Posts by Christian_W

    Hallo Diana,


    klasse, ich habe ein Adressbuch zum Umland von Breslau, allerdings nicht aus dem Jahr 1926. Die Daten sind plausibel - meine Urgroßeltern haben sich in Tinz kennengelernt u. 1910 dort auch geheiratet. Domslau ist der Nachbarort.


    Vielen Dank auch für diesen Hinweis!


    Christian

    Hallo Diana,


    das ist ja mega - VIELEN DANK!!!


    Jetzt, wo Du es sagst, lese ich auch Pfeiffer! Jetzt ergibt der Absender auch mehr Sinn. Die Frau v. Ruffer lebte in Tinz, als Absendeort ist aber Breslau angegeben. Bin gespannt, ob noch jemand von meinen älteren Verwandten weiß, wer Pfeiffers waren.


    viele Grüße & danke noch Mal!


    Christian

    Hallo zusammen,


    ich wäre sehr dankbar, wenn mir jemand beim Entziffern des angehängten Schreibens behilflich sein könnte.


    Zum Hintergrund: Meine Urgroßeltern standen bis 1945 in den Diensten der Familie von Ruffer in Tinz bei Breslau. Im Nachlass meines Großonkels ist nun dieser Brief aufgetaucht, in dem die Baronin von Ruffer meinen Urgroßeltern zur Silberhochzeit gratuliert. Leider konnte ich nicht alles entziffern. Was ich glaube zu lesen:


    Am 7. II. 1910 traten Sie und Ihre Braut vor den Traualter. 25 Jahre sind dahingegangen.



    Es kam so viel ...


    Krieg, Inflation, Hoffnungen, Krankheit


    Aber ... gab Ihnen der Liebe Gott ... gute Kinder


    Können ... ein frohes ... Großer Gott wir loben Dich


    Und nun lieber Herr Elsner, liebe Frau Elsner ...


    wir haben den größten Teil dieser 25 Jahre Jahre zusammen erlebt ... in liebevoller Sorge!


    ...

    u. meine Grüße


    meiner Schwester beste ...


    Wünsche entgegen ...


    Möge in den kommenden 25 Jahren ...


    In liebevoller Sorge ...


    Der Kinder, den Eltern ...


    ... für Sie in diesen 25 Jahren taten.


    Und der liebe Gott gebe Ihnen noch recht gute Gesundheit ...


    Herzliche Grüße von mir und immer herzlichst ...


    Fr. Ruffer



    Kann jemand die Lücken schließen?


    Viele Grüße


    Christian

    Hallo zusammen,


    vielleicht ist auch dieses Buch von Interesse:

    Die Panzergrenadierdivision Großdeutschland im Feldzug gegen die Sowjetunion 1942 bis 1945 Gebundene Ausgabe – erschienen am 6. April 2020

    von Ludger Tewes


    Falls jemand das Buch hat: kann hier jemand das Inhaltsverzeichnis einstellen? Ich bin nur an dem Zeitraum ab Jan. 1945 interessiert, kann aber nicht einschätzen, wie umfangreich dieser Zeitraum im Buch behandelt wird.


    Viele Grüße


    Christian

    Hallo Det,


    ja, dass solche Bücher unsägliche Propaganda-Machwerke sind - schon klar.


    Ganz hilfreich fand ich bei einigen Recherchen Kopien der Kriegstagebücher auf Divisions-Ebene bzw. die Tagesmeldungen der Heeresgruppen. Da bin ich allerdings eher bei anderen Kriegsschauplätzen und Zeiten im Thema und das wurde ja oben auch schon diskutiert. Freiburg ist da in der Tag sehr hilfreich.


    viele Grüße


    Christian

    Hi,


    habe gerade noch mal nachgesehen, sorry, da war ich auf der falschen Fährte. Es geht um den Einmarsch in der (Rest-)Tschechoslowakei, März 1939 (nicht Oktober 1938), v.a. um die Einsätze des VIII Armeekorps, aus dem Inhaltsverzeichnis: Troppau, Mährisch Ostrau, Vormarsch in Schnee u. Eis, Olmütz, Der Heiligenberg bei Olmütz, Bildbericht vom Einmarsch, lange Strecken mit (Propaganda-)Fotos, Tagesbefehle etc.


    Ich habe dann noch zwei Bücher mit dem Titel "Wir vom VIII. Korps", allerdings nur den Band 1937 und einen der zwar von 1938 ist, der enthält aber keine Berichte oder Fotos vom Einmarsch, nur Bilder von Manövern 1937 und dem Sportfest in Breslau 1938


    Aber halte vielleicht trotzdem mal Ausschau nach zeitgenössischen Büchern zum VIII. Korps.


    vg


    Christian

    Hallo zusammen,


    wie ich heute erfahren habe, ist der Autor und Verleger Horst Gleiss am 9. Juni diesen Jahres verstorben. Er wurde 89 Jahre alt.


    Gleiss ist v.a. Heimatforschern durch seine unzähligen Beiträge in den verschiedensten Medien über seine Heimatstadt Breslau bekannt geworden. Sein Hauptwerk ist die 10bändige Bücherreihe "Breslauer Apokalypse 1945". Er war darüber hinaus Autor weiterer Bücher, u.a. über den Zoo in Breslau und war auch als Zeitzeuge in verschiedenen Fernsehdokumentationen zu sehen.


    Gleiss wurde als 14jähriger in der Festung Breslau zur Wehrmacht eingezogen und diente als Meldegänger. Seine Kriegserinnerungen und das Schicksal seiner Heimatstadt haben ihn zeitlebens nicht losgelassen.


    Ich habe Horst Gleiss im Zuge eigener Recherchen über Breslau kennen gelernt. Einem Austausch per Brief folgten Telefonate. 2010 lud er mich nach Rosenheim ein, wo wir zwei Tage gemeinsam verbrachten. Ich bekam Einblick in sein umfangreiches Archiv und durfte in seinem Tagebuch blättern, dass er in den 1940er Jahren geschrieben hat. Gleiss erwies sich als herzlicher Gastgeber, der es sich nicht nehmen ließ, mit zum Abendessen einzladen und mich zu meiner Unterkunft zu fahren, damit ich kein Taxi bezahlen muss.


    Glücklicherweise war Gleiss so weitsichtig, sein Archiv rechtzeitig in gute Hände zu geben, bevor ihn die Kräfte verließen, sich weiter um das historische Erbe seiner Heimatstadt zu kümmern. Es befindet sich in der Martin-Opitz-Bibliothek in Herne.


    Möge er in Frieden ruhen.


    Gruß


    Christian

    Hallo,


    bei der Wehrmacht wurden Dienstgrade z.T. als Ärmelaufnäher am linken Oberarm getragen.


    Siehe

    https://de.wikipedia.org/wiki/…er_Wehrmacht#Mannschaften


    Gruß


    Christian


    edit:

    P.S.. Da ich selbst fotografiere: interessant ist an Bildern aus dieser Zeit, dass Portraitierte meist nicht wie heute in die Kamera gucken oder lächeln, sondern "in die Ferne" gewissermaßen in eine imaginäre Zukunft schauen. Sehr schräg wirkt das, wenn beide - so wie hier - obwohl frisch verheiratet nicht in dieselbe Richtung gucken.

    Hallo Ludwig,


    vielen Dank! Jetzt ergibt das auch erst Sinn! Der nächste Satz leutet:

    "Ich hatte die ganze Fahrt Sitzgelegenheit und habe auch etwas geschlafen," Der Satz davor bezog sich also auch noch auf die Zugfahrt.


    Es ist manchmal schon zum Schmunzeln, was man alles falsch lesen kann - an einer anderen Stelle fragte ich mich wie er auf "600 Ufz." kommt - bis mir klar wurde, dass das eine Uhrzeit ist - 600 Uhr. ^^


    Schönen Sonntag!


    Christian

    Hallo zusammen,


    kann mir jemand beim Entziffern eines Briefes helfen? :)


    Zum Hintergrund des Auszugs: mein Großvater ist im Herbst 1944 Offizier geworden. Nach dem Lehrgang in Posen hatte er kurz Heimaturlaub und war dann vor dem kommenden Fronteinsatz beim Ausbildungs-Btl. Gren.Ers.Btl. 53, Stamm Kp. Naumburg/Saale. Den Brierf schrieb er am 29.10.44. Was ich lesen kann (bzw. vermute):

    "Gestern bin ich gut hier angekommen, wir hatten zwar Wachübung [?] aber das [?] ja keine zu große Rolle."


    Was lest Ihr aus diesem Satz? Wachübungen kenne ich eigentlich nur von der Feuerwehr. Kann mir jemand sagen, was eine Wachübung bei der Wehrmacht üblicherweise beinhaltete?


    Dank & Gruß


    Christian

    Hallo Sven,


    gar nicht so ungewöhnlich. Ich war vor ein paar Jahren in Gardone am Gardasee. In der Gegend wurde ja 1944 Mussolinis Marionetten-Regierung angesiedelt. Dort gibt es ähnlichen Tand zu kaufend. Hier ein Bericht des DLF:


    Mussolini Kult DLF


    ... und eine Doku auf arte:


    Mussolini als Souvenir – Italiens faschistisches Erbe (Doku)


    Grüße


    Christian

    Hallo zusammen,


    Zitat aus dem Klappentext zu Karlaufs Buch: "Die Figur des Oberst, der am Mittag des 20. Juli 1944 die Bombe zündete, die Hitler töten sollte, blieb in der Literatur immer schemenhaft". Das mutet schon etwas skurril an.


    Zur Stauffenberg-Biographie von Zeller heißt es: >>Es gibt viele Bücher über Stauffenberg, den Attentäter des 20. Juli, aber nur eines, über das seine Witwe Nina Gräfin von Stauffenberg gesagt hat: 'Das Bild meines Mannes ist mir aus anderen Veröffentlichungen fast hinter einer Wand verschwunden. Bei Zeller fand ich ihn wieder.'<< Schemenhaft ist etwas anderes.


    Des Weiteren hat Peter Hoffmann nicht nur den Umsturzversuch sondern auch die Persönlichkeit und Entwicklung Staufenbergs akribisch nachgezeichnet, inkl. der Befragung von ehem. Kameraden, Schulkameraden, Freunden, Familienmitgliedern etc. Das war ebenfalls ganz sicher nicht schemenhaft.


    Wenig hilfreich ist es auch, den Attentätern Feigheit zu unterstellen. Stauffenberg kannte das Risiko. Dass er den Raum verlassen hat, nachdem er die Bombe platziert hatet, war auch damit begründet, dass er für den weiteren Verlauf des Umsturzversuches dringend in Berlin gebtaucht wurde. U.a. deshalb waren einige der Mitverschwörer auch dagegen, dass er das Attentat selbst ausführt. Davon abgesehen, dass sein Tod niemandem genutzt hätte.


    Nebenbei gab es in der Gruppe auch noch Axel von dem Bussche, der tatsächlich einen Selbstmordanschlag plante, weil man zu diesem früheren Zeitpunkt keine andere Möglichkeit sah. Dass dieser Versuch erfolglos war, ist ungünstigen Umständen zu verdanken, die vom Widerstand nicht gesteuert werden konnten.


    Weiß jemand, was über die "bisher unbekannten Quellen" , die Karlauf lt. Kalppentext vorlagen? Mir fallen dazu nur die Dokumente über Joachim Kuhn aus den russischen Archiven ein. Die hat aber auch schon Peter Hoffmann in seinem Buch über Kuhn ausgewertet.


    viele Grüße


    Christian

    Hallo Chicagoland,


    ganz herzlichen Dank, das sind sehr wertvolle Informationen für mich!


    archiv34: Nach den zwischenzeitlichen Recherchen bin ich relativ sicher, dass das hier relevante Infanterie-[Ersatz].Blt. 500 nicht mit der Bewährungseinheit mit derselben Nr. identisch ist. Trotzdem danke für den Beitrag!


    viele Grüße


    Christian

    Hallo Uwe,


    danke für Deinen Beitrag, das ist eine Argumentation, die mich überzeugt. :)


    Hoffmann hat eine schier unglaubliche Menge an Dokumenten ausgewertet und hat schon in den 60er Jahren mit etlichen Zeitzeugen gesprochen, u.a. auch Stauffenbergs Fahrer Karl Schweizer. Bzgl. des Flugzeugs bzw. Mutmapungen darüber, welche Maschine es war, hätte er aber vielleicht jemanden zurate ziehen sollen, der sich mit der Materie auskennt.


    viele Grüße


    Christian

    Hallo Tilo,


    Ulrich Schlie nennt leider keine Quellen. Wir wissen also nicht, wo die Information herstammt.


    Hoffmann schreibt in seinem Buch "Widerstand, Staatsstreich, Attentat" aus dem Jahr 1985:

    "Nachem Stauffenberg zum Vortrag ins Führerhauptquartier befohlen worden war, hatte er sich am 19. Juli noch mit dem Generalquartiermeister des Heeres, General der Artillerie Eduart Wagner, in Verbindung gesetzt, der das Flugzeug für den Rückflug zur Verfügung stellte, eine Heinkel He 111. Auf dem hinflug benützte Staufenberg vermutlich die planmäßige Kuriermaschine, eine Junkers Ju 52."


    In der Fußnote verweist Hoffmann auf "Spiegelbild einer Verschwörung - Die Kaltenbrunner-Berichte an Bormann und Hitler über das Attentat vom 20. Juli 1944.", Stuttgart 1961, also durchaus eine valide Quelle. Hoffmann verweist allerdings auch darauf, dass durchaus beide Male die He 111 gewesen sein könnte. Er fügt hinzu:: "Da diese schon 1940 eine Höchstgeschwindigkeit von 500 km/Stunde entwickelte, ist allerdings nicht ganz verständlich, warum Stauffenberg und Haeften nicht schon etwa um 14:15 Uhr wieder in Berlin waren".


    Die Flugzeiten: Abflug Rangsdorf: ca. 08:00 Uhr (verspätet aufgrund der Wetterlage), Ankunft in Rastenburg: 10:15 Uhr, Flugzeit also ca. 2:15 h.

    Der Abflug in Rastenburg war um ca. 13:15 Uhr, die Landung in Rangsdorf 15:45 Uhr (alle Zeiten gem. Hoffmanns Stauffenberg-Biographie, mit Quellenangabe "Spiegelbild"), Flugzeit also 2:30 h.


    Die Entfernung zwischen beiden Orten dürfte mehr als 500 km betragen und die Piloten werden kaum am techn. Limit geflogen sein. Insofern ist Hoffmanns Verweis auf eine theoretisch mögliche Flugzeit von einer Stunde wohl zu optimistisch. Wenn der Rückflug mit der He 111 außerdem nur 15 Minuten länger gedauert hat, als der Hinflug, dann spricht unter Berücksichtigung unterschiedlicher Wind-/Wetterverhältnisse nichts dagegen, dass es sich um dieselbe oder baugleiche Maschinen gehandelt hat. Wenn gesichert ist, dass es auf dem Rückflug eine He 111 war (die ja schneller als die Ju 52 war), dann sprechen die Flugzeiten dafür, dass das auf dem Hinflug auch so war. Ich bin nach der Quellenlage dennoch skeptisch, ob sich mit 100%iger Sicherheit sagen lasst, was nun richtig ist. Die Tatsache, dass es Dokumente gibt, die die "Reservierung" einer He111 belegen, beweisen ja nicht, dass diese Maschine auch tatsächlich gentutz wurde.


    Wie auch immer: für den Umsturz dürfte es keine Rolle gespielt haben, welche Maschine im Einsatz war.


    viele Grüße


    Christian

    Hallo Tilo,


    hast Du eine Quelle für diese Aussage?


    Zitat Peter Hoffmann, in der seiner Stauffenberg-Biografie (3., erweiterte Auflage) in der Fußnote 233 im Kapitel "Erhebung": "Ob der Hinflug mit einer Ju 52 oder He 111 gescha, ist wegen der widersprüchlichen Aussagen unklar."


    Hoffmann hat wie kein zweiter Zeitzeugen des milit. Widerstands befragt und unzählige Quellen ausgewertet. Insofern hat seine Aussage hier m.E. ein erhebliches Gewicht.


    viele Grüße


    Christian