Posts by Der_Nachforscher

    Hallo,


    ich helfe gerade meiner Frau herauszufinden, wie die genauen Umstände ihres Verschollenen Urgroßvaters im Zweiten Weltkrieg sind. Da ich selbst auch schon die Kriegsjahre meine Großvaters erforscht habe, wundere ich mich über die dürftige Antwort des Bundesarchivs. Dort bekam ich einen relativ detaillierten Bericht, mit etlichen Meldungen, ab wann er sich wo befunden hat. Doch das Bundesarchiv schickt uns neben der zentralen Personenkartei der Deutschen Dienststelle, lediglich die Information, dass:


    Stab II. Abteilung Luftgau-Nachrichten-Regiment 17, Bad-Vöslau

    gemeldet: 1940

    Bundesarchivsignatur: B 563/04350


    Dabei steht: "Detaillierte Angaben sind den elektronischen Findmitteln nicht zu entnehmen, die jedoch fortlaufend überarbeitet werden. Die Erkennungsmarkenverzeichnisse und Verlustmeldungen werden sukzessive digitalisiert. Daher ist zur Zeit eine persönliche Benutzung grundsätzlich nicht möglich. Kopien aus den Erkennungsmarkenverzeichnissen können aus dem Grund derzeit ebenfalls. (sic)."


    Bedeutet das, dass ich mich später nochmal bei denen melden soll, wenn weitere Unterlagen digitalisiert sind?


    Außerdem steht da: "Möglicherweise liegen in den Unterlagen des Krankenbuchlagers Nachweise zur Fliegertauglichkeit (Bundesarchivsignatur B 578 Pfleger, Friedrich (17.06.1908)) vor. Da die Bestände weder elektronisch erfasst noch digitalisiert wurden, sind zeitaufwendige gebührenpflichtige Recherchen erforderlich. Vorsorglich weise ich darauf hin, dass Gebühren auch dann zu berechnen sind, wenn die Ergebnissenicht über die bereits bekannten Fakten hinausgehen." Kann man einschätzen, wie viel man da noch herausfindet?

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    Zum Inhalt ein paar Fragen:

    Er war Berufssoldat und ist bereits 1932 beim österreichischen Bundesheer als Korporal des selbstständigen Artillerie-Regiments verzeichnet. Demzufolge kam er 1938(?) zur Flugwaffe? Was macht man bei der Einheit, die oben steht? Bzgl der Karteikarte steht nicht viel oben, außer, dass er im August 1944 in Bessarabien verschollen ist. D.h. er gehört zu jenen Soldaten, die im Sommer 44 bei der Jassy-Kishinev-Offensive wohl verstarb. Er war damals "Stabsfeldwebel" im Truppenteil 11870b "Stb. u. 1.-2. und 4.-6. Kp. Felders.: Btl. 335. (namentlich nicht verzeichnet.) Ich habe beim DRK-Suchdienst ihn auch auf der Vermisstenbildliste gefunden, wo er in 3.Kp. des Feldersatz-Btl 335 aufscheint. Dort steht, dass er im August 44 in "Kishinev" das letzte Mal gesehen wurde.


    Ich weiß, dass das Thema schon oft diskutiert wurde. Habe mir auch sehr viele Beiträge hier schon durchgelesen. Was mich interessiert: 1) wie könnte man noch mehr über seine Zeit zwischen 1939-44 herausfinden? 2) es gibt ja leider kaum Literatur zum Thema sowjetische Offensive in Rumänien 44. Leider ist Band 8 von "Das Deutsche Reich u. der Zweite Weltkrieg" vergriffen. Andere Erscheinungen von den Überlebenden, die auch hier im Forum genannt werden, gibt es nur gebraucht und nur selten und sehr teuer. Habt ihr Tipps, welches Buch von den genannten sich wirklich lohnt? In welchem erfährt man wirklich viel, wie die letzten Tage gewesen sein könnten? 3) Laut Bundesarchiv könnte man dem Militärarchiv des Bundesarchivs in Freiburg schreiben, wenn man sich für die Einsätze der Truppenteile interessiert. Was ist hiervon zu halten? 4) Wie könnte ich weiter verfahren? Würde gerne wissen, wo sein Leichnam liegt, ob er ev. noch im Gefangenschaft kam. usw.


    Vielen Dank! und sorry, dass es thematisch alles ein bisschen durcheinander ist, ich wollte nicht etliche Fragen getrennt schreiben.

    Liebe Leute,


    nachdem ich alle Möglichkeiten bei der WASt, dem International Red Cross, österreichischen Staatsarchiv usw. ausgeschöpft hatte, mir aber trotzdem noch wichtige Informationen über die Kriegszeit meines Großvaters fehlte, fragte ich bei den NARA-Archives an und erhielt nach längerer Wartezeit eine Antwort.


    The National Archives at College Park, MD has custody of the National Archives Collection of Foreign Records Seized (Record Group 242). We were able to locate a file on **** ****** born 12.8.1920 within Rasse-und-Siedlungs-Hauptamt (RuSHA). Microfilm Pub. A3343, Series RS. Records for **** ****** are located on microfilm roll G0344.


    Leider befindet sich diese Mikrofilmrolle meines Wissens nach auf jccalvins FTP-Server. Hat jemand von euch diese bzw. weiß jemand, wo man sie herbekommt? Oder hat jemand die Rollen und kann mir nachsehen?



    LG

    Lieber Andre,


    vielen Dank für die Information! Sehr interessant. Das Foto ist von August 1942 und dürfte wahrscheinlich wirklich in Wien gemacht worden sein. Weißt du, ob es über die "Kraftfahrttechnische Lehranstalt der SS" irgendwo noch mehr Informationen zu holen gibt?


    LG M

    Lieber Eumex,


    boah danke! Vielen Dank! Das wusste ich noch nicht!

    Dabei ergibt sich jetzt nämlich eine Frage. Das Bundesarchiv schreibt über ihn, dass er am 14.10.1943 EK II erhielt (Einsatzort: Russland). Sonst steht über eine Verleihung eines Ordens gar nichts in den Unterlagen. Das 2. Foto ist vom 12.8.1940, das 3. Foto von August 1942. Nun zeigt das Foto von 1940 bereits EK2, wenn ich Dich richtig verstehe, gell? Dazu die Frage: kann man mehrere EK II erhalten? Falls ja, ist möglicherweise die Erklärung, dass das Bundesarchiv nichts von seiner Verleihung vor Ende 43 weiß. Falls nein, muss es sich um eine Fehlinformation des Bundesarchivs handeln.


    Weißt Du, was die Fotos abgesehen von 1 Foto (danke) bzgl der Uniformen über ihn sagt?



    LG M.

    Danke lieber Thilo.


    Den Beitrag kenne ich schon länger und habe ihn schon öfters gelesen, weil er so ziemlich das einzige zu sein scheint, dass es darüber gibt.


    Leider werde ich daraus einfach nicht schlau, zu welcher Division diese Einheit gehört, wem sie unterstellt ist. Und noch unklarer ist, wie mein Großvater von dort zur Normandie kam.



    LG M.

    Liebe Leute,


    anbei lade ich drei Fotos hoch, über die ich leider gar nichts weiß.

    Über Foto 1 weiß ich lediglich, dass es in Frankreich 1940 gemacht wurde. Er war zu dieser Zeit bei 2. Werkstatt-Kompanie der SS-Totenkopf-Division. Was auch das SS-Nummernschild bestätigt. Erkennt jemand sonst noch was? Wo das ist? Welche Uniform?

    Foto 2: zeigt ihn als Rottenführer (?). Was kann an da noch herauslesen? (Infos über Uniform, Orden, Anhänger, Gürtel, Kappe ... so viel wie möglich)

    Foto 3: zeigt ihn wahrscheinlich 1942. Suche Infos wie bei Foto2 alles was man sehen kann, vlt auch Ort und Zeit.



    Vielen Dank!

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    • Foto 1.jpg

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    • Foto 2.jpg

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    • Foto 3.jpg

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    Hallo,



    die genannte Einheit dürfte die 2. Kompanie SS-Panzer- Aufklärungs-, Ausbildungs- und Ersatzabteilung 2 sein, deren Standort das Lager Staumühle auf dem Trp. Üb. Senne bei Paderborn war.

    Lieber Thilo,


    was mir jetzt erst auffällt. Damit ist gar nicht die 2-SS Panzer-Div. A.A.A. gemeint (siehe Schreibweise auf Foto)? Bei welcher Division befand sich diese Einheit? Hast du vielleicht Links oder Literatur-Tipps, wo man genaueres über die Einheit findet? Im Netz findet man sehr wenig.


    An alle anderen: gibts wirklich keine Experten da draußen, die eine Spekulation schreiben wollen?! Mein Fachwissen reicht bei dem komplexen Thema Waffen-SS nicht aus.




    LG Manu

    Lieber Thilo,


    danke! Die beiden oberen Informationen waren mir bekannt. Die Frage stellt sich für mich, wieso durchgestrichen und ausgebessert wurde. Außerdem würde ich mir am allerliebsten wünschen, wenn jemand anhand aller meiner gegebenen Informationen, eine oder mehrere Theorien abgeben könnte, wie es dazu kommen konnte- unter Berücksichtigung der Information der Gefangennahme in Frankreich 44, der Angaben der letzten Einheit auf dem Kriegsgefangenenbogen, sowie der Infos des Bundesarchivs. Ich wäre sehr dankbar, wenn ein Profi unter Euch, sich die Mühe machen könnte und die ein oder andere "Möglichkeit" posten könnte, sodass ich damit weiterarbeiten kann!


    Zum Thema Schirrmeister: kennt jemand von Euch die genauen Aufgaben eines Schirrmeisters? Ich weiß, dass es Mechaniker waren, die für den Fuhrpark des jeweiligen Zuges/Kompanie zuständig waren. Gibts dazu Lektüre oder Blätter bzw. Mikrofilmrollen, wo deren Aufgabengebiete detailliert beschrieben werden oder eventuell einen Alltagsbericht eines solchen im 2. WK an der Ostfront?


    Für Deine Entschlüsselung "Prisoner of War Enclosure 12 in Babenhausen. 9th F.A.Bn steht für 9th Field Artillery Battalion, die fürs Lager verantwortliche Einheit." bin ich Dir sehr, sehr dankbar! Kann man daraus weiteres ableiten? Kann man anhand der Einheit zB Hinweise ableiten, wo er in Gefangenschaft geriet? War Babenhausen in der Nähe von Staumühle? Wenn ja, würde das ja eigentlich der Aussage widersprechen, er sei in Frankreich gefangen genommen! Was allerdings ein Widerspruch zum Datenblatt ist, weil dort ja Ort der Gefangenschaft: Frankreich, Gewahrsamsmacht: USA - steht! Ich bin echt ratlos!



    LG Manu

    Liebe Leute,


    das Bild meines Großvaters in der Kriegszeit erhält immer klarerer Züge.Dennoch gibts für mich noch einige Unklarheiten. Ich beschäftige mich mit dem Problem schon länger und komme einfach nicht dahinter. Ich hoffe sehr, dass jemand von Euch eine gute Idee hat.

    Klar ist: mein Großvater seit Beginn des Krieges bei der SS-Totenkopf-Division. Die Auswertungen des Bundesarchivs und einigen anderen Hinweisen ergeben folgendes (die lange Vorgeschichte lasse ich erstmal aus):


    Es gibt eine Meldung vom 14.10.1943 wo er das EK II erhielt bei der SS-Aufklärungs-Abteilung 3 / 2.Kp. Ob er im Zuge der Ordensverleihung zum SS-Unterscharführer befördert wurde oder ob das bereits vorher geschah, ist unklar.

    Die nächste Meldung ist vom 29.02.1944 da war er bereits bei der Genesenden-Kopmanie SS-Aufklärungs-Ersatz-Abteilung. Das heißt, eine Meldung, wie er dahin kam, existiert beim Bundesarchiv nicht. Von dort aus an diesem Tag zum SS-Lazarett-Riga, Teillazarett Rotenberg. Doch war die SS-T-Div. zu diesem Zeitpunkt überhaupt bei Riga? Wenn nein, welche Division könnte gemeint sein?

    Am 15.03.44 dienstfähig zur Truppe entlassen.


    Ab jetzt gibt es von Seiten der Wehrmacht/SS keine Meldung mehr. Die nächste Information ist eine mündliche Überlieferung von ihm selbst. Mein Vater erzählt mir, dass er ihm ganz klar und genau sagte, dass er bei der Landung in der Normandie auf franz. Boden in us-amerikanische Gefangenschaft geriet.


    Nun folgt das nächste Stück Papier. Sein Kriegsgefangenen-Bogen. Hier sieht man auf einem Zettel, zwei unt. Angaben, die aber beide von ihm sind. Die unteren Angaben wurden am 20.11.1945 gemacht. Da steht:


    Militaer Beschäftigung: DISPATCH SGT.

    Aktiver Wehrdienst oder Beruf: WAFF-SS

    Auskunft über Dienststelle: 2.KP.

    Auskunft über die Division: None

    Nr. und Auskunft über das Regiment: 2. SS-PZ. A.A.A. (oder H als letzter Buchstabe?) 2 STAUMÜHLE

    Land der Gefangenschaft: FRANCE

    Warter: U.S.A.


    Danach folgt eine Meldung vom 21.06.1946 da sind einige Sachen durchgestrichen:

    Militaer Beschäftigung: SCHIRRM. (statt obiger Sachen)

    Aktiver Wehrdienst oder Beruf: RES.

    Die nächsten drei sind ident.

    Land der Gefangenschaft: DEUTSCHLAND

    Warter: BABENHAUSEN PWE12 9Uhr (?) F.A.B.s.(?) -> siehe Foto


    Anbei ein Foto.


    Kann sich jemand davon ein Bild machen? Wo diente er in seinen letzten beiden Kriegsjahren? (43 und 44) und wo geriet er in Gefangenschaft? Es gibt noch etliche weitere Fragen, aber das ist meine absolut dringendste.



    LG Manuel







    Kriegsgefangenenunterlage(1)-1.jpg

    Kriegsgefangenenunterlage2.jpg

    Liebe Leute,


    ich melde mich mal wieder! Da ich nach längerer Pause nun wieder intensiv mit Nachforschungen beschäftige. Da ich zum komplizierten und leider lückenhaften Themenkomplex "Großvater im Krieg" sehr viele Fragen habe, möchte ich Euch nicht ständig mit neuen Threads zuspammen, deshalb habe ich mir gedacht, einzelne Fragen, immer hier her zu posten. Ist das ok oder besser für jede einzelne Frage immer wieder mal alle paar Wochen einen neuen Thread zu eröffnen? Hat jemand von Euch dahingehend Erfahrungen?


    Dieses Mal gehts um darum: ich weiß, dass mein Großvater am 15.05.1938 in die Waffen-SS eingetreten ist. Im August 1938 schreibt er eine Postkarte nach Hause: "LG aus dem KL Flossenbürg", "Einheit: 2. SS.T.Standarte "Brandenburg". 1) wisst ihr etwas von Lektüre über diese spezifische Einheit bzw. das KZ Flossenbürg um das Jahr 1938? Würde gerne wissen, ob mein Großvater in etwaige Verbrechen involviert war.


    Am 03.09.1938 schreibt er eine Postkarte aus Brieg, Breslau. "Keine Angst, geht mir gut." Leider steht sonst nichts dabei. Und auch beim WASt fangen die Infos erst so richtig ab Ende 1941 an. 2) Kann es sein, dass er zu dieser Zeit in Tschechien war? Mit der Zeit komme ich doch hin, wenn ich an die Annexion der Sudetengebiete denke. Man hört immer wieder, dass es zu keinen Kampfhandlungen kam. Ist das wirklich so? Ist daraus vlt ersichtlich bei welchem Truppenteil er war und wenn ja, ob diese in Verbrechen bzw. Kampfhandlungen involviert war?


    Mit freundlichen Grüßen,

    Manuel

    Liebe Community,


    mein Großvater war zwar bei der Waffen-SS. Dieses Dokument, welches ich aus dem Bundesarchiv habe, betrifft aber wohl eher die "Allgemeine SS", weil es nichts mit der Einheit zu tun hat. Mein Großvater stellte einen Heiratsantrag, wobei in der Akte vermerkt ist, dass sowohl Abstammungsmäßig als auch Erbgesundheitlich "kein Einwand" gegeben ist. Es gibt zwei Stellen, die ich leider nicht entziffern kann. Ich habe dazu zwei Fotos hochgeladen.


    Foto 1: neben "Abstammung" steht ein für mich nicht identifizierbares Gekrakel. Kann das wer lesen? In dem Forum habe ich gelesen, dass die Sippen-Nummer einfach eine fortlaufende Nummerierung der Dokumente war. Kann man dadurch eventuell noch mehr herausfinden?

    Foto 2: kann jemand die Unterschrift des SS-Obersturmführers lesen? Was steht neben "Sportabzeichen" bzw. "Mutterschulung"? Und: was steht neben "Abschluss"?


    Hat jemand von Euch Tipps, wie man diese altdeutsche Schreibschrift lesen lernen kann? Kurrent kann ich, bedingt, lesen. Aber hier habe ich echt Schwierigkeiten. Da ich mehr als 50 Dokumente vom Bundesarchiv erhalten habe, kann ich leider so manches nicht lesen. Wäre es für Euch ok, wenn ich - in diesem Thread natürlich - ab und an mal Teile dieser Dokumente hochlade, vielleicht kann es ja jemand lesen und mir weiterhelfen!



    Mit freundlichen Grüßen,

    Manuel

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    • Foto1.jpg

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    • Foto2.jpg

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    Lieber Henry Jones,


    Danke für den Hinweis. Ich werde das sofort machen! Kann man generell um Kopien aller Akten/Dokumente bitten, aus denen das WASt Informationen bzgl meines Großvaters bezogen hat? Gegen entsprechende Aufwandsentschädigung natürlich, die ich gerne bereit bin, zu leisten.


    Weißt Du, woher das Bundesarchiv die Infos z.B. bezüglich der Lazarettaufenthalte oder Beförderungen nimmt? Aus dem Tagebuch der Division? Sind diese Quellen irgendwo "voll" erhältlich?


    "DRK Suchdienst" - schaue ich mir auch an. Danke!


    LG Manu

    Lieber Stefan,


    ich nehme mir für meine Antworten immer viel Zeit, weshalb ich erst jetzt zurück schreibe. Außerdem möchte ich bei jedem User individuell antworten.


    Ja, zum Wechsel Ost- an Westfront konnte mir noch keiner was sagen.


    Die Information mit ICRC in Genf finde ich sehr spannend. Vielen, vielen Dank! Leider sind da die Kapazitäten voll. Sehr schade. Werde mir einfach den Tag im Kalender eintragen.

    Nachdem ich jetzt auf der Seite vorbei geschaut habe, klingelt da was! Ich glaube mich zu erinnern, bereits vor Jahren einmal dahin geschrieben zu haben. Leider empfand ich den Service im Gegensatz zum WASt als äußerst benutzerunfreundlich. Ich habe auch, selbst nach Jahren, nie eine Antwort bekommen. Vielleicht aber auch, weil ich da etwas falsch gemacht habe.

    Dazu gleich eine Frage: muss man in Englisch dazu Fragen stellen? Schweiz ist ja auch ein Land, in dem man Deutsch prinzipiell versteht :)


    Lieber Peter,


    vielen Dank für Ihre sehr informative Antwort!

    Tatsächlich halte auch ich dies für möglich. Wobei sich dann noch die Frage stellt, wieso von dem Lungenschuss nichts in den Akten des Bundesarchivs steht. Laut familiärer Informationen, erlitt er diesen in Russland. Leider sind die Infos durcheinander und unklar. Bin aber dran, auch hier mehr zu erfahren. Kann es sein, dass Teil der Lazarettinformationen in den Wirren verloren gingen?


    Vermutlich war der Personalbogen auf Selbstauskunft des Großvaters, leider steht laut WASt nur das Eintrittsdatum in die Waffen-SS dabei. Spannend wäre auch zu erfahren, wo genau er gefangen war, ob es vielleicht wo Aufzeichnungen über seine Gefangenschaft gibt. Ich erinnere mich an eine Erzählung, dass Allliierte ihn zwangen, einen Eimer Butter zu essen (Kanonen statt Butter-Ironie).


    Die Möglichkeit, dass er im Raume Linz in Gefangenschaft geriet und überstellt wurde, halte ich für ausgeschlossen. Weil ich weiß, dass immer berichtet wurde, dass er "im Zuge der Invasion" gefangen genommen wurde. Wahrscheinlich gab es wirklich einen Einheitswechsel. Ist das so, weil er als Verwundeter "einfachere Aufgaben" erhalten sollte? Oder weil er als Angehöriger der Waffen-SS als "erfahrener Soldat" die Invasion so rasch wie möglich zurückwerfen sollte? Bezüglich der Gefangennahme selbst weiß ich einige Details, die jetzt eher ein "Stimmungsbild" abgeben, also handfeste Informationen, aber falls es wen interessiert: ich weiß nur, dass er im Gefecht in Frankreich 1944 war als "sehr schnell" ein Panzer vor ihm stand, dessen Kanone auf ihn zielte. Er rührte sich nicht. Die Luke öffnete sich. Aus dem Panzer kamen eine handvoll "junge amerikanische Burschen" gesprungen und noch ehe er etwas sagen konnte, kassierte er "die schlimmsten Prügel seines Lebens". Das wars.


    Prinzipiell sollte ich - solange das noch möglich ist - soviel mündliche Überlieferungen sammeln, wie möglich ist - von der Familie. Da bin ich derzeit dran, dies zu tun.


    Danke und liebe Grüße,

    Manuel

    Hallo Eumex,


    das ist natürlich möglich. Seltsam nur, dass die WASt relativ viel Infos geliefert hat: Truppenteile, Dienstgrade, Orden und Ehrenzeichen, Lazarettaufenthalte, Diensteintritt - die Informationen aber ab Anfang 1944 abrupt aufhören. Vielleicht gingen in den Wirren des letzten Kriegsjahres die Informationen darüber verloren? Die letzte Information, die ich von der WASt weiß ist folgende:

    Quote

    lt. Meldung vom 29.02.1944 Genesenden-Kompanie SS-Aufklärung-Ersatz-Abteilung


    29.02.1944 - 15.03. 1944 SS-Lazarett Riga Teillazarett Rotenberg
    - Erkrankung -
                                                Zugang: von der Truppe
                                                Abgang: dienstfähig zur Trupp

    Nach diesen Angaben müsste er also bis Kriegsende in dieser Genesenden-Kompanie gewesen sein. Leider sind die Informationen nicht vollständig. Ich weiß aus Erzählungen, dass mein Großvater auch einen Lungenschuss an der Ostfront erlitt. Aufgrund der Angaben nehme ich an, dass es nach März 44 passiert ist. Weil sonst würde es ja dabei stehen, schließlich scheinen die Infos bis dahin relativ lückenfrei zu sein.


    Etwas anderes, dass interessant ist. Laut einem anderen Lazarettaufenthalt von 1942, erlitt er einen "Artilleriesplitter in der linken Hand". Aus familiären Erzählungen weiß ich aber, dass Teil eines Schrapnells / Granate auch sein Gesicht zerschnitten, sodass er bis an sein Lebensende eine Narbe im Gesicht hatte. Kann es sein, dass das Lazarett hier nicht "genau" arbeitete und bei multiplen Verletzungen, wie sie ja oft bei Splittergranaten passieren, nur die angeben, die am heftigsten ist? Oder haltet ihr es für wahrscheinlicher, dass die Verletzung ein anderes Mal passierte?


    Quote


    12.SS Panzerdivision HJ


    Danke für den interessanten Hinweis. Diese Division war doch aber eine, die in sehr heftige Kämpfe involviert war? Würde man einen Verletzten dorthin schicken? Ich werde das jedenfalls in meine Überlegungen mit ein beziehen!


    Quote

    Fotos in Uniform ,oder Feldpostbriefe von Ihm gibt es keine mehr...??

    Es gibt Fotos in Uniform, allerdings aus den frühen Jahren. Aus dem Jahr 1940 sind einige erhalten. Sie zeigen ihn und die Pampa Frankreichs. Auch das Heiratsfoto zeigen ihn ca 1942 od 43 (?), wo schon Nahkampfspange und EK zu sehen sind. Leider habe ich die Fotos selbst nicht, aber soweit ich mich erinnere, konnte man auf einem Foto erkennen, dass auf der Uniform "Ostmark" stand. Er ist ja, wie ich- Wiener. Von "Ostmark" steht im Bericht der WASt nichts. Das könnte vielleicht ein Hinweis sein? Bezüglich weiterer Fotos informiere ich mich gerade in der Familie. Er hatte 10 Kinder und da dauert es ein bisschen, bis ich die nötigen Infos zusammen habe :)



    Lieben Gruß,
    Manuel

    Lieber Stefan,


    vielen Dank, wusste nicht, dass es hier üblich ist! Ich heiße Manuel.


    Ans Bundesarchiv habe ich mich schon 2016 gewendet, die mir nach 2 Jahren auch geantwortet haben. Neben vielen anderen kleineren Informationen kam z.B. heraus:



    An das Bundesarchiv Abteilung R habe ich geschrieben, die mir antworteten, dass sie eine Recherche machen (hoffentlich nicht wieder 2 Jahre). In einem ersten Schreiben aber, welches ich von denen erhalten habe, steht:


    Quote


    das Bundesarchiv am Dienstort Berlin-Lichtenfelde verwahrt u.a. personenbezogene Unterlagen von Angehörigen der NSDAP, SS, Waffen-SS, SA, Polizei, Reichsarbeitsdienst (RAD) und der Organisation Todt (PT). Nachweise von Kriegsgefangenschaft sind hier hingegen nicht überliefert.

    Seltsam? Hast Du einen Tipp?


    Und meine Frage war auch insgesamt gemeint, ob jemandem eine Möglichkeit einfällt, wie mein Großvater das gemacht haben könnte? Desertiert glaube ich nicht, da er in Uniform im Gefecht gefangen genommen wurde.


    Liebe Grüße,

    Manuel

    Liebe Mitglieder des Forums,


    ich recherchiere seit einem Jahr das Kriegsleben meines Großvaters.

    In der Zwischenzeit konnte ich einiges in Erfahrung bringen.

    Zwar gibt es noch einige Unklarheiten, die ich gerne in nächster Zeit auch hier erörtern werde.

    Vorerst aber möchte ich Euch bitten, mir bei meiner größten Unklarheit zu helfen.

    Mein Großvater war laut Auskunft der WASt bei der SS-Totenkopf-Division, zuletzt als SS-Unterscharführer (laut Meldung 14.10.1943).

    Am selben Tag wird auch ersichtlich, dass er in der "2. Kompanie SS-Aufklärungs-Abteilung 3 Totenkopf" war. Offenbar bis zu einer "Erkrankung".

    Denn von 29.2.1944 - 15.03.1944 befand er sich im SS-Lazarett Riga Teilllazarett Rotenberg, Abgang: dienstfähig zur Truppe.

    Zugleich steht aber auch die Meldung, dass er am 29.2.1944 in der "Genesenden-Kompanie SS-Aufklärungs-Ersatz-Abteilung" war.

    Heißt das, dass er am 15.3. dorthin entlassen wurde oder dass er bereits zuvor dort war?


    Nun aber meine eigentliche, drängende Frage, die seit Jahren ungeklärt ist:

    laut historischen Aufzeichnungen kämpfte die 3. SS-Totenkopf-Div. immer im Osten.

    Zuletzt 1945 im Raume Linz.

    Meine Familie hat mir aber erzählt, dass mein Großvater ganz bestimmt bereits 1944 nach der Landung der Alliierten in der Normandie, in Frankreich von US-Amerikanern festgenommen wurde und in Kriegsgefangenschaft geriet.

    Es gibt offenbar auch einen Kriegsgefangenen-Personalfragebogen vom 21.06.1946, wobei aus dem nur hervorgeht, wann er in die Waffen-SS eintrat.

    Oben stehende Meldung vom März 44 ist die letzte Meldung des WASt.


    Hat jemand eine Idee, wie mein Großvater nach Frankreich kam?

    Weiß jemand, ob man vielleicht nach Amerika schreiben kann bzgl Papieren zur Kriegsgefangenschaft?

    Ich kenne die Geschichte der Gefangennahme sehr detailliert, weil sie offenbar ein einschneidendes und schreckliches Erlebnis war.

    Welche Möglichkeiten gibt es, dass er bei der Waffen-SS war und zu jener Zeit in Frankreich?

    Vielleicht wegen seiner multiplen Verletzungen zu einer weniger kampfintensiven Truppe versetzt worden, ohne dass es vermerkt wurde?


    Liebe Grüße, Der_Nachforscher