby-Modelle, die ich so kenne. Es erinnert mich eher an Modelle, wie sie bei Fluggesellschaften, Militärs oder Flugzeugfirmen manchmal rumstehen. Aber wer stellt sich ein Flugzeug mit Hakenkreuzen drauf auf den Schreibtisch?


    Offenbar stellt das Modell eine ganz bestimmte Maschine dar. Am linken Leitwerk ist von Hand "Wnr. 16653" aufgemalt. Und hinter dem Cockpit steht auf der linken Seite klein "KS+RM". Sollen das die Initialen der Besatzung sein?


    Vielleicht kann mir hier ja jemand weiterhelfen, das kleine Flugzeug zuzuordnen.


    Beste Grüße


    Glas62

    Files

    • me110klein.jpg

      (175.64 kB, downloaded 127 times, last: )

    Guten Abend zusammen,


    hier wäre jetzt der Feldpostbrief im Bild. Sorry, sieht scheußlich aus so anonymisiert. Passt das so?


    wo mein Vater in den Niederlanden war, weiß ich noch nicht so genau. Aber es wird wohl irgendwo in Nordholland gewesen sein. Wenn ich mir das richtig zusammenreime, müsste seine Einheit entweder zur 20. oder zur 21. Fallschirmjäger-Division gekommen sein, die es ja offenbar gar nicht so richtig gab. Das wenige, was er mir erzählt hat (er lebt nicht mehr), war, dass seine Granatwerfer-Einheit schon beim ersten Einsatz in schweres Artilleriefeuer kam. Und dass er auf einem Vorposten in einem Bombentrichter saß und niemand mehr kam, ihn abzulösen. Er hatte keine Erinnerung daran, wie er da rausgekommen ist. Jedenfalls war er dann mit einer Lungen- und Rippenfellentzündung in einem Hospital an der Ostsee und hat sich von da mit einem Urlaubsschein über Dresden und die Tschechoslowakei wieder nach Hause durchgeschlagen. Das muss schon ziemlich in den letzten Kriegswochen oder -tagen gewesen sein. Später haben ihn die Amerikaner festgesetzt und in ein Kriegsgefangenenlager gesteckt. Wo das war, weiß ich auch nicht. Er hat nur erzählt, dass sie unter freiem Himmel auf einer großen Wiese eingesperrt waren.


    Ich denke, ich werde jetzt erstmal schauen, ob ich beim Bundesarchiv mehr herausfinde. Vielleicht kümmere ich mich dann auch gleich noch um meine Großväter, da kommen einige Jahre Krieg zusammen (allein bei einem zehn Jahre).


    Nochmals vielen Dank für Eure Hilfe und Unterstützung


    Bis dann


    Glas62

    Guten Abend zusammen,


    herzlichen Dank für den freundlichen Empfang und die vielen Informationen.


    Beim Bundesarchiv habe ich wirklich noch nicht nachgefragt wegen meines Vaters. Aber das werde ich nachholen. Ich habe nur mal die Personalakte meines Großvaters beim Bayerischen Kriegsarchiv eingesehen, aber da ging es hauptsächlich um den Ersten Weltkrieg.


    Mein Vater war, bevor er zu den Fallschirmjägern kam, in Kamp an der Ostsee. Das müsste Teil der Flugzeugführerschule C6 gewesen sein, soweit ich das aus dem Internet erschließen kann. Von dort kam anscheinend die ganze Besatzung um den Jahreswechsel 44/45 nach Weißewarthe. "Mit vierzig meiner Kameraden sammt Fluglehrern und Ausbildern wurden wir zu den Fallschirmjägern geschickt", heißt es in dem Feldpostbrief.


    Für daflocki007: Die Stempel auf dem Umschlag sind leider ziemlich verwischt. Es sind drei mit Linien dazwischen. Was man deutlich sieht, ist das Datum: 28.1.45 und eine 20 dahinter. Der Ortsname im Kreis ist wohl Hannover??? Unten im Kreis steht dann noch BI. Doch, Hannover stimmt. Auf dem vierten Stempel auf dem Brief mit Reichsadler und Hakenkreuz steht "Bahnhofswache und Betreuungs ... Hannover". Hilft Dir das weiter?


    Nochmals vielen Dank für Eure Hilfe


    Beste Grüße


    Glas62


    Ps.: Wenn ich das noch sagen darf: Ich komm ja doch etwas rum im Netz. Aber so ein freundliches und sachliches Forum wie das hier ist eine echte Ausnahme. Respekt.

    Guten Tag,


    ich habe mich gerade eben bei Ihrem Forum angemeldet und hoffe, ich nerve jetzt nicht mit zu vielen Anfängerfehlern. Aber vielleicht können Sie mir ja weiterhelfen:


    Mein Vater ist als gerade 18-Jähriger nach dem Abbruch seiner Piloten-Ausbildung um den Jahreswechsel 1944/45 zu dieser Einheit gekommen:


    1. Fsch. Gran. Lehr-Batl. Weißenwarthe-Altmark Post Tangerhütte (19)


    So steht es zumindest auf einem Feldpostbrief, der sich erhalten hat. Ich konnte bisher leider nichts über diese Einheit herausfinden. Von meinem Vater habe ich außer dem erwähnten Brief nur ein paar nicht sehr exakte Informationen. Danach kam er mit den Granatwerfern in die Niederlande an die Front. Das muss wohl im Februar/März 1945 gewesen sein.


    Gibt es bei Ihnen jemand, der mehr Informationen über diese Einheit hat?


    Mit freundlichen Grüßen


    J.G.