Posts by Steyr26

    Hallo Karl,


    Deine beiden Quellen sind aber auch Nachkriegsliteratur und keine Originaldokumente.

    Das Buch von John Milsom hab ich nicht.

    Waffen-Arsenal Bd. 6 war für die damalige Zeit (1972/1975) schon interessante Literatur, aber stimmt da alles?

    - Der T34/76 A (1941) auf dem Umschlag vorne passt zur den Angaben in Originaldokumenten.

    - Der T34/76 D, vordere Umschlagseite innen, wird in seiner Bezeichnung (woher kommt sie?) nicht näher erläutert, es ist ein 1943er Modell.

    - Der auf Seite 31 als T-34/76 B beschriebene Panzer ist vom gleichen Typ wie der T-34/76 A auf dem Cover.

    - Der auf Seite 33 unten als T-34/76 B bezeichnete Turm ist der sechseckige Turm einer 1943er Ausführung.


    Ich stelle nicht in Frage, dass es diese Panzer gab, aber woher stammen die Bezeichnungen C, D, E, F?

    Wer hat da von wem abgeschrieben?

    Gefunden habe ich noch deutsche Panzerbeschusstafeln (Angaben wo ein Feindpanzer am verwundbarsten ist) vom Februar 1943,

    da gibt es den T34 A und den T34 B (verstärkt).


    Beste Grüße

    Werner

    Hallo Edu und Peter,


    Peter, Du hast recht, der Panzer in dem Bericht ist ein "T43" (T34 neuer Art) im Einsatz bei der deutschen Wehrmacht.


    Edu, mit den Baureihenbezeichnungen T34 A, B, C und D, E, F machst Du ein großes Fass auf!

    Bis zum 1.7.1944 (Beleg: Panzererkennungstafel 2 (Belehrungstafel) gab es auf deutscher Seite nur folgende Serienbezeichnungen:

    - T34 A,

    - T34 B,

    - T34 B mit Gußturm

    Alle drei Typen hatten den ersten Turm mit der großen Luke und unterschieden sich nur in der Stärke der Panzerung.

    Weiter gab es:

    - T34 neuer Art (T43) mit neuem Turm

    und den

    - T34-85 mit neuem Turm und neuer Kanone (8,5cm KwK)


    Die Bezeichnungen T34 C, D, E und F habe ich bisher nur in der Nachkriegsliteratur gefunden, nicht in Originaldokumenten.


    Beste Grüße

    Werner

    Hallo Wolfgang,

    was willst Du mir jetzt damit sagen?

    Die Herren Andronikow und Mostowenko waren auch nicht allwissend bzw. haben Fehler gemacht.

    Es fehlt z.B. in der auch der PzSpWg. BA 10 und davon gab es eine ganze Menge!

    Es geht bei der Diskussion hier darum, welcher Panzer von der Pz.Jg.Abt. 281 mit T43 bezeichnet wurde.

    Das scheint doch jetzt geklärt zu sein?


    Beste Grüße

    Werner

    Hallo Roland,


    zu Heidemann Friedrich, geb. 08.11.1889, lässt sich ergänzen:

    NSDAP ab 01.05.1933, Nr. 3 165 538,

    kein SS-Angehöriger,

    m.W.v. 22.06.1927 Pol.Komm.,

    m.W.v. 01.04.1935 Hptm.,

    m.W.v. 01.08.1940 Maj. d.Sch., RDA. 06.10.40.

    Beste Grüße

    Werner

    Hallo Leute,

    ich bin immer dafür keine Vermutungen ins Netz zu stellen, sondern Fakten!

    Wird in bekannten deutschen Unterlagen irgendwo ein Prototyp T43 genannt oder gezeigt? Nein!!!

    In der Panzererkennungstafel mit Stand 1.2.1944 wird ein sowjetischer Panzerkampfwagen T43 gezeigt.

    Hatten die Deutschen keine Ahnung das das eigentlich ein T34 war? Nein! Sie wussten das, denn in der

    Panzererkennungstafel steht: "Der Pzkpfw. T43 ist eine verbesserte Ausführung des Pzkpfw. T34".

    An der weiteren Beschreibung des T43 in dieser Panzererkennungstafel sieht man, dass noch nicht viel

    zu diesem verbesserten T34 (genannt T43) bekannt ist. Es gibt keine techn. Daten wie beim T34, KW I

    oder KW II in der selben Tafel!

    In der von mir weiter oben schon zitierten Panzer-Erkennungstafel 2 (Belehrungstafel, Stand 1.7.1944) hat

    man dann schon technische Daten zu diesem "PzKpfw. T34 neuer Art", einer verbesserten Ausführung des

    bisher bekannten T34. Bezeichnung: PzKpfw. T 34 neuer Art (Tank T 34 oder T 43). Wobei angegeben wird,

    dass es sich bei den Bezeichnungen in Klammern um rusische Bezeichnungen handelt. Also scheinen die

    Russen diesen Panzer z.T. mit T34 und z.T. mit T43 bezeichnet zu haben.

    Interessant ist bei den deutschen Unterlagen noch, dass am 1.7.1944 nicht nur die Panzererkennungstafel 2

    neu herausgegen wurde (alle Belehrungstafeln älteren Datums sind zu vernichten), sondern auch die

    Panzererkennungstafel 1 "Übersichtatafel der wichtigsten Panzerfahrzeuge in Sowjetrussland"

    (alle Übersichtstafeln älteren Datums sind zu vernichten). Hier ist nur vom "T34 neuer Art" die Rede, nicht mehr

    vom T43, aber immer noch ohne techn. Daten. Das verwendete Erkennungsfoto ist übrigens in allen Ausgaben

    das selbe!

    Zurück zum Anfang dieser Diakussion. Die 4 T43 der Pz.Jg.Abt. 281 waren wie Edu als erster richtig erkannt hat:

    T-34 Modell 1943 mit seinem Hexagonalturm und 2 Luken z.T., oder auch, mit Kommandantenkuppel.

    Und die Männer der Pz.Jg.Abt. 281 wussten schon recht gut was sie da haben, schließlich war diese Einheit seit

    Ende 1941 als Beute-Panzer-Einheit mit den verschiedensten sowjetischen Panzertypen ausgerüstet worden.

    Mit besten Grüßen


    Werner

    Hallo Forumsmitglieder,

    die Männer der Pz.Jg.Abt. 281 kannten sich halt besser aus als ihr ;)

    Sie hatten die "Panzererkennungstafel 2, Die sowjet-russische Panzerwaffe, Stand 1.7.1944" zur Hand.

    Darin wird unterschieden zwischen

    - 26 Tonner PzKpfw T34 (Tank T34), Serienbezeichnung T34 A, T34 B und T34 B mit Gußturm,

    - 29 Tonner PzKpfw T34 neuer Art (Tank T34 oder T43),

    - 30 Tonner PzKpfw T34 - 85 (Tank T34 - 85).

    Dabei sollen es sich nach der Tafel bei den Bezeichnungen in der Klamer um die sowjetischen Bezeichnungen handeln!

    Von der Wehrmacht (nicht nur Pz.Jg.Abt. 281) als T43 bezeichnete T34 waren sollche vom Baumuster 1943 ohne und mit

    Kommandantenkuppel.


    Beste Grüße

    Werner

    Hallo Dieter,


    vielen Dank für das Einstellen der Dokumente!

    Aussagekraft haben sie schon, die weitere Zuordnung der beteiligten Einheiten ist nur schwierig.

    Am 16. Januer 1944 waren eingesetzt:

    - Radf.Sich.Btl. 755 (eine Einheit des Kommandanten der Festung Sewastopol),

    - Alarm Batl. Simferopol (wohl eine ad hoc aufgestellte Einheit),

    - rumänisches Alarm Batl. (ad hocaufgestellte Einheit),

    - Schutzmannschafts-Einheiten,

    - Arbeitskompanie 37 (???),

    - Aufkl.Abt. 58 (wo gehörte die hin?),

    - II. Geb.Jg.Batl., XV. Geb.Jg.Batl. und 1. Geb.Jg. Schwadron (zu welcher Geb.Jg.Einheit (Div.) gehörten die?).


    Weitere Informationen zu der Aufkl.Abt. 58 und den Geb.Jg.-Einheiten wären schon interessant!


    Beste Grüße

    Werner

    Hallo zusammen,

    schöne Fotos!

    Foto 1 zeigt im Vordergrund ein Krad mit Beiwagen. Marke und Modell des Krades kann ich nicht angeben, scheint ein nicht so gängiger Typ zu sein.

    Der Beiwagen ist Marke Steib, eine zivile Ausführung. Das Krad führt auch ein ziviles Kennzeichen PA - (evtl. Böhmen oder norwegisch?). Beides

    deutet auf ein eingezogenes ziviles Gespann hin. Truppenkennzeichen auf dem Krad der Elch des SS-Pol.Rgt. 26 nach rechts laufend. Das weiße Band

    auf dem Beiwagen könnte etwas mit Fliegererkennung zu tun haben.

    Der Lkw im Hintergrund ist ein 3to Ford mit Kfz.-Kennzeichen Pol-32645, ehemals ausgegeben für die Polizeiverwaltung der Hansestadt Hamburg.

    Der Lkw zeigt auf dem rechten Kotflügel wieder den Elch als Truppenkennzeichen, diesmal nach links laufend und auf dem linken Kotflügel unter

    dem Tarnscheinwerfer das taktische Zeichen für Panzerjäger (mot.). Passt gut zur 14./Pol.Rgt. 26!


    Foto 2 sieht mir nach einem Vorkriegsfoto aus. Da sollen sich die Uniformspezialisten melden.


    Foto 3 passt zu Foto 1. Abgebildet ist eine 7,5cm Pak 40 wohl von der 14. /SS-Pol.Rgt. 26.

    Gemäß Aufstellungsbefehl vom 3. Juni 1943 waren durch das Pol.Aus.Btl. Oranienburg je eine Pz.Jg.Kp. (7,5cm t-mot.) mit je 6 7,5cm Pak 40 für

    die SS-Pol.Rgter. 7, 15 und 27 sofort aufzustellen. Mit Befehl vom 15. Sept. 1943 wurde die für das SS-Pol.Rgt. 27 aufgestellte Pz.Jg.Kp., dem

    SS-Pol.Rgt. 26 zugeführt und unterstellt. Heimatstandort der Pol.Pz.Jg.Kp. war Dresden.


    Beste Grüße

    Werner

    Hallo Dieter und Bernhard,


    vielen Dank für die Unterstützung!

    Die Texte lauten:

    "Unsere beiden Panzer in Lauerstellung vor einem Hütten-Walddorf der Partisanen. Partisanenjagd im Jaila-Gebirge zur Säuberung der Dörfer

    Kousch, Mamgusch, Bija Sala und des Martha Tales vom 16.1.44 - 21.1.44" Dabei Bija Sala (Ssala), Martha Tales = Tal der Martha.

    und

    "Unternehmen Wehmeier (?) vom 3.2. - 4.2.1944 gegen das von Banden besetzte Dorf Konstantinowka im Jaila-Gebirge"


    Über die Gräberkartei findet man für den 8.2.1944 bei Beschuj Gefallene folgender Einheiten:

    - Armee Kraftfahrpark 541 mit Untereinheiten,

    - Armee Pferde-Lazarett 512,

    - Pferde Transport Kompanie 2/522,

    - 3./Pz.Jg.Abt. 22,

    - Stab AOK 17,

    - 2. Kp./Sich.Batl. 623,

    - 11./Inf.Rgt. 266

    Es müssen aber noch mehr Einheiten im Einsatz gewesen sein, denn keine der aufgeführten dürfte 8,8cm Flak besessen haben.


    Für weitere Unterstützung wäre ich dankbar!

    Beste Grüße


    Werner

    Hallo Forumsmitglieder,


    ich hatte folgenden Beitrag schon mal unter "Unbekanntes Wehrmachts Fahrzeug" in diesem Forum geschrieben. Da ging es aber mit dem Thema

    nicht mehr weiter und ich versuche es jetzt hier.

    Mir geht es um weitere Aufklärung und Informationen zu Einsätzen gegen Partisanen auf der Krim, speziell im Jaila Gebirge 1944.

    Ich habe Kopien von Fotos mit folgenden rückseitigen Angaben:

    "Unsere beiden Panzer in Lauerstellung vor einem Hütten-Walddorf der Partisanen. Partisanenjagd im Jaila-Gebirge zur Säuberung der Dörfer

    ... (die Namen der Dörfer kann ich nicht entziffern, s. unten) .... und des Marktes .... vom 16.1.44 - 21.1.44"

    Jaila-Gebirge 1.jpg

    "Unternehmen Wehmeier (?) vom 3.2. - 4.2.1944 gegen das von Banden besetzte Dorf ..... im Jaila-Gebirge"

    Jaila-Gebirge 2.jpg

    Weitere Fotos zeigen zwei 8,8cm Flakgeschütze mit Schutzschild:

    "Bandenbekämpfung vom 7.2. - 12.2.44 im Jailagebirge um Beschuj. 8,8 beschießt das von Banden besetzte Beschuj und die angrenzenden Höhen

    am 8.2.44."

    Zu Beschuj und den 8.2.1944 siehe auch weiter oben in diesem Thread.
    Da gab es am 8.2.1944 auch Gefallene.


    Es wäre schön, wenn jemand die für mich unleserlichen Worte in obigen Texten ergänzen könnte und über die 17. Armee oder unterstellter Verbände

    herausbekommen würde welche Einheiten an den oben genannten Tagen/Unternehmen im Jaila-Gebirge im Einsatz waren.


    Mit Dank und besten Grüßen


    Werner

    Hallo liebe Freunde,

    das Zugfahrzeug ist ein mittlerer Zugkraftwagen 8to mit Holzfahrerhaus und Holzpritschenaufbau, also ein sehr spätes Baulos, ab Mitte 1944..

    Angehängt ist eine 8,8cm Flak, was im ersten Ansatz auf Luftwaffe schliessen lässt.

    Aus Tarnungsgründen ist der Beginn des Kennzeichens leider im Foto "abgetarnt"..

    Zu lesen ist 1 674 902 und damit wird es wohl WH - 1 674 902 gewesen sein, als ein Heeresfahrzeug.

    Warum WH und nicht WL, WM oder SS? Kfz-Nummernblöcke größer 1 500 000 sind mir nur beim Heer bekannt (ich kann aber falsch liegen).

    Bei Ullstein Bild wird das Foto mit "1. März 1945 im Brückenkopf Stettin" datiert.

    Beste Grüße

    Werner

    Hallo Daniel,

    ein schönes Foto hast Du da gefunden!

    Der Werfer trägt ein. SS-Kfz.-Kennzeichen, das taktische Zeichen einer 5. Werferkompanie und als Truppenkennzeichen wohl so etwas wie einen Entenkopf? Also 5. Kp./SS-Werfer-Abt. 102, die wohl den Entenkopf führte?

    Beste Grüße

    Werner

    Hallo Ralph,

    der Kommandeur, z.B. Bataillonskommandeur, ist der Chef der Einheit und hat eine entsprechende Planstelle.

    Ist der Chef in Urlaub oder gefallen, übernimmt in der Regel der ranghöchste Offizier die Führung. Im Bataillon, z.B. der Chef der 1. Kompanie. Er ist dann Führer des Bataillons hat aber nicht die Planstelle des Kommandeurs.

    Ich hoffe, das ist verständlich?

    Beste Grüße

    Werner

    Hallo Hans,

    richtig, er war bei der Ordnungspolizei im Truppendienst. Die Regimenter führten den Zusatz "SS", die Polizisten waren aber in der Masse, bzw. in der Regel keine SS-Anghörigen.

    Literatur zum SS-Polizeiregiment 1 und ganz besonders zum im Ungarn 1944 neu aufgestellten Regiment mit Volksdeutschen gibt es keine Literatur! In dem Buch von Michaelis stehen da nur ein paar Sätze.

    Viel mehr Informationen gibt es hier im Forum dank Roland, ich hatte schon darauf hingewiesen.

    Zu dem Dienstgrad werden wir wohl nichts Genaueres mehr herausfinden können.

    Laut Aufstellungsbefehl sollte es beim Regiment einen Nachrichtenzug geben. Evtl. wurde dieser auch als Nachrichtenstaffel bezeichnet. Laut Feldpostnummer war er eindeutig beim Regimentsstab, also dann beim Regiments-Nachrichtenzug, und nicht bei den Bataillonen.

    Zum Ausrüstungsstand werden wir auch nichts Genaueres finden. Allgemein war bei den "zusammengekratzten" Einheiten der Polizei der Ausrüstungs- und Ausbildungsstand schlecht.

    Reserven wurden gebildet um bei schwierigen Situationen noch Möglichkeiten zur Verstärkung der Truppe direkt in der Kampfzone zu haben. Evtl. hat man dem Regiment damit auch die Möglichkeit geben wollen sich zu ordnen und noch etwas Ausbildung zu betreiben.

    Polizei-Regimenter waren nicht für den Einsatz in vorderster Front bestimmt. Da mangelte es an der Ausbildung, der Ausrüstung und die Männer waren relativ "alt".

    Was genau das Regiment, der Regiments-Nachrichtenzug oder gar Dein Urgrossvater persönlich gemacht hat wird sich nur schwer bzw. gar nicht weiter herausfinden lassen.

    Mit besten Grüßen

    Werner

    Hallo alle,

    mir ist schon bewusst, das hier mit Artillerieeinsatz das Bekämpfen von Bodenzielen mit Geschützen grösserer Kaliber gemeint ist.

    Die 8,8 war aber speziell für den artilleristischen Einsatz gegen Flugziele konstruiert. Eine Spezialkonstruktion mit Spezialmunition für den gewünschten Einsatzzweck gegen Flugziele.

    Auch für die Bekämpfung von Bodenzielen mit Artillerie gab es eine weitere Spezialisierung durch Haubitzen, Mörser, Werfer, etc.

    Natürlich kann man mit den verschiedenen Waffen auch in den Arbeitsbereich anderer Spezialwaffen hineinwirken aber halt nur allgemein und nicht speziell.

    So ist artilleristischer Einsatz bzw. indirektes Schiessen auch mit Kampfpanzern möglich. Sie werden aber nicht für diese Aufgabe entwickelt.

    Kurzum, der artilleristische Einsatz von 8,8 gegen Bodenziele war möglich, das Geschütz dafür aber nicht entwickelt.

    Mit besten Grüßen

    Werner

    Hallo Hans,


    anhand der Feldpostnummer und Deinen Schilderungen lässt sich folgendes mit größerer Sicherheit vermuten:

    Dein Urgroßvater Georg Flamisch, wurde am 10. April 1905 in Udwary/Ungarn geboren (Fakt).

    Er war damit Ungar, zählte aber wohl wegen seiner Vorfahren aus deutscher Sicht zu den Volksdeutschen/Ungarndeutschen.

    Es ist davon auszugehen, dass er einen Wehrdienst bei der ungarischen Armee geleistet hat, bzw. dort ausgebildet wurde.

    Wo und als was er dann bei Ausbruch des Krieges tätig war ist größere Spekulation.

    Ein Fakt ist die Feldpostnummer 13188!

    Diese Feldpostnummer wurde mit Erlass vom 25.07.1944 dem Stab des neu aufgestellten SS-Polizei-Regiment 1 zugewiesen.

    Viele Details zu dieser Neuaufstellung findest Du in diesem Forum, zusammengestellt von unserem lieben Mitglied Roland.

    Hier der Link dazu:


    SS-Polizei-Regiment 1 (Neuaufstellung) in Ungarn 1944 - 1945


    Hier kommen auch die Volksdeutschen/Ungarndeutschen ins Spiel:

    "(1) In Abänderung des o.a. Erlasses ist das SS-Pol.Rgt 1 aus dem Rgts.-Stab z.b.V., II./SS-Pol.Rgt 12, Pol. Wach-Halb-Batl. Ungarn und Volksdeutschen aus Ungarn aufzustellen.

    (2) Das SS-Pol.Rgt 1 setzt sich demnach wie folgt zusammen

    Rgts.-Stab = Rgts.-Stab z.b.V.

    I. Batl. = II./SS-Pol.Rgt 12 und Volksdeutsche

    II. Batl. = Pol.-Wach-Halb-Barl. Ungarn und Volksdeutsche

    III. Batl. = Das III. Batl ist mit dem vom hier zugewiesenem Personal, reichsdeutschen Unterführern und Männern des II./SS-Pol.Rgt 12 und des Pol. Wach-Halb-Batl. Ungarn sowie Volksdeutschen aufzustellen."


    Auch beim Stab, bzw. den Stabseinheiten unter der Feldpostnummer 13188 wird es Volksdeutsche aus Ungarn gegeben haben.

    Du gibst an, dass er bei der Nachrichtenstaffel war. Woher kommt dieser Fakt?

    Nachrichtenstaffel gab es nur bei den Bataillonen, beim Stab gab es einen Nachrichtenzug unter der Feldpostnummer 13188.

    Gemäß Aufstellungsbefehl war Lt. d.SchP. Heinrich, Walter PV Berlin, als Zugführer dieses Zuges bestimmt.
    Der Nachrichtenzug war dem Regimentskommandeur direkt unterstellt und hatte für die Fernmeldeverbindungen (Telefon, Funk)

    zwischen dem Regiment und seinen Bataillonen sowie zu vorgesetzten Dienststellen zu sorgen.


    Es ist wenig Zeit zwischen dem Aufstellungsbefehl, der Aufstellung und dem Einsatz bei und in Budapest. Die Einheiten des neu

    aufgestellten SS-Pol.Rgt. 1 werden daher weder vollständig ausgerüstet noch militärisch gut eingespielt gewesen sein.


    Das SS-Pol.Rgt. 1 wurde im Kessel von Budapest vollständig zerschlagen. Zum Regiments-Stab (FPNr. 13188) gibt es in der

    Vermisstenbildliste des DRK gut 120 Vermisste.

    Dein Urgroßvater hatte großes Glück mit dem Lazarettzug herauszukommem!

    Weitere Angaben zu seiner Person bzw. zu der kleinen Einheit Nachrichtenzug werden kaum zu finden sein.


    Noch was zum angegebenen Dienstgrad: SS-Polizei Mann

    In den Vermisstenbildlisten werden die in Ungarn geborenen Angehörigen des Stabes SS-Pol.Rgt. 1 meist mit dem Dienstgrad "Soldat"

    geführt. Das ist auch kein Polizei-Dienstgrad. Es könnte sogar sein, dass in der Kürze der Zeit der Aufstellung und Abgang zum Einsatz gar

    keine richtige Ordnung in die Dienstgrade gebracht werden konnte.


    Vielleicht helfen meine Ausführungen etwas.


    Beste Grüße


    Werner

    Hallo an alle,

    auch auf diesem Foto scheint der Turm ein schräges Dach zu haben. Für eine Flak, selbst eine leichte, müsste aber eine Plattform mit 360 Grad Wirkungsmöglichkeit vorhanden sein und mitten drin die Flak.

    Beste Grüße

    Werner

    Hallo Forum,

    ich hatte vor langer Zeit als Jägeroffizier eine intensive Schulung im Wald und Häuserkampf. Unser Pionier-Ausbilder hatte folgenden Spruch: "Meine Herren, verlassen Sie sich nicht auf den Raketenschutzschirm der Nato, verlegen Sie Draht, Draht, Draht."

    Beste Grüße

    Werner