Posts by Handschweiss

    Hallo ich bin Jochen und auf der Suche nach Infos über den Kriegseinsatz meines Vaters. Er war beim Grenz-Infanterie-Regiment 124, 72. Infanteriedivision.

    Gibt es irgendwo detaillierte Schilderungen über die Tätigkeiten dieser Einheiten zwischen April 1942 und September 1942?

    Die Einheiten waren wohl auf der Krim - Sewastopol und dann am Mittelabschnitt.

    Mein Vater wurde am 5.9.1942 in der Schlacht von Rschew verwundet. In der Bundesarchiv-Karte ist ein Ort angegeben, Asuchtino oder so ähnlich. Siehe Bild. Weiß jemand wo dieser Ort ist?

    Vielen Dank und liebe Grüße

    Hallo, die Aussage "12. März 1945:"... Die Wehrmacht, ..verläßt Idar-Oberstein" kann nicht stimmen. Meine Mutter, die am 19. März 1945 18 Jahre alt wurde, berichtete: Die Wehrmacht verließ die Stadt kampflos einen Tag vorher (18.März). Die Straße in Richtung Pfalz sei voller toter Pferde gewesen, wovon sich die Zivilisten einen Braten abschnitten. An ihrem Geburtstag habe die ganze Stadt nach Braten geduftet. Im Laufe des Tages 19. kamen amerikanische Panzer über Göttschied den Schloßberg herunter.

    Viele Grüße

    Jochen

    Ja, leider haben wir nichts mehr sonst darüber. Vielen Dank aber trotzdem.

    Als Abendunetrhaltung ist hier noch sein Brief vom 1.12.1941 aus der Nähe von Tobruk:


    Lieber Bruder...

    Am 20.(Nov. 1941) wurden wir aus unserer Stellung herausgezogen. Wir haben schon viele Stellungswechsel gemacht, doch so schnell nie. Und wir hatten uns schon so gefreut, uns für das T-Unternehmen so gut eingebaut zu haben. Heute Nacht war es beabsichtigt. Schon auf dem Anmarsch aus unserer Stellung kamen so rund 50 Engl. im Paradeflug daher geflogen und ließen genau auf uns ihre Eier fallen. Es gab mächtig ? Krach und Splitter doch keine Verluste.

    Nach 10 km Fahrt ging die Batterie in Stellung und schon tauchten auf dem gegenüberliegenden Höhenzug aus dem künstl. Nebel die Mark II auf, die mit ihrem 14g wie wild die Batt. bestrichen.

    Als erster fiel auf unsrer Seite der Kommandeur, der an ein Geschütz als Richtkanonier gesprungen war. Doch dann gings los. Ein Knall und hie rund da und dort stieg eine schwarze Rauchwolke zum Himmel. Nachdem ihrer über 20 draufgegangen waren, war der 1. Angriff abgewiesen. Die Überraschung, die die Einbindung von Tobruk bringen sollte, war mißlungen. Rommel stand bei unseren Geschützen und sagte immer: Wenn ihr bis morgen aushaltet, ist alles gewonnen.

    Immer wieder versuchten es die Tommys. Endlich am 22. (23.?) Abend kamen unsere (?) Nun waren wenigsten wir ein wenig freier.

    Am 23. kam eine echte Rommelidee. Unsere Abteilung, die ja schon genug Ausfälle an Geschützen und Mannschaften hatte, ...

    (ein Panzer z.B. hatte am 21.11. am Rohr eingehackt und dieses so lange gerüttelt, bis etwas knackte. Die Bedienung, soweit noch nicht tot, lag unter den Holmen, um den MG- und Geschützgarben des Panzers zu entgehen.) ...sollte mit seinen (Rommels) Panzern in die Wüste fahren, um den Feind einzukreisen. Ich kam (unleserlich) deren Mannschaften zum größeren Teil gefangen waren

    Ihre Geschütze befanden sich am 23. und (?) in Feindeshand, der aber mit ihnen nichts anzufangen wußte, und dem wir 2 Geschütze wieder abnahmen, mit denen wir nun wieder feuerbereit stehen.

    Einen Schuß nach Tobruk und einen hinter uns gegen die Panzer.

    Die Lage ist genau noch nicht ganz geklärt...Nun wagen sich auch schon wieder einige M 109 hervor.. (unleserlich) aus 20 Stück Engl. gewiß einen heraus.

    Die Verwirrung war groß, wer hätte das dem Tommy zugetraut, daß er mit einer solchen Zahl von Panzern einen solch ungeheuren Wüstenmarsch wagen würde. Flankenstöße mit anderen Kräften wurden schon für möglich gehalten. Da herunten spürt man die amerikanische Hilfe.

    Doch wo wird unsere Abteilung und besonders meine 3.Batterie stecken. Gerüchte wollen wissen, sie seien 200km in der Wüste... Der Herrgott gebe ihr eine gute Rückkehr.

    Meinen Fotoapparat haben die Tommys erbeutet, denen er hoffentlich wieder abgejagt wird...(unleserlich)

    Herzlichst Dein Bruder.

    Ich weiß nicht, ob so etwas interessant oder bekannt ist?

    Mein Schwiegervater war Obergefreiter bei der 408 und hatte Gelegenheit, vom 15. bis 30.1.1942 seinem Hobby "Geologie" nachzugehen. Er fuhr mit einem Wehrmachtsfahrzeug in das Wüstengebiet südlich der großen Syrte und suchte Gesteine und Versteinerungen. Davon gibt es eine alte Karte, auf der seine Route mit Bleistift eingezeichnet ist. Heute ist das ein Ölgebiet.

    War so eine "touristische Lustreise unter Kriegsbedingungen" in Afrika üblich für einen "kleinen" Soldaten?

    Es gibt auch noch einen Brief von ihm, wo er die Ereignisse um den 20.11.41 sehr dramatisch schildert. Falls das von Interesse ist, stelle ich es hier rein. Es deckt sich großteils mit dem hier vorhandenen Bericht aus http://www.lexikon-der-wehrmac…/ArtAbtschwer/AA408-R.htm , ist aber natürlich persönlicher gehalten.


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    Hallo, ich bin Jochen und gerade auf der Recherche nach der Vergangenheit meines Vaters.

    Er war vom 6.10.1941 bis 28.3.1942 beim RAD. Laut Bescheinigung hieß die Einheit R.A.D. Abt. K4/322 (H327) .

    Stationiert war er in Metz-Mühlen in Lothringen. Seine Aufgabe war Stiefelputzen und Botengänge für irgendeinen Chef.

    Vielleicht ist das interessant für Euch oder jemand hat sogar Zusatzinfos dazu.

    Danke!