Posts by Flakler

    Servus Steffen.
    Besten Dank und "Weitermachen!".


    Servus Hilfswilliger.
    Danke für die gelungene "Grovezusammenfassung". Einige der eingefügten Bilder habe ich selbst auch schon gegoogelt, einige sind aber für mich neu und wirklich aussagekräftig.


    Gruß Othmar

    Servus "turmbergsurfer2"
    Die horizontale Spiegelung bringt die Erkenntnis, dass dann das besagte Bild unmöglich von der Kaserne Ebelsberg stammen kann. Nach erfolgter Spiegelung des Bildes würde sich die Kaserne in Richtung Traunabhang fortsetzen und die Geländeshilouette am (gespiegelten) Bild gibt es nicht. Bei den zwei auf dem "nicht gespiegelten" Bild in Frage kommenden Objekten kann es sich von Vornherein nur um die im Norden des Kasernenareals befindlichen Gebäude handeln und ich begründe dies wie folgt: Ein Gebäude mit drei oder zwei mittig gesetzten großen Schornsteinen gab es und gibt es bei keinem anderen Ebelsberger Kasernengebäude. Von 1960 bis heute waren gemäß persönlicher Wahrnehmung am "Vierzehnerbau" immer die bewußten fünf (und nicht sechs) großen Schornsteine. Durch Aussagen von Zeitzeugen, welche schon 1951 in den "Alarmabteilungen (Mobile Units)" gedient hatten, wird hundertprozentig belegt, dass auch vor 1960 nur fünf derartige Schornsteine existierten. Während der davor liegenden Ära der US-Verwaltung (USFA und "Lager Davidstern") wurden außer Devastierungen mit Sicherheit keine Baumaßnahmen gesetzt In der Zeit vom Erstbezug der (gemauerten) Kasernenobjekte (1942) durch die "Buchenlanddeutschen" bis zum Kriegsende hatte die "Volksdeutsche Mittelstelle (Vomi)" andere Sorgen als einen von sechs allfällig vorhanden gewesenen Schornstein von einem Neubau abzutragen. Ich erwähne diese lückenlose Aufzählung, um meine an Sicherheit grenzende Feststellung zu untermauern, dass es auf der Westseite des "Vierzehnerbaues" niemals DREI Schornsteine gab. Ergo muß es sich bei dem von mir gezeigten Bild um eine andere Kaserne als die in Linz-Ebelsberg befindliche handeln. Zur Erbringung eines derartigen Beweises bedarf es allerdings des Aufspürens eines entsprechenden Bilddokumentes. Meine Beweisumkehrung bzw. Verneinung zum gezeigten Bild steht zugegebenermaßen auf tönernen Füßen, solange ich über kein Bild von einem "Bauzwilling" verfüge.
    Entschuldigt bitte den ausufernden Beitrag dieses Threads. Ich bitte jedoch allfällige Recherchen auf baugleiche Kasernen des (sic) Heimatschutzstils irgendwo im "Altreich" (eher nicht in okkupierten Gebieten) des "Dritten Reiches" zu konzentrieren. Trotzdem besten Dank für Deinen Hinweis - Gruß Flakler

    Servus "Eumex". Danke für den Hinweis. Mir ist eh schon fad geworden und da freue ich mich über einige weitere "Google"-Nächte. Besten Dank auf diesem Wege gleich auch an "Thilo" für seinen Hinweis "Heimatschutzstil". Das wußte ich nicht, bin aber noch jung und darf noch viel dazulernen.
    Gruß "Flakler"

    Servus "Dr.Rudolf".
    Die am Bild gezeigten Kasernenbauten haben eine verblüffende Ähnlichkeit mit jenen der SS-Kaserne Ebelsberg. Es sind auch die einzelnen Bauelemente, wie Dachgaupen, Anzahl der Fenster u.dgl. übereinstimmend. Letztlich ist nur die Anzahl der Schornsteine unstimmig. Laut Auskunft der zuständigen Gebäudeverwaltung gab es in der Zeit vom Kriegsende bis heute keine derartigen Baumaßnahmen, es waren also auf der Ostseite immer drei und auf der Westseite des "Vierzehnerbaues" immer zwei große Schornsteine. Die übrigen Kasernenobjekte verfügten über keine derartigen Schornsteine (siehe Anlagen). Die Betonquader und den Maschendrahtzaunes könnte es eventuell früher doch gegeben haben. Das Gebäudefragment am linken Bildrand könnte durch eine fotografisch bedingte Verzerrung der Distanz von den ostwärtigen Kasernenbauten stammen. Der über dem linken Gebäudefragment sichtbare Horizont wäre dann ein Teil des Schiltenberges, dessen Silhouette in Wirklichkeit aber doch bedeutend niedriger liegt. Das links vom angenommenen "Vierzehnerbau" kleine gemauerte Objekt könnte ein Teil des nördlichen Kaserneneinganges darstellen und somit wäre das wieder ein Indiz für die Authentizität des Bildes.
    Besten Dank für Deine Bemühungen und Gruß - Flakler

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    • heute.jpg

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    • 1956.jpg

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    • 1952.jpg

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    Servus Thilo.
    Leider nein, ich habe stundenlang "gegoogelt" aber leider sind alle gefundenen Kasernenansichten zwar verblüffend ähnlich, aber in einigen Details dann doch unstimmig. Es geht eigentlich darum, daß mir (ich bin der Autor einer bereits publizierten "Geschichte der Hillerkaserne Ebelsberg") jemand einen gutgemeinten Beitrag zur Erforschung der Kasernengeschichte liefern wollte. Da es sich aber meiner Meinung nach nicht wirklich um die Kaserne Ebelsberg handelt, hätte ich gerne gewußt, wo der Zwilling steht oder stand.
    Danke und freundliche Grüße - Flakler

    Ich bitte um Identifizierung einer Kaserne. Es handelt sich um einen beinahe baugleichen Zwilling zur SS-Kaserne Ebelsberg (Linz-Oberösterreich). Nur ganz wenige Details sind unstimmig, u.a. die Anzahl der Schornsteine. Besten Dank im Voraus und Gruß vom Flakler

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    Original von Thilo
    Hallo, Vollgurtkasten MG 131, auf Seite 24-25:
    Vollgurtkasten MG 151/20, Teil 8:
    Dieser Gurtkasten war offensichtlich je nach Flugzeugtyp/
    Grüße Thilo


    (Zitat von Flakler gekürzt, Links gehen im Thread ja nicht verloren).


    Servus Thilo:
    Danke für Deine Bemühungen. Ich fürchte, wir sind mit dem Versuch die Baggerschaufel-Blechkiste einer Bordkanone zuzuordnen auf dem Holzweg.
    http://odkrywca.pl/mg-151-20-erdekampflafette,640581.html
    http://forum.panzer-archiv.de/viewtopic.php?t=6984&sid=
    Gruß vom Flakler

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    Original von Thilo
    Hallo, Gurtkasten für MK 103 ist auch auszuschl:eßen:
    Ich tippe wie Karl auf gegurtete MG-Munition, der Behälter ist mir für größere Kaliber zu schmal, wie auf dem Bild zu sehen und technisch sinnvoll sind Gurtkästen nur wenig breiter als die darin enthaltene Munition lang ist. Überhaupt erinnert mich der Behälter in der Baggerschaufel an den Gurtkasten für MG 3, wie er z.B. im Spz. Marder verbaut ist. Gut zu erkennen: Oben Deckel zum Einlegen des Gurtes, seitlich Austritt des Gurtes bei geschlossenem Deckel. Daher gehe ich davon aus, das der gezeigte Kasten zu einer ähnlich aufgebauten Lafette gehört. Grüße Thilo

    (Flakler hat das Zitat der Übersichtlichkeit etwas gekürzt und bittet nachträglich um Erlaubnis dazu).


    Servus Thilo.
    Besten Dank. Deine Beurteilung hinsichtlich gegurtetet Munition dürfte stimmen. Die große Ähnlichkeit der Bauart "meiner" Munitionskiste mit jener des MG 34/42 bzw. mit dem MG 3 (für welches ja die Weltkriegs-MGs Pate gestanden sein dürften) ist unverkennbar. Wenn die Dimensionen und Details stimmen würden, hätte sich die Frage ja auch schon erledigt.
    Nicht vom Tisch sind die "Vollgurtkästen" der MGs 131 bzw 151/20. Hier sind die Flugzeugsachverständigen unter Euch gefragt. http://109lair.hobbyvista.com/techref/manuals/bf109g6u4.pdf
    Gruß vom Flakler

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    • MG 131.jpg

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    Servus Steffen
    Verzeihung - ich habe die Anhänge vergessen. Ich füge die aus den einschlägigen Dientvorschriften entnommenen Munitionsbehältnisse hier noch einmal zur leichteren Verfolgung des Threads ein. Besten Dank noch einmal für den Link.
    Gruß vom Flakler

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    Original von Karat
    Hallo,Flakler
    Ein Hinweis zu Flak mit gegurteter Munition. Wir haben bisher die aus Flugzeugbordwaffen entwickelten Fliegerabwehrkanonen außer Acht gelassen. Also das in Drillingslafette und verschiedenen Behelfslafetten eingesetzte MG 151/20 und die 3cm Flak 103/38,sowie MK 103 in Behelfslafetten. Leider kenne ich keine Fotos von den entsprechenden Gurtkästen. mfg karat


    Servus Karat.
    Sehr richtig! Der ehem. „Luwahe“ Dipl.-Ing. Gustav Scherb teilte zum Einsatz leichter Flak Am Hagen (in Urfahr, einem Stadtteil von Linz/Donau) mit, daß in den letzten Kriegsmonaten ein „MG 151/20“ zugeführt worden ist und im Bereich der 8./684 in Stellung gehen sollte. Es handelte sich dabei um eine Flugzeugbordkanone „MG 151/20“ wie sie beispielsweise in der „Bf 109 oder der Fw 190“ Verwendung fand. Auf Grund technischer Probleme mit dem elektrischen Abzugssystem kam sie am Hagen nicht mehr zum Einsatz. Die Ausstattung der Großbatterie Am Hagen mit dieser Maschinenkanone wird durch die Auffindung von Kriegsrelikten im Zuge der Neuverlegung von Schienen der Pöstlingbergbahn im April 2008 bestätigt. Im Bericht des Entminungsdienstes des BM.I, Außenstelle Linz scheint u.a. „eine Kiste mit 2,0 cm Munition und eine Bordkanone“ auf.


    Ich wage mich nicht auf das Gebiet der Fliegerei, aber der nachfolgende Link ist doch sehr aufschlußreich und könnte mit einiger Phantasie dem Mun-Behälter aus Wagram in Zusammenhang gebracht werden.
    http://www.deutsche-luftwaffe.…0G%20Wa%20Beiheft%202.pdf


    Gruß vom Flakler

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    Original von Papa
    Hallo Flakler,
    Die Pak hatte ich nur wegen der Schlaufen und deren Bedeutung erwähnt, nicht weil ich glaube, daß es Pak-Mun-Behälter sind. Falls Du es noch nicht kennst: Hier kann man ziemlich viele Mun-Dv. ansehen, in denen ja auch häufig die Packgefäße mitverzeichnet sind. http://www.lexpev.nl/manuals/germanyold.html Ich habe nicht alles en Detail durchgesehen, aber bisher konnte ich dort nichts finden, daß dem Deinigen Behälter ähnelt. Viele Grüße Steffen


    Servus Steffen.
    Danke - sehr hilfreicher Link! Zur Bestimmung des Mun-Behältnisses haben die Dv. insoferne beigetragen, als auch die Verpackungen der 3.7 cm Kw.K.-Mun. und der 3,7 cm Pak-Mun. keine Ähnlichkeit mit "meiner" Keksdose aufweisen (siehe Anhang) und somit auch ausgeschlossen werden können.
    Ich habe gleichzeitig versucht eine parallel zur Bestimmung von Mun-Behältnissen entstehende Frage mit Hilfe dieser Dv. zu klären. Nämlich: "Ist es möglich, Panzergranaten der 3,5 cm Kw.K. und/oder der 3,7 cm Pak. (wenn sie einzeln geladen werden) aus der 3,7 cm Flak im Erdeinsatz zu verschießen"?. Die bereffenden Dv. haben darauf keine Antwort gegeben, aber vielleicht findet sich ein "Gedienter" der diese knifflige Frage beantworten kann.
    Gruß vom Flakler


    Servus Steffen.
    Zur Verwirrung habe ich mit meinem unglücklich Statement "gegurtet" beigetragen. Ich hatte die gegurtete MG-Munition im Sinn bzw. "Munitionseinheiten" bei der leichten und mittleren Flak. Die letzteren hatten natürlich keine Gurte. Die Patronenzuführung erfolgte bei der 3,7 m-Flak durch 6 Schuss fassende Patronenrahmen und bei der 2,0 cm-Flak durch Magazine á 20 Schuß.
    Ich verfüge derzeit überhaupt lediglich über die bereits gezeigten Fotos von der Fundstelle in Wagram. Alles andere sind Vermutungen und Überlegungen im Zuge unserer Arbeitsgespräche. Mein ständiges Hin und Her über "Munitionsbehälter oder nicht" begründet sich in den unentwegt angestellten Überlegungen, wozu die Blechkisten wohl gedient haben könnten. Als Rundblickfernrohr-Behälter habe ich die Kästen ausgeschlossen, als Munitionsbehälter 3,7 cm habe ich sie aufgrund der Unterschiede zu den Original-Munitionsbehältern (siehe Bilder im Thread) auch angezweifelt, als Magazinsbehälter für die 2,0 cm-Flak und als MG-Kistl habe ich die ominösen Dinger auch vollkommen ausgeschlossen. Der Gedanke mit 3,7 cm-Geschützen anderer Art ist folgerichtig, ich habe da ja auch schon "Einklinkmechanismen" zur Debatte gestellt, aber was soll eine PAK im Stellungsraum einer 12,8 cm-Batterie? Sinn würde dies aber machen, wenn man 3,7 cm-Munition des "Heeresanklopfgerätes" auch aus der 3,7 cm Flak verschießen konnte, das weiß ich leider nicht. Somit ist wieder alles offen und ich hoffe auf weitere rege Beteiligung der Forumsmitglieder.
    Gruß vom Flakler.

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    Original von Karl Grohmann
    Hallo Flakler,
    wenn die Blechkiste auf der Schmalseite geöffnet wird, dann ist meist Patronenmunition darin gewesen. Ich denke da an Bild 2.
    Gruß Karl


    Servus Karl.
    Ich schließe mich Deiner Meinung an. Es handelt sich gewiss um einen Behälter für gegurtete Patronenmunition. Die Frage lautet noch immer: "Für welche Waffe?". Zur 3,7 cm Flak passen die Aufnietungen und der Drahtbügel nicht. Für das MG 34/42 ist der Behälter zu quadratisch. Danke für die Bemühungen, wir werden mt Eurer Hilfe schon noch draufkommen.
    Gruß vom Flakler


    Servus Steffen.
    Mit dem „Aufbewahrungsbehälter für ein optisches Gerät“ wirst Du wahrscheinlich richtig liegen (siehe Anlage 1 und zugehöriger Link).
    http://www.panzergrenadier.net…viewtopic.php?f=82&t=8512
    Wann sonst, als im Erdkampf und beim indirekten Richten bzw. beim artilleristischen Schießen nach Schusstafeln wird das Rundblickfernrohr verwendet (Frage an Dich in diesem Zusammenhang: hat man das Rundblickfernrohr nicht auch im direkten Richten z.B. gegen mech-Ziele verwendet, oder gab es da eine andere Zieloptik?) Somit wäre die entsprechende Aufbewahrungskiste genau dort richtig plaziert, wo sie am Bild zu sehen ist (Anlage 2)..
    Leider ist mein Problem damit noch immer nicht gelöst. „Meine“ Blechkiste wird über die Schmalseite geöffnet bzw. mit einem Drahtbügel wie beim MG-Munitionskasten verschlossen, nur ist es halt kein MG-Kistl (siehe Anlage 3).
    Gruß vom Flakler

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    • Anlage 3.jpg

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    • Anlage 2.jpg

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    • Anlage 1.jpg

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    Original von Augustdieter
    Hallo Sichel, .... Angestoßen durch die sachlich begründeten Ungereimtheiten ist Flakler etwas über das Ziel hinausgeschossen. Ich denke er wird sich dazu noch äußern.

    (verzeih, daß ich zwecks Bewahrung der Übersicht das Zitat etwas verkürzt habe):


    Servus Augustdieter.
    Eine „Aussage der Krankenakten eines Lazaretts in Neu-Wien, aus welchen auf ein Flugzeug aus Stalingrad geschlossen werden kann“ mutierte nunmehr zu „… er (der Opa) meinte, er habe die Akten gesehen und er hat gemeint, er wäre mit nem Flugzeug aus Russland geholt worden“.
    Hätte die eingangs gestellte Frage zur Munitionsbestimmung (bislang noch immer unerwiesener Herkunft) mit der nun relativierten Darstellung begonnen, hätte ich (Flakler) nicht angenommen, daß sichel sich „da was zusammen bastelte“. Anstelle nun „erbost über die Verunglimpfung zu sein“, wäre seitens sichel ein wenig Einsicht insoferne angebracht, als sie meiner Ansicht nach das für viele Angehörige der Kriegsgeneration sehr schmerzhafte Thema Stalingrad leichtfertig und offensichtlich unbefugt ins Spiel gebracht hat. Ich (Flakler) gebe zu, daß ich mit unlauteren Mitteln versucht habe, den User sichel in dieser Hinsicht als unglaubwürdig darzustellen.
    Die Diskussion über ballistische Zusammenhänge sowie über Schußwunden und deren Folgen möge nunmehr losgelöst von den Begleitumständen seinen Lauf nehmen. Ich verfolge die Beiträge mit Interesse und in meinem Antwort-Posting an Karl Grohmann (12:35 Uhr) habe bereits festgestellt, daß sowohl die Frage der Munitionsbestimmung als auch die Diskussion im Rahmen des Forums ihre Berechtigung haben.


    Gruß von Flakler auch an sichel

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    Original von Karl Grohmann
    Hallo,


    Steckschüsse waren keine Besonderheit. Ich kannte einige Leute, die Geschosse, vor allem Steckschüsse lange mit sich herumtrugen. Mein Schwiegervater hatte ein MG - Geschoss im Handgelenk. Ich konnte es selbst deutlich fühlen. Kleine Geschoß - oder Granatsplitter im Körper waren häufig. Wer wollte im Krieg z. B. 30 oder mehr kleine Splitter aus dem gesamten Körperbereich herausholen?
    Heute ist das alles eine Seltenheit, aber noch in meiner Kindheit waren amputierte Veteranen und geschundene Menschen ein fast normaler Anblick im Frei - oder Hallenbad.


    Gruß Karl


    Servus Karl.
    Bei denen mit den Steckschüssen handelt es sich einschlägigen Publikationen zufolge aber eher nicht um die ausgeflogenen Schwerstverwundeten, welche dann "im Lazarett in Neu-Wien mit einem Krankenakt samt Tätigkeitsbericht der Luftwaffe ausgestattet worden sind: http://de.wikipedia.org/wiki/Schlacht_von_Stalingrad
    "Ein weiteres für die Soldaten und Offiziere im Kessel wesentliches Problem war, dass über diese Versorgungsflugplätze auch der Abtransport der Verwundeten erfolgen musste. Insbesondere nachdem nur noch der Flugplatz Gumrak zur Verfügung stand, mussten die Flugzeugbesatzungen oft genug unter Waffengewalt die Verzweifelten davon abhalten, sich an die Flugzeuge zu hängen, was ihnen nicht immer gelang. So kam es vor, dass sich Männer beispielsweise an den Fahrgestellen der startenden Maschinen festhielten, bis die Kräfte sie verließen und sie abstürzten".


    Ich verfolge mit Interesse die Postings zum Thema und sie haben meiner Meinung nach in ballistischer und medizinischer Hinsicht durchaus ihre Berechtigung. Bis zum Eintreffen des bewußten „Krankenaktes des Lazaretts in Neu-Wien“ möchte ich dieses Thema jedoch bewußt vom "gerade noch rechtzeitig aus Stalingrad ausgeflogenen Opa" des Users sichel getrennt wissen. Meinen Beweggrund dazu würde noch einmal so präzisieren: Alle Opfer des furchtbaren Krieges und der Weltanschauungen dieser Zeit haben Respekt verdient, auch die in Stalingrad und in den sowjetischen Lagern umgekommenen Soldaten. Dazu zählen auch die wenigen Kriegsheimkehrer der 6. Armee, welche an den Spätfolgen zugrundegegangen sind und damit jedenfalls auch der Opa von sichel (wenn es so sein sollte). Wenn deren Schicksal aber dem Spiel eines sehr jungen Spaßvogels dienen würden, fordert das meinen Widerspruch und noch mehr heraus.


    Gruß vom Flakler


    Servus Helge.
    Ich hege meine Zweifel ja nicht am zweiten Teil der Ausführungen von sichel "...ob das stimmt..keine Ahnung“.
    Ich kann mich allerdings des Gefühls nicht erwehren, daß der erste Teil des Postings („laut Aussagen der Krankenakten Wien is er wohl mit einem der letzten Flugzeuge aus Stalingrad entkommen“) dazu dient, entweder einen Munitionsfund zu verschleiern oder daß es sich um selbst verschossene Projektile handelt.
    Meinen Argwohn begründe ich damit, daß ich einfach nicht glauben kann, ein „von nem Außenlazarett in das Lazarett in Neu-Wien“ verbrachter Verwundeter würde über Krankenakten verfügen, die expressis verbis von einem der letzten im Dezember 1942 aus dem Kessel gestarteten Flugzeuge berichten. Darüber hinaus scheint mir der User nicht ganz dem Bild eines Fragestellers, zu entsprechen, welcher sich seriös mit militärgeschichtlichen oder militärfachlichen Themen beschäftigen möchte. Man möge sich dazu mittels nachstehender Links selbst ein (Vor)-Urteil bilden. Urheberrechtlich dürfte zu diesen mit sichels „nicht so gurten Digicam“ angefertigten Fotos kein Problem vorliegen, weil sie von sichel selbst der staunenden Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt wurden.
    Sollte sichel meiner ursprünglichen Anregung nachkommen und tatsächlich „Krankenakte des Lazaretts in Neu-Wien“ vorlegen, käme dies gleichzeitig einer militärhistorischen Sensation gleich und ich werde mich entschuldigen.


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    Mit Gruß vom Flakler


    Servus Karl Grohmann.
    Ich schließe mich Deinen Zweifeln bezüglich der wenig bis gar nicht deformierten Geschoße an. Vielleicht sollte "Sichel" zuerst für die Opa-Story mit der berühmten "letzten Ju 52 aus Stalingrad" glaubwürdige Angaben vorlegen und erst anschließend die Fachleute dieses Forums mit weiterer Munitionsbestimmung befassen.
    Gruß vom Flakler.

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    Original von Papa
    Hallo,


    Deutet die setliche Ausbuchtung nicht eher auf MG-Patronenkästen hin.
    Dort wird evtl. der Gurt herausgeführt.?


    Viele Grüße
    Steffen


    Servus Steffen.
    Meiner Meinung nach können die Blechbehälter des "Wagramfundes" nicht als Munitionskästen des MG 34 oder MG 42 angesprochen werden (siehe beigefügte Bilder).
    Danke und Gruß vom Flakler

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    • MG 42.jpg

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    • MG 34.jpg

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    • caisse_mg34-42.jpg

      (210.56 kB, downloaded 394 times, last: )
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    Original von Papa
    Hallo,


    Deutet die setliche Ausbuchtung nicht eher auf MG-Patronenkästen hin.
    Dort wird evtl. der Gurt herausgeführt.?


    Viele Grüße
    Steffen


    Servus Steffen.
    Meiner Meinung nach handelt es sich nach Abschätzen der Größenverhältnisse (im Vergleich zur Größe einer Baggerschaufel) um einen Behälter zum Transport von Granatpatronen mit einer Gesamtlänge von etwa 40 cm. Für Munitionsbehälter sprechen auch die Drahtbügel zum Verschließen der Kistendeckel (siehe gelbe Markierung auf den Fotos "Wagramfund"). Ich wage aber nicht zu sagen, daß es sich um "3,7 cm Flakmunition" handelt, weil die im Link "http://wehrmachts.kisten.free.fr/" ausgewiesenen 3,7 cm-Transportbehälter halt doch etwas anders aussehen (rote Markierung auf den Fotos des "Wagramfundes"). Die erwähnten Drahtbügel entsprechen in ihrer Form jedenfalls nicht den Munitionskästen des MG 34/42. Dagegen spricht auch das Fehlen der aufgenieteten oder aufgeschweißten Einklinkmechanismen (siehe rote Markierungen) auf den völlig glatten Seitenwänden der MG-Munitionskästen. Darüberhinaus würden meiner Schätzung nach zumindest zwei derartige MG-Munikästen nebeneinander auf der Baggerschaufel Platz finden (... Beurteilung traue ich mir zu, bin ja beim Österreichischen Bundesheer lange genug mit diesen Dingern durch die Gegend gekoffert).
    Somit können die in Wagram gefundenen Behälter noch immer nicht eindeutig identifiziert werden. Trotzdem herzlichen Dank für Deine Mühewaltung.
    In einem nachfolgenden Posting lege ich zwecks Vergleich mit den Blechbehältern des "Wagramfundes" Munitionskästen des MG 34/42 bei.
    Gruß vom Flakler.