Posts by Horst.Scharn

    Liebe Christa ...
    ... vielen Dank für Deinen Link und die Veröffentlichung der Briefe. Da ich keine aus dieser Zeit habe, sind Deine sehr interessant.


    Vor einiger Zeit habe ich das Buch gelesen:


    Hitlers Frontsoldaten von Stephen G. Fritz


    Er beschreibt sehr eindrucksvoll an Hand von Briefen der Soldaten an der Front wie es um das Leben bestellt war, wie die Verfassung der Männer war, welche Ängste sie ausstehen mussten und wie der Tod der Kameraden und der natürlich der Kampf auf sie wirkten.
    Ich fand das Buch sehr lesenswert.


    Horst

    Hallo,
    auch von mir Dank für die Schlüsselnummern.
    Ich finde in den Unterlagen meines Vaters entweder die Nummer L15/1
    oder ich lese L95/91. Die Ziffern finde ich auf einer Befundung von Okt./1944 aus einem Wiener Lazarett und sind recht undeutlich.


    L15/1 ist wahrscheinlicher, da in Schreibschrift "mäßige Nervenstärke" und "bed. K. v" attestiert wird. Was könnte denn " /1" hinter der L15 bedeuten?
    Mein Vater war vermutlich beim Artillerie-Regiment 306, das im Aug. 44 in der Südukraine vernichtet wurde.


    Danke für die Hilfe!


    Horst

    Hallo Steffen,
    danke für deine Erläuterungen. Da mein Vater "regelgerecht" im Juli 48 freigekommen ist, würde der freiwillige Arbeitseinatz dazu passen. Ich kenne zwar die Zustände in dem Lager nahe bei Paris (Fort de NOISY-LE-SEC) nicht, aber gut möglich, dass er lieber auf dem Land gearbeitet hat. Es gibt drei Fotos, auf denen er dort mit Kameraden (?) abgebildet ist.


    Ich bin auf die Mitteilung von Wast gespannt. Was ich mir gar nicht erklären kann ist, dass er 1943 als Artillerist nach Südfrankreich versetzt worden ist, obwohl doch zu dieser Zeit sicherlich jeder Mann in Russland gebraucht wurde. Es war sicherlich zu seinem Glück, da ich mir vorstelle, dass er zu dieser Zeit dort ein ruhigeres Leben hatte, als in der Ukraine bei der Artillerie.


    Danke Kordula,
    Mail an He. Roman Eccher mit Kopien von soldbuch und Sterbeurkunde
    ist unterwegs.


    Ich melde mich wieder, wenn ich Neuigkeiten habe.


    Horst

    Danke Steffen,
    deine Information klingt ganz plausibel, da mein Vater ja regelgerecht im Sommer 48 entlassen wurde.
    Ich hatte mich nicht mehr gemeldet, da ich auf eine Antwort mit dem Einsatzverlauf der Dienststelle wartete, aber da sie noch nicht gekommen ist, sage ich schon mal danke und melde mich wieder, wenn ich was Neues höre.


    Ich weiß halt so wenig, da meine Mutter alle Briefe aus der Zeit vernichtet hat. Zwar hat sie meinen Vater 44 während seines dreimonatigen Aufenthalts im Lazarett besucht, ich kenne aber die Verwundung oder Krankheit nicht (kann man darüber Informationen bekommen? ReLa Wien und Ziegenhals lt. Soldbuch).
    Und ich bin so verwundert, dass mein Vater (wie schon erwähnt ,41 eingezogen) zuerst in bei der Artillerie in Russland, aber 1943 schon nach Südfrankreich versetzt ist.


    So long


    Horst

    Hallo Micha,


    mein Vater hat zu Hause nicht über den Krieg gesprochen, aber eine Begebenheit hat er doch erzählt, und zwar dass er erlebt hat, dass ein zugefrorener Fluss (ich habe da die Weichsel in Erinnerung) überquert werden musste. Er erlebte, dass das Nachbargeschütz mit Kameraden und Pferden im Eis einbrach und unterging und keine Hilfe möglich war. Das hat sich mir sehr eingeprägt.
    Wenn ich mir die Daten anschaue, kann ich mir auch keinen Reim auf den Zeitpunkt machen. Ich habe vor einigen Tagen deshalb auch einen Antrag an die Dienststelle abgeschickt, um über den Kriegseinsatz meines Vaters Klarheit zubekommen.


    Hallo Steffen,


    danke für die Bestätigung und die Infos über das französische Lager. Der Name ist nur ganz dünn mit Bleistift auf der letzten Seite eingetragen. So weiß ich, was das zu bedeuten hat.
    Dass er nach 1947 verlängert hat, mag ich kaum glauben, da zu Hause eine 4-jährige Tochter auf ihn wartete, die er noch nicht gesehen hatte.
    Mein Vater war Anfang 1945 vermutlich in Südfrankreich eingesetzt, da er auf einem Foto zu sehen ist, das auf der N559 nahe St. Cyr bei Toulon gemacht wurde. Bei Kriegsende scheint er dann in das Lager bei Paris gelangt zu sein.


    Bezüglich der Entschädigung nach dem KgfEG: Lt. §3 wurden Entschädigungen für die Zeit der Kriegsgefangenschaft erst vom Stichtag 1.1.1947 an gezahlt. Mein Vater erhielt 1956 somit für 19 Monate 570 DM (30 DM je Monat). Für längere Gefangenschaften gab es höhere Monatsbeträge. Somit entspricht die Höhe der Entschädigung der gesetzlichen Regelung.


    Vielen Dank für eure Antworten!


    Horst

    Hi Edy,
    danke für den Hinweis, Im Lexikon finde ich die Angabe, dass das Regiment in der Südukraine eingesetzt war. Mein Vater ist mit Geschütz über die zugefrorene Weichsel nach Westen gezogen, da passt die Südukraine nicht ganz.


    Horst

    Hallo,
    ich bin neu angemeldet, weil ich etwas darüber erfahren möchte, wo mein Vater im Krieg eingesetzt war (ich habe vor kurzem eine Lesung von Sabine Bode über Kriegskinder gelesen). Außerdem habe ich ein Soldbuch (Zweitschrift) meines Vaters gefunden.


    Aus (wenigen) Erzählungen weiß ich, dass mein Vater in Russland bei der Artillerie gekämpft hat. Er hat auch einen Rückzug über die Weichsel mitgemacht.
    Er wurde am 11.10.44 im Lazarett Wien VI nach einer Verwundung aufgenommen.
    Nach der Entlassung aus dem Lazarett in Ziegenhals 23.1.45 und kurzem Urlaub wurde er nach Frankreich verlegt und geriet dort in Gefangenschaft.
    Mein Vater wurde m. W. 1941 eingezogen. Das die Soldbuch-Zweitschrift erst 1945 ausgestellt wurde, sind dort nicht viele Angaben. Vermutlich war er beim Art. Reg. 306 9. Batt. (Angabe ist durchgestrichen). Wo war das eingesetzt ???


    Die Beschriftung der Erkennungsmarke lt. Soldbuch lautet:
    2. schw. AEA (mot) 59-5115. Das ist vermutlich die Einheit, der er 1945 in Frankreich zugeteilt wurde (?).


    Im Soldbuch finde ich noch eine schwach lesbare Angabe:
    Depot 222 Fort de NOISY-LE-SEC
    Région de Paris
    War das wohl der Ort der Gefangenschaft? Allerdings hat er auf einem Bauernhof gearbeitet.


    Noch eine Frage zum Schluss:
    Mein Vater kam im Juli 1948 aus der Kriegsgefangenschaft nach Hause. 1956 bekam er eine Entschädigung gem. §17 KgfEG für die Zeit der Gefangenenschaft - aber nur für die zeit vom 1.1.47 bis 31.7.48. Warum nur für diesen Zeitraum? Warum gab es keine Entschädigung für die Zeit ab 1945?


    Über Auskünfte würde ich mich sehr freuen.


    Horst Scharn