Posts by ZAG

    Hallo,

    hier das Truppenkennzeichen der 52.ID vom Frühjahr 1943.

    In der Literatur wird es immer als "R" im Schild gezeigt, nicht so bei
    meinen Fotonachlass.

    Statt dessen wird dies von mir gezeigte Truppenkennzeichen in der Literatur
    der 52.Sicherungsdivision zugeordnet, was meiner Ansicht nach falsch ist.
    Die 52.Sich.Div ist erst 1 Jahr später gebildet worden.

    Grüße, ZAG

    Hallo an die Experten,

    nachfolgend ein weiteres kleines Verwirrspiel zur 52.Sich.Div. bzw. 52.ID !
    Da ich gerade bei einem anderen Beitrag mit Grabbildern zur 52.ID
    aushelfe habe ich beim durchsehen meiner Bilder zur 52.ID ein Bild
    vom div.General Peschel bei der Besichtigung des Feldlazaretts 152
    und eines Erholungsheimes der 52.ID im Frühjahr 1943 gefunden.
    Er ist mit einem Kfz.15 angefahren gekommen, das als einziges aller
    Fahrzeuge meines Fotokonvoluts 1940-43 ein Truppenkennzeichen trägt !

    - siehe Foto

    Überall wird aber zur 52.ID das "R" im Wappen als Truppenkennzeichen
    aufgeführt, beginnend mit dem Standardwerk von Schmitz/Thies von 1987 !
    Und darin werden für die 52.Sicherungs-Division diese drei Kreise im
    Quadrat gezeigt.

    Aber - wie kann das sein ?

    Mein Bild ist definitiv vom Frühjahr 1943 mit General Peschel, 52.ID
    als es die 52. Sich.Div. noch lange nicht gab!

    Ist es ein uralter Fehler der sich so lange gehalten hat?

    Was meint Ihr?

    Grüße, ZAG

    Hallo Sven,

    ich stelle Dir die Bilder hier rein, evtl. haben die anderen Experten noch
    eine Idee wie das sein kann.
    Ich habe mal die Namen auf dem dreier Grab-Bild beim Volksbund recherchiert.

    Auf meinem Bild der Reihe nach :

    Nachname: Nocka (1.Kp.IR.205)
    Vorname: Walter
    Dienstgrad: Schütze
    Geburtsdatum: 06.06.1911
    Geburtsort: Berlin
    Todes-/Vermisstendatum: 13.08.1942
    Todes-/Vermisstenort: Swoboda
    ... befindet sich sein Grab derzeit noch an folgendem Ort: Woschod a.d. Shisdra

    Nachname: Seifarth (2.San.Kp.152)
    Vorname: Erich
    Dienstgrad: Schütze
    Geburtsdatum: 06.10.1906
    Geburtsort: Gera-Debschwitz
    Todes-/Vermisstendatum: 14.08.1942
    Todes-/Vermisstenort: bei Seroboda
    .... befindet sich sein Grab derzeit noch an folgendem Ort: Woschod a.d. Shisdra

    Nachname: Hillenbrandt (6.Kp.IR.205)
    Vorname: Karl Albert
    Dienstgrad: Oberschütze
    Geburtsdatum: 11.01.1920
    Geburtsort: Groitzsch
    Todes-/Vermisstendatum: 14.08.1942
    Todes-/Vermisstenort: Sacharowo
    ..... befindet sich sein Grab derzeit noch an folgendem Ort: Sacharowo / sü. Rshew

    Bei den Angaben vom Volksbund kommen lauter Orts-Namen die ich
    in diesem Beitrag bislang nicht zuornen kann.

    Obwohl die drei nebeneinander liegen, und bestimmt nicht umgebettet wurden, sollen sie unterschiedliche Grabplätze haben.

    Was meint Ihr?
    Grüße, ZAG

    Hallo Sven,

    ich habe paar Bilder von Friedhöfen der 52.ID auf dem Gefallene
    aller drei Regimenter der 52.ID vom August 1942 liegen.
    Typische Birkenkreuz-Friedhöfe wie so viele in Russland.

    Ein paar Namen und Daten konnte ich entziffern, z.B.

    6./IR.163 vom 16.8.1942
    _/.IR.181 vom 13.8.1942
    1./IR.205 vom 13.8.1942
    6./IR.205 vom 14.8.1942

    Leider war der Name Deines Urgroßvaters nicht zu finden, aber ich denke
    die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass er einer der dort begrabenen ist.

    Bei Gelegenheit sende ich Dir ein Übersichtsbild.

    Viele Grüße, ZAG

    Hallo magmag,
    nach Durchsicht von :

    Kräder im Einsatz, Hinrichsen 1995
    und
    Kräder der Kradschützen, Aufklärer und Melder, Hinrichsen 1999

    fand ich nur belgische FN-Maschinen.

    Falls Du Dich für Kräder allgemein Interessierst sind beide Bildbände
    aber eine gute Quelle.

    Grüße, ZAG

    Halllo Neverseen,

    als ich Deinen Beitrag : Buch gefunden "Franken an den Fronten" sah,
    bin ich erst mal in "Schockstarre" verfallen...
    denn dieses Buch suche ich schon seit langem !

    Da mich Würzburger Einheiten besonders Interessieren, war das eine
    schmerzliche Lücke für mich, nun habe ich es endlich auch !
    Allerdings ohne Schutzumschlag, hast Du den? Wie schaut der aus?

    Schade, dass das Büchlein beim 22.Juni 1941 aufhört,
    aber ich bin auch so froh es bekommen zu haben.

    Zu dem Btl. Kommandeur Marbach habe ich sonst keine weiteren Infos,
    ausser, dass er Monockel-Träger war.

    Auf Bildseite 68 oben links könnte er sein, rechts der Div.General Bieler.

    Der "Professor" war ein einfacher Mannschaftsdienstgrad, der aber
    scheinbar Geschichte, Kunstgeschichte studiert hatte, und Vorträge
    vor interessierten Soldaten gehalten hat.
    Vermutlich dadurch der "Ehrenname".

    Viele Grüße
    ZAG

    Hallo Schorsch,
    zurückziehen, nee, so habe ich es nicht gemeint.

    Ich habe mich einfach gefreut, dass mein Gedankengang wenigstens
    einmal in einer Fachzeitschrift erwähnt wurde, während ich im "Dauerfeuer"
    von Gegenargumenten in Deckung gehen musste.

    Also verneige ich mich vor der Expertenmeinung
    und wünsche eine guten Abend
    Viele Grüße von ZAG

    Guten Morgen,

    nach langem suchen und Blättern in Heften fand ich noch folgendes dazu ;

    Podzun-Pallas-Heft 1978, Seite 14 über 2cm Flak 38

    .....Nachdem der K4 kniend aus dem hinter ihm liegenden Munitionskasten
    ein Magazin mit 20 Schuss am Magazintisch eingesetzt hat, eröffnett der K1 das Feuer.

    Waffen-Revue-Heft Nr 36, Seite 5754 über 4-ling
    Ich zitiere Auszüge :

    Die theoretische Feuergeschw. von 1800 Schuss/min hätte man auch ohne
    besondere Probleme praktisch erreichen können, wenn man Patronengurte
    oder größere Patronentrommeln anstelle der 20 Schuss-Magazine verwendet hätte. (!)
    ...so aber war bei Dauerfeuer das Magazin in 7 Sekunden leergeschossen...

    Es wurden zwar Versuche für die Verwendung von Patronengurten
    begonnen, aber leider ist unbekannt, warum sie wieder eingestellt wurden.

    Ende, ich habe fertig

    Grüße, ZAG

    Hallo Schorsch,

    Donnerwetter....da kam geballte Experten-Info rüber, Vielen Dank !
    Ich denke das ist auch für andere mal Interessant.

    Übrigens habe ich noch ein Buch über leichte und mittlere Flak (W.Müller)
    gefunden, doch auch da kein Wort über das Magazin, falls ich nichts übersehen
    habe.

    Auf Seite 99 sieht man schön die Magazin-Öffnung mit 2cm Patronen gefüllt
    Auf Seite 101 sieht man viele Hochkant-Kästen (?) an einer 2cm Bodenflak.
    Auf Seite 119 einige Bilder Kanoniere beim Magazinfüllen, jedoch zu entfernt

    Danke nochmals
    Grüße, ZAG

    Hallo zusammen,

    vielen Dank für Euere Stellungnahmen und die tollen Bilder mit der US-Flak !

    Zu Schorsch,

    hatten diese 2cm Magazine wirklich 20 Schuss ?

    Ich lasse mich gerne belehren, zumal ich keine Unterlagen darüber habe.
    Aber die Magazine die ich auf Bildern sehe, schauen eher nach 12-16 Schuss aus,
    auch wenn die Patronen leicht versetzt eingedrückt sind.

    Das mit dem Gewicht ist kein wirkliches Argument,
    siehe die US-Kästen mit zwei Griffen, außerdem müssen es ja nicht 98 Schuss mit 74kg sein.

    Welche Mechanik meist Du?
    Der Gurt liegt doch einfach in schlagenlinien drin, wie beim MG-Kasten, oder?

    Die Amis konnte ihre Kästen zu zweit einhängen, Gurt einführen,
    und in Deckung verschwinden. Unsere Mun-Kanoniere mussten zum
    dauernden Magazinwechsel parat stehen und waren gegnerischen Feuer ausgesetzt.

    Das mit dem Heißschiessen, kann sein, weiss ich nicht.

    Aber auch dabei hätte der Richtschütze, der ja durch die Waffe selbst
    etwas geschütz ist, eine nötige Feuerpause einlegen können,
    um danach gleich wieder Feuerbereit zu sein, ohne dass die Mun-Kanoniere
    wieder dazu springen müssen...

    Just my two Pfennig
    ---------------

    Also gehe ich davon aus, dass es auf deutscher Seite keine
    Entwicklungen gab, die 2cm Flak mit Gurtzuführung auszustatten.

    Vielen Dank für Euere Einschätzungen !
    Grüße, ZAG

    Hallo Ralf,

    schau mal ins Lexikon, da wurde bereits im Spanienkrieg bei der Me109
    mit MG-FF = 20mm Versuche gemacht, die E-Version von 1940 hatte
    immer 2 Flügenkanonen 2cm.

    Hallo Gerhard,
    genau, so eine US-Fla-Waffe meinte ich.

    Wirbelwind ist mir bekannt, da waren die Mun-Kanoniere besser geschützt.
    Aber die Masse waren offene 2cm Einzel oder 4-ling, bestenfalls Schutzschild.

    Mir gehts aber vor allen die nicht vorhandene Gurtzuführung bei unseren
    2cm Fla-Waffen.
    Grüeß, ZAG

    Edit: Eine Frage & Bitte an einen Admin, da dieser Beitrag nur 2cm
    Flak-Waffen behandelt, wäre es nützlich den Beitragsnamen
    auf "Flakartillerie 2cm" zu erweitern. Damit wäre es klarer worum es geht.

    Hallo an die Experten,

    damit ich keinen neuen Beitrag starten muss, hänge ich meine Frage hier an.

    Neulich sah ich ein Bild von einem US-Halftruck mit einer 4-lings Fla-Waffe,
    deren Munitionszuführung aus Muni-Behältern an den Seiten kam.

    Dabei kam mir der Gedanke, warum hat man das eigentlich bei unseren
    2 cm Flaks (Einzel oder Vierling) nicht auch gemacht?

    Schließlich warren seit 1939 zig-tausende 2cm Kanonen in Flugzeugen
    eingebaut, die auch Gurtzuführung hatten, also nichts ungewöhnliches.

    Warum diese Umständliche und Personalintensive Steckmagazin Methode?
    Dazu waren die Magazin-Männer auch noch extrem gefährdet, da sie
    meist völlig Ungeschütz an der Seite der Waffe standen.

    In einem WA-Heft über 2cm Flak im Einsatz konnte ich keinen Hinweis
    finden, ob jemals darüber nachdacht wurde auch Gurtzuführung einzuführen.

    Grüße, ZAG

    Guten Morgen Stefan,

    ich verstehe Dich schon, aber "vorenthalten" wollte ich das nicht,
    sonst hätte ich das gar nicht reingestellt.
    Genau deswegen - im Sinne des Informationsausstausches in diesem Forum habe ich das reingestellt.

    Ich sehe bloß nicht ein, warum ich solche recht seltene Sachen
    fast reprofähig (es gibt da Tricks, auch aus 50 kb ein passables Bild zu machen)
    hier reinstellen soll um dann zuschauen zu müssen wie der Downloadzähler
    auf 487 klettert, aber nur ein paar wenige etwas dazu zu sagen haben.

    Übrigens, Glückwunsch zur "Geschichtswerkstatt Dillingen" tolle Sache !
    Finde ich echt gut wenn sich Leute zusammentun und Lokale Geschichte
    erforschen, herausgeben und weiter daran Arbeiten.

    Viele Grüße ans Saarland aus Franken
    ZAG

    Guten Morgen zusammen !

    da hat sich doch während meines Erkältungs-Erholungsschlafes einiges getan!

    Nochmals vielen Dank für Euere Einschätzungen.

    Leider habe ich zu dem Bild keine weiteren Infos, es ist ein Familien-Gruppenbild, alle Uniformen "Sarasani" schauen nagelneu aus.
    Keiner trägt eine Auszeichnung, ausser einem mit Schützenschnur 1.Ausführung.
    Ich datiere das Bild rigendwo 1936-38.

    Wie Thomas schon anmerkte, ist es tatsächlich eine verdammt schwere
    Sache da richtig zu liegen.

    Da aber bei diesem Bild die Paspelierung "so schön" ausschaut, habe ich
    gedacht, zeig es mal den Experten hier, was die dazu sagen.

    Nach allem was Ihr aufgeführt habt, ist folgende Wahrscheinlichkeit ?

    1.Artillerie
    2.Panzer,Pz.Jäger
    3.Nachrichten

    Dann gab ja noch Grün, Goldgelb und weite Exoten.

    Heute scheint die Sonne !
    Grüße, ZAG

    Guten Abend,

    danke für Euere Einschätzungen, also evtl.

    - durch eine offizelle NS-Stelle herausgegeben, aber getarnt
    als ein "selbstgemachtes" Flugblatt eines erzürnten Kommandeurs

    oder

    - schwarze Propaganda der Gegenseite

    Das dachte ich auch eine Zeit lang, aber wenn das Flugblatt erfolgreich
    gewesen wäre und tätsächlich mehr deutsche Soldaten wieder
    an die Front gegangen wären, das wärs doch Kontraproduktiv oder?

    Oder waren sich die Alliierten schon so sicher, dass es nicht wirkt,
    vielleicht sogar auch noch andere, kampfwillige frustriert...?

    Bislang kenne ich Alliierte Flgublätter meist mit den Tenor:
    Es ist eh bald Schlus, warum sich noch Opfern, komm lauf über...

    Ich bitte um Verständnis daß ich das nicht als guten scan reinstelle.
    Zur Erörterung genügt es auch so.

    Es sind übrigens keinerlei Kürzel sichtbar.
    Das Papier ist miserabel, schon ganz brüchig.

    Grüße, ZAG

    Hallo an die Gemeinde,

    vielleicht von Interesse.

    Ein ungewöhliches Durchhalte-Flugblatt gemacht von Deutschen
    für Deutsche, ich vermute März 1945 Westfront, weil Remagen genannt wird.

    Kein Wort vom Glauben an den "Führer"
    Kein Wort vom Glauben an den Nationalsozialismus.
    Das geflügelte Wort vom "Endsieg" wird nicht gebraucht.
    Kein Hakenkreuz, kein Adler, nix.

    Ein einfach gehaltenes Blättchen, gedruckt mit alten Lettern aus den
    20er Jahren, hier ein paar Textauszüge :

    --------------------------------------------------

    Ein paar Quatschköpfe haben uns früher gesagt, daß der Rhein ein überwindliches Bollwerk ist...
    ....alles starrt nun auf Remagen und Oppenheim....

    Es ist uns scheißegal ob sie (die Alliierten) noch zwei oder dreimal übersetzen...
    .... wer uns wieder wieder zum Glauben verhelfen wird, der Feind selbst,
    in seinen Meldungen über den drohenden Einsatz neuer deutscher Waffen....

    Ein Wunder brauchen wir nicht, nur noch Zeit...

    Dann gehts gegen Drückeberger, Versprengte und "Kanaillen"

    Zum Schluss :
    Unser Platz ist vorne, dort wo ihn die Heimat erwartet.
    Wir sagen uns los von den Kanaillen.

    ---------------------------------------------
    Es scheint mir, dass dieses Flugblatt von irgend einem örtlichen
    Kommandeur in einer kleinen Druckerei gemacht wurde und sich
    mit derben Worten an die vielen versprengten Soldaten richtete
    wieder an die Front zu gehen.

    Grüße, ZAG