Posts by Steyr26

    Hallo Boris und Sven,

    in Eurer Tabelle habr Ihr den Einheitsführer und meint damit sicher bei Kompanien den Kompanie-Chef.

    Osterhaus zeichnet als Kompanie-Führer, ist also nicht der Kompanie-Chef sondern wahrscheinlich einer der Zugführer und in Abwesenheit vom Chef mit der Führung der Kompanie beauftragt. Ist ein bischen kompliziert, führt aber bei Nichtbeachtung zu Fehlern.

    Beste Grüße

    Werner

    Hallo zusammen,


    ich kann folgende Informationen beitragen.


    die im Start zu diesem Thema von Dieter aufgeführte 2. Pol.-Strafkomp. Agram, hieß wohl richtig 2. Pol.-Strafgefangenen-Kompanie "Agram".

    Gemeldet wird sie mit Stand Okt. 1944 im Bereich des BdO Wien (Übersicht über Kräfte der Ordnungspolizei und ihr Einsatz, 20. Okt 44).

    Bleibt zu klären: War das jetzt eine Kompanie aus Polizei-Strafgefangenen oder eine Strafgefangenen-Kompanie unter Führung der Polizei?

    Und: Gab es auch eine 1. Polizei-Strafgefangenen Kompanie?


    Die gleiche Quelle nennt zeitgleich auch eine 2. Polizei-Arbeits-Kompanie mit Standort Agram.

    Bleibt zu klären: Was ist eine Arbeits-Kompanie und wo war die 1. Polizei-Arbeits-Kompanie?


    Ebenfalls nennt die Quelle eine "Sonderkompanie (1/64)" im Bereich des BdO Belgrad. Diese befindet sich auch schon im Juli 1944 dort.

    1/64 ist wahrscheinlich die Stärke der Einheit.


    Die von Daniel zitierte Quelle der Zusammenlegung der Sonderzüge der Pol.Rgter. 13 und 14 zu einer Bewährungskompanie lässt vermuten, dass diese

    Sonderzüge auch Bewährungseinheiten waren. Bewähren muss man sich nach einer oder mehrerer Verfehlungen.

    Bleibt zu kären: Wer hatte sich in diesen Einheiten zu bewähren? Polizisten, Zivilisten, Soldaten, ...?


    Den Sonderzug beim Pol.Rgt. 14 ("Sonderzug/14") kann ich bestätigen ab der 1. Jahreshälfte 1944. Sonderzug-Führer war hier ein Obltn. d.Sch. Lojewski.


    Eine Bewährungskompanie gab es auch mindestens ab Mitte 1944 beim Pol.Freiw.Rgt. I "Kroatien". Hier war ein Ltn. Seifert der Kompanie-Führer.

    Es gab einen Leutnant d.Gend. Gustav Seifert, geb. 24.02.1912 (Ltn. m.W.v. 1.8.42; Obltn. m.W.v. 01.11.44). Ob es der ist, wäre zu klären.


    Ich kenne keine Abordnung/Versetzung/Einweisung eines Polizeisten nach Verurteilung in eine Sonder- oder Bewährungseinheit der Polizei.

    Gesehen habe ich sehr wenige Urteile, erinnere mich aber an "Aussetzung der Umsetzung des Urteils bis zum Ende des Krieges" und "Einweisung zur Strafverbüssung nach Danzig-Matzkau" und

    von dort die Möglichkeit zur Bewährung bzw. Rehabilitation nach Dienst in einer "normalen" Polizei-Einheit.


    Sorry für die vielen Angaben ohne einen Beitrag zur Kärung zu haben.


    Beste Grüße

    Werner

    Hallo dibart,

    willkommen im Forum!

    Es gibt sehr viele verschiedene Listen und Dokumente in denen auch Polizisten der Polizeiverwaltung Aussig aufgeführt werden.

    Wie hieß denn Dein Opa und was hast Du noch für Kenntnisse über ihn? Z.B. Geburtsdatum, -ort, Dienstgrad etc.

    Beste Grüße

    Werner

    Hallo JR,


    die Polizei-Kraftfahr-Ersatz-Abteilung war mindestens bis Mitte 1943 bei der Polizeischule für Technik und Verkehr in Berlin aufgehängt.

    Ab Mitte 1944 kann ich die Kraftfahr-Ersatz-Abteilung als Bestandteil der Polizei-Kraftfahrschule in Iglau nachweisen.

    Irgendwo zwischen Mitte 43 und Mitte 44 erfolgte die Verlegung/Umorganisation. Leider ist meine Sammlung nicht so sortiert, dass ich

    die Aufstellung der Schule in Iglau auf die Schnelle genauer eingrenzen kann oder finde.

    Durch die Kraftfahr-Ersatz-Abteilung wurden die Kraftfahrstaffeln der Polizei-Batl. und - Regimenter und andere Einheiten der Orpo

    mit Kraftfahrern für Kräder, Pkw und Lkw versorgt.


    Beste Grüße

    Werner

    Hallo Feldpostmeister,

    danke für das Kfz.-Kennzeichen. Hilft aber leider auch nicht weiter!

    Meistens schaut man ob es sich um ein Truppenkennzeichen einer Division handelt, da ist die Kenntnis groß. Es gibt aber noch sehr, sehr viele Truppenkennzeichen übergeordneter Einheiten wie Korps und Armeen und deren "selbständiger" Korps- und Armeetruppen und noch Heerestruppen und und und.....

    Leider sind die recht wenig erforscht.

    Wir werden weiter die Augen offen halten müssen!

    Beste Grüße

    Werner

    Liebe Forumsfreunde,

    die Feldgendarmerie ist nicht mein Spezialgebiet, da sie zwischen Polizei und Wehrmacht angesiedelt werden könnte. Daher weis ich auch nur wenig darüber.

    Wie schon oben erwähnt gehört das Pol-Kennzeichen Pol-1334 zum Nummernkreis der für die mot. Gendarmerie vergeben wurde.

    Aus dem Kennzeichen könnte man auf die Einheit rückschliessen, wenn denn weitergehende Vergabe oder Verwendungslisten erhalten wären.

    Sind sie aber nur rudimentär, sehr rudimentär überliefert!!! Natürlich war bekannt welches Fahrzeug wohin abgegeben wurde!

    Die Feldgendarmerie-Einheiten des Heeres speisten sich meines Wissens vom Personal aus "ausgebildeten" Poizisten und "normalen"

    Wehrmachtssoldaten. Die Fahrzeuge (ich kenne keine berittene oder marschierende Feldgendarmerie) wurden aus Beständen der Polizei,

    der Wehrmacht und zivilen Ergänzungsfahrzeugen rekrutiert.

    Das Fahrzeug Pol-1334 zeigt ein aufgemaltes WH (um es als Fahrzeug des Heeres zu kennzeichnen) und das takt. Zeichen der

    Feldgendarmerie in den ersten Kriegsjahren. Das Oval über dem Rechteck, diagonal gekreuzt, könnte nach links verrutscht sein oder

    es gab diese Ausführung auch.

    Ich hänge hier mal ein Foto von Pol-1762 an, ein Mercedes-Pkw welcher im Feldgend. Trp. mot. 33 Dienst tat.

    Feldgend Trp mot 33 a 1762.jpg

    Das Foto ist aus dem Frankreich-Feldzug und das Fahrzeug hat Pol-Kennzeichen, takt. Zeichen, WH-Zeichen und Truppenkennzeichen

    aufgemalt. Im selben Trupp gag es aber auch zivile Kennzeichen z.B. IVB 29718 und andere. Die takt. Zeichen, WH-Zeichen und das

    Truppenkennzeichen sind je nach Fahrzeug an verschiedenen Stellen angebracht, halt da wo Platz war.

    Auch die anderen Fahrzeuge auf dem Foto von Michael könnten zur Feldgendarmerie gehören, Pkw wie Lkw. Leider sind die

    takt. Zeichen auf diesen Fahrzeugen nicht scharf zu sehen.


    Mit besten Grüßen


    Werner

    Hallo JR, Nicco und Dieter,

    vielen Dank für die Ergänzungen und Hinweise!

    Das Foto stammt aus einem Nachlass mit Aufnahmen eines Angehörigen der Luftwaffe, Luftwaffeneinheit ist daher für mich die grösste Näherung.

    Von taktischem Zeichen habe ich nicht gesprochen und wieso soll eine Einheit nicht ihr Truppenkennzeichen über die Tür schrauben? Hab ich schon häufiger gesehen. Es sieht mir nach einem bemalten Holzschild aus.

    Um den Nachweis der Kraftfahrstaffel z.b.V. XII zu finden muss ich wohl RL 19-12 in Freiburg durchforsten.

    Beste Grüße

    Werner

    Hallo Ludwig und Dieter,


    vielen Dank für Eure Informationen!


    @ Ludwig: Ist es richtig, dass auf der Heereskarte "nur" Olkieniki verzeichnet ist und Valkininkai nicht?

    Dann ist es evtl. doch der selbe Ort mit zwei Namen?


    @ Dieter: Weist Du ob es zur 4. Flieger-Division ein KTB gibt?

    Der Gefechtszug des Ob.d.L. ist ja eine kleine Einheit, ich würde sie aber gerne auf einem offiziellen Dokument finden.


    Liebe Grüße


    Werner

    Hallo Thomas,


    vielen Dank für die Unterlagen. Ist ja ein lesbarer Lebenslauf dabei mit guten Verwendungsangaben!


    Auch ein gutes Beispiel wie lange der Weg bis zur Aufnahme in die SS dauern konnte.

    In Dokument 17 (von vorne durchgezählt) mit Datum 22. November 1943 steht:

    "G. wurde vom RFSS am 1.1.40 in die SS aufgenommen". Richtig aufgenommen wurde er aber wohl erst mit den Schreiben

    vom 25. Sept. 1944 (nachträgliche Beförderung zu allen Dienstgraden)!!! Und noch unter Vorbehalt der Beibringung von Abstammungspapieren.

    Bei der Polizei wurde er auch bis 1. September 1944 ohne SS-Nummer geführt. Danach hab ich leider kein Dokument.


    Beste Grüße


    Werner

    Hallo Dieter,

    es gab einen

    Hermann Greifenberg, geb. 28.05.1909,

    Ltn. d. SchP. m.W.v. 01.09.1939,

    Obltn. d. SchP. m.W.v. 01.09.1940,

    Hptm. d. SchP. m.W.v. 01.04.1943.

    Mehr hab ich leider nicht zu ihm.

    Beste Grüße

    Werner

    Hallo Sven,

    wenn ich die Aufstellung richtig lese, dann sind die San.Kp., Nachr.Zug, Pak-Zug und Vst.-Kolonne nicht unter einer Einheit "Volkssturm-Sondereinheit Iglau" gegliedert. Es sind einzelne Sondetrinheiten des Volkssturms Iglau. Also jede kleine Einheit selbstständig.

    Beste Grüsse

    Werner

    Hallo Gerard,

    bei den Unterzeichnern der Schriftstücke zeichnet Falk als "Komp. Führer" und Masur als "Komp. Chef". Wenn ich die Systematik richtig verstehe war Masur "Kompanie Chef" und Falk zeichnet in Abwesenheit des Kompanie Chefs und mit der Führung der Kompanie beauftragt als "Kompanie Führer". Falk war also Zugführer, evtl. des 1. Zuges.

    Also Masur und Falk können zur selben Zeit in der Kompanie gewesen sein.

    Beste Grüße

    Werner

    Hallo Ulf,

    Du schreibst:

    Eine "Beförderung" oder besser Ernennung von Arthur Fladrich wurde am 1.8.1940 in der Übersicht aus Polen erwähnt. Das bedeutet für mich, dass er mit Wirkung vom 1.8.1940 Mitglied der SS wurde. Der Dienstgrad Major ist gleichbedeutend mit dem Sturmbannführer?

    Ich kenne diese Übersicht aus Polen nicht. Was steht da genau drin? Ist das eine Originalunterlage oder eine Nachkriegszusammenstellung?


    Fakt ist:

    Arthus Fladrich hatte die SS-Nr.: 327414

    Mit Wirkung vom 1. April 1940 wurde er zum Major der Schutzpolizei befördert.

    Eine Dienstgradangleichung (hier Sturmbannführer) in der SS erfolgte in der Regel nach der Beförderung zum Major, kann also der 1. August 1940 sein.

    Einen Beweis dafür habe ich nicht. Gleichzeitiger Eintritt in die SS glaube ich nicht.

    In der Reichsrangliste der Offiziere der Ordnungspolizei, Stand 1. Sept. 1940, führt er obige SS-Nummer.

    Ich denke, dass Arthur Fladrich schon früher (vor 1.8.1940) in die SS eingetreten ist, aber auch dafür habe ich keinen Beweis.

    Beste Grüße

    Werner