Posts by BigX

    Guten Abend zusammen,


    da ich gerade im Zusammenhang mit dem früheren deutschen Botschafter in Ankara und Moskau, Rudolf Nadolny, mal wieder auf Oberst Hans Marguerre gestoßen bin, möchte ich hier ein wenig ergänzen.


    Hans Marguerre hat im Ersten Weltkrieg nicht nur als "Baumeister" gewirkt, sondern gehörte auch der Sektion P des Generalstabs an und arbeitete dabei eng mit der Abteilung IIIb (Spionageabwehr und Feindaufklärung/ Propaganda) unter Oberst Walter Nicolai zusammen, wo er verschiedenen Quellen zufolge, zusammen mit Hauptmann d. R. Rudolf Nadolny auch führend an Sabotageplänen im Ausland mitgewirkt haben soll. So soll im Februar 1916 ein Treffen abgehalten worden sein, auf dem Marguerre und Nadolny Sabotagepläne gegen US-amerikanische Munitionsfabriken besprachen. Darüber hinaus sollen Nadolny und Marguerre aber auch an der Forschung und dem Einsatz Biologischer Waffen zwecks Durchführung von Sabotage gearbeitet haben.


    Marguerre gehörte später Abwehr II (Sabotage, Minderheitenpolitik und Diversion) bereits unter dessen ersten Leiter Helmuth Groscurth an und leitete langjährig die dortige Gruppe Technik von Abwehr II (Abwehr II/ T). Spätestens im Zuge der Umstrukturierung und Zerschlagung der Abwehr und des Attentats vom 20. Juli 1944 wurde Marguerre zusammen mit den anderen "Militärwissenschaftlern" von Abwehr II/ T, Oberstleutnant Mauritius und Major Poser, entlassen.


    Quellen u. a.:

    Erhard Geißler: "Hitler und die Biowaffen", S. 67 - 68;


    http://www.irishbrigade.eu/oth…mans/nadolny/nadolny.html


    Verhör von Karl Radl im Interrogation Center der 12th Army Group, XARZ-27743 vom 20. Juni 1945, S. 2


    Nachklapp: Rudolf Nadolnys Sohn Burkhart (Vater des Schriftstellers Sten Nadolny) gehörte als Leutnant im Zweiten Weltkrieg der Abwehrstelle Bukarest als Finanzoffizier und der Kriegsorganisation Bulgarien der Abwehr in Sofia an und diente zuletzt im Referat Südost des MilAmt D, welches als Nachfolgeorganisation von Abwehr II für Sabotage- und Zersetzungsunternehmungen verantwortlich war. Insofern trat Burkhart Nadolny hier gewissermaßen in die "Sabotage"-Fußstapfen seines Vaters Rudolf, wobei der Senior nach meiner Aufassung auf seinem Posten mehr in Erscheinung trat respektive "Berühmtheit" erlangte. Inwieweit möglicherweise auch das Kennverhältnis von Rudolf Nadolny zu Oberst Hans Marguerre eine Rolle bei Burkharts Übernahme in die Abwehr eine Rolle gespielt haben könnte, muss hier vorerst Spekulation bleiben (Quellen: KV-2/2651_2 Hans Dehmel, S. 14 und KV-2/2138_2 Murad Ferid, S. 26 und KV-2/3015_3 Gotthard Gambke Sergius Peters Hans Raupach, S. 37).


    Mit besten Grüßen


    Robert

    Frohe Ostern Eumex und an alle anderen,


    danke auch für Hinweis zu Boy Christiansen.


    Tatsächlich bin ich seinerzeit noch als stiller Mitleser im Forum auf "Mit Hurra gegen die Wand" aufmerksam geworden und habe mir das Buch auch gekauft. Gerne hätte ich noch etwas mehr zu den Einsätzen des FAK 202 und des Streifkorps Schill in den letzten Kriegsmonaten erfahren, nicht zuletzt da man wohl im Vergleich zu anderen Frontaufklärungskommandos "noch sehr umtriebig war" und dafür einige Angehörige des Kommandos in russische Kriegsgefangenschaft gegangen sind und auch durch sowjetische Militärgerichte verurteilt und hingerichtet wurden.


    Nach meiner Anmeldung hier im Forum habe ich dann auch die hier eingestellten Erfahrungen von Boy mit Interesse zu Kenntnis genommen.


    Mit besten Grüßen


    Robert

    Hallo Gaius, hallo Johann Heinrich,


    danke für eure Antworten.

    Dann nehme ich die Todesursache Luftangriff erstmal an, korrespondiert sie doch - wenngleich der Name Kramers nicht genannt wird - mit der den SSUP Akten und dem im KTB genannten Luftangriff.


    Zu der Anfrage des BND zu den Frontaufklärungseinheiten fällt mir nur auf, dass Ludwigsburg doch der Aktenbestand für Kriegsverbrechen ist, oder?


    Ansonsten sind einige Angehörige der FAK und FAT I, II und III sowie der vorgesetzten Leitstellen für Frontaufklärung in der Frühphase der Organisation Gehlen und des BND dabei gewesen. Darunter auch welche aus den Sabotageeinheiten.


    Hermann Baun (Walli I)

    Siegfried Graber (Walli I)

    Heinz Schmalschläger (Walli III)

    Herbert Dohnal

    Günter Golly (FAK 202)

    Hinrich-Boy Christiansen (FAK 202), wenn auch erst nach Kriegsgefangenschaft und Studium, wenn ich das richtig in Erinnerung habe

    Erich Kutschke (Quenzgut und FAT 2XX)

    Dr. Siegfried Ziegler (Leitstelle II Südost)


    Mit besten Grüßen für ein angenehmes Osterfest


    Robert

    Guten Abend und Danke an alle die weiter an diesem Thema mitwirken.


    Die sich widersprechenden Informationen wonach Kramer bei einem Gefecht/ Überfall mit bzw. von Partisanen getötet wurde oder bei einem Flugzeugabsturz ums Leben kam stammen aus den Verhörprotokollen von Leutnant Hans-Jürgen Kirchner (Frontaufklärungstrupp 250 Salonika) und Oberleutnant Murad Ferid (Leiter Gruppe II der Ast Salonika und später Führer des FAK 201 u.a. in Belgrad). Diese Protokolle sind grundsätzlich für mich wertvoll, da sie zahlreiche Namen der etwa 1.700+ Angehörigen der Frontaufklärungseinheiten-II/ MilAmt D-Strukturen mit Grobdaten nennen und über Operationen Auskunft geben. Allerdings stellen sie eben zumeist Einzelinformationen von Kriegsgefangenen dar, die vll. auch Schutzbehauptung gegenüber den Verhörern sein können oder lediglich aus Hörensagen resultieren. Manchmal lassen sich Aussagen anhand anderer Aussagen oder mittels Randnotizen der Verhörer korrigieren, mitunter aber auch nicht.


    Insofern ist der Hinweis auf den Luftangriff auf Pogorica sehr willkommen. Danke dir, Gaius. Ist das Werk über die Deutschen Dienste in Jugoslawien irgendwo zu erwerben? Gab es ggf. neben René Kramer weitere Opfer im Frontaufklärungstrupp 215 durch den alliierten Luftangriff?


    Danke nochmal und mit besten Grüßen

    Robert

    Hallo Thilo, hallo Johann Heinrich,


    zuerst erst einmal herzlichen Dank für die tollen Informationen zu René Kramer.


    @ Thilo: darf ich fragen, woher du die Information hast, dass Kramer im Zivilleben Rechtsanwalt war?


    @ Johann Heinrich:
    Ich nutze im Hinblick auf das Themengebiet Abwehr/ Frontaufklärungseinheiten als Quellen bis dato vor allem zahlreiche Bücher in denen das Ganze mehr oder auch mal weniger angerissen wird, die online verfügbaren CIA-Akten und als Startpunkt meiner Recherchen die diversen, über das Onlineportal des britischen Nationalarchivs zu erhaltenden Akten, bin aber ansonsten sehr unerfahren was die Nutzung des Bundesarchivs/ Invenio betrifft oder von Formaten wie Ancestry.


    Das heißt ich kannte die Akten zur Person Kramers noch nicht und habe leider auch generell noch nicht im Bundesarchiv gesucht und entsprechend ausgewertet, sondern stoße lediglich in Sekundärliteratur - wie hier in Kramers Fall- im Buch von Norbert Müller und Helma Kaden auf Verweise zu den Archiven:

    http://www.sehepunkte.de/2010/05/15792.html


    Insofern konnte man mir wie erwartet hier sehr weiterhelfen. Danke nochmal dafür.
    Und bezüglich der Archive muss ich mich beizeiten endlich mal einlesen wie ich da vorgehen muss.


    Mit besten Grüßen für ein angenehmes Rest-Wochenende


    Robert

    Guten Abend zusammen,


    ich bin immer wieder positiv überrascht, wie viele Informationen hier Forenteilnehmer zu einzelnen Personen in der Lage sind herauszufinden.


    In diesem Sinne bin ich auf der Suche nach weiteren Informationen über Oberleutnant Dr. René Kramer, einem Einheitsführer des Frontaufklärungstrupp 215, welcher 1944 auf dem Balkan eingesetzt war.


    Folgende Informationen liegen mir bis dato zu René Kramer vor:


    geb. am 05.11.1887 in Börnersdorf
    gest. am 05.05.1944 bei Podgorica/ Jugoslawien (heutiges Montenegro). Die Angaben über die Todesumstände variieren dabei von Flugzeugabsturz zu durch Partisanenüberfall getötet (dazu unten mehr)


    Kramer nahm am 1. Weltkrieg teil.


    1940 gehörte er als Feldwebel dem Baulehrbataillon zbV 800 an.


    Unternehmen "Tamara I" und "Tamara II" der Abwehr
    "Tamara I" sollte von einem Unteroffizier des Lehrregiments geführt werden, während die 80 Georgier im Rahmen von "Tamara II" von Dr. Kramer geführt werden sollten.
    Das Unternehmen wurde dem Ic der 11. Armee unter Generaloberst Eugen Ritter von Schobert unterstellt.


    Kramer war 1944 Truppführer des FAT 215 in Jugoslawien bevor er entweder infolge eines Partisanenüberfalls oder eines Flugzeugabsturz ums Leben kam und kurzzeitig durch Hauptmann Dr. Gottfried Kniesche ersetzt wurde.


    Quellen:
    Volksbund für Kriegsgräberfürsorge


    Aussagen von Leutnant Hans-Jürgen Kirchner/ CIA-Akten


    CIA-Akten zu Oberleutnant Dr. Murad Ferid


    KV-2/2138 Dr. Murad Ferid


    BA-MA 20-11/485 und Norbert Müller/ Kaden: "Das Amt Ausland/ Abwehr im Oberkommando der Wehrmacht", S. 219


    Vielen Dank schon einmal im Voraus für die Kenntnisnahme und mit besten Grüßen


    Robert

    Hallo an alle, in diesem Fall insbesondere an Siegfried Dodels Enkelin.



    Hauptmann/ Major Siegfried Dodel wird - wie oben ja bereits dargestellt - in dem Buch "Blutiges Edelweiß - Die 1. Gebirgs-Division im Zweiten Weltkrieg" von Hermann Frank Meyer (Ch. Links Verlag) erwähnt. So auf den Seiten 206, 314 f., 330, 442, 454 - 458, 647, 654, 656.


    Das Buch ist keine "klassische" Truppengeschichte/ Divisionschronik sondern geht bei 798 Seiten eher kurz auf den Weg der 1. Gebirgs-Division in Frankreich und die "Sturmfahrt" auf Lemberg" ein, behandelt dafür umso umfangreicher die Einsätze der Division auf dem Balkan.


    https://www.deutschlandfunk.de/die-verbrechen-der-gebirgsjaeger.730.de.html?dram:article_id=103042#:~:text=%E2%80%9EBlutiges%20Edelwei%C3%9F%E2%80%9C%20ist%20keine%20Jubelmonografie,Gebirgs%2DDivision.


    Zum Autor des Buches siehe auch hier:

    https://de.m.wikipedia.org/wiki/Hermann_Frank_Meyer


    Meyers Vater wurde als Oberleutnant der Wehrmacht von Partisanen auf dem Balkan getötet. Meyer nahm dies zum Anlass sich mit näher mit dem "Partisanenkrieg" und Bandenkampf in der Region auseinander zu setzen und schrieb auch mehrere Bücher und Aufsätze zu bestimmten Ereignissen/ Massakern respektive Wehrmachtseinheiten wie der 1. Gebirgs-Division und auch der 117. Jägerdivision die im Partisanenkrieg eingesetzt waren. Siehe hierzu auch auf Meyers Homepage:


    http://www.hfmeyer.com/german/index.html


    Ich könnte in den nächsten Tagen jeweils in der Mittagspause die einzelnen Seiten bzw. Abschnitte auf denen Siegfried Dodel genannt wird zusammenfassen und dann abends hier einstellen, sofern dies gewünscht wird.



    Beste Grüße


    Robert

    Hallo zusammen,



    ein Nebenaspekt zu Karl Rathgeber. Das Bürgengremium dem Rathgeber beisaß, entschied auch über die Aufnahme/ Beförderung zum SS-Untersturmführer des späteren Präsidenten des Bundeskriminalamts, Paul Dickkopf, der unter dem Namen CARAVELLE auch als Chef des BKA weiter für die CIA als Zuträger/ Quelle gearbeitet hat und bereits während des Krieges unerlaubt abgängig in Richtung Schweiz unterwegs war.


    Quelle:

    https://www.cia.gov/readingroo…/519a6b2f993294098d5121df



    Beste Grüße

    Robert

    Hallo Jens, hallo an alle,


    das Buch "Eine höhere Pflicht" von Adam Makos und Larry Alexander schildert u. a. das "Flieger"-Leben des JG-27 Piloten Franz Stigler und geht dabei auch auf die Zeit in Trapani/ Sizilien, Gustav Rödel und die Angriffe auf den dortigen Flugplatz ein. Natürlich macht das nur einen kleinen Teil des Buches aus, das ich aber als generell sehr lesenswert empfand.


    Das dabei auch die Sicht der B-17 Besatzung von "Ye old Pub" geschildert wird, die Stigler über Norddeutschland verschont hat, tut dem ganzen ja keinen Abbruch, im Gegenteil.


    Mit besten Grüßen

    Robert

    Hallo an alle, hallo Gerhard,



    aus der Akte KV-2-2135 (Download 1) zu Hans Salzinger folgendes:


    Auf Seite 28 wird ein Hauptmann Luther erwähnt, der Verbindungsoffizier zum SD ist. Dies dürfte der spätere Major Ernst Lutter sein.


    Auf Seite 30 wird Sonderführer Hildebrand und die bereits bekannte Fischfabrik als Tarnunternehmen angesprochen.



    Nebenaspekt in der Akte zu Hans Salzinger: Es wird mehrfach auch der Name Klamroth genannt. Hierbei handelt es sich um den Abwehr-III Offizier Hans Georg Klamroth, der dem Widerstand nahestand und Vater der Jounalistin Wibke Bruhns war, welche ihm im Spiegel-Bestseller "Meines Vaters Land" verewigte.


    Ich habe hier nur eine erste grobe Sichtung der beiden Akten zu von Bonin und Salzinger durchgeführt. Mehr kommt dann ggf. wenn ich mehr Zeit habe, mir neben meinen eigentlichen Schwerpunktthemen das Ganze Konvolut genauer durchzulesen. Es bleibt spannend und macht Spaß an diesem deinem Thema mitzuarbeiten, Gerhard!


    Beste Grüße


    Robert

    Hallo Gerhard, hallo an alle,



    hier geht es weiter mit (Splitter-)Erkenntnissen zur Abwehrstelle in Kirkenes.


    Aus der Akte KV-2/1973 Udo von Bonin lässt sich entnehmen, dass von Bonin als quasi-Vorgesetzter von Major Ernst Lutter vom 15.11.1942 bis zum Juli 1944 die Ast in Oslo leitete (Seite 40). Allerdings wird hier Kirkenes als Abwehrnebenstelle (Anst) und nicht als Außenstelle der Anst Tromsö bezeichnet, wie in der norgwegischen Bachelorarbeit über die norwegische Sicherheitspolizei.


    Besagter Oberleutnant Uthe hat den Dienstgrad Oberleutnant zur See (KV-2/1973 Seite 47)


    Auf Seite 62 wird General Schörner erwähnt und die Ankunft eines guten Abwehroffiziers für Kirkenes in Aussicht gestellt. Dabei könnte es sich dann um Major Ernst Lutter handeln, der sich ja beim "wilden Ferdinand" vorstellen musste. Ebenso wird als temporärer Leiter für Kirkenes Sonderführer Hildebrand erwähnt.


    Auf Seite 63 werden das Unternehmen Tundra und der Name des HauptmannsTerlinden erwähnt.


    Beste Grüße und schönes Restwochenende


    Robert

    Hallo Gerhard, hallo an alle,


    wow, da bin ich wirklich etwas neidisch ob dieses interessanten zeitgeschichtlichen Dokuments aus erster Hand. Ich habe großen Respekt für jeden der es schafft etwas druckfertiges zu Papier zu bringen und melde hiermit schon einmal Interesse an einem möglichen Machwerk an. Ich schätze es mittels eines Forums quasi hautnah miterleben zu können wie so ein Projekt umgesetzt wird und habe deshalb auch schon Bücher gekauft die gar nicht meine originären Interessensgebiete behandeln.


    "Wasserleiche", herrlich! ^^ Kapitän z. S. Udo von Bonin taucht aufgrund seiner langen Stehzeit in der Abwehr immer wieder auf. So auch hier, einfach mal googeln und in der GoogleBooks-Ansicht anschauen:

    Nigel West "Codeword Overlord: Axis Espionage and the D-Day landings"


    Von Bonins Sohn Julius v. B. ist als Leutnant z. S. auf U-1107 noch im April 1945 gefallen.


    https://uboat.net/forums/read.php?3,83304



    Auf dieser Seite findest du 586 Dokumente aus dem britischen Nationalarchiv die du downloaden kannst. Während des Lockdowns in Großbritannien sogar kostenlos 10 aufeinmal. Natürlich gibt es noch viel mehr Dokumente zur Abwehr etc. aber die können (noch) nicht online bezogen werden.


    http://discovery.nationalarchi…r&_col=200&_hb=tna&_ps=60


    Ich habe mal geschaut welche Dokumente Norwegen und die im Text genannten Personen beinhalten könnten:


    KV-2/2135 Hans Salzinger Abwehr III

    http://discovery.nationalarchives.gov.uk/details/r/C11270946


    KV-2/1973 Kapitän z. S Udo Wilhelm von Bonin

    http://discovery.nationalarchives.gov.uk/details/r/C11249255


    KV-2/

    Ludwig Klaps

    http://discovery.nationalarchives.gov.uk/details/r/C11377646


    KV-2/

    Meisner Oslo

    http://discovery.nationalarchives.gov.uk/details/r/C11377646


    KV-2/ Traugott Richard Protze

    http://discovery.nationalarchives.gov.uk/details/r/C11235035


    http://discovery.nationalarchives.gov.uk/details/r/C11235034


    Sollte ich zukünftig auf relevante Informationen stoßen werde ich diese sehr gerne zukommen lassen, nicht zuletzt hier unter diesem Thema.


    Noch eine Frage, soll "nur" der Zeitraum 1942 - 43 behandelt werden oder auch darüber hinaus? Das könnte relevant sein hinsichtlich entsprechender Dokumente. So gibt es Personen mit Norwegen-Bezug die aber erst ab 1944 tätig wurden.


    Ich habe noch ein englischsprachiges, militärwissenschaftliches Buch über die Geschichte der sowjetischen Speznas-Einheiten worin auch Einsätze der "Naval Spetsnaz" gegen das AOK 20 beschrieben werden. Ich würde mal schauen ob ich da ggf. etwas interessantes zu Kirkenes finde.



    Beste Grüße

    Robert

    Hallo Stfw68,


    das freut mich wirklich, dass ich zumindest etwas helfen konnte.


    Ich für meinen Teil würde gerne den Durchschlag sehen :thumbsup:


    Du weißt bestimmt, dass es zum POW-Lager in Lethbridge u.a. auf YouTube einiges Material gibt. Sah zumindest ganz interessant aus.


    Mit besten Grüßen

    Robert

    Hallo Gerhard, hallo an alle,


    Gerhard, entschuldige bitte meine vll. dümmliche Nachfrage, aber meinst du mit Abwehrstelle Kirkenes die Dienststelle des Amtes Ausland/ Abwehr im OKW in der norwegischen Stadt oder eine Org-Einheit von SIPO/ SD und damit die Gruppe IV dort?


    Auch wäre ich am Hintergrund der Frage interessiert bzw. woher stammt die Aussage hinsichtlich der "Agentenjagd"? Auf jeden Fall ein spannendes Thema.


    Ich gehe einfach mal davon aus, die militärische Abwehr also die Gruppe IIIF (Spionageabwehr) gemeint ist und in dem speziellen Fall das Unternehmen Tundra der Abwehr um Major Ernst Lutter gemeint ist.


    Sollte SIPO/ SD gemeint sein, wäre der Name den du suchst Willy Laqua, über den du hier einige Informationen findest.


    https://www.cia.gov/readingroom/search/site/Laqua


    Laqua war 1940/41 und 43 für den SD in Kirkenes.


    Die Informationen über die Abwehrstelle oder besser gesagt die Außenstelle der Nebenstelle (Nest) Tromso habe ich in der Bachelorarbeit [PDF] Statspolitiet Tromsø - Munin munin.uit.no › handle › thesis gefunden.


    Hieraus habe ich kopiert und übersetzen lassen:

    ZITAT ANFANG Norwegen entwickelte sich während der Besetzung zu einer ständigen Organisation der Abwehr.

    Erich Pruck gründete die Abwehrstelle (Ast) Norwegen in Oslo mit drei Unterabteilungen - Abwehr Nebenstellen (Anst) in Bergen, Trondheim und Tromsø. Außerdem einige Aussenstellen an kleineren Orten in Norwegen gegründet.


    Anst Trondheim hatte einen Verantwortungsbereich von Ålesund bis

    Bodø und Anst Tromsø hatten den Rest der Gebiete nördlich von Bodø und nach Kirkenes. So ist es die Anst Tromsø, die in dieser Arbeit am relevantesten sein wird, wenn man bedenkt, dass Anst Tromsø umfasste das gleiche Gebiet wie die drei nördlichsten Abteilungen der Staatspolizei. Von den drei vorherigen erwähnten Abwehrgruppen, war dann Gruppe III zahlenmäßig die größte und verantwortlich für Spionageabwehr und Schutz der eigenen Streitkräfte. Gruppe III hatte die folgenden Gruppen:

    Referat III Heer (H).

    2. Referat III Luft (L).

    3. Referat III Marine (M).

    4. Referat III F, Kontraspionasje.

    5. Referat III Krigsfanger (Kgf), kombinert med III H.

    6. Referat III C 1, kartotek.

    7. Referat III C 2, Überwachung og forbindelse til Sipo.

    8. Referat III Wirtschaft (Wi).

    9. Referat III N, post-, telegram- og telefonsensur

    Eine der wichtigsten Untergruppen in Norwegen war das Protokoll III F, das sich mit Spionageabwehr befasste und

    wurde für eine Weile auch vom Chef von Ast Norway, Johannes Nowak, geführt.


    Das Spionageabwehrgeschäft wurde größtenteils von Agenten betrieben, von denen viele Norweger und Inländer waren

    In Nordnorwegen waren auch Angestellte der Staatspolizei vertreten. Gruppe III F sollen weitgehend arbeitete auch mit III C 2 zusammen, das von Ernst Lutter, geführt wurde, einem Verbindungsoffizier zu Sipo und SD. Gruppe III F hatte eine Reihe von Sonderführern, die in standen

    Verbindung mit den Agenten. "Sonderführer" war ein dem Leutnant gleichwertiger Fachabschluss, aber hatte oft ein hohes Bildungsniveau und beherrschte die skandinavische Sprache. Det nevnte Abwehr Nebenstelle in Tromsø umfasste die Gruppen I, III und III F. Die Nebenstelle in Tromsø wurde zuerst von geleitet

    Corvette-Kapitän von Redel.


    Nach seiner Versetzung nach Spanien wurde von Redel von Corvette Captain Klaps und abgelöst Corvette Captain Claus Kühl. Ein Neffe von Canaris, Oberleutnant Feldmann, führte für kurze Zeit die Spionageabwehr in Tromsø, bevor er bis zum Herbst von Hauptmann Fuhrmann abgelöst wurde

    1942. Nach ihm war wieder der Leutnant, Dr. Walther Iwan, Kommandeur bis zur Befreiung.


    In Kirkenes gab es eine Aussenstelle, die von Sonderführer Morgenstern und später mit geführt wurde von Korvettenlapitän Kühl als Kommandeur bis April 1943 mit Sonderführer Hildebrandt, Hauptmann Terlinden und Major Lutter als Nachfolger. Kirkenes hatte einen größeren

    sicherheitspolitische Rolle als die anderen Städte in Nordnorwegen aufgrund der Nähe der Stadt zu Die Nordfront und damit die Gegenspionage insbesondere gegen Partisanentätigkeiten muss gewesen sein

    wichtig. Abwehrprotokolle III / F operierten mit Agenten der Zivilbevölkerung, die V- genannt wurden.


    Männer, ein V-Mann war der Anführer seiner Gruppe und hatte U-Männer unter sich. Es war nur V-die Männer, die direkten Kontakt zur Abwehr hatten, während die U.-Männer nur direkten Kontakt hatten

    Verbindungen zu seinen V-Männern. Abwehr III / F werden ab diesem Zeitpunkt nur noch hergestellt...


    5.2.2 Staatspolizisten der Abwehr in Kirkenes

    In Kirkenes drehte sich ein großer Teil von Abwehrs Arbeit um gegnerische Russen

    Spione. Mindestens zwei der Angestellten der Staatspolizei in Kirkenes hatten dies als ihre

    Hauptaufgaben. Die Reifenfirma Abwehr in Kirkenes war eine deutsche Fischerei mit Namen

    "Wiking Fisch" oder Viking Fisk.404 Ein Norweger, der in dieser Firma arbeitete, war Ingenieur

    Seltsamer Heian. Er war ein Abwehragent und rekrutierte eine Reihe von Norwegern in den Dienst der Abwehr.

    In dieser Firma fungierte Korvettenkapitän Kühl, Chef der Abwehr in Kirkenes, als Buchhalter und Chef

    Bei der Staatspolizei in Kirkenes rekrutierte Abwehr die beiden Beamten Viktor Emmanuel Larsen und Harald Alf Tørseth als Agenten. Odd Heian behauptete im Verhör, dass die Staatspolizisten

    Arnold Harr und Toralf Gjærde waren ebenfalls unter ihren Agenten. Es wurde nie bewiesen, dass Gjærde war

    Abwehragent. Im Prozess gegen Arnold Harr wurde er nicht als Abwehragent bezeichnet, sondern eher einer, der mit Odd Heian in Verbindung gebracht wurde. Heian beschreibt Harr unter anderem als einen guten Menschen

    Kamerad von ihm und dass er mit Informationen zu ihm kam.

    Diese Informationen müssen aus Stimmungsberichten und Beschreibungen von bestanden haben

    Als Partisanentätigkeit in der Bevölkerung soll Harr auf Olai Pack Olsen hingewiesen haben, der es war kommunistisch und deutschfeindlich.406 Harald Alf Tørseth soll als rekrutiert worden sein

    Agent für Abwehr im Frühjahr 1942. Viktor Emanuel Larsen kam mit den Deutschen in Kontakt noch bevor er zur Staatspolizei ging. Bereits als Larsen bei A / S Syd-Varanger in arbeitete

    1940/41 wurde er als Agent der deutschen Sicherheitspolizei in Kirkenes eingestellt. Seine

    Die Aufgaben bestanden darin, Berichte über die Atmosphäre und die Arbeitsbedingungen im Unternehmen zu erstellen

    Minen in Bjørnevatn. Die Deutschen waren sehr interessiert an dieser Einrichtung, und er schickte seine...

    Zu Neujahr 1942 verließ er die A / S Syd-Varanger und nahm von sich aus eine Stelle als Fahrer an Hauptmann Leutnant, später Corvette Hauptmann Claus Kühl. Wie bereits erwähnt, war Kühl Chef der Abwehr in

    Kirkenes, als Viktor Larsen dort Agent war. Es ist vielleicht richtiger zu sagen, dass Larsen eingestellt wurde als Fahrer bei der Firma Wiking Fisch, wo Kühl als Manager arbeitete, aber das war nur

    die Reifenfirma der Abwehr und diente als Tor zur Rekrutierung von Agenten. Obwohl

    Larsen war als Fahrer und Automechaniker beschäftigt, es ist jedoch klar, dass er sich auch dazu verpflichtet hat

    Informationen für die Abwehr sammeln. Odd Heian sagt in einem Verhör, als Larsen bei angestellt war

    Heian erzählte ihm, was die Abwehrorganisation war und was sie taten.

    Larsen begann mit einem Gehalt von 350 NOK. Der Monat stieg aber allmählich auf ein Gehalt von 500 auf

    kr. Larsen war sehr an Jagd und Fischerei interessiert und unternahm mehrere Reisen in den Bezirk. Unter diesen

    Während der Reisen fungierte er als Agent für die Abwehr und "fischte" auch nach Informationen von den Menschen, die er traf

    met.408

    Am 18. August 1942 soll eine Person namens Harjo von Sipo und nach 6 Jahren festgenommen worden sein

    Wochen im Gefängnis entkam er mit einem inhaftierten Polizisten namens Rygh. Viktor

    Emanuel Larsen wurde von Kühl beauftragt, die entkommenen Menschen aufzuspüren. In diesem Zusammenhang

    er blieb unter anderem eine Woche bei Harjos Frau, ohne ihnen auf die Spur zu kommen.409 I.

    Im März 1943 verließ Kühl Kirkenes und Otto Doose wurde der neue Befehlshaber der Abwehr in der Region.

    Viktor Larsen wollte nicht weiter als Agent für Abwehr arbeiten und begann stattdessen mit

    Die Staatspolizei in Kirkenes als Polizist. Als Polizist hätte er kein Agent der Abwehr sein sollen

    länger, aber er war immer noch mit den Deutschen verbunden.410

    Larsen seinerseits behauptet, er habe vor dem Winter nie gewusst, was für eine Organisation Abwehr war

    1943 nach Abschluss des Wiking Fisch. Dann würde Kühl als Chef der Abwehr zurücktreten, soll er erzählte Larsen von dem eigentlichen Geschäft der Abwehr. Doose wurde dann der Neue

    der Chef, aber Larsen mochte ihn nicht so sehr, dass er sich weigerte, weiterzumachen.


    Operation Tundra

    In Großbritannien gelang es dem Geheimdienst, Abwehragenten in Doppelagenten umzuwandeln

    Senden Sie gefälschte Funknachrichten zurück. Wie die Briten konnten auch die Deutschen rekrutieren

    Doppelagenten. 1943 gelang es der Abwehr in Kirkenes, einen russischen Agenten zu fangen und ihn dazu zu zwingen

    ein Doppelagent werden. Dieser Agent war Leif Utne, ein Telegrafist und Teil einer Gruppe von drei Partisanen, die ab Oktober 1942 einen Wohnsitz auf der Varanger-Halbinsel hatten. 1940 entkam sie

    Über. 90 Menschen aus der Region Varanger nach Russland, das waren Männer, die verbunden waren die Kommunistische Partei in der Gegend, die mit ihrer Familie über die Grenze geflohen ist. Die Norweger, die

    entkommen im Jahr 1940 wurde von den Russen rekrutiert und ausgebildet, um Sendestationen entlang zu betreiben

    Die Küste von Varanger, meistens mit zwei Norwegern und einem Russen. Als die Russen 1943 anfingen zu senden

    Lieferungen an die Stationen auf dem Luftweg statt U-Boot, diese Stationen wurden entdeckt und von den Deutschen niedergeschlagen. Leif Utne und seine Entsendegruppe wurden Rekruten der Flüchtlingsgruppe aus

    1940. Der deutsche Geheimdienst hatte ihre verbleibende Familie seit der Flucht überwacht.414

    Gleichzeitig haben die Deutschen im Rahmen dessen auch Sendestationen in Persfjord und Syltefjord geschlossen

    die Kampagne. Die sowjetischen Agenten wurden in den Fällen, in denen sie sich befanden, entweder getötet oder gefangen genommen von den Deutschen entdeckt. Die Radiosender schickten Nachrichten an Murmansk und die Informationen

    Die Sowjets erhielten die Möglichkeit, mehrere deutsche Schiffe zu versenken.415 Die Operation zum Aufspüren Die Funksender erhielten den Codenamen Tundra und Major Ernst Lutter war zentral in dieser Mission als Chef der Abwehr in Kirkenes. Abwehroffiserene Hauptmann Terlinden und Oberleutnant Uthe nahm zusammen mit Agent Otto Doose an der Operation teil. Von der Staatspolizei in Kirkenes nahm dann teil Harald Alf Tørseth als Führer und Bekannter der Deutschen.416

    Die Funksendergruppe "Ludwig", zu der der zuvor erwähnte Leif Utne gehörte, wurde von entdeckt die Deutschen von ihrem Spuk am anderen Ende des Båtsfjords. Der Anführer der Gruppe Frans Mathisen schoss

    selbst, während Utne und sein Onkel gefangen genommen wurden. Jüngste Utne, die erst 20 Jahre alt war hatte wahrscheinlich die Wahl zwischen der Einstellung als Doppelagent für die Deutschen und Senden Sie gefälschte Funknachrichten an die sowjetische Seite oder lassen Sie sich erschießen. Er entschied sich für Ersteres.

    Die falschen Nachrichten wurden ab dem 3. September 1943 gesendet, als Utne über Funk bestellte

    neue Lieferungen aus Flugzeugen. Die Sowjets hatten keine Ahnung, dass Utne zu einem Agenten für die Deutschen geworden war und

    Utne schickte schließlich auch eine Anfrage, von einem U-Boot abgeholt zu werden. Es sollte auch haben

    Zwei Männer in einem Fallschirm fallen gelassen, um die Gruppe nach Utne zu unterstützen, waren diese beiden Personen

    Oskar Nystrøm und ein Telegraphenbetreiber namens Nicolai Korowin.

    Das erwähnte U-Boot kam Ende Oktober 1943 nach Syltefjord. Hier setzte es zwei ab

    Norweger, Åge Halvari und Henry Pettersen, die sofort von den Deutschen festgenommen wurden. Die Deutschen

    griff das sowjetische U-Boot an und glaubte, es geschafft zu haben, es zu versenken. Das U-Boot entkam und gelang es, in stark beschädigtem Zustand nach Murmansk zurückzukehren. Die beiden genannten Verstärkungen wurden freigegeben

    im Fallschirm wurde auch von den Deutschen genommen, Nystrøm wurde in der Schlacht erschossen und Korowin wurde verhaftet.


    Der Kontakt zwischen Utne und der sowjetischen Seite dauerte laut Tore bis Ende Februar 1944 Pryser, dies war eine der erfolgreichsten Abweh-Operationen in Norwegen.

    Abwehr hatte mehrere Operationen in der Region Kirkenes von ähnlicher Art, aber in dieser Aufgabe ist die Operation Tundra besonders relevant, weil der Staatspolizist Harald Alf Tørseth daran teilgenommen hat

    sowohl als Agent der Abwehr als auch als Angestellter der Staatspolizei. Er war schon einmal gewesen

    Grenzpolizist in den Elfen in Richtung der finnisch-russischen Grenze in der Zwischenkriegszeit und hatte

    daher gute Kenntnisse der Region. In Tore Prysers Buch geht es um deutsche Geheimdienste in den nordischen Ländern

    er schenkt Tørseths Beteiligung an der Operation Tundra nicht viel Aufmerksamkeit, und es ist schwer zu finden

    gute Quellen dafür, wie Tørseths Portfolio an Dokumenten, die im Verratsverfahren gegen ihn verwendet wurden, ist

    verschwunden und das einzige verfügbare Dokument ist das Gerichtsbuch aus dem Prozess gegen ihn. IM

    Das Gerichtsbuch bezieht sich auf eine Diensterklärung des Leiters der Staatspolizei in Kirkenes, Jon Bell

    Breivik vom 15. Januar 1944, in dem Folgendes angegeben ist:

    Die Arbeit von Offizier Tørseth im Jahr 1943 - im Auftrag von Polizeiinspektor Lothe - erheblich in Arbeit für Abwehroffiziere in Kirkenes, Hauptmann Terlinden und später Major Lutter bestanden. Der Offizier hat hier sehr gute Arbeit geleistet, insbesondere im Fall Spion von 1943. I.

    verweist auf den Geschäftsbericht, Punkt 8 b. Leider hat die Abteilung nicht direkt davon profitiert

    die Arbeit des Offiziers, wie es die deutsche Sicherheitspolizei ist, die die Gelegenheit dazu erhalten hat

    Vervollständige die begonnene Arbeit. Seine Bemühungen im Spionagefall sind jedoch so groß

    was bedeutet, dass ich mit diesem in seiner Akte angegebenen erlauben werde.

    ZITAT ENDE


    Zeitlich wie aus dem Text hervorgeht wären dann die Leiter der Außenstelle Kirkenes Sonderführer Morgenstern bzw. Korvettenkapitän Claus Kühl und ggf. noch Sonderführer Hildebrandt relevant. Inhaltlich hinsichtlich der Agentenjags stechen aber klar Major Ernst Lutter sowie Hauptmann Terlinden und Oberleutnant Uthe hervor.


    Major Ernst Lutter scheint auch an der Jagd auf die Saboteure der Schwerwasserproduktion in Rjukan beteiligt gewesen zu sein.

    https://de.m.wikipedia.org/wik…che_Schwerwasser-Sabotage

    Im Archiv in Norwegen liegen Aussagen von ihm dazu vor.


    Die genauen Dienstzeiten der genannten Akteure in Kirkenes erschließt sich mir nur bedingt, wie auch die Zuordnung zu den OrgEinheiten. Lutter scheint jedenfalls Leiter IIIC2 (Kooperation mit SIPO) der Nest Tromsø gewesen zu sein bevor er die Außenstelle in Kirkenes leitete und damit - sofern großartig andere Abwehrdienststellen vor Ort waren - auch für diese verantwortlich zeichnete.


    Beste Grüße

    Robert

    Hallo an Stfw68, hallo alle,


    Ich kenne mich mit den Küstenaufklärern nicht aus und kann somit nicht sagen, ob es sich bei den Einsätzen in Finnland um reguläre Kooperationen des "offiziellen Militärs" mit Finnland handelte.


    Aber als am OKW-Amt Ausland/ Abwehr unter Admiral Canaris interessierte Person muss ich bei "merkwürdigen" Aktionen in Skandinavien insbedondere vor dem Krieg immer an den Fregattenkapitän Alexander Cellarius denken, der Leiter der Kriegsorganisation (KO) Finnland der Abwehr in Helsinki war. Hier im Forum wurde ja bereits ein Absturz in Finnland vor dem Krieg behandelt in den Cellarius involviert war:


    Korvettenkapitän Alexander Cellarius


    Die sogenannte Staffel Rowehl, die auch für die Abwehr flog hat ja vor dem Krieg in z. B. auch über der Sowjetunion mit Zivilflugzeugen Aufklärung durchgeführt. Ob der von der geschilderte Einsatz auch hierunter fällt und teilweise die Küstenaufklärer für derartiges zum Einsatz kamen weiß ich nicht.


    Obwohl Cellarius nach dem Krieg im britischen Verhörzentrum Bad Nenndorf interniert war, habe ich keine Akte direkt über ihn im britischen Nationalarchiv gesehen.


    Sollte es dennoch in diese Richtung Aufklärung etc. gehen, könnte auch Luftwaffenoffizier Carl Seber (* 19.01.1883 in Trier) von Interesse sein. Seber diente mehrfach in Finnland u. a. als Berater für Luftstreitkräftefragen und lebte auch als Landwirt dort. Zudem leitete er seit 1937 die Organisationseinheit Abwehr-I L(uft) in Berlin. Also quasi ein Finnland-Experte der Luftwaffe und der Abwehr.


    https://de.m.wikipedia.org/wiki/Carl_Seber


    https://forum.axishistory.com/…4918&hilit=Seber#p2224918


    https://www.lotsearch.net/auct…24-juni-2017-59212?page=6


    "Todesurteile sowjetischer Militärtribunale gegen Deutsche", S. 650


    Colonel Carl Seber, 1888–1945. The German military pilot who settled in

    Finland as a small farmer and became an intelligence officer and the

    Helsinki Station Chief …………………………………………………….……263

    Vasili Hristoforov


    Das alles ist zugegebenermaßen viel Spekulation meinerseits, aber mehr kann ich leider nicht zu deiner Ausgangsfragestellung beisteuern. Ich bin gespannt auf die Entwicklung dieses Themas hier im Forum.


    Was du zur Hochzeit deiner Eltern schreibst, stimmt einen tatsächlich wieder einmal sehr nachdenklich.


    Vielleicht wäre das auch etwas für dich?!

    https://www.ebay.de/itm/Kueste…n-1939-1940-/324424211550



    Mit besten Grüßen


    Robert

    Hallo Gebhard, hallo an alle,


    als ich die Überschrift las, dachte ich erst an die "FooFighter"-Sichtungen über Deutschland :), die gerne für obskure Nazi- UFOs etc. herangezogen werden.


    Als ich sah, dass es um Bodenlicht geht war mein erster Gedanke sofort, dass es sich um Scheinanlagen handeln könnte.


    Aber ich bin absolut kein Experte auf dem Gebiet der Luftkriegsführung :|


    Zu dem Thema gibt es in "Militärgeschichte - Zeitschrift für historische Bildung" Heft 4/2019 auf den Seiten 14 - 17 den Artikel von Jürgen Lohbeck (Ehrenamtlicher Mitarbeiter LVR-Amt für Bodendenkmalpflege) "Scheinanlagen im Zweiten Weltkrieg - Die Krupp'sche Nachtscheinanlage in Velbert".

    Diese wurde allerdings Anfang 1944 stillgelegt, da das echte Krupp-Gussstahlwerk in Essen so schwer bombardiert worden war, dass die Scheinanlage nicht mehr benötigt wurde.



    Beste Grüße

    Robert

    Guten Abend hier ins weite Rund,



    SS-Obersturmführer Gerd Jahn


    * 25.08.1921 in Ueckermünde/ Mecklenburg-Vorpommern


    SS-Nummer: 423779


    21.06.1942: Beförderung zum SS-Untersturmführer


    II./ SS-Panzergrenadier-Regiment 1 LAH


    Dezember 1942: Feldpostnummer 48477B - Stab II und Stabskompanie SS-Panzerregiment 1 Leibstandarte


    20.12.1943: Stabskompanie SS-Panzerregiment 1


    Februar 1944: 1./(Schw.)SS-Panzer-Regiment 1 LAH


    20.04.1944 Beförderung zum SS-Obersturmführer


    Auszeichnungen: EK II, EK I


    Quellen:

    https://www.cia.gov/readingroo…/519bded9993294098d5155cb


    Werner Kindler "Obedient unto death: a Panzer-Grenadier of the Leibstandarte SS Adolf Hitler reports"



    Beste Grüße

    Robert

    Hallo Alain, hallo an alle.


    Alain, Vielen Dank dir für die Bilder und den Link davor.

    Sieht ja richtig schick aus das Hotel, erinnert mich ein wenig an das große Hotel an der Promenade von Scheveningen/ Den Haag.


    Bezüglich der Übermittlung der Bilder in nicht-komprimierter Form, muss ich leider sagen, dass mir der Lockdown zuvor gekommen ist.


    Aber ich hole das nach sollte sich da die Möglichkeit hier wieder ergeben.


    Ich wünsche allen Schöne Weihnachten. Auf bald wieder hier im Forum und Gruß


    Robert