Posts by Hohenloher77

    Hallo Richard S.,

    ich habe mal in den beiden Bänden "Die Ritterkreuzträger der deutschen Wehrmacht 1930-1945 - Teil V Die Flugabwehrtruppen Band 1: A-K und Band 2: L-Z" nachgesehen, ob die gezeigten Personen dort zu finden sind.

    Für den Major auf dem zweiten Bild würde ich Ernst Böhm "in den Ring werfen".

    Er wurde am 06.05.1943 zur Deutschen Luftwaffenmission nach Bulgarien kommandiert und erhielt am 20.06.1943 das Ritterkreuz.

    Die Uniform mit der 3-teiligen Ordenspange hat für mich eine gewisse Ähnlichkeit.

    Gruß,

    Andreas

    Böhm, Ernst Friedrich Emil (RK 20.06.1943).jpg RK-Träger Major.jpg

    Hallo,

    ich habe eine Frage zum Standort eines aufgegebenen Jagdtigers. Er müsste nach meiner Ansicht zur sPzJgAbt 512 gehören. Die Bilder sind von der Internetseite "worldwarphotos". Dort ist das Bild mit "Jagdtiger of the sPzJgAbt. 512 at Osterode 1945" betitelt. Ist die Bezeichnung richtig? Kennt jemand den genauen Ort?

    Es ist der einzige mir bekannte Jagdtiger, der mit Splitterschutzplatten auf Motordeck ausgestattet wurde. Könnte das eine Verbesserung sein, die von der Truppe selbst angefertigt wurde oder wurde diese Splitterschutzplatten schon im Herstellerwerk angebracht? Gibt es dazu genauere Infos?

    Gruß,

    Andreas

    Jagdtiger wreck of the Schwere Panzerjäger-Abteilung 512. Osterode 1945.jpgJagdtiger of the sPzJgAbt. 512 at Osterode 1945.jpg

    Hallo zusammen,

    zur Frage von JTM habe ich vor einigen Tagen das hier gefunden. Dort sind die Ereignisse in Alfershausen beschrieben.

    https://www.donaukurier.de/archiv/widerst…-sueden-2043909

    Dort ist auch ein Bild eines abgeschossenen Panthers. Der Panzer gehört eindeutig zur II./PzAbt. "Hermann Göring".

    Ich habe das Bid auch nochmal angehängt.

    Text aus dem Donaukurier:

    "Greding/Thalmässing - Vor 70 Jahren erreichte die US-Armee bei Aschaffenburg bayerisches Gebiet.

    Damit begann die Endphase des Zweiten Weltkriegs, Stadt für Stadt rückten die Streitkräfte von West nach Ost vor - und legten dabei eine große Geschwindigkeit an den Tag. Die amerikanischen Truppen besetzten am 11. April Würzburg, am 20. April Nürnberg, am 30. April München und am 1. Mai Landshut. Der südliche Landkreis Roth wurde kurz nach Nürnberg eingenommen.

    Das sollte das letzte Aufgebot des Volkssturms verhindern. Am Sonntag, 22. April, sprengten deshalb Pioniere der Wehrmacht die Autobahnbrücken, die nach Greding führten. Auch die Sprengkammern der Gredinger Schwarzachbrücke, damals noch ein Steinbau, sollte am 24. April gesprengt werden, ihre Sprengkammern waren bereits gefüllt.

    Wie der frühere Gredinger Chronist Waldemar Bitter ausführt, verhinderten mutige Gredinger die Zerstörung der Brücke in buchstäblich letzter Sekunde. Der Schreinermeister Wilhelm Löchl und der Straßenwärter Gassenhuber forderten die Bewohner auf, die Brücke weidlich zu nutzen, nachdem der Wehrmachtskommandant es abgelehnt hatte, auf die Sprengung zu verzichten. Also wanderten die Bürger auf dem Bauwerk hin und her - und erreichten trotz ständiger Erschießungsgefahr letztlich ihr Ziel.

    Am 24. April 1945 - ein Dienstag - rückten US-amerikanische Truppen in die Stadt Greding ein. Sie kamen aus Röckenhofen und Herrnsberg und hatten sich mit Körben voll Eiern aus den Hühnerställen der umliegenden Dörfer versorgt. Schon aus der Entfernung konnten die Soldaten sehen, dass viele Stadtbewohner weiße Fahnen und Betttücher aus den Fenstern gehängt hatten. Zudem hatten, um Blutvergießen zu vermeiden, kurz zuvor errichtete Panzersperren beseitigt und die Stadttore geöffnet.

    Noch am Tag des Einmarsches wurde der Bürgermeister Josef Veigele mit Bewachung zum Marktplatz geführt. Hier musste er die Stadt übergeben. Damit wurde Greding vor Kampfhandlungen und Zerstörungen geschützt. Veigele wurde zudem kurz nach der Besetzung durch den US-Kommandanten des Dienstes enthoben; der eingesetzte Bürgermeister war Rupert Kreger.

    Etwas turbulenter ging es tags zuvor im heutigen Thalmässinger Gemeindeteil Alfershausen zu. Der Ort wurde am Montag, 23. April 1945, heftig beschossen. Glücklicherweise gingen fast alle Geschosse über das Dorf hinweg und schlugen in den Thalachgrund ein. Später zählte man weit über 100 Granattrichter. Dann fuhren die gepanzerten Aufklärungsfahrzeuge, auf der Straße von Tiefenbach kommend, langsam auf Alfershausen zu. Prompt wurden sie von einem plötzlichen Feuerüberfall überrascht. Daraufhin zogen sie sich schnell über die Wasserscheide zurück.

    Sofort formierten sich die US-Soldaten zu einem neuen Angriff. Ein erster gezielter Schuss galt dem Kirchturm, genauer gesagt der Schallöffnung des Glockenstuhls. Man vermutete dort oben einen Beobachter. Von der Brüstung wurden einige Quadersteine herausgeschossen. Zwei deutsche Panzer wurden abgeschossen, der eine rechts am Ortsausgang auf der Straße zum Bahnhof. Die Besatzung kam dabei ums Leben, die Männer verbrannten im Panzer. Der andere Tank wurde am Bahnhof, 20 Meter vor dem Bahnübergang, ebenfalls durch einen Schuss in die Bodenwanne getroffen. Seine Besatzung konnte zum Teil entkommen, einige Männer kamen jedoch durch schwere Brandwunden ums Leben.

    Nun entbrannte ein Häuserkampf in Alfershausen. Alle Männer wurden gründlich nach Waffen durchsucht. Ein Teil der deutschen Soldaten geriet in Gefangenschaft, anderen gelang es, im Bett der Thalach im Schutz der Böschung zu entkommen. Am Ende waren 15 Soldaten gefallen, sie lagen im ganzen Dorf verstreut. Die toten Soldaten wurden wenige Tage später auf dem Alfershausener Friedhof beerdigt. Jahre später jedoch wurden sie in die Kriegsgräberstätte am Nagelberg bei Treuchtlingen umgebettet. Auch ein Bewohner von Alfershausen kam ums Leben. Er hatte sich während des Gefechts am Fenster seines Hauses gezeigt - und wurde erschossen. Fünf deutsche Soldaten fielen in Stauf.

    Am Morgen des 23. April 1945 fuhr Artillerie der SS-Division "Götz von Berlichingen" in Eckmannshofen ein, am Abend drangen die Amerikaner nach Eysölden vor. Die von Eysölden gegen die Burg Stauf angreifenden Amerikaner erlitten schwere Verluste. Drei Höfe in Stauf gingen in Flammen auf. Gegen Abend begann schweres Artilleriefeuer der US-Truppen auf Straßen und Wege, die von Thalmässing auf die Jurahöhen führen. Dabei wurden ein Mann im Waizenhofener Weg und ein fanatischer Offizier, der die Thalmässinger Kirche St. Michael hatte sprengen wollen, um die Hauptstraße auf den Jura zu blockieren, in unmittelbarer Nähe der Kirche getötet.

    Am Morgen des 24. April 1945 drangen US-amerikanische Panzer in Thalmässing ein - ohne Kampf. Infanteristen kamen auch nach Eckmannshofen und durchsuchten alle Häuser. Bei Schießereien in der Nähe von Feinschluck wurden fünf deutsche Soldaten getötet und dann von Bauern aus Landersdorf begraben.

    Ebenfalls am 24. April 1945 rückten etwa 15 US-Soldaten mit schussbereitem Gewehr auf Reichersdorf vor. Offenbar waren sie selbst erschrocken darüber, dass die Familien des Dorfes alle vor ihren Häusern standen, darunter auch die sogenannten Fremdarbeiter aus Polen, Russland und der Ukraine, die auf den Höfen gearbeitet und bei den Familien gewohnt hatten."

    Viele Grüße,

    vom Hohenloher

    Hallo liebe Forumsteilnehmer,

    ich beschäftige mich mit dem Kriegsende in Süddeutschland. Bei den Gefallenen finden sich auch Angehörige der Kriegsmarine. Ich muss zugeben, dass ich von der Marine wenig bis gar keine Ahnung habe und hoffe daher darauf, dass mir hier Fachleute helfen können.

    Mir geht es dabei um das Lesen bzw. Deuten der Erkennungsmarkenbeschriftung.

    Hier einige Beispiele, die ich in Gräberlisten für öffentlich gepflegte Gräber gefunden habe.

    - Kriegsmarine 78658/44 A

    - Kriegsmarine N 100454/43 D

    - Kriegsmarine 84027/42

    - Kriegsmarine O.N. 730/44

    - Kriegsmarine 93477/42

    - Kriegsmarine 28806/44

    - Kriegsmarine 108931/42 A

    Kann mir jemand helfen, wie die Nummern zu lesen sind? Kann man daraus Rückschlüsse auf die Einheit schließen?

    Manche Nummern sind hoch, andere sind niedrig. Hat das eine besondere Bedeutung?

    Was bedeuten die Buchstaben, die bei manchen Nummern stehen?

    Hat es eine besondere Bedeutung, wenn der Buchstabe vor oder hinter der Zahl steht?

    Was bedeuteten die Zahlen hinter dem Schrägstrich? Ist das das Ausgabejahr der Erkennungsmarke?

    Ich habe durch eine kurze Google-Recherche herausgefunden, dass bei Einheiten, bei denen eine erhöhte Gefahr der Gefangennahmen bestand, nur Nummern auf den Erkennungsmarken zu lesen waren. Man kann dann nur mit einer entsprechenden Liste, wie eine Schlüssel, einen Rückschluss auf den Träger erhalten. Haben diese Listen den Krieg überlebt? Falls nicht, gibt es wahrscheinlich keine Möglichkeit mehr, eine Erkennungsmarke zu identifizieren.

    Gibt es von der Kriegsmarine auch Erkennungsmarkenverzeichnisse wie bei Truppenteilen des Heeres?

    Besonders interessiert mich die letzte der o.g. Nummern, da diese einem Gefallenen gehört, der hier in der Nähe meines Wohnortes gefallen ist und der kein Soldbuch oder andere Dokumente bei sich hatte, die seine Identiät klären konnten. Er wurde als "Unbekannter Soldat" begraben. Gibt es eine Möglichkeit, die Identiät festzustellen?

    Ich weiß, es sind viele Fragen. Ich hoffe, jemand kann mir helfen.

    Viele Grüße,

    Andreas

    Hallo,

    in dem Buch "Die Flugabwehrverbände der Waffen-SS" von Hans Stöber steht einiges zum Einsatz der Kampfgruppe Dirnagel.

    Etwas mehr zum Einsatz der Kampfgruppe Dirnagel findet sich in dem Buch "Die Kriegsfurie in Franken und das Ende in den Alpen" von Helmut Veeh.

    Viele Grüße

    vom Hohenloher

    Hallo zusammen,

    ich habe bei Ebay.com zwei Bilder eines Königstigers entdeckt. Ich beschäftige mich schon länger mit diesem Panzer und kenne einige Bilder. Aber dieses ist mir bisher unbekannt.

    Kann jemand zu diesem Panzer Angaben machen, von welcher Einheit er ist und wo das Bild entstanden sein könnte?

    Viele Grüße

    Andreas

    Hallo zusammen,

    vielen Dank für die Antworten.

    Dachs90

    Danke für den Tip mit den MACR-Berichten. Ich werde da mal genauer recherchieren.

    DR40eghs

    Danke für die detaillierten Angaben. Das 1 Mann überlebt hat, ist so im Sterberegister von Schrozberg dokumentiert. Ich konnte mich noch mit 2 Zeitzeugen unterhalten, die damals noch Kinder/Jugendliche waren. Sie haben erzählt, dass der Bomber über unserem Ort mit einer Rauchfahne eine Schleife gezogen hat und währenddessen 5-6 Mann mit Fallschirmen aus der Maschine gesprungen sind. 2 davon sind neben unserem Ort gelandet und wurden dann dem stellv. Ortsgruppenleiter übergeben, der sie mit eine Ohrfeige begrüßt hat. Danach wurden sie in den Dorfarrest gesperrt und später von einer Wachmannschaft des Fliegerhorstes in Crailsheim abgeholt.

    Zu dem deutschen Flugzeug fehlen mir leider genauere Angaben. Es könnte eine Me 110 gewesen sein. Ein genaues Datum ist in der mir zur Verfügung stehenden Literatur nicht angegeben. Die Maschine wurde von einem amerikanischen Jäger abgeschossen. Ein Zeitzeuge hat mir erzählt, dass er gerade auf dem Weg zur Kirche war, als er Abschüsse aus der Bordkanone gehört hat und dann die deutsche Maschine im Sturzflug vom Himmel fiel. Es könnte also ein Sonntag gewesen sein. Das Flugzeug hat sich dann bei Ehringshausen tief in einen Acker gebohrt. Nach dem Krieg haben Altmetallhändler die Motor ausgegraben und verwertet.

    Die beiden toten deutschen Soldaten wurden dann vom Fliegerhorst Crailsheim geborgen.

    Mehr kann ich dazu leider nicht mitteilen.

    Viele Grüße,

    Andreas

    Hallo zusammen,

    ich hoffe, meine Frage ist hier nicht deplaziert.

    Eigentlich beschäftige ich mich mit den Ereignissen der Bodenkämpfe am Kriegsende in Süddeutschland. Dazu hat sich bei mir schon Einiges an Literatur und Dokumenten angesammelt sowie durch Archivebesuche weitere Infos erhalten.

    Dabei bin ich darauf gestoßen, dass in einem Teil des Gebiets, mit dem ich mich beschäfitige, zwei Flugzeuge abgestürzt sind.

    Da ich von der Luftwaffe kaum eine Ahnung habe, würde ich mich sehr freuen, wenn mir der eine oder andere der Fachleute hier im Forum Tipps und Ratschläge geben könnte, wie und wo ich nach Informationen über Luftkämpfe und Flugzeugverluste.

    Konkret suche ich Informationen zum Absturz eines amerikanischen Bombers, der am 14. Oktober 1943 in der Nähe von Schrozberg abgestürzt ist. Dabei haben 4 Besatzungsmitglieder ihr Leben verloren, die in Schrozberg begraben wurden. 1 Besatzungsmitglied konnte mit dem Fallschirm abspringen und geriet in Gefangenschaft. Könnte es sich evtl. um eine B-26 Marauder handeln?

    Das andere Flugzuge ist eine deutsche Maschine, die im September/Oktober 1944 bei einem Luftkampf abgeschossen und in de Gemeinde Blaufelden abgestürzt ist. Die Flugzeugbesatzung, zwei Feldwebel, versuchten noch mit dem Fallschirm abzupringen. Aber aufgrund zu geringer Höhe konnten sich die Fallschirme nicht mehr öffnen und die beiden Feldwebel fanden den Tod.

    Wie und wo könnte ich nähere Informationen dazu finden? Mir geht es u.a. darum, zu welchen Einheiten die Flugzeuge gehörten und welchen Auftrag sie hatten?

    Viele Grüße

    vom Hohenloher

    Hallo zusammen,

    die Panzerjäger-Abteilungen in den Infanterie- bzw. Volksgrenadier-Divisionen hatten folgende Gliederung:

    1. Kompanie ausgestattet mit Panzerabwehr-Kanonen (Kaliber 75 mm, 88mm oder Beutegeschütze)

    2. Kompanie ausgestattet mit Panzerfahrzeugen - entweder Sturmgeschütze StuG III bzw. StuG IV oder dem leichten Jagdpanzer 38t "Hetzer".

    3. Kompanie war zur Flugabwehr mit Fla-Geschützen ausgestattet. Das waren 2 Züge mit 20 mm Flak (Einzel oder Vierling) und einem Zug 37 mm Flak.

    Das war die gesamte Panzer- und Flugabwehrkomponente dieser Divisionen.

    Wie bereits von Eumex bemerkt, waren die Kompanien dann auf die gesamte Division verteilt.

    Da ich mich mit den Ereignissen in der letzten Kriegsphase (1944/45) beschäftige, gilt die o.g. Aufstellung für diesen Zeitraum. Wie das in den vorigen Jahren war, kann ich nicht sagen.

    Gruß,

    Hohenloher77

    Hallo Georg,

    das ist aus meiner Sicht ein sehr anspruchsvolles Thema, da aus den chaotischen letzten Kriegswochen nur noch Fragmente der gesuchten Informationen vorhanden sind.

    Die Einheiten der Aktion Leuthen waren Ersatz- und Ausbildungs-Einheiten, Lehrgänge, Truppenschulen, Verwaltungseinheiten etc. Diese Einheiten waren bereits zum Teil "zusammengewürfelt" und wurden im Einsatzraum teilweise "neu zusammengewürfelt", z.B. durch Verlegen eines Btl. oder einzelner Kompanien aus einem Btl. an einen Brennpunkt der Front, der auch bei der benachbarten Division sein konnte. Die Einheit kam dann nicht immer wieder zurück zur "ursprünglichen Division".

    Für die 79. VGD im April 1945 kann ich Folgendes beitragen.

    DivKdr: Oberst Reimherr (mit der Führung beauftragt)

    Ia: Major i.G: Thömmes / Hptm Heidemann (in Vertretung)

    GrenRegt 208:

    gebildet am 18. April durch Umbennung aus den Resten des InfSchallmeßLehrgang VII Bernreuth.

    RegtKdr: Oberst Grosse oder Grösser

    Fhr I. Btl.: Hptm Weissenmüller

    Fhr. II. Btl.: OLt Pfefferkorn?

    GrenRegt 212

    gebildet am 18. April durch Umbennung des GrenErsBtl 21 aus Fürth.

    RegtKdr.: Major Rath

    Fhr. I. Btl: Hptm Rizzi

    Fhr. II. Btl.: Hptm Strauss oder Strauß

    GrenRegt 226

    gebildet durch Umbennung der Korpssperrgruppe Möckel.

    RegtFhr.: Hptm Möckel

    Neben der Umbennung wurden den Regimentern noch verschiedene Marschkompanien und Versprengte zugeteilt.

    Die 3 Regimenter hatten Mitte April 1945 jeweils nur noch einen Bruchteil der Stärke eines Regiments.

    Korpssperrgruppe Möckel:

    Ende März konnte die 79. VGD den Rhein nur noch mit schwachen Resten überqueren. Das Artillerie-Regiment 179 (Kdr. Major Tech) hat alle Geschütze verloren und wurde auf Anordnung des KG des XIII. SS-AK aufgelöst. Aus den Angehörigen des Regiments wurde die Korpssperrgruppe Möckel gebildet.

    Damit ist auch die Frage nach dem Artillerie-Regimente 179 beantwortet. Dieses hat im April 1945 nicht mehr existiert.

    Als Artillerie wurde eine Abteilung des Festungsstamm-Artillerie-Regiment 3134 (Kdr. Major d.R. Servatius) unterstellt. Die andere Abteilung des FestStArtRegt 3134 war bei der 212. VGD im Einsatz.

    Das Regiment war mit russischen und dänischen Beutegeschützen ausgerüstet, für die ausreichend Munition vorhanden war. Als Festungseinheit war es aber nicht motorisiert und musste sich im Einsatzraum selbst Zugmittel besorgen.

    Das bedeutete, dass man bei den Landwirten Pferde und sofern vorhanden, Traktoren, beschlagnahmte, was das Schicksal der Pferde besiegelte.

    Major d.R. Servatius konnte oftmals den Stellungswechsel seiner Geschütze nicht so schnell durchführen, wie es vom XIII. SS-AK befohlen wurde. Dadurch ist er beim KG SS-GrpFhr Simon in Ungnade gefallen und wurde seines Kommandos enthoben. Das Kommando übernahm dann Major Tech.

    Soweit mein Beitrag zu Deinem Thema.

    Viele Grüße,

    Andreas

    Hallo Georg,

    ich beschäftige mich mit dem Einsatz der 212. VGD zwischen Jagst und Tauber. Da fallen als "Nebenprodukt" auch Informationen über die anderen Verbände des XIII. SS-AK an.

    Aus dem G-2 Bericht der 4. US-InfDiv geht zum GrenErsuAusbBtl 21 folgendes hervor:

    Das GrenErsuAusbBtl 21 aus Fürth wurde im Rahmen der "Aktion Leuthen" am 31. März mit der Bahn nach Uffenheim verlegt, wo es in der Nacht 03./04. April ankam.

    Das Btl. hatte insgesamt 8 Kompanien und wurde in zwei Btl. gegliedert.

    1.-4. Kompanie (Schützenkompanien) bildeten das Schützenbtl. Fürth I (BtlFhr Hptm Rizzi.)

    5.-7. Kompanie (Schützenkompanien) und 8. Kompanie (schwere Waffenkompanie) bildeten das Schützenbtl. Führt II (BtlFhr Hptm Strauss)

    Schützenbtl. Fürth I wurde bei der 79. VGD eingesetzt bei Riedenheim, Bernsfelden, Schäftersheim, Röttingen, Aub, Bieberehren und zieht sich östlich des Taubertal nach Rothenburg zurück.

    Schützenbtl. Fürth II wurde bei der 9. VGD (KGr Dirrnagel) eingesetzt bei Rot, Herbsthausen und Adolzhausen. Nach dem Einsatz bei der 9. VGD wurde Fürth II wieder der 79. VGD unterstellt und kommt bei Gunzendorf und Nordenberg wieder zum Einsatz.

    Die beiden Btl. werden anschließend aufgrund der vorherigen Verluste zur Kampfgruppe RIZZI zusammengelegt.

    Die Reste von Fürth I und Fürth II werden dann in GrenRegt 212 umbenannt (Kdr. Major Rath).

    Gruß

    Andreas

    Hallo an das Forum,

    ich habe einige Fragen zur Organisation eines deutschen Hauptverbandplatzes.

    Wurde dieser von der Sanitätskompanie einer Division aufgebaut und betrieben? Oder gab es auch auf der Regimentsebene einen Hauptverbandsplatz?

    Es gab auch ein Feldlazarett bei einer Division, ist das gleichbedeutend mit dem HVPl?

    Wie weit hinter der Haupfkampflinie wurde ein Hauptverbandsplatz überlicherweise errichtet?

    Wurden auch Verwundete von einer Nachbardivision dort versorgt? Bspw. wenn der Weg zum dem HVPl der Nachbardivision näher war als zum HVPl der eignen Division?

    Ich würde mich freuen, wenn mir das Forum hier weiterhelfen kann.

    Liebe Grüße,

    Andreas

    Hallo zusammen,

    in der Nähe meines Wohnortes wurde am 25.04.45 im Wald ein gefallener Soldat aufgefunden. In den Eintragungen im Sterberegister steht "zur Zeit bei der Wehrmacht (Stabsabteilung BdE 5352)"

    Ich kann mit der Bezeichung nicht viel anfangen.

    BdE steht vermutlich für Befehlshaber des Ersatzheeres.

    Aber was bedeutet Stabsabteilung?

    Und was hat es mit der Nummer "5352" auf sich?

    Hat jemand im Forum dazu genauere Infos?

    Würde mich freuen, wenn mir jemand weiterhelfen könnte.

    Viele Grüße

    Andreas