Posts by ZAG

    Hallo zusammen,

    neulich konte ich auf einem Flohmarkt ein Heft erwerben das mich neugierig gemacht hat:


    100 Karten aus der Wochenzeitung Das Reich, Berlin1943


    Im Vorwort vom Sommer 1943 wird auf hunderte Leserbriefe aus Front und Heimat hingewiesen, die so ein Kartewerk gefordert hätten.


    Die abgebildeten Karten tragen das Datum des Erscheinens in der Zeitung "Das Reich".

    Beginnend 1940 und das späteste Datum vom 10.10.1943, also deutlich später als es

    das Vorwort vom „Sommer 1943“ suggeriert.

    Also gehe ich davon aus dass dieses Heft Ende 1943 heraus kam.


    Beim durchblättern des Heftes fiel mir auf, dass die meisten Kriegsschauplätze

    Von 1941-43, die bis Ende 1943 verloren waren, als Karte gar nicht gar nicht vorkamen !

    Die große Kunst des Weglassens !


    Kein Nordafrika 1941-42 ! Nur Karten von Gibraltar und Marokko und Algerien mit US-Landung,

    nichts von Tunesien - Sizilien 1942-43.


    Als Kriegsschauplatz Mittelmeer wird der italienische Stiefel 1943 gezeigt,

    mit italienischen Armeen und Divisionen, und dem Hinweis auf Badoglios Verrat.

    Und der Kampf um die Ägäischen Inseln und auf den Balkan.


    Kein Vormarsch bis vor Moskau, der Endet hier 19.10.1941.

    Nur die 1.Schlacht um Charkow im Mai 1942 wird gezeigt,

    Auf die Flüsse Don, Donez und Wolga wird eingegangen ohne eine Karte des Vormarsches

    auf Stalingrad und dem Kaukasus 1942.

    Selbst die Krim wird nur bis 23.11.1941 gezeigt, obwohl Ende 1943 noch besetzt.

    Es wird nur auf russisches Völkergemisch, die riesigen Entfernungen im Osten usw. hingewiesen

    Auf einer Karte vom 31.1.1943 ist Moskau, Stalingrad und der Kaukasus weit weg.

    Selbst Leningrad, Ende 1943 noch umklammert, wird auf der Karte frei gezeigt…!


    Die abgeschlagene Landung bei Dieppe 1942 wird gezeigt,

    Viel über amerikanische Expansion, Naher Osten, Japans Eroberungen werden

    auf vielen Seiten abgehandelt. Der U-Bootkrieg und allgemeines.


    Also die Soldaten die in Afrika, vor Moskau, in Stalingrad, Kaukaus, Tunesien usw.

    gekämpft haben (und überlebten) konnte ihren Lieben daheim gar nicht zeigen wo sie

    einmal waren, denn diese Gebiete werden als Gefechtskarte gar nicht gezeigt !

    Kein Wunder, dass der offiziellen Propaganda immer weniger geglaubt wurde.


    Grüße, ZAG

    Hallo zus,

    vielen Dank für Eure Beiträge, tatsächlich, das Thema ist bereits ausführlich debattiert worden.

    Ist mir irgendwie entgangen.


    Mir geht es nicht um "geplante" Minenräumungen,

    sondern um die Situation vor Ort, wenn z.B. ein Einheitsführer plötzlich vor die Wahl gestellt wird,

    einen Weg, ein Feld usw. mit seinem Männern zu beschreiten das definitiv oder vermeintlich vermint war

    und er die Möglichkeit hätte Gefangene vorauszuschicken, anstatt sich und eigene Männer zu gefährden.


    Nach all dem was ich in den Beiträgen gelesen habe, wäre das Unrecht !


    Allerdings, diejenigen die das Kriegsrecht einmal verfasst haben, waren zu diesem Zeitpunkt weit weg

    und nicht in Gefahr zerrissen zu werden - der Leutnant mit seinen Männern sehr wohl !


    Könnte man so einen Einheitsführer für seine Handlung unter den beschriebener Situation belangen?

    Oder auch "nur" moralisch verurteilen?


    Grüße, ZAG

    Hallo an die Experten,


    war es ein legitimes Mittel der Kriegsführung (aller Mächte, also auch der Wehrmacht),

    Gefangene und / oder Zivilisten bei Minengefahr vorauszuschicken um eigene Soldaten zu schonen?

    Sei es für eine Marschkollonne oder eine Fahrzeugkolonne.


    Was meint Ihr dazu?


    Grüße,ZAG

    Hallo Manfred,

    zum Schießbecher: auch ich kann das nicht belegen, wie auch Du habe ich meine Annahme aus den wenigen Fotos davon die ich gesehen habe,

    bzw. Berichte die den Einsatz erwähnten gebildet. Also wenn Du da mehr davon gesehen hast lasse ich mich gerne belehren.

    Grüße, ZAG

    Hallo Thilo,


    welche "großen Mörser " meinst Du?


    Einfallen tut mir noch der Schießbecher für den 98er Karabiner, der kleine Granaten weiter weg schießt, als man es per Hand könnte.

    Aber auch das war nicht so verbreitet, was mir so bislang untergekommen ist.


    Wie Du schon schreibts, war die vielzahl aller möglicher Minen/Granatenwerfer im I.WK größer.


    Grüße, ZAG

    Hallo Karl,


    da hast Du ein wichtiges und interessantes Thema angeschnitten.


    Gerade die letzten Tage habe ich ein paar Bildbände des I.Weltkrieges durchgeblättert und auf etlichen Bildern waren

    verschiedenste "Minenwerfer" aller Art abgebildet. (Dazu die Eindrücke aus dem Armeemuseum Ingolstadt, vor kurzem)

    Ich fragte mich, warum man bei der Wehrmacht keine solche (weiterentwickelten) Waffen wieder produzierte und verwendete.


    Klar, im Bewegungskrieg 1939-41 nutzlos, aber spätestens ab Herbst 1941 als die ersten Belagerungen losgingen,

    Leningrad, Sewastopol u.a. und an vielen Frontabschnitten z.B. Rshew, Kesseln Demjansk usw.

    wären diese Graben-Waffen auch "nützlich" gewesen.


    Klar ist auch, die modereneren Granatwerfer hatten eine höhere Reichweite als die Dinger aus dem I.WK.


    Irgendwo habe ich mal den russischen Spruch gelesen:

    "Jeder zweite deutsche Soldat hat ein Eisernes Kreuz, jeder zweite russische Soldat einen Granatwerfer"


    Nur mal so ein paar Gedanken dazu.

    Grüße, ZAG

    Hallo Thilo,


    ja, genau, das ist das Bild.


    Was mich im nachhinein wundert, ein General gibt einem einfachen Soldaten für seine Tapferkeit eine goldene Uhr !

    Sind da die Eisernen Kreuze ausgegangen?


    Oder wie ist der "Stellenwert" einer goldenen Uhr - persönlich überreicht -

    gegenüber einer herkömmlichen Auszeichnung zu werten?

    Viel höher würde ich meinen, quasi wie ein Vorläufer des Deutschen Kreuzes in Gold?


    Hatte ein GFM einen Vorrat an goldenen Uhren, die er nach gusto vergab?


    Vielleicht fällt jamnd dazu was ein.


    Viele Grüße

    ZAG

    Hallo,

    noch ein Nachweis mit GFM List auf Kreta aus:


    "Balkanfedlzug der 12.Armee 1941"


    das letzte Bild zeigt GFM List (mit Tropenhelm) der auf Kreta Gebirgsjäger auszeichnet.


    Grüße, ZAG

    Hallo zus.


    nun bekam ich die Ausgabe "Der Wetlkrieg in seiner rauhen Wirklichkeit" (1914-18)

    in einer broschierten 3-bändigen "Softcover" Ausgabe in einem Schuber in die Hände.

    Ausgabe 1926

    Band I Die Westfront

    Band II Die Westfront

    Band III Westen, Ostfront, Italien, Rumänien, Marine


    Grüße, ZAG

    Hallo,


    zur Ergänzung, mir liegen leihweise Dokumente aus Grafenwöhr vom März 1945 vor:


    Lehrstab 4, Lehrgruppe I, mit Namenslisten der 6. - 9. Abteilung (je ca. 20 Mann)

    Lauter Unteroffiziers-/Feldwebeldienstgrade bis zum Ofw.


    Waffentechnische Ausbildung am sMG, lMG, 12cm Granatwerfer, le IG,

    mit Schulgefechtsschießen.


    Auf einer Rückseite eines Schriftstückes ist ein Befehl vom 1943 aus Döberitz.

    Zur Papiereinsparung wurde das Blatt beidseitig beschriftet.


    Grüße, ZAG

    Hallo H.W.

    danke frü den Tip !

    ..also sollten diese Redner nicht nur Berichten, sondern auch Stimmungsbilder der angesprochenen Personenkreise übermitteln.

    Danke nochmals

    Grüße, ZAG

    Hallo zus.


    ein aktiver Artillerie-Offizier und EK-I Träger war laut seinen schriftl. Angaben nach seiner 2. Verwundung Ab Dez. 1943 bis Anf.Febr. 1945, also über 1 Jahr (!)

    als Wehrmachtsredner in Industriebetrieben eingesetzt. Danach war er Ausbilder und Gefangenschaft.

    Es sind keine besondere NS-Tendenzen aus dessen Unterlagen zu erkennen, (Parteimitglied, NSFO o.Ä.)


    Was hatten denn ein Wehrmachtsredner zu tun?

    Aus seinen Erlebnissen den Betriebsangehörigen zu berichten?

    Was sollte das bewirken, Durchhalten?


    Grüße, ZAG

    Hallo Michael,

    im Band 8 Flugplätze der Luftwaffe von Jürgen Zapf wird der Schweifurter Flugplatz auf Seiten 365-372 abgehandelt.

    Jedoch habe ich keinen Hinweis auf das von Dir gesuchte Luftpostamt gefunden.

    Allerdings frage ich mich, wie man eine Ausstellung über etwas machen kann, wo fast keine Informationen vorhanden sind...?

    Grüße, ZAG

    Hallo zus.


    zur Info diese Collage mit Uniformwechsel eines Mannes mit der selben (?) Funktion.


    Bild 1 mit Luftwaffen-Uniform, Adler, aber Koppel SHD

    Bild 2 mit Luftwaffen-Uniform aber Polizeiagler am Ärmel und Schiffchen, Kragenspiegel

    Bild 3 in dunkler Sicherheits Hilfsdienst Uniform, mit Armbinde und "Luftschutz-Schwinge" am Schiffchen.(nur das ist Datiert mit Sommer 1940)


    Auf unscharfen Gruppenbildern sieht man z.B. wenige in SHD-Uniformen, viele mit Pol-Adler, andere mit Lw-Adler am Schiffchen.


    Grüße, ZAG

    Hallo,

    ich vermute Luftschutzpolizei, die hatten eine Zeit lang diese Gross-Schwingen an der Mütze,

    später dann den normalen Polizeiadler, oder auch einfach den Luftwaffen-Adler.

    Grüße, ZAG