Posts by menaitsirch

    Hallo,


    lange habe ich mich hier nicht gemeldet. Aber nun sind mir bei meiner Beschäftigung mit meiner Familie doch noch Fragen gekommen:


    Ein Familienmitglied war Feldwebel und als Stukapilot in Russland im Einsatz. Ab 1943 war er dann offenbar als Pilot in Deutschland.


    Kann es sein, dass er versetzt wurde, weil man nach 1942 keine Verwenung mehr für ihn hatte?


    Wäre es möglich, dass er dann zu den Jagdfliegern wechselte?


    Eine zweite Frage: Wie war die Urlaubsregelung für Piloten bei er Luftwaffe?


    Eine dritte Frage: Wo wurde man zum Stukapiloten ausgebildet?


    Für Eure Antworten wäre ich mal wieder dankbar


    und grüße freundlich aus Wiesbaden :)


    Christiane

    Hallo, Gerd

    danke für diesen hilfreichen-informativen und klar geschriebenen Bericht über die Eisenbahn im Krieg gegen die Sowjetunion!

    Oft habe ich nur leider Schwierigkeiten, mir Ereignisse im Krieg vorzustellen. Meine Mutter hatte z.B. auf freier Strecke nachts in Weißrussland auf dem Weg nach Minsk einen Partisanenüberfall erlebt. Es gab viele Verletzte und Tote. Als ich ein Kind war, hatte sie oft Albträume und schrie dann um Hilfe.
    Ich kann mir zwar den Überfall an sich vorstellen, frage mich aber :

    Wie wurden die Verwundeten versorgt , bzw. woher kamen die Rettungskräfte?

    Wie wurde die Strecke wieder befahrbar gemacht, und wie lange dauerte das?

    Wie kamen die Überlebenden weiter an ihr Ziel?

    Wo kamen die Verwundeten hin? Und wo die Toten?

    Ganz praktische Fragen, auf die ich leider in Literatur keine Antwort finde und auch keine Zeitzeugenberichte. Vielleicht kann mir jemand weiterhelfen? Das wäre schön. Danke!

    Ich bin gespannt.

    Viele Grüße

    Christiane

    Hallo,


    mir wurde bei meinen Recherchen über den Lebensweg meiner 1989 verstorbenen Mutter schon von einigen von Euch sehr bezüglich des Reichsarbeitsdiensts und Informationen über ihren Verlobten, der bei der Flak war, geholfen.


    Nun habe ich eine andere Frage, die die Reichsbahn betrifft.


    Meine Mutter war während des Zweiten Weltkriegs bei der Reichsbahn beschäftigt und hatte erzählt, sie habe 1944 dienstlich von Lublin nach Minsk gemusst, wo sie unterwegs einen Partisanenüberfall erlebte


    Im Internet fand ich zwar Kursbücher aus dieser Zeit, aber irgendwie werde ich daraus nicht schlau.


    Weiß vielleicht, wie sie da gefahren sein könnte und wie lange sie unterwegs war? Oder habt Ihr einen Vorschlag, wohin ich mich wenden könnte, um das herauszukriegen?


    Danke und viele Grüße


    Christiane


    Danke, Gerd.
    Nein, der Name „Gedob“ fiel nicht, jedenfalls erinnere ich mich nicht, aber „Krakau“. Da musste sie wohl manchmal hin. Untergebracht war sie aber in Lublin. Eine Kollegin aus jener Zeit in Lublin erinnert in einer noch erhaltenen Karte von 1946 an einen schönen geselligen Abend.

    Ein besonders einschneidendes Erlebnis aber war der Partisanenüberfall , den sie wohl in Weißrussland miterlebt hatte. Er löste noch lange Albträume bei ihr aus. Interessant wäre es, wenn es darüber einen Zeitzeugenbericht gäbe.

    Ich habe leider nur lauter kleine Puzzleteile, und es ist schwierig, daraus ein ganzes Lebensbild zusammenzustellen.

    Herzliche Grüße

    Christiane

    Mal wieder danke für Eure ausführlichen Antworten, vor allem von Dir, clan01. Das sind alles tolle Infos, mit denen ich mich noch beschäftigen werde. Ich habe mir auch das Buch zum weiblichen Reichsarbeitsdienst bestellt.

    Ich kann mir nicht vorstellen, dass meine mutter 1939 noch zum RAD einmgezogen wurde, da sie da im November 25 Jahre als wurde. Zu jender Zeit hatte sie auch einen Job bei einem Berliner Elektroinstallateur im Büro. Vielleicht hat sie tatsächlich eine Ausbildung bei der Reichsbahn gemacht. Was fest steht, sie hatte Dienst am Schalter. Davon existiert ein Foto von 1941. Ich vermute nun eher, dass es der KHD war, bei dem sie in Lublin im Einsatz war. Der Partisanenübergfall mus in Weißrussland gewesen sein. Zumindest existiert ein Gedicht von ihr über die Begegnung mit einem Mann in Minsk. Mir hatte sie von den ärmlichen Verhältnissen erzählt, die in Russland herrschten und von Menschen, die in Lehmhütten lebten. Ich habe gerade Besuch. Mache hier Schluss. Viele lieben Dank aber und ich teile mit, wenn ich noch was rausgekriegt habe,

    Viele Grüße

    Christiane

    Hallo,

    das sind ja tolle Tipps! Danke!

    Ich werde alles probieren.
    Der Hinweis auf das Buch ist auch super.

    Dann hoffe ich, dass ich dank Euch etwas mehr Klarheit bekomme!

    Herzliche Grüße und eine gute Nacht!

    Christiane

    Hallo Uwe,

    danke für Deine ausführliche Nachricht! :)

    Ich hatte schon einmal bei " PA-Archiv.Berlin@bev.bund.de" nachgefragt. Hier kann man sich nach ehemaligen Reichsbahnmitarbeiterinnen erkundigen, und ich erhielt auch sehr schnell eine Antwort, aber leider war meine Mutter da nicht verzeichnet.

    Das damals zuständigehe Arbeitsamt rauszukriegen, sollte kein Problem sein. Das ist wirklich eine gute Idee! Ebenso der Suchdienst des Roten Kreuzes, wobei ich genau weiß, dass meine Mutter bei Kriegsende wieder zurück in Berlin war.

    Danke, und ich berichte gerne, falls ich etwas herausgefunden habe.

    Mit herzlichem Gruß

    Christiane

    Danke für die Aufklärung, Achim.

    Ja, nun sehe ich. Das ist ja wirklich eine Wissenschaft für sich. :)

    Wie gut, dass es dieses Forum gibt.

    Viele Grüße

    Christiane - übrigens aus Wiesbaden

    Hallo, Gerd,

    vielen Dank! Das ist sehr interessant zu lesen. Nur ist da von einem Einsatz in Polen oder anderswo nicht die Rede. Vielleicht gibt es noch genauere Informationen bzw. Literatur zu dem Thema?

    Viele Grüße

    Christiane

    Hallo, George,

    ich hoffe, ich nerve nicht. Habe mir eben das Bild nochmal angeschaut. Der "Hans", um den es mir geht, ist der Kleine, der zweite von links. Er trägt aber keine Ostmedaille, oder übersehe ich da was?

    LG christiane

    Nein. Sie hat später in einem Büchlein 1947 einen Brief an ihr Baby (also meine Halbschwester) geschrieben, dass sie ihren Vati sehr geliebt habe und dass er sich am 10.4. 1945 auf den Weg nach Wittenberg begeben habe und..... Meine Schwester wurde am 12. Oktober 1945 geboren. In dem Brief schildert sie ihre Schwangerschaft in der Kriegszeit in Berlin, Bomenangriffe,Luftschutzkeller, Vergewaltigungen. Sehr bewegend.

    Nochmals liebe Grüße

    Hallo, ich habe leider so viele Lücken , was die Lebensgeschichte meiner Mutter betrifft, und damals nicht viel gefragt. Meine Mutter hatte immer nur sporadisch erzählt, und mir fehlt bei vielem der Zusammenhang. Sie war Jahrgang 1914 und im Krieg noch unverheiratet.

    Ich erinnere mich, wie sie erzählte, sie sei bei der Reichsbahn beschäftigt gewesen. Ein Foto von 1941 zeigt sie auch im Büro des Bahnhofs Babelsberg 1941.

    Was sie noch erzählte, war, dass sie im Rahmen des RAD später bei der Reichsbahn in Lublin eingesetzt war. Wann könnte das gewesen sein? 1943/44?Es gibt zwei Postkartengrüße aus Lublin, leider ohne Datum. Wo waren die Frauen dort untergebracht?

    Sie erzählte, sie sei auch in Russland gewesen und habe einmal einen schrecklichen Partisanenüberfall miterlebt. - Weiß jemand, ob Frauen (eventuell unverheiratete Mitarbeiterinnen der Bahn?) freiwillig oder gezwungenermaßen bei der Reichsbahn in Polen eingesetzt wurden?

    Welchen Aufgaben haben sie gehabt?

    Könnte es sein, dass Frauen auch als Zugbegleiterinnen während des Kriegs gearbeitet haben?

    Für alle möglichen Infos oder Literaturangaben wäre ich sehr dankbar. Im Internet ist darüber nichts zu finden.

    Danke und viele Grüße

    Christiane

    Vielen Dank!, lieber Georg, das ist sehr, sehr hilfreich. 👍
    Ja, was Du über die Verantwortung gegenüber seiner Braut und seinem Kind schreibst, ist richtig. Was genau die Gründe waren für seinen Suizid, werde ich wohl nie ergründen können. Ich weiß ja nicht, was er alles mitgemacht hat und welche Probleme er hatte.
    Jedenfalls danke für Deine Mühe. Das hätte ich so nie rausbekommen.
    Viele Grüße

    Christiane

    Danke für Deine prompte Antwort!

    Ja, auf das Flak-Regiment 43 war ich auch gestoßen.

    Was ich mich aber frage, ist, ob jener Hans - so er denn bei der Flak war - sich während des Krieges nur in Wittenberg aufgehalten haben kann und erst bei den Angriffen der Alliierten im Einsatz war, oder kann es sein, dass sein Batallion in Russland war oder vorher in Frankreich oder sonst wo?

    Ich habe keine Vorstellungen von den Abläufen bei der Luftwaffe, mir schon manchen Film angeschaut oder Zeitzeugenberichte gelesen, aber eine rechte Vorstellung bekomme ich leider nicht.:(

    Vielen Dank jedenfalls für die Mühe.

    Danke! Nein, leider ist kein Stempel erkennbar.

    Das "Bärtchen" ist tatsächlich nur ein Schatten. Ich weiß aus einem Brief, dass Hans von meiner Mutter aus, die in Berlin lebte, am 10. April 1945 nach Wittenberg fahren und spätestens an seinem Geburtstag am 17. April zurück sein wollte. Aber er kehrte nicht zurück, stattdessen erhielt sie die Nachricht, er habe sich das Leben genommen. Angeblich hielt er es nicht aus, unter Umständen seinen eigenen Bruder zu erschießen, der in die USA ausgewandert war und bei der US-Air-Force kämpfte.

    Was ich leider nicht mehr weiß, ist, ob meine Mutter erzählte, er sei bei der Stuka oder der Flak gewesen.

    Gab es in Wittenberg einen Luftwaffen-Stützpunkt? Ich habe leider so wenig Ahnung von der Wehrmacht und kann mir daher sehr schlecht einen Reim darauf machen.

    Da ich alles, was war, ein wenig niederschreiben möchte, auch das, was ich nicht weiß, ist das sehr schwierig.

    Vielleicht hat jemand eine Idee, wie es gewesen sein könnte. Ich bin dankbar für alle Anregungen mit einem fundierten Hintergrund.

    Viele Grüße

    Christiane

    Hallo George,

    danke für Deine Mühe! Leider habe ich keine Geburtsurkunde meiner Halbschwester.

    Mein leiblicher Vater hatte meine Schwester 1951 adoptiert, vorher trug sie den Namen meiner Mutter. Meine Schwester wurde am 12. Oktober 1945 geboren und starb bereits 1980. Meine Mutter hatte immer erzählt, Hans (der Mann auf dem Foto) und sie hätten heiraten wollen, das Aufgebot habe ausgehangen und dann habe sie kurz vor Kriegsende die Nachricht von seinem Suizid erhalten.

    Angeblich hatte er einen Bruder, der vor dem Krieg nach Amerika emigriert und für die US Air Force gegen Deutschland im Einsatz war. Hans habe immer Angst gehabt, er würde seinen eigenen Bruder erschießen uind konnte das nicht mehr aushalten.

    Mein Vater war übrigens auch deutlich älter als meine Mutter.

    Das ist leider alles, was ich weiß. Die Infos sind wahrscheinlich zu spärlich, um den Nachnamen von Hans in Erfahrung zu bringen.

    Viele Grüße

    Christiane