Posts by Athlord

    Hallo,

    was mich ein wenig wundert, dass der besagte 84 jährige Sammler ,,nur wegen eines MG-Laufes und 2 Patronen" verurteilt worden ist. Gefunden wurde wohl wesentlich mehr an Munition (1000 Schuss). Was wird aus den anderen Sammlerstücken (MGs, Sturmgewehre, halb-u. vollautomatische Pistolen)? Beim Bergen des ,,Panthers" durch die Bundeswehr 2015 soll der ,,Panther" und das Wohnhaus des Sammlers Schaden genommen haben, Wer muss dafür aufkommen? Eigentlich wäre die Staatskasse dafür dran und wurde das bei der Bemessung des Strafgeldes berücksichtigt? Ob der Verzicht des Verurteilten u.a. auf Schadensersatz dabei auch eine Rolle spielte? Offen bleibt für mich vorerst auch, was den Sammler in NRW für den Kauf der 8,8 cm Flak favorisiert und da meine ich nicht den möglichen Erlös. Wenn die Flak sowie so unbrauchbar gemacht wird, weil mögliche Kriegswaffe, dann könnte doch auch der verurteilte Sammler weiter darüber verfügen. 6 Jahre Prozess und mediale Aufmerksamkeit haben mit Sicherheit einiges bei diesem Mann hinterlassen.

    MfG Wirbelwind

    Hallo Herr Wirbelwind,

    hier ein Link zum NDR mit den regionalen Nachrichten aus Schleswig-Holzstein:

    https://www.ndr.de/nachrichten…er-Sammler,panzer670.html

    Da sollten die meisten Fragen beantwortet werden.

    Da das Urteil vorschreibt das die Flak und der Panther innerhalb von 24 Monaten zu veräußern sind, gibt es keinen Spielraum.

    Wer die Sachen bekommt das scheint mMn. schon festzustehen.

    Die Käufer müssen den gültigen Gesetzen und Vorschriften entsprechend mit den Gegenständen verfahren.

    Wenn der Panther ins Ausland geht, dann muss der Export noch genehmigt werden....

    Da der Fall so viel Mediale Aufmerksamkeit genossen hat, werden wir all diese Infos sicherlich auch bald bekommen.

    Hallo Karl,

    da stimme ich Dir voll zu.

    Für einen Sammler gibt es nichts schlimmeres als das man Ihm die Sammlung wegnimmt oder er diese verkaufen muss.

    Eine Frage bleibt dazu am Ende offen: inwieweit hat man sich nach 6 Jahren bereits mit dem Verlust angefreundet oder abgefunden?


    Weil das ganze Verfahren sich übermäßig lange hingezogen hat, wurden von den 14 Monaten Bewährungzeit bereits 4 Monate angerechnet....

    Hallo,

    Hallo,

    wenn er schlau ist, finanziert er sich so die auferlegten Zahlungen.

    Vielleicht wird's unterm Strich für ihn ein Nullsummenspiel, oder er macht noch was gut. Es ist ja so gewollt!

    Herzliche Grüße

    Eberhard

    Hallo Eberhard,

    der Panther ist über 1 Millionen Euro Wert....

    Da wird nach Abzug der Strafzahlung, der Verfahrens- und Anwaltskosten noch genug übrig sein, das der Herr sich einen angenehmen Lebensabend davon gestalten kann.

    Moin,

    auch für die öffentlich rechtlichen Sender gibt es ein wichtiges Kriterium: Einschaltquoten

    Dem ordnet man sich unter und gestaltet das Programm entsprechend.

    Wenn man z.Bsp. dem ZDF-Programmdirektor eine Mail sendet, mit dem freundlichen Hinweis auf die Programmgestaltung,

    dann bekommt man die Antwort, das verschiedene Themen nur noch auf dem ZDF-Dokukanal gesendet werden.

    Viele Sender haben mittlerweile mehrere Sendekanäle, welche technische, historische oder andere spezifische Inhalte senden.

    Moin,

    möglicherweise ein Panther des Pz.Verbandes Massenbach/Pz.Kampfgruppe XIII.

    28.04.1945
    Schnell vorstoßende amerikanische Verbände überraschen Teile der Pz.Kampfgruppe noch beim Beziehen der neuen Stellungen und stehen am Mittag am Nordrand von Aichach.
    Der Gefechtsstand kann gerade noch nach Oberwittelsbach und später weiter nach Langengern ausweichen. Bis zum Abend kann der Gegner bis nach Altomünster vorstoßen.

    QUELLE

    Hallo Eberhard,

    zum einen hatte ich Augustdieter gefragt, dennoch Danke das Du so freundlich antwortest.

    MMn. sehen Wasserfunde eher so korrodiert und fragentiert aus, wie die oben gezeigten Teile.

    Bodenfunde sind viel mehr mit dem Umgebenden Erdreich verkrustet.


    Nach dem Waffenrecht ist genau definiert, wie eine Waffe unbrauchbar gemacht wird.

    Für Bodenfunde könnte 1.4.6 anwendung finden....

    Anlage 1

    (zu § 1 Abs. 4)

    Begriffsbestimmungen

    Abschnitt 1 - Waffen- und munitionstechnische Begriffe, Einstufung von Gegenständen

    Unterabschnitt 1: Schusswaffen

    [...]

    1.4

    Unbrauchbar gemachte Schusswaffen

    Die für Schusswaffen geltenden Vorschriften sind auf unbrauchbar gemachte Schusswaffen und auf aus Schusswaffen hergestellte Gegenstände anzuwenden, wenn

    1.4.1

    das Patronenlager nicht dauerhaft so verändert ist, dass weder Munition noch Treibladungen geladen werden können,

    1.4.2

    der Verschluss nicht dauerhaft funktionsunfähig gemacht worden ist,

    1.4.3

    in Griffstücken oder anderen wesentlichen Waffenteilen für Handfeuer-Kurzwaffen der Auslösemechanismus nicht dauerhaft funktionsunfähig gemacht worden ist,

    1.4.4

    bei Kurzwaffen der Lauf nicht auf seiner ganzen Länge, im Patronenlager beginnend,

    – bis zur Laufmündung einen durchgehenden Längsschlitz von mindestens 4 mm Breite oder

    – im Abstand von jeweils 3 cm, mindestens jedoch 3 kalibergroße Bohrungen oder

    – andere gleichwertige Laufveränderungen

    aufweist,

    1.4.5

    bei Langwaffen der Lauf in dem dem Patronenlager zugekehrten Drittel nicht

    – mindestens 6 kalibergroße Bohrungen oder

    – andere gleichwertige Laufveränderungen

    aufweist und vor diesen in Richtung der Laufmündung mit einem kalibergroßen gehärteten Stahlstift dauerhaft verschlossen ist,

    1.4.6

    dauerhaft unbrauchbar gemacht ist eine Schusswaffe dann, wenn mit allgemein gebräuchlichen Werkzeugen die Schussfähigkeit der Waffe oder der wesentlichen Teile nicht wiederhergestellt werden kann.

    Hallo zusammen,


    außer dem sieht man das es sich um Bodenfunden handelt ! Wo kommen die Sachen her ?

    Hallo Augustdieter,

    woran erkennst Du das es sich um Bodenfunde handelt?

    Wo die Sachen herkommen hat der Anfragende doch im ersten Beitrag geschrieben. ;)

    N'Abend,


    also mir ist es - ehrlich gesagt - ein Rätsel, dass es noch immer Erwachsene gibt, die sich an der Nord- oder Ostseeküste mit Phosphorstücken selbst erhebliche Verletzungen zufügen. An allen Ecken und Kanten wird doch dort auf genau diese Gefahr hingewiesen!


    Warum steckt man solche Fundstücke ein, wenn man sie nicht zweifelsfrei identifizieren kann? Und dann noch schön in die Hosentasche statt in ein Behältnis, in dem sich entzündender Phosphor zumindest erkannt werden kann, bevor er größeren Schaden anrichtet!

    Hallo Stefan,

    weil die Leute es schlichtweg nicht wissen... und wer beachtet schon Schilder? In unserer Bunten Welt werden Schilter kaum noch wahrgenommen.
    Ich habe am Freitag einen Arbeitskollegen genau auf diese Thematik hingewiesen, als er mir sagte, das er am WE in den Urlaub an die Ostsee fährt.

    Junge Leute kennen diese Problematik schlichtweg nicht, da ist der WWII nichts anderes als einige Seiten im Geschichtsbuch.

    Aber es wird den Aufwand eben wert gewesen sein...

    Hallo,

    die verwendung von erbeutetem Material ist ja ansich nichts neues.

    Das hat man auf deutscher Seite ja auch vielfach praktiziert.

    MMn. gibt es zwei Wege mit erbeuteten Bomben umzugehen:

    - Unschädlich machen durch sprengen oder entschärfen und delaborieren - letzteres wurde von russischer Seite eher selten gemacht, lieber hat man diese irgendwie "entsorgt"

    - benutzen und ggf. umbauen falls die passenden Zünder nicht auch erbeutet wurden oder die Handhabung mit eigenen Zündern besser war

    N'Abend,


    Genau! Und deshalb sollten sich mit dieser Thematik auch Leute befassen, die wissen, wovon sie reden ... und keine Hobby-Juristen ;)


    Gruß, Stefan

    Hallo Stefan,

    ich sehe mich nicht als Hobby-Jurist, falls Du mich denn meinst....:)

    Die Informationen zum KrWafKontrG - KrWaffUnbrUmgV und den Durchführungsbestimmungen sind für jeden frei zugänglich.

    Da finde ich die einfach in den Raum gestellte Aussage doch etwas fragwürdig:

    Unter "Unbrauchbarmachung" kann man alles Mögliche verstehen. Ich bleibe dabei: Da wurde etwas auf die Schnelle zusammengeschustert. Man hätte alles im eigentlichen Gesetz

    regeln können.

    Dabei hätte Bert mit wenig Aufwand schnelltens herausfinden können, das die Unbrauchbarmachung durchaus geregelt ist.

    Hallo Eberhard,

    seit wann der Panther und die anderen Gegenstände im Keller waren ist weitestgehend bekannt.

    Wann der Panther beschlagnahmt wurde ist ja auch bekannt, das ging ja 2015 breit durch die Medien.

    Was nicht bekannt ist, was wurde zur demilitarisierung unternommen?

    Wurden die Gerätschaften ordnungsgemäß (den damals geltenden Vorschriften entsprechend) angemeldet oder genehmigungen eingeholt?

    Dazu sickern ja nur bruchstückhaft Informationen durch....

    Hallo Bert,

    auch die unbrauchbarmachung eine Panzers ist genauestens geregelt, dazu gibt es Durchführungsbestimmungen.

    Allerdings wurde der Panther 2015 beschlagnahmt und die KrWaffUnbrUmgV wurde 2018 geändert.

    Die 2015 gültige KrWaffUnbrUmgV lässt so nicht finden, sonst hätte ich diese verlinkt.

    In diesem Bereich - da kannst Du Dir sicher sein - gibt es mal keine Gesetzes- oder Verordnungslücken.



    Hallo,

    es ist geregelt:

    Verordnung über die Unbrauchbarmachung von Kriegswaffen und über den Umgang mit unbrauchbar gemachten Kriegswaffen (Kriegswaffenunbrauchbarmachungs- und -umgangsverordnung - KrWaffUnbrUmgV)

    Moin,

    hier in DE ist so ziemlich alles per Gesetzt reguliert.

    Und falls das nicht der Fall ist, findet sich jemand der in Form einer Grundsatzklage oä. dafür sorgt das der Anstoß für eine gesetzliche Regelung losgetreten wird.

    So ist das Thema Kriegswaffen hier in DE unter dem KrWafKontrG schon sehr früh (und mehrfach nachgeschärft) sehr genau definiert.

    In europäischen Nachbarländern geht man damit anders um.

    Ein Beispiel ist die "Millitracks" welche in Holland in Overloon stattfindet (dieses Jahr Ende September).


    Generell muss man jedoch feststellen, das die Anklage gegen Herr F. überall sehr kontrovers diskutiert wird.

    Ob und wie das ganze Prozedere im Vorfeld mit Beschlagnahme usw. gelaufen ist, auch darüber wird sehr lebhaft diskutiert.

    Ich möchte mir dazu keine Meinung anmaßen, da mir dazu einfach zu wenig Details bekannt sind.

    Das was über die Medien kommt, ist oftmals sehr einseitig betrachtet.

    Ich hoffe, das der Richter hier mit dem erforderlichen Augenmaß eine Entscheidung treffen wird.

    Hallo Viktor,

    ich habe hier im Forum vor kurzem den Hinweis gefunden auf :

    "Das Kriegsende in Ganderkesee: Erinnerungen von Zeitzeugen" Band I und II, 2003 von Hermann Speckmann.

    Darin erzählen Zeitzeugen vom Kriegsende in Ganderkesee und der Zeit danach.

    In Delmenhorst befand sich nach Kriegsende ein Sammellager für ehem. Zwangsarbeiter aus Osteuropa.

    Diese sollten von dort zurück in Ihre Heimat überführt werden.

    Von diesem Lager gingen Überfälle auf die Bauernhöfe in der Umgebung aus.

    Dabei wurden Lebensmittel, Wertsachen und andere brauchbare Sachen gesucht, wer sich weigerte dem wurde Gewalt angetan.

    Einige Bauernhöfe wurden mehrfach überfallen. Diese Aktivitäten ließen erst nach als sich das Lager leerte.

    Als Bremer interessieren mich Berichte über den WKII aus Bremen dem Umland, mir war og. das bis dato nicht bekannt.