Posts by Steyr26

    Hallo Jack,


    zu Deinen Fragen betreffs takt. Zeichen.

    Das liegende Rechteck ist das Zeichen für Infantrie-Kompanie.

    Die 14 daneben ist die Kompanie-Nummer, also 14. Kompanie.

    Die 14. Kompanien der Inf.Rgter. waren die Panzerjäger-Kompanien! Ich habe aber schon

    öfter gesehen, das das takt. Zeichen für Panzerjäger nicht verwendet wurde sondern das Rechteck.

    Es könnte sich also um ein Bwg.-Krad der 14. (Pz.Jg.)Kp. des Inf.Rgt. 328 handeln.


    Die 45 könnte eine Durchnummerierung der Fahrzeuge des Regiments sein. Oder aber .....


    Mit der leichten Infantriekolonne des Inf.Rgts. 328 hat das alles nichts zu tun.

    Das takt. Zeichen für l. Inf.Kol. war == (die beiden Striche aber durchgezoge!).


    Die Unstimmigkeiten mit der Eintragung im Wehrpass kann viele Gründe haben.

    Z.B. Versetzung ohne Nachtrag im Wehrpass.

    Oder Aufnahme auf einem fremden Krad. Oder, oder ...


    Das zweite takt. Zeichen ist wieder eine Rechteck für Inf.Kp..

    Das K daneben gibt dann Rätsel auf. Der Zusatzbuchstabe K steht normalerweise für Korps.

    Könnte also eine Infantrie-Kompanie beim Korps sein?!?

    Wo war denn Dein Großvater nach dem 30. Juli 1940?

    Du schreibst August 1939 bis 30. Juli 1940 bei der 227. Inf.Div. Und dann?


    Beste Grüße

    Werner

    Hallo Dieter,


    ich tippe eher auf Major d.Sch. Arthur Hennecke!

    geb. 06.11.1891,

    NSDAP seit 1.4.1933, Nr. 1567807,

    Hptm. d.Sch. m.W.v. 01.04.1934,

    Major d.Sch. m.W.v. 1.7.1944.


    Der passt eher als Batl.Kdr. als

    Hennecke Hans, geb. 20.10.1913,

    kein Parteieintrag,

    SS-Nr. 317508, SS-Hstuf.,

    Hptm. d.Sch. m.W.v. 1.2.1944.


    Beste Grüße

    Werner

    Hallo Freunde,


    ich bin gerade auf eine alte Notiz von mir gestoßen.

    Da habe ich einen Rev.Obw. d.Sch. d.Res. notiert, der zum

    2cm-Flakdrilling-Zug in Wiesbaden-Biebrich abgeordnet wurde.


    Beim 2cm-Flakdrilling kann es sich nur um das Flugabwehr-MG 151/20

    (Drilling) handeln. Hier wurden gegen Ende des Krieges in großer

    Stückzahl vorhandene MG 151/20 der Luftwaffe zu je drei Stück in

    einer Flugabwehrlafette 151/D/B (D=Drilling, B=Ausführung B) zusammengefaßt.

    (Quelle: Waffen-Lexikon 1601-100-1).


    Eingesetzt wurden die Waffen z.B. bei Heer, Marine, Werkschutz und wohl auch bei

    der Polizei. Lange Schulungen wird man für die Waffe nicht gebraucht haben.


    Es stellt sich nun die Frage ob der 2cm-Flakdrilling-Zug in Wiesbaden-Biebrich

    Teileinheit der 2.Pol.-Alarm-Flak-Battr. XII in (16) Wiesbaden-Biebrich war.


    Sobald Corona es zuläßt, nehme ich mir die Original-Akte des Rev.Obw. der Res. noch mal vor.


    Bleibt gesund!

    Werner

    Hallo Darko,


    vielen Dank für die Hinweise, wieder etwas gelernt!


    Also Emil Kursk wurde wegen seiner jüdischen Frau als Rgts.Kdr. abgelöst. Dann ist das geklärt!

    Nachfolger als Rgts.Kdr. Pol.Rgt. 15 wurde am 01.12.1942 Walter Barkholt, der kurz darauf in Gefangenschaft geriet und vermisst wird.


    Dann soll der Stab/Pol.Rgt. 8 die Führung des Pol.Rgt. 15 übernommen oder mit übernommen haben.

    Nach den Angaben hier im Forum waren ja Pol.Rgt. 15 und Pol.Rgt. 8 im großen Donbogen in den Abwehrkämpfen im Dez. 42/Jan. 43.

    Ich finde leider gerade die Stelle im Forum über die Auflösung der Pol.Rgter. 14 und 15, sowie des III./Pol.Rgt. 6 und des II./Pol.Rgt. 8 inach

    diesen Kämpfen im April 1943 nicht,sonst würde ich zitieren oder einen Link setzen.

    Schaut man sich die VBL an, dann gibt es reichlich Vermisste im großen Donbogen bei den Pol.Rgtern. 14 und 15 und bei dem III./Pol.Rgt. 6,

    was die Auflösung verständlich macht. Zusätzlich wird es auch noch viele Tote gegeben haben.

    Beim Stab/Pol.Rgt. 8, dem II./Pol.Rgt. 8 und auch den anderen Batl. Pol.Rgt. 8 findet sich kein einziger Vermisster im großen Donbogen in den VBL.

    Wenn der Stab/Pol.Rgt. 8 oder auch das II./Pol.Rgt. 8 im Dezember in den großen Donbogen verlegt wurden und im Fronteinsatz standen, müsste

    es doch Verluste/Vermisste dieser Einheiten geben?!


    Beste Grüße


    Werner

    Hallo Roland,


    das Pol.Rgt. 15 wurde unter Oberst d.Sch. Emil Kursk aufgestellt.

    Zu ihm habe ich nur aus der RRL Sept. 41 bei den Oberstltn. folgende Angaben:


    Kursk Emil, geb. 31.08.1893, verh., 2 Kinder,

    Oberstleutnant 09.11.1937 (RRL Sept. 41. "berechtigt zum Tragen der Abzeichen eines Obersten").

    Keine Partei-, keine SS-Zugehörigkeit vermerkt.

    Kursk soll am 1.12.41 durch Oberstleutnant Barkholt abgelöst worden sein.

    Keine Ahnung was mit Kursk passiert ist!?! Der taucht nicht mehr auf, weder in Dienstranglisten, VBL oder VdK.


    Neuer Kdr. Pol.Rgt. 15 ab 01.12.1942:

    Barkholt Walter, geb. 09.05.1895,

    NSDAP ab 01.05.1933, Nr. 2268544,

    Oberstltn. m.W.v. 01.06.1942, RDA. 21.06.1942.

    Walter Barkholt gilt laut VdK seit dem 1.12.1942 als vermisst.

    Vermisstenort: Charkow/Ljubolin/Merefa/Oschany b. Charkow.

    Das past zum Untergang des Pol.Rgt. 15!


    Barkholt geriet mit Hptm. Stenzel (Batl.Kdr.) und Hptm. Schramm (K.-Offz.) und einem Fahrer in Gefangenschaft.

    Die Ordonanz des Batl.Kdr. konnte sich retten.


    Stenzel Heinz, geb. 20.07.1910,

    Keine Partei-, keine SS-Zugehörigkeit vermerkt.

    Hptm. d.Sch. m.W.v. 01.11.1938, RDA. 09.11.1938.

    Vermisst laut VdK seit 1.12.1942.


    Schramm Hubertus, geb. 07.08.1914 in Bad Schandau,

    NSDAP seit 01.04.1933, Nr. 1737594,

    SS Hstuf., Nr. 265830.

    Hptm. d.Sch. m.W.v. 01.01.1942, RDA. 30.01.1942.

    Vermisst nach VdK seit 12/42 bei Rschew.


    Trotz oder wegen Vermisstenstatus werden Barkholt, Stenzel und Schramm weiter bei den Offz. d.Sch. geführt.


    Spannende Sache!


    Beste Grüße

    Werner

    Hallo Chris,

    zu welcher Einheit der Panzer gehört kann ich nicht sagen. Es ist aber kein StuG sondern ein Jagdpanzer IV aus der Produktion von Alkett.

    Bei dem Zeichen (Dreieck) an der Seite würde ich auf eine Beutemarkierung der Rusden tippen. Deutsche Truüpenkennzeichen wurden in der Regel vorn und hinten am Fahrzeug angebracht.

    Beste Grüße

    Werner

    Hallo Heidy,

    auf dem Stander (dem Schild) ist ein taktisches Zeichen für Panzerjäger auf Vollkettenfahrzeugen (sogenannte Selbstfahrlafetten) und das Truppenkennzeichen der 1. SS-Panzerdivision. Dein Vater trägt auch eine Uniform (graue Panzeruniform) wie sie von den Panzerjägern getragen wurde.

    Das Schild (Stander) deutet darauf hin, das im Gebäude der Stab der Panzerjägereinheit lag.

    Beste Grüße

    Werner

    Hallo Dieter,

    bitte nicht verrennen! Kurz nachdenken:

    Bataillon 20,

    Regiment 20,

    Division 20,

    Korps 20.

    Alles 20 aber sehr verschieden!

    Das Pol.-Regiment 20 gab es (siehe auch Dein Beleg-,Dokument)! Gab es aber auch ein Pol.-Bataillon 20?

    Beste Grüße

    Werner

    Hallo Alexander und Forumsmitglieder,


    in Ergänzung zur Rolands hervorragender Zusammenfassung der SSO-Akte noch folgende Ergänzungen:


    Mit Erlaß des Reichsführers SS und Chef der deutschen Polizei vom 23. Juli 1942 wurde

    die Aufstellung einer 3. Polizei-Panzer-Kompanie bei der Polizeischule für Kraftfahrwesen Wien befohlen.

    Als Kompanie-Chef dieser Panzerkompanie wurde Hptm.d.Sch. Max Kokot eingesetzt.

    Die Aufstellung mit Mensch und Material erfolgte ab 27. August 1942 in Wien-Purkersdorf.

    Nach erfolgter Aufstellung und Ausbildung wurde die Kompanie unter Hauptmann Kokot Ende Oktober

    1942 dem Polizei-Regiment 15 im Bereich Rußland-Mitte als Panzerkompanie zugeführt.

    Mit dem II. Bataillon des Pol.Rgt. 15 war die Kompanie bis Anfang Dezember 1942 im sogenannten "Bandeneinsatz"

    im Raum Lachwa und Pinsk.

    Nach den Angriffen und Durchbrüchen der russischen Armee beiderseits Stalingrad wurde das Pol.Rgt. 15 mit der

    3. Pol.Pz.Komp. in den Einsatz zur Stabilisierung der Front befohlen.

    Bis zum 2. Februar 1943 kämpfte die 3. Pol.Pz.Komp. im Verband der SS-Kampfgruppe Fegelein im Raum etwa

    45 km südostwärts Rossosch und hatte dabei starke Verluste.

    Die Reste der Kompanie wurde nach Wien-Purkersdorf zurückgeführt und die Kompanie dort mit Datum 3. April

    1943 aufgelöst.

    Hauptmann Max Kokot kam zurück nach Wien-Purkersdorf, sammelte dort die Reste der Kompanie und "wickelte"

    diese ab.

    Nach Auflösung der Kompanie existierte bei der Polizeischule für Kraftfahrwesen in Wien eine "3. Pol.-Panzerkompanie-

    Abwicklungsstelle" unter Führung von Hautmann Kokot, mindestens noch bis Ende Mai 1943. Da habe ich das letzte mir

    bekannte Dokument mit diesem Briefkopf.

    Hauptmann Kokot ist danach weiter bei der Polizeischule für Kraftfahrwesen in Wien, seine Dienststellung ist mir

    nicht genau bekannt. Er muß eine Funktion im Stab gehabt haben, denn er zeichnet dort in der zweiten Jahreshälfte 1943

    und bis mindestens August 1944 Kopien von Schriftstücken des Kommandeurs der Schule für deren Richtigkeit.


    Eine 3. Polizei-Panzer-Kompanie wurde in der zweiten Jahreshäfte 1943 völlig neu aufgestellt, jedoch nicht

    wieder unter Hauptmann Kokot.


    @ Alexander: Ich schicke Dir per PN eine Kopie der Seiten zur 3. Pol.Pz.Komp. aus dem Buch von Regenberg

    "Panzerfahrzeuge und Panzereinheiten der Ordnungspolizei 1936 - 1945".


    Mit besten Grüßen

    Werner

    Hallo an alle,

    vielen Dank Ulf, Dieter, Yannik und Ludwig. Es ist das Bahnhofsgebäude von Levadia odet Livadia, was der selbe Ort ist. Das Foto von Ulf zeigt die Gleisseite, die beiden Soldaten stehen auf der anderen Seite des Gebäudes. Siehe Baum, der wird nicht auf den Gleisen stehen. Das Foto ist Rückseitig beschriftet mit "Bei der Vorbereitung zur Räumung Griechenlands", lässt sich also auf August/September 1944 datieren.

    Nochmals herzlichen Dank an alle

    Werner

    Hallo Dieter und Forum,


    zu den von Diana im Adressbuch gefundenen Namen habe ich folgende Informationen:


    Nägele Friedrich, geb. 04.08.1901,

    NSDAP ab 101.05.1937, Nr. 5021878,

    SS-Hstuf., Nr. 337352,

    Obltn.d.Sch. m.W.v. 01.12.1939,

    Hptm.d.Sch. m.W.v. 01.01.1941.


    Lucia Franz, geb. 09.02.1890,

    NSDAP ab 01.05.1933, Nr. 2275083,

    Pol.-Komm. m.W.v. 01.07.1931,

    Hptm.d.Sch. m.W.v. 01.03.1938, RDA. 20.04.1936 (!),

    Major d.Sch. m.W.v. 01.02.1944, RDA. 01.09.1943 (!),

    Lucia ist scheinbar noch vor Kriegsende aus dem Dienst ausgeschieden, Grund ist mir unbekannt.


    Dr. Kümmel Hans, geb. 31.03.1911,

    NSDAP ab 01.05.1933, Nr. 3496462,

    SS-Stubf., Nr. 98530,

    Approbation 01.07.1938, Promotion 21.07.1938,

    Vertrags-Arzt d.Sch. m,W.v. 01.11.1938,

    Oberarzt d.Sch. m.W.v. 01.04.1939,

    Stabsarzt d.Sch. m.W.v. 01.08.1939,

    Ob.-Stabsarzt d.Sch. m.W.v. 01.03.1944


    Müller Erich, geb. 10.01.1889,

    NSDAP ab 01.05.1933, Nr. 3495207,

    Hptm. m-W.v. 01.04.1926,

    Major d.Sch. m.W.v. 01.06.1936,

    Oberstltn. d.Sch. m.W.v. 01.12.1942., RDA. 22.01.42.


    Beste Grüße

    Werner

    Hallo Paul,


    vielen Dank für das Einstellen weiterer Fotos.


    Das Foto zu dem Funktionsstreifen, Fachausdruck "Dienststellungs-Ärmeltresse" zeigt keinen Kompanie-Hauptwachtmeister.

    Der eine Streifen steht für den Dienstgrad "Zugwachtmeister". Zugwachtmeister gab es nur bei kasernierten Einheiten der

    Ordnungspolizei. Im Einzeldienst war der gleichwertige Rang Revier-Oberwachtmeister.

    Der Streifen bzw. die Umbenennung wurde im September 1939 bei der Schutzpolizei eingeführt, bei der Gendarmerie erst 1941.,

    Ein Kompanie-Hauptwachtmeister "Spieß" hatte zwei solcher Streifen übereinander.


    Das 2. Foto in der größeren Bilderserie zeigt hinter den Männern einen ehemalig ital. Panzerspähwagen AB 41. Dieses Fotos

    ist sicher nicht in Dänemark aufgenommen sondern auch im Bereich "Alpenland" Südostraum.


    Beste Grüße

    Werner