Posts by Forstmeister

    Hallo zusammen,


    bei germandocsinrussia findet sich unter Findbuch 12493 - SS, Waffen-SS und Polizei, Akte 25. Ermittlungsunterlagen des RSHA und Urteile gegen Wehrmachtsangehörige auf S. 179 der Ermittlungsakt zu Leutnant Friedrich Harald Lindemann geb. 16.7.1923 in Potsdam, ehemals Angehöriger 9./Art.Rgt.132. Sein Vater war der am Attentat des 20. Juli 1944 beteiligte General der Artillerie Friedrich Lindemann. Im Zuge der Emittlungen bezüglich des Vaters wurde er aufgrund einer Aussage einem anderen V.B.-Offizier seines Regiments gegenüber wegen Zersetzung der Wehrkraft angeklagt.


    Der Akt bietet mit über 100 Seiten sehr viel interessantes Material wie Feldpostbriefe und Verhörprotokolle, doch leider fehlt das Urteil des Volksgerichtshofs. Hat jemand vielleicht noch genauere biographische Informationen (Sterbedatum nach dem Krieg?) und insbesondere zum Ausgang des Verfahrens?


    Besten Dank im Voraus!


    Grüße,

    Max

    Hallo Andreas,


    geht es eher um schwere Waffen wie Geschütze und Werfer oder auch um Handwaffen? Und ich nehme an es beschränkt sich nicht nur auf amtliche H.Dv. und D. mit Nummer sondern auch auf private Veröffentlichungen wie der von dir eingestellte Auszug aus dem "Handbuch für den Flakartilleristen"? Ich sammle sowohl Heeres- als auch Polizeidruckvorschriften, vielleicht kann ich weiterhelfen.


    Grüße,

    Max

    Hallo Dieter,


    nichts zu danken, genau, die Bezeichnung hat sich nach dem Krieg geändert und heißt auch heute noch Dienstvorschrift. Doch schon während des Krieges hat sich auch bei der Wehrmacht umgangssprachlich die Bezeichnung Heeresdienstvorschrift eingebürgert. Wenn man genau aufpaßt kann man das auch in diversen Kriegserinnerungen so lesen und hat sich auch in so manche heutige "Fachliteratur" eingeschlichen.


    Hallo Werner,


    das ich mit dem "Regal hinter dir" als Quellenangabe nicht ganz zufrieden sein kann, wirst du dir denken können. Interessant wären schon Titel, Aktenzahl oder welches Fachbuch.


    Die 12 Pak korrespondieren noch mit der alten Panzerjägerkompanie (mot Z) nach K.St.N.1141 vom 01.01.1941. Dort waren auch 12 Pak 36 vorgesehen.

    Die Jagdpanzerkompanie (IV oder 38 (t)) nach K.St.N.1149 (ohne a) hatte hingegen 10 oder 13 Kampffahrzeuge.


    Übrigens noch zur Waffenzuteilung: Laut OKH/BdE.. 1a 7500/1939 geh. zur Aufstellung der SS-Polizei-Div.:

    ....

    C. Ausstattung mit Waffen und Gerät

    Für die Austattung der von der Ordnungspolizei aufzustellenden Teile der Polizeidivision werden Waffen und Gerät tschech. Herkunft vom Heer bereitgestellt.

    ....


    Grüße,

    Max

    Hallo Werner,


    ich kann nur noch einmal meine präzisierte Aussage wiederholen: was bei den Fronteinheiten nicht gewollt war. Das die Polizei oft eine vergleichbare Ausrüstung wie die Sicherungsverbände hatte wurde nie bestritten.


    "Modernste Waffen und gutes Material" kann ich aber beileibe nicht entdecken, von den vier 7,5cm Pak 40 und Gr.W. 34 vielleicht einmal abgesehen. Wobei, von fettem Gemisch kann man da auch nicht sprechen, wenn man das mit einer

    Panzerjägerkompanie (mot) (n.A.) nach K.St.N.1140n vergleicht; die hatte nämlich 12 (!) Pak 40.


    Aber abgesehen davon: sehr interessante Angaben und genau das was im Ausgangspost gefragt war. Darf man Fragen wo du das gefunden hast?


    Grüße,

    Max

    Hallo Dieter,


    diesmal kann ich dir leider nicht recht geben, genau so wie bei den Heeresdruckvorschriften (H.Dv.) ist es ein häufiger Irrglaube, das "D" stehe für Dienst. Siehe auch im Anhang.


    Grüße,

    Max

    Hallo Dieter,


    danke für den Hinweis, das stimmt so natürlich. Dabei möchte ich auch auf die Kampfgruppe "von Gottberg" hinweisen, bei der Polizeiregimenter und eine Sicherungsdivision nebeneinander einem SS-Brigadeführer unterstellt waren.


    Hallo Werner,


    ich weiß jetzt nicht genau worauf du mit den unterschiedlichen Wehrmachtteilen hinauswillst; ich denke es sollte klaraus dem Text hervorgehen, daß es sich um klassische Heeresbewaffnung handelt (was nicht heißt, daß Kriegsmarine und Luftwaffe keine Karabiner hatten...). Zum Thema Quellenlage möchte ich auch nochmals betonen, daß es sich um eine Zusammenfassung der Merkblätter und Polizeidruckvorschriften (PDV) in meinem Besitz handelt. Abgesehen von Schriftverkehr meines Wissens nach die besten Quellen zu dieser Thematik.


    Das die Aufgaben der Truppenpolizeien (siehe auch die maßgebliche mir vorliegende PDV. 41!) mit denen der Sicherungsverbände der Wehrmacht vergleichbar waren, wird nicht bestritten und wurde es wurde auch nichts Gegenteiliges von mir behauptet.


    Das die bei den Polizei-Panzer-Kompanien verwendeten Modelle waren sogar bei Frontverbänden eingesetzt waren stimmt nur in absoluten Ausnahmefällen, der allergrößte Teil war nur bei Ausbildungs- und Sicherungsverbänden in Verwendung. Damit gilt wieder das gleiche wie bei der Infanteriebewaffnung: was bei den Fronteinheiten nicht gewollt war. So ist vielleicht weniger vereinfacht formuliert.


    Wer Verteilung der Bewaffnung entschied ist eine gute Frage. Letzten Endes vermutlich die gleichen, die über die Zuteilung von Rohstoffen bei Rüstungsaufträgen zuständig waren: Die Behörde des Beauftragten für den Vierjahresplan bzw. der Reichsminister für Bewaffnung und Munition. Und das die Fronteinheiten der Wehrmacht bei Zuteilung der Bewaffnung und Ausrüstung den Vorzug gegenüber Truppenverbänden der Polizei hatten steht glaube ich außer Diskussion. So war z.B. auch die SS-VT/Waffen-SS in den ersten Kriegsjahren mit tschechischen MG ausgerüstet, weil sie keinen Zugang zum Beschaffungswesen der Wehrmacht hatte.


    Welche Polizei-Verbände waren mit modernsten Waffen und gutem Material ausgerüstet?


    Grüße,

    Max

    Hallo Gerard,


    danke für den Hinweis. Die Quellenlage ist ja sehr dünn und so sieht es dann leider auch in der entsprechenden Forschung aus. Hoffentlich finden sich noch weitere Kollegen, die Lust darauf haben hier Material zusammenzutragen.

    Bei der SS-Polizei-Division handelt es sich ja streng genommen um einen Division der Waffen-SS, die ist dadurch sogar vergleichsweise gut erforscht. Die Pol.Btle./Rgtr. hingegen waren ja weiterhin Teil der Ordnungspolizei, auch wenn sie meist dem Kommando einer Sicherungs-Div. der Wehrmacht unterstellt waren.


    Grüße,

    Max

    Hallo Gerard


    danke für die Ergänzung, wenn man sich die Auflistung auf der Tafel ansieht, muß das Pol.Btl. 207 in Österreich aufgestellt worden sein: Steyr-Solothurn MP.34 (ö) und MG.30 (ö). Die Steyr-Kipplaufpistolen fallen unter die besagten Pistolen 7,65.

    Könntest du mir vielleicht einen Link zu so einem NARA-Bestand zukommen lassen? Ich finde mich leider in deren Suche nicht zurecht.



    Hallo Darko,


    danke, klingt sehr interessant.



    Grüße,

    Max

    Hallo zusammen,


    ich würde mich freuen wenn jemand genauere Informationen zur Bewaffnung und Ausrüstung der Polizei-Bataillone/Regimenter (oder auch der Schuma-Bataillone) im Bandenkampf an der Ostfront hätte. Vor allem originale Aurüstungsnachweisungen wären interessant.


    Einmal vereinfacht gesagt war die Polizei mit allem bewaffnet, was bei der Wehrmacht nicht mehr gewollt war. Laut mir vorliegendem "Merkblatt über die Bewaffnung der Polizei in Erwartung von Kampfhandlungen" kann man zu den Handwaffen sagen:

    Gewehre: 98a (noch aus Polizeibeständen der Weimarer Zeit), Karabiner (t) oder (p)

    Maschinenpistolen 18 und 28

    leichte MG: alte 08/15, MG 26/30 (t)

    schwere MG: 08 oder 37 (t)

    Pistolen: 08 und verschiedenste im Kaliber 7,65 (siehe auch PDV. 14)

    Panzerbüchsen 39 und l.GrW 36 (5cm)

    Zusammenfassend also vor allem viel tschechisches Fremdgerät, russisches Beutegerät wird nicht aufgeführt, wurde nach Fotos aber bestimmt auch verwandt. Vor allem auch bei den Schuma-Bataillonen.


    Bei den Polizei-Panzer-Kompanien verschiedenste Modelle, Panzerspähwagen vor allem Steyr ADGZ ("Polizei-Panzerkampfwagen Steyr"), Tatra OA vz. 30 ("Polizei-Panzerkampfwagen Tatra") und Panhard ("Polizei-Panzerkampfwagen französisch"). An Kettenfahrzeugen verschiedenste polnische, französische und russische Beutepanzer. Hier sei vor allem auf das Standardwerk von Werner Regenberg verwiesen.


    Bei den Polizei-Geschütz-Batterien/Abteilungen liest man von "Geschütze 7,62 (r) kurz/lang". Ich nehme an hier handelt es sich um die 7,62 cm Infanterie-Kanonenhaubitze 290 (r), bei "lang" vermutlich um die 7,62-cm-Feldkanone/PaK 36 (r) und 7,62-cm-Feldkanone 288 (r)?


    Ergänzungen wären sehr willkommen, vor allem auch welche Einheiten mit welchem Gerät ausgerüstet waren.


    Grüße,

    Max

    Hallo Nicco,


    vielen Dank für den Link, das mit der Legion Condor war mir bereits bekannt. Wenn man kleine Infos über das Wachbataillon findet ist es interessanterweise meistens etwas über das Musikkorps.


    Grüße, Max

    Hallo zusammen,


    hat jemand genauere Informationen zum Wachbataillon der Luftwaffe in Berlin? Die Einheit ist nicht zu verwechseln mit dem Regiment "General Göring", dieses trug weiße Kragenspiegel und Schulterklappen, das Wachbataillon der Luftwaffe hingegen gelbe mit einem verschlugenen "LW" (siehe auch Anhang) auf den Klappen. Leider findet man zu dieser Einheit praktisch garnichts, obwohl sie im Berlin der 30er durchaus präsent gewesen sein muß, schließlich stellte in Abwechslung mit dem Wachregiment "Großdeutschland" des Heeres (gotisches "W" auf den Klappen) die Ehrenwache unter den Linden samt Wachaufzug. Außerdem gibt es von dessen Musikkorps mindestens genau so viele und qualitativ gleichwertige Marsch-Aufnahmen wie vom Regiment GG, obwohl das Musikkorps nur die Normalstärke von 30 Musikern hatte (im Gegensatz zum Regiment GG mit Überstärke von 54 Musikern).


    Ich würde mich über alle Infos zu Aufstellungsdatum, Gliederung, Aufgaben, Kaserne usw. freuen, auch Fotos wären interessant.


    Grüße, Max

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