Posts by Nicco

    Hallo Carsten,


    du bestätigst mit den Erzählungen deines Vaters genau meine Annahmen, dass im Einsatz, das Elitedenken und die Abgrenzung der einzelnen Waffengattungen, hinter die Notwendigkeit der Erfüllung des Auftrages zurück getreten ist.


    So groß die Abgrenzung und der Anspruch bezüglich der "Wichtigkeit" der jeweiligen Waffengattungen, im Frieden und auch während der Ausbildung, auch immer gewesen sein mag, so war dass Zusammenwirken der verschiedenen Truppen und Einheiten im Gefecht, zumindest im Heer, offensichtlich doch sehr gut.


    Viele Grüße

    Nicco

    Hallo Karl,


    ein wirklich interessantes Thema, dass du hier gestartet hast.


    Ich glaube nicht, dass der Anspruch der einzelnen Waffengattung die Eliteeinheit schlechthin zu sein, Auswirkungen auf den innerdienstlichen Ablauf oder den Betrieb in der Wehrmacht hatte. Zumindestens keine gravierenden Auswirkungen. Die Truppe selbst hat in der Zusammenarbeit der verschiedenen Waffengattungen und damit aller "Eliteeinheiten" einwandfrei funktioniert. In der Freizeit, im Heimaturlaub eher weniger, konnte das, auf jeden Fall dann, wenn eine Gruppe von Soldaten einer "Eliteeinheit" auf eine andere Gruppe einer "Eliteeinheit" getroffen ist, mit Sicherheit schon etwas anders aussehen.


    Ich kann aus eigener Erfahrung berichten, dass es in Sonthofen im Allgäu, zwischen Feldjägern und Gebirgsjägern, regelmäßig zu Schlägereien gekommen ist, zumindest während meiner Zeit Anfang der achziger Jahre. Beide Waffengattungen nahmen für sich in Anspruch die "Elitetruppe" zu sein. Ich vermute mal, dass es das in der Wehrmacht auch gegeben hat.

    Ich kann es auf Grund des selbst erlebten "Elitedenkens" aus meiner Bundeswehrzeit natürlich nur fikitiv auf die Wehrmacht übertragen, aber man war natürlich stolz darauf zu einer bestimmten Waffengattung zu gehören und hat schon auf die Soldaten anderer Waffengattung herabgesehen. Allerdings waren wir ja im Frieden, in Kriegszeiten sieht das ganze bestimmt etwas anders aus. Aber für die Wehrmacht vor Beginn des Krieges, denke ich, gilt das gleiche wie für die Bundeswehr.


    Ich bin sehr gespannt, was andere dazu meinen.


    Viele Grüße

    Nicco

    Hallo Ago,


    vielen Dank für die Zusammenfassung und das Einstellen, auch des Flugbuches von Aldo Gasperi, hier im Forum.


    Ich stimme dir zu, dass einem so erfahrenen Piloten ein solcher Fehler eigentlich nicht passieren kann, es sei denn, die Fahrwerkanzeige wäre defekt, oder das Fahrwerk ließ sich nicht ausfahren. Möglicherweise war er auch nicht der Pilot, dem dies passiert ist. Es ist auch unerheblich und spielt zum heutigen Zeitpunkt eigentlich keine große Rolle mehr.


    Der Sachverhalt ist auf jeden Fall sehr interessant und informativ und ich danke dir ganz herzlich für das Einstellen der Geschichte hier im Forum.


    Viele Grüße

    Nicco

    Hallo zusammen,


    als Ergänzung zu den vorhergehenden Beiträgen hier der Auszug aus dem Artikel "Alkoholbestimmung im Blut" aus dem "Handwörterbuch der gerichtlichen Medizin und naturwissenschaftlichen Kriminalistik von 1940", Seite 37:


    "Gemäß dem Runderlass des Reichsministers des Inneren vom 25.9.1936 hatte bei jedem Verkehrsunfall die Blutentnahme zu erfolgen, wenn begründeter Verdacht auf alkoholische Beeinflussung bestand."


    (Quelle: Handwörterbuch der gerichtlichen Medizin und naturwissenschaftlichen Kriminalistik von 1940)


    Das hieß, es hing zunächst einmal von dem Verhalten des Unfallverursachers und dann von dem einschreitenden Beamten ab, ob eine Blutentnahme von diesem angeordnet wurde. Übungen waren da wohl, neben dem Riechen der Alkoholfahne, ein probates Mittel zur Erkennung von alkoholisierten Unfallteilnehmern.


    Entsprechend dem Artikel "Alkohol und Verkehrsunfall" aus dem genannten Handwörterbuch, Seite 42, ging man damals bei einer Blutalkoholkonzentration von 2 Promille ziemlich sicher davon aus, dass ein Trunkenheitsgrad bestand, der die Fähigkeit zur sicheren Bewegung im Straßenverkehr ausgeschlossen hat. Bei Werten zwischen 1,5 und 2 Promille ging man von einem verkehrsgefährdenden Zustand aus. Werte unter 1,5 Promille wurden allerdings nicht von vornherein als verkehrsgefährdenter Zustand aufgefasst. Bei einem Wert von 0,5 Promille und weniger, wurde davon ausgegangen, dass zwischen Alkoholkonsum und Unfall kein kausaler Zusammenhang bestand.


    (Quelle: Handwörterbuch der gerichtlichen Medizin und naturwissenschaftlichen Kriminalistik von 1940)


    Viele Grüße

    Nicco

    Hallo Karl, hallo zusammen,


    nach den von Lothar erwähnten Beiträgen im Forum Marinearchiv kann ich mir nicht so recht vorstellen, dass das dort beschriebene Sprengschleppgerät gegen ein auf Sehrohrtiefe getauchtes U-Boot eingesetzt wurde. Vielmehr kam ein ein solches Gerät bei einem tiefer liegenden, sich tot stellenden U-Boot zum Einsatz. Die Sprengwirkung der Wasserbombe, bei einem auf Sehrrohrtiefe liegenden Boot, birgt m. E. doch die Gefahr, dass auch Schäden an der Überwassereinheit entstehen könnten. Mit Angelhaken müsste doch etwas anderes gemeint sein.


    Viele Grüße

    Nicco

    Hallo Karl,


    laut U-Boot-Archiv erhielt U 716 bei der 9. Unternehmung in der Zeit zwischen dem 12.3.1945 und dem 10.4.1945 einen Rammschaden am Sehrohr:


    http://www.ubootarchiv.de/ubootwiki/index.php/U_716.


    Möglicherweise ist mit "Angelhaken" das Rammen des Sehrohrs des Bootes gemeint. Also, dass das Sehrohr, der "Angelhaken" ist, der den Zerstörer gefangen hat. Wäre auch dahingehend plausibel, da sich das Boot auf Sehrohrtiefe befand und der Zerstörer das Sehrohr erwischte. Ist jetzt erstmal Spekulation, aber vielleicht auch zutreffend. Ansonsten habe ich nichts über Angelhaken gefunden.


    In dem von Sascha eingestellten Link zu den Downloads der U-Boot KTB's, ist leider nur das KTB der 5. Unternehmung von U 716 enthalten.


    Viele Grüße

    Nicco

    Hallo Andre,


    ich vermute, dass die Akte mit der Heirat deiner Großeltern zu tun hat. Wahrscheinlich enthält sie Ariernachweise und die Heiratserlaubnis. Möglicherweise enthält sie auch die Einheit deines Großvaters. Es wäre m. E. auf jeden Fall hilfreich den Inhalt der Akte zu sichten. Ansonsten sehe ich keine andere Möglichkeit die Einheit eventuell herauszufinden.


    Viele Grüße

    Nicco

    Hallo,


    zum Themeneinstieg hier der Eintrag zu der 8. Jäger-Division aus dem Lexikon der Wehrmacht:


    http://www.lexikon-der-wehrmac…gen/Jagerdivision/8JD.htm.


    Mit der von dir gesuchten Karte kann ich leider nicht dienen. Aber in den KTB's Nr. 9-10, für den Zeitraum vom 01.7.1944 bis 31.12.1944, der Bäckereikompanie (mot.) 8, die der 8. Jäger-Division unterstellt war, sind die jeweiligen täglichen Standorte der Kompanie verzeichnet. So vom 31.7.1944 bis 6.9.1944 in Seletin und vom 1.10.1944 bis 8.10.1944 in Kisliva. Diese Standorte der Bäckereikompanie (mot.) 8 passen genau zu den auf den Lagekarten verzeichneten Einsatzräumen der 8. Jäger-Division. Anhand dieser Eintragung und den jeweiligen, dokumentierten Verlegungen der Bäckereikompanie, ist der Weg der 8. Jäger-Division, für den genannten Zeitraum in etwa nachzuvollziehen:


    https://wwii.germandocsinrussi…#page/28/mode/grid/zoom/1.


    Hier noch eine kurze Zusammenfassung der Divisionsgeschichte aus Wikiwand:


    https://www.wikiwand.com/de/8.…4ger-Division_(Wehrmacht).


    Der Kameradschaftsverband der 8. Infanterie/Jäger-Division hat das Buch "Die Geschichte der 8. (oberschlesisch-sudetendeutschen) Infanterie / Jäger-Division 1935-1945" im Eigenverlag herausgegeben. Allerdings ist dieses Buch leider nicht verfügbar:


    Die Geschichte der 8. (oberschlesisch-sudetendeutschen) Infanterie / Jäger-Division 1935-1945.


    Ob der Kameradschaftsverband noch existiert ist mir nicht bekannt.


    Viele Grüße

    Nicco

    Hallo Andre,


    wie sicher ist die Information, dass dein Großvater Angehöriger der SS bzw. der Waffen-SS war?


    Die Sachakte mit der Signatur: R 9361-III/54376 aus der Sammlung Berlin Document Center (BDC): Personenbezogene Unterlagen der SS und SA

    (Quelle: https://invenio.bundesarchiv.d…3-452e-8e51-0655487830cc/)


    benennt eine Kaete Drassdo geb. 16.6.1908 in Dresden. Ist dir bekannt in welcher Beziehung sie zu deinem Großvater gestanden ist? Möglicherweise ergibt sich hier ein weiterer Ansatzpunkt.


    Hier ist noch ein sehr ausführlicher Leitfaden aus unserem Forum von unserem Mitglied Dirk, für eine weitere Suche bzw. für die weitere Vorgehensweise unter Benutzung verschiedener Informationsquellen, sofern noch nicht bekannt:


    Informationsquellen.


    Viele Grüße

    Nicco

    Hallo Andre,


    Sachakten enthalten das gesamte Schriftgut zu einem konkreten Vorgang (z. B. eine militärische Operation), Personalakten dagegen beinhalten Angaben zur Person.


    Woher kommt die Information, dass eine Personalakte nicht existent ist?


    Bezüglich des militärischen Werdegangs deines Großvaters, würde ich auf jeden Fall eine Anfrage bei dem Bundesarchiv in Berlin, Abteilung PA (Personenbezogene Auskünfte zum Ersten und Zweiten Weltkrieg) ehemals Deutsche Dienststelle (WASt) stellen.


    https://www.bundesarchiv.de/DE…terlagen-persbezogen.html


    Die Bearbeitung wird allerdings etwas Zeit in Anspruch nehmen und ist mit geringen Kosten verbunden.


    Viele Grüße

    Nicco